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Die Stadt Worms zeigt wie es geht! - KfW

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Angespannte Finanzlage und Kommunaler Klimaschutz:
Die Stadt Worms zeigt wie es geht!
Worms ist ein Mittelzentrum im Südwesten
Deutschlands, gehört zur Metropolregion RheinNeckar und liegt zwischen Frankfurt und
Mannheim
2
•Bevölkerung: ca. 82.000 EW
•Fläche: 10.873 ha
•Bedeutende chemische Industrie
(global players) sowie zahlreiche
Logistik-Firmen
•Gute Anbindung über Straße,
Schiene, Wasser und Luft als
wichtiger Standortfaktor
•Leichter Anstieg der Beschäftigtenzahlen: Sozialversicherungspflichtige
Beschäftigte: 29.007 (2010)
•Ergebnishaushalt: Fehlbetrag von 50
Mio. € (2010)
•Finanzhaushalt: Fehlbetrag von 43
Mio. € (2010)
3
Chronologie zum Klimaschutz
1992: Erstellung des Energiesparkonzeptes
1997: Beginn des Energiecontrolling des
Gebäudebewirtschaftungsbetriebs der Stadt Worms
1999: Fortschreibung des Energiesparkonzeptes
2001: Ausrichtung des Tags der Lokalen Agenda 21 „Zukunft
für Worms“
2004: Teilnahme an der Klimastaffel
2004: Einrichtung des Abschnitts „Umwelt“ auf der
Internetseite der Stadt Worms
2006: Teilnahme am Wettbewerb Klimaschutzkommune
2006: Beitritt zum Klima-Bündnis
2007: Beschluss für ein Klimaschutz- und
Energieeffizienzkonzept
2008: Start der Bearbeitung des Klimaschutz- und
Energieeffizienzkonzeptes
2008: Erstellung der CO2-Bilanz (Modul 1)
2008: Vorschlag für Sofortmaßnahmen (Modul 2)
4
Chronologie zum Klimaschutz
2008: Installation der Energieberatung durch die
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
2009: Durchführung und Moderation der Workshops und
Arbeitsgruppensitzungen (Modul 3)
2010: Beschluss zur Umsetzung des Klimaschutz- und
Energieeffizienzkonzeptes
2010: Bildung eines Energieeffizienz-Netzwerkes mit der Wormser
Industrie
2010: Beitritt der Stadt Worms zur EU-Initiative zum Klimaschutz
„Covenant of mayors“
2010: Durchführung der Umwelt- und Energiemesse
Umwelt2010Worms
2011: Durchführung der Energiekarawane
2011: Durchführung der Kampagne Kindermeilen
2011: Teilnahme an EU INTERREG IVC-Programm „Renergy“
5
Die CO2-Bilanz der Stadt Worms
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•
•
•
erarbeitet durch das Klima-Bündnis und die
Abt. 3.05 - Umweltschutz und Landwirtschaft
berechnet mit der Software ECORegion
Ergebnis: Handlungsbedarf bei
•
der energieintensiven Industrie,
•
der Logistik-Branche und
•
dem überdurchschnittlich hoher Öl- und
Gasverbrauch der Haushalte mit
überdurchschnittlich alten Heizanlagen.
die CO2-Bilanz wird durch die Abteilung 3.05 Umweltschutz und Landwirtschaft fortgeschrieben
1. Berechnung: 2004 - 2006
1. Fortschreibung: 2007 und 2008
2. Fortschreibung: 2009 und 2010 (in Arbeit)
6
[MWh/Jahr]
50
45
40
35
Sonnenkollektoren
30
Umweltwärme
25
Holz
Fernwärme
20
Erdgas
15
Kerosin
10
Diesel
Benzin
5
Heizöl EL
0
19901991199219931994199519961997199819992000200120022003 2004
2005
2006
2007
Worms
Kennzahlen
Worms
Kennzahlen
Worms
Kennzahlen
Worms
Kennzahlen
Worms
Kennzahlen
Strom
2008
Energieverbrauch pro EW nach Energieträgern [MWh/Jahr]
7
[Mwh/Jahr]
50
45
40
35
30
25
20
15
Öffentliche Verwaltung
10
Verkehr
Haushalte
5
Wirtschaft
19901991199219931994199519961997199819992000200120022003 2004
2005
2006
2007
Worms
Kennzahlen
Worms
Kennzahlen
Worms
Kennzahlen
Worms
Kennzahlen
Worms
Kennzahlen
0
2008
Energieverbrauch pro EW nach Sektoren [MWh/Jahr]
8
Sofortmaßnahmen
Als Ergebnis der CO2-Bilanz wurden folgende Sofortmaßnahmen formuliert:
•
•
•
•
•
•
•
Benennung eines Klimaschutzbeauftragten
Ausbau des Kommunalen Energiemanagements
Nutzung kommunaler Dachflächen für Solaranlagen
Verankerung des Leitgedanken der Nachhaltigkeit in der Bauleitplanung
Aufstellen eine Liste potenzieller energetischer Mustersiedlungen auf städtischen
Grundstücken
Initiierung eines Energie-Effizienz-Netzwerkes für die Wormser Industriebetriebe
Intensive Einbindung und Information der Öffentlichkeit in den Klimaschutz-Prozess
9
Ausarbeiten der Maßnahmen in Arbeitsgruppen
•
•
•
•
Das Klimaschutzkonzept für die Stadt Worms wurde im Sinne der Lokalen Agenda
21 in enger Kooperation mit der Verwaltung, externen Fachleuten und Wormser
Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet.
