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FGZ-Info 4/2013 - Familienheim-Genossenschaft Zürich

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Mitteilungsblatt der
Familienheim-Genossenschaft Zürich
Dezember 2013
–
4
Die FGZ – ein gemeinnütziger
Wohnbauträger
–
Wie mobil wollen und
können wir sein?
Info
Thema
1
Thema
6 Die FGZ – ein gemeinnütziger Wohnbauträger
Was bedeutet Kostenmiete? Was heisst «subventionierte» Wohnung?
13 Wie mobil wollen und können wir sein?
Welche Massnahmen sind wirkungsvoll – welche eher wirkungslos?
Natur und Garten
30 Eröffnung der 13. FGZ-Gemeinschafts-Kompostanlage in der Grünmatt
37 Der FGZ-Gartenpreis 2014 geht in den Grossalbis
Anlässe
32
4 0
Freizeitkommission: Herbstmarkt, Räbeliechtli und Samichlaus
A ngemeldet, aber nicht erschienen – Jassnachmittag Oktober 2013
FGZ-INTERN
18
20
22
24
28
38
42
Wenn das Quartierzentrum kommt, heisst der Platz «Friesenbergplatz»
Referenzzinssatz sinkt von 2,25 % auf 2 % - differenzierte
Mietzinsanpassung in der FGZ
Teurer eingekauft und mehr verbraucht – Heizkosten 2012/2013
Altersbetreuung und Alterstreff der FGZ
HbbTV – eine neue Abkürzung aus der Fernsehwelt
Hof abgebrannt – Lernende helfen mit beim Neuaufbau des Stalls
Hundekot-Aufnahmepflicht gilt auch im Friesenberg
Q uartier
36
42
46
50
52
54
55
«F wie Friesi» – Im Juni steigt im Friesenberg ein Quartierfest
«Elternrat Am Uetliberg» für die Schule Am Uetliberg
Kunst im Friesenberg: Doris von Stokar
Quartiernetz: Ein Jahr mit vielen Angeboten für Kinder
Dorfbauwoche für Kinder im Frisenberg
«Werkfenster»: Werkstatt, Verkaufsladen und Kurslokal
«Sachenmacher» im Ladenlokal an der Schweighof­strasse 216
59
59
Adressen und Öffnungszeiten
Impressum
Titelbild: Blick vom Kirchturm der reformierten Kirche Friesenberg
auf einen Teil der 19. Bauetappe an der Schweighofstrasse.
Foto: Johannes Marx
2
Inhalt
Inhalt
3
Denkanstoss zum Winter
Der Boden ist hart
die Erde erstarrt.
Man geht nicht mehr gern raus
fühlt sich wohler zu Haus.
Ein jeder braucht in dieser Zeit
Licht, Wärme und Geborgenheit.
Schön, dass wir das alles haben.
FGZ-Räbeliechtliumzug 2013. Foto: Johannes Marx
Renate Gerlach
4
Vorstand, Geschäftsstelle, Regiebetrieb
und Alters­­be­treuung der FamilienheimGenossen­schaft Zürich wünschen allen
Genossenschafterinnen und Genossen­
schaftern ein frohes Weihnachts­fest
und ein glückliches neues Jahr.
5
Die FGZ – ein gemeinnütziger
Wohnbauträger
—
Was bedeutet Kostenmiete? Was heisst «subventionierte» Wohnung?
—
Von Alfons Sonderegger
Die Familienheim-Genossenschaft Zürich
FGZ gehört zu den gemeinnützigen Wohnbauträgern, die in der Stadt Zürich rund
51 500 Wohnungen besitzen. Der Grossteil der «gemeinnützigen» Wohnungen,
nämlich rund 38 000, gehören den Baugenossenschaften. In den Rest teilen sich
die Stadt Zürich sowie Stiftungen. In der
aktuellen Diskussion taucht immer wieder
die Frage auf, ob in den Genossenschaften
auch die «richtigen Leute» wohnen. Von
den bürgerlichen Parteien wird zunehmend
gefordert, dass den Genossenschaften
mehr Vorschriften zu machen seien. Das
ist eigenartig, sind doch Genossenschaften selbständige juristische Körperschaften, gegründet zur Selbsthilfe, aber mit
gemeinnützigen Zielen.
Was heisst gemeinnützig im Zusammenhang mit Wohnbauträgern?
Der Begriff taucht in Zürich bereits
1924 auf, als der Grosse Stadtrat die
«Grundsätze betreffend die Unterstützung des gemeinnützigen Wohnungsbaus» verabschiedete. Seit 2004 gibt
es eine «Charta der gemeinnützigen
6
FGZ-Intern
Wohnbauträger der Schweiz», die vom
Bundesamt für Wohnungswesen (BWO)
sowie den beiden Dachverbänden
«Wohnbaugenossenschaften Schweiz»
(wbg-ch, einst SVW) und von «Wohnen
Schweiz» unterzeichnet ist.
Im Vorspann der Charta heisst
es: «Durch Verzicht auf spekulative
Gewinne und übersetzte Preise sowie
durch nachhaltige Bewirtschaftung ihres Bestandes leisten die gemeinnützigen Wohnbauträger einen unerlässlichen Beitrag zur Wohnraumversorgung
der Schweiz. Ihre Leistungen entlasten
das Gemeinwesen in finanzieller und
sozialer Hinsicht und tragen zum sozialen Frieden bei. Darum muss ihr Anteil
an Wohnraum erhalten und weiterentwickelt werden.»
Wenn sich ein Bauträger «gemeinnützig» nennen will (die FGZ tut
das in ihren Statuten), dann hat er
einige Vorgaben zu erfüllen, die statutarisch abzusichern sind. Was also
gehört zur Gemeinnützigkeit?
– Gemeinnützige Bauträger sehen im
Zweckartikel den Bau von preisgünstigem Wohnraum vor.
– Gemeinnützige Bauträger sind nicht
gewinnstrebig, dh. sie machen keinen
Profit.
– Gemeinnützige dürfen mit ihren Liegenschaften nicht spekulieren, dh. es
gibt keine Veräusserung der Wohnbauten. In den Statuten wird dafür meist
ein sehr hohes Mehr aller Genossenschafter/innen verlangt. In der FGZ
z.B. müssten vier Fünftel (80 %) aller
Genossenschafter/innen, also nicht
bloss der Anwesenden, ihre Zustimmung geben. Das macht einen Verkauf zum Glück praktisch unmöglich
und erlaubt eine langfristige Politik
und einen guten Unterhalt, weil man
die Liegenschaften eben für immer
behalten will.
– Der/die Mieter/in ist gleichzeitig
auch Genossenschafter/in und damit
Mitbesitzer/in.
–Es gibt eine Obergrenze für die Verzinsung des Anteilkapitals.
– Die Wohnungen stehen einem breiteren Publikum offen (Durchmischung).
– Für die Vermietung der Wohnungen
gilt die Kostenmiete (siehe Definition
unten).
– Bei Austritt/Liquidation wird das
Anteilkapital höchstens zum Nennwert ausbezahlt.
– Der Liquidationsüberschuss hat an
eine Organisation mit gleichem Zweck
oder an die öffentliche Hand zu gehen.
Damit die soziale Mischung
stimmt, hat die FGZ in den Statuten
Richtquoten für die Vermietung festgesetzt. So soll gewährleistet werden,
dass immer genügend tiefe Einkommen die Chance für eine FGZ-Wohnung erhalten.
Wer besitzt in Zürich
gemeinnützige Wohnungen?
Die rund 51 500 gemeinnützigen Wohnungen in der Stadt Zürich teilen sich
wie folgt auf:
–Eigentum der Stadt
8 800
–Eigentum von öffentlichrechtlichen Stiftungen 3 750
–Eigentum gemeinnütziger
Baugenossenschaften
38 000
– Diverse (Woko, gemeinnützige Vereine)
1 000
Total
51 550
Diese 51 550 Wohnungen entsprechen ungefähr 27 % des Miet­
wohnungsbestandes in Zürich und
gut 24 % des gesamten Wohnungsbestandes von 211 971 Wohnungen.
Nur ein Achtel der gemeinnützi­gen
Wohnungen ist subventioniert
Sehr oft werden in der öffentlichen Diskussion die gemeinnützigen
und die subventionierten Wohnungen
quasi gleichgestellt. Das ist schlicht
falsch. Während eine normale gemeinnützige Wohnung sich einfach an die
Kostenmiete gemäss kantonaler Wohnbauförderung zu halten hat (siehe Kapitel Kostenmiete), sind subventionierte Wohnungen vom Staat verbilligt.
Der Anteil der subventionierten,
also der staatlich verbilligten Wohnungen, ist bei den gemeinnützigen Wohnbauträgern meistens sehr gering. Von
den 51 550 gemeinnützigen Wohnungen sind nur gerade 6 550 Wohnungen (= 12,7 %) subventioniert.
Zahlenmässig am meisten subventionierte Wohnungen haben die
FGZ-Intern
7
kommunalen Wohnsiedlungen (2‘337)
sowie die beiden Stiftungen SAW (Alterswohnungen) und Kinderreiche, wobei die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien praktisch nur subventionierte Wohnungen hat.
Bei den Baugenossenschaften
sind lediglich 5% aller Wohnungen subventioniert, was knapp 2000 Wohnungen entspricht. Bei der FGZ sind es
deutlich mehr, nämlich 12,5% (= 281
Wohnungen).
Ganz wichtig zu wissen ist Folgendes: Subventionierte Wohnungen
unterscheiden sich in der Stadt Zürich äusserlich nicht. Die subventionierten Wohnungen haben denselben
Standard, und sie werden pro Gebäude möglichst mit den «freitragenden»
Wohnungen (dort gilt die Kostenmiete) gemischt. So kann etwas soziale
Durchmischung realisiert werden. Für
staatlich verbilligte (subventionierte)
Wohnungen gelten Einkommens- und
Belegungsregeln, die alle zwei Jahre
vom städtischen Büro für Wohnbauförderung kontrolliert werden.
Die «Grundsätze 24»
vom 9. Juli 1924
Wohnbauförderung hat in der
Stadt Zürich eine lange Tradition. Erstmals findet sie sich 1907 in der Gemeindeordnung. Damals herrschte
Wohnungsnot, man wohnte insbesondere in den Arbeitervierteln eng und
dunkel. Und damals waren die hygienischen Zustände vieler Wohnungen
derart prekär, dass sich auch viele
Ärzte für bessere Wohnungen einsetzten. Schliesslich wurde 1907 folgender
8
FGZ-Intern
Auflagen für Mieter/innen von subven­
tionierten Wohnungen (Zweckerhaltungs­
vorschriften)
– Belegung: Mindestpersonenzahl =
Zimmerzahl minus 1
— Höchstzulässiges steuerbares Einkommen (inkl. 5 % des 100 000 Franken übersteigenden Vermögens):
Bei Bezug Nach 4 Jahren
Einzelperson Fr. 50‘700 Fr. 56 800
Mehrere Pers. Fr. 59‘800 Fr. 69 700
– Höchstzulässiges Vermögen:
200 000 Franken
– Behördliche Kontrolle und Sanktionen:
Jede Siedlung wird alle zwei Jahre vom
Büro für Wohnbauförderung kontrolliert.
Wenn jemand den Auflagen nicht genügt,
wird kurzfristig die Verbilligung aufgehoben, dh. es ist eine höhere Miete zu bezahlen. Innerhalb von zwei Jahren muss
dann die Subvention abgelöst werden.
Dafür gibt es drei Möglichkeiten:
1. Der Bauträger kann die Subvention
auf eine andere gleichwertige Wohnung verschieben, wenn er eine solche hat (Papiertausch); so kann der/
die Mieter/in bleiben;
2. Die betroffenen Mieter/innen müssen umziehen, oder
3. Die betroffenen Mieter/innen erhalten die Kündigung.
Grundsatz in der Gemeindeordnung
aufgenommen: «Die Stadt fördert die
Erstellung gesunder und billiger Wohnungen sowie die Errichtung von Logishäusern und Asylen für Obdachlose.»
Als erstes wurde dann die städtische Wohnsiedlung Limmat I nahe
dem Limmatplatz erstellt. Weil es
in der Folge aber an Geld fehlte und
1914 der Erste Weltkrieg ausbrach,
wurden nur wenige genossenschaftliche oder städtische Siedlungen gebaut. Eine war die Riedtli-Siedlung im
Kreis 6 (ab 1913). 1910 entstand die
Eisenbahnergenossenschaft (heute
BEP) und 1918 die ABZ.
Nach dem Ersten Weltkrieg waren vorerst die städtischen Finanzen
wieder in Ordnung zu bringen. Gegen
Mitte der 1920er-Jahre setzte eine eigentliche Blüte des genossenschaftlichen Wohnungsbaus ein, an welcher
der Sozialdemokrat Emil Klöti wesentlich beteiligt war. 1924 wurde im Übrigen die FGZ gegründet.
Am 9. Juli 1924 entschied der
Grosse Gemeinderat, dass die Stadt
den gemeinnützigen Wohnungsbau
wie folgt unterstützt:
– Durch Verkauf von Baugelände oder
durch Bestellung von Baurechten
(seit den 1950er-Jahren gibt die
Stadt Land nur noch im Baurecht
an Genossenschaften und Stiftungen ab).
– Durch Gewährung von Darlehen.
(Mit nachrangigen HypothekarDarlehen kann ein Projekt zu 94 %
fremdfinanziert werden, d.h. 6 %
Eigenkapital genügten.)
– Durch Übernahme von Anteilen am
Genossenschafts- oder Aktienkapital (dafür sichert sich die Stadt
einen städtischen Delegierten im
Vorstand der Genossenschaft).
Die «Grundsätze 24» vom Juli 1924
gelten in der Stadt Zürich bis heute.
Wahlplakat für Emil Klöti (SP) 1933
Emil Klöti (SP) – der «Vater» der
Stadtzürcher Wohnbauförderung
Als «Vater» der Wohnbauförderung in der Stadt Zürich kann der Sozialdemokrat Emil Klöti bezeichnet werden. Er wurde 1907 als 30jähriger in
den Stadtrat gewählt, war Finanz- und
Hochbauvorstand und von 1928 bis
1942 Stadtpräsident. Klöti verstand
es, die Bürgerlichen vom Nutzen des
Landerwerbs und vom Nutzen städtischer und genossenschaftlicher Wohnsiedlungen zu überzeigen.
1933 warb Klöti auf einem Wahlplakat mit Themen, die auch noch heute
hoch aktuell sind: «Das soziale Zürich:
Krisenabwehr, Arbeitsbeschaffung, Jugendhilfe, Hilfe dem Alter, SportanlaFGZ-Intern
9
gen, Keine Sparpolitik auf Kosten der
Armen, Gesunde Wohnungen.»
Was heisst «Kostenmiete»?
Wer «gemeinnützig» sein will, der
hat sich an die Kostenmiete zu halten.
Die Formel für die Kostenmiete ist eine
ziemlich «technische» Formel, die auf
zwei Komponenten beruht und die
vom Kanton festgelegt wurde. Nach
über 30 Jahren Erfahrung lässt sich
sagen, dass sich die Formel bewährt
hat. Sie berechnet sich, wie im «FGZInfo» schon öfter dargestellt, aus den
folgenden zwei Komponenten:
– dem Zins (Referenzzinssatz) für
das eingesetzte Kapital (Anlagewert inkl. Land),
und
– der Quote (3,25 %) auf dem Ge­
bäudeversicherungswert ohne
Land. (Falls es um Baurechtsland
geht, kommt da noch der Baurechtszins hinzu.)
