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Die Diasammlung umfaßt Bauten von Architekten wie Mario Botta

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Postmoderne Projektion
Das Heinrich Klotz-Bildarchiv der HfG Karlsruhe
Ausstellungs/Diplomprojekt von Julia Brandes im Großen Studio der HfG,
Eröffnung: Mi, 19. Mai 2010, 19 Uhr. Öffnungszeiten: Do, 20. Mai – Fr 21. Mai von 15 – 20 Uhr.
HEINRICH KLOTZ
UND DIE POSTMODERNE
Eine Fotografie ist ein Geheimnis über ein Geheimnis.
Diane Arbus
DAS HEINRICH KLOTZ-BILDARCHIV
DER HFG KARLSRUHE
In der Ausstellung POSTMODERNE PROJEKTION
werden schwerpunktmäßig Aufnahmen postmoderner
Architektur und deren Akteure präsentiert. Heinrich
Klotz lernt diese Architekturbewegung Ende der 1960er
Jahre aufgrund einer Lehrtätigkeit an der Yale University
in den USA kennen und ist einer der ersten Architekturtheoretiker, der postmoderne Architektur überhaupt
beachtens- und abbildenswert finden. Schließlich macht
Klotz die Postmoderne, die erste große eigenständige
Stilepoche nach nach der Klassischen Moderne, auch
mittels seiner Fotografien, in ganz Europa bekannt.
Heinrich Klotz (1935-1999), Gründungsrektor der
HfG Karlsruhe und des ZKM, renommierter Kunstund Architekturhistoriker, Kurator und Publizist, hat
im Laufe der 1960er bis 80er Jahre ca. 10.000 Aufnahmen (Farb-Kleinbilddiapositive) von historischen
und zeitgenössischen Bauwerken sowie aktueller
Malerei gemacht. Daneben entstanden zahlreiche
Portraitaufnahmen befreundeter Architekten und
Künstler. Seine Witwe, Frau Gertrud Klotz, hat diese
umfangreiche Sammlung dem Institut für Kunstwissenschaft geschenkt.
Die Diasammlung umfaßt Bauten von Architekten wie
Mario Botta, Gordon Bunshaft, Frank O. Gehry,
Bertrand Goldberg, Thomas Gordon Smith, Aldo van
Eyck, Peter Eisenman, Hans Hollein, Arata Isozaki,
Helmut Jahn, Philip Johnson, J.P. Kleihues, Leon und
Rob Krier, Charles W. Moore, Frei Otto, Richard Meier,
Reichlin + Reinhart, Kevin Roche, BBPR, Aldo Rossi,
Paul Rudolph, Renzo Piano, Moshe Safdie, Otto Steidle,
James Stirling, Robert Venturi und Denise Scott Brown
und vielen anderen.
Aufnahmen von Gebäuden, zunächst als ein Akt der
persönlichen Aneignung und direkten Raumerfahrung.
Darüberhinaus verwendet er seine Bilder für Forschung
und Recherche, als Argumentationsinstrumente, zur
Veröffentlichung in zahlreichen Publikationen und
Diavorträgen sowie für die kunstwissenschaftliche Lehre.
Die Klotzsche Bildästhetik ist durch schräge Linien,
ungewöhnliche Perspektiven und Ausschnitte, Einbeziehung von urbanem und landschaftlichen Kontext sowie
der häufigen Anwesenheit von Menschen im Bild
gekennzeichnet.
DER FOTOGRAF HEINRICH KLOTZ
Schon in seiner Jugend fotografiert Heinrich Klotz viel
und voller Begeisterung. Als Kunstwissenschaftler mit
großer Leidenschaft für Architektur, entstehen zahlreiche
Vermeintlich objektive Formen etablierter (Architektur-) Dokumentation lehnt Klotz ganz bewußt ab. Eine
„essayistische“, spontane und subjektive Wahr nehmungsund Abbildungsweise von Kunstwerken und Architektur
ist Heinrich Klotz stets ein großes Anliegen, dies spiegelt
sich sowohl in seinem Schreiben und Lehren, als auch im
Fotografieren deutlich wider.
BILDWISSENSCHAFT, BILDARCHIV,
ARCHIVE AUSSTELLEN
In der zeitgenössischen Kunst kann ein gewisser Trend
zu dokumentarisch-archivischen Ausstellungen
konstatiert werden. Woher kommt das Bedürfnis junger
Künstler, historische Techniken, Themen, Personen,
Archive, Sammlungen und Objekte zu analysieren, zu
rekonstruieren, zu re-enacten und diese im Kunstkontext zu präsentieren?
Ganz grundsätzliche Fragen nach Umständen der
Bildproduktion, Bildreproduktion und Bildrezeption
können anhand der Dias aufgegriffen werden.
Diese Bewegung wird durchaus kritisch aufgenommen
zu einer aktuellen, dabei nicht nostalgischen Position
transformiert.
Ein weiteres wichtiges Thema rückt in den Fokus: das
analoge oder digitale Bildarchiv, dessen Bedeutung,
Organisation, Präsentation und Zugänglichkeit heute.
Wie gehen wir mit den historischen Bildern um,
werden sie verschwinden, transformiert, aktualisiert?
THESEN
1. Postmoderne Entwurfstechniken im Sinne von
Heinrich Klotz sind hochaktuell hinsichtlich der
Einbeziehung von zeitlich-, räumlich-, technisch- und
gesellschaftlich-kontextualen Aspekten, sowie einer
Geisteshaltung distanzierender Ironie.
4. Allein Bilder „von etwas“ erklären weder zeitliche
noch abstrakte Zusammenhänge. Es sind stets Worte schriftlich oder mündlich – vonnöten, um theoretische
Zusammenhänge zu erklären. Das Gezeigte muß aber mit
dem Gesagten/Geschriebenen nicht übereinstimmen.
5. Heinrich Klotz‘ Fotografien sind künstlerische
Fotografien.
2. Dokumentarfotografie kann nicht neutral sein,
vielmehr ist sie wie jede Abbildungstechnik ebenso
Interpretation der Realität durch Bedingungen der
Aufnahme, ihrer Reproduktion und Präsentation.
3.Verfügbarkeit und Charakter der Bilder von Kunst/
Architektur bestimmen den Inhalt des Diskurses wesentlich mit, dies muß bei der Nutzung von Bildmaterial,
gleich welchen Mediums stets mitbedacht werden.
Postmoderne Projektion. Das Heinrich Klotz-Bildarchiv der HfG Karlsruhe.
www.postmoderneprojektion.hfg-karlsruhe.de
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Kunst und Fotos
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