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Budget 2015 und Steuerfuss 100 % (wie bisher) - Schule Erlen

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Traktandum 4
Budget 2015 und Steuerfuss 100 %
(wie bisher)
HRM2 - Harmonisiertes Rechnungslegungsmodell 2
Wie an der letzten Gemeindeversammlung im Mai 2014 informiert, hat die
Schulbehörde beschlossen, die Rechnungslegung per 2015 auf das Harmonisierte Rechnungslegungsmodell 2 (HRM2) umzustellen.
Die rechtlichen Grundlagen sind in der Verordnung des Regierungsrates
über das Rechnungswesen der Gemeinden vom 23. April 2013 festgehalten (Rechtsbuch des Kantons Thurgau, Nr. 131.21). HRM2 löst das
bisherige Rechnungsmodell ab, das aus dem Jahr 1989 stammt.
Das HRM2 führt zu einer einheitlichen Rechnungslegung von Bund,
Kantonen und Gemeinden. Es beinhaltet eine Annäherung an die privatwirtschaftliche Rechnungslegung, indem beispielsweise die Begrifflichkeiten angepasst und die Abschreibungen aufgrund der Nutzungsdauer
vorgenommen werden.
Die Umstellung auf HRM2 führt zu einem wesentlich erweiterten Kontenplan und bringt vielfach eine veränderte Zuteilung von Aufwänden und
Erträgen zu den Konten. Dadurch sind Budgets und Rechnungen in der
Übergangsphase im Detail nicht mehr direkt vergleichbar. Die Vergleiche
beschränken sich auf die Totale von Arten und Funktionen und sind auch
auf dieser Ebene noch mit Vorbehalten verbunden.
Erfolgsrechnung
Die Erfolgsrechnung (bisher als "laufende Rechnung" bezeichnet) umfasst
wie bisher ein Kalenderjahr. Neu wird das Ergebnis in einem gestuften
Erfolgsausweis dargestellt. Die erste Stufe zeigt die betrieblichen Aufwände und Erträge, die zweite Stufe den Finanzaufwand und -ertrag. Aus
diesen beiden Stufen zusammen resultiert das operative Ergebnis. Die
dritte Stufe beinhaltet die ausserordentlichen Aufwände und Erträge (bei
den Schulen im Wesentlichen die Vorfinanzierungen). Operatives und
ausserordentliches Ergebnis ergeben zusammen das Gesamtergebnis der
Erfolgsrechnung.
Budget 2015
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Der Kontenplan nach HRM2 gliedert die Funktionen detaillierter als bisher
und stellt diese neu vierstellig dar. Auch die Artengliederung ist auf vier
Stellen erweitert worden, teilweise ergänzt mit zweistelligen Untergliederungen. Dies führt zu deutlich mehr Einzelkonten, weshalb in der vorliegenden Botschaft nicht mehr alle Details abgedruckt werden. Auf den
nachfolgenden Seiten finden Sie die gestufte Erfolgsrechnung nach zweistelliger Artengliederung und die detaillierte Artengliederung (vierstellig,
wo vorhanden zusätzlich die erste Stelle der Untergliederung). Die Funktionen werden zwar vollständig, also vierstellig, dargestellt, allerdings nur
noch mit den Totalen der Aufwände und Erträge. Als Mindestanforderung
müsste in der Botschaft lediglich die zweistellige Artengliederung (gestufter Erfolgsausweis) und die Funktionale Gliederung mit drei Stellen
präsentiert werden.
Das detaillierte Budget mit allen Einzelpositionen kann bei der Schulverwaltung bezogen und auf der Website der Schule eingesehen werden.
Unter www.schule-erlen.ch, Rubrik Aktuell/Termine, Gemeindeversammlung steht der unkommentierte EDV-Ausdruck als pdf-Datei zum Download bereit.
Investitionen und Abschreibungen
Ausgaben für Objekte mit mehrjähriger Nutzungsdauer und damit verbundene Einnahmen werden wie bisher in der Investitionsrechnung
verbucht und per Ende Jahr als Aktivierung (Ausgaben) bzw. Passivierung
(Einnahmen) in die Bilanz übertragen. In Anlehnung an die Empfehlung
gemäss § 8 der Verordnung über das Rechnungswesen der Gemeinden
hat die Schulbehörde die Aktivierungsgrenze auf Fr. 50'000.-- festgelegt
(bisher Fr. 100'000.--). Dies bedeutet, dass Ausgaben für ein Einzelvorhaben, welche diesen Betrag übersteigen, in die Investitionsrechnung
aufgenommen und damit erst in den Folgejahren etappenweise zu Lasten
der Erfolgsrechnung abgeschrieben werden.