Etappe 7 der FGZ: «Schweighofstrasse Mitte»
10
Thema
Mit der Quote wird der Erneuerungsfonds (1 %) geäufnet, und es werden
Amortisation, Unterhalt, Verwaltungsaufwand, Steuern/Gebühren, etc.
bestritten. Die Kostenmiete gemäss
kantonaler und städtischer Wohnbauförderung hat nichts mit dem
Obligationenrecht (OR Art. 253b Abs.
3) zu tun, ebenso wenig mit der «Kostenmiete» gemäss der sogenannten
relativen Methode (Mietrecht).
Anhand der 7. Etappe der FGZ
(Schweig­hofstrasse Mitte) wird hier die
Berechnung der Kostenmiete gezeigt:
Der Anlagewert des Ersatzneubaus 7. Etappe (60 Wohnungen), der
1989 bezogen wurde, beträgt inklusive Land 18,074 Mio. Franken (Ende
2012). Der Gebäudeversicherungs­
wert, welcher periodisch der Teuerung angepasst wird, macht 21,547
Mio. Franken aus.
Für die Ermittlung der Kosten­
miete bzw. der höchstzulässigen Miet-
zinssumme ergibt sich bei einem Referenzzinssatz von 2,0 % (Sept. 2013)
folgende Rechnung:
– 2,0 % Zins (Referenzzinsatz)
auf dem Anlagewert
von 18,074 Mio.=
Fr. 361 480
– 3,25 % Betriebsquote
auf dem Gebäudeversicherungswert
von 21,547 Mio. =
Fr. 700 278
–Höchstzulässige
Miete für 60 Whg.
pro Jahr =
Fr. 1 061 758
–Höchstzulässige
Mietzinssumme für
60 Whg. pro Monat = Fr. 88 480
Diese Mietzinssumme von 88 480
Franken pro Monat wird dann auf die
60 Wohnungen verteilt. Für die Miete der einzelnen Wohnung spielen Fläche (Zimmerzahl) sowie häufig auch
noch Lage (Stockwerk), Besonnung,
etc. eine Rolle.
Der FGZ steht es frei, weniger
als die höchstzulässige Mietzinssumme zu verlangen. Was sie nicht darf,
ist, mehr als 100 % der Kostenmiete
einzufordern. In der FGZ gilt das Ziel,
dass möglichst alle Wohnungen eine
Miete haben sollen, die zwischen 95
und 100 % der Kostenmiete liegt.
Wenn von diesen 60 Wohnungen nun einzelne subventioniert sind,
dann dient die Kostenmiete als Basis
für deren Miete. Die Verbilligungs­
summe, in die sich Stadt und Kanton
teilen, muss einfach von der Kostenmiete-Summe abgezogen werden.
Aktuell macht die staatliche Verbilligung zwei Mal 170 Franken bei einer
4,5-Zi-Wh. oder zwei Mal 143 Franken bei einer 3,5-Zi-Wh. aus.
Das heisst: Wenn die Kostenmiete einer «freitragenden» 4,5-Zi-Wohnung netto 1700 Franken beträgt, dann
liegt die Nettomiete für die subventionierte 4,5-Zi-Wohnung bei 1360 Franken. Die Verbilligungswirkung ist wegen dem tiefen Referenzzinssatz von
2,0% derzeit allerdings eher gering.
Gemeinnützige Bauträger haben
bei Baurechten viele Auflagen
In der aktuellen Diskussion wird
von bürgerlicher Seite immer wieder
kritisiert, das Baurechtsland sei für
gemeinnützige Genossenschaften und
Stiftungen viel zu billig, dh. der Baurechtszins müsste weit höher liegen.
Hält man sich die Auflagen vor
Augen, die jene einhalten müssen,
welche städtisches Baurechtsland
erhalten, dann kann man kaum von
Bevorzugung sprechen:
– Die Genossenschaft oder Stiftung
muss einen öffentlichen Architekturwettbewerb unter Leitung des
Hochbaudepartements mit Bauverpflichtung durchführen.
– Der Bauträger hat 1 % seiner Wohnungen (vom Gesamtbestand) dem
Sozialdepartement zur Verfügung
zu stellen, z.B. für Notwohnungen.
– Der Bauträger hat der Stadt 1 % der
erstellten Bruttogeschossfläche im
Rohbau für die Quartierversorgung
zur Verfügung zu stellen (z.B. für
Kindergarten, Krippe, Hort).
– Der Bauträger hat 1 % der Bausumme für Kunst am Bau aufzuwenden.
FGZ-Intern
11
– Der Bauträger hat erhöhte ökologische Richtlinien einzuhalten (z.B.
Minergie-Eco oder Minergie-P-Eco,
Anteil erneuerbare Energien). Denkbar sind auch Auflagen wie der Betrieb einer Kompostieranlage.
– Wenn allfällige Ausnützungsreserven vorhanden sind – auch bei einer Aufzonung, so bleiben diese bei
der Stadt als Grundeigentümerin.
– Neu gelten Belegungsvorschriften,
und nach Möglichkeit muss ein Teil
der Wohnungen subventioniert werden.
Ein Drittel «Gemeinnützige»
als Ziel in der Stadt Zürich
Im November 2011 haben die
Zürcher Stimmberechtigten einem
Grundsatz zugestimmt, wonach bis
2050 der Anteil der Mietwohnungen
von gemeinnützigen Wohnbauträgern
von heute rund 27 % auf 33,3 % – also
auf einen Drittel – ansteigen muss.
Hält man sich vor Augen, dass – obwohl die Stiftung Alterswohnungen der
Stadt Zürich (SAW) sowie viele Baugenossenschaften derzeit sehr aktiv
sind (vgl. Tabelle) – der Anteil der Ge-
meinnützigen dennoch erst bei 27 %
liegt, so zeigt sich, wie hoch gesteckt
das Ziel von einem Drittel ist.
Realisieren lässt es sich wohl nur,
wenn zum einen Ersatzneubauten mit
deutlich mehr Wohnungen (und nicht
bloss mit mehr Fläche pro Wohnung)
entstehen, und wenn die «Gemeinnützigen» vermehrt bereits bestehende
private Wohnungen erwerben und sie
so der Spekulation entziehen.
Wie aktiv die Wohnbaugenossenschaften in der Stadt Zürich in den
letzten Jahren waren, zeigt die untenstehende Tabelle über die Neubau­
tätigkeit in den Jahren 2007 bis 2012.
Der Anteil der Wohnungen von
Genossenschaften liegt aktuell bei gut
18 Prozent; ihr Anteil an den Neubauwohnungen in den letzten sechs Jahren liegt mit 26,74% deutlich höher.
Das stimmt zuversichtlich.
2014 und 2015 gibt es im Kanton Zürich die Chance, die Situation
für die gemeinnützigen Wohnbau­träger
zu verbessern –sofern die Stimmberechtigten dementsprechend entscheiden. Mehr über die beiden Vorlagen in
einem nächsten «FGZ-Info».
Tabelle: Neubautätigkeit 2007 - 2012*
2007
2008
2009
2010
2011
2012
Total
2007
- 2012
Neubauwohnungen
ganze Stadt
2 247
1 278
1 378
1 205
2 307
2 255
10 670 100,0 %
Davon Neubauwohnungen von Genossenschaften
554
442
121
263
636
837
2 853 26,74 %
In %
Wie mobil wollen und können wir sein?
–
Welche Massnahmen sind wirkungsvoll – welche eher wirkungslos?
–
Von Alfons Sonderegger
Autofreie Siedlungen, attraktive Velowege und Velo-Parkplätze sowie zu­sätzliche
Mobility-Standorte – das sind die drei Massnahmen, die am 18. Sep­tember an der FGZMobilitätsveranstaltung im «Schweighof»
obenaus schwangen. Diskutiert wurden
insgesamt 23 Massnahmen. Mit 30 Teil­
nehmenden war das Interesse am Thema
allerdings eher mässig, dafür war die
Stimmung gut und das Enga­gement bei den
Anwesenden gross. Der FGZ-Vorstand wird
an einer der nächsten Sitzungen auf Antrag
der entsprechenden Kommissionen und
Arbeitsgruppen entscheiden, wie es mit der
Mobilität in der FGZ weiter­gehen soll.
Mobilität hat ganz viel mit der
Energiefrage zu tun. Zur Einleitung
gab es am 18. Sep­tember ein paar
Grundinformationen. Rechnet man
alle Länder dieser Welt mit ein, so
kommt man im «Schnitt» genau auf
die 2000-Watt-Gesellschaft. Die westliche oder nördliche Welt allerdings
liegt weit höher. Auch die Schweiz ist
mit etwa 6200 Watt weit vom Ziel der
2000 Watt entfernt, das z.B. die Stadt
Zürich 2008 via Volksabstimmung in
der Gemeindeordnung verankert hat
(76 % Ja). Die USA befindet sich aktuell bei über 12 000 Watt, Westeuropa
bei rund 6500 Watt, während Afrika
unter 1000 Watt liegt.
Wo steht die FGZ, wenn es um
Energiefragen geht? Bezüglich Wärmeversorgung ist sie auf gutem Weg:
Dank Neubauten, Sanierungen und Anergienetz kann sie bis 2050 den Ölund Gasverbrauch massiv senken (von
100 auf 10 Einheiten). Noch nicht auf
Kurs ist die FGZ bezüglich Strom; immerhin sind bislang zwei PhotovoltaikAnlagen (PV-Anlagen) in Betrieb. Weniger Einfluss hat die FGZ, wenn es um
die Mobi­lität, also um den Treibstoffverbrauch geht. Denn der Entscheid,
ob jemand Auto oder Töff fährt oder
vor allem mit öV, Velo und zu Fuss
bewegt, wird vor allem privat gefällt.
Tatsache ist, dass die Treibstoffe
rund 34 % des Endenergieverbrauchs
ausmachen, leicht mehr als Erdöl und
Gas (32 %). Weniger Auto- und Töffverkehr hätten also beträchtliche Wirkung.
Auch bezüglich dem öffentlichen
Verkehr sowie dem Fuss- und Veloverkehr gibt es in Zürich einen Volksentscheid (2011) – demnach soll der
Anteil von Tram/Bus/Zug sowie von
Fuss- und Veloverkehr innerhalb von
10 Jahren um 10% gesteigert werden.
* Aktueller Anteil der Baugenossenschaften am Wohnungsbestand in Zürich = rund 18%
12
FGZ-Intern
FGZ-Intern
13
45% der FGZ-Haushalte ohne Auto
Im Frühjahr 2013 hat die FGZ
eine Um­frage zum Mobilitätsverhalten gemacht. Befragt wurde jeweils
eine Person aller 2240 Haushalte.
1086 Fragebogen kamen zurück; einmal mehr eine ausgezeichnete Beteiligung. Dankeschön.
Nora Herbst von Amstein+Walthert
stellte am 18. September die Umfrage-Ergebnisse kurz vor: In der FGZ
gibt es 237 Per­sonenwagen (PW) pro
1000 Einwohner/innen. Das ist eine
tiefere Zahl als im ganzen Friesenberg­
quartier (254 PW) oder in der ganzen
Stadt Zürich (274 PW) – wohl nicht
zuletzt, weil in der FGZ der Anteil der
Kinder sehr hoch ist. Nimmt man die
Zahl der Autos pro Haushalt, so weist
die ganze Stadt Zürich mit 48% auto­
freien Haushalten einen höheren Wert
auf als die FGZ (45%). Am wenigsten
auto­freie Haushalte gibt es bei den
2-Per­s onen-Haushalten (34 %), am
14
FGZ-Intern
häufigsten autofrei sind die 1-Personen-Haushalte (67 %).
61 % der Antwortenden besitzen ein Velo, bei den unter 50-jährigen sind es gar 80 %. 30 % nutzen das
Velo regelmässig (mindestens ein Mal
pro Woche). 83 % der Genossenschafter/innen, die antworteten, haben ein
Abonnement für den öffentlichen Verkehr. Das Generalabonnement ist vor
allem bei den 18- bis 29-jährigen und
bei den über 64-jährigen beliebt.
Wofür wird ein Verkehrsmittel
genutzt? 35 % der Befragten nutzen es
für Arbeit/ Beruf/Ausbildung, 36 % für
die Freizeit und 29 % zum Einkaufen.
Misst man die Distanz, so fallen 52 %
auf Arbeit/Beruf/Ausbildung, 39 % auf
Freizeit und 9 % auf Ein­kaufsfahrten.
Wie sind die FGZ’ler/innen unterwegs? Für Arbeit/Beruf/Ausbildung
ist der öffentliche Verkehr das Hauptverkehrsmittel, vor Velo und Auto. – In
der Freizeit dominiert der öffentliche
den attraktiveren Fusswegen (36%). An
vierter Stelle kommen «bessere Veloabstellplätze bei den Wohnhäusern».
Vreni Püntener stellte im Anschluss an die Umfrage-Auswertung
die von der Arbeitsgruppe Mobilität
(Sonja Anders, Karin Schulte, Vreni
Autofreie Siedlungen
Püntener, Nora Herbst, Alfons Sondewerden von vielen bejaht
Die Bereitschaft, in einer auto­ regger) erarbeiteten mög­lichen Massfreien Siedlung zu wohnen, ist gross. nahmen vor.
29 % kreuzten «sehr grosse Bereitschaft» an, 11 % «grosse Bereitschaft» A Übergeordnete Massnahmen
und 17 % «mittlere Bereitschaft». Das A1 Zielsetzung und Massnahmenplan
im Bereich nachhaltige Mobilität
erstaunt nicht, wenn man bedenkt,
(messbare Ziele für die FGZ setdass 45 % der Haushalte über kein
zen).
Auto verfügen. – «Keine Bereitschaft
A2
Mobilität als Thema in den FGZfür eine autofreie Siedlung» ist bei 29 %
Strukturen festlegen (FGZ setzt
der Antwortenden vorhanden.
Arbeitsgruppe/Kommission ein).
Auf die Frage, wo es VerbesseVerkehr knapp vor «zu Fuss gehen»,
danach folgen fast gleichauf Velo und
Auto. – Beim Einkaufen sind «zu Fuss»
und öffentlicher Verkehr fast gleichauf an erster Stelle vor Auto und Velo.
rungen bei der Infrastruktur brauche,
schwang das «grössere Angebot für
den Alltagseinkauf im Friesenberg»
obenauf (45% der Antwortenden), vor
den attraktiveren Velowegen (39%) und
Intensive Gruppendiskussionen und
spannende Präsentationen anlässlich der Veranstaltung zum Thema
Mobilität am 18. September 2013 im
Schweighofsaal.
FGZ-Intern
15
A3Es werden FGZ-Grundsätze zur Bewirtschaftung der Auto und Motorradparkplätze erstellt.
A4 Autofreie Siedlung(en) in der FGZ.
A5 Mobilitätsmanagement im Regieund Verwaltungsbetrieb der FGZ
(z.B. weniger Autofahrten).
A6 Angebot für den Alltagseinkauf
im Quartierzentrum Friesenberg
verbessern (ist vorgesehen).
A7 Angebot für eine/mehrere Depotanlagen (Postpakete etc.).
B Angebote für
nachhaltige Mobilität
B1 Reparaturinfrastruktur und Pumpstationen für Velos einrichten.
B2 Mietangebot für Veloanhänger, Lastenvelos, E-Bikes u.ä. schaffen.
B3 Angebot für Lieferdienste prüfen
(z.B. Lieferdienst SihlCity bekanntmachen).
B4 Zusätzliche Mobility-Standorte.
