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Die Preisübergabe Saniert, vergrößert Wie funktionieren

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BILDUNG & INNOVATION
Die Überreichung der Urkunde.
D
as
Gesundheitsprojekt
„Integrierter Patientenpfad/Behandlungspfad“ erhielt
durch die Österreichische
Schlaganfall – Gesellschaft den
Wissenschaftspreis 2013. Wissenschaftslandesrat Bernhard
Tilg gratulierte der Projektleiterin Theresa Geley (Tiroler Gesundheitsfonds) sowie
ihrem Team bestehend aus
Mitarbeitern des Landes Tirol,
der TGKK und der Neurologie der Innsbrucker Klinik zur
gelungenen Umsetzung.
Stoffwechselvorgänge
zu regulieren. Auch eine
Gruppe um Prof. Ronald Micura am Institut
für Organische Chemie
der Universität Innsbruck befasst sich mit
diesen Riboschaltern.
Riboschalter: Sie regulieren die BiosyntheGemeinsam mit Wissense und den Transport von TPP.
schaftlern aus New York
ie DNA hat eine kleine nutzen sie eine neue Technik,
Schwester, die Boten- den „Single-Molecule FluoRNA. Diese transportiert die rescence Resonance Energy
Erbgut-Information aus dem Transfer“, um die Dynamik
Zellkern zu den Robosomen, einzelner Riboschalter-Modem Ort in der Zelle, wo die leküle zu untersuchen. In der
Proteine gebildet werden. Di- USA-Zeitschrift „Proceedings
ese Boten-RNA enthält Kon- of the National Academy of
trollelemente, mit denen diese Sciences“ wurden nun ErgebMoleküle ihr eigenes Gen ein- nisse der Untersuchung eines
oder ausschalten können. Bak- der verbreitetsten Riboschalterien dient dies z.B. dazu, viele ter-Moleküle veröffentlicht.
D
Saniert, vergrößert
Foto: Land Tirol
Wie funktionieren Genschalter?
Illustration: Uni Innsbruck
Foto: Land Tirol / Macht
Die Preisübergabe
Rotholz: Schulgebäude wurde
saniert und bekam einen Zubau.
I
n modernem Stil und unter
Einsatz von ökologischen
Baumaterialien wurde die
Fachschule für ländliche Hauswirtschaft in Rotholz renoviert
und generalsaniert. Zudem bekam sie einen Zubau. Für diese
Bauarbeiten ließ das Land Tirol
eine Summe von 4,9 Millionen Euro fließen. Anfang März
war offizielle Eröffnung. Derzeit besuchen 150 Schüler die
Schule, die sich großer Beliebtheit erfreut.
Foto: Oncotyrol
Neue Wirkstoffe gegen Krebs im Rückenmark
D
EU-Forschungsprojekt Optatio: Dem
Krebs auf die Schliche gehen.
as Multiple Myelom ist
eine Krebsform, bei der
die Plasmazellen im Knochenmark auswuchern und
das Skelett beschädigen. Es
tritt zu zwei Dritteln bei Älteren auf und ist selten heilbar. Bisherige Forschungen
haben vor allem die Krebszellen isoliert betrachtet, was nicht
zum Erfolg führte. Denn: Die
Umgebung im Knochenmark
schützt die Krebszellen. Das
Projekt Optatio, an dem zwölf
europäische Partner, darunter
auch Oncotyrol, beteiligt sind,
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
verfolgt eine einzigartige Strategie, um den Krebs besser zu
behandeln. Es sollen Wirkstoffe
entdeckt werden, die in dieses
komplexe Netzwerk eingreifen
können. Optatio läuft über drei
Jahre mit einem Budget von
4,3 Millionen Euro.
43
BILDUNG & INNOVATION
BILDUNG & INNOVATION
Hirn und Herz
Foto: WIA Archiv
Schokolade schützt vor Schlaganfall und stärkt das Herz.
FH Kufstein: Zwei Siegel.
A
ls einzige FH österreichweit bekam die FH Kufstein heuer das ECTS-Label
der EU verliehen. Dies bestätigt
einmal mehr die hohen Qualitätsstandards der FH Kufstein
im Bereich der internationalen
Mobilität. Zudem bekam sie
das Diploma Supplement-Label, das auch an die FHs Salzburg, St. Pölten und Campus
Wien, ans Technikum Wien
und die Private pädagogische
Hochschule der Diözese Linz
mit Gültigkeit bis 2015 ging.
Dieses Label beschreibt die
ideale Ausgabe der Dokumente
bei Studienabschluss.
er weltweit bekannte Wissenschaftler Anton Zeilinger hat sich in seiner Zeit als
Professor für Physik an der Universität Innsbruck in besonderer
Weise um den Wissenschaftsstandort Tirol verdient gemacht.
Mit großer Anerkkennung für
seine wissenschaftliche Tätigkeit verlieh die Tiroler Landesregierung dem gebürtigen
Oberösterreicher im Feber den
Großen Tiroler Adler Orden.
Zeilinger studierte Physik und
Foto: LK Tirol/Schießling
HAK-Gala-Abend
Foto: HAK
Mit Lichtgeschwindigkeit zum Ziel
Mit Äpfeln ins dritte Jahr.
Familie Stanger, Direktorin Peter.
andwirtschaft macht Schule“ startet in die dritte Runde. Auch im dritten Projektjahr
bringen 21 speziell geschulte
Bauern das Thema Landwirtschaft lebendig in den Schulalltag der Haupt- und Neuen
Mittelschulen. Nach dem Erfolg
der vergangenen zwei Jahren
werden die Lehreinheiten über
die Produkte Milch und Ei
heuer unter dem Motto „saftig,
gschmackig, knackig – der Apfel“ erweitert. Das Ziel der Aktion ist es, die jungen Menschen
– die späteren Konsumenten für die Lebensmittelproduktion
der Tiroler Landwirtschaft zu
sensibilisieren.
ein rauschendes Ballfest,
sondern eine glänzende
Galanacht war die Novität der
HAK Innsbruck heuer im Congress. Ein gelungener Abend
mit begeisternden Einlagen. Im
Mittelpunkt standen die „ungeschliffenen Diamanten“, wie
Kommerzialrätin Regina Stanger es ausdrückte. Im Jahrgang
2012/13 schließen 61 Schüler
die Handelsschule ab und 107
Maturanten stellen sich im
Sommer der Reifeprüfung. Der
Abend war gleichzeitig ein indirektes Dankeschön an die Eltern, die den jungen Erwachsenen eine gediegene Ausbildung
ermöglicht haben.
L
44
chwedische Forscher kamen
zum Schluss, dass Schokolade zur Vorbeugung eines
Schlaganfalls dienlich sein kann.
Die Probanden, die am meisten
Schokolade zu sich nahmen, verfügten über ein um 17 Prozent
geringeres
Schlaganfallrisiko.
Weitere Studien bescheinigen
dem Verzehr von Schokolade
eine gute Wirkung fürs Herz.
Ausschlaggebend dafür ist der
hohe Gehalt von Flavonoiden.
Auch soll dies ungesundes Cholesterin sowie Blutdruck senken.
Ausrede fürs Essen von zu viel
Schoko soll dies nicht sein!
Mathematik und habilitierte
sich 1979 an der TU Wien. Für
seine Forschungsarbeit wurde er
bereits vielfach ausgezeichnet.
