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historische entwicklung
HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER
WASCHMASCHINE UND WASCHMITTEL
Eine Waschmaschine erzählt von ihren Vorfahren und zeigt
Fotos aus dem Familienalbum. - Bei dieser Zeitreise lernt
man eine ganze Menge über die Geschichte der Waschmaschine und des Waschmittels.
Wie sahen die Großmütter und Großväter unserer
heutigen Waschmaschinen aus?
Materialien:
Arbeitsblatt 1
(5 Seiten): Eine Waschmaschine erzählt ...“
Arbeitsblatt 2
(1 Seite): Fragen zu meiner Familie
Overheadfolie 1
(1 Seite): Die richtigen Lösungen zu den Fragen von Arbeitsblatt 2
Arbeitsblatt 3
(1 Seite): Ein Rezept aus uralter Zeit
Arbeitsblatt 4:
(1 Seite): Der Seifensieder
Arbeitsblatt 5:
(1 Seite): Die Rasenbleiche
Arbeitsblatt 6:
(1 Seite): Die Erfindung des Waschmittels
Arbeitsblatt 7:
(1 Seite): Waschmittel heute
Lernziele:
-
lehrerinformation
Die SchülerInnen erkennen, dass Funktion und Aussehen der Hausgeräte
sich im Laufe der Geschichte ändern.
Die SchülerInnen können Arbeitsschritte beim Wäschewaschen, die früher
von Frauen in harter körperlicher Arbeit durchgeführt wurden, benennen
und sie den entsprechenden Abschnitten im Waschprogramm der Waschmaschine zuordnen. Einweichen - Vorwäsche, Waschen - Hauptwaschgang,
Spülen - Spülen, Auswringen - Schleudern.
Ihnen wird klar, dass von den ersten Waschmaschinen nur das Waschen
erledigt wurde, das Spülen und Auswringen weiterhin händisch erfolgte.
VS-Sachk-1
© 2003 forum hausgeräte
& haushalt aktiv
historische entwicklung
-
-
-
Die SchülerInnen denken darüber nach, warum zumeist Frauen und
Mädchen für die Hausarbeit zuständig waren und diskutieren, ob dies auch
heute noch der Fall ist.
Die SchülerInnen erkennen, dass die Weiterentwicklung der Haushaltstechnik zwar die Hausarbeit erleichtert hat, aber andererseits dazu geführt hat,
dass Hausarbeit als Arbeit von manchen nicht mehr ganz ernst genommen
wird.
Sie vergleichen die Arbeit von Hausfrauen mit jener von Industriearbeitern.
Sie stellen fest, dass die Muskelkraft in der Arbeitswelt immer weniger
gefragt ist, weil schwere körperliche Arbeiten von Industrierobotern
übernommen werden.
Die SchülerInnen lernen über die unterschiedlichen Waschhilfsmittel im
Laufe der Geschichte, insbesondere über die Erzeugung von Seife.
Arbeitsblatt 1:
Eine Waschmaschine erzählt...
Methode:
SchülerInnen-LehrerIn-Gespräch
Die SchülerInnen lesen den Text und werden dazu angeregt,
Verständnisfragen zu stellen.
Partnerarbeit:
Die SchülerInnen schauen sich die Bilder der Waschmaschinen und
Waschgeräte an und notieren, was ihnen dazu ein- bzw. auffällt. Danach
wird versucht, die Fragen gemeinsam zu beantworten.
Hintergrundinformationen zum Lesetext:
„Fleißige Minna“ - Minna wurden die Dienstbotinnen aus Tschechien in
Wien genannt. Nach dem 2. Weltkrieg herrschte Dienstbotinnenmangel
in Wien. Der Name der Hausgehilfin hat sich dann auf die Hausgeräte
übertragen.