In zwei Arbeitsgruppensitzungen (Juni/Juli 2009 und September/Oktober 2009)
wurden zahlreiche Ideen gesammelt und diskutiert.
Insgesamt ca. 100 interessierte Personen aus den verschiedensten Bereichen
diskutierten und erarbeiteten in sachlicher und konstruktiver Atmosphäre
ergebnisoffen unter Beteiligung von Mitarbeitern der Verwaltung zahlreiche
Vorschläge für Maßnahmen, die eine CO2-Reduzierung bewirken sollen.
Moderiert wurden die Arbeitsgruppen durch Mitarbeiter des Klima-Bündnis.
10
Teilnehmer der Arbeitsgruppen
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•
Verwaltung und Gesellschaften der Stadt Worms: Dez. III, BL 3, Agenda-Beauftragter, Stadtplanung, Pressestelle,
Straßenverkehrsangelegenheiten, Verkehrswegebau, Stadtentwicklung, Umweltschutz und Landwirtschaft,
Fahrradbeauftragter, Seniorenbeirat, Parkhausbetriebs GmbH, Stadt Worms Verkehrs GmbH, Klinikum Worms,
ebwo, GBB, Wohnungsbau GmbH
Behörden: LBM
Klima-Bündnis e. V.
Kammern und Innungen: IHK, Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Innung Sanitär-Heizung-Klima, Innungsverband
Dachdeckerhandwerk, Maler- und Lackiererinnung, Schornsteinfegerinnung, Tischlerinnung
Energieberater (5)
Architekten (3)
Energieversorger: EWR AG
Schulen: Umwelt-AGs BIZ
Unternehmen: Bauunternehmen, Elektrounternehmen, Sanitärunternehmen, Schreinerei, Evonik Röhm, juwi Holding,
KFlow GmbH, SK-Solar GmbH, Solar-Hybrid AG, Toparts Werbegestaltung GmbH, Wincanton
ÖPNV: BRN GmbH, Werner GmbH & Co. KG
Umweltverbände: BUND, NABU, ADFC, VCD, LA21-Initiativkreis, Plattform Umwelthaus
Banken: Sparkasse Worms, Volksbank
Haus und Grund, Mieterverein Worms, Wormser Anwaltverein
Forstamt Rheinhessen
Bürgerinnen und Bürger
11
Arbeitsgruppen und Tätigkeitsfelder
•
•
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•
•
AG I „Erneuerbare Energien“
AG II „Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen“
AG III „Verkehr“
AG IV „Altbausanierung“
AG V "Komm. Energiemanagement/ Bauleitplanung„
AG VI "Öffentlichkeitsarbeit"
12
Maßnahmen
Priorität
hoch
Priorität
mittel
Priorität
niedrig
Summe
SofortMaßnahmen
6
4
0
10
Kurzfristige
Maßnahmen
8
8
1
17
Mittelfristige
Maßnahmen
4
4
1
9
Langfristige
Maßnahmen
3
1
1
5
Summe
21
17
3
41
13
Durchgeführte Maßnahmen…
•
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•
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•
•
Benennung eines Klimaschutzbeauftragten
Schaffung der zusätzlichen Stelle eines Klimaschutzmanagers
Bereitstellung von Mitteln für die Öffentlichkeitsarbeit
Bildung eines Energieeffizienz-Netzwerkes mit der Wormser Industrie
Erstellung und Pflege eines Solarkatasters
Regelungen für den städtischen Fuhrpark, Car-Sharing als Angebot für
Bürgerinnen und Bürger und auch für die kommunale Verwaltung
Gründung der „Clusterinitiative CO2 –Reduzierung im Geschosswohnungsbau“
(Wohnungsbau)
14
…Durchgeführte Maßnahmen
•
•
•
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•
•
Beauftragung einer Potentialstudie „100%-erneuerbar“ (FH Frankfurt)
Durchführung der Messe Energie-Bauen-Wohnen 2010, 2011…
Förderung erneuerbarer Energien durch eine angepasste Bauleitplanung
Energiekarawane (Vor-Ort-Energieberatung)
Aktion Kindermeilen
Errichtung von 7 neuen Windkraftanlagen (je 3 MW)
Veranstaltungen zum Thema Altbausanierung (Ausstellung, Seminare)
15
Maßnahmen in der Planung 2012 und darüber hinaus
•