So erhielt Zeilinger die Auszeichnung „Österreichischer
Wissenschaftler des Jahres“, den
Wissenschaftspreis der Stadt
Wien, das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und
Kunst, die Isaac-Newton-Medaille des britischen Institute of
Physics und das Große Bundesverdienstkreuz der Republik.
Foto: Uni Innsbruck
Gesundes Essen
K
Datenübertragung in Windeseile: Quanteninfos durch Glasfasern jagen.
D
urch Glasfasern fliegen
heute Informationen in
Lichtgeschwindigkeit
rund
um die Welt. Auch Quanteninformation kann auf diese
Weise übertragen werden. So
berichten Innsbrucker Physiker um Rainer Blatt und
Tracy Northup in der Fachzeitschrift Nature Photonics,
wie sie die Quanteninformation eines Atoms vollständig
auf ein Lichtteilchen übertragen haben, das über eine
Glasfaser zu einem entfernten
Atom geschickt werden kann.
Bei dem Vorgang nimmt man
ein einzelnes Kalziumatom,
positioniert es zwischen zwei
stark reflektierenden Spiegeln
und schreibt die gewünschte
Quanteninfo mittels Laser in
das Atom. Dabei wird ein Photon mit der Info ausgesendet,
das über Glasfaser an einen
entfernten Quantencomputer
gelangt und dort wieder ins
Atom eingeschrieben wird.
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
Auf zum Open House
Am Samstag, 06. April 2013 von 09:00 bis 14:00 Uhr
heißt das MCI Management Center Innsbruck
alle Studien- und Weiterbildungsinteressierten
herzlich willkommen.
S
Verleihung des Tiroler Adler Ordens: Herwig van Staa, Univ.-Prof. Anton
Zeilinger und Landeshauptmann Günther Platter.
D
MCI: informationen aus erster hand
Foto: ©MCI/Friese
Foto: Land Tirol
Foto: FH Kufstein
EU-Qualitätssiegel Großer Tiroler Adler Orden vergeben
M
it 3.000 Studierenden, 800 Lehrenden, 200 Partneruniversitäten, zahlreichen Absolventen und Arbeitgebern in aller Welt sowie laufenden Spitzenplätzen in
Umfragen und Rankings hat sich die Unternehmerische Hochschule® zu einer internationalen Benchmark und zum begehrten
Partner für Forschung, Lehre und Weiterbildung entwickelt.
Beim Open House geben Professoren/-innen, Studierende und
Absolventen/-innen in Form von Schnuppervorlesungen, Projektpräsentationen, Studiengangsvorstellungen und Laborbesuchen Einblick in ein Studium am MCI. In persönlichen Beratungsgesprächen erhalten Interessierte alle Informationen rund
um die Unternehmerische Hochschule® und Hilfestellung bei
der Wahl des passenden Studienprogramms.
Technische Studien
Um die internationale Leistungsfähigkeit der heimischen Wirtschaft zu steigern, hat das MCI sein technisches Studienangebot massiv ausgebaut. Mittlerweile stehen rund 1.000 technikorientierte Studienplätze in den Bereichen Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie, Rohstofftechnologie, Umwelttechnik,
Verfahrenstechnik, Energietechnik, Wirtschaftsingenieurwesen,
Mechatronik-Elektrotechnik und Maschinenbau zur Verfügung.
Dazu kommen Studiengänge für Management, Communication
& IT sowie technikrelevante Weiterbildungen für Innovationsmanagement, Patentmanagement oder betriebliches Energiemanagement. Selbstverständlich in allen Disziplinen ist der hohe
Praxisbezug, ein optimaler Mix von Dozenten aus Wissenschaft
und Wirtschaft sowie ausgezeichnete berufliche Perspektiven.
Detailinfos und Anmeldung: www.mci.edu/openhouse.
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
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BILDUNG & INNOVATION
BILDUNG & INNOVATION
FET-Flaggschiffe: Graphen und Gehirnsimulation
EU-Flaggschiff-Initiative
Ein Projekt zur kompletten Simulation des Gehirns und ein weiteres, um Graphen fit und
anwendungsbereit zu machen, bekommen Fördermittel in der Höhe von je einer Milliarde Euro
für die Laufzeit von zehn Jahren. Bei beiden dieser ausgewählten FET-Flaggschiffprojekten
mischen auch Wissenschafter aus Österreich mit.
46
Foto: Blue Brain/HBP
D
ie Würfel sind gefallen und es
ist beschlossene Sache. Die Jury,
die sich aus 25 Wissenschaftlern
und Vertretern aus der Wirtschaft zusammensetzt, hat sich Ende Jänner 2013
dazu entschieden: Die EU-Finanzspritze in Millionenhöhe geht an die zwei
Forschungsgroßprojekte „Human Brain
Project“ (HBP) und das „Graphene“Projekt. Im Rahmen des groß angelegten
Förderprogramms „Future and Emerging
Technogies Flagship“ (FET-Flaggschiff)
bekamen sie den Zuschlag für den bislang
größten von der EU je für Forschungsprojekte ausgehändigten Betrag von je einer
Milliarde Euro für den Zeitraum von zehn
Jahren (2013 bis 2023). Die Hälfte dieser
Mittel wird direkt aus EU-Töpfen ausgeschüttet, der Rest soll aus öffentlichen
Institutionen, privaten Investoren, Universitäten und den Mitgliedsstaaten stammen.
Bislang stehen aber diese Finanzierungen
noch auf wackligen Füßen, eine endgültige Abklärung gibt es noch nicht.
Zukunftsmusik oder Größenwahn?
Mit dem 2009 ins Leben gerufenem
FET-Förderprogramm will die Europäische Union innovative Forschungsprojekte fördern, die das Ziel verfolgen, einen Beitrag zur Bewältigung derzeitiger
gesellschaftlicher Herausforderungen zu
leisten. Insgesamt haben sich 21 Projekte
um die Beteiligung am FET-Programm
beworben, von denen 2011 sechs Finalisten in die Endrunde gelangten. Sie bekamen eine Summe von 1,5 Millionen Euro
und ein Zeitfenster von einem Jahr zur
Verfügung gestellt, um die Jury von ihrem
Vorhaben zu überzeugen und ihre Mitbewerber (Future ICT, IT Future of Medicine, Robot Companions, Guardian Angels)
auszustechen. Gelungen ist es letztendlich
diesen beiden, wenngleich nicht alle diese Entscheidung begrüßt haben und sie
Hirnsimulation und Graphen sind Europas Flaggschiffe: Über eine Milliarde
Euro fließt pro Großprojekt über einen Zeitraum von zehn Jahren.
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
als geglückt erachten. Speziell beim Projekt HBP, das das menschliche Gehirn
am Computer nachbilden soll, gibt es in
Fachkreisen kritische Stimmen. Unter
Hirnforschern und Informatikern ist dies
durchaus umstritten.