B5E-Mobil (die FGZ erwirbt ein EMobil für eigene Zwecke und vermietet es).
C Bauliche Massnahmen
C1 Attraktive Fusswege.
C2 Attraktive Velowege und Veloparkierung.
C3 Bushaltestelle beim Quartierzentrum Friesenberg (ist vorgesehen).
C4 Infrastruktur für Elektromobilität
(Ladestationen einrichten).
C5 Parkplätze bei bestehenden Siedlungen überprüfen (konkurrenzieren oft den Aussenraum).
C6 Parkplätze bei künftigen Siedlungen möglichst tief halten.
16
FGZ-Intern
D Motivieren und Sensibilisieren
D1 Förderung des Fuss- und Veloverkehrs mit Aktionen etc.
D2 Sensibilisierung jener, die den öffentlichen Verkehr (öV) noch nicht
nutzen.
D3 Mobility-Angebote und gemeinsame Autonutzung fördern.
D4 Kursangebote für Senior/innen
(z.B. um Billettautomaten bedienen zu lernen; um sich gut zu bewegen; etc.). Hier existiert bereits
einiges.
D5 Kindern und Jugendlichen aufzeigen, welche Vorzüge nachhaltige
Mobilität hat.
Intensive Diskussion in 4 Gruppen
Spannend verliefen die anschliessenden Diskussionen, die von Karin
Schulte moderiert wurden. Um zu erfahren, wie die Teilnehmenden ihre Mobilität «leben», nutz­ten wir den Saal,
um z.B. aufzuzeigen, wer wie viel täglich unterwegs ist, zu welchem Zweck
und wie wir unterwegs sind.
Äusserst lebhaft verlief auch die
Diskussion in den vier Arbeitsgruppen,
die gemäss den oben genannten Massnahmen A, B, C und D gebildet wurden. Da galt es, diese Massnahmen
als wirkungsvoll oder eher wirkungslos zu werten, weitere Ideen einzubringen und natürlich ging es um die
Beurteilung der Massnahmen.
In welcher Richtung soll die FGZ
künftig tätig werden, wurde gefragt.
Dabei war es den Teilnehmenden klar,
dass die FGZ als Vermieterin nicht
einfach das persönliche Verkehrsverhalten des einzelnen bestim­men­
kann. Aber sie kann via Infra­struktur
einiges lenken und mit Informa­tion,
Moti­vation und Angeboten gute Ideen, Überlegungen und gewisse Verhal­
tens­weisen fördern.
8.Organisation Familienalltag ohne
Auto (zusätzlicher Punkt unter D):
5 Punkte
9. Attraktive Fusswege (C1):
5 Punkte
Welche Massnahmen kamen
besonders gut an?
Zum Schluss der Veranstaltung
konnten die Teilnehmenden Punkte
verteilen. Und so entstand eine Rangliste jener Massnahmen, denen am
meisten Wirkung oder RealisierungsChance zugetraut wird. Hier die ersten
neun Plätze, wobei Rang 8 und Rang
9 gleichauf sind:
1. Autofreie Siedlungen (A4):
28 Punkte
2.Attraktive Velowege und Velo­
parkiermög­lichkeiten (C2):
20 Punkte
3.Zusätzliche Mobility-Standorte
bzw. Carsharing privat (B4 + D3):
15 Punkte
4.Bushaltestelle beim Quartierzentrum Friesenberg (C3): 12 Punkte
5.Pumpstation für Velos (B1):
10 Punkte
6.Bei künftigen Siedlungen nur
noch zurückhaltend Parkplätze
bauen (C6): 8 Punkte
7. Angebot für Alltagseinkauf im
Quartierzentrum (A6): 7 Punkte
Wie geht es weiter?
In den nächsten Wochen wird
der Vorstand über Anträge entscheiden, die auf­zeigen, wie es mit dem
Thema Mobilität weitergehen soll. Es
wird also z.B. fest­gelegt, wer sich in
der FGZ künftig mit Fragen der Mobilität beschäftigt, oder welche Massnahmen möglichst schnell angepackt
werden sollen.
Der Vorstand wird Sie als Genossenschafter/innen auf dem Laufenden halten. Vorerst wünschen wir
Ihnen allen ein gutes Unterwegs-Sein.
FGZ-Intern
17
Wenn das Quartierzentrum kommt,
heisst der Platz «Friesenbergplatz»
–
Der Stadtrat hat am 27. November 2013 entschieden
–
Gewisse Entscheide haben früh zu fallen.
So ist es auch mit dem künftigen Namen
des grossen Stadtplatzes im geplanten
Quartierzentrum Friesenberg. Auf Antrag
der FGZ und der Strassenbenennungskommission hat der Stadtrat entschieden, dass
der Platz – sollte er denn realisiert werden
– Friesenbergplatz heissen soll.
«Friesi-Platz» und «FriesenbergPlatz» hiessen die Spitzenreiter beim
Wettbewerb, den die FGZ im «FGZ-Info» 2/2013 ausgeschrieben hat. Jetzt
18
FGZ-Intern
hat der Stadtrat entschieden, und zwar
auf Antrag der Strassenbenennungskommission, die der FGZ bereits im
Vorfeld erklärt hat, dass der Name
«Friesi-Platz» nur wenig Chancen besitze. Mit dem Namen «Friesenbergplatz» bekäme der Platz, der ziemlich
genau in der Mitte des Friesenbergquartiers liegen würde, einen logischen
und auch sinnvollen Namen.
Der aktuelle kleine Platz vor dem
Coop und Restaurant Schweighof
hat keinen offiziellen städtischen
Namen.
Warum aber hat der geplante
2400 m2 grosse Platz bereits einen
Namen – obwohl der Baukredit erst
an der ausserordentlichen Generalversammlung (GV) vom 4. September
2014 genehmigt wird?
Um der GV eine gute Vorlage
vorlegen zu können, benötigt die FGZ
nebst möglichst genauen Kostenzahlen auch positive Signale bezüglich der
Baueingabe, die noch in diesem Jahr
erfolgen soll. Und weil die Behörden
froh sind, wenn bei der Eingabe möglichst auch die Ortsbezeichnungen und
die Adressen klar sind, hat die FGZ
auf Nachfrage frühzeitig einen Antrag
bei der Strassenbenennungskommission eingereicht. Dieser Eingabe ging
dann ein kleiner Wettbewerb voraus,
der im «FGZ-Info» 2/2013 (Juni) publiziert wurde und an dem sich 62 Genossenschafter/innen beteiligt haben.
In der Medienmitteilung des
Stadtrates vom 27. November 2013
(«Benennung Friesenbergplatz, 8055
Zürich») heisst es unter anderem: «Der
geplante Zentrumsplatz soll der Mittelpunkt für das öffentliche Quartierleben im Friesenbergquartier werden.
Um den knapp 2400 m2 grossen Platz
gruppieren sich neben Wohnungen in
den Obergeschossen verschiedene öffentliche Nutzungen im Erdgeschoss:
Läden, gemeinschaftlich nutzbare Räu-
me, ein Quartierrestaurant, usw. Die
Familienheim-Genossenschaft Zürich
hat unter den Genossenschaftsmitgliedern einen Namenswettbewerb
durchgeführt, und der Vorstand hat
an seiner Sitzung vom 25. September
2013 beschlossen, der Strassenbenennungskommission den favorisierten Namen ‹Friesenbergplatz› zu beantragen. Der Stadtrat hat sich heute für den Namen ausgesprochen.»
Ob der geplante grosse städtische Platz, der mit 2400 m2 nahe an
den Lindenplatz in Altstetten herankommt, realisiert werden kann, entscheiden die FGZ-Genossenschafter/
innen an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 4. September
2014. Dann geht es um den Bau­kredit
für das geplante Quartierzentrum
Friesen­berg mit rund 110 Wohnungen.
FGZ
FGZ-Intern
19
Der Referenzzinssatz sinkt
von 2,25 % auf 2 %
–
Mietzinsanpassung erfolgt differenziert nach Etappen –
Heizen wird teurer
—
Von Rolf Obrecht
Der Vorstand hat die Auswirkungen des
Referenzzinssatzes auf die Mieten in den
verschiedenen Etappen geprüft und eine
differenzierte Mietzinssenkung im 2014 je
nach Etappe beschlossen. Auf den gleichen
Zeitpunkt werden auch die Akontobeträge
für die Heizkosten den gestiegenen Energiepreisen angepasst.
Die Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) untersteht als gemeinnütziger Wohnbauträger den Vorschriften zur Wohnbauförderung von
Kanton und Stadt Zürich und damit
der sogenannten Kostenmiete (siehe
dazu auch Seite 11 f. in diesem FGZInfo). Die Vorschriften des Obligationenrechts zu Mietzinsanpassungen
haben deshalb für die FGZ keinen Einfluss. Somit hat die FGZ als erstes zu
prüfen, ob die maximal erlaubte Kostenmiete nach einer Senkung des Referenzzinssatzes überschritten wird.
Allerdings greift diese Vorschrift erst,
wenn sich der Referenzzins um mindestens ein halbes Prozent reduziert
hat. Da die meisten Etappen per 1. Ok20
FGZ-Intern
tober 2012 auf das Niveau eines Referenzzinses von 2.25 % angepasst wurden, wäre eine Überprüfung gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben.
Für die Beurteilung der Mietzinssituation ist auch der Stand des im Jahr
2012 gestarteten Projektes «Zielmiete» zu berücksichtigen. Der Vorstand
hat mit diesem Projekt beschlossen,
nach dem Grundsatz «gleiches Objekt –
gleiche Miete» mehr Gerechtigkeit bei
der Mietzinsbemessung der einzelnen
Wohnobjekte anzustreben. Das Projekt
«Zielmiete» wurde im Info 1/2012 und
1/2013 ausführlich vorgestellt und
erklärt (auf www.fgzzh.ch, Publikationen finden Sie die alten Nummern
des FGZ-Info). Das Projekt sieht vor,
dass die Mietzinsverteilung der maximalen Kostenmiete auf die einzelnen
Wohnobjekte jeweils per 1. Oktober
vorgenommen wird, und zwar solange bis die «Zielmiete» erreicht ist. In
den Etappen mit «Zielmiete» resp. in
jenen Etappen, die 2014 erstmals ins
Projekt einbezogen werden, können
deshalb die Mieten erst per Oktober
2014 neu berechnet und festgelegt
werden. Dabei wird jeweils der aktuelle Referenzzinssatz angewendet.
Da das Zielmieteprojekt die Mietzinse neu auf die Wohnobjekte verteilt,
sind trotz Referenzzinssatz-Senkung
auch Anpassungen nach oben möglich.
Entsprechend den oben ausgeführten Voraussetzungen werden die
Mietzinsen wie folgt angepasst: Per 1.
April 2014 werden die Etappen 5, 10, 11,
12 (nur Kleinalbis) und 24 angepasst.
Per 1. Oktober 2014 folgen die Etappen mit Zielmiete, nämlich die Etappen
1, 2, 4, 7 bis 9, 14 bis 18, 20 und 22.
Die Etappe 3 (Neubau) und die Etappe 13 (Sanierung) können erst nach
Vorliegen der Bauabrechnung angepasst werden. Bei den Etappen 12 (nur
Rossweidli und Langweid), 19, 21 und
23 ergibt sich kein Senkungsbedarf.
Gleichzeitig mit den Mieten werden die Heizkosten-Akonti den gestiegenen Energiekosten angepasst. Wie
Sie dem Artikel über die Heizkosten­
abrechnung (Seite 22 f.) entnehmen
können, haben der strengere Winter
und die höheren Energiekosten vermehrt zu Nachzahlungen für die Heizkosten geführt. Um Nachzahlungen zu
vermeiden resp. diese möglichst gering zu halten, werden wir die Akontobeträge anpassen. Damit der administrative Aufwand in Grenzen gehalten
wird, erfolgt diese Anpassung gleichzeitig mit den Mietzinsänderungen.
Nachzahlungen für Heizkosten
kommen überraschend und sind unangenehm. Auf Wunsch passen wir deshalb Ihre Heizkosten-Akonto­beträge
auch individuell an; ein Anruf an die
Verwaltung genügt.
Die Mietzinssituation ist nicht in der ganzen
FGZ gleich, die verschiedenen Etappen sind
unterschiedlich nahe an der «Zielmiete». Das
hat auch Auswirkungen auf die aktuel­len Miet­
zins­anpassungen.
FGZ-Intern
21
Teurer eingekauft
und mehr verbraucht
–
Heizkostenabrechnung 2012/2013
–
Wegen dem langen Winter und der weiterhin hohen Energiepreisen schliesst die
Heizperiode 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013
mit einem hohen Fehlbetrag von rund
402 000 Franken ab. Für fast alle Mieterinnen und Mieter führte diese Entwicklung
zu einer Nachbelastung. Bei Heizzentralen,
die ausschliesslich mit Heizöl betrieben
werden, machten sich die sehr hohen
Energie­kosten noch deutlicher bemerkbar.
Der gesamte Energieverbrauch
hat gegenüber dem Vorjahr sehr stark
zugenommen. Am ehesten ist dieser
massive Anstieg mit der Kennzahl
«Heizgradtage» (Definition s. unten) zu
erklären. Die Zunahme um 314 Tage
auf insgesamt 3608 Heizgradtage –
sie war seit der Periode 2006/07 nicht
mehr so hoch – belegt diese These.
Der durchschnittliche Heizölpreis
hat sich seit Juni 2012 von Fr. 94.12/100 l
– bei einem «Zwischenhoch» im September 2012 bei Fr. 104.02 – auf Fr.
95.56 im Juli 2013 wieder leicht erhöht (Quelle: Bundesamt für Statistik).
Die Heiz- und Warmwasserkosten
im Ueberblick
Der Heizölverbrauch nahm dieses
Jahr um rund 30 000 Liter zu. Auch der
Gasverbrauch hat mit 1447 MWh über22
FGZ-Intern
durchschnittlich zugenommen. Die höheren Energiepreise führten dabei zu
den markant höheren Gesamtkosten
(+ Fr. 500 000). Die Bezüge des Ersatzneubaus Grünmatt verfälschen dabei
aber den Vorjahresvergleich, denn die
Zunahme der FGZ-Wohnfläche führt zu
höheren Heizkosten.
Der durchschnittliche Einstandspreis für das Heizöl stieg von Fr. 79.31
auf Fr. 96.13 pro 100 Liter. In den vergangen Jahren profitierten wir von
grossen Vorräten zu tiefen Preisen.
Diese Vorräte sind nun aufgebraucht
und mussten in der letzten Heizperiode zu höheren Literpreisen wieder aufgefüllt werden. Der Gaspreis verteuerte sich von durchschnittlich 6.6 Rp./
KWh auf 7.2 Rp./KWh. In Totalzahlen
ausgedrückt heisst das: Der gesam-
te Heizölaufwand verteuerte sich von
Fr. 946 663.75 auf Fr. 1 175 922.10, was
einer Zunahme von Fr. 229 258.35 oder
24.2 % entspricht. Der Aufwand für die
Gasheizungen stieg von Fr. 1 529 772.50
auf Fr. 1 778 284.95. Die Zunahme beträgt somit Fr. 248 512.45 oder 16.2 %.
Die übrigen Heizkosten (Strom- Unterhalts- und Servicekosten) bewegen sich im Rahmen des Vorjahres.
