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Kampfrichter wissen, wie die Turner ticken Qualifikationsaufgaben

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gustav
das t.i.c.-magazin zum cottbuser
Cottbuser Turnkompetenz
Kampfrichter wissen,
wie die Turner ticken
DTB-Coach Andreas Hirsch
Qualifikationsaufgaben
für Rio als Ziel
TURNIER DER MEISTER® 2014
Die Weltspitze wird
herausgefordert
FAKTEN UND INFOS
- challenge-cup 2014
- Gymcity open 2014
- dtl-bundesliga
- eg wohnen juniorstrophy
kostenlos
turnjahr 2014
GRUSS WORT
Grußwort des Ministerpräsidenten
des Landes Brandenburg
Sehr geehrte Gäste aus nah und fern,
herzlich willkommen in der brandenburgischen Lausitz! Es ist wieder so weit: die LausitzMetropole Cottbus und mit ihr unser Land fiebern mit den Athletinnen und Athleten des
38. Turniers der Meister®!
Das Sportland Brandenburg ist aktiv und macht fit. Nicht nur, weil der Sport hier viele
Anhänger hat, sondern auch, weil Spitzensportler Brandenburg zur Heimat haben oder
hier trainieren. Bei vielen internationalen Wettkämpfen sind Brandenburger Sportlerinnen und Sportler ganz vorn. Kein Wunder, dass die Sportbegeisterung groß ist.
Ich bin sicher, dass Cottbus auch in diesem Jahr wieder zeigt, dass diese Begeisterung für
persönliche Bestleistungen, für fairen Sport und Teamgeist von großer Gastfreundschaft
begleitet wird. Die Athletinnen und Athleten aus aller Welt sind bei uns willkommen!
Mein herzlicher Dank gilt den vielen Organisatoren und den Helferinnen und Helfern, die
dafür Sorge tragen, dass das Turnier der Meister® ein Erfolg wird. Ganz besonders herzlich möchte ich allen Sponsoren und Förderern danken, ohne deren Engagement dieses
großartige Sportereignis keinen Bestand hätte.
Ich wünsche den Besucherinnen und Besuchern spannende Wettkämpfe und den Athletinnen und Athleten viel Erfolg!
Ihr
Dr. Dietmar Woidke
Ministerpräsident des Landes Brandenburg
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
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GRUSSWORT
Grußwort des Präsidenten
des Deutschen Turner-Bundes
Zum 38. Turnier der Meister® begrüße ich im Namen des
Deutschen Turner-Bundes alle Athleten, Trainer, Kampfrichter und Organisatoren sowie die Zuschauer in der
Cottbuser Lausitz-Arena ganz herzlich.
Das Turnier der Meister® ist die deutsche Auftaktveranstaltung in das Turnjahr und der
erste Wettkampf der „Challenge“-Turnierserie des Jahres 2014. Früh in der Saison ist das
viertägige Turnier der Meister® für die Gerätturner und Gerätturnerinnen eine wichtige
Standortbestimmung für die internationalen Meisterschaften des Jahres. Hohe sportliche
Leistungen im Hinblick auf die Vorbereitung für die diesjährige EM in Sofia (BUL) und die
WM in China sind auch diesmal gewiss.
Für die enorme Beliebtheit dieser Traditionsveranstaltung spricht, dass erneut über 200
Top-Turnerinnen und Turner aus 40 Nationen zum Challenge-Turnier nach Cottbus angereist sind.
Für die Ausrichtung dieses Turniers möchte ich besonders dem Sportclub Cottbus Turnen
e.V. danken. Mein Dank gilt ebenso den Mitarbeitern der Turnvereine des Turnbezirks
Lausitz für die Hilfe und Unterstützung. Ihr Einsatz vor und während dieses Wettkampfes
ist nicht hoch genug zu bewerten. „Danke“ sage ich auch allen Sponsoren und Förderer,
ohne deren Engagement ein Turnier dieser Größenordnung nur schwer vorstellbar ist.
Allen Aktiven wünsche ich viel Erfolg und dem Publikum spannende Wettkämpfe und
viel Freude beim Zuschauen.
Rainer Brechtken
2
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GRUSS WORT
Grußwort des Bürgermeisters
der Stadt Cottbus
Liebe Turnerinnen, liebe Turner,
sehr geehrte Kampfrichterinnen und Kampfrichter,
Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer,
liebe Turnsportfans,
ich freue mich, Sie im Namen der Stadt Cottbus zum
Internationalen Turnier der Meister® in der Universitätsstadt Cottbus herzlich willkommen heißen zu
können.
Zum nunmehr 36. Mal trifft sich das „Who´s Who“ des internationalen Turnsports in
Cottbus und wird in guter Tradition die Besten ihrer Zunft ermitteln.
Wir freuen uns gemeinsam mit zahlreichen Besuchern aus Cottbus und der Region,
aus dem Land Brandenburg sowie aus Deutschland auf spannende und hochkarätige
Wettkämpfe. Die Starterlisten sind mit zahlreichen Topathletinnen und -athleten aus
über 40 Nationen gespickt.
Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb all denen, die diesen Wettkampf nun schon
seit 35 Jahren nach Cottbus holen und es stets auf das Trefflichste verstehen, diesen
Wettkampf erfolgreich zu organisieren.
Ich danke den ehrenamtlichen Helfern des SC Cottbus Turnen e.V., den Förderern und
Sponsoren, der Landesregierung Brandenburg, dem Deutschen Turnerbund und seinen
Fördergesellschaften, dem Märkischen Turnerbund und dem Sportstättenbetrieb der
Stadt Cottbus. Ohne deren Wirken und Förderung hätte sich das Turnturnier nicht auf
dieses hohe Niveau mit dem besonderen familiären Flair entwickeln können.
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Erfolg, den Organisatoren
einen optimalen Wettkampfverlauf und den Zuschauern jede Menge Spaß und gute
Unterhaltung.
Ihnen, liebe Turnerinnen und Turner, Trainern, Betreuern, Kampfrichtern und Gästen
wünsche ich darüber hinaus einen angenehmen Aufenthalt in der „Gymcity“ Cottbus.
Mit freundlichen Grüßen
Holger Kelch
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
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TURNIER DER MEISTER ® 2014
die weltspitze wird
herausgefordert
2013, das direkte Anschlussjahr an die Olympischen Spiele ist vorbei und eine neue
Saison steht vor der Tür. Bald zwei Jahre nach London befinden sich die Athleten
wieder inmitten eines neuen olympischen Zyklus und es wird spannend: Weltstars wie
Pauschenpferd-Olympiasieger Krisztián Berki wollen ihre Vormachtstellung verteidigen,
die Konkurrenz in die Phalanx der Weltspitze vordringen. Für viele von ihnen beginnt
der Angriff in Cottbus - beim Challenge-Cup, der großen Chance der Herausforderer.
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TURNIER DER MEISTER ® 2 0 1 4
Können DTB-Männer an
Erfolge anknüpfen?
Es ist schon seit 35 Jahren Tradition,
dass Europa- und Weltmeister sowie
Olympiasieger in der Lausitz auf junge, frische Gesichter der Turnszene
treffen, die sich gerade erst einen internationalen Namen machen. Denn
das macht den Auftakt der Challenge-Cup-Serie so beliebt: Die eigenen
Leistungen sowie die der Konkurrenz
können ausgetestet werden und vor
den kommenden großen Meisterschaften lässt sich schon einmal
Wettkampfluft auf Weltklasseniveau
schnuppern.
6
Auf derartigem Niveau turnen die
Cottbuser Titelverteidiger des vergangenen Jahres, Matthias Fahrig und
Andreas Bretschneider (Foto). Während Fahrig am Boden den Titel holte,
sicherte sich Bretschneider Gold am
Reck. Mit diesem Sieg als Sprungbrett
katapultierte sich Bretschneider auf
Platz sechs am Königsgerät bei der
WM in Antwerpen. Als gefährlicher
Konkurrent für die beiden könnte sich
der Israeli Alexander Shatilov herausstellen. Er ist nicht nur amtierender
Europameister am Boden, sondern
hatte sich beim vergangenen Turnier
der Meister® auch am Reck mit Platz
drei an die Fersen von Bretschneider
geheftet. Mit Olympiateilnahmen in
Peking und London kann Shatilov als
erfahrener Athlet angreifen und um
mehrere Titel mitkämpfen.
Ebenfalls schon lange dem Sport
verschrieben und ein gern gesehener
Gast in der Lausitz ist der Brasilianer
Diego Hypolito, der in Antwerpen mit
der zweitschwierigsten Bodenübung
an diesem Gerät Platz fünf sowie Platz
sechs am Sprung erreichte. Damit
scheint Hypolito die enttäuschende
Qualifikation 2012 bei den Spielen in
London überwunden zu haben, bei der
er wegen eines Sturzes nicht ins Bodenfinale einziehen konnte. Seit seinem letzten Auftritt in Cottbus vor fünf
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TURNIER DER MEISTER ® 2014
Jahren nimmt der frühere Weltmeister
nun erstmals wieder am Turnier der
Meister® teil.