HBP = CERN für Gehirn? Beim HBP
will man die Abläufe des Gehirns so detailliert wie möglich modellieren und
in einem weiteren Schritt an Hand des
Modells verstehen, wie das Gehirn funktioniert. Aber bislang weiß niemand so
genau, ob die Modellierung von Nervenzellen, wie sie der Forscher und Initiator
des HBP-Projektes Prof. Henry Makram
vorschlägt, die dafür erforderlichen Daten enthalten, um die Abläufe im Gehirn
nachzuahmen. Ob die Thesen des Physikprofessors zum Erfolg führen und die
Menschheit damit dem geheimnisvollen
Inneren des Gehirns und den Abläufen
sowie Funktionsweisen ein Stück näher
kommt, um es zu verstehen, das wird sich
noch weisen. Eines ist aber fix: Der Bedarf
hier zu forschen ist gegeben und daran
zweifelt auch niemand. Denn menschliche Erkrankungen, die die Funktionen
des Gehirns angreifen bzw. lahm legen,
wie es etwa bei Alzheimer oder Parkinson
der Fall ist, sind bis heute noch zu wenig
erforscht. Es gibt keine Behandlungsmethoden, womit der Verlauf der Erkrankung
gestoppt oder gar die Krankheit selbst geheilt werden kann. Auch weiß man, dass
jeder Dritte in Europa an einer neurologischen Krankheit im Laufe seines Lebens
heimgesucht wird. Übers Gehirn bzw. das
Innenleben des Kopfes wissen Forscher
nur ansatzweise Bescheid und das soll sich
mit dem Großforschungsprojekt ändern.
Superroboter entwickeln. Neben neurowissenschaftlichen Erkenntnissen für die
Medizin soll das HBP auch Neuerungen
im Bereich der Technologie (Rechnerund Robotertechnologie) liefern. Würde
es nämlich gelingen, das Gehirn komplett
zu simulieren, wären auch Supercomputer
denkbar sowie Roboter, die an Geschwindigkeit und Beweglichkeit nichts mehr zu
wünschen übrig ließen und mit den heutigen Robotern wenig gemein hätten.
Unter der Leitung des südafrikanischen
Hirnforschers Henry Markram von
der Technischen Hochschule Lausanne (Schweiz) sind beim FET-Flaggschiff
„Human Brain Project“ tausende Forscher
weltweit beschäftigt. Über 80 nationale
und internationale Forschungsstätten werden in den kommenden zehn Jahren dabei mitmischen, so etwa auch die TU Graz
(Institut für Grundlagen der Informationsverarbeitung), das Institute of Science
and Technology Austria (IST) in Klosterneuburg und die Medizinische Universität
Innsbruck. Prof. Alois Saria vom Institut
Experimentelle Psychiatrie der MedizinUni Innsbruck ist beispielsweise als einziger Österreicher im Management des
Projektkonsortiums tätig. Seine Aufgabe
umfasst die Koordination der Ausbildung
von 500 bis 1.000 PhD Studierenden, die
Entwicklung neuer Ausbildungsmodelle
und Curricula sowie den Aufbau einer
Plattform für Fernstudierende. Start des
Ganzen ist in den letzten Monaten des
heurigen Jahres.
Wunderwuzzi „Graphen“. Das zweite
FET-Flaggschiff Großprojekt „Graphen“
widmet sich der Auseinandersetzung mit
dem aus nur einer Atomlage dünner Kohlenstoffkristalle bestehenden Graphen.
Dieser Werkstoff ist aus Graphit und gilt
als Wundermaterial, worin viel Hoffnung
gesetzt wird. Graphen ist heute das dünnste, steifste und stärkste bekannte Material
überhaupt und besitzt die höchste Wärmeleitfähigkeit. Zudem ist es absolut undurchlässig für Gase und leitet bei Raumtemperatur Strom besser als alle anderen
Materialien.
Bereits 2004 wurde dieser Stoff von den
zwei Forschern Andre Geim und Kostya Novoselov (University Manchester)
erstmals hergestellt, wofür sie damals den
Physik-Nobelpreis erhielten. Laut Insidern ist davon auszugehen, dass dieser
Wunderstoff aufgrund der Vielfalt und
Masse an idealen Eigenschaften über kurz
oder lang zahlreiche Materialen ersetzen
wird, wie beispielsweise Silizium in der
Halbleiterindustrie. Auch bei der Herstellung neuartiger Batterien oder leichterer
Flugzeuge soll Graphen eines Tages eingesetzt werden.
Geleitet wird das „Graphen“ Großforschungsprojekt von Schweden aus, an
dem insgesamt 126 Forschergruppen aus
17 europäischen Ländern beteiligt sind.
An der Spitze der Forschungstätigkeiten
am High-Tech-Material steht Prof. Jari
Kinaret der Technischen Universität Chalmers, Göteburg. Mit beteiligt ist auch die
Technische Universität Wien, das Institut
für Photonik, sowie die VARTA Micro InWirtschaft im Alpenraum • März 2013
Die EU will Forschung in Zukunftstechnologien stärken.
novation Forschungsgesellschaft, die sich
mit anwendungsorientierter Forschung
für aufladbare Batterien beschäftigt. Sie
ist als Joint Venture aus einer Kooperation
zwischen dem deutschen Batterieproduzenten VARTA und der Technischen Universtität Graz entstanden.
14 Millionen für Österreich. Österreich
bekommt vom ganzen Kuchen eine EUFinanzspritze von 14 Millionen für die
Beteiligung an den zwei Großprojekten.
Davon gehen im Rahmen des HBP-Projektes fünf Millionen nach Tirol.
Der Flaggschiff-Initiative zugrunde liegt
die Absicht, Europa weltweit an der Spitze von Wissenschaft und Technologie zu
sehen. Ob diese zwei Forschungsgroßprojekte der EU das bescheren werden, was
sie sich damit erhofft, wird sich noch weisen. Manche Forscher bezweifeln den Erfolg, obgleich ein vollständiges Scheitern
beim Graphen-Projekt auszuschließen ist.
Anders beim „Human Brain Project“, bei
dem Erfolg und Misserfolg nahe beieinander liegen. Katharina Ötzbrugger
47
BILDUNG & INNOVATION
BILDUNG & INNOVATION
EcoSeed: Dem Geheimnis der saatgutqualität auf der Spur
Ein Blick ins Innere
Fotos: Shutterstock
Woran liegt es, dass sich das Saatgut nicht so entwickelt, wie erwartet? Wieso keimen Samen
nicht, obwohl die Umweltbedingungen dafür optimal sind? Solchen Fragestellungen geht unter
anderem das EU-Forschungsprojekt „Impacts of Environmental Conditions on Seed Quality“
(Kurz: EcoSeed) unter der Leitung von Prof. Dr. Ilse Kranner vom Institut für Botanik, Universität
Innsbruck auf den Grund.
schaftlichen Forschungsvorhaben beteiligt,
u.a. das Leibniz-Institut IKP Gatersleben
(Deutschland) mit der größten Genbank
für Kulturpflanzen in der EU sowie die
Millennium Seed Bank der Royal Botanic
Gardens, Kew (Großbritannien), weltweit
die größte Genbank für Wildpflanzen.
Negative Auswirkung von Stress. Im
Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stehen die vier repräsentativen Pflanzen,
Gerste, Sonnenblume, Kohl und Schotenkresse, deren gesamter Lebenszyklus
im Rahmen des EU-Forschungsprojektes
U
m die Qualität von Saatgut künftig besser überprüfen zu können, wollen Forscherinnen und
Forscher einen neuen Marker entwickeln.
Dieser soll - ähnlich wie beispielsweise
Diabetesmarker in der medizinischen Diagnostik - in einem effizienten Messverfahren Rückschlüsse auf die Eigenschaften
von Saatgut geben. Das ist eines der Ziele,
die das EU-Forschungsprojekt „EcoSeed“
verfolgt. Dafür ist es zunächst jedoch notwendig, zu verstehen, was sich im Inneren eines Samens abspielt, erklärt Prof. Ilse
Kranner, Institut für Botanik, die das EUProjekt von der Universität Innsbruck aus
koordiniert.