Die ersten Waschmaschinen waren aus Holz und funktionierten mechanisch über einen Hebel oder über eine Kurbel. Deswegen war die
erste elektrische Waschmaschine eine große Sensation. Festzuhalten
ist allerdings, dass die ersten Waschmaschinen nur das Waschen der
Wäsche übernahmen. Das Vorbehandeln, Spülen und Auswringen der
Wäsche blieb weiterhin körperliche Arbeit. Das Schleudern der Wäsche
wurde seit den fünfziger Jahren von Wäschezentrifugen übernommen.
Der Rührflügel und die Zentrifuge stammen aus der Molkereitechnik und
fanden erst später in der Haushaltstechnik Anwendung.
Hinweis: Hebel- und Schleuderwirkung können in einfachen Experimenten veranschaulicht werden. Die Hebelwirkung kann beispielsweise
anhand einer Kinderwippe auf dem Schulhof erklärt werden, die Schleuderwirkung mit einem nassen Tuch, das die Kinder im Schulhof in
entsprechender Entfernung voneinander mit den Händen kräftig durchschleudern.
lehrerinformation
VS-Sachk-2
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historische entwicklung
Bis ins 19. Jahrhundert wurden fast alle Hausarbeiten mit der Hand verrichtet. Von den Hausfrauen musste schwere körperliche Arbeit bewältigt
werden.
In wohlhabenden Familien wurden diese anstrengenden Tätigkeiten von
Dienstboten übernommen. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden
mit dem Voranschreiten der Elektrifizierung der Haushalte immer neuere
und bessere Hausgeräte erfunden. Die beiden Weltkriege behinderten
die Modernisierung der Hausgeräte und die Produktion von Gütern des
täglichen Bedarfs. Nach dem Krieg konnten sich in erster Linie bürgerliche Familien elektrische Hausgeräte leisten. Erst in den sechziger
Jahren waren auch Arbeiterhaushalte mit Elektroherd, Waschmaschine
und Kühlschrank ausgestattet. Neben Strom wurde auch Gas als Energieträger verwendet. Es gab auch mit Gas betriebene Waschmaschinen.
Funktionsfähige Elektromotoren waren Voraussetzung für gut funktionierende Waschmaschinen, Herde, Kühlschränke und Staubsauger.
Einen Höhepunkt der Ausstattung mit elektrischen Hausgeräten stellt die
Einbauküche, die in den siebziger Jahren in Mode kam, dar.
Erweiterungsmöglichkeit:
Dieses Thema bietet auch die Möglichkeit, mit den SchülerInnen zu
diskutieren, dass viele Arbeiten im Haushalt zwar von elektronischen
Hausgeräten unterstützt werden, sehr viele Arbeiten aber noch nicht von
Maschinen durchgeführt werden können. Z.B.:
Sortieren der Wäsche
Aufhängen der Wäsche
Boden aufwischen
Fensterputzen
Kochen
Einkaufen
Im Sinne des Nord-/Südkonflikts kann auch hinterfragt werden, ob
überall auf der Erde die Haushaltstechnik so weit fortgeschritten ist wie
bei uns.
Es kann thematisiert werden, dass fließendes Wasser Voraussetzung für
die Inbetriebnahme einer Waschmaschine ist.
Kinder von MigrantInnen können erzählen, wie die Frauen in ihren Ländern Wäsche waschen .
Arbeitsblatt 2:
Fragen zur Geschichte
Methode:
Die richtige Lösung dieses Multiple-Choice-Tests wird in Einzel- oder
Partnerarbeit angekreuzt.
Lernzielkontrolle:
Es soll verstanden werden, dass der Elektromotor Grundvoraussetzung
für die Weiterentwicklung der Waschmaschinen war, dass der erste
Waschvollautomat erst in den Fünfzigern erfunden wurde und dass technische Erfindungen der Molkereiindustrie auf die Haushaltstechnik
übertragen wurden.
