close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Eine Riesen-Gaudi, bunt wie Konfetti - Wieslocher Hausfrauen

EinbettenHerunterladen
WIESLOCH−WALLDORF
Nr. 36 / Rhein-Neckar-Zeitung
Montag, 13. Februar 2012
3
LOKALREDAKTION WIESLOCH
So erreichen Sie die Lokalredaktion:
Anzeigen/Vertrieb:
Tel. 0 62 22 - 58 76-0
Fax 0 62 22 - 58 76-19
E-Mail: ANZ-Wiesloch@rnz.de
Tel. Redaktion:
0 62 22 - 58 76-20
Fax Redaktion:
0 62 22 - 58 76 29
E-Mail: red-wiesloch@rnz.de
Schwerer Unfall
auf der A5
Zehn Personen wurden verletzt
Walldorf. Gestern gegen 15.30 Uhr hat
sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der
A5 bei Walldorf ereignet. Zehn Personen
erlitten Verletzungen, darunter fünf Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren.
Lebensgefahr besteht laut Polizei bei keinem der Verletzten. Ein 24 Jahre alter Autofahrer war in südlicher Richtung unterwegs gefahren und hatte die Autobahn an der Anschlussstelle Wiesloch/Walldorf verlassen. Hierbei geriet er
der Polizei zufolge in der scharfen
Rechtskurve aufgrund überhöhter Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn.
Dort streifte er einen entgegenkommenden Pkw, der auf die Autobahn in Richtung Karlsruhe auffahren wollte. Anschließend prallte das Auto des 24-Jährigen frontal auf einen weiteren Wagen.
Bei dem Unfall wurden insgesamt zehn
Personen verletzt, darunter der Unfallverursacher. Die Verletzten wurden nach
notärztlicher Versorgung an der Unfallstelle in umliegende Kliniken eingeliefert. Es entstand ein Gesamtsachschaden
von rund 52 000 Euro.
Narren fordern den
Rathaus-Schlüssel
Wiesloch. Die Narren der KG Blau-Weiß
laden zum Sturm aufs Wieslocher Rathaus ein: Am Samstag, 18. Februar, um
11.11 Uhr findet das Spektakel auf dem
Marktplatz statt. Bis Aschermittwoch
wird die KG den Rathausschlüssel dann
in ihrer Obhut behalten. Vom Palatin aus
startet ein kleiner Umzug mit dem Musikzug Dilsberg und führt die Hauptstraße entlang zum Marktplatz. Dort trifft
er auf den Kurpfälzer Fanfarenzug Wiesloch. Zusammen spielen sie heitere Stücke. Die Karnevalisten werden dann mit
hieb- und stichfesten Argumenten die
Herausgabe des Rathausschlüssels fordern. Die Wieslocher Hausfrauen sorgen
für das leibliche Wohl. Alle Freunde der
Fastnacht sind willkommen, bunte Kostüme sind erwünscht. Bei schlechtem
Wetter ziehen alle ins Rathausfoyer ein.
Rauschendes Fest mit
Hits von Abba
Wiesloch. Vier Londoner Musical-Darsteller begeben sich auf eine Zeitreise in
die wilden Siebziger. Am Freitag, 2. März,
20 Uhr, ist „Abba Mania“ auf ihrer „Forever Gold Tour“ im Palatin zu Gast. Versprochen wird ein rauschendes Fest mit
den Hits der weltberühmten Band. Bühnenbild, Kostüme und Songs wie „Waterloo“ oder „SOS“ sollen für das authentische Abba-Gefühl sorgen. Tickets
erhält man per Telefon 0 61 02/7 76 65, an
den bekannten Vorverkaufsstellen und an
der Palatin-Kasse, 0 62 22/58 26 60.
DIE RNZ GRATULIERT
Alles
Weg von der Kälte, hin zur Sommersonne ging es mit der Strandparty (oben li.) bei der Fastnachtssitzung der Wieslocher Hausfrauen. „Eine ganz besondere Hochzeit“ (oben re.) mit lustigen Schlager-Zitaten wurde gefeiert und „Im Café“ (unten li.) häuften sich die Missverständnisse, weil die Darstellerinnen alles können, außer Hochdeutsch. Zu Lady Gagas Lied „Telephone“ zeigten die „Roten Funken“ eine schwungvolle Choreografie. Fotos. Pfeifer
Eine Riesen-Gaudi, bunt wie Konfetti
Wieslocher Hausfrauen feierten unverkrampft und selbstironisch Fastnacht – 1000 Besucherinnen an zwei turbulenten Abenden
Von Gertraude Zielbauer
Wiesloch. „Mäuse her – die Kass’ ist leer!“
Es war unschwer zu erraten, welche tierisch verkleidete Gruppe sich mit diesem
Schlachtruf bei der Fastnacht der „Wieslocher Hausfrauen“ am vierten Tisch von
links breit gemacht hatte: Die weibliche
Rathaus-Belegschaft unter Führung von
Bürgermeisterin Ursula Hänsch.
Wobei zu bemerken wäre, dass die Damen an diesem Abend selbst ein gerüttelt
Maß an „Schuld“ am Kassenleerstand
hatten: Sie warfen mit den Schaumzucker-Mäusen nämlich verschwenderisch
um sich! Wie gut, dass gleich daneben OBGattin Patricia Schaidhammer im Raubkatzen-Gewand närrische Toleranz übte,
und „Dietlinde“ Degreif, in schöngeistiges Blau gehüllt, ohnehin in höheren
Sphären schwebte.