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•
•
•
•
•
•
•
•
Planung von Fotovoltaik-Freiflächenanlagen
1000-Dächer-Programm (Fotovoltaikanlagen)
Gründung einer Bürger-Energiegenossenschaft (Banken)
Nutzung kommunaler Dachflächen für Photovoltaikanlagen
Vortragsreihe „Energieeffizienz für KMU“ (IHK, HWK)
Fortführung der Energiekarawane
Nutzerverhalten und Beschaffung in der öffentlichen Verwaltung (Green-IT)
Verbesserung ÖPNV - Maßnahmen zur Nachfragesteigerung (Tiergartenlinie)
Versorgung der Stadtverwaltung mit zertifiziertem Ökostrom (Ausschreibung
2013)
Fortführung der Öffentlichkeitsarbeit und Beratungsangebote
16
Finanzierungsmodell: Steuerlicher Querverbund
Innerhalb der städtischen Gesellschaften werden Gewinne (bspw. Dividende) durch
energetische, verkehrstechnische oder kulturelle Maßnahmen (gewerbliche
Tätigkeiten) gegen gerechnet. Bsp. Bau eines BHKW, eine PV-Anlage etc.
Durch Gegenrechnung der Gewinne gegen die Verluste entstehen steuerliche
Vorteile
„Kommunaler Entschuldungsfonds Rheinland-Pfalz“ (KEF)
Die Stadt ist dem Kommunalen Entschuldungsfonds beigetreten und kann rund 160
Mio. Euro über eine Laufzeit von 15 Jahren tilgen. Fast 80 % der Kredite fließen
in den KEF. Gleichzeitig verpflichtet sich Worms zu Ertragssteigerungen (Erlöse,
Gebühren, Steuern, Haushaltsrechtliche Maßnahmen).
17
Angespannte Finanzlage und Kommunaler Klimaschutz?
So geht es in Worms:
•
•
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•
•
•
•
Klimapolitik ist Chefsache (intern wie extern)
Viele Mitstreiter aus unterschiedlichsten Bereichen ins Boot nehmen
Netzwerke bilden
Aufgabenverteilung aus der Netzwerkarbeit heraus
Interne und externe Kommunikation
Förderprogramme sichten und nutzen
Finanzierungsmodelle nutzen
Sponsoren gewinnen
Engagement der Beteiligten fördern
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Angespannte Finanzlage und Kommunaler Klimaschutz?
Förderprogramm Klimaschutzinitiative des BMU:
Einstellung einer Klimaschutzmanagerin
3 Jahre befristet, ½ Stelle
Kosten: 24.000,-- €/Jahr
50 % finanziert durch Klimaschutzinitiative
50 % finanziert durch Stadtverwaltung Worms
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Angespannte Finanzlage und Kommunaler Klimaschutz?
Steuerlicher Querverbund:
Bau einer Photovoltaikanlage
auf dem Dach einer energetisch sanierten
Schulsporthalle (1.000 m² Modulfläche)
Kosten: 500.000,-- €
Finanziert durch Stadt Worms Beteiligungs GmbH
20
Angespannte Finanzlage und Kommunaler Klimaschutz?
Beteiligung von Sponsoren:
Kosten: 50.000,-- €
Finanziert durch Beteiligung von Banken,
dem örtlichen Energieversorger und der
Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft
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Angespannte Finanzlage und Kommunaler Klimaschutz?
Konjunkturpaket II:
Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten
Schulsanierungen
Investitionsvolumen 3.350.300,-- €
Fördersumme 2.897.054,-- €
Eigenanteil 453.246,-- €
Kindertagesstätten
Investitionsvolumen 628.492,-- €
Fördersumme 477.558,-- €
Eigenanteil 150.934,-- €
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Klimaschutz- und
Energieeffizienzkonzept der Stadt Worms
Weitere Informationen auf:
www.klik-worms.de
Dipl.- Geol. Reinhold Lieser
Klimaschutzbeauftragter
Stadtverwaltung Worms, Abt. 3.05 – Umweltschutz und Landwirtschaft
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