Akontozahlungen – Anpassungen
sind geplant
Es ist zu erwarten, dass in der
kommenden Periode der Energieverbrauch eher leicht rückläufig sein
wird. Die vergangene Periode war
doch aussergewöhnlich kalt. Trotz-
dem werden bei der nächsten generellen Mietzinsanpassung gleichzeitig auch die Akonto­beiträge überprüft
und angepasst. Grund dafür: Die Berechnungen für die Höhe der Akontozahlungen basieren momentan auf einem Heizölpreis von 80 Franken pro
100 l. Die Heizölpreise pro 100 l liegen im Moment bereits knapp unter
100 Franken. Hinzu kommt ab 1. Januar 2014 auch noch die CO2 -Abgabe
auf Brennstoffe, was ein Sinken der
Energiepreise sehr unwahrscheinlich
macht. Mittels Anpassung der Akonto­
beträge sollen Nachzahlungen für die
Heizkosten möglichst verhindert resp.
verkleinert werden.
FGZ
«Bilanz»-Vergleich der neun FGZ-Heizzentralen für 2011/12 und 2012/13
Heiz­
zentrale
2011/2012
2012/2013
Aufwand
Akonto
Saldo
Aufwand
Akonto
Saldo
S 294
420 702
430 633
9 931
493 387
498 548
5 161
Sm 34
436 540
466 476
23 936
497 120 459 792
- 37 328
He 73
438 050
444 688
6 638
559 527
444 880
- 114 647
Ro 77
419 763
413 971
- 5 792
529 991
413 080
- 116 911
A 330
535 420
549 617
1 197
620 328
548 227
- 72 101
Fh 3
175 928
186 452
10 524
222 103
186 540
- 35 563
Die Heizgradtage sind die über
He 41
313 944
335 264
21 320
350 113
330 255
- 19 858
eine bestimmte Periode gebilde-
S 193
19 725
9 300
- 10 425
19 467
9 300
- 10 167
Ue 20
62 766
74 078
11 312
75 151
74 481
- 670
Heizgradtage
te Summe der täglich ermittelten
Differenz zwischen der Raumlufttemperatur und der Tagesmitteltemperatur der Aussenluft aller Heiztage dieser Periode. Gegenwärtig wird 20 Grad
als angestrebte Raumlufttemperatur verwendet.
Legende:
S 294: Schweighofstrasse 294,
1. / 2. / 3. / 4. Etappe
Sm 24: Schweigmatt 34, 10. / 11. / 14. / 15. Et.
He 73: Hegianwandweg 73, 8. / 9. / 12. (Langweid) / 16. Etappe
Ro 77: Rossweidli 77,5. / 12. (o. Langweid) / 18. Etappe
A 330:
Fh3:
He 41:
S 193:
Ue 20:
Arbentalstrasse 330 (Blockheiz­
kraftwerk), 7. / 19. / 22. Etappe
Friesenberghalde 3, 20. Etappe
Hegianwandweg 41,
13. / 17. /24. Etappe
Schweighofstrasse 193, 21. Etappe
Uetlibergstrasse 20, 23. Etappe
FGZ-Intern
23
—
Die Altersbetreuung und der Alterstreff der FGZ
–
Die Altersbetreuung ist ein eigenständiger Bereich im Gefüge der FGZ mit einem
eigenen Standort. Organisatorisch ist sie
der Geschäftsstelle angegliedert. Seit ihren Anfängen im Jahr 1964, als Ruth Kopp
diese unentgeltliche Hilfestellung und Unterstützungsangebot für ältere Genossenschafter/innen aufbaute, hat sich einiges
geändert. Heute arbeitet in der Altersbetreuung ein Team mit fünf Frauen.
Ein Hauptziel der Altersbetreuung ist es, betagte Genossenschafter/innen in alltäglichen Belangen
zu unterstützen, damit sie die Möglichkeit haben, so lange wie möglich
selbstbestimmt in der eigenen Wohnung zu leben.
Die Dienstleistungen der Altersbetreuung richten sich an
– ältere FGZ-Bewohner/innen, die auf
Unterstützung angewiesen sind,
– Frührentner/innen mit IV-Rente,
– Angehörige der Klient/innen,
– und nach individueller Abklärung
auch andere FGZ-Bewohner/innen.
Alterstreff mit Lingerie
Der Alterstreff ist der von den
Mitarbeiterinnen der Altersbetreuung betriebener Treffpunkt an der Arbentalstrasse 323. Hier befindet sich
24
FGZ-Intern
auch das Büro der Altersbetreuung,
die Lingerie mit drei Waschtürmen,
eine kleine Küche sowie die Gaststube, die gut 40 Gästen Platz bietet und
im Sommer bei schönem Wetter mit
dem Sitzplatz im Freien um weitere 40
Plätze erweitert werden kann.
Ein wichtiger Teil unserer Arbeit
ist das Angebot im Alterstreff. Wir bieten verschiedene Aktivitäten an, die
jeweils von uns begleitet sind. Unterstützt wird das Team von einer Gruppe freiwilliger Helferinnen und Helfer.
Nur dank dieser Unterstützung können wir ein so vielseitiges Programm
anbieten.
Aufgrund der überblickbaren
Grösse der Altersbetreuung und dem
direkten Kontakt zu unseren Klientinnen und Klienten ist es möglich, das
Aktivitäten-Angebot bei Bedarf innert
nützlicher Frist den sich verändernden
Interessen anzupassen.
Im aktuellen Angebot findet man
unter anderem Film-und Spielnachmittage, die Computerwerkstatt, «gemeinsames Kochen und Essen» und aktuell, der kalten Jahreszeit angepasst,
den «Suppenzmittag».
Ein weiteres wichtiges «Standbein» ist die Lingerie, ein Angebot,
das rege genutzt wird. Einerseits waschen hier Mitarbeiterinnen der Altersbetreuung für diejenigen Leute,
die nicht mehr in der Lage sind, diese Arbeit selbst zu erledigen, andererseits ist es aber auch eine Art Waschsalon, wo die Klient/innen mit mehr
oder weniger Unterstützung die Wäsche selbst besorgen können. Durch
die Anordnung der Räumlichkeiten
ist ein «offener» Betrieb möglich. Das
wird von uns allen sehr geschätzt, da
so Beziehungen rascher entstehen und
besser gepflegt werden können. Eine
sehr wichtige Voraussetzung, um die
Bedürfnisse unserer Klient/innen optimal abzudecken.
Das Frauenteam
der Altersbetreuung
Wir sind ein Team von fünf Frauen mit ausgeprägten «Allrounder»Fähigkeiten. Nebst viel Familienerfahrung bringen die einzelnen Teammitglieder auch Kompetenzen aus
verschiedenen Berufen mit (Pflege,
Detailhandel, Gastgewerbe, textilem
Beruf usw.). Durch diese Vielfalt ergänzen wir einander bestens.
Die verschiedenen Tätigkeitsbereiche teilen wir – unseren beruflichen Voraussetzungen entsprechend
– untereinander auf. Monica Weibel
und Cornelia Bolliger sind in erster
Linie zuständig für die Lingerie und
alles, was damit verbunden ist. Liegt
Das Team der FGZ-Altersbetreuung: Bernadette Schniepp-Imfeld, Cornelia Bolliger,
Apaporn Phongdet, Daliborka Spasic und Monika Weibel (v.l.n.r).
Fotos: FGZ
So lange wie möglich in der eigenen
Wohnung bleiben können
FGZ-Intern
25
Der FGZ-Alterstreff bietet ein vielfältiges Aktivitäten-Angebot wie u.v.a. das
Sommerfest, die Computerwerkstatt
oder einfach die Möglichkeit, Kaffee
oder Tee zu trinken und zu plaudern.
26
FGZ-Intern
es zeitlich drin, erledigen sie ebenfalls
die Wäschelieferung, was von beiden
Seiten sehr geschätzt wird.
Daliborka Spasic und Apaporn
Phongdet sind täglich unterwegs, meist
beschäftigt mit Einkäufen und den damit verbunden Kontaktbesuchen, Wäschelieferungen und was an Handreichungen noch so anfällt.
Bernadette Schniepp-Imfeld ist
für die Leitung der Altersbetreuung zuständig. Sie wird vertreten durch Daliborka Spasic. Sie ist Bindeglied innerhalb des FGZ-Gefüges und zu anderen
Institutionen in unserem Wohnkreis wie
z.B. Spitex, Sozialdienste usw. Ebenfalls ist sie in der Sozialkommission
sowie in der Stiftung Hilfsfond eingebunden. Nebst diesen Aufgaben ist sie,
wie alle anderen Teammitglieder auch,
in den Angeboten im Alterstreff aktiv.
Das Team der Altersbetreuung arbeitet im Bezugspersonensystem, das
heisst, soweit möglich ist jeweils eine
Betreuerin für eine Klientin/einen Klienten zuständig . Damit gewährleisten
wir Kontinuität in der Betreuung. Es
ergeben sich manchmal langjährige,
bereichernde Beziehungen. Der Kontakt zu Angehörigen oder anderen Bezugspersonen wird von uns geschätzt
und ermöglicht eine Zusammenarbeit
zum Wohle des Klienten.
Beim Überreichen der Geburtstagssträusse – die FGZ beschenkt die
Jubilar/innen ab dem 75. Geburtstag
bei «runden» Geburtstagen mit einem
Blumenstrauss – ergeben sich oft allererste Kontakte und die Altersbetreuung erhält ein Gesicht. Auch das Aufladen der Wäschekarten im Alterstreff
bietet die Möglichkeit für erste Kontakte. Viele kommen gerne wieder.
Soweit der kurze Überblick über
einen kleinen Zweig der FGZ mit grosser Wirkung für viele, vor allem ältere Genossenschafter/innen. Zusammenfassend sind wir für Sie eine Anlaufstelle für Fragen betreffend eine
mögliche Unterstützung älterer Menschen, die in der FGZ leben. Auch als
Angehörige oder Nachbarn können
Sie sich gerne bei der Altersbetreuung informieren lassen.
FGZ
Sonntags-Brunch
im Alterstreff
Der monatliche Sonntagsbrunch
findet statt im Alterstreff an der Arbentalstrasse 323 (Daten siehe unten).
Eingeladen sind alle FGZ- und
Friesenberg-Bewohner/innen, auch
Kinder. Organisiert wird er von freiwilligen Mitarbeiter/innen des Alters­treffs.
Die Kosten betragen für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren
14 Franken, Kinder zwischen 6 und 12
Jahren bezahlen 7 Franken und jüngere Kinder essen gratis.
Sonntagsbrunch-Daten 2014
Öffnungszeiten
Alterstreff FGZ
Montag bis Freitag: 08.15 – 12.00
26. Januar, 23. Februar, 6. April, 4. Mai,
1. Juni, 31. August, 28. September, 26. Oktober und 23. November
Montagnachmittag (Lotto-Nachmittag): 14.00 – 16.30 Uhr
Dienstagnachmittag: siehe Programm
Kontakt Altersbetreuung; Arbentalstrasse 323, 8045 Zürich.
Tel 044 456 15 45 (vormittags),
Mail: altersbetreuung@fgzzh.ch
Weitere Infos zur FGZ-Altersbetreuung mit Alterstreff finden
Sie auf der FGZ-Website (www.
fgzzh.ch).
FGZ-Intern
27
HbbTV – eine neue Abkürzung
aus der Fernsehwelt
–
Auch im FGZ-Kommunikationsnetz ist der neue TV-Zusatzdienst
empfangbar
Die Entwicklung der Fernsehtechnologie
geht weiter. Neben der Digitalisierung gibt
es auch im Bereich «Zusatzdienste» eine
Neuerung: Der alte «Teletext» aus dem
Analog-TV wird im Digital-TV immer mehr
ergänzt oder auch ersetzt durch HbbTV.
Am 4. Dezember startet auch
das Schweizer Fernsehen unter der
Bezeichung SRF+ ihr HbbTV-Angebot auf den Kanälen SRF 1 HD und
SRF zwei HD. HbbTV steht für Hybrid
broadcast broadband TV und ermöglicht es, direkt am Fernseher Multimediainhalte aus dem Internet abzurufen und diese mit der Live-Sendung
zu verschmelzen.
Die SRG hat HbbTV bereits seit
dem Frühjahr 2013 erfolgreich in der
Westschweiz getestet. Die beiden TVProgramme RTS Un HD und RTS Deux
HD werden seither auf den Kabelnetzen mit Flashcable-Signalen ebenfalls
mit HbbTV-Inhalten übertragen.
Kunden von Kabelnetzen mit
Flash­c able-Signalen, also auch die
FGZ-Bewohner/innen, die am FGZ-Kabelnetz angeschlossen sind, kommen
von Anfang an in den Genuss dieses
neuen, interaktiven Angebots, welches
übrigens grundsätzlich kostenlos ist.
28
FGZ-Intern
Was ist HbbTV?
HbbTV wurde ursprünglich als
Nachfolger des Teletexts bezeichnet,
ist aber weit mehr als das. Es ermöglicht direkt am Empfangsgerät (TV,
Set-Top-Box, Blu-ray Recorder) multimediale Inhalte aus dem Internet abzurufen und diese mit der laufenden
Live-Sendung zu vereinen. Bei solchen
Anwendungen spricht man heute auch
von Second Screen.
Verpasste Sendungen
später anschauen
Besonders interessant sind aber
auch direkte Zugriffe auf das Wetter
(Meteo) oder den SRF Player, über den
gewisse verpasste Sendungen aus
der SRF Mediathek abgerufen werden können. Die Inhalte werden allerdings nur in Standard-Auflösung über
die Internetverbindung gestreamt. Andere Sender wie beispielsweise Arte
HD liefern die Inhalte bereits in HDähnlicher Qualität.
Wie kann HbbTV genutzt werden?
Voraussetzung zur Nutzung ist ein
HbbTV-taugliches Empfangsgerät (TV,
Set-Top-Box, Blu-ray Recorder) mit einer Internetverbindung sowie ein Kabelanschluss mit Flashcable-Signalen.
Schaltet man auf ein TV-Programm
mit HbbTV-Inhalten, wird ein kurzer
Hinweis (meist unten rechts) im Bild
eingeblendet. Mit der roten Farbtaste
der Fernbedienung kann der interaktive Inhalt jederzeit aufgerufen werden, wenn das TV-Programm HbbTV
unterstützt.
Voraussetzung ist ein HbbTVtauglicher Fernseher sowie eine Internetverbindung des TV-Gerätes. Die
neue Technologie verknüpft so digitales Fernsehen mit dem Internet. Ähnlich wie beim bereits seit Jahrzehnten
bekannten Teletext werden auf Knopfdruck Zusatzinformationen des TVSenders angezeigt.
Weitere Informationen zum Thema HbbTV finden Sie im Internet.
eine Fernbedienung.
– Profitieren Sie von einer grossen
Zahl von Geräten mit DVB-C-Empfängern, wie digitale Videorecorder oder Blue-Ray-Player, welche
im freien Markt erhältlich sind
– Sie können beliebig viele TV-Geräte anschliessen.
– Beim FGZ-Kabelnetz erhalten Sie
rund 180 digitale Programme frei
Haus.
–Ein zusätzliches Pay-TV-Angebot
bringt weitere Sender für spezielle Interessen.
– Und selbstverständlich haben Sie
in der Kabelnetzdose auch HDTV.
Neue HD-Sender im FGZ-Kabelnetz
Informationen zum
digitalen Kabelfernsehen
Wer in einer FGZ-Wohnung im Friesenberg wohnt, ist am genossenschafts­
eigenen Kabelnetz angeschlossen und
kann für 5 Franken Mietnebenkosten
pro Monat die von GIB-Solutions,
Uitikon gelieferten TV/Radio-Signale
nutzen – konkret über 40 analoge und
rund 180 digitale TV-Sender sowie
viele Radiosender.