Auch für Denis Ablyazin aus Russland
wurde ein Qualifikationswettkampf
zur verhängnisvollen Hürde. Nachdem
er in London Silber und bei der EM
2013 sogar Gold am Sprung geholt
hatte, galt er als heißer Favorit für
den Titel in Belgien, doch mehrere
Fehler in der Vorrunde schlossen ihn
von einer Finalteilnahme aus. Ob und
wie weit ihn seine verpatzte Qualifikation zurückgeworfen hat, wird sich
im März in der Lausitz herausstellen,
wo er an Ringen, Boden und Sprung
angreifen könnte.
Spannend zu werden verspricht vor
allem der Kampf um den Titel an den
Ringen: Der gegenwärtige Inhaber der
Bronzemedaille aus Antwerpen, Brandon Wynn aus den USA, trifft auf den
leidenschaftlichen Ringespezialisten
und Cottbuser Titelverteidiger aus
dem vergangenen Jahr, Eleftherios
Petrounias. Der Grieche schrammte
in Antwerpen mit Platz neun knapp
am Ringefinale vorbei. Nun trainiert
er hart, teilt seine Trainingserfolge
und Vorfreude auf die kommenden
Weltcups in den sozialen Netzwerken. Seine Goldhoffnung in Cottbus
wird neben dem US-Amerikaner Wynn
auch von Nestor Abad bedroht, der
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TURNIER DER MEISTER ® 2 0 1 4
schon als Junior den Europameistertitel an den Ringen für Spanien holen
konnte.
Mit Daniel Keatings aus Großbritannien und Krisztián Berki aus Ungarn
bahnt sich ein weiteres Duell um
Spitzenplätze an, denn hier tritt der
amtierende Europameister am Pauschenpferd gegen den Olympiasieger
an, der bei der WM 2013 großes Pech
hatte. Das Finale fiel für Berki aus,
da er in der Qualifikation vom Pferd
absteigen musste. Ob Keatings sich
gegen ihn durchsetzen kann, bleibt
eine der spannenden Fragen des
Turnier-Wochenendes.
Frauen – wer übertrumpft
Larisa Iordache?
konnte sich dort keine Medaillen verdienen. Lediglich am Boden zeigte sie
ihr ganzes Können und erkämpfte sich
den dritten Platz. In Cottbus wird sie
die zu schlagende Top-Athletin sein,
da sie an allen Geräten, mit Ausnahme
des Stufenbarrens, mit hoher Schwierigkeit und sauberer Ausführung glänzen kann.
Um das rumänische Team noch zu
verstärken, tritt neben Iordache die
vielversprechende Seniorendebütantin Andreea Munteanu an. Sie scheint
ihrer Mannschaftskollegin nachzu­
eifern: Mehrkampfgold sowie Einzel­
siege an Balken, Boden und Sprung bei
den Juniorennationalmeisterschaften
2013 in Rumänien zeichnen Munteanu als aufsteigendes Talent in der
Turnszene aus.
Mit Weltmeisterschaftspech kennt
sich auch die große Favoritin des kommenden Challenge Cups auf der Seite
der Frauen aus. Larisa Iordache aus
Rumänien startete 2013 mit Höchstgeschwindigkeit durch, nachdem sie
in London aufgrund einer Fersenverletzung nur einen Bruchteil ihres Könnens präsentieren konnte. Sie gewann
die Europameisterschaften am Balken
und sicherte sich Silber am Boden und
im Mehrkampf. Dort musste sie sich
nur ihrer russischen Konkurrentin
Aliya Mustafina unterordnen. Dann
das große Drama: Im Mehrkampffinale wie auch im Balkenfinale stürzte
Iordache von ihrem Paradegerät und
Ein weiteres neues Gesicht bei den Senioren und zugleich harte Konkurrenz
aus Russland stellt Maria Kharenkova
dar. Als Juniorin hat sie sich bereits
bei den European Youth Olympic
Games einen Namen gemacht, indem
sie Mehrkampfgold gewann. Im Gegensatz zu Teamkollegin Anna Rodionova, die auch in Cottbus antreten
wird und bei der WM 2013 mit ihrer
typisch russischen Eleganz am Balken
erfolgreich war, erinnert Kharenkovas
Arbeit sehr an die Rumäninnen – man
denke dabei an Namen wie Chelaru
oder Ponor: Große Sprungkraft und
ein zügiger Rhythmus zeichnen Kharenkovas Turnstil am Balken aus.
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TURNIER DER MEISTER 2 0 1 2
TURNIER DER MEISTER 2 0 1 2
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3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
Oksana Chusovitina feiert ihr 25jähriges
Jubiläum beim Turnier der Meister®.
1989 startete sie erstmals in Cottbus
und verpasste kaum ein Turnier. 12 Mal
konnte sich Usbekin in die Siegerliste
eintragen.
Im Gegensatz zu jüngeren Gymnastinnen wie Kharenkova und Munteanu
können die deutschen Starterinnen
Sophie Scheder und Kim Bui mit Erfahrung trumpfen. Zwar hat sich die
Stuttgarterin Bui in der vergangenen
Saison bedeckt gehalten, um sich auf
ihren Studienabschluss zu konzentrieren, doch es gelang ihr bei der Sommeruniversiade, Mehrkampf-Bronze
zu gewinnen. Für Scheder hingegen
entpuppte sich 2013 als das bis jetzt
erfolgreichste Jahr ihrer Karriere. Mit
einem fünften Platz am Stufenbarren
in Antwerpen wurde klar, dass die
17-Jährige ihre größte Stärke an einem Gerät hat, bei dem beispielsweise
die Rumäninnen schon seit jeher mit
Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
Eine der beliebtesten Teilnehmerin-
nen des Turniers der Meister®, Oksana
Chusovitina, bleibt ihren Cottbuser
Fans auch in diesem Jahr treu. Die
38-jährige Turnlegende startet seit
Februar des vergangenen Jahres für
Usbekistan. Schon seit sie ihren ersten internationalen Auftritt im Alter
von 14 Jahren in der Lausitz-Arena
hatte, begeistert sie das Publikum so
oft es geht aufs Neue. Ihr großes Ziel
sind die Olympischen Spiele 2016 in
Rio de Janeiro. Damit würde sie das
siebte Mal in Folge an olympischen
Spielen teilnehmen und einen einmaligen Rekord aufstellen. Somit war das
Turnier der Meister® vor 24 Jahren
auch der Startschuss für eine der außergewöhnlichsten Turnkarrieren der
Welt – der von Oksana Chusovitina.
Text: DTB/Larissa Kreisel
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
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ON L INE
passend informiert
Die Homepage dient traditionell als wichtigste Informationsquelle rund um das Turnier der Meister®. Aber auch die gut frequentierte Facebook-Seite findet immer
mehr Fans. Hier gibt es schnellen Zugriff auf Interessantes und Wissenswertes rund
um den Cottbuser Challenge-Cup. Im Moment warten die medialen Macher auf den
1000. Fan.
Wer in den vergangenen Monaten auf
www.turnier-der-meister.de geklickt
hat, wird sich gewundert haben. Optisch hat sich die Seite deutlich verändert. Eine offenere Gestaltung, größere
Bilder, mehr Raum. Grafisch macht die von
der INPETHO MedienProduktion GmbH relaunchte Seite einen frischen Eindruck.
Doch es ging vor allem um eine weitreichende technische Änderung. Diese fällt
erst auf, wenn man mit Tablet oder Smartphone die Internetpräsenz aufruft.
„Responsive Webdesign“ lautet das Zauberwort, bei dem dafür gesorgt wird,
dass sich Funktion, Design und Inhalt
der jeweiligen Bildschirmauflösung des
verwendeten Desktop, Tablet oder Smartphone unterordnet. Kein Zoomen, Schieben, Stauchen und Drehen mehr auf dem
Touchscreen – der Inhalt passt.
Die Webseite für das Turnier der Meister®
dient übrigens nicht nur den Turnfans, die
12
News und Informationen vor, während
und nach dem Turnier suchen, sondern
auch den Athleten, welche hier beispielsweise alle nötigen Formulare für Anreise
und Wettkampf im Downloadbereich finden. Ein separater Bereich existiert zudem
für Vertreter der Presse.
Während die Webseite eher als offizielle,
digitale Visitenkarte glänzt, bedient sich
Facebook einer etwas anderen Sprache
und einem lockeren Stil. Nicht selten werden hier auch mal „inoffizielle“ Nachrichten und Fotos rund um das Turnier gepostet. „Gefällt mir“ haben bereits über
900 Personen geklickt, viele darunter sind
Stars der Turnszene.
Pünktlich zum 38. Turnier der Meister®
soll die nächste Schallmauer durchbrochen werden. 1000 Fans sind das Ziel.