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VS-Sachk-3
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historische entwicklung
Overheadfolie 1:
Die richtigen Lösungen zu den Fragen auf Arbeitsblatt 2
Arbeitsblatt 3:
Ein Rezept aus uralter Zeit
Die Erzeugung von Seife als Waschhilfsmittel wurde schon im Jahr 2500
v. Chr. von den Sumerern betrieben. Lange Zeit war Seife das einzige
chemische Produkt zur Wäschereinigung, erst im 20. Jhd. begann man
mit der Erzeugung von Tensiden. Der Grundstoff für Tenside ist Erdöl,
heute werden verstärkt nachwachsende pflanzliche Rohstoffe wie z.B.
Kokos- oder Palmöl verwendet.
Lösungen Lückentext: Wasser, Seife, Heilmittel
Arbeitsblatt 4:
Der Seifensieder
Seife wurde aus Fett - Pflanzenöl oder Tierfett (Talg) - und aus alkalischer Holzasche, der sogenannten Pottasche, erzeugt.
Auf dem Bild “Der Seifensieder” können die SchülerInnen sehen, wie die
Zutaten erhitzt und die fertige Seife in kleine Stücke geschnitten wurde.
Arbeitsblatt 5:
Die Rasenbleiche
B) Bleichen: Nach dem Waschen wurde die Wäsche auf die Wiese
gelegt, damit sie vom Sonnenlicht bestrahlt und dadurch schön weiß
wurde. Heute werden zu diesem Zweck in Waschmitteln Bleichmittel
eingesetzt.
C) Bläuen: Weil alle weißen Stoffe aus Naturfasern waren und immer
eher gelb aussahen, gab man ein wenig blauen Farbstoff in das Waschwasser. Heute übernehmen optische Aufheller die Aufgabe des Bläuens:
Sie reflektieren das UV-Licht als sichtbares bläulich-weißes Licht und
überstrahlen so den Gelbstich der Wäsche.
A) Stärken: Damals waren steife Hemden und Krägen sehr modern,
deshalb gab man Reis- oder Kartoffelstärke auf die Kleidung.
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VS-Sachk-4
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historische entwicklung
Arbeitsblatt 6:
Die Erfindung des Waschmittels
Im Jahr 1907 kam Persil als das erste Waschmittel der Welt auf den
Markt. Der Name Persil leitet sich von den zwei Wirkstoffen ab, die
neben Seife und Soda in dem Mittel enthalten waren: Perborat und Silikat.
Lösung des Worträtsels:
S
C
H
R
U
B
B
E
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L
I
B
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M
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S
Q
S
C
H
L
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G
E
N
A
M
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U
S
F
X
N
Y
M
Arbeitsblatt 7:
Waschmittel heute
Die Schaumberge in den Flüssen und Seen brachten die Menschen in
den späten Fünfzigerjahren zum Umdenken. Heute werden nur noch gut
biologisch abbaubare Tenside eingesetzt.
Lösungen: falsch, richtig, falsch, richtig
Ein kurzer Überblick zur Geschichte des Waschmittels:
Das „Seifenzeitalter“
Als ältestes „Waschmittel“ gilt Wasser. Schon vor 5000 Jahren wurde
dessen Waschkraft durch chemische Zusätze verbessert. Die Sumerer
setzten das erste chemische Produkt ein: In Mesopotamien wurde auf
einer Tontafel in Keilschrift eingeritzt ein Seifenrezept gefunden (1 Liter
Öl und 5 1/2 Liter Pottasche werden vermischt und erhitzt).
Die Alkaliquelle der Römer war vergorener Urin. Als Kaiser Vespasian
Steuern von dem ertragreichen Geschäft der Wäscher eintreiben wollte,
formulierte er den bekannten Spruch: „Geld stinkt nicht!“ („Pecunia non
olet“). Die Römer übernahmen das Seifenrezept von den Galliern, verwendeten Seife aber anfänglich als Heilmittel und Haarfestiger.