Und das bietet Ihr Kabelanschluss.
– Sie brauchen keine Settop-Box,
wenn Sie ein TV-Gerät mit DVB-C
haben. Neue Fernseher haben einen DVB-C-Empfänger standardmässig eingebaut (schauen Sie in
der Bedienungsanleitung nach).
– So sparen Sie sich die Stromkosten für die Settop-Box (Receiver),
haben keine Zusatzgeräte und nur
Ab dem 15. Januar 2014 werden weitere elf HD-Programme in der Flashcable
Digital TV-Senderpalette aufgeschaltet.
Wie bereits bei der Aufschaltung der HDProgramme der RTL-Gruppe per 1. Oktober 2013 gehören auch diese elf HDProgramme zum kostenlosen Flash­cable
Grundangebot.
Punktuell schreiben die Sender eine verschlüsselte Ausstrahlung vor. Zum Empfang gewisser HD-Programme ist somit
eine Conax Smartcard und je nach Empfangsgerät allenfalls ein CI-Modul erforderlich. Wer bereits eine solche Smartcard für den Empfang der HD-Programme der RTL-Gruppe erworben hat oder
das Flashcable Pay TV-Angebot abonniert
hat, ist bereits im Besitz der benötigten
Conax Smartcard und können diese ohne
Folgekosten weiterverwenden.
Weitere Infos: www.flashcable.ch
FGZ-Intern
29
Grünmättler kompostieren
gemeinschaftlich
Komposthelfer
Von Reinhard Kaul
Ich drehe und wende das kostbare Gut,
—
Eröffnung der 13. FGZ-Gemeinschafts-Kompostanlage in der
Grünmatt. Neue Siedlungen – neue Kompostgruppen
–
Nachdem im Oktober 2012 die
erste Gemeinschafts-Kompostanlage
der neu gebauten Siedlung «Grünmatt
Friesenbergstrasse» bei SchneeregenWetter in der Tiefgaragen-Einfahrt eröffnet worden war, konnte genau ein
Jahr später, am Samstag, 26. Oktober,
bei strahlendem Sonnenschein und mit
einem Apéro für die Bewohner/innen
die zweite Kompostanlage «Grünmatt
Döltschiweg» eröffnet werden.
Seit der ersten Eröffnung betreuten 12 engagierte Mieter/innen
der oberen beiden Häuserzeilen die
neue Kompostanlage. Im Verlauf des
Winters 2012/13 zogen die neuen Bewohner/innen in der dritten Zeile ein.
Von diesen kamen noch acht weitere Betreuer/innen dazu, welche seit
Frühling 2013 in der Kompostgruppe
mithelfen. Und während des Sommers
konnten noch weitere Personen zur
Mithilfe gewonnen werden.
So konnten 24 Betreuerinnen
und Betreuer in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die beiden neuen Kompostanlagen in der Grünmatt
täglich gepflegt und betreut werden.
Ausserdem wurde unterdessen ein Zu-
und sehe nach grösseren Brocken,
die soll man zerkleinern so wie man das tut,
mit Hacke und Messer – verlockend
liegt hier noch ein Sellerie,
ich schneid ihn in Stücke – das Messer
teilungsplan für die Haushalte zur Benützung der Kompostanlagen erstellt,
um zu erreichen, dass beide Anlagen
gleichmässig ausgelastet werden.
Bis im nächsten Frühling wird
dann auch noch die unterste Zeile der
neuen Siedlung von den Mieterinnen
und Mietern bezogen sein – und da
gibt es sicher noch weitere Leute, die
sich aktiv für das gemeinschaftliche
Kompostieren in der FGZ engagieren
werden. Ursula Tissot
haut gut und ich frage mich wie –
fand dieser Exot keine Esser.
Sie naht sich mit Kübel und ziemlich grazil,
die jüngere Frau schaut mir zu,
«was machen sie da, mit Eifer und Ziel»,
das Schnitzen bringt sie aus der Ruh!
«Was hat man bezweckt, er scheint mir perfekt,
wo war er denn faul, an der Rinde?»
«Die Rinde war gräulich, aber nicht viel,
fast nichts würd ich sagen, gelinde!»
«Ich kann ja nicht, wenn ich Helfer bin,
hier diese Knolle mitnehmen,
das wäre verworfen und zudem noch schlimm,
wer zusieht – ich müsste mich schämen.»
Sie lacht verschmitzt, mit Verstand obendrein,
Wer möchte so nicht Komposthelfer sein!
Reinhard Kaul ist Kompostbetreuer in der Grünmatt.
Das Gedicht beruht auf einem «wahren Erlebnis».
Kompostberatung FGZ
Wenn Sie Fragen zum Kompostieren in den
FGZ-Gemeinschafts-Kompostanlagen oder
im Hausgarten haben, können Sie sich an Ursula Tissot, Kompostberaterin FGZ wenden.
Kontakt: Schriftliche Anfragen an Schweighofstrasse 193, 8045 Zürich. Mail: u.tissot@
gmail.com oder Telefon 044 462 84 45.
30
Thema
Natur und Garten
31
Herbstmarkt, Räbeliechtli
und Samichlaus
–
Freiko-Veranstaltungen im zweiten Halbjahr 2013
–
Die drei regelmässigen FGZ-Veranstaltungen, welche die Freizeitkommission seit
Jahrzehnten in der zweiten Jahreshälfte
organisiert, sind der Herbstmarkt, der Räbeliechtliumzug und der Samichlaus.
Heuer spielte das Wetter wieder
mit, nachdem letztes Jahr der Herbstmarkt ziemlich verregnet wurde. Ein
strahlender Herbsttag kündigte sich
schon früh am Morgen mit einem wolkenlosen Himmel an. Ab 8 Uhr morgens
wurden auf dem Platz vor dem Coop
von der Freizeitkommission – mit der
tatkräftigen Unterstützung des FGZGärtnerteams – die Stände und Festbänke für den bevorstehenden Herbstmarkt aufgestellt und bald trafen ersten Standbetreiber/innen ein.
32
Thema
Die Mostpresse war schon am
Vorabend aufgestellt worden und wartete auf ihren Einsatz. Mit viel Muskelkraft und Geduld wurden auch dieses
Jahr wieder rund 300 Kilo Äpfel vermostet. Der frische Saft konnte für
einen kleinen Unkostenbeitrag frisch
konsumiert oder von den Genossenschafter/innen gekauft werden.
An den Ständen erwarteten die
Besucher/innen des Herbstmarktes
allerlei Handgemachtes: Von aufwändigen Gestecken aus Naturmaterialien über selbstgemachte Seifen und
Kopfbedeckungen bis hin zu konservierten Lebensmitteln und modischem
Schmuck und Gestricktem. Wer sich
frühzeitig mit dem einen oder anderen Weihnachtsgeschenk eindecken
wollte, hatte gute Chancen, hier etwas Apartes zu finden.
Die Freude der zahlreichen Besucher/innen des Herbstmarktes, aber
auch der angereisten Fans des «Friesenberg-Quintetts» war gross, als die
Band um 14 Uhr zu spielen begann.
Letztes Jahr war der Auftritt ja den
schlechten Wetterverhältnissen zum
Opfer gefallen.
Für Verpflegung war wie immer
ebenfalls gesorgt: Heisse Marroni,
Kalbs- und Schweinsbratwürste vom
Grill, frisch gebrühter Kaffee, verschiedene Mineralwasser und nicht zuletzt
der Most «frisch ab Presse» sowie diverse Kuchen und Butterbretzel rundeten das Angebot ab.
Nächstes Jahr wird der Herbstmarkt voraussichtlich zum letzten Mal
in der jetzigen Form auf dem «Marktplatz» vor dem Coop stattfinden können, da – ein positiver Kreditentscheid
der Generalversammlung vorausgesetzt – dann die Bauarbeiten für das
neue Quartierzentrum Friesenberg
beginnen werden. Aber gemäss den
Plänen für das Zentrum soll ja dann
hier ein noch grösserer Platz entstehen, auf dem dann in einigen Jahren
der FGZ-Herbstmarkt wieder stattfinden wird.
Falls Sie Ihre selbstgemachten
Kleinkunstwerke feilbieten möchten,
notieren Sie sich den Termin 25. Oktober 2014, dann findet der nächste
Herbstmarkt statt. Anmelden können
Sie sich dann wie üblich mit dem Anmeldetalon des Flugblattes, den alle
FGZ-Bewohner/innen im September 2014 in ihrem Briefkasten finden
werden. Wir freuen uns darauf, Sie
nächstes Jahr als Anbieter/in oder
aber natürlich auch als Besucher/in
am FGZ-Herbstmarkt (wieder) begrüssen zu dürfen.
Räbeliechtliumzug
Wie jedes Jahr starteten die Umzüge um 18 Uhr mit der MuotathalerTreichlergruppe voran von den verschiedenen Besammlungspunkten
ihre Runden durchs Quartier.
Viele Kinder mit ihren schönen,
selbstgeschnitzten Räben waren dabei,
obschon das Wetter heuer sehr kalt,
Thema
33
jedoch trocken war. Auch die Schüler/
innen von Herrn Bochsler aus Schulhaus Borrweg und die bunten, wenn
auch langsam ins Alter gekommenen
Laternen fehlten nicht.
Auf dem Festplatz beim Schulhaus Borrweg gab es die traditionellen Wienerli mit Brötli und den süssen Kindertee, beide von der FGZ offeriert. Wer eine Stärkung brauchte,
konnte sich an einer Bratwurst, einem
Cervelat oder der selbstgemachten
Kürbissuppe gütlich tun. Und für den
Durst gab es Glühwein, Punsch oder
ein Mineral.
Für karibisches Feeling in der
Kälte sorgte die Steelband Frangipani. Sie kam vor allem bei den Kindern
sehr gut an, was deren Eltern aber
auch uns von der Freizeitkommission sehr freute. Statt des Standbildes
aus Räbenlichtern gab es dieses Jahr
eine Neuerung bei der Dekoration in
Form zweier farbiger Sterne, welche
ebenfalls Anklang fanden.
Gegen 19.30 Uhr neigte sich das
Fest seinem Ende zu und die Aufräumarbeiten waren ebenso rasch erledigt
wie in den Jahre zuvor. Die Freizeitkommission dankt dem Gärtnerteam
der FGZ für die tatkräftige Unterstützung, dem Boccia-Club für das fachmännische Bedienen des Grills sowie
allen kleinen und grossen Besucher/
innen für ihren Besuch an diesem Anlass. Bis zum nächsten Jahr!
drei Altersgruppen. Die ganz Kleinen
besuchten den Samichlaus persönlich
auf der Wise unterhalb des Schulhauses
Friesenberg. Der Samichlaus kommt,
zusammen mit Schmutzli und mit einer
ganzen Samichlaushütte in den Friesenberg und erwartet die Kinder, die
ihn besuchen wollen. Und wenn sie
– oder die Eltern – der Samichlausbon nicht zuhause vergessen haben,
bekommen sie einen Chlaussack mit
Nüssli, Schokolade und anderen Süssigkeiten. Das freut die Kinder – und
meistens auch die Eltern .
Anlässe der
Freizeitkommission
Termine 2014
Veloflicktag
Flohmarkt
22. März 2014
10. Mai 2014
Friesi-Fest 14./15. Juni 2014
Räbeliechtli
15. Nov. 2014
Herbstmarkt
25. Okt. 2014
Samichlaus
6. Dez. 2014
Natascha Maurer
Samichlausveranstaltungen
Der Samichlaus für die FGZ-Kinder
kam dieses Jahr bereits am Samstag,
30. November. Wie schon seit Jahren
gab es drei verschiedene Anlässe für
FGZ-Senior/innen-Reise 2014 –
Ziel ist der Schwarzwald
Die alljährliche begleitete Gruppenreise ist vorgesehen vom Montag,
5. Mai bis Freitag, 9. Mai 2014. Ziel
ist diesmal der Schwarzwald. Treffpunkt für die angemeldeten Reiseteilnehmer/innen ist wie immer in
den letzten Jahren der Parkplatz
des FGZ-Regiebetriebs an der Arbentalstrasse.
Das Flugblatt mit der Beschreibung
des Reiseprogramms und einem Anmeldetalon wird im Januar 2014 in
alle FGZ-Briefkästen verteilt.
34
Anlässe
Anlässe
35
«F wie Friesi – bewegt»
«Naturnaher, artenreicher Garten
für Mensch und Umwelt»
–
Unter diesem Motto findet am Wochenende
vom 14./15. Juni 2014 das nächste Friesifest statt
–
Schon seit einigen Monaten ist ein Organisationskomitee an der Arbeit, damit im
nächsten Sommer – am Wochenende vom
14./15. Juni 2014 – das dritte Friesifest
steigen kann.
Koordiniert werden die Festvorbereitungen von Natalie Eberle vom
Quartiernetz Friesenberg. Sie bringt
die beteiligten Organisationen zusammen und ist auch Kontaktstelle für die
Quartierbewohner/innen und Vereine, welche sich aktiv am Fest beteiligen wollen. Die FGZ-Freizeitkommission beteiligt sich ebenfalls an der
–
Der FGZ-Gartenpreis 2014 geht in den Grossalbis
–
Organisation des Festes. Das jeweils
anfangs Juli am Genossenschaftstag
stattfindende FGZ-Fest fällt nächstes Jahr aus – die FGZ-Bewohner/innen feiern mit dem ganzen Quartier
am «Friesi-Fest».
Ein separater Flyer mit weiteren
Informationen zum Friesifest 2014 – es
findet u.a. ein Fotowettbewerb statt
– wird in alle FGZ-Haushalte verteilt.
FGZ
Lesen Sie zum Friesi-Fest auch den
Artikel auf Seite 53 f. in diesem FGZ-Info.
Dort finden Sie auch die Kontaktinformationen zum Quartiernetz.
Wie das Friesi-Fest
vom Mai 2010 wird
auch das «F wie Friesi» 2014 im Bereich
SchweighofstrasseBorrweg stattfinden.
36
Anlässe
Auch 2014 wird wieder der Gartenpreis
für einen besonderen, naturnahen Garten in der FGZ verliehen. Im kommenden Jahr wählt AktionNaturReich in der
8. Etappe – d.h. im Gross­albis – den
Garten aus, der dem Gartenpreismotto
am besten entspricht.
Im Gewinnergarten sollten sich
möglichst viele heimische Pflanzen
befinden, diese können aber auch mit
Kulturpflanzen kombiniert sein. Wichtig
ist eine Vielfalt an verschiedenen
Pflanzen und Nischen im Garten, die für
Tiere, aber auch für den Menschen von
Nutzen sind. Das kann ein Asthaufen, ein
Wildbienenhotel oder Vogelkasten sein,
aber auch Beerensträucher, Gemüse
und Kräuter oder eine Hängematte.
AktionNaturReich entscheidet
im Juni 2014 über den Siegergarten, in
dem dann für ein Jahr das Kunstwerk
von Guido Stadelmann und Miki Eleta stehen darf. Die Preisverleihung,
inklusive eines feinen Apéros und die
Überreichung des 100-Franken-Gutscheins für den Pflanzenmarkt, wird
Anfang Juli stattfinden.
Der Wanderpreis und der Künstler
Miki Eleta – er hat den Preis gestaltet, zusammen mit dem Glaskünstler Guido Stadelmann – bei
der Verleihung 2013 im Garten
von Susana Méndez und Stefan
Tobler.
