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Marketingeffizienz – gewusst wie Einfach rüüdig - Speck Print AG

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Magazin für spürbar besser
informierte Kundinnen und Kunden
Nr. 2
Marketingeffizienz – gewusst wie
In Zeiten hart umkämpfter Märkte und sinkender Werbebudgets rückt das Bewusstsein für Marketingeffizienz immer
mehr in den Vordergrund. speckprint hat Optimierungs2
potenziale aufgespürt.
Einfach rüüdig – die Luzerner Fasnacht
Mit dem Urknall an der Fritschi-Tagwache beginnt in Luzern
die fünfte Jahreszeit. In den folgenden Tagen verwandelt
sich die Pilatusstadt in einen Hexenkessel. Ein Blick in die
Geschichte des wichtigsten Luzerner Brauchs. 8
Stöckli fährt an der Weltspitze mit
Zusammen mit Dominique Gisin holte Tina Maze an der
Olympiaabfahrt auf Stöckli Ski die Goldmedaille. Ebenfalls den
ersten Rang erreichte Beni Stöckli jun. am SwissAward 2013 –
10
eine Erfolgsgeschichte.
Daniel Brenzikofer, Leiter Kundenberatung
«Wir haben wieder viele spannende Themen für Sie aufgespürt.
Viel Spass beim Lesen!»
www.speckprint.ch
›
März 2014
Editorial
Geschätzte Leserinnen und Leser
Nein, weder die Olympischen Winterspiele in Sotschi noch die Fussball-WM
in Brasilien sind Themen dieser Ausgabe von «aufgespürt». Denn auch in unmittelbarer Nähe wartet viel Interessantes darauf entdeckt zu werden. Und so schreiben
wir nicht über die schnellsten Skifahrer der Welt, die in Russland talwärts bretterten,
sondern über die Bretter, die für Stöckli Swiss Sport im luzernischen Wolhusen
die Welt bedeuten.
Und anstatt über den Karneval in Rio zu berichten, haben wir das nicht
minder bunte und fröhliche Treiben der Luzerner Fasnacht aufgespürt. Wenn es Sie
zudem Wunder nimmt, wo spannende Krimis mit Zentralschweizer Tatorten
entstehen und warum ein Säuliämter seit über dreissig Jahren in der Zuger Altstadt
seine Stube für Gäste aus aller Welt bereit hält, dann wünschen wir Ihnen
spannende Leseminuten und gute Unterhaltung mit der Lektüre von «aufgespürt» No 2.
Herzlich,
Ihr Markus Kramer
«Wolhusen und Luzern auf
Augenhöhe mit Sotschi und Rio.»
Markus Kramer
Geschäftsführer
Der Krokus, so beharrlich er als Knolle
der Kälte in vielen Höhenlagen trotzt, so
pointiert und vielfältig wartet er farblich
zur Blütezeit auf. Mit seinem stängellosen, hochblättrigen Blütenstand betört
er mitunter in ausgefallenem Lila, Hellviolett, Gelb und Weiss. Und mit seinen
orangen Stempeln schenkt uns der Crocus
sativus überdies den Safran.
aufgespürt › Nr. 2 › März 2014
2
Über uns
Unser Wertangebot
Wir glauben an eine Zukunft, in der Print mit seinen einzigartigen Merkmalen
und im Einklang mit neuen Medien eine unersetzliche Position in der Unternehmenskommunikation einnimmt. Das dazu benötigte Können und Wissen
ist für uns Grund genug, als Anbieter erfolgreich darauf zu fokussieren. Es ist
Ziel unseres Tuns und Motiv unseres Engagements, Grenzen in Erstellung,
Handhabung, Einsatz und Wirkung gedruckter Kommunikationsmittel zu
sprengen. Wir möchten erste Wahl sein für Kunden, die in ihrem Bereich eine
führende Rolle anstreben und höchste Anforderungen an ihr Umfeld stellen.
Unser Wertangebot ermöglicht unseren Kunden, durch gedruckte Kommunikation die Marketingeffizienz zu steigern und die Wirkung ihrer Botschaften
zu erhöhen.
zu mehr Marketingeffizienz …
… durch den Weg zur Drucksache
› Wir erleichtern und vereinfachen Ihnen
das Drucken durch angenehme und
verständliche Bestellprozesse.
› Wir gewährleisten Ihnen schnelles und
sicheres Drucken durch automatisierte und
standardisierte Druckprozesse.
www.speckprint.ch
… durch die Wirkung der Drucksache
› Wir ermöglichen Ihnen einzigartige
und intelligente Kommunikationsmittel mit
personalisierten und individualisierten
Inhalten.
› Wir berücksichtigen in der persönlichen
Beratung Ihre speziellen Wünsche für
aussergewöhnliche und auffallende
Kommunikationsmittel.
3
Kundenprojekt
EM-Qualifikation:
Barrage als Wegscheide
Am 4. April bestreitet die Handballnati ein Spiel gegen
Estland. Warum diese Partie so eminent wichtig ist
und wie es um den Handballsport in der Schweiz steht,
erzählt Marco Ellenberger, Medien- und Kommunikationsverantwortlicher beim Schweizerischen HandballVerband (SHV).
aufgespürt › Nr. 2 › März 2014
4
Herr Ellenberger, der Handballsport zählt in der
Schweiz zu den beliebteren Sportarten. Wie hat sich
diese Sportart in den vergangenen Jahren entwickelt,
was hat sie hauptsächlich geprägt?
In der Schweiz wird nach wie vor sehr gerne Handball
gespielt, aber in der Publikumsgunst dominieren bei den
Mannschaftssportarten klar der Fussball und das Eishockey. Der Handballsport ist ein bisschen aus der Öffentlichkeit verschwunden. Verbände wie wir kämpfen um
Präsenz in den Medien – vor allem im Fernsehen. Dazu
kommt die Herausforderung, dass Handball eine Mannschaftssportart ist und der Zeitgeist eher in Richtung Individualisierung geht. So gesehen hat sich für den HandballVerband die Ausgangslage im Vergleich zu den Zeiten vor
rund 30 Jahren ziemlich stark verändert.