Schauen Sie doch mal, ob es geklappt hat.
facebook.com/Turnier.der.Meister
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TURNER DES JAHRES
Hambüchen und Scheder
heiSSen die Sieger 2013
Das Turn-Fachmagazin LEON* und der Turnclub Deutschland haben auch 2013
die beste Turnerin und den besten Turner Deutschlands ermittelt. Die Sieger dieser
Wahl, für die jeweils sechs Aktive als Kandidaten aufgestellt wurden, heißen Fabian Hambüchen und Sophie Scheder. Gewählt wurden sie von zahlreichen TurnFachjournalisten in ganz Deutschland.
In einem Wettbüro wäre wohl nicht
viel ausgezahlt worden, hätte man vor
der Wahl auf den Sieger gesetzt. Zu
überzeugend hat aus deutscher Sicht
im zurückliegenden Jahr 2013 Fabi-
an Hambüchen auf den Turnbühnen
agiert. Der 26-jährige Wetzlarer musste sich zwar bei den EM in Moskau
erst warmlaufen – hier blieb für ihn
nur ein 6. Rang am Reck. Doch schon
bei den Deutschen Meisterschaften in
Mannheim zeigte er sich wieder ganz
als der alte Champion und holte sich
seinen siebten Deutschen Meistertitel im Mehrkampf. Bei den Weltmeisterschaften im Herbst in Antwerpen
schließlich lief der Jung-Student zur
Höchstform auf: Bronzemedaille im
Mehrkampf und Silber am Reck. Kein
Wunder also, dass 99 Prozent der Fachjournalisten sich für ihn als deutschen
„Turner des Jahres“ entschieden haben.
Eng dagegen ging es im Kampf um
die anderen beiden „Medaillenränge“
zu. Gewissermaßen erst im Endspurt
setzte sich der Deutsche Vizemeister
Andreas Toba gegen den WM-ReckFinalisten Andreas Bretschneider
durch.
Der Neuling startete durch
Sie kam, sah und siegte. Sophie Scheder brachte das Kunststück fertig, als
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TURNER DES JAHRES
Debütant in dieser Umfrage gleich auf
den Thron zu steigen und dabei die
Siegerin der Jahre 2012 und 2011, Elisabeth Seitz, auf den zweiten Rang zu
verweisen. Die Mannheimerin musste
in diesem Jahr wegen der Abi-Prüfungen etwas kürzer treten.
Die entscheidenden Pünktchen mehr
erhielt Sophie Scheder von den Experten zweifellos für ihr couragiertes und
erfolgreiches erstes Wettkampfjahr
auf internationalem Parkett bei den
Senioren. Als Junioren-Europameisterin angereist, verfehlte sie bei den
EM der „Großen“ in Moskau nur um
34 Tausendstelpunkte eine Medaille
am Stufenbarren. Dass sie an diesem
Gerät zur Weltspitze gehört, bewies
die 16-jährige Wolfsburgerin, die in
Chemnitz trainiert, schließlich bei den
Weltmeisterschaften. In Antwerpen
erreichte sie ihr erstes WM-Finale und
wurde ausgezeichnete Fünfte.
Zu erwähnen sei noch der beachtliche
Umfrage-Rang von Kim Janas, die es
als erste Juniorin auf solch eine Kandidatenliste geschafft hat. Rang vier
dürfte dem Respekt geschuldet sein,
den die Experten der Hallenserin
für den „Fast-Sieg“ im Mehrkampf
(punktgleich mit der Siegerin) beim
Europäischen Olympischen Jugendfestival (EYOF) entgegenbrachten.
Die „Turner des Jahres“ 2013 werden bei den ersten nationalen Höhepunkten dieses Wettkampfjahres von
LEON* und dem Turnclub Deutschland
mit einem Pokal geehrt.
Quelle: Turnmagazin LEON*
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THEMA
COTTBUSER TURNKOMPETENZ
Kampfrichter wissen,
wie die Turner ticken
Olaf Neumann ist seit 1998 als Kampfrichter
für den SC Cottbus tätig. 2005 erwarb er erstmals das Brevet der F.I.G. In den Sporthallen
der Lausitzer Sportschule ist er immer wieder
gern, um die jungen Talente zu beobachten.
Die Trainingsbedingungen sind hier hervorragend, so „Neumi“ Foto: Haberland
Diesmal ist der Cottbuser Olaf Neumann
nicht als Kampfrichter beim Turnier der
Meister® dabei, sondern wird für die Organisation des Spitzensportereignisses
in der Lausitz-Arena gebraucht. Auch
hier bringt er seine ganze Erfahrung als
ehemaliger Turner und aktiver Kampfrichter ein. „Die Turner kommen aus
der ganzen Welt, oft mit sehr großen
Zeitverschiebungen. Für uns Organisatoren ist es wichtig, ihnen zu helfen, ihren eigenen Rhythmus zu finden. Dazu
gehört Zeit fürs Training, für die Wege
von der Unterkunft zur Lausitz-Arena.
Jeder hat seine eigenen Rituale vor den
Wettkämpfen. Die sind sehr wichtig für
Sportler“, erklärt Olaf Neumann eine
der wichtigsten Grundlagen für die
Organisation. Ein Grund, warum sich
die Sportler in Cottbus so wohlfühlen.
Seit 1997 fährt er selbst nicht mehr als
Turner zu Wettkämpfen, sondern als
Kampfrichter. 2012 hat er zum dritten
Mal die zweithöchste Kampfrichter-Lizenz erhalten, die jeweils für vier Jahre
gültig ist. Bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei zahlreichen deutschen Meisterschaften turnten Sport-
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
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COTTBUSER TURNKOMPETENZ
größen vor seinen Augen. Er kennt den
Stress vor großen Wettkämpfen genau.
„Denn nicht die Sportler entscheiden,
wann sie ihre Höchstleistungen auf den
Punkt genau zeigen müssen, sondern
beste TV-Sendezeiten und eine attraktive Programmgestaltung für das
Hallenpublikum.“ Auch in Cottbus ist
das so. „Erstmals haben wir 2013 auch
die Qualifikationen auf den späteren
Nachmittag gelegt, damit mehr Sportbegeisterte diese Wettkämpfe sehen
können. Hier kann man Sportler mit
großen Leistungsunterschieden sehen
und besser schätzen, wie schwer der
Sport wirklich ist.“ Denn je perfekter
eine Turnübung ausgeführt wird, umso
leichter sieht sie aus. Aber, nicht jede
„schöne“ Übung ist auch eine schwierige, sagt der Kampfrichter. Von den
Richtern wird deshalb höchste Konzentration abverlangt. „Besonders bei
Sprungelementen. Die dauern nur Sekundenbruchteile. Eine Zeitlupe oder
Wiederholung sind nicht zugelassen.
Und meist wissen wir vorher nicht, welche Elemente geturnt werden.“ Wichtig
ist ebenso, das Niveau
aller Sportler zu ermitteln. Denn werden
weniger gute Turner zu
gut bewertet, wird es
bei den Spitzenleistungen zu eng. Andererseits sollen schwache
Sportler nicht zu scharf
abgestraft werden.
Viel Erfahrung ist des-
20
halb nötig, um als Kampfrichter bei internationalen Wettkämpfen dabei sein
zu dürfen. Ständige Weiterbildungen
sind nötig, denn immer wieder gibt es
neue Elemente und Regelanpassungen.
„Es gibt auch Elemente in der internationalen Wertungsvorschrift – Code de
Pointage –, die nach Cottbuser Turnern
benannt sind: Am Pauschenpferd nach
Sylvio Kroll, an den Ringen nach Jens Fischer und am Barren nach Maik Belle“,
blättert er in der Wertungsvorschrift.
Olaf Neumann opfert oft seinen Urlaub
für Reisen in Wettkampforte. „Wir
Kampfrichter sind eine große Familie
und verstehen uns auf Anhieb, auch
wenn wir nicht einmal die Sprache verstehen“, so der 45-Jährige. Solche Momente und die Leistungen der besten
Sportler in sehenswerten Arenen sind
ein wichtiger Lohn, denn die Kampfrichterarbeit ist komplett ehrenamtlich!
Text aus „Das CB Stadtmagazin“
Auch Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt (l.) ist
als Cottbuser Kampfrichter mit dem Brevet
der F.I.G. international im Einsatz
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
TURN -TEAM DEUTSCHL AND
Qualifikationsaufgaben
für Rio als jahresZiel
Von Andreas Hirsch, Cheftrainer Männer
Durch die Qualifikationsmodalitäten
des Weltturnverbandes FIG sind die
Aufgaben des Männerturnens nahezu
identisch mit denen der Turnerinnen.
Für die Männer war 2013 ein ‚Lernjahr‘, die Übungen mussten auf den
neuesten Stand gebracht werden. Alle
Geräthersteller haben den Bodenflächen eine neue Qualität verliehen.