Die Qualität des Saatgutes ist stark von biochemischen, biophysikalischen und mo48
lekularen Abläufen abhängig. Diese Abläufe sind noch nicht ausreichend bekannt,
speziell bei den biochemischen steht man
mit den Forschungsarbeiten und -verfahren noch ganz am Anfang einer langen
Reihe von Versuchen. Aber: Die Frage,
scheitert aber noch an der richtigen Zusammensetzung.“ Um in diesem Dickicht
mehr Durchblick zu bekommen, soll
„EcoSeed“ Details aufzeigen und Klarheit
verschaffen. Mit 1. Jänner 2013 startet das
EU-Projekt und wird über einen Zeitraum
„Erst wenn wir das Innere des Samens verstehen,
kann die Saatgutqualität verbessert werden.“
was die Forschung bisher zur Verbesserung der Saatgutqualität beitragen konnte, beantwortet Ilse Kranner mit einem
Vergleich: „Es verhält sich wie mit einem
Puzzle: Die Teile sind zwar vorhanden, es
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
von vier Jahren mit EU-Geldern in der
Höhe von drei Millionen Euro gefördert.
Neben der Leopold-Franzens Universität
Innsbruck sind zehn weitere Institutionen und Industriepartner an den wissen-
untersucht wird. In einem ersten Schritt
wendet sich die Wissenschaft der Fragestellung zu, wie sich Umweltstress, der auf
die Mutterpflanze einwirkt, auf die Qualität des Saatgutes auswirkt und inwieweit
sich diese dadurch verändert. Gemeint ist
Stress in Form von Temperaturerhöhung
und Trockenheit, zwei Phänomene, die
angesichts des Klimawandels in Zukunft
vermehrt auf uns bzw. auf die Pflanzenwelt zukommen werden.
Ausschlaggebende Kriterien dafür, ob die
Qualität des Saatgutes stimmt oder nicht,
sind die Keimfähigkeit, die Triebkraft, die
über die Keimgeschwindigkeit Aufschluss
gibt, die Überlebensfähigkeit sowie die
Dormanz. All diese Eigenschaften sind
bereits im Samen eingeschrieben. Stimmt
Prof. Ilse Kranner:
„Jeder Samen hat ein
Eigenleben, welches es
zu erforschen gilt.“
Foto: Uni Innsbruck
die
Qualität
nicht, können Samen abgeworfen
bzw. missgebildet
werden oder sie
verlieren an Lebensfähigkeit und
Triebkraft.All dies
sind Faktoren, die
für die Saatgutindustrie und die
Landwir tschaft
von essentieller
wirtschaftlicher
Bedeutung sind:
Allein durch den
Temperaturanstieg in der Zeit
von 1981 bis
2002 sind, laut
Expertenschätzungen, weltweit
Schäden in der
Höhe von fünf
Milliarden Euro
pro Jahr entstanden. Abgesehen von den
enormen finanziellen Verlusten, die damit
verbunden sind, ist die Qualität des Saatgutes auch für die Sicherstellung der Ernährung wichtig sowie für die Erhaltung
der Artenvielfalt. Um letzteres sicherzustellen, beheimatet die Millennium Seed
Bank der Royal Botanic Gardens, Kew in
England eine Genbank mit einem Bestand
von derzeit zehn Prozent der Samen der
Weltflora, welcher bis 2020 auf 20 Prozent
angehoben werden soll.
Unfähigkeit zu keimen. In einem
zweiten Schritt untersuchen die Forscher,
wie sich weiterer Stress auf die Qualität
des Tochtersaatguts im Prozess der Lagerung auswirkt. Die Überlebensfähigkeit
während der Lagerung hängt stark mit
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
der Temperatur, der Feuchtigkeit und der
Sauerstoffeinwirkung zusammen. Optimale Bedingungen für die Lagerung der
Saat seien trockene Räume, die eine Temperatur zwischen 80 und 20 Grad Minus
aufweisen, so die Expertin. Diese idealen
Gegebenheiten können zwar in den renommierten Genbanken geschaffen werden, in der Landwirtschaft ist dies jedoch
unmöglich. Die Saat wird hier oft in Lagerhallen bei Außen- bzw. Raumtemperatur gelagert. Diese Aufbewahrungsräumlichkeiten wirken sich nicht unbedingt
positiv auf die Qualität des Saatgutes bzw.
die Keimfähigkeit aus.
Auch geht es bei EcoSeed um die Erforschung der Folgen der bisherigen Stressfaktoren auf den Prozess der Keimung
und dann auf die nächste Pflanzengeneration. Und letztendlich sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf Wildpflanzen übertragen werden, sodass der
Fortbestand der Biodiversität gewährleistet
ist. Geforscht wird u.a. mit den „OmikTechniken“ (Transkriptomik, Proteomik,
Metabolomik), die insbesondere in der
Biomedizin zum Einsatz kommen.
Am Beispiel der Dormanz, darunter versteht man die Unfähigkeit der Samen,
trotz optimaler Bedingungen zu keimen,
veranschaulicht die Wissenschaftlerin die
Komplexität der Vorgänge, die sich im
Inneren des Samens abspielen: „Wird ein
Samen in unserem Klima im Herbst abgeworfen, sind die Bedingungen oft ähnlich
wie im Frühling, der Same keimt aber erst
nach dem Winter, nachdem er Temperatur unter Null Grad ausgesetzt wurde.“
Diese Eigenheit ist im Samen bereits eingeschrieben, wie all die anderen Eigenschaften auch, und wird von den Botenstoffen und Pflanzenhormonen gesteuert.
Katharina Ötzbrugger
49
BILDUNG & INNOVATION
BILDUNG & INNOVATION
Novellierung: Die neuen Medizinischen Assistenzberufe starten durch
MAB-Gesetz wurde reformiert
Waltraud Buchberger:
„Die neuen Assistenzberufe
sind vor allem für jene
geeignet, die nicht so nahe
beim Patienten arbeiten
wollen, wie es in der Pflege
der Fall ist.“
Nach langer Vorbereitungszeit ist nunmehr das Bundesgesetz über medizinische Assistenzberufe beschlossen worden und seit Jänner 2013 in Kraft. Seither gibt es die Übergangsregelung
bis die Verordnung bis Ende 2013 greifen wird. Das bisherige Gesetz stammt noch aus den
60er Jahren und wurde kaum geändert.
Foto: Shutterstock
Foto: WIA
ten Eisen und wird vom MAB (Medizinisch Assistenz Berufe)-Bundesgesetz abgelöst. Nach erfolgreicher Begutachtung
und Überarbeitung im vergangenen Jahr
regelt das MAB-Gesetz neu seit Anfang
2013 die Medizinischen Assistenzberufe:
Aus der Berufsbezeichnung Fachdienst
wurde die Assistenz und aus den so genannten Gehilfen die Assistenten.
Abgesehen von der formellen Änderung
der Berufsbezeichnung gesellen sich
neue Aufgabenstellungen und neue Tätigkeitsbereiche zum Bisherigen hinzu,
die zum einen eine Aufwertung des Berufsstandes darstellen, zum anderen den
Arzt im niedergelassenen Bereich sowie
die Krankenanstalten entlasten können.
