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Kameras sehen wie Augen Fernbedienung telefoniert mit dem TV

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TECHNIK & GESELLSCHAFT
VDI nachrichten · 22. September 2006 · Nr. 38
Bildverarbeitung: Sensoren, Signalverarbeitung und Monitore arbeiten Hand in Hand
Kameras sehen wie Augen
VDI nachrichten, Düsseldorf, 22. 9. 06, jdb –
Reality-TV einmal anders: Forscher sind heute in der Lage, mit
raffinierten Algorithmen das ganze Sehspektrum des Menschen
technisch abzubilden. Neben teuren Spezialmonitoren sind auch
normale Flachbildschirme bei entsprechender Signalaufbereitung
in der Lage, diese High-Dynamic-Range-Videos (HDR) zu zeigen.
Z
wischen totaler Finsternis und
grellem Licht sieht das menschliche Auge praktisch alle Schattierungen und Abstufungen. Doch bisherige LCD-Monitore geben nur einen
Bruchteil dessen wieder. Kann z. B. das
Auge simultan Helligkeitswerte von
mindestens fünf Größenordnungen erkennen, sind die meisten digitalen Kameras und Monitore nur in der Lage,
zwei bis drei Größenordnungen der
Helligkeitswerte (dynamischer Bereich
1:100 – 1:1000, 40–60 dB) aufzunehmen
oder wiederzugeben.
Das, so Markus Strobel, Leiter der
Gruppe Systemintegration am Stuttgarter Institut für Mikroelektronik (IMS
Chips), führt zu Kompromissen: Bei
grellem Gegenlicht wählt man eine
kleine Blende, und schon kann man in
den dunkleren Bildbereichen kaum
noch etwas erkennen. Oder umgekehrt: Bei offener Blende stört jedes
noch so kleine, aber helle Streulicht.
Doch ein Ende der Kompromisse ist in
Sicht: Denn die Stuttgarter Forscher haben im Verbund mit Kollegen um Prof.
Karol Myszkowski vom Saarbrücker
Max-Planck-Institut für Informatik
und dem kanadischen Flachbildschirmanbieter BrightSide Technologies aus Vancouver eine Einheit von
Aufnahmegerät, mathematisch optimierter Bildverarbeitung und optimiertem Display vorgestellt, die bisherige Sehgewohnheiten im wahrsten
Sinne desWortes in den Schatten stellt.
Wichtig ist laut Strobel, dass durch
die Entwicklung der in der Kamera ein-
Selbst moderne HDTV-Bildschirme stellen noch nicht den gesamten Helligkeits- und
Farbraum dar, den das menschliche Auge erkennen kann. Foto: Ipon
gesetzten Bildsensoren mit hoher Dynamik jetzt die vollständige digitale Information zur Verfügung steht, die man
bei späterer Bildwiedergabe über das
gesamte Sehspektrum braucht. Der in
Saarbrücken eingesetzte Algorithmus
zaubert dann Bilder bislang ungekann-
ter Brillanz auf die am Institut stehenden Monitore von BrightSide.
„HDR wird die visuelle Wahrnehmung revolutionieren“, zeigt sich Professor Karol Myszkowski vom Saarbrücker Max-Planck-Institut für Informatik überzeugt. Die Helligkeit des – ziem-
11
lich teuren – kanadischen 37-Zoll-Monitors startet bei 0 Candela (cd) und erreicht die Brillanz von 3000 cd/m2. Der
Algorithmus der Saarbrücker Forscher
liefert die Grundlage, die durch die dynamische Sensoren erfassten Bildinformationen in hinreichender Geschwindigkeit zu verarbeiten.
Aber auch mit bereits existierenden
TV-Geräten und Computerbildschirmen kann man sich für HDR-Videos
begeistern. Denn am Max-Planck-Institut für Informatik wurde ein HDR-Video-Spieler entwickelt, der eine optimale Wiedergabe sowohl für HDR-Geräte als auch für normale Displays mit
bester Qualität gewährleistet. Und außer IMS Chips und Spheron VR aus
Waldfischbach-Burgalbe bei Kaiserslautern sind weitere Firmen in die Entwicklung von LCD-Monitoren für einen
breiteren Helligkeitsbereich und für eine bessere Farbskala eingebunden.