Die Abschreibung des Verwaltungsvermögens erfolgt neu linear nach der
für die entsprechende Anlagekategorie vorgegebenen Nutzungsdauer. Die
Anlagekategorien und zugehörigen Nutzungsdauern sind im Anhang zur
Verordnung über das Rechnungswesen der Gemeinden geregelt. Für uns
sind derzeit folgende Kategorien massgebend:
Anlagekategorie
 Gebäude, Hochbauten,
bebaute Grundstücke
 Mobilien, Ausstattungen, Maschinen,
Fahrzeuge, Haustechnik
 Informatik- und Kommunikationssysteme
Nutzungsdauer
Abschreibungssatz linear
33 Jahre
3.0 %
8 Jahre
4 Jahre
12.5 %
25.0 %
Gemeindeversammlung vom 27. November 2014
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Das bestehende Verwaltungsvermögen wird nicht neu bewertet. Für die
Tilgung der bestehenden Restbuchwerte hat die Behörde für jedes einzelne Objekt die verbleibende Restnutzungszeit definiert und die daraus
folgende jährliche Abschreibungsquote festgelegt.
Objekt
jährlicheAbschreibungsquote
 Sportanlagen Erlen
Beachvolleyballfeld 2013 *
 Kindergarten Riedt
 Unterstufenschulhaus
Sanierung 2013 *
 Mittelstufenschulhaus
 Sekundarschulhaus
Lernumgebungen 2014 *
 Schulhaus Kümmertshausen
 Schulhaus und Turnhalle Andwil
Sanierung Heizung 2014 *
 Backsteinhaus
Sanierung Heizung/Umbau UG 2012 *
 Aachtalhalle **
 Informatikanlagen Sek 2012 *
Total Abschreibungsbedarf 2015
20'000
10'000
20'000
20'000
50'000
120'000
110'000
35'000
20'000
20'000
25'000
20'000
25'000
150'000
50'000
Restnutzungs dauer
7 Jahre
5 Jahre
13 Jahre
10 Jahre
24 Jahre
14 Jahre
22 Jahre
8 Jahre
1 Jahr
9 Jahre
8 Jahre
11 Jahre
6 Jahre
29 Jahre
2 Jahre
695'000 gerundet 700'000
* bereits bisher lineare Abschreibung, Weiterführung wie mit Kreditbegehren/Bauabrechnung genehmigt
** bisherige Abschreibungsquote: 215'000 (25 Jahre), Erhöhung der Nutzungsdauer in
Anlehnung an die neuen Richtlinien
Der Abschreibungsaufwand wird neu in der entsprechenden Funktion
geführt, für die Schulbauten also in der Funktion Liegenschaften (2170),
für die Informatikanlagen der Sekundarschule direkt in dieser Stufe
(2130). Damit sind die Abschreibungen nicht mehr der Funktion Finanzen
und Steuern (9) zugewiesen, sondern werden dem Bildungsaufwand
(Funktion 2) belastet.
Budget 2015
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Erfolgsrechnung
Das Budget 2015 rechnet mit einem Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit
von - 132'000 Franken. Aus der Finanzierung resultiert ein Nettoergebnis
von - 127'000 Franken, was ein operatives Ergebnis von - 259'000
Franken ergibt. Da keine ausserordentlichen Aufwände und Erträge
erwartet werden, lautet auch das Gesamtergebnis auf - 259'000 Franken.
Betrieblicher Aufwand
Gegenüber dem Budget 2014 ist beim Personalaufwand eine Zunahme
um gut 1,5 % zu verzeichnen. Nebst der Lohnentwicklung sind grössere
Pensen im Kindergarten (fünfte Abteilung erstmals das ganze Jahr) und in
der Sekundarschule (für die individuelle Betreuung der SchülerInnen in
den Lernumgebungen) die Gründe dafür. Andererseits gibt es neu
Aufwandminderungspositionen im Personalbereich, welche bisher der
Ertragsseite gutgeschrieben wurden (z.B. Taggelder von Unfall- und
Krankenversicherung sowie EO-Leistungen und Rückerstattungen des
Kantons für Bildungssemester).
Der Sachaufwand wächst von 1,39 Mio. Franken auf gut 1,53 Mio.
Franken oder um gut 10 %. Allein für den baulichen Unterhalt der
Schulanlagen sind Fr. 255'000.-- budgetiert, Fr. 90'000.-- mehr als im
Vorjahr. Auch die in diesem Bereich konsequentere Bruttoverbuchung
führt zu einem höheren Aufwand. Erstmals werden nämlich die Kosten für
Schulreisen und Lager brutto belastet und die Elternbeiträge als Ertragsposition ausgewiesen (Entgelte).
Gemeindeversammlung vom 27. November 2014
27
Der Abschreibungsaufwand ist geringer als in den Vorjahren, zu einem
grossen Teil wegen der kleineren Abschreibungsquote für die Aachtalhalle
(siehe auch Hinweis auf Seite 25). Auch die Quoten für das Sekundarschulhaus und das Mittelstufenschulhaus sind kleiner als bisher - als Folge
der Umstellung auf die lineare Abschreibung und die längere Abschreibungsdauer für Gebäude (bisher 25 Jahre, neu 33 Jahre).