So sollen Ordinationsassistenten in Zukunft dazu befähigt sein, und das ist eine
sensationelle Veränderung, an Patienten
eine Blutabnahme vornehmen zu dürfen,
was bis dato einzig und allein den Me-
dizinern erlaubt gewesen ist. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder bis
zu einem Alter von 15 Jahren, bei denen
weiterhin nur Ärzte Hand anlegen dürfen, wenn es um die Blutabnahme aus
deren Venen geht.
Darüber hinaus soll es den neuen Ordinationsassistenten erlaubt sein, auch
Blut-, Harn- und Stuhluntersuchungen
im Rahmen von Schnelltestverfahren zu
verrichten sowie Ableitungen von EEG,
EKG und Langzeit-Blutdruckmessung
vorzunehmen. Bislang waren diese Verrichtungen neben den Medizinern nur
den qualifizierten Gesundheits- und
Krankenpflegepersonen in Krankeneinrichtungen gestattet, was sich jetzt mit
dem Inkrafttreten der neuen Gesetzesnovelle ändert.
Mit dem Inkrafttreten des MAB-Gesetzes
regelt es neben der Ordinationsassistenz
folgende Medizinische Assistenzberufe
neu: Operationsassistenz, Desinfektionsassistenz, Gipsassistenz, Laborassistenz,
Obduktionsassistenz, Röntgenassistenz
und Medizinische Fachassistenz.
Über 50 Prozent Praxisbezug. Schon
beschlossene Sache ist, dass jeder Ausbildungszweig für Medizinische Assistenzberufe aus einem theoretischen und
einem praktischen Teil besteht, wobei der
Theoriepart mindestens 50 Prozent der
Ausbildungszeit umfasst. Er ist bei allen
Ausbildungen stets modular aufgebaut
und besteht aus einem Basismodul, das
alle Auszubildenden, egal welchen Assistenzberuf sie erlernen, gleichermaßen
zu absolvieren haben, und themenspezifischen Aufbaumodulen.
Modulartig sind sie deshalb, weil die Inhalte so aufgebaut sind, dass sie auch auf
andere Gesundheitsberufe angerechnet
werden können. Das verschafft zudem
Transparenz und die Möglichkeit zu einer Vertiefung in die Materie zu einem
späteren Zeitpunkt oder zu einer weiterführenden Ausbildung im Sinne eines
lebenslangen Lernens. Auch kann so ein
eventueller Berufswechsel innerhalb des
Gesundheitsbereiches leichter von statten gehen, weil die bereits gelernten Inhalte eines Themenkomplexes durch den
modularen Aufbau auf die neue Ausbildungsmaßnahme gutgeschrieben werden können. Bisher war dies oftmals mit
Hürden verbunden und Themen mussten
von den Auszubildenden doppelt gelernt
werden. Das soll in Zukunft nicht bzw.
Fortsetzung auf Seite 52
D
ass die im Juli 2011 beschlossene
Gesetzesänderung seit 1. Jänner
2013 in Österreich in Kraft ist,
ist erfreulich. Dass aber die Verordnung
noch etwas auf sich warten lässt, weniger.
Gemeint ist das aus dem Jahr 1961 stammende MTF-SHD-Berufsgesetz, das den
medizinisch-technischen Fachdienst und
die Sanitätshilfsdienste über diese ganze
Zeit hinweg bis heute regelte.
Insider sind der Auffassung, dass die Bestimmung des Berufsgesetzes seit Längerem überholt und den heutigen, mittler50
weile veränderten Bedingungen, die sich
im Laufe der Zeit auch im Gesundheitsbereich ereignet haben, angepasst gehören. Mit Ende 2013 endet die vereinbarte
Übergangsfrist und ab dann gilt, dass jeder, der sich für den Beruf eines Ordinationsgehilfen entscheidet, dazu berechtigt
ist, den neuen aufgewerteten medizinischen Assistenzberuf Ordinationsassistenz zu tragen, sofern er die nötigen Voraussetzungen dafür erfüllt. Mit dieser
Veränderung eng verknüpft sind neben
der veränderten Berufsbezeichnung auch
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
neue Aufgaben, die den Assistenten obliegen, sowie Berufsbilder.
Diesbezügliche Vorbereitungen von Seiten der Ausbildungsstätten im Westen
Österreichs, die diese Ausbildungen demnächst nach dem neuen Gesetz anbieten
werden, laufen bereits auf Hochtouren.
Sie warten nur noch auf den letztendlichen Startschuss: die Verordnung.
Veraltet und neu geregelt. Nach über
50 Jahren hat das MTF-SHD-Gesetz, das
in dieser langen Zeit kaum verändert
worden ist, ausgedient. Es gehört zum alWirtschaft im Alpenraum • März 2013
51
BILDUNG & INNOVATION
Neue Akademie: Im Bereich der Pflegeausbildung
Fotos: WIA
weniger häufig der Fall sein.
Die Dauer der jeweiligen Ausbildungen
wird sich zwischen einem und zwei
Jahren belaufen. Die Feinjustierung der
Curricula jedoch erfolgt dann nach der
Verabschiedung der Verordnung.
„Besonders geeignet ist ein Assistenzberuf für all jene, die im Gesundheits- und
Pflegebereich arbeiten wollen, aber nicht
so nahe beim Patienten sein möchten,
wie es eben in der Pflege der Fall ist“,
so Dr. Waltraud Buchberger, Direktorin
des Fachbereichs Pflege am Ausbildungszentrum West (AZW). Auch sieht sie in
Neue Struktur erhalten
Die bisherige Kooperation zwischen Ausbildungszentrum West für
Gesundheitsberufe und dem Haus St. Josef am Inn geht in die zweite
Runde. In der neuen Academy erhält das vielseitige Bildungsangebot
im Bereich der Pflege einen neuen Rahmen.
Foto: WIA
Fortsetzung von Seite 51
BILDUNG & INNOVATION
Haus St. Josef am Inn - Academy: Kräfte zum Wohle der Betreuten bündeln.
Foto: WIA-Archiv
geht. Bereits seit mehreren Jahren gibt es
eine Wohngruppe im Haus St. Josef, die
vom AZW geführt wird. Das ermöglicht
auf der einen Seite eine Ausbildung, die
sich an den Gegebenheiten eines Seniorenund Pflegeheimes orientiert, auf der anderen Seite aber auch die Möglichkeit, dass
neueste Erkenntnisse aus der Pflegewissenschaft dem Haus zugute kommen. Ein
Profit für beide Seiten, Ausbildungsstätte
und Heim. Für diese Bildungskooperation
bekam das Haus St. Josef 2008 den Innovationspreis der österreichischen Altenpflege
überreicht. Geleitet wird dieses Projekt
von DGKP Christoph Hain. Im Bereich
der Pflege sind gut ausgebildete Fachkräfte
ein Garant für eine gute Betreuungsqualität. Und „mit dieser neuen „Academy“ ist
ein weiterer Schritt gesetzt“, so Mag. Walter Draxl, Direktor des AZW. (OKA)
Oskar Wötzer und Christian Juranek (Vorstand, Leiter Haus St. Josef), Walter
Draxl (AZW-Dir.), Markus Moosbrugger und Christoph Hain (AZW).
S
Mindestens halbe-halbe: Hoher Praxisbezug bei den neuen Ausbildungen.
dem modularen Aufbau eine gute Option, gleich zwei bzw. mehrere Assistenzberufsausbildungen in einem zu machen,
weil der Basisteil einem jedes Mal angerechnet wird und so nur einmal durchlaufen werden muss.