Mit den Arabern kam im 7. Jh. auch das Seifenrezept nach Europa: In
Spanien und Italien entstanden bedeutende Herstellungszentren. Die
Seife wurde oft mit Pflanzenduftstoffen versetzt und von den Reicheren
zu kosmetischen Zwecken und als Heilmittel (- viele Krankheiten waren
auf den Mangel an Hygiene zurückzuführen -) verwendet.
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VS-Sachk-5
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historische entwicklung
Wäschewaschen wurde erst im Zeitalter der beginnenden Industrialisierung modern, doch die Rohstoffe Talg und Holzasche wurden knapp.
Erst die chemische Untersuchung der Fette (durch Chevreul) und die
Erfindung der künstlichen Soda-Herstellung (durch Leblanc und Solvay)
ermöglichten die industrielle Massenproduktion von Seife im 19. Jh.
1907 kam das erste Vollwaschmittel namens „Persil“ (bestehend aus
Seife, Soda, Perborat, Silikat) auf den Markt.
Das „Tensidzeitalter“
Erst 1932 gelang die Herstellung des ersten synthetischen Tensids
„Fettalkoholsulfat“ R - OSO3Na. Durch den Einzug der Waschmaschine
in die meisten Haushalte und den damit einhergehenden gestiegenen
Waschmittelverbrauch kam es zu ökologischen Problemen. Die Schaumberge in den Flüssen und Seen wurden durch das biologisch schwer
abbaubare stark verzweigte Tetrapropylenbenzolsulfonat verursacht, das
schließlich durch das gut biologisch abbaubare Alkylbenzolsulfonat
abgelöst wurde. Der Eutrophierung der Gewässer wurde entgegengewirkt, indem statt Phosphat das neuartige umweltverträgliche Zeolith eingesetzt wurde. Durch den Einsatz von Enzymen und Bleichaktivatoren
(z.B. TAED) konnte eine verbesserte Waschkraft schon bei niedrigen
Temperaturen erzielt werden.
Ein kleines Lexikon der Begriffe zum Waschmittel
Enzyme:
Enzyme sind in der Umwelt gut abbaubare, hochwirksame Eiweißkörper.
Sie werden vor allem in modernen Waschmitteln eingesetzt. Grund:
Sie zerlegen Flecken aus Eiweiß, Stärke und Fett schon bei niedrigen
Temperaturen.
Eutrophierung:
Überdüngung der Gewässer
Bleichaktivatoren:
Bleichmittel lösen farbhaltige Flecken von Obst, Wein oder Tee und
tragen zur Hygiene bei. Sie wirken in der Regel nur bei höheren Temperaturen. Es sei denn, man gibt Bleichaktivatoren dazu. Dann setzt die
Bleichwirkung schon bei niedrigen Temperaturen ein.
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VS-Sachk-6
© 2003 forum hausgeräte
& haushalt aktiv
historische entwicklung
EINE WASCHMASCHINE ERZÄHLT.....
Hallo, ich bin die flotte Lucy und
plaudere heute ein bisschen aus meiner
Waschtrommel! - Dafür habe ich auch einige
echt tolle Porträtaufnahmen von meinen Vorfahren
ausgegraben, die ich euch unbedingt zeigen muss. - Die Mode
war ja damals echt peinlich. So würde ich mich heute in keinen
Waschsalon und kein Badezimmer mehr trauen!
Ich selbst bin eine echt schnittige Trommelwaschmaschine und ein
Waschvollautomat mit eingebautem Waschprogramm, das über
Mikrochip gesteuert wird. Das bedeutet, dass bei mir alles
vollautomatisch läuft. Echt turbocool! Mich musst du nur noch
mit Wäsche und Waschpulver füttern,
und schon geht es los!
arbeitsblatt
VS-Sachk-1/1
© 2001 forum hausgeräte
historische entwicklung
Mit meiner Urgroßtante Fanni
habe ich nur ganz wenig gemeinsam!
Stellt euch vor - sie war sogar noch aus Holz. Gebaut
wurde sie so um 1900, also vor mehr als 100 Jahren.