Die neuen Geräteigenschaften haben zudem die Inhalte der Übungen
verändert. Bei der Umstellung waren
größere Schwierigkeiten vorprogrammiert.
Die älteren Turner haben einige liegengebliebene Pflichten außerhalb
der Turnhallen wahrgenommen oder
sich teilweise neu orientiert. Junge
Turner haben Einsatzchancen erhalten, um internationale Erfahrungen zu
sammeln. Das war trotz der herausragenden Ergebnisse der WM 2013 von
Fabian Hambüchen und auch Andreas
Bretschneider nicht immer und von
jedem Turner von Erfolg geprägt.
Im Jahr 2014 stehen die Qualifikationsaufgaben in Richtung Rio und
Mannschaft auf der Tagesordnung.
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
23
TURN -TEAM DEUTSCHL AND
Mit Fabian Hambüchen, Marcel
Nguyen, Andreas Toba, Andreas
Bretschneider könnten vier sehr gute,
mehrkampffähige Turner das Team
anführen und die Messlatte für den
Anschlusskader festlegen. Sebastian
Krimmer und Thomas Taranu sollten
wieder genesen und sich den Team­
anforderungen stellen.
Das Hauptaugenmerk liegt auf dem
Start der Olympiaqualifikation für Rio
2016 bei der diesjährigen WM. Mehr
als 50 Nationen werden sich im Herbst
2014 der ersten Qualifikation im chinesischen Nanning stellen. Genau wie
bei den Frauen werden sich 24 Teams
das Ticket für die zweite Qualifikation,
der WM 2015 in Glasgow, sichern.
Wichtig ist auch
der internationale
Auftritt der etwas
jüngeren Turner,
die sich für die
Olympischen Spiele in Rio berechtigt
eine Chance ausrechnen.
Die Aufgaben inhaltlich sind individuell und im
Kreise der Trainer
und Athleten besprochen worden,
jetzt kommt der
schwierigste Teil
– die Umsetzung.
Dazu wird sich der
Kader monatlich
zum gemeinsamen
Training im Bundesleistungszentrum
Kienbaum treffen,
wo gerade auch unsere neue Turnhalle
entsteht.
24
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
TURN-TEAM DEUTSCHL AND
Der Wettkampfkalender
Bundestrainer Andreas Hirsch beglückwünscht Andreas Bretschneider zum Sieg in Cottbus.
Das erste Jahreshighlight für die
deutsche Männer-Riege wird der
Start beim Turnier der Meister®
in Cottbus sein. Nach einigen weiteren
Weltcups der Challenge-Serie stehen
schon die Europameisterschaften
der Junioren und Senioren (19.-25.
Mai) in der bulgarischen Hauptstadt
Sofia auf dem Programm.
Nach der Sommerpause geht der Blick
scharf zu den Weltmeisterschaften in
Nanning (China). Zwei interne WMQualifikationen (2. August bzw.
23. August im Rahmen der Deutschen
Meisterschaften) sowie ein Länderkampf in der Schweiz (6. September) bilden die Grundlage für ein
26
möglichst gutes Abschneiden bei der
Weltmeisterschaft in Nanning/
China (5.-12. Oktober). Die WM 2014
ist zeitgleich die erste Ausscheidungsrunde um die Olympiateilnahme. Nur
24 von 50 Teams dürfen sich Hoffnung
auf die zweite Quali-Runde machen.
Mehr als ein Blick geht zwischendurch
auch zu den zum zweiten Mal ausgetragenen olympischen Jugendspielen in Nanjing (16.-28. August).
Das Turnjahr beschließt traditionell
der DTB-Pokal in Stuttgart (27.30.November) und das Finale der
Deutschen Turnliga am 22. November in Karlsruhe.
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
GERÄTE FINA L S SAMSTAG
finale Boden | m
NameNationPunkte QRang Finale
finale sprung | W
NameNationPunkte QRang Finale
finale Ringe | m
NameNationPunkte QRang Finale
finale Pauschenpferd | m
NameNationPunkte QRang Finale
finale Stufenbarren | W
NameNationPunkte QRang Finale
W
wILDCARD SAMSTAG
NameNationPunkte QRang Finale
WILDCARD: Sollte sich kein deutscher Starter für ein
Finale qualifizieren können, besteht die Möglichkeit,
durch eine Wildcard einen deutschen Starter zusätzlich
zu benennen.
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
29
Bundesliga
3 8 . T U R2014
N I E R DER M E I S T E R
team
®
2014
31
GER Ä TEF INA L S SONNTAG
finale sprung | m
finale Balken | w
NameNationPunkte QRang Finale
NameNationPunkte QRang Finale
finale Barren | m
NameNationPunkte QRang Finale
finale BODEN | W
NameNationPunkte QRang Finale
W
finale RECK | m
NameNationPunkte QRang Finale
wILDCARD SONNTAG
NameNationPunkte QRang Finale
WILDCARD: Sollte sich kein deutscher Starter für ein
Finale qualifizieren können, besteht die Möglichkeit,
durch eine Wildcard einen deutschen Starter zusätzlich
zu benennen.
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3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
INTERNATIONA L ER TURNKA L ENDER 2 0 1 4
Termin
VeranstaltungOrt
1. März
World Cup GREENSBORO (USA)
13.-16. März
World Challenge CupCOTTBUS (GER)
26.-28. März
World Challenge CupDOHA (QAT)
5.-6. April World Cup TOKYO (JPN)
18.-20. April
World Challenge Cup
25.-27. April
World Challenge CupOSIJEK (CRO)
12.-25. Mai
Europameisterschaft
29.05.-01.06.
World Challenge CupANADIA (POR)
16.-28. August
Olympische Jugendspiele
23.-24. August
World Challenge CupGHENT (BEL)
5.-7. September
World Challenge CupMEDELLIN (COL)
3.-12. Oktober
Weltmeisterschaft
29.-30. November
World CupSTUTTGART (GER)
6. Dezember
World CupGLASGOW (SCO)
LJUBLJANA (SLO)
SOFIA (BUL)
NANJING (CHN)
NANNING (CHN)
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
33
Bundestrainerin Ulla Koch (unten) mit Sophie
Scheder, Cagla Akyol und Pauline Schäfer.
intensive arbeit an der
Mannschaft für Rio
Von Ulla Koch, Cheftrainerin Frauen
Mit Blick auf die Olympischen Spiele
2016 in Rio de Janeiro (BRA) stellt das
Jahr 2014 den Start der Olympiaqualifikation dar. Von über 50 Nationen,
die sich im Herbst 2014 der ersten
Qualifikation im chinesischen Nanning stellen werden, können sich 24
das Ticket für die zweite Qualifikation,
der WM 2015 in Glasgow, sichern.
Nach 2013, das für die Olympiamannschaft von London ein Übergangsjahr
war (Abitur, Studium), muss nun in-
34
tensiv an der Formierung der Mannschaft für Rio gearbeitet werden. Mit
Elisabeth Seitz, Kim Bui und Sophie
Scheder werden drei sehr gute Mehrkämpferinnen und Barrenspezialistinnen das Team anführen und die Mess­
latte für den Anschlusskader hoch
hängen. Lisa-Katharina Hill, Janine
Berger, Pauline Schäfer, Pia Tolle, Cagla Akyol und Michelle Timm werden
neben den noch jüngeren Turnerinnen
wie Leah Grießer, Nadja Schulze und
Alina Ehret versuchen müssen, sich
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
TURN-TEAM DEUTSCHL AND
den Teamanforderungen zu stellen.
Wichtig wird auch der internationale
Auftritt der Altersklassen 14/15 bei
den Junioren-Europameisterschaften
im Mai in Sofia (BUL) sein, da alle
Turnerinnen dieser Jahrgänge für die
Olympischen Spiele in Rio startberechtigt sein werden.
Der Kader, mit dem sich das Trainerteam auf die Spiele und alle weiteren Events bis 2016 vorbereitet, steht
fest.
Somit können alle Weichen im trainingsmethodischen und konditionellen Bereich gestellt werden. Neben
einem hoch motivierten Trainerteam
werden uns auch weiterhin international versierte Trainer/innen zur Verfügung stehen und den Turnerinnen mit
Rat und Tat zur Seite stehen.
Zum Auftakt fand bereits im Januar
der erste Lehrgang mit dem amerikanischen Trainer Mihai Brestyan und
der Canadierin Carol-Angel Orchard
im Leistungszentrum in Frankfurt/
Main statt. Neben der Verbesserung
der Boden- und Sprungleistung wird
weiter an der Optimierung der Balkenübungen gefeilt. Auf diese Schwerpunkte wird sich die Arbeit des Teams
vorrangig konzentrieren, um die Zielstellungen erreichen zu können.