Wer ist dazu befähigt? Die Zugangsvoraussetzungen für eine Ausbildung zur
medizinischen Assistenz sind neben der
Eignung und dem positiv absolviertem
Aufnahmetest, die Vollendung des 17.
Lebensjahres und mindestens neun abgeschlossene Schulstufen. „Das Mindestalter
soll Ältere aber nicht davor abschrecken,
sich zu bewerben“, meint Buchberger.
Denn diese seien genauso willkommen
wie Jüngere, ein Alterslimit gebe es nicht.
Weitere Infos zur Ausbildung zur medizinischen Assistenz unter www.azw.ac.at.
Katharina Ötzbrugger
52
eit nunmehr fünf Jahren besteht die
Kooperation zwischen dem Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe der Tilak (AZW) und dem
Haus St. Josef am Inn (vormals Malfattiheim) im Bereich der Pflegeausbildung,
die nun erweitert und neu strukturiert
wird. Unter dem Dach der „Haus St. Josef
am Inn – Academy“ werden künftig alle
Bildungs- und Fortbildungsangebote zusammengefasst und Interessierten sowie
dem Personal angeboten. Damit wird
die bisherig erfolgreiche Zusammenarbeit nicht nur weiter fortgeführt, sondern
auch intensiviert. Davon profitieren sollen
in Zukunft sowohl die Bewohner des Altersheimes und das Team als auch Außenstehende, die an Pflegethemen interessiert
sind.
„Academy“ auf 3 Säulen. Die neue
„Academy“ umfasst drei Säulen, wobei
zwei öffentlich, Pflegeausbildung und Minipflegestudium, und eine intern zugänglich ist. Bei der Letzteren handelt es sich
um spezifische Mitarbeiterfortbildungen,
die sowohl auf die Interessen und Bedürfnisse der Pflegemitarbeiter, als auch
auf die der Abteilungsleiter eingehen und
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
im Angebot mit berücksichtigt werden.
Dieses Fortbildungsprogramm wächst aus
der gesamten Belegschaft heraus, ist auf
das Haus St. Josef zugeschnitten und wird
vom AZW organisiert. Dabei wird das
Ziel verfolgt, eine weitere „Verbesserung
der Pflegequalität zu erreichen“, so der
Geschäftsführer des Haus St. Josef am Inn,
Mag. Dr. Christian Juranek.
Im Rahmen des Minipflegestudiums (Säule 1) findet an jedem ersten Mittwoch im
Monat ein Vortrag zu einem pflegerelevanten Thema im Inncafe ab 19 Uhr statt.
In den letzten zehn bzw. zwanzig Jahre hat
sich das Wissen rund um die Pflege explosionsartig weiter entwickelt. So können diese Abende Insidern, aber auch an
Pflege interessierten Externen viel Informatives geben. Die Inhalte reichen hier
von „Gewalt im Alter“ über „Hygienische
Aspekte in der Pflege“ bis hin zu „Mobile
Hospiz“ und „Rechtliche Aspekte“, etc.
Verantwortlich für diesen Bereich zeichnet Dipl.-Päd. Markus Moosbrugger.
Die zweite Säule umfasst die Pflegeausbildung, wo es zum einen um praktische
Ausbildung und zum anderen um den
Transfer Theorie - Praxis und umgekehrt
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
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BILDUNG & INNOVATION
BILDUNG & INNOVATION
Wifi Innsbruck: Neues Unternehmerzentrum
Höhere Duale Schule: Weiterentwicklung mit Spezialisierung
Lernen, Treffen und Vernetzen!
Tirols Wirtschaft ist seit Herbst 2012 um einen attraktiven Treffpunkt reicher: Das WIFI Innsbruck
hat ein neues „Netzwerkzentrum“ eingerichtet – für Unternehmer, für Funktionäre, für Fachgruppen und vor allem für die wirtschaftliche – und auch freundschaftliche Beziehungspflege.
I
n Zusammenarbeit mit Experten der
Wirtschaftskammer Tirol und mit internationalen Top-Vortragenden werden innovative sowie nachhaltige Impulse
gesetzt: Ausbildung für Gründer, Unternehmer und Nachfolger,Weiterbildung für
Führungskräfte und Manager.
Der Treffpunkt der Tiroler Unternehmer/innen und Top-Führungskräfte.
In dieser hochwertigen Atmosphäre werden
Unternehmern/innen und Mitarbeitern/
innen in leitender Position Top-Bildungsthemen präsentiert. Den Rahmen bieten
branchenindividuelle oder auch –übergreifende Top-Veranstaltungen, professionell
organisiert durch und mit dem WIFI: Das
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Eine Schule und drei Abschlüsse, kompakt in einem verpackt, auf fünf Jahre mit Berufsaussicht
und Uni-Zugang, die Rede ist von der Höheren Dualen Schulen (HD). Als staatlich anerkannter
Schulversuch startet der erste Durchgang mit Schuljahr 2013/14 in Tirol mit Schwerpunkt auf
Wirtschaft und Unternehmertum.
Vom Kongress bis zum Kamingespräch. Die Räumlichkeiten wurden
für jede potenzielle Veranstaltung geplant:
Der Eingangsbereich ist offen gestaltet mit
Empfang und Platz für die persönliche Begrüßung, der gemütliche Lounge-Bereich
bietet die Möglichkeit für die Bewirtung
der Gäste. Großveranstaltungen mit bis zu
100 Personen finden im Congress-Saal
mit modernster Seminartechnik statt, für
persönlichere Gespräche und Erfahrungsaustausch ist der Club geeignet, mit großWirtschaft im Alpenraum • März 2013
zügigen Sitzmöglichkeiten und wohlig
warmem Kamin, natürlich auch für echte
Kamingespräche zu nutzen. Für Seminare
und Workshops stehen vier weitere Seminarräume mit Platz für je 25 Personen bereit.
Ebenso können die exklusiven Räumlichkeiten des Unternehmerzentrums auch für
Ihre firmeneigenen Bildungsveranstaltungen genutzt werden. „Hier bieten wir mit
professionellen Veranstaltungen, die auf die
Bedürfnisse von unseren Unternehmern
zugeschnitten sind, eine weitere Möglichkeit zum engen Austausch zwischen Wirtschaftskammer und ihren Kunden. Unser
Ziel ist es, durch persönlichen Kontaktaufbau und –pflege sowie durch professionelle
Bildung das Wirtschaftswissen in Tirol zu
mobilisieren und damit eine gemeinsame
Innovationsplattform zu schaffen.“ Martin
Felder,Vorsitzender WIFI-Beirat.
ertreter der Landesregierung, der
Wirtschaftskammer Tirol und des
Landesschulrates Tirol ließen aufhorchen, als sie Anfang Februar 2013 das
neue Schulmodell „Höhere Duale Schule“ präsentierten. Seit Herbst 2008 ist es
in Österreich bereits möglich, die Lehre
und die Matura als integriertes Modell in
einem Paket (Matura mit Lehre) zu besuchen bzw. zu absolvieren – und das kostenfrei. Die zwei Ausbildungswege wurden gut aufeinander abgestimmt, sodass
die Auszubildenden, ganz im Gegensatz
zum begleitenden Modell, die Vorbereitungskurse für die Ablegung der Reifeprüfung während der Lehrzeit, d.h. auch
in Abstimmung mit dem Lehrbetrieb, machen. Beim begleitenden System werden
stattdessen extern, also abends und an den
Wochenenden, die Maturakurse besucht.