Und wenn wir ehrlich sind, ich will sie ja nicht beleidigen, aber sie sieht wirklich steinalt aus!
Der Boden ihres Bauchs (= Bottich) und ihr großes
Maul hatten Rillen wie ein Waschbrett (=Waschrumpel).
Damit die Wäsche auch wirklich gut gereinigt wurde,
musst man ihr großes Maul Hebel hin- und herbewegen.
arbeitsblatt
VS-Sachk-1/2
© 2001 forum hausgeräte
historische entwicklung
Und schaut mal hier: meine Urgroßmutter.
Uroma Lise wurde 1913 gebaut. Und ich muss ganz ehrlich
sagen, dass sie mir schon viel besser gefällt als ihre Schwester
Fanni. Wobei eine gewisse Familienähnlichkeit nicht zu verleugnen ist...
Wie bei Tante Fanni waren die Seitenwände und der Boden von
Uroma Lise gerillt. Ihre Arme (bewegliche Rührflügel) hingen in
die in ihrem Bauch eingeweichte Wäsche - so wurde diese an
den Seitenwänden entlanggezogen. Uroma Lise hatte sogar
einen ausklappbaren Wäschewringer, um das Wasser aus der
Wäsche herauszupressen. Und sie wurde schon mit einem
Elektromotor angetrieben. Darauf war Tante Fanni echt urneidisch!
arbeitsblatt
VS-Sachk-1/3
© 2001 forum hausgeräte
historische entwicklung
Hier könnt ihr noch eine Großtante von mir bewundern.
Meine Tante Mimi war schon eine echte Trommelwaschmaschine.
Wie bei mir haben ihre Mitnehmerrippen die Wäsche nach oben
gehoben. Von dort plumpste sie wieder nach unten. Das Wasser
mit dem Schmutz wurde dabei herausgedrückt. Danach wurde die
Wäsche wieder durch das Wasser gezogen.
In der Kriegszeit, als große Not herrschte, wurde Tante Mimi
auch als Butterfass verwendet. Und das, wo sie doch Fettiges
überhaupt nicht leiden konnte! Oft habe ich mir die Geschichte
anhören müssen, wie das Fett von ihren Wänden tropfte und sie
fast keine Luft mehr bekommen hat. Aber irgendwie haben Butterrührer und Waschmaschinen früher immer ein bisschen ähnlich
ausgeschaut. Daher behaupten manche Techniker auch, dass wir
Waschmaschinen mit den Buttermaschinen verwandt sind. - Dass
sich Tante Mimi darüber besonders aufregt, brauche ich wohl
nicht extra zu erwähnen!
arbeitsblatt
VS-Sachk-1/4
© 2001 forum hausgeräte
historische entwicklung
Und hier kaum zu übersehen: meine Großmutter
Auf meine Omi bin ich echt stolz! Sie war schon eine richtig Moderne!
Zuerst wurde sie über einen Schlauch mit Wasser angefüllt. Danach
wurde die Wäsche in ihren Metallbauch (Bottich) gelegt und das
Waschpulver eingestreut. Dann wurde die Heizung eingeschaltet. War
die gewünschte Temperatur erreicht, wurde die Heizung abgeschaltet
und die Zeitschaltuhr auf „Waschen“ eingestellt. Je nach Wäsche und
Verschmutzung betrug die Waschzeit ca. 15 Minuten. Meine Oma war
eben schon eine richtig flotte Dame!
Danach wurde die Wäsche mit der Hand oder einer Handkurbelwringe
entwässert. Zum Schluss ließ man die Lauge ablaufen, füllte noch
einmal Wasser ein und spülte 2 bis 3 mal kalt nach. Bevor man die
Wäsche endgültig aufhängen konnte, musste sie nur noch ausgewrungen werden.
Im Vergleich zu mir war Omi schon noch eine sehr umständliche
Dame. - Aber wer kann schon mit so wenig Strom auskommen
wie ich?! - Ich bin eben eine richtige Sparmeisterin!