Kim Bui gilt als gute Mehrkämpferin
und wird das DTB-Team mit Elisabeth
Seitz und Sophie Scheder anführen
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
35
TURN -TEAM DEUTSCHL AND
die Highlights 2014 für
die dtb-Turnerinnen
Auch wenn die DTB-Frauen im Vorjahr von WM und EM ohne Medaille zurückkehrten,
war man nah dran an den Podestplätzen. In diesem Jahr gibt es andere Prioritäten.
Wenn dabei Medaillen erturnt werden, hat aber auch keiner etwas dagegen.
Europameisterschaft in Sofia
Vom 14. bis zum 18. Mai werden
die Europameisterschaften in der
bulgarischen Hauptstadt Sofia ausgetragen. Bei den letztjährigen kontinentalen Titelkämpfen in Moskau
ging der Deutsche Turner-Bund bei
der Medaillenvergabe leer aus. Ein
Fakt den man in diesem Jahr korrigieren möchte. Parallel finden in Sofia
auch die Europameisterschaften der
Junioren statt.
Bundesliga und Länderkampf
Die DTL-Bundesliga startet am 26.
April in Ulm. Anders als bei den
Männern turnen im Frauenbereich
alle acht Erstligateams gegeneinander. Nach zwei weiteren Ligawettkämpfen (25.10. in Stuttgart,
08.11. in Chemnitz) bestreiten die
vier punktbesten Teams das DTLFinale am 22.11. in Karlsruhe.
Ein weiteres Jahreshighlight ist der
Länderkampf gegen die Schweiz am
6. September. Dieser Vergleich gilt als
Gradmesser für die nur kurze Zeit
später stattfindenden Weltmeisterschaften.
36
Olympische Spiele der
Jugend in Nanjing
Vom 16. bis zum 28. August 2014
finden in Nanjing (China) die zweiten Olympischen Jugendspiele, die
Youth Olympic Games (YOG), statt.
Sie richten sich im Olympischen
Geist speziell an jugendliche Athletinnen und Athleten und sollen die
Olympischen Spiele um dieses Teilnehmerspektrum ergänzen. Bei den
„Mini-Spielen“ für 14- bis 18-jährige
Sportlerinnen und Sportler kann man
sich mit gleichaltrigen Starterinnen
aus aller Welt messen sowie erste
internationale Sporen verdienen.
Weltmeisterschaft in Nanning
Die WM vom 5. bis 12. Oktober im
chinesischen Nanning ist gleichzeitig
die erste Qualifikation für Olympia
2016 und bildet entsprechend das
Highlight im Turnjahr. Für die Frauen des DTB geht es darum, sich im
Mannschaftswettbewerb unter die
besten 24 Teams zu turnen. Dies ist
Vorraussetzung für die Teilnahme an
der zweiten Olympia-Qualifikation
im Rahmen der WM 2015.
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
G Y M CIT Y OPEN
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38
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
GYM CITY OPEN
Hoch hinaus ging es am 10. November 2012 in der Cottbuser Lausitz-Arena.
Bei den erstmals durchgeführten „GymCity Open“ im Trampolinturnen gingen
90 deutsche und internationale Teilnehmer an den Start. Bei der 2. Auflage
im Frühjahr 2013 waren es schon 140 Trampolin-Turner und Turnerinnen.
Die beiden vom SC Cottbus Turnen
e.V. ausgerichteten „Flugshows“
sollen dabei nur der Anfang gewesen sein. Neben den traditionellen
Turnieren im Gerätturnen – dem
“Turnier der Meister®” und der dem
Internationalen Nachwuchsturnier um
die „eG Wohnen JuniorsTrophy“ sollen sich auch die „GymCity Open“ fest
im jährlichen Veranstaltungskalender
etablieren.
Trampolinturniere – hochwertige dazu
– sind in Mitteleuropa eher Mangelware. Ein Umstand unter dem auch die
Cottbuser Trampolintalente aufgrund
dadurch fehlender Wettkampfpraxis
leiden. Also machte der SC Cottbus
genau das, was schon 1986 beim erstmals durchgeführten Internationalen
Nachwuchsturnier im Gerätturnen
klappte: Man etabliert ein eigenes
Turnier, um eine Plattform zur Leistungsbestimmung zu schaffen.
Der DTB nutzt das kommende Turnier
als WM-Qualifikation
Mit im Boot beim Cottbuser Turnier
ist auch der Deutsche Turnerbund, der
bereits die Erstauflage unterstützte
und im Wettkampfkalender fest registrierte. Im kommenden Jahr setzt
die „GymCity Open“ schon den ersten
Meilenstein, denn der DTB nutzt das
kommende Turnier, als Weltmeisterschafts-Qualifikation für Junioren und
Senioren.
Die Fäden der „GymCity Open“ laufen bei Eric Schön zusammen, der seit
letztem Jahr als Turnierdirektor fungiert. „Diese Entwicklung von 2012 zu
Eric Schön leitet seit 2013 die GymCity Open
als Turnierdirektor
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
39
G Y M CIT Y OPEN
2013 weist in der Tat auf eine gute
Zukunft für dieses Turnier hin. Wir
hoffen, dass sich der Wettkampf international weiter gut etablieren kann
und wir somit die Wertigkeit dieses
Turniers steigern.“ Als Ex-Turner in
den Reihen des SC Cottbus hat Schön
noch einen besonderen Beweggrund
für das Turnier ausgemacht: „Für die
Trampolinturner des SC Cottbus ist es
besonders wichtig, sich im internationalen Bereich messen zu können.
Ihre Bereitschaft, Tag für Tag, das
harte Training aufzunehmen, muss
auch belohnt werden können. Ein
internationaler Wettkampf, vor allem
vor heimischem Publikum ist so eine
Belohnung. Einfach ein grandioses
Gefühl.“
„GymCity Open“ ist ein aufstrebender
Stern im internationalen Trampolinturnen und auch in der Geschichte des
SC Cottbus Turnen e.V. ist Trampolin
seit 12 Jahren ein fester Bestandteil
der Vereinshistorie und das Turnier hat
allemal das Zeug dazu, seinen Cottbuser Turnier-„Schwestern“ nachzueifern. Wenn am 21. Juni 2014 die
3. GymCity Open in der Lausitz-Arena
stattfinden, hoffen die Organisatoren
wieder auf eine rege Beteiligung seitens der Sportler als auch auf zahlreiche Zuschauer.
Silva Müller vom SC Cottbus siegte in beiden
bisherigen Turnieren im Juniorenwettbewerb.
40
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
RONNY ZIESMER
Schuften für die
Paralympics
Seit Jahren hegte der ehemalige SCC-Turner Ronny Ziesmer sportliche Ambitionen im
Handbike. Zehn Jahre nach seinem folgenschweren Trainingsunfall mit Querschnittslähmung nimmt Ziesmer nun die Paralympics 2016 im Rennrollstuhl in Angriff.
Ronny Ziesmer beim Training mit dem Handbike. Mittlerweile hat er auf einen Renn­rollstuhl und
Sprintdistanzen umgesattelt.
Im Sommer 2005 hatte Ziesmer zum
ersten Mal mit dem Handbike trainiert. Nach seinem verunglückten
Trainingssprung 2004 in Kienbaum
und der anschließenden Reha hatte
er sich auf langen Distanzen versucht,
42
war unter anderem beim Berlin-Marathon gestartet. Doch seine Chancen
auf die Teilnahme an Paralympischen
Spielen über die Marathon-Distanz
waren gering. Also sattelte Ziesmer
um, besorgte sich einen Rennrollstuhl
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
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RONNY ZIESMER
und trainiert auf kürzere Strecken.
Vor wenigen Wochen war Ronny
Ziesmer wieder zum Turnen zurückgekehrt. Als TV-Experte war er für das
ZDF bei der Turn-WM in Antwerpen
und erlebte einmal mehr das internationale Flair des Spitzensports.
Mehrere Jahre war diese Welt sein
Alltag und Ziesmer kann und will
nicht davon lassen. Auch deshalb
schuftet er sich zweimal täglich auf
der Tartanbahn ab. Er, für den der
Traum von Olympischen Spielen 2004
so brutal endete, will es sich 2016 in
Rio de Janeiro noch einmal beweisen.
Im Rennrollstuhl will Ziesmer bei den
Paralympics über die Sprintdistanzen
von 100 und 400 Meter starten.
der Deutsche Behindertensport-Verband wohl als Nominierungs-Norm
für Rio verlangen wird. Ziesmer steht
noch ganz am Anfang und auch Landestrainer Ralf Paulo ist überzeugt,
dass es Ziesmer schaffen kann: „Er
ist jemand, der um alles kämpft und
immer 120 statt 100 Prozent gibt.“
Neben dem Willen und der Bereitschaft, sich für das große Ziel zu quälen hat Ronny Ziesmer noch andere
Reserven in seinem Sport entdeckt.
Denn noch hat der studierte Biotechnologe keinen eigenen, auf ihn maßgeschneiderten Rennrollstuhl und feilt
so selbst am Material, um noch ein
paar Sekunden Richtung Weltspitze
aus dem Gefährt zu kitzeln.