Regina Hoffmann
Natur und Garten
37
Hof abgebrannt – Lernende helfen
mit beim Neuaufbau des Stalls
–
Projekt Pack‘s – Lernende im Einsatz für Bergbauern
–
Bereits zum fünften Mal haben die Lernenden der FGZ zusammen mit Lernenden der Gartenbaugenossenschaft Zürich, der ABZ, der
BGL und der BGZ einen einwöchigen
Hilfseinsatz in unserer schönen Bergwelt geleistet.
Unter dem Motto «Pack’s» unterstützen Lernende während einer
Woche Projekte im Berggebiet. Vermittelt werden diese von der KAB, der
Koordinationsstelle für Arbeitseinsätze im Berggebiet.
Dieses Jahr ging es ins malerische Entlebuch, genauer nach Wiggen
bei Marbach, wo wir der Familie Häfliger beim Aufbau ihres im April dieses
Jahres abgebrannten Bauernhofes unter die Arme griffen.
Unter der Leitung von Berufsfachleuten aus der Region halfen die Lernenden und das Leiterteam, die Wände des Stallgebäudes zu isolieren und
zu verschalen, Stalleinrichtungen zu
montieren, Schalungen für Betondecken zu erstellen, Sickerleitungen zu
verlegen und Silowände zu streichen.
Mit viel Eifer und von prächtigem
Spätsommerwetter unterstützt konnten zahlreiche Arbeiten abgeschlossen
Fotos: Harry Ohl, Christoph Jost
Eine Baustelle mit Aussicht auf
die Berge – in Wiggen im Entlebuch, wo dieses Jahr das Pack‘sLager stattfand.
38
FGZ-Intern
werden. Wie jedes Jahr sorgte auch in
diesem Lager Jean Pierre Prêtre, unterstützt von seiner Frau Erna, für das
leibliche Wohl der 22 Lagerteilnehmer. Das gemütliche Naturfreundehaus Schrattenblick mit grandiosem
Ausblick auf die Schrattenfluh diente
während dieser Woche als Unterkunft.
Mehr über die interessanten
Pack’s Projekte erfahren Sie im Internet unter www.pack-es-an.ch.
Harry Ohl
Kurz notiert
Fry geht erneut vor Gericht
Uto-Kulm-Wirt Giusep Fry ist
mit dem Entscheid des Regierungsrates, den zwischen Baudirektion und
Fry ausgehandelten Gestaltungsplan
aufzuheben (Oktober 2013), gar nicht
einverstanden. Er gelangt, wie er Mitte November mitteilen liess, ans Verwaltungsgericht.
In dem mit der Baudirektion von
Markus Kägi (SVP) ausgehandelten Gestaltungsplan wäre es darum gegangen, die Nutzungskonflikte auf dem
Berg so zu entschärfen, dass sie für
Fry vorteilhaft gewesen wären. Weil
die Interessen des Unternehmers (also
von Fry) stärker gewichtet würden als
jene von Natur und Landschaft, hob
der Gesamt-Regierungsrat den Gestaltungsplan auf.
Mit dem ausgehandelten Gestaltungsplan hatte sich Fry erhofft, die
widerrechtlich erstellten Bauten doch
noch erhalten zu können. Der Gestaltungsplan wäre für Fry umso wichtiger
gewesen, da er zuvor vor Bundesgericht abgeblitzt war. Das Bundesgericht
hatte ein Urteil des Verwaltungsgerichtes gestützt, wonach alle Anbauten
am Uto Kulm abzubrechen seien, die
im letzten Jahrzehnt ohne Baubewilligung erstellt wurden. Und das sind
nicht wenige.
FGZ
FGZ-Intern
39
Zum Jassen angemeldet –
und dann nicht erschienen
–
Samstagnachmittags-Jass der FGZ vom 26. Oktober 2013
–
Wie 2012 hatten sich 44 Jasser/innen
zum Samstagnachmittags-Jass angemeldet. Diesmal gab es leider einen
für mich traurigen Rekord, weil dieses
Jahr sechs Teilnehmer/innen nicht erschienen sind, ohne sich abzumelden.
Die anwesenden Jasser/innen
verhielten sich grossartig, denn bis
alles umorganisiert war und ich alle
wieder an einen Tisch setzten konnte, verging doch ein gutes Viertelstündchen.
Aber nachher wurde rassig gejasst. Und am Schluss des Turniers
resultierte folgende Rangliste:
1. Peter Hermann
4221 Punkte
2.Marlis Wild
4107
3.Stefan Tobler
4100
4.Jo Thoma
4039
5.Ida Zellweger
4030
Für die 41. FGZ-Jassmeisterschaft, welche am 9. Januar 2014 beginnt, hoffe ich, dass alle, die sich
anmelden, auch pünktlich erscheinen werden. Das Anmelde-Flugblatt
haben alle FGZ-Bewohner/innen im
November erhalten.
Gerhard Kägi
Kurz notiert
KSF-Vorstandstagung
im Triemlispital
FGZJass­
meister­
schaft
Jassmeisterschaft 2014 –
die Anmeldefrist läuft
Für die am 9. Januar 2014 beginnende FGZ-Jassmeisterschaft (sie findet zum 41. Mal statt) hoffe ich wieder
auf viele Anmeldungen. Ein Flugblatt
wurde im November an alle FGZ-Haushaltungen verteilt, Anmeldeschluss ist
am 20. Dezember.
Spieldaten 2014 (immer Donnerstag)
1. Runde
9.1.2014
2. Runde
16.1.2014
3. Runde
23.1.2014
4. Runde
30.1.2014
Halbfinal6.2.2014
Final und Preisverteilung 27.2.2014
Wenn Sie Fragen zur Jassmeisterschaft haben oder sich erkundigen
wollen, ob es noch freie Plätze hat, können Sie sich direkt an Gerhard Kägi
wenden, den Leiter der FGZ-Jassmeisterschaft (Friesenberghalde 3, 8055
Zürich, Tel. 044 462 78 23).
40
Thema
Am Samstag, 2. November 2013,
führte der Vorstand des Vereins Krankenstation Friesenberg zusammen mit
etlichen Mitarbeitenden seine traditionelle Tagung durch. Diesmal fand sie
im nahe gelegenen Triemlispital statt.
Das Triemlispital unter der Leitung von
Spitaldirektor Erwin Carigiet gewährte
Einblick in einige spannende Themen.
So referierte Silvia Richner zu
Palliative Care und Karsten Hopbach
zeigte die Entwicklung der neuen Patientenzimmer im sich zurzeit im Bau
befindlichen neuen Bettenhaus.
Höhepunkt war zweifellos ein
Rundgang durch das neue Bettenhaus
unter der Leitung von Erwin Carigiet
und Norman Franz, der das abwechslungsreiche Programm für die Tagung
zusammengestellt hatte.
Alle Anwesenden haben von der
Tagung interessante Eindrücke sowie
viele Inspirationen und Ideen für das
geplante Projekt «Krankenstation Friesenberg im neuen Quartierzentrum
Friesenberg», erhalten. Wir sind überzeugt, dank der Tagung einen grossen
Schritt bei der Weiterentwicklung unserees Projektes gemacht zu haben.
Markus Hungerbühler, Präsident Verein
Krankenstation Friesenberg
Anlässe
41
«Elternrat Am Uetliberg»
für die Schule Am Uetliberg
–
Eine neue Website für Eltern von Schulkindern und
andere Interessierte: www.elternrat-am-uetliberg.ch
–
Die Brücke schlagen zwischen Eltern,
Kindern und Lehrpersonen – dieses Ziel
verfolgt der Elternrat Am Uetliberg nun
bereit seit drei Schuljahren. Die Schule am
Uetliberg umfasst die beiden Schulhäuser
Friesenberg und Borrweg sowie eine ganze Reihe von Kindergärten und Horten im
Quartier Friesenberg.
Unterdessen haben wir verschiedene
Projekte lanciert, welche für die Kinder,
Eltern und die Lehrerschaft der Schuleinheit nicht mehr wegzudenken sind.
So hat am 8. November 2013 die dritte
Erzählnacht Am Uetliberg stattgefunden. Zum Start des Schuljahres haben
auf unsere Initiative alle Schüler/innen
gemeinsam Ballone steigen lassen
und der Kaffeetisch des Elternrats an
den Besuchsmorgen ist zum beliebten
Elterntreffpunkt geworden.
Im Hintergrund arbeiten Projektgruppen an den unterschiedlichsten
Themen rund um die Schuleinheit.
Wir stehen in Kontakt mit Schulleitung
und Kreisschulpflege und bringen regelmässig die Sicht und Anliegen der
Eltern ein. Zum Beispiel in Bezug auf
die rasant wachsenden Schülerzahlen im Quartier oder – mit Unterstützung der FGZ – für die Verbesserung
der Schulwegsicherheit (insbesondere
42
Quartier
Kreuzung Friesenberg-/Schweighofstrasse). Wir bieten den Eltern relevante
Informationen zum Übertritt ihrer Kinder von der Mittelstufe in die Oberstufe an und fördern die Elternbildung.
Beispielsweise haben wir im Frühjahr
zusammen mit der Schulleitung und
der Suchtpräventionsstelle Zürich einen Elternbildungsabend zum Thema
«Grenzen setzen» gestaltet.
Neben diesen gesamtschulischen
Projekten unternehmen Elterndelegierte und Lehrpersonen in verschiedenen
Klassen Ausflüge und organisieren gemeinsam Anlässe, von denen die Kinder ganz speziell profitieren.
pd
Interessiert am «Elternrat Am Uetliberg» und seinen Aktivitäten? Projekte, Anlässe und Fotos werden regelmäßig auf der neuen Webseite www.
elternrat-am-uetliberg.ch publiziert.
Hundekot-Aufnahmepflicht gilt
auch im Friesenberg
–
Die meisten Hundehalter/innen halten sich daran, aber leider nicht alle
–
Die Hundekot-Aufnahmepflicht
gilt nicht nur auf den Trottoirs an der
Zürcher Bahnhofstrasse, sondern in
der ganzen Stadt – und damit auch
auf den Wiesen und Spielplätzen im
Friesenberg. Im kantonalen Hundegesetz vom 14. April 2008 ist es so formuliert: Ǥ 13. Abs.1: Wer einen Hund
ausführt, muss ihn so beaufsichtigen,
dass Kulturland und Freizeitflächen
nicht durch Kot verschmutzt werden.
Abs. 2: Kot ist in Siedlungs- und Landwirtschaftsgebieten sowie auf Strassen und Wegen korrekt zu beseitigen.»
Die meisten Hundehalter/innen halten
sich an diese Vorschrift.
Hunde müssen gemeldet werden
und die Hundehaltung in der FGZ
braucht eine Bewilligung
Gemäss dem Gesetz über das Halten von Hunden führt die Stadtpolizei
ein Verzeichnis der in der Stadt Zürich
gehaltenen Hunde. Jeder Hund im Alter von über drei Monaten muss bei
der Hundekontrolle innert zehn Tagen
vom Haltenden persönlich oder mittels
Anmeldeformular angemeldet werden.
Und selbstverständlich ist für
FGZ-Bewohner/innen auch das Einholen einer Bewilligung für das Halten
eines Hundes nötig, und zwar bevor
der Hund angeschafft wird. Das Tierhaltungsreglement der FGZ kann bei
der Geschäftsstelle bezogen werden.
Die Hundekontrolle der Stadt Zürich ist im Friesenberg übrigens nur
einen kurzen Hunde­spaziergang entfernt, am Gänzilooweg in der Nähe
des Strassenverkehrsamts.
FGZ
Infos zur Hundekontrolle
Hundekontrolle der Stadt Zürich,
Gänzilooweg 18, 8045 Zürich.
Telefon 044 411 61 92.
Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag, 7.30 bis 11.30 Uhr und
13.00 Uhr bis 16.00 Uhr (Freitag bis 15.00 Uhr). Samstag und
Sonntag geschlossen.
Quartier
43
Veranstaltungshinweis
Kurz notiert
Eine Oase in der reformierten Kirche Friesenberg
Zufriedene Stadtzürcher/innen – Sorgen machen der
Verkehr und die Situation auf dem Wohnungsmarkt
«Oase», so heisst ein Projekt der Kirchgemeinde Friesenberg Zürich in den
Wintermonaten 2013/2014. In dieser
Zeit lädt die Kirche ein zum Verweilen
und Auftanken in ihrer «Oase». Ungewohnt wird der Kirchenraum genutzt,
doch ganz im Sinne seiner Aufgabe,
nämlich Menschen zur inneren und
äusseren Einkehr einzuladen.
In der Nacht leuchten die Turmfenster im warmen Licht, und am Tag
tritt man ein in den hellwarm-zauberhaft ausgeleuchteten Kirchenraum.
Dort lädt eine gemütliche Polstergruppe zum Verweilen ein.
Während man sich in eine warme Wolldecke hüllt, findet man Zeit,
sich der Musse hinzugeben oder das
Gespräch mit anderen Gästen zu pfle-
gen. Oder man wählt am Münzautomaten ein Musikstück oder Naturklänge. Die Glasskulpturen an den Wänden tanzen zum Takt der Musik mit.
Vom 1. Dezember 2013 bis am 6. Januar 2014 ist in der Kirche ausserdem
die ausgestellte Krippe zu bestaunen.
Oase ist ein Projekt der Kirchgemeinde Friesenberg, Zürich. Die
Künstler Mark Ofner (Interaktionen
und Technik) und Guido Stadelmann
(Glasskulpturen) entwickelten die Idee
der Oase zusammen mit Pfarrer Peter
Abraham. Ebenso wirken Jean-Pierre
Bron (Werbetechniker) und Christian
Zogg (Sigrist) massgeblich mit. (pd)
Daten und Öffnungszeiten
Reformierte Kirche Friesenberg,
Ecke Schweighofstrasse/Borrweg.
Dezember 2013 – Februar 2014
Gemäss der neusten Bevölkerungsumfrage, deren Ergebnisse Ende
November vorgestellt wurden, wohnen
97% der Befragten «sehr gerne» oder
«gerne» in der Stadt Zürich. Sie bewerten die Lebensqualität auf einer von
Skala von 1 - 6 mit der Note 5,2 – so
gut wie schon vor zwei Jahren.
Die meisten Befragten fühlen
sich in Zürich auch sicher. Geschätzt
wird zudem der öffentliche Verkehr,
das reichhaltige Kultur- und Freizeitangebot sowie die hohe Dichte an Kinderbetreuungsstätten.
Die eigene wirtschaftliche Lage
beurteilen die Befragten mit «eher gut»
und damit leicht besser als noch vor
zwei Jahren. Interessant ist auch, dass
62 % der Befragten der Meinung sind,
die Stadt solle ihre Dienstleistungen
im heutigen Ausmass aufrechterhalten. Erstaunlich ist auch, dass sich
78 % gut oder sehr gut durch Stadtund Gemeinderat vertreten fühlen.
Öffnungszeiten:
Am meisten stören sich die Befragten am Verkehr, der stetig steigt
– ebenso wie die Bevölkerung. Was
genau stört, ob Stau, Lärm oder Luftverschmutzung, wurde nicht erhoben.
Aber der Verkehr wurde von allen Befragten als «dringlichstes Problem»
bezeichnet.
Die zweitgrösste Sorge betrifft
die Situation auf dem Wohnungsmarkt.
30 % nannten dieses Thema als Problem; 2003 waren es bloss 15 % gewesen. Interessant ist die Einschätzung
der eigenen Mietkosten: 13 % empfinden die eigene Miete als «niedrig»
(2003 waren das 15 %), 58 % als «angemessen» (gleich viele wie 2003) und
27 % als «hoch» (2003 waren das 25 %).
Die relative Zufriedenheit könnte auch mit dem gestiegenen Haushalteinkommen zusammenhängen.