Der Schweizer Handballsport befindet sich im
Umbruch. Worin besteht dieser Umbruch im
Wesentlichen?
Marco Ellenberger, Medien- und Kommunikationsverantwortlicher beim Schweizerischen Handball-Verband (SHV)
Im April bestreiten die Schweizer Männer gegen
Estland eminent wichtige Partien für die EM-Qualifikation. Was würde ein Scheitern bedeuten?
Die Leistungsdichte in Europa hat in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund der enormen Professionalisierung enorm zugenommen. In der EM-Qualifikation stehen
28 Plätze zur Verfügung und unsere Nationalmannschaft
muss aufgrund der ungenügenden Resultate in der vergangenen Saison nun die Barrage gegen eine aufstrebende
Nation bestreiten. Wenn wir uns im April gegen Estland
durchsetzen, können wir nächstes Jahr ganz normal die
EM-Qualifikation bestreiten und uns mit Top-Mannschaften wie Frankreich, Dänemark oder Deutschland messen.
Wenn wir es nicht schaffen, müssen wir kommende Saison hingegen in die Vor-Qualifikation – und die Gegner
dort heissen vielleicht Luxemburg, Irland oder Malta. In
diesem Fall würde der Handball in der Schweiz auf Stufe
Nationalmannschaft zumindest kurzfristig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Somit kann man die Barrage
für die EM-Qualifikation als Wegscheide bezeichnen.
Als man in den 70er Jahren den Schweizerischen Handball-Verband gründete, gab es deutlich mehr lizenzierte
Handballspieler. Die heutigen Strukturen entsprechen immer noch dem damaligen grösseren Rahmen und müssen
an die heutigen Verhältnisse angepasst werden. An einer
ausserordentlichen Delegiertenversammlung im März
werden wir über die neuen Strukturen abstimmen. Wenn
diese angenommen werden, sollte der Verband künftig
wieder effizienter arbeiten und die Herausforderungen Weshalb sollte man sich am 4. April in St. Gallen
wirkungsvoll angehen können.
dieses Spiel ansehen?
Natürlich bin ich als Verbandsmitglied vom Handballvirus
infiziert, aber für mich gibt es tatsächlich keine attraktiIm Nationalteam der Männer scheint es nicht an
vere Teamsportart als Handball. Handball ist unheimlich
Nachwuchstalenten zu mangeln, wohl aber an
schnell, extrem physisch und extrem kreativ. Zudem ist
Routiniers.
Diese Einschätzung ist richtig. Der Mangel an Routiniers man als Zuschauer sehr nah dran am Geschehen und die
ist aus meiner Sicht eine der grössten Herausforderungen Stimmung ist jeweils sehr gut, es herrscht eine prickelnim Schweizer Handball. Fakt ist, dass wir ohne eine erfolg- de Atmosphäre. Es lohnt sich garantiert, dieses wichtige
reiche Nationalmannschaft die erhoffte Präsenz nicht er- Heimspiel anzuschauen.
reichen. Tatsächlich haben wir sehr erfolgreiche Juniorenmannschaften, die sich sogar weltweit immer wieder unter Sie lassen Flyer, Plakate, Matchprogramme und
den Top 10 platzieren können. Unserer jungen A-National- anderes bei speckprint drucken. Was ist Ihnen bei
mannschaft fehlen im Vergleich zur internationalen Welt- dieser Zusammenarbeit wichtig?
spitze aber noch die Erfahrung und die physische Stärke. Als Sportverband mit verschiedenen Aufgaben in einem
sehr schnelllebigen, manchmal nur kurzfristig planbaren
Umfeld, sind wir froh, mit speckprint einen Partner zu haWarum fehlen denn die Routiniers?
Viele Schweizer Handballer sind überdurchschnittlich gut ben, der schnell reagieren kann und flexibel ist. Zudem
ausgebildet, weil sie parallel zur Sportkarriere studieren. schätzen wir die hohe Qualität und die Kreativität der
Nach dem Abschluss ihres Studiums, im Alter von knapp Fachleute bei speckprint.
30 Jahren, stehen sie vor der Entscheidung, ob sie auf die
Karte Handball oder auf den finanziell lukrativeren Wech- Herr Ellenberger, vielen Dank für das Interview und
sel in die Privatwirtschaft setzen wollen. Viele schlagen toi, toi, toi für das Spiel gegen Estland.
den Weg in die Wirtschaft ein. So haben wir in den letzten Jahren einige hoffnungsvolle Spieler verloren. Unsere
HOPP SCHWIIZ!
Aufgabe ist es darum, die potentiellen Routiniers dazu zu
EM-Qualifikation Männer, Barrage
bewegen, in dieser Phase noch ein paar Jahre Handball zu
Freitag, 4. April, 20 Uhr, Kreuzbleiche St. Gallen
spielen und erst später in die Wirtschaft zu wechseln – beziehungsweise von Beginn weg auf jene Spieler zu setzen,
3 × 2 Tickets zu gewinnen (siehe Wettbewerb S. 16).
die den Handball auch professionell bestreiten wollen.
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5
Chefwanderung
Auf dem hohen Ross sitzen
Es ist Zufall, dass nach dem Rossberg (Wildspitz) in der letzten Ausgabe «aufgespürt» heute der Rossstock folgt. Aber es ist kein Zufall, dass ich den Rossstock als lohnende Schneeschuhtour weiter empfehle. Die Tour bietet alles:
Abenteuerliche Bahnfahrt, Hüttenzauber, unberührte Tiefschneelandschaften
und jähe Tiefblicke.
Nicht der Glarner Rossstock neben dem Bös Fulen sondern
der Urner Rossstock (2461 m.ü.M.) neben dem Fulen ist Ziel
der Schneeschuhtour. Es geht also ins Riemenstaldner Tal.