„Man muss sich quälen“
Sein Ehrgeiz, der ihn einst zu einem der
besten deutschen Turner werden ließ,
ist immer noch da. Und den braucht
er auch, wenn er sich für Rio qualifizieren will. „Man muss sich quälen“,
sagt Ziesmer, der sich als Ex-Turner
vor allem an die Ausdauerarbeit gewöhnen musste. „Im Turnen dauerte
die Belastung vielleicht maximal eine
Minute. Wenn ich mit dem Rennrollstuhl zehn Kilometer fahre, geht das
je nach Geschwindigkeit 30 bis 60
Minuten.“
Momentan nähert sich Ziesmer mit
seiner 100-Meter-Bestzeit von 26,39
Sekunden stetig den 24 Sekunden, die
44
Rennrollstühle sind Sportgeräte, die Rollstuhlfahrern die Möglichkeit geben, einen
Sport, der dem des Laufens in der Leichtathletik sehr ähnlich ist, auszuüben. Die
Hinterräder der Rennrollstühle haben meist
einen starken Sturz und sind größer als die
Antriebsräder herkömmlicher Rollstühle. Das
einzelne Vorderrad befindet sich weit vor der
Sitzeinheit und kann festgestellt werden, damit auf einer vorgegebenen Bahn spurtreues
Fahren möglich ist. Eine Schaltung oder andere Übersetzungshilfen sind nicht erlaubt.
Mit modifizierten Alltagsrollstühlen und
Eigenbauten begann um 1970 herum die
Geschichte des Rennrollstuhls. 1980 entwickelte die Firma Sopur mit dem „Track“ den
ersten in Serie hergestellten Rennrollstuhl.
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
IN F ORMATIONEN RUND UM DEN CHAL L ENGE CUP
Gerätetechnik:
Bernd Schädel + Team
Dolmetscher:
Franziska Jaiser + Team
Übernachtung:
Manuela Krause, Monika Schulze
beauftragte der FIG
Artur Mickevic (Lettland)
Donatella Sacchi (Italien)
Rahmenprogram:
S. Gypser, K. Kießling
Logistik:
Ulrich Schmidt
Organisationsbüro:
M. Prügel, U. Schmidt-Lezius, G. Jentsch
Veranstalter
Moderation:
Sascha Erler, Ronny Ziesmer, Katja Abel
Tonregie:
Thomas Brucksch, Thomas Köbke
Ehrengäste:
R. Lorenz, A. Mohaupt,
S. Kroll, W. Wollgam
Organisation
Rainer Brechtken (Präsident)
Wolfgang Willam (Sportdirektor)
Christina Zacharias (DTB-Beauftragte)
Holger Albrecht (Kampfgericht MAG)
Sabrina Klaesberg (Kampfgericht WAG)
Kartenservice:
CMT GmbH, H. Konopka
C. Eilert, R. Langer, S. Zick
Ausrichter
Merchandising:
INPETHO® MedienProduktion GmbH
Catering:
Liefer-Bar Cottbus
Verantwortlicher SSB:
Ralf Zwoch
Organisation
Mirko Wohlfahrt (Turnierdirektor)
Arved Hartlich (Präsident)
Olaf Neumann (Wettkampf-Regie)
Bernd Schädel (Technischer Leiter)
A. Mohaupt, N. Brückner (Finanzen)
Pressebetreuung:
Ina Elß, Peter Schäfer, Anke Stephan
TV-Produktion:
Studio Berlin
Mediale Gesamtbetreuung:
INPETHO® MedienProduktion GmbH
Wir danken allen ehrenamtlichen
Helferinnen und Helfern der
Turnvereine des Turnbezirks Lausitz.
46
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
F ÖRDERER UND SPONSOREN
Veranstalter
DTB – Deutscher Turner-Bund e.V.
Ausrichter
SC Cottbus Turnen e.V.
Vermarktung
DTB Service GmbH, Eberhard Gienger pro-motion GmbH
Cottbuser Gesellschaft für Sportförderung mbH
HAUPTSponsoren
AGFW - BORT MEDICAL - URSAPHARM - BROSE - C.D. WÄLZHOLZ - DEGEMED - DEKRA
EURAWASSER - FK SOLARTECHNIK - HJS EMISSION TECHNOLOGY - LAMBERTZ
LOTTO BRANDENBURG - MENNEKES - SOKA BAU - SPARKASSE SPREE NEISSE
TORO - VOLLMANN GROUP - WIRTSCHAFTSFORUM BADEN BADEN
SPONSOREN
ANTENNE BRANDENBURG - ERIMA - GEBÄUDEWIRTSCHAFT COTTBUS
GEMAG GEBÄUDEMANAGEMENT AG - EG WOHNEN 1902
LINDNER CONGRESS HOTEL COTTBUS - LWG LAUSITZER WASSER - SPIETH GYMNASTICS
FÖRDERER
MINISTERIUM FÜR BILDUNG, JUGEND UND SPORT DES LANDES BRANDENBURG
STADT COTTBUS, LANDESSPORTBUND BRANDENBURG
PARTNER
Radisson SAS Cottbus
waldhotel cottbus
sorat hotel cottbus
AHORN Hotel Cottbus
Hotel am seegraben cottbus
Büro-Organisation Roland Zeller GmbH
INPETHO MedienProduktion GmbH
FOAM IT Cottbus
Floralia Gartenbau e.G.
radeberger EXPORTBIERBRAUEREI
Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH
CMT COTTBUS GMBH
SPORTLICHT GMBH
BAUTEC Beteiligungsgesellschaft mbH
Seltronik Nachrichtentechnik GmbH
ströer deutsche städte medien gmbh
cristalica gmbh döbern
unser Dank gilt
Autohaus Cottbus GmbH
Autohaus Härtel & Söhne GmbH
Hermann und Langer GmbH
Schmelling Automobile GmbH
Autohaus Wilk GmbH
Autohaus Förster GmbH
Autohaus Schön GmbH
Autohaus Krause & Sohn GmbH
Autohaus Schulze GmbH
Autohaus Heydemann & Paukstadt GmbH
Autohaus Knott GmbH
Autohaus Koitz GmbH
Becker Reisen
Cottbusverkehr
Intrans GmbH
Personenbeförderung Roland Lezius
Olympiastützpunkt Brandenburg
Lausitzer Sportschule Cottbus
Umgebinde Erziehungsgesellschaft mbH
Sportbetonte Grundschule Cottbus
DM Bernd Malak
Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus
Berufsfeuerwehr Cottbus
Beteiligte Ämter der Stadtverwaltung Cottbus
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
47
flexibel
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forderungen ist es, Energie
ökoloisch und bezahlbar zu
erzeugen. Auch in 2014 nehmen wir diese Herausforderung an, denn Energie muss
bezahlbar bleiben! Solarsysteme der FK Solartechnik
GmbH sind ein Weg dahin.
-
Heizkosten senken mit
Solarenergie
DEUTSCHE TURNL IGA
der bundesliga-start
wird entscheidend!
38.
Der Rekordmeister aus Cottbus steht vor einer weiteren schweren BundesligaSaison. Im Vorjahr gelang erst im letzten Wettkampf der Klassenerhalt und
auch in diesem Jahr geht es wohl nur um den Verbleib in der Liga. Dafür muss
vonM
Beginn
49
TdieUSCC-Riege
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2014
DEUTSCHE TURNL IGA
Am Sonntag, 23. März starten die
Turner des SC Cottbus in der LausitzArena in die neue Bundesliga-Saison.
Ursprünglich sollte die Riege des FC
Bayern München Auftaktgegner der
Lausitzer sein. Die Bayern haben jedoch ihr Team aus finanziellen Gründen aus der DTL zurückgezogen. Für
die Bayern rückt der zweimalige Meister Siegerländer KV in die 1. Liga
nach und ist entsprechend auch der
Auftaktgegner der Cottbuser.
Die SCC-Riege sieht gerade in diesem
Wettkampf die größten Chancen für
den Klassenverbleib. Ein Sieg gegen
die SKV und der Abstieg wäre so gut
wie verhindert. Doch der Wettkampf
gegen den vermeintlich schwächsten
Kontrahenten wird wie schon das Duell gegen Buttenwiesen im November
2013 zur Nagelprobe. Die SCC-Riege
ist im Jahr 2014 eine aufgestockte
Jugendmannschaft. Bis auf den Routinier Robert Juckel und Gaststarter
Oleksandr Suprun sind fast alle Turner
des SC Cottbus im Schüler-Alter. Die
Verantwortlichen des BundesligaTeams bemühen sich aktuell noch um
eine Aufstockung des Personals um
die jungen Turner etwas zu entlasten.