So ist doch aufschlussreich, dass im
Jahre 2003 erst 17 % der Befragten
über einen Hochschulabschluss verfügten, 2013 aber 38 %.
FGZ
Werktags: 8-20 Uhr
Mittwoch 8./15./22./29.1. /5.2.:
8-16 Uhr
Sonntags: 13-19 Uhr
Geschlossen: 22./29.12.2013
und 26.1./23.2.2014
Heiligabend und Silvester:
8-15 Uhr
Infos auch auf: www.friesi.ch,
www.markofner.ch oder
www.glasskulptur.ch
44
Quartier
Am meisten stört die Stadtzürcher/innen
der Verkehr, wie eine Bevölkerungsumfrage zeigt – hier eine Autokolonne an der
Schweighofstrasse.
Quartier
45
Kunst im Friesenberg
«Hier in diesem Atelier könnte ich
mein Leben verbringen»
–
Doris von Stokar – vergängliche Dinge als Thema
–
Gruppe «Kunst im Friesenberg»
«Ich arbeite auf dem Boden, knie
auf meinem Kissen, das Papier vor mir.
Auf einem Stück Schmirgelpapier reibe
ich von einem dicken Stift Grafitstaub
ab. Mit einem Lappen um den Finger
verreibe ich ihn auf dem Papier. So entsteht langsam eine dunkelgraue, eine
schwarze Fläche. Aus diesem dunkeln
Grund hole ich mit einem Knetgummi
allmählich wachsende Formen heraus,
so entsteht das Bild.» Doris von Stokar
zeigt uns gleich selbst, wie das geht.
Ihr Atelier ist ein lichter, eher karger
Raum, von Atelier-Romantik ist nichts
zu spüren, viel Platz am Boden, eben
46
Kunst im Friesenberg
um zu arbeiten. Schon ihr Vater führte in einem Atelier der FGZ eine Werbeagentur und sah seine Tochter als
Nachfolgerin. Von ihm erhielt sie die
Nähe zum Gestalterischen vermittelt.
«Aber als Kind stand ich einmal im
Atelier von Gianfranco Bernasconi nebenan und staunte. Da war eine ganz
andere Welt, die mich stärker anzog.»
Nach der Matura absolvierte
Doris von Stokar das Lehrerseminar.
1986-89 besuchte sie die F+F Schule
für Kunst und Mediendesign in Zürich.
«Das erste Mal in meinem Leben war
ich ganz auf mich gestellt. Das erste Mal, wo dir nicht immer jemand
diktiert, was du zu tun hast!» An der
F+F erhielt sie das Selbstverständnis
vom Künstlersein vermittelt. Sie lernte künstlerische Prozesse zu erarbeiten und durchzuziehen, einen eigenen
Weg zu entwickeln. Auf diesem Weg
wurde sie von den F+F Lehrern Monika Dillier und Norbert Klaasen entscheidend gefördert.
In den ersten Jahren ihres freien künstlerischen Schaffens habe sie
breit gearbeitet, sagt sie: Fotografie,
Malerei, Performance, Zeichnen. Erste Erfolge hatte sie
an den Ausstellungen in den
Züspa-Hallen, dann Auftritte in kleinen Galerien, bald
in grösseren.
Jetzt steht Doris von
Stokar in ihrer Lebensmitte;
sie ist verheiratet, hat drei
bald oder schon erwachsene Kinder. «Durch die Kinder
wurde ich eigentlich dazu gebracht, mich zu beschränken. Meine Mutter ging mit
den Kindern spazieren und
ich hatte drei Stunden für
mich allein im Atelier.» So
beschränkte sie sich immer
mehr aufs Zeichnen.
Auch beim Unterrichten spielte und spielt das
Zeichnen eine wichtige Rolle.
Sie arbeitet heute noch 35 %
als Primarlehrerin und leitet
Workshops mit Kindern am
Kunsthaus Zürich. Damals, in
der Schule mit Kindern und
zuhause mit Kindern, war die
Beanspruchung gross. Umso
wichtiger wurde das Atelier
als Gegenwelt, als Ruhepol.
«Ich komme hier hinein –
und ich bin in meinem Element, in meiner Oase. Hier
in diesem Raum habe ich
die Umgebung, das Klima,
die Stille, aus denen heraus
ich schaffen kann.»
Die Arbeiten von Doris
von Stokar sind anerkannt,
sie tritt regelmässig in AusKunst im Friesenberg
47
Fotos: Marianne Widmer
stellungen auf, ihre Arbeiten sind in
nationalen Sammlungen vertreten und
sie hat eine «Haus-Galerie», die Galerie Sam Scherrer Contemporary. Meistens arbeitet sie in Serien, sie nennt
diese etwa «Süssdolde, Pollenflug,
Brustblätter, Nachtlichter, Herbstanemonen». Themen aus der organischen Welt, leichte, schwebende, vergängliche Dinge wie Falterflügel oder
die «Liechtli» des Löwenzahns, die wir
so gerne ausblasen. Aktuell die Samenstände der Herbstanemonen –
sie hat gleich einen Zweig zur Hand,
kleine unscheinbare Gebilde. Auf der
Zeichnung dann sehen wir filigrane
48
Thema
Formen in einer nicht bestimmbaren
Ungenauigkeit, einer Art Unschärfe.
Sie lassen in uns etwas anklingen, das
wir selbst auch nur undeutlich ausdrücken können. «Ich habe entfernt eine
Vorstellung, was ich zeichnen möchte.
Wenn ich etwas zu fest im Kopf habe,
wird es bald nicht mehr aktuell, nicht
mehr interessant.» Wie viele Künstler
benennt sie ungern das einzelne Bild,
sucht lieber für ganze Serien einen gemeinsamen Nenner. Für den Betrachter lässt dies Spielraum für eigene Interpretationen. Sie ergänzt, es seien natürlich Glücksmomente für sie,
wenn dann jemand sich auf das Bild
einlässt, und die Möglichkeiten erkundet, was wohl dargestellt sein könnte.
Zum Schluss blickt Doris von
Stokar noch ein wenig über das Jetzt
hinaus: «Wenn ich mir jetzt vorstelle:
Was kommt wohl noch alles? Ich habe
meine Familie, unseren Freundeskreis,
da denke ich manchmal, also hier in
diesem Atelier könnte ich mein Leben
verbringen. Ich brauche ja nicht viel
mehr, um zufrieden zu sein!»
Edi Widmer
In dieser Artikelserie wird regelmässig eine Person aus der Gruppe «Kunst im Friesenberg» porträtiert. Die Gruppe besteht aus rund
20 Künstlerinnen und Künstlern aus
dem Quartier Friesenberg, die in
FGZ-Ateliers arbeiten oder im Friesenberg wohnen und ausserhalb
der FGZ tätig sind.
Doris von Stokar wohnt mit ihrer
Familie in der FGZ und arbeitet in
einem der Ateliers an der Friesenberghalde, das sie mit der Künstlerin Denise Kobler teilt.
Eine Publikation zu den Arbeiten von Doris
von Stokar mit dem Titel «Seismographische Spuren­suche im Graphitstaub» (Zeichnungen Doris von Stokar, Text Sabine Arlitt,
Verlag punkt.um, Schaffhausen, 2012) mit
Werkgruppen der letzten Jahre kann bei der
Künstlerin bezogen werden.
Kontaktinformationen: Doris von Stokar,
Friesenberghalde 10, 8055 Zürich
044 463 31 81, stokar@dorisvonstokar.ch
www.dorisvonstokar.ch
Laufende Ausstellungen von
«Friesenberg-Künstler/innen»
Beatrice Münger: Weihnachts-Gruppenausstellung «Best of» der visarte
Mitglieder Zürich. Im «sihlquai55»,
offspace visarte zürich. Die Ausstellung dauert bis am 20.12.2013. Geöffnet Do, Fr, Sa 14 - 17 Uhr. Neujahrsapéro und Finissage am Montag, 6. Januar 2014, 16 bis 20 Uhr.
Zugang von der Ausstellungsstrasse 16, 1. Stock. www.sihlquai55.ch
Thema
49
Ein Jahr mit vielen Angeboten
für Kinder
–
Bericht aus dem Quartiernetz
—
Von Natalie Eberle
Ein Mittelstufen-Treff, Museumsbesuche
und eine Dorfbauwoche, das sind nur
einige der in den letzten Monaten vom
Quartiernetz mitorganisierten Aktivitäten
und Angebote für die Kinder des Quartiers
Friesenberg.
Wir freuen uns speziell darüber,
dass dieses Jahr das schon länger geplante Angebot «Mittelstufen-Treff» ins
Leben gerufen werden konnte. Anna
Bucher, die Leiterin des Treffs, ist vom
GZ Heuried angestellt und führt den
Treff an vier Nachmittagen pro Woche an vier verschiedenen Standorten im Quartier durch. Diese werden
jetzt schon rege genutzt – ein Zeichen, dass wir mit unserer Idee am
Puls der Zeit sind.
Zudem wurde in der Siedlung
der Stiftung «Wohnen für kinderreiche Familien» ein Bastelnachmittag
angeboten, der von drei freiwilligen
Siedlungsbewohnerinnen durchgeführt
wurde. Auch dieses Angebot war sehr
gut besucht.
Im Weiteren hat Anita Bürki
(Künstlerin aus dem Quartier) nach
den Sommerferien mit ihrem Angebot
«Wo steckt das Mammut in Zürich?»
sieben Kindern aus dem Friesenberg
die Tore einzelner Museen geöffnet:
50
Quartier
Sie ist mit den Kindern an vier Nachmittagen auf der Suche des Mammuts
und weiterer «wilden Tieren» durch Zürichs Strassen und Museen gezogen.
Dabei haben viele der Kinder die
einzelnen Museen zum ersten Mal besucht. Einige von ihnen konnten dabei
auch zum ersten Mal mit für sie neuen
Verkehrsmitteln die Stadt entdecken,
z.B. mit der Polybahn oder dem Limmatschiff. Auch dieses Projekt war
sehr erfolgreich – wir freuen uns auf
eine eventuelle Fortsetzung.
Während der Herbstferien hat die
PAZ (Pädagogische Aktion Zürich) auf
der Schulhauswiese des Schulhauses
Friesenberg die erste Dorfbauwoche
durchgeführt, ein Angebot, das mit der
Unterstützung der beiden MittelstufeTreff-Leiterinnen umgesetzt wurde.
Um die 40 Kinder und zwischen
drei und sieben Vertreter/innen der Eltern oder Grosseltern haben während
der ersten Ferienwoche am Kinderdorf
mitgebaut. Es war toll, all diesen Kids
beim Werken zuzuschauen.
Dieses Angebot wird auch nächstes Jahr in den Herbstferien zwischen
dem 6. und 10. Oktober 2014 wieder
durchgeführt. (Vgl. dazu auch den Artikel auf Seite 52 f.).
Neues aus der Kulturecke
So zahlreiche kulturelle Veranstaltungen wie in diesem Jahr gab es
schon lange nicht mehr. Gleich zwei
Lesungen haben den Friesenberger
Frühling eingeläutet. Und natürlich
gab es auch wieder ein Theater.
Dann konnten die Friesenberger/innen gleich an zwei Quartierbegehungen teilnehmen: Die eine gab
neue Einblicke auf Bestehendes, bei
der zweiten konnten die neu zugezogenen Friesenberg-Bewohner/innen
im Quartier wichtige Institutionen
entdecken.
Natürlich konnte Mann und Frau
auch dieses Jahr die «NachBarIn» in
der FGZ-Gemeidestube besuchen. Von
Personen aus der FGZ betrieben, findet diese einmal monatlich im Zeichen
einer guten Nachbarschaft statt. Zum
Abschluss fand im November dann noch
exquisites Jazzkonzert im Restaurant
Schweighof statt. An dieser Stelle ein
grosser Dank an Manuela Altorfer, die
massgeblich zu dieser Fülle an Kulturanlässen beigetragen hat.
Gesund und fit
Auch im Bereich Fitness gibt es
ein paar neue Angebote im Quartier:
Zumba – das neue, «moderne» Aerobic – ist nun auch bei uns angekommen. Seit diesem Sommer wird fleissig «gezumbt» an der Schweighofstrasse. Im Weiteren können Frauen
seit den Sommerferien, ganz unter
sich, jeweils am Samstagmorgen gemeinsam «fitten». Für die Kinder gibt
es neu neben Karate auch Kung-Fu.
Zudem ist das neue Fussballangebot
«Footballacademy» im Friesenberg
auch für Mädchen ein beliebter Freizeitspass. Auch für ältere Menschen
gibt es neue Angebote für die körperliche Bewegung, z.B. Pilates oder ein
spezielles Rückentraining.
Am Sonntag, 15. Juni 2014 gibt es
wieder ein «F wie Friesi»-Fest
Auch im nächsten Jahr wird im
Friesenberg einiges los sein – vor allem am Wochenende vom 14./15. Juni
2014. Dann findet zum dritten Mal unser Friesifest statt. Dieses steht ganz
unter dem Motto «Bewegung». Sollten Sie Interesse haben, am Fest einen Stand zu betreiben, sei dies ein
Essensstand oder ein Stand, an dem
Sie eine Aktivität anbieten, melden Sie
sich beim Quartiernetz Friesenberg.
Zudem möchte ich Sie auf unseren Fotowettbewerb aufmerksam machen. Fotografieren Sie sich an Ihrem
Lieblingsort, das kann die eigene Stube, Ihr Zimmer oder irgendwo draussen sein. Dazu schreiben Sie uns, was
Ihnen an diesem Ort und am Quartier
Friesenberg allgemein gefällt. Die Bilder mit den Texten werden zwei Wochen vor dem Fest im Quartier ausgestellt. Am Fest selber haben dann
alle die Möglichkeit, ihr Lieblingsfoto
zu küren. Die drei Bilder mit den meisten Stimmen erhalten einen Preis.
Kontaktinfos Quartiernetz
Schweighofstrasse 206, 8045
Zürich. Tel. 043 537 80 17, Mail
quartiernetz@qnf.ch. Öffnungszeiten: Mittwoch 14 - 20 Uhr,
Freitag 14 - 18 Uhr
Quartier
51
Kinder bauen ein Dorf – nach eigenen
Vorstellungen und mit vereinter Kraft
Am Abend stehen die ersten
Häuser, manche scheinen schon fast
fertig, andere sind noch im Rohbau,
und ein paar warten noch darauf, begonnen zu werden. Aber es ist ja noch
eine ganze Woche Zeit. Und so entstehen mit viel Phantasie, Begeisterung und handwerklichem Einsatz im
Lauf der Tage 22 einzigartige Bauten.
Täglich sind 40 - 50 Kinder anwesend. Bei technischen Problemen
oder kleinen Konflikten helfen sie sich
gegenseitig, suchen gemeinsam nach
Lösungen, und auch die Mitarbeiter
und Helfer/innen der PAZ stehen ihnen mit Rat und Tat oder Hammer und
Schraube zur Seite.
Am Feuer wird jeweils das wohlverdiente Mittagessen zubereitet und
gemeinsam am Gemeinschafts-Tisch
(oder bereits auf der eigenen Veranda) gegessen, bevor es gleich wieder
voller Tatendrang weitergeht.
Am Abend kehrt jeweils wieder
Ruhe ein auf der Schulhauswiese, aber
nicht ganz, denn die ersten Kinder
kehren zurück, um ihr Haus mit Knabberware und Limonade einzuweihen.