Eine meiner Vorfahren hätte ich ja fast noch vergessen: Meine
Omi hatte noch eine Verwandte - „Constructa“. Diese Constructa war eine richtige Powerfrau! 1951 hatte sie in Hannover
in Deutschland ihren ganz großen Auftritt als erste vollautomatische Waschmaschine. Genau wie bei mir liefen alle Waschgänge
- Vorwäsche, Hauptwäsche, Spülgang und Schleudern - vollautomatisch ab. Allerdings konnten sich die Constructa damals nur
sehr reiche Leute leisten.
arbeitsblatt
VS-Sachk-1/5
© 2001 forum hausgeräte
historische entwicklung
Heute sind die meisten Haushalte in Österreich mit Cousins und
Cousinen, Onkel und Tanten, Schwestern und Brüdern, Nichten und
Neffen, Freunden und Nicht-Freunden von mir ausgestattet. - Lauter
elektronische Waschvollautomaten.
Leider haben noch nicht alle Familien in allen Ländern unserer Erde
jemanden wie mich bei sich stehen, aber irgendwann einmal - wenn
wir alle kräftig mithelfen - wird meine Familie über die ganze Welt verstreut sein. - Vielleicht bin ich ja sogar die erste Waschmaschine am
Mond?! - Wer weiß ...
arbeitsblatt
VS-Sachk-1/6
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historische entwicklung
FRAGEN ZU MEINER FAMILIE
Ich bin wirklich gespannt, ob du dir etwas von meinen Geschichten gemerkt hast! - Ist nämlich gar nicht so einfach!
Womit wurde meine Uroma Lise angetrieben?
Mit der Muskelkraft von
zwei starken Frauen.
Mit einer Kurbel.
Mit einem Elektromotor.
Mit welchen Maschinen sind wir Waschmaschinen angeblich verwandt?
Mit Buttermaschinen.
Mit Milchzentrifugen.
Mit Kaffeemaschinen.
Wie war meine Omi, die Bottich-Waschmaschine?
Noch ein wenig umständlich.
Ein echter Waschvollautomat.
Eine Stromfresserin.
Wann hatte die erste vollautomatische Waschmaschine ihren großen
Auftritt?
1953 in Wien.
1956 in Graz.
1951 in Hannover.
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VS-Sachk-2/1
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historische entwicklung
DIE RICHTIGEN LÖSUNGEN!
Womit wurde meine Uroma Lise angetrieben?
Mit der Muskelkraft von
zwei starken Frauen.
Mit einer Kurbel.
Mit einem Elektromotor.
⌧
Mit welchen Maschinen sind wir Waschmaschinen angeblich verwandt?
Mit Buttermaschinen.
⌧
Mit Milchzentrifugen.
Mit Kaffeemaschinen.
Wie war meine Omi, die Bottich-Waschmaschine?
Noch ein wenig umständlich.
⌧
Ein echter Waschvollautomat.
Eine richtige Stromfresserin.
⌧
Wann wurde die erste vollautomatische Waschmaschine bei einer
Messe gezeigt?
1953 in Wien.
1956 in Graz.
1951 in Hannover.
overheadfolie
⌧
VS-Sachk-1/1
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historische entwicklung
EIN REZEPT AUS URALTER ZEIT
Kennst du dich in der Geschichte des Waschens aus?
Setze die fehlenden Wörter ein!
Vor vielen tausend Jahren, als die Menschen noch Felle und erste Stoffe aus Pflanzen
trugen, wuschen sie diese Kleidung mit klarem W_________. Dabei wurden die Kleider
jener Menschen, die an heißen Quellen wohnten, leichter sauber. Später benützte man
auch Sand, um den Schmutz besser abrubbeln zu können.
Die Sumerer lebten vor vielen tausend Jahren und haben das erste chemische Produkt erfunden: die S________! Sie erhitzten Fett und Holzasche und bekamen so eine
Lösung, die Schmutz beseitigen konnte.