Mit weniger als 1 % Anteil am Gesamtaufwand ist der Transferaufwand
marginal. Er beinhaltet die Steuerbezugskosten sowie den Bezug von
Leistungen von andern Gemeinden, konkret Psychomotoriktherapien,
welche Kinder aus unserer Gemeinde in Nachbarschulen besuchen, da
dieses Angebot in Erlen nicht besteht.
Die internen Verrechnungen sind nicht ergebniswirksam, sie neutralisieren
sich mit der entsprechenden Position bei den Erträgen.
Betrieblicher Ertrag
Der Steuerertrag wurde auf der Basis der aktuellen Sollstellung für das
Rechnungsjahr 2014 (Stand August) budgetiert, mit einer Zunahme des
Ertrages von natürlichen Personen um 2,5 % im Hinblick auf eine
Bevölkerungszunahme aufgrund der aktiven Wohnbautätigkeit.
Die Entgelte umfassen einerseits die Benützungsgebühren für die Schulanlagen (Dauerbelegungen und Veranstaltungen), andererseits die erstmals ausgewiesenen Elternbeiträge für Klassenlager und Schulreisen.
Andererseits sind die Rückerstattungen für Personalaufwände ab 2015
nicht mehr in dieser Position enthalten, diese werden neu direkt als
Aufwandminderungen im Personalaufwand verbucht.
Unter verschiedene Erträge sind die Erträge für das Abschlussmusical der
Sekundarschule (Ticketverkauf, Sponsoring) veranschlagt.
Budget 2015
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Die Finanzausgleichsleistungen werden neu als Transferertrag bezeichnet.
Wesentliche Faktoren zur Berechnung dieses Ertrages sind einerseits die
Schülerzahlen und die Pauschalansätze, andererseits die eigenen Steuererträge. Im Budget 2014 wurde mit tieferen Pauschalansätzen gerechnet,
allerdings sind die Kürzungen weniger gravierend ausgefallen als angenommen. Ebenfalls zum Transferertrag gehören die Grundstückgewinnsteuern sowie die Schulgeldzahlungen für die Sekundarschüler aus
Buchackern und die ausserkantonal wohnhaften Sportschüler.
Die internen Verrechnungen sind nicht ergebniswirksam, sie neutralisieren
sich mit der entsprechenden Position bei den Aufwänden.
Gestufte Erfolgsrechnung
Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit lautet auf netto - 132'000 Franken und ist damit erheblich schlechter als im Rechnungsjahr 2013, aber
besser als im Budget 2014. Im Vergleich zur Rechnung 2013 nehmen die
betrieblichen Aufwände um rund 430'000 Franken zu, während die
betrieblichen Erträge lediglich um gut 60'000 Franken zunehmen.
Das Ergebnis aus Finanzierung ist in den drei Vergleichsjahren recht
stabil. Somit zeigt das operative Ergebnis (Ergebnis aus betrieblicher
Tätigkeit und aus Finanzierung zusammen) dieselben Schwankungen wie
das betriebliche Ergebnis.
Ausserordentliche Aufwände und Erträge werden im Budget 2015 nicht
erwartet. Schliesslich resultiert ein Gesamtergebnis von - 259'000 Franken im Budget 2015.
Gemeindeversammlung vom 27. November 2014
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Steuerfuss 100 % (wie bisher)
Trotz des negativen Budgetergebnisses beantragt die Behörde, den
Steuerfuss unverändert bei 100 % zu belassen. Die Schule verfügt nach
wie vor über ein solides Eigenkapital, sodass der Aufwandüberschuss
aufgefangen werden kann.
Investitionsrechnung
In der Investitionsrechnung sind die finanziellen Folgen für die beiden
Bauvorhaben verzeichnet, über welche unter den Traktanden 2 und 3
separat abgestimmt wird.
Die Zustimmung zu diesen beiden Kreditbegehren vorausgesetzt, resultieren Nettoinvestitionen von Fr. 1'308'334.--, welche aktiviert werden
und in den folgenden Jahren abzuschreiben sind.
Antrag
Sehr geehrte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger
Die Behörde beantragt Ihnen
 den Steuerfuss 2015 auf 100 % festzulegen (wie bisher).
 das vorliegende Budget für die Erfolgsrechnung 2015 mit einem
Gesamtergebnis von - Fr. 259'000.-- (Aufwandüberschuss) zu genehmigen.
Die Genehmigung des Budgets für die Investitionsrechnung erübrigt sich,
nachdem diese ausschliesslich Investitionsausgaben und -einnahmen
enthält, über welche unter den vorstehenden Traktanden 2 und 3 separat
abgestimmt wird.
Budget 2015
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