Das Dorf wird auch in der zweiten Woche der Schulferien bestehen
bleiben und erwartet die Kinder zum
gemeinsamen Beleben und Bespielen ihrer Häuser, bevor es wieder dem
regulären Schulbetrieb Platz machen
–
Dorfbauwoche auf der Schulhauswiese Friesenberg
–
Dieses spezielle Herbstferienprojekt der
Pädagogischen Aktion Zürich PAZ, durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Quartiernetz Friesenberg und dem GZ Heuried fand
vom 7. bis 20. Oktober 2013 auf dem Gelände des Schulhauses Friesenberg statt.
Fotos: zVg
Endlich Schulferien! Es ist still
auf dem Areal der Schulhäuser im Friesenberg. Aber nicht lange, denn am
ersten Ferienmontag um 10 Uhr kommen bereits Kinder mit ihren Freunden, manche mit ihren älteren Geschwistern, Eltern oder Grosseltern.
«Wir wollen ein Haus bauen!»
Zuerst wird das vorhandene Material und das Gelände gesichtet und
dann kann es losgehen. Baugruppen
finden sich, es werden Pläne für das
Traumhaus geschmiedet, beraten,
verhandelt und Holz geschleppt. Das
grosse Sägen, Hämmern und Schrauben beginnt, und schon bald wachsen
die ersten Wände. Am wichtigsten ist
eine gute Dachkonstruktion, denn für
die nächsten Tagen ist Regen angesagt. Aber richtige Häuser brauchen
natürlich auch Fenster und Vorhänge,
Briefkästen und Türschilder, Möbel,
Fahnen, Schmuck und vieles mehr.
52
Quartier
muss. Die nächste Dorfbauwoche findet vom 6. bis 10.Oktober 2014 statt!
Dank ans Quartiernetz Friesenberg, an die Schulleitung Friesenberg,
an das GZ Heuried und an die FGZ,
welche wesentlich zum Gelingen des
Projektes beigetragen haben. Und natürlich Dank an die vielen teilnehmenden, tatkräftigen Kinder und engagierten Eltern, welche diese zwei Erlebniswochen ermöglicht haben.
Karin Gillich, Projektmitarbeiterin
und Werklehrerin
Das Kinder-Hüttendorf auf der Schulhauswiese Friesenberg entstand wäh­
rend der Dorfbauwoche in den Herbstferien.
Quartier
53
«Werkfenster»: Werkstatt,
Verkaufsladen und Kurslokal
Jahrelang war im Ladenlokal an der unteren
Schweighofstrasse (Adresse Schweigmatt
54) das Polsterei- und Tapezierer­geschäft
von Bruno Piatti eingemietet. Nach seiner
Geschäftsaufgabe ist im Dezember 2012
das «Werkfenster» dort eingezogen.
Werkfenster ist ein gemeinsames
Projekt von vier Kunsthandwerkerinnen. Unter einem Dach sind vier
Atelierplätze, ein Verkaufsladen und
ein Kurslokal vereinigt.
Werkstatt, Verkaufsladen
und Kurslokal
In der Werkstatt wird verschiedenes Kunsthandwerk aus Ton, Holz,
Textilien, Glas und vielen weiteren Materialien hergestellt. Ausserdem gibt
es einen kleinen Verkaufsbereich, in
dem die Unikate zum Verkauf angeboten werden. Exklusive Stücke anderer Kunsthandwerker/innen runden das Sortiment ab. Zu finden sind
Keramik, Bilder, Filzdesign, Schmuck,
Taschen und Täschchen, Halstücher,
Buchbindearbeiten, Etagèren, Karten,
Mützen, Wand- und Fensterschmuck,
Stofftiere, Kinderlätzchen, Rasseln
und vieles mehr.
Die grossen Schaufenster des
Ladenlokals – bis anfangs der 1960er
Jahre war dort ein Lebensmittelladen
– ermöglichen es, Einblick in den Alltag der Kunsthandwerkerinnen zu erhalten, dabei zu sein, wenn zum Beispiel ein Krug aus Keramik oder ein
Sitzstein aus Filz entsteht.
Im hinteren Teil des Ateliers sind
zwei weitere Werkplätze eingerichtet. Dort näht Brigitta Sonderegger
Taschen und Täschchen, kreiert Eta­
gèren und vieles mehr, am zweiten
Platz, bei der freischaffenden Künstlerin Deborah Müller, entstehen Bilder und andere Kreationen.
Einmal monatlich (an einem Mittwochabend) bietet Regina Ebersold
ihren offenen Filztreff an. Die Töpferin Karin Lutz startet im Januar mit
offenen Samstagvormittagskursen für
Kinder mit Elternbegleitung.
Öffnungszeiten «Werkfenster»
Mi - Fr: 11 - 18.30 Uhr
Sa: 11 - 16 Uhr
Schweigmatt 54, 8055 Zürich
(Eingang Schweighofstrasse).
«Sachenmacher» im Ladenlokal
an der Schweighof­strasse 216
Im Ladenlokal an der Schweighof­
strasse 216 – bis im Spätsommer war
hier das Coiffeurgeschäft «Spieglein
Spieglein» eingemietet – wurde anfangs Dezember ein neuer AtelierLaden eröffnet, der eine breite Palette
selbstgemachter Artikel aus dem
Quartier anbietet.
Viele Leute im Friesenberg stellen «Dinge» her – sie sieden Seifen,
nähen Kinderkleider, stricken Socken
oder sie produzieren sonst etwas –
kurzum, sie «machen Sachen».
Diesen «Sachen» will der neue
Laden einen Raum geben, hier werden die selbstgefertigten Produkte
verkauft.Bereits sind Artikel von rund
30 Produzent/innen im Angebot.
Der Laden soll aber vor allem auch
ein Ort sein, wo Vernetzung und Austausch möglich sind, wo (neue) Kontakte im Quartier stattfinden können.
Das Ladenlokal ist befristet vermietet,
als «Zwischennutzung» bis mindestens
im Juli 2014, ob und wie es weitergeht,
ist zur Zeit ungewiss.
Weiterhin sind auch «Sachenmacher/innen» gesucht, die ihre Produkte auf Kommissionsbasis im Laden
verkaufen möchten. Das Motto lautet:
«Selbstgemachtes aus dem Quartier
für das Quartier».
FGZ
Infos
Anette Kehrer,
Arbental­str.154, 8045 Zürich.
Telefon: 078 849 17 77,
E-Mail: info@12reh.li
Öffnungszeiten
Laden Schweighofstrasse 216
Mo - Fr: 9 - 11 Uhr
Sa: 11 - 15 Uhr
Telefonnummer (während der
Öffnungszeiten): 044 501 81 16
www.werkfenster.ch
54
Quartier
Quartier
55
Veranstaltungshinweis
Veranstaltungshinweis
«Rente gut, alles gut»–
die Theater­gruppe Friesenberg probt ihr neues Stück
«Stolz auf Stadtholz»
Schon wieder ist ein Jahr fast vorbei.
Doch immer, wenn die Tage kürzer
werden und es abends im Friesenberg
dunkel wird, sind wir – die Theatergruppe Friesenberg – wieder fleissig am
Proben. In unserem neuen Stück dreht
sich alles um Renten, Arbeitslosengeld,
IV und Kinderzulagen. Sinnigerweise
heisst denn das Stück auch «Rente
gut, alles gut», ein Schwank in zwei
Akten von Michael Cooney.
Zum Stück: Ein unbescholtener Angestellter verliert seinen Job.
Sein ebenfalls arbeitsloser Untermieter wandert nach Kanada aus. Durch
einen Irrtum auf dem Sozialamt wird
dessen Arbeitslosenunterstützung
weiter ausbezahlt – und vom Vermieter kassiert. In der Folge erfindet dieser Dutzende von angeblich hilfsbedürftigen Mitbewohnern, für welche
er Renten und Unterstützungsbeiträge ergaunert. Als eines Tages ein Be-
amter des Sozialamtes vor der Türe
steht, beginnt eine aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie. Wortspiele und verrückte Situationen folgen sich Schlag auf Schlag.
Dieses unterhaltsame Theaterstück – in einer Neubearbeitung von
Erwin Britschgi und unter der Regie von
Edi Huber – präsentiert Ihnen die Theatergruppe Friesenberg im März 2014.
Die erste Aufführung ist am
8. März 2014. Bis zur Dernière am 29.
März sind elf weitere Spieldaten vorgesehen. An der Première, Vordernière und Dernière gibt es wieder einen
Spaghettiplausch.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch
und garantieren Ihnen einen vergnügten Abend.
Ursula Häberli
Die Schauspieler/innen der
Theatergruppe Friesenberg stehen
ab dem 8. März 2014 wieder auf
der Bühne.
Aktuelle Informationen zu den
Aufführungsdaten und zum Vorverkauf finden Sie im Internet
unter www.theatergruppe-frie-
56
Thema
Foto: zVg
senberg.ch
Unter dem Titel «Stolz auf Stadtholz»
führt Grün Stadt Zürich (eine Abteilung des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements der Stadt Zürich) im
Winter 2013/2014 eine Reihe von
Veranstaltungen und Führungen durch,
viele davon im Uetlibergwald, also
in unmittelbarer Nachbarschaft des
Friesenberg. Die Veranstaltungen sind
gratis und finden bei jedem Wetter
statt. Mehr Infos gibt es im Internet
unter www.gruenagenda.ch
Brunnen, Berchtold, Biberli –
Einweihung an der Fallätsche
Donnerstag, 2. Januar 2014,
11 – 14.30 Uhr, Treffpunkt End­
station SZU Uetliberg
Bei der Teehütte Fallätsche kann der
Bevölkerung, dank eines Beitrags
des Verschönerungsvereins Zürich,
ein ganz besonderer Brunnen übergeben werden. Zur Eröffnung am
Berchtoldstag sind Sie vom Verschönerungsverein Zürich und der Teehütte
Fallätsche herzlich zum Neujahrstee
mit Biberli eingeladen. Auf dem Weg
zur Teehütte erfahren Sie ganz nebenbei noch viel Wissenswertes zu Wald
und Wasser.
Von der Eibe zur Schindel,
eine Waldwanderung
Mittwoch, 26. Februar 2014,
13.30 – 16 Uhr, Bushaltestelle
Bahnhof Leimbach
Diese Exkursion zeigt, wie vielfältig Stadtzürcher Holz eingesetzt
wird. Zuerst sind wir direkt dabei, wie
Eiben geholzt werden. Danach sehen
wir am Beispiel des Holzschlages vom
Vorjahr, wie sich die Eibe dank eines
solchen Eingriffs noch wohler fühlt.
Unterwegs zeigen wir Ihnen diverse
Einsatzmöglichkeiten von Eibenholz.
Sie werden staunen, wo überall Holz
aus dem Stadtwald verbaut ist. Zum
Abschluss sind Sie eingeladen zum
Zvieri im neuen Werkhof Albis­güetli,
bei dem Sie sich den Film zum Bau
ansehen können.
Bauen mit Buche und Eibe
Mittwoch, 26. Februar 2014, 16
– 17 Uhr, Werkhof Albisgüetli,
Uetlibergstrasse 355, Zürich
Veranstaltung für Baufachleute.
Der neue Werkhof im Albisgüetli wurde ausschliesslich mit Holz aus dem
Stadtwald gebaut. Dabei wurden für
die tragenden Elemente Buche eingesetzt, eingekleidet wurde das Gebäude mit Schindeln aus Eibenholz.
Wir laden Sie herzlich ein, diesen innovativen Bau kennenzulernen. Zur
Einstimmung zeigt ein Film den ganzen Bauablauf.
Quartier
57
Adressen und Öffnungszeiten
Impressum
FGZ-INFO Nr. 4/ 2013, Dezember 2013
Ausgabe Nr. 159
Erscheint 3 bis 4-mal jährlich
Herausgeberin
Familienheim-Genossenschaft Zürich FGZ,
Schweighofstrasse 193, 8045 Zürich
Tel. 044 456 15 00, Fax 044 456 15 15,
verwaltung@fgzzh.ch, www.fgzzh.ch.
Zu Themen oder Anliegen im Zusammenhang
mit dem FGZ-Info können Sie ein Mail schreiben an fgz-info@fgzzh.ch.
Auflage
Fotos: Johannes Marx
2500 (wird gratis an alle
Platz «Coop und Restaurant Schweighof», 26. Oktober 2013
FGZ-Haushaltungen verteilt)
Mitarbeit an dieser Nummer
Natalie Eberle, Karin Gillich, Gruppe «Kunst
im Friesenberg», Renate Gerlach, Ursula
Häberli, Regina Hoffmann, Gerhard Kägi,
Johannes Marx (Fotos), Natascha Maurer,
Rolf Obrecht, Harry Ohl, Presse­­dienste (pd),
Bernadette Schniepp, Alfons Sonder­egger
(so.), Ursula Tissot, Edi Widmer,
Marianne Widmer
Kommission für Öffentlichkeitsarbeit
Alfons Sonderegger (Vorsitz), Rolf Obrecht,
Johannes Marx (Kommunikations­beauf­
tragter FGZ) und Ursula Müller
Druck
Uetli-Druck AG, Hegianwandweg 75,
8045 Zürich
Das nächste FGZ-Info erscheint
im März 2014
Geschäftsstelle
Schweighofstrasse 193, 8045 Zürich
Telefon 044 456 15 00
Mail verwaltung@fgzzh.ch
Montag bis Freitag, 7.45 - 11.45 Uhr,
nachmittags geschlossen.
FGZ-Sozialberatung
Schweighofstrasse 207
Montag und Freitag
9 – 12 und 13.30 – 17 Uhr
Mittwoch 10 – 12 und 13.30 – 19 Uhr
Telefonische Anmeldung bei
Markus Hofstetter, Tel. 044 462 28 22
FGZ-Alterstreff
Arbentalstrasse 323
Öffnungszeiten Alterstreff
Montag bis Freitag: 8.15 – 12.00 Uhr
Montag (Lotto-Nachmittag):
14.00 – 16.30 Uhr
Dienstagnachmittag gemäss Programm
Telefon 044 456 15 45
Sprechstunden
Mit Präsident Alfons Sonderegger
oder mit Geschäftsleiter Rolf Obrecht
lässt sich ein Termin für eine persön­
liche Besprechung vereinbaren –
mit einem Telefon an die Verwaltung,
Tel. 044 456 15 00 .
Pikettdienst Regiebetrieb
(für Notfälle): Tel. 079 635 94 09
Gedruckt auf «Cyclus Print»,
100% Recyclingpapier, ausgezeichnet mit dem «Blauen Engel».
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FGZ Agenda – Veranstaltungen
–
Öffnungszeiten der Geschäftsstelle
über Weihnachten und Neujahr
Die Geschäftsstelle bleibt geschlossen vom
Montag, 23. Dezember 2013, 11.45 Uhr bis
und mit Donnerstag, 2. Januar 2014.
Für Notfälle ist der FGZ-Pikettdienst
erreichbar unter 079 635 94 09.
–
FGZ-Veloflicktag
Samstag, 22. März 2014, 10 - 16 Uhr
beim Kurslokal Hegianwandweg 92
–
Ordentliche FGZ-Generalversammlung 2014
Montag, 16. Juni 2014
–
Ausserordentliche Generalversammlung
zum Kredit Quartierzentrum Friesenberg
Donnerstag, 4. September 2014
Aktuelle Infos auf dem FGZnet-Infokanal im TV-Kabelnetz auf dem
analogen Kanal 60 (783.25 MHz) und im Internet unter www.fgzzh.ch.
Beachten Sie auch die Flugblätter mit Veranstaltungs­hinweisen, die
an alle FGZ-Haushaltungen verteilt werden.
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