Auf dieser alten Tontafel steht das Rezept geschrieben:
Holzasche und Pflanzenöl müssen vermischt und
erhitzt werden.
Die Römer hatten eine andere Idee: Sie wuschen ihre Kleidung mit altem Urin! Das
roch zwar nicht besonders angenehm, wirkte aber gut. Von anderen Völkern lernten sie
dann, wie man Seife erzeugen konnte - sie verwendeten diese aber zunächst nicht zum
Waschen, sondern zum Haare stylen und als H____________mittel gegen Krankheiten.
arbeitsblatt
VS-Sachk-3/1
© 2003 haushalt aktiv
historische entwicklung
DER SEIFENSIEDER
Der Seifensieder stellte Seife her, und zwar aus
____________________________
____________________________
Die Araber brachten die Kunst des Seifesiedens nach Europa. In Spanien und Italien
gab es viele Seifensieder. Dort war nämlich reichlich Olivenöl vorhanden, und damit
konnte man eine besonders gute Seife erzeugen. Die Seife war damals ein teures Gut,
das sich nur reiche Leute leisten konnten.
arbeitsblatt
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© 2003 haushalt aktiv
historische entwicklung
RASENBLEICHE
Das Waschen ohne Waschmittel und ohne Waschmaschine war sehr anstrengend und
kostete viel Zeit und Muskelkraft. Die Wäscherinnen mussten die Wäsche kochen,
rühren, scheuern, stampfen, schlagen, schrubben, reiben und auswringen.
Danach wurde die Wäsche gebleicht, gebläut und gestärkt.
Was ist was?
A) Stärken
B) Bleichen
C) Bläuen
______________
Nach dem Waschen wurde die Wäsche auf die Wiese gelegt, damit
sie vom Sonnenlicht bestrahlt und dadurch schön weiß wurde.
______________
Weil alle weißen Stoffe aus Naturfasern waren und immer eher gelb
aussahen, gab man ein wenig blauen Farbstoff in das Waschwasser.
______________
Damals waren steife Hemden und Krägen sehr modern, deshalb
gab man Reis- oder Kartoffelstärke auf die Kleidung.
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© 2003 haushalt aktiv
historische entwicklung
DIE ERFINDUNG DES WASCHMITTELS
Ein Mann namens Fritz Henkel mischte
einmal in einem Labor Seife, Soda und
ein Bleichmittel zusammen.
So wurde das erste Waschmittel erfunden.
Herr Henkel gab seiner Erfindung den
Namen PERSIL.
Jetzt musste man den Schmutz nicht mehr so mühsam abschrubben und die Wäsche
wurde weiß, auch wenn man sie nicht in der Sonne bleichte. Alle waren begeistert!
Mit Hilfe einer Waschmaschine und des neu erfundenen Waschmittels wurde der
Hausfrau viel Arbeit erspart. Sie musste nicht mehr …
Kannst du die 5 Tunwörter finden?
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historische entwicklung
WASCHMITTEL HEUTE
Leider waren in den Waschmitteln auch umweltschädliche Stoffe. Flüsse und Seen
wurden verschmutzt, es traten Schaumberge auf, und es gab negative Auswirkungen
auf Wasserlebewesen.
Deshalb stellt man heute umweltverträgliche Waschmittel her.
Was kann man tun, damit die Umwelt nicht allzu sehr belastet wird? Kreuze an:
richtig
falsch
Ich mache meine Hosen immer sehr dreckig,
weil man sie ja jeden Tag waschen kann!
Die Waschmaschine schaltet man erst dann an,
wenn man genug Schmutzwäsche beisammen hat.
In die Waschmaschine gibt man so viel
Waschmittel, wie man gerade Lust hat.
Ich möchte jeden Tag frische Bettwäsche
und frische Handtücher.
Weiß- und Buntwäsche werden getrennt
gewaschen.
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VS-Sachk-7/1
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Seele and Geist
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