Nicht mehr dabei ist nämlich beispielsweise Roman Zozulya, der sich vor
einigen Monaten noch einmal an die
Geräte wagte und damit zum Ligaverbleib beitrug. Ein weiterer erfahrener
Starter scheint auch nötig, da Christopher Jursch nach einer Schulter-OP
ausfällt. Das aktuell größte Cottbuser
50
Talent trug im Vorjahr wesentlich zum
Klassenerhalt bei. Jursch wird frühestens im zweiten Halbjahr helfen
können, wenn es gegen die Topteams
Wetzgau, Straubenhardt und TG Saar
geht.
Die Punkte gegen den Abstieg holen
die Cottbuser also besser in der ersten
Hälfte der Saison, wenn es gegen die
Riegen geht, mit denen der SCC wenigstens gleichwertig sein dürfte.
Technisch sind die Jungs der Cottbuser Turnschule bestens ausgebildet und haben dadurch definitiv das
Zeug dazu, ausreichend Punkte auf
das Scoreboard zu bringen. Aber im
Wettkampf müssen die jungen Turner
vor allem ihre Nerven im Griff haben.
Hierfür ist es nötig, dass Altmeister
Robert Juckel und der wettkampferfahrene Marc Krause voran gehen.
Des Weiteren – und auch das hat der
November 2013 gezeigt – hilft eine
tolle Kulisse den Turnern. Gegen
Buttenwiesen war die Lausitz-Arena
bestens gefüllt und die Zuschauer
unterstützten lautstark ihr Team. So
mancher SCC-Starter wuchs über sich
hinaus und konnte unerwartet Punkte
einfahren.
Das zu wiederholen, ist vor allem für
den 23. März die Devise. „Es wäre
wirklich wichtig, wenn wir wieder
so eine tolle Atmosphäre schaffen
könnten, in der die Jungs über sich
hinauswachsen“, hofft Mannschaftsleiter René Walko auf die Unterstützung des Cottbuser Publikums.
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
DEUTSCHE TURNL IGA
Saison 2014
1. Wettkampftag 22.03.2014
MTV Stuttgart - MTT Chemnitz/Halle __:__
TV SG Wetzgau - Straubenhardt
__:__
KTV Obere Lahn - TG Saar
__:__
23.03. SC Cottbus - Siegerländer KV__:__
5. Wettkampftag 18.10.2014
TV SG Wetzgau - SC Cottbus
TG Saar - MTT Chemnitz/Halle
KTV Obere Lahn - MTV Stuttgart
KTV Straubenhardt - Siegerländer KV
__:__
__:__
__:__
__:__
2. Wettkampftag 29.03.2014
Siegerländer KV - MTV Stuttgart
TG Saar - TV SG Wetzgau
KTV Straubenhardt - KTV Obere Lahn
30.03. Chemnitz/Halle - SC Cottbus
__:__
__:__
__:__
__:__
6. Wettkampftag 25.10.2014
MTV Stuttgart - TV SG Wetzgau
Siegerländer KV - TG Saar
SC Cottbus - KTV Straubenhardt
KTV Obere Lahn - MTT Chemnitz/Halle
__:__
__:__
__:__
__:__
3. Wettkampftag 12.04.2014
TV SG Wetzgau - MTT Chemnitz/Halle
KTV Straubenhardt - TG Saar
KTV Obere Lahn - Siegerländer KV
13.04. MTV Stuttgart - SC Cottbus
__:__
__:__
__:__
__:__
7. Wettkampftag 08.11.2014
TV SG Wetzgau - KTV Obere Lahn
KTV Straubenhardt - MTV Stuttgart
TG Saar - SC Cottbus
MTT Chemnitz/Halle - Siegerländer KV
__:__
__:__
__:__
__:__
4. Wettkampftag 19.04.2014
MTT Chemnitz/Halle - KTV Straubenhardt__:__
Siegerländer KV - TV SG Wetzgau
__:__
SC Cottbus - KTV Obere Lahn
__:__
MTV Stuttgart - TG Saar
__:__
DTL-Finale in KARLSRUHE 22.11.2014
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft
in der Europa-Halle Karlsruhe
_______________ - _______________
MannschaftPunkte Gerätepunkte Platz
TV Schwäb.Gmünd/Wetzgau (M)
__ : __ __ : __
___
KTV Obere Lahn
__ : __ __ : __
___
KTV Straubenhardt
__ : __ __ : __ ___
MTV Stuttgart __ : __ __ : __
___
Turngemeinschaft Saar
__ : __ __ : __
___
SC Cottbus Turnen __ : __ __ : __ ___
MTT Chemnitz/Halle __ : __ __ : __ ___
Siegerländer KV (A)
__ : __ __ : __
___
(M) Amtierender Mannschaftsmeister
52
(A) Aufsteiger zur DTL-Bundesliga
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
THEMA
JUNIORSTROPHY
29. Internationales
Nachwuchsturnier um die
eG Wohnen Juniorstrophy
20. und 21. September 2014
Cottbus, Lausitz-Arena
Samstag, 20.09.2014
Mehrkampf
Sonntag, 21.09. 2014
Gerätfinals
53
eG WOHNEN JUNIORSTROPH Y
WO DIE „grossen“ klein
angefangen haben ...
Wenn der Sommer zu Ende geht, trifft sich der internationale Turnnachwuchs in
Cottbus. Bereits seit 1986 findet im September das traditionelle Internationale Nachwuchsturnier statt. Zuschauen lohnt sich allemal, wenn es um die „eG Wohnen
JuniorsTrophy“ geht.
Die eigentliche Geburtsstunde des Cottbuser Nachwuchsturniers im Gerätturnen wurde bereits 1983 vollzogen.
Zum 20jährigen Jubiläum des Sportclub Cottbus erhielten alle Sektionen
die Aufgabe, einen Wettkampf zu organisieren. Die Turner entschieden sich
für ein Nachwuchsturnier, da es sowohl
national als auch international zu wenige Wettkämpfe für junge Turner gab.
Nach der erfolgreichen Durchführung
54
des SCC-Geburtstags-Turniers wollte
man ob des großen Zuspruchs das
Nachwuchsturnier etablieren – natürlich mit internationalem Flair. Terminlich
orientierte man sich am Schulfest der
Cottbuser Sportschule, welches jährlich am letzten Septemberwochenende stattfand. Während die Erstauflage
eine Woche nach besagtem Schulfest
stattfand, liefen beide Veranstaltungen
ab 1987 parallel.
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
e G W OHNEN JUNIORSTROPHY
Die Sektionsleitung Turnen übergab
kurzerhand dem damaligen Leiter
der Sportschule, Rainer Wagler, die
„Schirmherrschaft“ für das Turnier.
Fortan gehörte das Turnier zur Schule
und die internationalen Turner zu den
Gästen des Sportschul-Festes.
Mit viel Einsatz, mit Freundlichkeit
und Ehrgeiz sicherten Turnsektion und
Sportschule die Turnierdurchführung.
Von der Unterbringung der vielen Aktiven über Fahrzeugbereitstellung bis
zum Übersetzungsservice halfen Lehrer und Erzieher dabei, das Cottbuser
Nachwuchsturnier Jahr für Jahr zum
Erfolg werden zu lassen.
Als dritter Träger war von Anfang an die
Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft
(AWG) Stadt Cottbus als Patenbetrieb
der Schule mit im Boot.
Die Nachfolger der AWG wurden später Namensgeber für den GWG-Cup
und die heutige eG Wohnen Juniors
Trophy.
die Zonderlands, Vichovs, Kuksenkovs,
Keatings oder Boys zum Vorbild gemacht, die an und mit dem Turnier zu
Weltklasseathleten gewachsen sind.
Das Turnier ist nach wie vor ein „Familienfest“. Über Jahre gewachsene
Freundschaften zwischen den Athleten, den Trainern und Organisatoren
zeugen vom völkerverbindenden Charakter und dem Ziel der gegenseitigen
Achtung und Anerkennung.
Nicht nur als Namensgeber tritt nach
wie vor auch die eG Wohnen in Erscheinung. Seit Jahrzehnten sorgt die
Genossenschaft hinter den Kulissen für
unkomplizierte Unterstützung und ein
gutes Gelingen und drückt den Turnstars von morgen die Daumen.
