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Erklärung - Cannstatter

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Redebeitrag von Horst Fehlauer von den „Bad Cannstattern gegen Stuttgart 21“ bei der
Bezirksbeiratssitzung am 22.10.2014 in Bad Cannstatt
Das Thema heute ist „Grünes Licht für die Zerstörung der Mineralquellen“ oder Bad
Cannstatter gegen Stuttgart 21 zum Dritten!
Ja zum dritten mal sind wir hier um unsere Bezirksbeiräte für das unersetzliche Mineralwasser
zu sensibilisieren!
Wir sind empört über die Entscheidung des EBA vom 23.September 2014 mit der es die
Grundwasserentnahmemenge auf 6,8 Millionen Kubikmeter für den verkehrstechnischen
Rückbau des Kopfbahnhofs genehmigt hat!
Vom Tisch gewischt wurden damit über 10.000 Einwendungen besorgter Bürgerinnen. Wir
sehen in dieser Entscheidung einen Freibrief für die Zerstörung unserer einzigartigen
Mineralquellen. Wir sind aber auch enttäuscht von Ihnen – unseren Bezirksbeiräten! Hat
selbst noch OB Dr. Schuster seine Aussage: „Die Gefährdung des Mineralwassers ist das
K.O-Kriterium für S 21“ kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt wiederholt und
bekräftigte, so vermissen wir von Ihnen derartige Aussagen und Aktivitäten zum Schutz
unseres Mineralwassers. Ist Ihnen nicht bewusst, dass Wasser ein Gottesgeschenk an alle
Menschen ist?? Solch ein Geschenk gibt man nicht in die Hände von Profiteuren!. Wie
kommt das EBA dazu über unser aller Wasser zu entscheiden? Für uns „Bad Cannstatter
gegen S21“ ist diese Genehmigung eine unerträglicher Freibrief für den massiven Eingriff
und Gefährdung unseres Heilquellenschutzgebietes. Planer, die nicht einmal fähig sind die
Wassermenge richtig zu berechnen, kann man nicht zutrauen, die dem Wasser zustehende
Achtung entgegenzubringen.
Dem skandalösen Treiben der Bahn sollte man sofort durch den Entzug der wasserrechtlichen
Genehmigung das Handwerk legen. Der beste Schutz für unser Mineralwasser ist der
sofortige Baustopp für diesen querliegenden Schiefbahnhof S 21!!.
Wie der Rostschwindel der Bahn mit den blauen Rohren weitergeht hat Dipl.Ing. Hans
Heydemann eindringlich auf der 243. Montagsdemo am 20.10.2014 vorgetragen. Mit seiner
Erlaubnis darf ich daraus auszugsweise zitieren:
„Wir erinnern uns: am 24.6.2014 hatte dummerweise ein Bau-LKW die Blauen Rohre auf der
S21-Baustelle in der Jägerstraße umgerissen – das herausfließende Rostwasser war dem Amt
für Umweltschutz unerklärbar; deshalb empfahl man dem EBA, der Bahn eine 2-monatige
Überwachung des Wassers auf Eisen und abfiltrierbare (=ungelöste) Stoffe anzuordnen. So
wollte man die besorgte Öffentlichkeit wieder ruhig stellen: Seht her, wir tun ja was; wir
lassen doch alles überwachen, es hat alles seine Richtigkeit.
Am vergangenen Freitag ist nun diese 2-monatige Überwachung des Wassers in den Blauen
Rohren abgelaufen. Wie es heißt, hat die Bahn keinen Rost darin gefunden; der festgestellte
Eisengehalt sei gering, das Wasser klar und unbedenklich, die Einleitgrenzwerte wären
eingehalten.
Doch in Wahrheit geht das Rosten in den Blauen Rohren unvermindert weiter, das lässt sich
durch kein noch so ausgeklügeltes Messverfahren aufhalten! Die Öffentlichkeit wird einmal
mehr mit falschen Angaben getäuscht.
Neue, Mitte September von uns entnommene Wasserproben sind keineswegs unbedenklich
und klar: sie weisen – wie nicht anders zu erwarten – wiederum hohe Eisengehalte auf; die
abfiltrierbaren (ungelösten) Stoffe überschreiten den festgelegten Einleitgrenzwert von 20
mg/l um ein Mehrfaches! Die Stuttgarter Zeitung hat in der Samstags-Ausgabe ausführlich
darüber berichtet.“
Weiter sagte Hans Heydemann:
„Das Überschusswasser mit seiner hohen Rostfracht wird ungereinigt in den Neckar
abgeleitet – ausgerechnet in das hier ausgewiesene „Fisch-Schongebiet“ zwischen
Cannstatter Schleuse und Fußgängersteg. Offenbar wurde dies im Planfeststellungsverfahren
gänzlich übersehen.“
Es wäre wichtig, dass sie den ganzen Vortrag von Hans Heydemann lesen und die
Befürworter und die Betreiber von S 21 mit diesen Tatsachen konfrontieren!
http://www.bei-abriss-aufstand.de/2014/10/20/s21-rostschwindel-der-bahn-mit-blauenrohren-geht-weiter/
Diese Rostbrühe gefährdet den gesamten Wasserbestand in unserer Region!
Wie dieses Wasser, das durch die blauen Rohre fließt aussieht kann ich Ihnen zeigen (hält
Flasche mit Rostwasser hoch). Hans Heydemann hat diese Probe am 14. September 2014 aus
dem Brunnen 10 (Nähe Klettpassage) entnommen! Sieht gar nicht schlimm aus – oder? (Dreht
Flasche auf den Kopf und der am Boden abgesetzte Rost verteilt sich). Würden Sie Ihre Füße
in diesem Wasser waschen wollen? Oder eine kleine Menge ihrem Trinkwasser zugeben?
Der geplante und vielleicht irgendwann fertig gestellte Bahnhof, der dann vielleicht sogar in
Betrieb geht, wird der Region allenfalls für einige wenige Jahrzehnte Dienst tun. Das Wasser
aber ist von unschätzbarem Wert und muss für alle nachfolgende Generationen erhalten
werden – das verlangt auch das Grundgesetz. Denn Wasser lässt sich durch nichts anderes
ersetzen.
Für trinkbares Wasser wird noch viel Blut auf dieser Erde fließen – mehr als für alle anderen
Bodenschätze zusammen. Machen Sie sich nicht mitschuldig und helfen Sie mit, dieses
Wahnsinnsprojekt S 21, das zu den drei schlechtes geplanten Großprojekten der Gegenwart
gehört, schnellstmöglichst zu stoppen. An Sie Herr Löffler unsere Bitte und unser Antrag:
Setzen Sie kurzfristig eine Sondersitzung an, in der das „Cannstatter Mineralwasser und seine
Gefährdung durch S 21“ das Thema ist. Und laden Sie dazu Fachleute der Befürworter und
Gegner des S21-Projekts ein.
Nach den beiden ersten Redeauftritten hier, habe ich immer gesagt: „Ich bedanke mich für
Ihre Aufmerksamkeit“. Das werde ich heute nicht sagen. Sollten Sie wieder in dieser Sache
untätig bleiben, kommen wir ein viertes mal um Ihnen den Rost runterzumachen.
Viel lieber wäre mir, wenn ich beim vierten mal mich bei Ihnen für ihre heutige
Aufmerksamkeit bedanken könnte. An Ihrem Tun werden wir sie bewerten und nicht an
Sonntagsreden! Oben bleiben!
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Seele and Geist
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