Ab Sisikon windet sich über sieben Kilometer eine kleine
Strasse bis zur Talstation der Luftseilbahn Chäppeliberg
– Spilau. Und schon beginnt die erste, aber auch einzige
Schlüsselstelle der Tour. Die winzige und luftige Gondel ist
nichts für schwache Nerven, aber die angenehmste Art,
die 500 Höhenmeter bis zur Bergstation zu überwinden. Es
empfiehlt sich, früh aufzustehen und mit der ersten Gondel hochzufahren, die ganze Region ist ein beliebtes Gebiet
für Ski- und Schneeschuhtouren.
Atemraubender Aufstieg – atemberaubende Aussicht
Ab Spilau führen viele Wege zum Rossstock. Schon früh
beleuchtet die Sonne die wohltuende Weite. Unmittelbar
nach der Bergstation werden die Riemen der Schneeschuhe festgezurrt und los geht’s! Was jetzt folgt ist herrlichster Tiefschneezauber im Aufstieg zum Rossstock. Gratis ist
aufgespürt › Nr. 2 › März 2014
der Gipfel nicht zu erreichen, und wie so oft dient meine
Kamera als willkommene Ausrede, während eines Fotostopps kurz zu verschnaufen. Der Gipfelaufschwung lässt
erahnen, dass der Rossstock nicht nur eine liebliche (Aufstiegs)seite besitzt. Beim Gipfelkreuz geniesst man nebst
der grandiosen Aussicht auch eindrückliche Tiefblicke bei
der jäh abfallenden Südost-Wand. Gewinnt der Schneeschuhläufer oft im direkten Aufstieg gegen die zickzacklaufenden Skitourengänger, so kehrt sich dies im Abstieg.
Etwas neidisch schaue ich den Skifahrern hinterher, die
jauchzend in rasanter Fahrt den Tiefschnee auskosten und
wenige Minuten später bereits hunderte Höhenmeter tiefer sind. Etwas gemächlicher steige ich zur Lidernen-Hütte
SAC ab, um wenig später mit der Gondel wieder talwärts zu
schweben. Dabei lernte ich noch zufällig eine bergbegeisterte Kundin von speckprint persönlich kennen. Das Fazit
ist eindeutig, es war ein rundum gelungener Tag. Keine
Frage, es lässt sich vorzüglich auf dem hohen Ross sitzen.
Markus Kramer
6
TIPP Geheimtipp
Am Wochenende die erste
Bahn um 6 Uhr nehmen. Die Ruhe
und genügend Zeit für den Aufstieg
verhindern Hektik und erhöhen den
Erholungswert.
Facts
Schwierigkeit: WT3
Distanz: ca. 7 km Hin- und Rückweg
Höhendifferenz: ca. Þ750 Höhenmeter,
à750 Höhenmeter
Wanderzeit: Total ca. 4–5 h
Etappe: Abstieg gleicher Weg zurück
Links: Mehr Infos unter
Luftseilbahn Chäppeliberg – Spilau:
www.spilau.ch; Lidernenhütte SAC:
www.lidernenhuette.ch
TIPP Aussichtspunkt
Die Aussicht vom Gipfel ist
schlicht grandios und die beste
Entschädigung für die Mühen des
Aufstiegs.
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7
Schweizer Tradition
Einfach rüüdig – die Luzerner Fasnacht
Zwischen dem «Schmotzige Donnschtig» und dem «Güdismäntig» befindet sich
Luzern im Ausnahmezustand: Dann treiben die Pilatusstädter wieder mit ihren
Gewändern und Masken durch die Gassen, lauschen den Guuggenmusigen und
stossen mit Kafi Gügs auf die fünfte Jahreszeit an – die Fasnacht.
Die Fasnacht hat eine lange Tradition und scheint in der
christlichen Welt mit der vorösterlichen Fastenzeit zusammenzufallen. Schon die alten Germanen vertrieben
mit Masken und viel Lärm die bösen Wintergeister und
weckten mit ihrem Getöse gleichzeitig die guten Frühlingsgeister. Der närrische Gehalt weist allerdings auch
Parallelen zum Altertum auf, so beispielsweise zur Zeit des
Priesterkönigs Gudea oder zu den Römern, wo Sklavinnen
und Sklaven mit ihren Herrinnen und Herren die Rollen
tauschten oder gleichberechtigt ausgiebig feierten. Worin
man auch immer den Ursprung für die Fasnacht sehen
will – den Anlass zum ausgelassenen Feiern haben sich
die Leute über die Jahrhunderte nicht nehmen lassen.
Alles begann mit dem Fritschi
Der Ursprung der Luzerner Fasnacht geht auf die mystische Gestalt des «Fritschi» zurück, dessen älteste urkundliche Bezeichnung im Jahr 1443 nachgewiesen ist. Die älteste Beschreibung und Abbildung liefert die Stadtchronik
aus dem Jahr 1513. Noch um 1600 wurde der Fritschizug
als Harnisch- und Waffenschau ausgetragen, die vom Fritschi als Kriegeshelden angeführt wurde. Das jeweils anschliessende Trink- und Essgelage passte jedoch nicht in
die Fastenzeit, weshalb der Anlass auf den Schmutzigen
Donnerstag verlegt wurde. Noch heute fällt der erste Tag
der Luzerner Fasnacht mit der Fritschifasnacht und dem
Fritschiumzug zusammen. Mit den Jahren wurde aus dem
patriotischen Anlass zunehmend ein satirisch-humorvol-
Drei Fragen an Bruno M. Spörri,
Medienchef des Lozärner
Fasnachtskomitees
Welche Aufgaben hat das Lozärner Fasnachtskomitee und aus
wie vielen Personen setzt sich
dieses zusammen?
ler Festumzug. Ganz der Satire verschrieben sich 1925 die
Fasnächtler aus dem Weyquartier mit ihrem Umzug am
Güdismontag. Die konkurrierenden Umzüge vereinigten
sich 1929 zum «Luzerner Fastnachts-Comité». Das heutige Luzerner Fasnachtkomitee, bestehend aus der Zunft zu
Safran, der Maskenliebhaber-Gesellschaft, der Gesellschaft
Fidelitas und der Wey Zunft, schloss sich 1951 zusammen.
