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Entwicklung doch nicht so zügig wie erwartet

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Pflanze
■ BAUERNBLATT l 3. Mai 2014
Grünland Reifeprüfung Mecklenburg-Vorpommern – zweite Mitteilung
Entwicklung doch nicht so zügig wie erwartet
Bei der zweiten Probenahme für
die Schnittprognose werden die Ergebnisse aus dem Labor mit besonderer Spannung erwartet. Wie
groß wird das Fortschreiten in der
Entwicklung sein? Wie viel hat sich
in einer Woche in der Höhe der Inhaltsstoffe getan? Die Witterung
war für unsere Futtergräser eigentlich nicht ungünstig. Es kam
etwas Niederschlag, wie inzwischen gewohnt regional unterschiedlich, und die Temperaturen
waren ausreichend hoch für ein
Gräserwachstum. Dennoch war
die Veränderung im Laufe dieser
Woche längst nicht so gravierend
wie bei Beobachtung der Witterung vielleicht erwartet.
Die TM-Erträge nahmen – im Vergleich zu anderen Jahren – nur sehr
verhalten zu. Dabei variieren die
Werte der Niedermoorgruppe – wie
beinahe üblich – stärker, und sowohl
auf Mineralboden als auch beim
Ackerfutter verzerrt jeweils ein Ausreißer den Durchschnitt.
Der Rohproteingehalte sowie
auch der Rohfettgehalt nahmen
wie erwartet leicht ab. Auch die
weitere leichte Zunahme der Zuckergehalte entspricht in diesem
Entwicklungszeitraum
durchaus
den Erfahrungen, und die fast
In der vergangenen Woche ging es
aufwärts.
Foto: Sascha Mau
durchgehend sonnigen Tage über
Ostern taten ihr Übriges.
Nur sehr langsam nahm der Fasergehalt des Dauergrünlandes auf Mineralboden und beim Ackerfutter
zu. In beiden untersuchten Gruppen
war jeweils an einem Ort eine deutlich höhere Zunahme (ähnlich wie in
den Vorjahren) und an einem weiteren Ort dagegen keine Veränderung
festzustellen.
Nicht überraschend war die hohe
Streuung auf dem Niedermoor, was
zum Beispiel die Veränderung der
Rohfaser anbelangte. Für alle Grünlandflächen wurde mindestens in
dieser Woche wirksam, dass sich die
Anteile von Ober- und Untergräsern
im Bestand noch weiterhin veränderten. Beim ersten Schnitt nicht erfasste Untergräser konnten sich inzwischen verstärkt „einmischen“
und damit den eigentlich alternden
Bestand verjüngen.
Die Verdaulichkeit (Gasbildung in
ml/200 mg TM) liegt weiterhin auf
sehr hohem Niveau und hat sich in
der einen Woche nur minimal verringert. Analog zur Verdaulichkeit sinkt
mit fortschreitender Entwicklung
normalerweise auch der Energiegehalt. Diese Abnahme war innerhalb
der einen Woche bis zum 22. April
mit 0,1 MJ NEL/kg TM beim Dauergrünland auf Mineralboden und
beim Ackerfutter vergleichsweise
sehr gering, auch beeinflusst durch
die gesunkenen Rohaschegehalte.
Je jünger das Futter, desto höher ist
der Mineralstoffanteil als Bestandteil der Rohaschefraktion. Im Vegetationsverlauf „verdünnt“ sich dieser Anteil.
Auf dem Niedermoor dagegen
zeigte sich die Streuung der Parameter vor allem im Energiegehalt beziehungsweise seiner Änderung zur
Vorwoche.
FAZIT
Auch wenn sich das hohe Niveau
im Fasergehalt beim ersten Probeschnitt nur unerwartet gering
verändert hat, bleibt für das
Ackerfutter festzuhalten, dass es
überwiegend noch im April
schnittreif sein dürfte, um energiereiche Grassilage zu erzeugen.
In Abhängigkeit von der WitterungdürfteauchdieEntwicklung
im Grünland voranschreiten und
vermutlich
einen
früheren
Schnittzeitpunkt als im Durchschnitt der Jahre nötig machen.
Um das genauer einschätzen zu
können, schauen wir gespannt
auf den dritten Probenahmetermin, über den wir in der kommenden Woche berichten.
Marion Dunker
Lufa Rostock der
LMS Agrarberatung
Mecklenburg-Vorpommern/
Schleswig-Holstein
Tel.: 03 81-20 30-727
mdunker@lms-lufa.de
Dr. Heidi Jänicke
LFA Dummerstorf
Tel.: 03 82 08-63 03 16
h.jaenicke@lfa.mvnet.de
Dauergrünland auf
Niedermoor
Dauergrünland auf
Mineralboden
Ackergras
Tabelle: Probeschnitt 22. April 2014
Nr.
Standort
Region
1
2
3
4
5
6
Dummerstorf
Dargun
Neu Kaliß
Volksdorf
Kurzen Trechow
Steinbeck
Mittelwert
Dummerstorf
Neu Kaliß
Volksdorf
Bernitt
Diestelow
Burow
Mittelwert
Dummerstorf
Diestelow
Wasdow
Baumgarten
Ramin
Klempenow
Mittelwert
DBR
DM
LWL
DM
GÜ
PCH
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
DBR
LWL
DM
GÜ
PCH
DM
DBR
PCH
GÜ
GÜ
UER
DM
FM
dt/ha
163,4
177,9
86,7
251,5
70,7
116,8
144,5
114,2
64,2
84,2
64,0
95,3
246,1
111,3
116,2
45,3
49,3
38,9
84,5
88,4
70,4
TM
%
12,5
15,4
15,4
14,2
16,0
15,8
14,9
12,7
14,0
16,4
18,9
16,6
14,3
15,5
14,2
18,1
19,7
21,3
15,8
20,4
18,3
TM
dt/ha
20,4
27,4
13,4
35,7
11,3
18,5
21,1
14,5
9,0
13,8
12,1
15,8
35,2
16,7
16,5
8,2
9,7
8,3
13,4
18,0
12,3
RA
g/kg TM
104
77
100
107
94
98
97
109
108
95
94
103
94
101
84
71
66
60
83
81
74
RPr
g/kg TM
209
162
212
188
223
188
197
263
288
233
224
216
263
248
242
181
155
195
221
168
194
Rfa
g/kg TM
196
194
197
203
180
188
193
201
190
186
187
195
215
196
188
186
182
179
209
168
185
ADForg
g/kg TM
213
209
205
212
185
206
205
212
209
191
195
203
227
206
197
200
196
187
213
173
194
Rfe
g/kg TM
37
35
32
36
40
37
36
40
33
39
41
39
40
39
39
35
35
37
36
37
37
Zucker
g/kg TM
170
216
197
166
161
176
181
103
84
153
149
139
107
123
141
194
207
201
130
220
182
NEL
Gasbildung
ml/200 mg TM MJ/kg TM
7,5
60,1
7,5
63,0
7,4
59,3
7,4
60,9
7,8
60,3
7,5
61,3
7,5
60,8
7,6
57,0
7,4
53,8
58,2
7,6
7,6
59,0
7,6
59,3
7,4
54,9
7,5
57,0
7,5
56,4
59,2
7,4
59,7
7,4
58,3
7,5
56,2
7,3
63,8
7,8
7,5
58,9
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