Gemeinsam haben beide Modelle, dass sie
den Absolventen nach Beendigung zwei
Ausbildungsabschlüsse bescheinigen: Den
Lehrabschluss und das vollwertige Maturazeugnis mit der Berechtigung zum
Hochschulstudium.
Rundum ausgebildet. Zum bereits bisherigen integrierten Modell wird jetzt
noch ein Schäubchen draufgesetzt: Bei der
Fotos: Shutterstock
V
Foto: WIFI Innsbruck
Unternehmer-Forum und Fachseminare,
die Funktionärsakademie sowie Netzwerksveranstaltungen stehen zur Auswahl
– im neuen, angenehmen Ambiente des
Unternehmerzentrums.
Das Unternehmerzentrum soll eine Plattform bieten, um
•neue Innovationen zu schaffen,
•das heute immer wichtiger werdende
Networking zu fördern,
•Erfahrungen in einer besonderen Atmos phäre auszutauschen.
Aus 1 mach 3
Die Höhere Duale Schule: Duale Ausbildung mit hohem Theorieanteil.
„Höheren Dualen Schule“ (HD) durchläuft der Auszubildende nicht nur die duale Ausbildung und die Vorbereitung zur
Matura mit Reifeprüfung, sondern absolviert zusätzlich den Unternehmerfüh-
rerschein, bekommt einen vertiefenden
kaufmännischen Schwerpunkt geboten
sowie einen betreuten Auslandsaufenthalt.
Begonnen mit dieser Ausbildung wird
bereits nach der achten Schulstufe bzw.
Fortsetzung auf Seite 68
Ansprechpartner
Unternehmerzentrum:
Mag. Corinna Gassmayer
Wirtschaftsförderungsinstitut der
Wirtschaftskammer Tirol;
Egger-Lienz-Str. 116, 6020 Innsbruck;
Tel.: +43 (0) 5 90 90 5 – 7270
Mail: corinna.gassmayer@wktirol.at
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
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BILDUNG & INNOVATION
BILDUNG & INNOVATION
Duale Ausbildung: Rund jeder Zweite
entscheidet sich in Tirol dafür.
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Connect Competence: Ihr Partner für Training, Beratung und Recruiting
Der Anbieter in Sachen Personal
Connect Competence ist das Personalberatungsunternehmen, das
höchstwertige und umfassende Beratung und Begleitung in Personalmanagement und Organisationsentwicklung bietet. Die Kunden sind
lokale wie internationale Unternehmen in verschiedensten Branchen
und Größen.
P
Landesschulrat Hans Lintner, LR Beate Palfrader und WK-Tirol Vizepräs. Martin
Felder: Absolventen werden alle Berufs- und Bildungsmöglichkeiten geboten.
HD vereint Höherqualifizierung mit
dualer Ausbildung, setzt der Zeit entsprechende Schwerpunkte und eröffnet den
Absolventen somit alle Berufs- und Bildungschancen.
Vom ersten Tag an durchlaufen die Schüler ein spezielles Ausbildungsprogramm.
Schon in der ersten Klasse der Polytechnischen Schule kommen die Auszubildenden in den Genuss des ersten Teils des
Unternehmensführerscheins. Der Fokus
liegt ganz klar auf wirtschaftlichen und
unternehmerischen Schwerpunkten. Damit will man dem großen Bedarf an Führungskräften, Unternehmern und Unternehmernachfolgern im Lande Rechnung
tragen. „Wir brauchen diese Leute“, so
Martin Felder, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Tirol.
Zudem schilderte Felder Details der Ausbildung und betonte dabei, dass „alle inhaltlichen Komponenten gut verzahnt
und optimal aufeinander abgestimmt
sind“. Und das ist etwas Neues, was es
in dieser kompakten Form bis dato noch
nicht gegeben hat. Auch ist es so, dass diese Lehrlinge für die Theorie doppelt so
viel Zeit aufwenden als bisher, d.h. dass
sie statt einmal im Jahr für zehn Wochen,
zweimal im Jahr für diesen Zeitraum die
Schulbank drücken werden. Gemeinsam
durchlaufen sie alle diese Sonderausbildung in einer Klasse.
„Bildungswütige“ Tiroler. Der Amtsführende Präsident des Landesschulrats
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
Tirol, Dr. Hans Lintner, sieht in der Höheren Dualen Schule ein weiteres Bildungsprodukt „made in Tyrol“, das in
Tirol erstmals zur Anwendung kommt.
Insbesonders den integrierten Auslandsaufenthalt möchte er in diesem Zusammenhang hervorheben, der „ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Sprache
und der Internationalisierung ist und
zur Erweiterung des Horizonts und der
Berufsaussichten für junge Menschen
führt.“ Auch sieht er das Modell Höhere
Duale Schule als Resultat einer guten
Zusammenarbeit der einzelnen Akteuren
an, der WK Tirol, dem Land und des Landesschulrates.
Die aktuelle Lehrlingsstatistik (WK Tirol)
zeigt auf, dass sich voriges Jahr wieder ca.
jeder zweite Pflichtschulabgänger in Tirol
für eine duale Ausbildung entschieden
hat. Das ist gut so, denn Österreich steht
mit einer Quote von 8,5 Prozent in Sachen Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich
zu den anderen EU-Ländern gut da, was
nicht zuletzt auch auf das duale Ausbildungssystem zurückzuführen sei, so die
Bildungslandesrätin Beate Palfrader. Weiters sei es für sie wichtig, dass in Zeiten
eines raueren Wettbewerbs die Lehrlinge
zur praktischen Ausbildung ein fundiertes
Wissen erhalten, um in der Berufswelt
von morgen besser bestehen zu können.
Diese Kombination finde man in der Höheren Dualen Schule.
Katharina Ötzbrugger
ersonalmanagement aus unterschiedlichsten Perspektiven. Connect Competence versteht sich als professioneller, kompetenter
und zuverlässiger Partner. In den Beratungen begleitet Connect Competence
Menschen und Unternehmen in den drei
Sparten Training, Beratung und Recruiting und bietet eine Vernetzung dieser
Bereiche an. Dadurch werden nachhaltige Geschäftsbeziehungen
aufgebaut
und breite
Lösungen
auf höchster
Qualität angeboten.
Foto: Connect Competence
Foto: Shutterstock
im Polytechnischen und nicht erst nach
Absolvierung der Pflichtschule, wie bei
der Lehrausbildung allein.
Die Höhere Duale Schule läuft insgesamt
über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Gestartet wird als Pilotprojekt mit einer
Klasse und 25 Schülern im kommenden Schuljahr 2013/14 in Innsbruck, im
Fachbereich Handel und Büro. Neben
der klassischen Ausbildung im Betrieb
gibt es die ergänzende Ausbildung in der
Fachberufsschule mit Zusatzausbildungen
und Coachingprogramm, die am WIFI
Innsbruck stattfinden.
Bei diesem ersten Durchlauf liegt die inhaltliche Ausrichtung des Ausbildungszweiges im wirtschaftlichen und kaufmännischen Bereich mit Fokus auf dem
Unternehmertum. In weiterer Folge ist
eine Ausweitung auf den technischen und
touristischen Zweig angedacht.