Interessantes Detail: Das «t» in der «Fastnacht» wurde erst
1986 offiziell abgeschafft.
Lang ersehnter Urknall
Am Schmutzigen Donnerstag landet Bruder Fritschi mit
der Fritschifamilie morgens um 05.00 Uhr mit seinem
Nauen am Schwanenplatz. Alsdann ertönt der Urknall in
der Luzerner Altstadt – das lang ersehnte Signal für alle
Guuggenmusigen und Fasnächtler. Der Fritschivater und
Zunftmeister zu Safran empfängt den Bruder Fritschi und
begleitet ihn zum Fritschibrunnen auf dem Kapellplatz.
Begleitet werden die beiden von Ehrengästen und der
Fritschifamilie samt Fritschene, Kindsmagd, Narr, Bajazzo
sowie den Bauern. Am Nachmittag findet dann der Fritschiumzug statt. Als Symbol eidgenössischer Freundschaft
kam es gelegentlich vor, dass der Fritschi Vater entführt
wurde. Mit Pauken und Trompeten sowie mit dem einen
oder anderen Kafi Gügs feiert Luzern während drei Tagen die alljährliche Fasnacht – ob nun der nachfolgenden
Fastenzeit, der bösen Geister oder der närrischen fünften
Jahreszeit wegen.
das Brauchtum der Masken- und Kostümherstellung. An der Usgüüglete,
am Fasnachtsmäärt und an den Fasnachtstagen sorgt das LFK Unter der
Egg und in der Boubenmattbeiz für
rüüdig gute Stimmung.
Zunftmeister. Seit drei Jahren bin
ich der Kommunikationsverantwortliche des LFK. Die Luzerner Fasnacht
ist mein Hobby, auf das ich mich jedes Jahr wieder aufs Neue freue.
Welches ist Ihre Motivation für Ihr
40 Männer umfasst das Lozärner Fas- sicher zeitraubendes Engagement?
Auf welchen Programm-Highlight
der Lozärner Fasnacht 2014
freuen Sie sich am meisten?
nachtskomitee, kurz LFK genannt.
Sie sind Delegierte der vier Luzerner
Zünfte und Fasnachtsgesellschaften. Diese Herren, geführt vom Präsidenten des LFK, planen Aktivitäten
im Rahmen der Luzerner Fasnacht,
führen die beiden grossen Umzüge
am Schmutzigen Donnerstag und
am Güdismontag durch und pflegen
Gespannt bin ich auf die angekündigten Aktionen der «Vereinigten
Guuggenmusigen Luzern», welche
dieses Jahr ihr fünfzigjähriges Bestehen feiert. Zu den Höhepunkten
gehören aber auch die Umzüge und
vor allem die vielen Begegnungen als
Fasnächtler in den Gassen der Luzerner Altstadt.
aufgespürt › Nr. 2 › März 2014
Das Fieber für die Fasnacht und das
Grundwissen dazu habe ich mir in der
Wey Zunft geholt. Als Zürcher war das
damals schon ein bisschen speziell für
mich und manchmal habe ich in der
Fasnachtszeit gemeint: «Die spinnen,
die Luzerner. Ich war im Zunftrat tätig, engagierte mich für die Fasnachtszeitung «KnallFrosch» und war 2010
8
Drei Fragen an den Fritschivater
2014, Andreas Moser:
Herr Moser, welche Freuden
und Pflichten bringt das Amt des
Fritschivaters mit sich?
Das Amt des Zunftmeisters und
Fritschivaters ereilt einen ohne jede
Vorwarnung. Innert Minuten verändert sich vieles und die Agenda wird
etwas durchgeschüttelt. Die Wochen
bis zur Fasnacht sind sehr intensiv.
Doch der Zunftmeister wird in seinen Aufgaben grossartig unterstützt
von unzähligen Personen aus dem
Zunftumfeld und auch von ausserhalb.
Welchen Stellenwert hat die
Fasnacht in Ihrem Leben?
Die Luzerner Fasnacht ist ein fantastisches Kulturgut, das sich immer
wieder weiterentwickelt. Ich habe in
jüngeren Jahren in der sogenannten 5. Jahreszeit intensive Tage und
Nächte erlebt. Da war ich viel in den
Gassen und habe als Einzelmaske intrigiert oder bin später mit den Kindern dabei gewesen. Der Schmutzige
Donnerstag ist der Tag von Bruder
Fritschi, der wichtigsten Figur an der
Luzerner Fasnacht. Ich freue mich
riesig auf die Fasnacht 2014, die in
meinem Zunftmeisterjahr natürlich
einen speziellen Stellenwert hat!
© Elge Kenneweg
Das Amt des Zunftmeisters und Fritschivaters ist eine grosse Ehre für
mich und meine Familie. Für ein Jahr
darf ich unserer Zunft vorstehen, die
auf eine sechshundertjährige Tradition zurückblickt. Die Zunft zu Safran
ist keine Fasnachtszunft, sondern
pflegt ihre Traditionen mit Sorgfalt
und grossem Engagement über die
Fasnacht hinaus an zahlreichen Anlässen das ganze Jahr durch. Dabei
engagiert sie sich vielfältig in kulturellen und sozialen Aufgaben getreu
unserer Zunftmeisterdevise «Freude
der Jugend – Liebe dem Alter – Hilfe
den Armen». Als Zunftmeister besuche ich sehr viele Anlässe – um die
200 in diesem Jahr – was sicher aufwendig ist, aber die Freude und die
unvergesslichen Begegnungen mit
anderen Menschen und Persönlichkeiten wiegen dies bei weitem auf.
