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.Hallo wie gehts. Nr.4

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Fausel, Jutta (MSa 47/2004)
198
Fotos aus Passion
utta Fausel war als Fotografin in den
JBestandteil
60er-, 70er- und 80er-Jahren fester
der Rennszene. Persönliche
Begeisterung für die Rennerei und ein gutes fotografisches Auge verschafften ihrer
Arbeit überall Anerkennung. «Leider musste ich ausgerechnet in Deutschland gegen
Vorurteile ankämpfen», klagt sie. «Eine
Frau und gute Rennsportfotos, das wollte
in viele Männerköpfe einfach nicht rein.»
Obwohl sie das Verhalten von Kollegen und
Veranstalter-Pressechefs damals sehr gekränkt hat, ging die Göppingerin unbeirrt
ihren Weg und erkämpfte sich unter oft
abenteuerlichen Begleitumständen ihre
Tickets. Und wenn gar nichts mehr ging,
ebnete ihr sogar Bernie Ecclestone himself
mit einem Machtwort den freien Zugang
zu den begehrten Fotoplätzen.
Ihre Schnappschüsse, speziell aus der
Formel 1 und der Formel 2, waren für inund ausländische Redaktionen (u.a. auch
Powerslide, MSa und sport auto) oft genug
gefragte Motive, die noch heute so manche
Retro-Story zieren. «In meinem Archiv
finde ich noch immer jedes angefragte
Foto aus dieser Zeit», sagt die 1989 in die
USA ausgewanderte Blondine stolz.
Irgendwann will die jetzt 63-Jährige ihren
Bestand von mehreren tausend Bildern aus
den Jahren 1963–88 komplett verkaufen,
«aber wenn überhaupt, dann nur an Ferdi
Kräling – der hat sich damals immer fair
benommen.» In dieser Zeit hat Jutta über
170 F1-GP, rund 100 F2-EM- und Formel5000-Läufe und mindestens genauso viele
Rundstrecken- und Bergrennen fotografisch begleitet. Ihr Tagewerk entwickelte
die gelernte Fotografin oft noch in der
Nacht nach dem Rennen im eigenen Labor.
Heute besucht die Schwäbin nur noch
ab und zu die ChampCars («um fototechnisch nicht ganz aus der Übung zu
kommen»). Die Verbindung zum Rennsport
wird durch ihren sieben Jahre jüngeren
Gatten John Ward gehalten, der schon vor
ihrer US-Einbürgerung als selbstständiger
Renningenieur und -designer bei Dan
Gurney an Bord war. Zweimal betreute er
in der IMSA das Toyota-Meisterauto, derzeit hat sich das IRL-Team des Mexikaners
Adrian Fernandez seine Dienste gesichert.
Nach Indianapolis (wo Jutta F. einen eigenen Blumenladen führte) residieren die
beiden jetzt in Costa Mesa/Kalifornien.
Was rennsportmässig sonst noch so in
der Welt und vor allem in ihrer alten
Heimat passiert, bekommt Jutta per Luftpost jede Woche neu mit einem MSa-Abo
frei Haus geliefert. «Es gibt nur einen kleinen Haken – leider kommt das Heft immer
mit einer Woche Verspätung bei mir an …»
Deutsche Fotografin: Fausel 1970
Amerikanische Lady: Fausel 2004
Kampf um die Tickets: Wenn gar nichts mehr ging, half Bernie E. persönlich
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