Noch immer lädt der ausrichtende SC
Cottbus Turnen e.V. im September viele
internationale Gäste zum sportlichen
Wettstreit in die Lausitz. Das „Internationale Nachwuchsturnier um die eG
Wohnen JuniorsTrophy“ ist eines der
wichtigsten Nachwuchsturniere weltweit und wird vom Turn-Weltverband
FIG anerkannt. Die Sportler und Betreuer sind auch nach nun fast 30 Jahren
immer wieder positiv überrascht von
der tollen Atmosphäre in Cottbus. So
mancher der kleinen Starter hat sich
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
55
A L L E SIEGER 1979 – 1998
turnier DER MEISTER® –
alle Sieger auf einen Blick
Jahr FrauenLandMännerLand
1979Maxi GnauckDDRRoland BrücknerDDR
1980Maxi GnauckDDRRoland BrücknerDDR
1981Maxi GnauckDDRMichael NikolayDDR
1982Galina MarinovaBULRoland Brückner / MICHAEL NIKOLAYDDR
1983
Wie Jiang (CHN) / Sylvia RauDDRHolger BehrendtDDR
1984Simone HarperathDDRRoland Brückner / Jens FischerDDR
1985Gabriele FähnrichDDRUlf HoffmannDDR
1986Astrid HeeseDDR
Li Chol HonKdVR
1987Gabriela PotoracROMSylvio KrollDDR
1988
Viktoria IvkovaUdSSRHolger BehrendtDDR
1989Brandy JohnsonUSASylvio KrollDDR
1990Henrietta OnodiHUN
Qiao LingCHN
1991Elena PiskounGUSSylvio KrollGER
1992Henrietta OnodiHUNAlexej VoropaevGUS
1993Jana GüntherGER
Vitali ScherboBLR
1994SprungA. GhimpuROMBodenN. PodgornyRUS
BarrenE. PiskounBLRPauschenpf. V. BelenkiGER
BalkenE. RoschinaRUSRingeJ. ChechiITA
Boden E. PiskounBLRSprung
V. BelenkiGER
Barren V. BelenkiGER
Reck V. ScherboBLR
1995Sprung L. PodkopajevaUKRBodenG. MisjutinUKR
BarrenA. NyesteHUNPauschenpf.G. MisjutinUKR
BalkenS. ChorkinaRUSRingeA. WeckerGER
Boden L. PodkopajevaUKRSprungG. MisjutinUKR
BarrenR. ScharipovUKR
ReckI. IvankovBLR
1996SprungD. KotschetkowaRUSBodenG. MisjutinUKR
BarrenE. PiskounBLRPauschenpf. Li DonghuaSUI
BalkenD. KotschetkowaRUSRingeA. DemijanovCRO
BodenO. ChousovitinaUZBSprung
V. ScherboBLR
BarrenA. NemovRUS
ReckA. WeckerGER
1997SprungK. KernGERBodenS. FedorchenkoKSZ
BarrenO. ChousovitinaUZBPauschenpf.J.-P. NikiferowGER
BalkenO. ChousovitinaUZBRingeA. DemijanovCRO
BodenO. ChousovitinaUZBSprungA. BondarenkoRUS
BarrenI. IvankovBLR
ReckA. DemijanovCRO
1998SprungA. VargaHUNBodenA. BondarenkoRUS
BarrenS. ChorkinaRUSPauschenpf.I. IvankovBLR
BalkenE. ProdunovaRUSRingeI. IvankovBLR
Boden L. MasonGBRSprung
Y. Hong-ChulKor
BarrenA. DimitrenkoKSZ
ReckK. OelschGER
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
57
A L L E SIEGER 1 9 9 9 – 2 0 0 5
Jahr FrauenLandMännerLand
1999SprungE. ZamolodchikovaRUSBoden
L. XiaopengCHN
BarrenS. ChorkinaRUSPauschenpf.A. BereshUKR
BalkenS. ChorkinaRUSRingeI. IvankovBLR
BodenA. KovalevaRUSSprungA. BondarenkoRUS
BarrenJ. CarballoESP
ReckI. IvankovBLR
2000SprungD. LopezMEXBoden
V. RudnitskiBLR
Barren V. KarpenkoUKRPauschenpf.M. UrzicaROM
BalkenS. ChorkinaRUSRingeS. CsollanyHUN
BodenE. ProdunovaRUSSprung
X. JunfengCHN
BarrenA. WeckerGER
ReckA. JeltkovCAN
2001SprungE. ZamolodchikovaRUSBodenJ. Sapronenko
LAT
BarrenS. ChorkinaRUSPauschenpf.M. UrzicaROM
BalkenC. Yue BaiCHNRingeS. CzollanyHUN
BodenE. LobaznjukRUSSprungBin LuCHN
BarrenA. PeganSLO
ReckA. PeganSLO
2002SprungO. ChusovitinaUZBBodenJ. Sapronenko
LAT
BarrenE. TweddleGBRPauschenpf.M. UrzicaROM
BalkenD. HypolitoBRARingeJ. JovtchevBUL
BodenA. SlaterAUSSprungC. L. TamayoCUB
Barren
Y. Cucherat
FRA
ReckP. RizzoAUS
2003 Sprung O. Chusovitina UZB Boden R. Gal HUN
Barren E. Tweddle GBR Pauschenpf. M. Urzica ROM
Balken A. Pavlova RUS Ringe J. Jovtchev BUL
Boden A. Pavlova RUS Sprung R. A. Karim EGY
Barren Y. Cucherat FRA
Reck A. Pegan SLO
2004 Sprung O. Chusovitina UZB Boden I. Vichovs LAT
Barren E. Tweddle GBR Pauschenpf. V. Cano ESP
Balken C. Ponor ROM Ringe D. Tambakos GRE
Boden D. dos Santos BRA Sprung L. Blanik POL
Barren V. Tsolakidis GRE
Reck A. Pegan SLO
2005 Sprung L. Souza BRA Boden P. Dominguez SUI
Barren Y. Fan CHN Pauschenpf. M. Urzica ROM
Balken Y. Lozhechko RUS Ringe Y. van Gelder NED
Boden M. Mesalles ESP Sprung B. LU CHN
Barren M. Urzica ROM
Reck I. Yoneda JPN
58
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
A L L E SIEGER 2006 – 2013
Jahr FrauenLandMännerLand
2006 Sprung j. bieger
usa Boden D. Hypolito BRA
Barren L. Ya CHN Pauschenpf. K. Berki HUN
Balken I. Isajeva RUS Ringe Y. van Gelder NED
Boden I. Isajeva RUS Sprung B. O’Neill CAN
Barren M. Petkovsek SLO
Reck V. Maras GRE
2007 SprungO. ChusovitinaGERBoden
V. KuvakinUKR
BarrenE. GarciaMEXPauschenpf.K. Berki HUN
Balken Y. FanCHNRingeR. Carmona VEN
BodenE. GarciaMEXSprung
W. Du CHN
Barren H. Teng CHN
Reck V. Maras GRE
2008 SprungO. ChusovitinaGERBoden
F. HambüchenGER
BarrenK. HeCHNPauschenpf.K. BerkiHUN
Balken X. Sha CHNRinge
Y. van GelderNED
BodenS. Izbasa ROMSprungO. YakubovskyiUKR
Barren L. XiaopengCHN
Reck K. zou GRE
2009SprungA. KäslinSUIBoden K. Uchimura JPN
Barren A. Brinker GERPauschenpf.D.-D. TruyensBEL
Balken M. Pihan-Kulesza POLRinge
Y. van Gelder NED
Boden S. Lu CHNSprungJ. Wammes NED
Barren M. Petkovsek SLO
Reck Y. Cucherat FRA
2010 SprungO. ChusovitinaGER BodenM. Nguyen GER
Barren K. Vaculik CAN Pauschenpf. S. Bertoncelj SLO
Balken T. Solovyeva RUS Ringe S. Ait Said FRA
Boden M. Pihan-Kulesza / POL Sprung M. Fahrig GER
K. Vaculik CAN Barren Y. Hoshi JPN
Reck E. Zonderland NED
2011Sprung O. Chusovitina GERBoden E. Kosmidis GRE
Barren Jinnan Yao CHNPauschenpf. H. Zhang CHN
Balken Jinnan Yao CHNRinge X. Luo CHN
Boden Jinnan Yao CHNSprung O. Yakubovskyi UKR
Barren Y. Cucherat FRA
Reck A. Tsarevich UZB
2012 Sprung B. Rogers CAN Barren E. Seitz GER Balken V. Millousi GRE Boden D. Chelaru ROM Boden P Boy GER
Pauschenpf. Q. Xiao CHN
Ringe C. Yibing CHN
Sprung I. Radilov UKR
Barren M. Petkovsek SLO
Reck E. Zonderland NED
2013 Sprung O. Chusovitina UZB Boden M. Fahrig GER
Barren A. Grishina RUS Pauschenpf. D. Truyens BEL
Balken A. Grishina RUS Ringe E. Petrounias GRE
Boden M. Chant CAN Sprung J. Dalton USA
Barren H. T. Nguyen VIE
Reck A. Bretschneider GER
3 8 . T U R N I E R DER M E I S T E R ® 2 0 1 4
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IMPRESSUM
GUSTAV - Das T.I.C.-Magazin zum 38. Turnier der Meister®
Herausgeber
SC Cottbus Turnen e.V.
Auflage: 2000 Exemplare
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Deutscher Turner-Bund
Layout, Satz und Herstellung
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Redaktion
Mirko Wohlfahrt (verantwortlich),
Thomas Grube, Franziska Jaiser,
Larissa Kreisel, Jens Haberland,
Turnmagazin LEON*
Fotos
Stephan, Lattacz, Bohl,
CGS, DTB, Archiv
Redaktionsschluss: 03.03.2014
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