Wie bereiten Sie sich auf Ihre
Aufgaben vor?
www.speckprint.ch
9
Das besondere Unternehmen
Stöckli fährt an der Weltspitze mit
Pioniergeist, Unternehmertum und Weitsicht – so lassen sich die Werte
umschreiben, die Josef Stöckli 1935 in die Gründung seines Einmannbetriebs
einbrachte und die heute in der 3. Generation von Stöckli Outdoor Sports
immer noch gelebt werden.
2 × Gold für Stöckli!
AKTUELL
speckprint gratuliert herzlich zu den
beiden Goldmedaillen von Tina Maze
an der Olympia-Abfahrt und im
Riesenslalom in Sotschi 2014.
aufgespürt › Nr. 2 › März 2014
10
Der junge Josef Stöckli ist ein passionierter Skifahrer. In
der elterlichen Zimmerei im luzernischen Wohlhusen
fabriziert er in den 30er Jahren Holzski, mit denen er noch
rasanter die schneebedeckten Hänge hinuntersausen und
Kunststücke vollbringen kann: Als einziger weit und breit
beherrscht er den Salto auf Ski. Begeistert von den schnellen Brettern und dem offenkundig grossen Fahrspass beauftragen immer mehr Kollegen und Bekannte den Tüftler
mit der Herstellung ebensolcher Holzski. 1935 macht Josef
Stöckli sein Hobby zum Beruf und verwandelt die Zimmerei in einen Skiproduktionsbetrieb. Aus dem Einmannunternehmen von 1935 entsteht in der Folge ein erfolgreiches Unternehmen, das heute in der dritten Generation
von Beni Stöckli jun. geleitet wird.
Kluge Vertriebsstrategie
In den 30er Jahren gingen in der Schweiz nach dem Vorbild
von Josef Stöckli an die 30 kleinere und grössere Skiproduktionsbetriebe an den Start. Nach ein paar florierenden
Jahren fiel infolge des Margendrucks und der Mitbewerber aus dem Ausland jedoch ein Skihersteller nach dem
anderen aus dem Rennen – bis auf Stöckli. Grund für den
anhaltenden Erfolg ist die weitsichtige Strategie, die Josef
Stöcklis Sohn Beni 1967 einläutete: Mit einer vertikalen direkten Vertriebsstruktur entschied man sich die Nähe zum
Kunden beizubehalten und diesen weiterhin persönlich zu
beraten. Diese kluge Entscheidung hat das Überleben der
Firma gesichert. Heute verfügt Stöckli Outdoor Sports über
zehn Filialen sowie fünf Miet- und Servicecenter in der
Schweiz – eines der Geschäfte befindet sich in der ehemaligen Zimmerei der Familie Stöckli. Die Produktion zügelte
1986 in einen Neubau in Malters, wo heute 50‘000 Paar Ski
pro Jahr hergestellt werden.
schlechte Wintersaisons querfinanzieren zu können. Die
Rechnung scheint aufzugehen: Auch Stöckli Bikes haben
sich inzwischen ihre Fangemeinde erobert, denn wie die
Ski überzeugen auch sie durch eine hohe Qualität. So haben Josef Stöckli, Beni Stöckli sen. und Beni Stöckli jun.
jeweils zur richtigen Zeit die richtigen Weichen gestellt,
um das Unternehmen auch in schwierigen Zeiten auf Erfolgskurs zu halten. Es verwundert deshalb kaum, dass
Beni Stöckli 2013 den SwissAward in der Kategorie Wirtschaft gewann.
Weltmeisterin fährt Stöckli
Apropos Gold: Stöckli Ski haben schon viele Spitzenathletinnen und -athleten über die Zielgerade getragen. Seit das
Unternehmen 1991 in den «Liechtensteinischen Skipool»
und 1992 in den «Swiss Ski Pool» aufgenommen wurde und
somit offiziell Skirennfahrer ausrüsten darf, haben sich
grosse Namen für Stöckli Ski entschieden. Unter anderem
fährt die Slowenin Tina Maze seit 2011 mit Stöckli Ski einen Erfolg nach dem anderen ein – 2013 wurde sie mit 11
Weltcup-Siegen überlegene Siegerin des FIS-Gesamtweltcups. Wie alle anderen Weltcup-Fahrer hat auch Tina Maze
ihre Wünsche und Bedürfnisse persönlich bei Stöckli vorgebracht und bei der Entwicklung ihrer Ski mitbestimmt.
Aber nicht nur im Alpinen Skizirkus ist die Marke Stöckli
verbreitet. Praktisch alle Schweizer und einige kanadische
Skicross-Athleten werden von Stöckli ausgerüstet.
Pioniergeist wird belohnt
Seit den ersten Holzski von Josef Stöckli hat sich einiges
geändert. Neue Technologien, neue Skisportarten, neue
Materialien sind dazugekommen. Heute beschäftigt das
Unternehmen rund 250 Mitarbeitende. Stöckli bildet zudem als einziges Unternehmen in der Schweiz Skibauer
aus. Eines aber ist bei Stöckli immer gleich geblieben: Das
Erfolgsrezept Diversifikation
Auch Beni Stöckli jun., der das Unternehmen seit 2008 Bekenntnis zur Qualität und zum Produktionsstandort
führt, sorgte für die Fortsetzung der Stöckli-Erfolgsge- Schweiz sowie die Kundennähe, die sowohl von Spitzenschichte. Er forcierte den Einstieg ins Bike-Geschäft, um athleten als auch von Hobbyfahrern enorm geschätzt wird.
Hand aufs Herz: Wem haben Sie
in Sotschi die Daumen gedrückt?
Den Schweizer Athleten oder den
Herr Stöckli, Sie haben den Swiss- Athleten, die Stöckli Skis fahren?
Award 2013 in der Kategorie
Mich freut es immer, wenn eine
Wirtschaft gewonnen. Womit wur- Schweizerin oder ein Schweizer gede diese Auszeichnung begründet winnt, auch wenn sie nicht auf unseund was bedeutet sie Ihnen?
ren Produkten unterwegs sind. Dies,
Beni Stöckli, CEO Stöckli Outdoor
Sports
Diese Auszeichnung ist eine grosse
Ehre für unser Unternehmen und
hat uns natürlich sehr gefreut und
mit einem gewissen Stolz erfüllt.