„Letztlich werden alle Bildschirmarten
davon profitieren“, erläutert Strobel.
ULRICH SCHMITZ
Medien: ProSiebenSat.1 startet interaktives Fernsehen
Fernbedienung telefoniert mit dem TV-Sender
VDI nachrichten, Düsseldorf, 22. 9. 06, jdb –
Zuschauer der Sender von
ProSiebenSat.1 sollen bald
interaktiv werden: Mit der Fernbedienung „Betty“ der
Swisscom-Tochter Betty-TV
können sie an Abstimmungen
oder Quizspielen teilnehmen.
B
ereits seit dem Frühjahr können
unsere Nachbarn in der Schweiz
auch beim Fernsehkonsum aktiv
werden: Mit der interaktiven Fernbedienung „Betty“ haben sie die Möglichkeit, an Abstimmungen oder Gewinnspielen teilzunehmen, aber auch werbliche Angebote abzurufen. Das Unternehmen Betty-TV, das der Swisscom
Fixnet AG gehört, und SevenOne Intermedia,
das
Multimediaunternehmen
der
ProSieben-
Aktiv auf der Couch:
Über die Telefonleitung
gibt Betty die Eingaben
der Zuschauer an die
TV-Anstalten zurück.
Foto (2): Betty-TV
Sat.1-Gruppe, haben nun eine Kooperation vereinbart, um Betty auch auf
dem deutschen Markt einzuführen.
Ab Januar 2007 soll Betty flächendeckend im Handel verfügbar sein. Interaktive Zusatzangebote soll es dann
auf den Sendern Sat.1, ProSieben, kabel
eins und N24 geben. Bis Ende nächsten
Jahres, so rechnen die Verantwortlichen recht optimistisch, sollen bereits
bis zu 1 Mio. Bettys abgesetzt werden.
Das Gerät soll zum empfohlenen Verkaufspreis von 39,90 € auf den Markt
kommen.
Betty funktioniert laut BettyDeutschland mit jedem Fernsehgerät,
egal ob der Empfang per Antenne, Satellit oder Kabel erfolgt. Die Fernbedienung ist über einen Funk-Adapter mit
dem Fernsehsignal verbunden. Dieser
steckt in der Scart-Buchse des Fernsehgeräts. Der Adapter erkennt den eingeschalteten Fernsehsender und liest das
in das Fernsehbild eingestanzte Zu-
satzsignal aus. So ist Betty
immer synchron zum Bild.
Die ausgelesenen Informationen werden per
Funk an die Betty-Fernbedienung geschickt. Für
den Rückkanal nutzt Betty
den
Festnetzanschluss
über einen drahtlosen Telefonadapter.
Neben der Zuschauerbindung mittels interaktiver Inhalte haben die
Verantwortlichen natürlich auch die Werbewirtschaft im Blick: „Die Markenführung der Zukunft
basiert auf emotionaler
und
reichweitenstarker
Werbung einerseits und
einer dialogorientierten
Ansprache der Verbraucher andererseits. Betty ermöglicht es uns erstmals,
Fernbedienung mit
Zusatznutzen: Vier Tasten
dienen der Interaktion.
beide Kardinalfunktionen in einem Medium –
dem Fernsehen – zu vereinen“, sagt Peter Christmann, Vorstand Sales &
Marketing der ProSiebenSat.1 Media AG.
Was die Chancen des
Produktes auf dem deutschen Markt angeht, geben sich beide Partner
optimistisch: Bereits im
Jahr 2004 habe man die
Bereitschaft der Zuschauer zum aktiven Mitmachen beim Fernsehen
unter realen Nutzungsbedingungen getestet,
heißt es in einer Pressemitteilung. Demnach lagen die Teilnehmerquoten des zweimonatigen
Feldtests bei durchschnittlich 41 %.
jdb
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