Eine Schule und drei Abschlüsse. Als
„Bildungsinnovation“ bezeichnen die
WK Tirol und das Land Tirol die Höhere Duale Schule, die die duale Ausbildung auf eine neue Ebene hebt. Die
Foto: WK Tirol
Fortsetzung von Seite 67
Christian Bauer und Ulrike
Aigner: Geschäftsführung.
„Professionelles
und
erwachsenengerechtes
Lernen mit
einem hohen
Anteil an Int e r a k t iv i t ä t
und bedarfsor ientierten
Praxisbeispielen sind das Fundament unserer Trainings“ schildert Mag. (FH) Ulrike Aigner von Connect Competence.
„Uns ist dabei eine starke Ausrichtung
auf einen bestmöglichen Umsetzungstransfer im Unternehmen ein besonderes
Anliegen“.
Gewinnende Didaktik.
Ein Methodenmix erhöht die Wirksamkeit des Lernens; damit werden die
unterschiedlichen Lerntypen erreicht.
Trainings sind vermehrt auf die Individualität und Potenziale des Einzelnen
abgestellt. Themen wie Führung, Team,
Konflikt oder Kommunikation werden
derzeit stark nachgefragt. „Inhouse-Trainings stellen eine besonders effektive
und wirtschaftliche Form der Aus- und
Weiterbildung dar“ ergänzt Dr. Christian Bauer von Connect Competence
aus seiner Erfahrung. „Basierend auf der
konkreten Ausgangssituation entwickeln
wir mit unseren Kunden maßgeschneiderte Trainings. Die Inhalte sind unternehmensspezifsch und erzielen eine
hohe Wirtschaftlichkeit durch Zeitersparnis und geringer Kosten pro Teilnehmer sowie flexible Gestaltung von
Termin/Dauer/Ort.“
CC Seminare
Inklusive einem 1-stündigen
individuellen Coachinggespräch
2 bis 4 Wochen nach Seminarende
zur Begleitung der persönlichen
Umsetzung.
• Gestern Mitarbeiter – heute
Führungskraft: Souveränität
und Akzeptanz von Anfang an
Innsbruck, 16.04.2013
Innsbruck, 12.09.2013
• Recruitinggespräche erfolgreich
führen: Fehlbesetzungen minimieren
Innsbruck, 21.05.2013
Innsbruck, 10.10.2013
• „Personal optimal“:
Personalkosten optimieren und
effizienter gestalten
Innsbruck, 04.06.2013
• Führen mit Coaching: Erweitern Sie Ihre Führungskompetenz
Innsbruck, 10.06.2013
• Train the Trainer light:
Wissen intern weitergeben
Innsbruck, 18.06.2013
• Zielvereinbarungsgespräche
richtig führen: Steigern Sie die
Ergebnisse
Innsbruck, 24.09.2013
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Grabenweg 68, A-6020 Innsbruck
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Get connected with Human Resource COMPETENCE
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
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BILDUNG & INNOVATION
Bildungs- und Wissenschaftsstandort Tirol: Ein weiterer Meilenstein
MCI-Neubau ist beschlossene Sache
Nach der Entscheidung zur Errichtung der Chemie-HTL in Kramsach gibt das Land mit dem
Neubau des MCI ein deutliches Bekenntnis zum Zukunftsthema Forschung.
Als nächstes soll das Haus der Physik angegangen werden.
Fotos: WIA
A
ls „Freudentag“ bezeichneten
der Landeshauptmann Günther
Platter, der Wissenschaftslandesrat
Dr. Bernhard Tilg und MCI-Rektor Dr.
Andreas Altmann den 26. Februar 2013,
als sie vor Journalisten traten und die Realisierung des Neubaus des Management
Center Innsbruck offiziell verkündeten.
Es ist ein Tag, an dem „ein lang gehegter
Wunsch in Erfüllung geht“, so der Rektor des MCI.
80 Millionen Investition. Schon in der
Sitzung Ende Jänner erfolgte von Seiten der Landesregierung Tirols die Einwilligung, drei Millionen Euro für Planungskosten in Zusammenhang mit dem
Neubau des MCI zu investieren. Knapp
ein Monat darauf ist es nun zum offiziellen Regierungsbeschluss zur konkreten
Umsetzung des Projekts Neubau des
Management Center Innsbruck gekommen. Im weiteren Verlauf kommt es zur
Tilg, Platter, Altmann: 80 Millionen Euro investiert das Land für den Neubau.
des Sportplatzes, die Reorganisation der
Bundesgärten, etc.
Maximal 3.200 Studierende. Gemeinsam mit der Sowi entsteht hier ein Hochschul-Campus für Studierende.
Der Raumbedarf für das MCI wird auf
ca. 18.000 Quadratmeter NettonutzAndreas Altmann: fläche bzw. 27.000 Bruttogeschossfläche geschätzt. Derzeit umfasst das MCI
„Ein lang geca. 16.500 Quadratmeter, die sich auf
hegter Wunsch
geht in Erfüllung.“ die insgesamt acht Standorte verteilen.
Zuletzt bekam die Unternehmerische
Hochschule, aufgrund von Platzmangel,
Foto: WIA
Räumlichkeiten in der alten Post hinzu
(2012). Diese Verteilung auf viele Orte
Ausschreibung eines Architektenwettbe- Innsbrucks war stets eine logistische Herwerbes. Letztendlich werden die ersten ausforderung und ist es weiterhin noch,
Bagger 2015 auf dem Areal der ehema- bis der Betrieb im neuen Bau aufgenomligen Fennerkaserne auffahren und bis men werden kann.
2018 soll das neue Gebäude stehen und
einzugsbereit sein.
Für die Verwirklichung des Bauprojektes
Günther Platter:
lässt das Land eine Summe von insge„Heute ist ein
samt 80 Millionen Euro fließen. Die Stadt
bedeutender Tag
Innsbruck stellt das Grundstück kostenfür den Wissenlos und liegenschaftsfrei zur Verfügung
schaftsstandort
und bringt Begleitmaßnahmen ein, wie
Tirol.“
etwa die Errichtung einer Abstellgarage
Foto: WIA
für Autos und Busse, die Umgestaltung
58
Wirtschaft im Alpenraum • März 2013
Von Seiten des MCI wolle man kein
„Mengenwachstum an Studierendenzahlen“ mit dem neuen Gebäude erzielen, so Altmann, sondern weiterhin auf
Qualität setzen. Derzeit zählt das MCI ca.
2.600 Studierende und in Zukunft sollen
es maximal 3.200 Studenten sein, die am
MCI ein und aus gehen. Auch im Weiterbildungsbereich, der derzeit 300 bis
500 Absolventen im Jahr zählt, soll es in
Zukunft nicht mehr als 15 Prozent Steigerung geben.
LR Tilg sieht das MCI als wichtigen
Partner in Sachen Technologie-Offensive
des Landes, das als Ausbildungs- und Forschungsstätte nicht mehr wegzudenken
sei. Das MCI ist ein „Flaggschiff“, habe
sich exzellent entwickelt und weist eine
steigende Drittmittelquote auf.
Als nächsten Step zum weiteren Ausbau
des Forschungslandes Tirol lässt das Land
Tirol drei Millionen Euro für die Planung
des Hauses für Physik springen. Vorgesehen ist, dass das neue Laborgebäude am
Technik-Campus neben dem ICT-Gebäude steht und nach derzeitigen Schätzungen auf eine Errichtungssumme von
ca. 57 Millionen Euro kommt.
Katharina Ötzbrugger
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