Mich persönlich hat es vor allem für
unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefreut, die mit diesem Award
die Anerkennung für ihre sehr gute
Arbeit erhalten haben.
www.speckprint.ch
weil ich einerseits Schweizer bin und
andererseits, weil jedes Schweizer
Podest gut für den Skirennsport im
eigenen Land ist. Selbstverständlich
freut es mich auch, wenn Tina Maze
gewinnt. Der Doppelsieg in der Abfahrt in Sotschi ist natürlich eine weitere sehr erfreuliche Kombination.
11
Wissenstransfer: Prägen und Stanzen
Beeindrucken Sie
mit bleibenden Eindrücken
Was gefällt, liegt bekanntlich stets im Auge des Betrachters. Der Faszination
veredelter Drucksachen kann sich jedoch niemand entziehen. Und darum
bleiben auch jene Drucksachen in Erinnerung, die durch Stanzungen, Prägungen oder Falzungen überraschen und ein Erlebnis verschaffen. Heben
Sie sich von Ihren Mitbewerbern ab und sorgen Sie für dezente Aufmerksamkeit mit raffinierten und vielfältigen Effekten Ihrer Wahl.
Blindprägung – spürbare Noblesse
Kaltfolienveredelung – schillernde Feinheit
Beschreibung
Beschreibung
› Durch Blindprägung lassen sich besondere 3D-Akzente setzen.
› Bei diesem Verfahren handelt es sich nicht um eine eigentliche
Prägung, da der Effekt auf das Druckprodukt aufgeklebt wird.
Es ist keine hohe Temperatur und kein Druck notwendig.
› Der Licht-/Schatteneinfall führt zu einem beeindruckenden
Ergebnis.
› In der klassischen Blindprägung wird keine Farbe eingedruckt.
› Durch die besondere Haptik wird die Oberfläche fassbar.
› Einsatz findet diese Technik vor allem bei Visitenkarten, Briefbögen, Umschlägen, Einladungen und Firmenbroschüren.
› In Kombination mit Heissfolienprägung lassen sich die Effekte
noch verstärken.
Technik
› Mittels Patrize und Messinggravur (Gegenstück zur Patrize) wird
das gewünschte Motiv in das Papier eingedrückt.
› Das erhabene Druckmotiv wird in einen Metallstempel graviert
und im Hochdruckverfahren eingeprägt.
› Die Kaltfolienprägung zeichnet sich dadurch aus, dass feinste
Linien übertragen werden können und eine Überdruckung in der
Druckmaschine möglich ist.
› Daraus ergeben sich vielfältige Effekte, wie beispielsweise metallisch glänzende Farbtöne.
Technik
› Die Applikation der Folie erfolgt in zwei Schritten: Im ersten
Schritt wird ein Kleber im Offsetverfahren aufgebracht, im
zweiten Schritt wird im Druckwerk die Folie auf die klebenden
Stellen übertragen.
› Nachfolgend kann das Druckprodukt direkt im herkömmlichen
Verfahren bedruckt werden.
› Die Feinheit der Elemente entspricht jener der Offsetplatte.
› Man unterscheidet zwischen Hoch- und Tiefprägung.
Heissfolienprägung – erlesene Eleganz
Stanzung – spannender Eindruck
Beschreibung
Beschreibung
› Mit dieser Prägevariante können sehr schöne haptische und
visuelle Effekte erzielt werden, vor allem wenn Metallfolien zum
Einsatz kommen, welche die Wertigkeit des Bedruckstoffs erheblich erhöhen.
› Beim Stanzen lassen sich einzelne Schnitte aus dem Papierbogen herausstanzen, wie Einsteckkarten oder ganze Elemente
(Sichtfenster, Logos, Schriftzüge).
› Einsatz findet diese Technik vor allem bei Buchdecken,
Umschlägen und Broschüren sowie Urkunden, Gutscheinen
und Visitenkarten.
Technik
› Bei der Heissfolienprägung wird mittels Druck und Hitze die
Beschichtung der Folie auf den Bedruckstoff übertragen.
› Die zu übertragende Folienschicht kann Farb- und Metallpigmente oder auch Lacke beinhalten.
› Der Blick auf die nachfolgende Seite, Abrundungen oder
spezielle Verpackungen lassen sich mit dieser Technologie
realisieren.
› Einsatz findet die Stanztechnik vor allem bei Dokumappen,
Geschäftsausstattungen, Visitenkarten oder Verpackungen.
Technik
› Für die Stanzung wird ein entsprechendes Stanzwerkzeug
hergestellt. Hierzu ist ein geeignet geformtes Stahlband auf die
Stanzform aufzubringen.
› Gestanzt wird im Hochdruckverfahren.
aufgespürt › Nr. 2 › März 2014
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Urs Häfliger, Leiter Kundenservice
Magazin für spürbar besser
informierte Kundinnen und Kunden
2
3
Nr. 2
›
März 2014
«Ob elegant, wertig oder einfach nur auffallend – mit der
richtigen Veredelung kann ein breites Spektrum an aussergewöhnlichen Effekten erzielt werden.»
Marketingeffizienz – gewusst wie
In Zeiten hart umkämpfter Märkte und sinkender Werbebudgets rückt das Bewusstsein für Marketingeffizienz immer
mehr in den Vordergrund. speckprint hat Optimierungs2
potenziale aufgespürt.
Einfach rüüdig – die Luzerner Fasnacht
Mit dem Urknall an der Fritschi-Tagwache beginnt in Luzern
die fünfte Jahreszeit. In den folgenden Tagen verwandelt
sich die Pilatusstadt in einen Hexenkessel. Ein Blick in die
Geschichte des wichtigsten Luzerner Brauchs. 8
Stöckli fährt an der Weltspitze mit
Zusammen mit Dominique Gisin holte Tina Maze an der
Olympiaabfahrt auf Stöckli Ski die Goldmedaille. Ebenfalls den
ersten Rang erreichte Beni Stöckli jun. am SwissAward 2013 –
10
eine Erfolgsgeschichte.
Daniel Brenzikofer, Leiter Kundenberatung
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Viel Spass beim Lesen!»
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1
aufgespürt Nr. 2 –
unser Kundenmagazin mit auffallender Headline
Zur Demonstration der Möglichkeiten haben wir unser
Kundenmagazin aufgewertet:
1 Der «Spickel» ist im Hochdruckverfahren ausgestanzt.
2 Beim «auf» sorgt eine Laserstanzung für den richtigen
Durchblick.
3 Das «gespürt» ist heissfoliengeprägt.
4 Alternativ kann eine Blindprägung einen wertigen Effekt
erzielen.
Werkzeuge
Veredelungsbeispiele
1 Stanzform
3 Heissfolienprägung
3 Patrize und Messinggravur
4 Blindprägung der Titelseite
www.speckprint.ch
13
Kundenprojekt
Silvia Götschi:
«Schreiben ist mein Weg»
Schreiben ist seit jeher Silvia Götschis grosse Leidenschaft.
Trotz der Hürden, die ein Leben als Buchautorin mit sich bringen,
ist sie ihrer Berufung immer treu geblieben und freut sich jetzt
über ihren grossen Durchbruch.
Vier Jahre Literaturwerkstatt
Am 1. April 2014 jährt sich die Gründung der Literaturwerkstatt zum
viertel Mal. Der kleine, feine Kreativbuchverlag hat sich innerhalb von
vier Jahren zu einem erfolgreichen
Kleinstunternehmen gemausert. Dahinter steckt viel Engagement und
persönlicher Einsatz der Verlegerin.
In der Maschinerie der Grossverlage
haben es die Kleinen oft sehr schwer.
Die Verlegerin hat sich als Autodidaktin ins Verlagswesen begeben
und lässt sich auch heute nicht in
aufgespürt › Nr. 2 › März 2014
ein Schema pressen. Weder gehört
die Literaturwerkstatt einer Vereinigung an noch ist sie Mitglied irgendwelcher Verlagsgruppierungen. Sie ist
völlig frei.
Die Literaturwerkstatt produziert ihre
Bücher ausschliesslich in der Schweiz.
«Das ist unsere Grundhaltung, das ist
unser Markenzeichen», so die Verlegerin.
Am 1. April also feiert die Literaturwerkstatt ihr vierjähriges Bestehen.
Zu diesem Zeitpunkt werden es sechzehn Titel sein, die in dieser Zeitspanne erschienen sind, eines von
ihnen in der dritten, eines davon in
der zweiten Auflage.
Vier Titel pro Bücherjahr sind realistisch für die Literaturwerkstatt. Nebenbei bietet sie Lektorat
und Korrektorat für Prosatexte sowie Ghostwriting an und organisiert nebst Lesungen diverse Aufführungen wie zum Beispiel die legendäre Krimi-Nacht im Hotel Schweizerhof Luzern.
www.literaturwerkstatt.ch
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Silvia Götschi, warum schreiben Sie?
Mein Kopf ist immer voller Geschichten, die ich niederschreiben möchte. Beim Schreiben kann ich meine blühende Fantasie ausleben. Schon als kleines Mädchen
habe ich immer Geschichten erfunden, die ich meinen
Freunden auf dem Schulweg erzählt habe. Nach der Handelsschule und beruflichen Erfahrungen in der Hotellerie in Graubünden habe ich 1998 meine Berufung zum
Beruf gemacht.
Zum Stichwort Ermittler: Ein grosser Publikumserfolg
ist Ihre Kramer-Krimi-Reihe, die sich um den Chefermittler Thomas Kramer dreht und in Luzern spielt.
In welchem Zusammenhang steht der Nachname zum
Geschäftsleiter von speckprint, wo Sie Ihre Bücher drucken lassen?
Oh, das ist bloss ein Zufall, aber wirklich ein lustiger.
Die Namensgleichheit ist immer wieder ein Thema, wenn
ich bei speckprint bin, um die Drucklegung meines Werkes
zu begleiten.
Der Weg vom Manuskript bis zur Veröffentlichung ist
steinig. Wie haben Sie diesen erlebt?
Wie wichtig ist für Sie die Druckerei, in der Sie Ihre
Schreiben war für mich immer die Hauptsache. Einen Ver- Bücher auf Papier bringen lassen?
lag zu finden war eher sekundär. Trotzdem kommt im Leben jedes Autoren irgendwann der Moment, in dem man
sein Werk veröffentlichen will. Die Verlagssuche war in
der Tat schwierig bis niederschmetternd. Mit finanzieller
Beteiligung konnte ich zwar die ersten Bücher veröffentlichen, aber das war für mich eher unbefriedigend. Als sich
die Verlagssuche mit meinem Krimi «Mord im Parkhotel»
erneut als schwierig herausstellte, gründete ich kurzerhand meinen eigenen Verlag, die Literaturwerkstatt. Neben meinen eigenen Büchern verlege ich auch Werke von
jungen Autoren und auch Kinderbücher, zum Beispiel von
Anita Schorno.
In jedem Manuskript steckt enorm viel Herzblut und Zeit.
Mir ist es ein grosses Anliegen, dabei zu sein, wenn ein
Werk von mir gedruckt wird. Die Fachleute bei speckprint
sind sehr nett, beraten mich immer äusserst kompetent
zum Beispiel in Bezug auf die Qualität des Papiers oder
die Bindung und lassen mich teilhaben an der Arbeit. Das
schätze ich sehr.
Ist es richtig, dass Sie demnächst ein Buch in einem
Fremdverlag herausgeben?
Ja, ich wollte es doch noch einmal wissen und habe dem
deutschen Emons-Verlag ein 30-seitiges Exposé mit der
Idee eines Krimis geschickt, der in Davos spielt. Der Verlag
Mit «Mord im Parkhotel» haben Sie den Geschmack ei- war von der Zusammenfassung so angetan, dass er das
ner grossen Leserschaft getroffen. Das Buch erscheint Buch bei mir in Auftrag gab. Es macht mich sehr stolz, dass
mittlerweile bereits in der 3. Auflage. Was reizt Sie an «Jakobshorn» im Mai 2014 erscheinen wird. Das darf man
durchaus als literarischen Durchbruch bezeichnen.
Krimis?
Mich interessiert vor allem das Psychologische. Was führt
zu einem Mord, was fühlt ein Mörder? Die Abgründe der Sie haben eine ungeheure Schaffenskraft, schreiben
Menschen, das «Böse», das in einem schlummern kann 7 bis 8 Stunden pro Tag. Woran arbeiten Sie aktuell?
und dessen Wurzeln oft in der Kindheit zu finden sind. Zurzeit beschäftigen mich parallel vier Projekte. Ich arWir alle haben dunkle Seiten in uns. Es ist eine Frage der beite am 4. Kramer-Krimi, an einer Krimikomödie, an eiKonstellation zwischen Charakter, Erziehung und Gene- ner Triologie, die im Kanton Schwyz spielt und an einem
tik, wie wir damit umgehen.
Mistery-Krimi.
Silvia Götschi, herzlichen Dank für das Gespräch und weiterhin erfolgreiches Schaffen!
Bestellen Sie hier!
Möchten Sie spannende Luzerner Krimis
lesen? Dann bestellen Sie mit beigelegtem Talon.
www.speckprint.ch
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Zum Schluss
Unvergesslich:
Restaurant Widder in Zug
In der rustikalen Wirtsstube sticht ein Spruch ins Auge,
der in grossen Lettern auf einem Holzbalken an der Decke
prangt: «Wenn Sie wänd guet trinkä und ässä, so tüend dä
Widder nid vergässe!» Fritz Kaiser, der seit 40 Jahren wirtet
und vor 30 Jahren zusammen mit seiner Frau Jeannette
das anno 1300 erbaute Gasthaus wiedereröffnet hat, kann
sicher sein: Einen Besuch im Widder vergisst niemand.
Der Widder ist ein typisch schweizerisches Restaurant,
eine «Stube», in der man sich auf Anhieb wohlfühlt. Hier
werden einem sowohl vom Wirtepaar als auch vom mehrsprachigen Schweizer Personal die Wünsche von den Augen abgelesen, man kann gepflegt essen oder auch einfach
einen Jass klopfen. Elegant und doch heimelig präsentiert
sich das zentral gelegene Lokal, das im Sommer mit lauschigen Plätzchen im Freien lockt. Die Gästeschar ist bunt
gemischt: Touristen und Einheimische, Businessleute und
Handwerker, Stammgäste und Spontanbesucher geniessen die ehrliche, bodenständige Widder-Küche. Der aus
dem Säuliamt stammende Fritz Kaiser gehört mittlerweile
zu Zug wie der See – entsprechend gross ist sein Bekanntenkreis, zu dem auch heutige Regierungsräte zählen, die
sich schon als Studenten im Widder getroffen haben. Die
Speiseauswahl ist gross. Besonders beliebt sind Schweizer
Spezialitäten wie Rösti-Variationen, Cordon bleu, Kalbsleberli oder Rindsfilet sowie saisonale Gaumenfreuden wie
Fondue, Wild oder Fischspezialitäten. Weshalb auf der Karte auch südafrikanische Spezialitäten zu finden sind, fragt
man Fritz Kaiser am besten selber. In der Widder-Küche
werden alle Gerichte aus frischen Produkten zubereitet.
Die Gastfreundschaft, die Küche und das Weinsortiment
machen die Einkehr zu einem unvergesslichen GourmetErlebnis und erklären das «Zertifikat für Exzellenz», mit
dem das Gasthaus Widder 2013 ausgezeichnet wurde.
www.gasthaus-widder.ch
Fritz Kaiser (dritter von rechts) und sein Team setzen alles
daran, dass ihre Gäste sich wohlfühlen.
Wettbewerb: Schmackhafte, spannende,
genussvolle Preise zu gewinnen
Mitmachen und gewinnen
1. Preis: Gutschein
hein für ein Gourmet-
Das Kleingedruckte
speckprint verlost 8 tolle Preise. Mitmachen ist ganz einfach: Beantworten
Sie die Frage auf der beigelegten Rückantwortkarte, füllen Sie diese aus und
schicken Sie sie ein. Wer die Antworten nicht auf Anhieb weiss, kann alle
richtigen Lösungen im vorliegenden
Magazin «aufspüren».
essen zu zweit
eit im Restaurant
ant Widder
2., 4., 6. und 8. Preis: Spannender
Krimi der «Kramer-Reihe»
-Reihe»
3., 5. und 7. Preis: Je zwei
zw Tickets
zur Handball-EM-Qualifikation
Handball-EM-Qualifikation der
Männer
Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der
Wir drücken die Daumen und wünschen viel Glück!
Impressum
Konzept, Design, Text ›
verbindlich. Die Gewinner werden persönlich
benachrichtigt und auf unserer Website publiziert. Eine Barauszahlung der Preise ist nicht
möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mitarbeitende von speckprint sowie deren Angehörige sind am Wettbewerb nicht teilnahmeberechtigt. Die persönlichen Daten werden
vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.
Speck Print AG
TOUCHPOINT
Communication AG, Luzern
Medienvorstufe, Druck › Speck Print AG, Baar
aufgespürt › Nr. 2 › März 2014
15.3. 2014. Die Teilnahme ist gratis und un-
Postfach 1664 › Sihlbruggstrasse 3 › CH-6341 Baar
T +41 41 729 77 44 › F +41 41 729 77 75
info@speckprint.ch › www.speckprint.ch
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Seele and Geist
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