So blieb alles friedlich und die kunterbunte Putzfrauen-Abordnung am Nebentisch (Kampfparole: „Willst du viel,
spül’ mit Pril!“) konnte ebenso wie all die
andern fantasievoll kostümierten Närrinnen im Staufersaal des Palatins in vollen Zügen genießen, was sich auf der Bühne abspielte: Ein Programm, so bunt wie
gut gemischtes Konfetti, dessen Mitwirkende sich völlig unverkrampft gaben,
sich nicht allzu ernst nahmen und ebenso viel Spaß an ihrem Auftritt hatten, wie
das Publikum.
Sich selbst und das Frau-Sein ganz die, die ich mal war“. Aber der Trost war
allgemein gehörig auf die Schippe zu neh- nicht weit: „Die wahren Freuden bringt
men, war schon immer Ehrensache bei der die Reife!“
Höhepunkte im Programm waren auch
Hausfrauen-Fastnacht. Ein gelungenes
Beispiel war die „ Ganz besondere Hoch- die Tänze. Die „Tanzmäuse“ (Leitung:
zeit“: Braut und Bräutigam sind stumm, Annie Steiner und Michaela Durcak ) im
deshalb übernehmen die Go-Go-Girls mit charmanten Afro-Look, die „Roten FunSchlagerzitaten die Antworten auf die ken“ von Karin Zimmer (Choreografie:
Fragen des Pfarrers. Unter der Leitung Carolin Wulf), inspiriert von Popstar Lavon Elke Speer, die auch als Sitzungs- dy Gaga, und das zauberhafte „Schwarpräsidentin eine gute Figur machte, ver- ze Theater“, das Elke Walter, die Vorbanden sich Musik und Pantomime zu ei- sitzende der Wieslocher Hausfrauen, einstudiert hatte. Und obwohl
ner Riesen-Gaudi.
die Hausfrauenfastnacht eiDas Gleiche gilt für den
Auftritt
der
„Lustigen „Es ist nicht leicht, gentlich „Von Frauen für
Frauen“ gemacht wird, gaHausfrauen“ (Leitung: Brigitte Becker ). Nach dem ’ne Frau zu sein“ ben sich diesmal die „Havana Club Boys“ der KG
Motto „Das Bisschen HausBlau-Weiß (Leitung: Clauhalt ...“ verdonnerten die
Heimchen am Herd ihren verwöhnten dia Wolter und Verena Breitner) die EhMacho zu Putz- und Bügeldiensten und re. Das weibliche Publikum nahm es nicht
stürzen sich selbst ins fastnächtliche so genau und dankte den knackigen Kerls
mit reichlich Applaus für ihre witzige
Treiben.
Zum gleichen Thema gaben Petra Show.
„Das Wunder mit der Gartenschipp’“
Spitzlay als Bänkelsängerin und Brigitte
Becker (im „richtigen“ Leben aner- schilderte Gabi Renger in ihrer Büttenkannte Konzert-Pianistin) als umwer- rede und „Im Café“ gab es Missverfend komischer Straßenmusikant ihren ständnisse noch und noch, weil nämlich
hausgemachten Senf dazu: „ Es ist nicht Karin Gärtner und Isolde Gressler nun
leicht, ’ne Frau zu sein!“. Iris Tusche einmal alles konnten – „außer Hochschließlich stellte in ihrer Büttenrede über deutsch“. Karin Zimmers bunte, gut gedie Leiden der Wechseljahre – von der launte Varieté-Truppe schließlich er„Fliegenden Hitz’“ bis zur Vergesslich- füllte dem Publikum in diesen frostigen
keit – bedauernd fest: „Ich bin nicht mehr Tagen einen Herzenswunsch: Ab ging’s,
zusammen Richtung „Sommer, Sonne
und Strand!“.
Die „Stobblhobblä“ aus Forst (Leitung: Manuela Hess) hatten den Abend mit
fetziger Guggenmusik eröffnet und anschließend begleitete Alex Wölfl am Keyboard stimmig und ohne überflüssigen
Radau das närrische Geschehen auf der
Bühne. Das hatten sage und schreibe 80
Aktive, fast ausschließlich „Eigengewächse“ des Vereins, seit September mit
viel Liebe zur Sache gemeinsam vorbereitet.
So war es nur recht und billig, dass es
aus den Händen der Vorsitzenden Elke
Walter für elfmaliges Mitwirken eine Ehrenurkunde gab: Für Andrea Puente,
Gabriele Schimming, Annie Steiner und
Karin Zimmer.
Die Wieslocher Hausfrauen-Fastnacht wäre jedes Mal nur halb so schön
ohne die Kreativität eines Schneiderinnen-Teams, das die bunten Kostüme gezaubert hatte: Ursula Ambros, Ursula
Hillenbrand, Ursula Winter, Andrea Puente und Karin Zimmer.
Rund 1000 Besucherinnen in zwei
ausverkauften
Vorstellungen:
Diese
Zahlen beweisen mehr als viele Worte,
welchen Stellenwert die Fastnachtssitzung der „Wieslocher Hausfrauen“ im
gesellschaftlichen Leben der Weinstadt
einnimmt und hoffentlich auch künftig
einnehmen wird.
Gute!
Wiesloch. Samuel Bayerbach, Barlachstr. 4, 79 Jahre - Esteban Arrontes Mansilla, Mühlgasse 10, 72 Jahre Georg Fakesch, Heidelberger Str. 17,
86 Jahre - Antonia Hanke, Güterstr.
26, 75 Jahre - Hilda Stein, Zur Rohrlach 15, 71 Jahre - Gerald Paquette,
Albert-Schweitzer-Str. 4, 70 Jahre Klaus Wanner, Lempenseite 29/1, 70
Jahre - Marliese Schemenauer, Heidelberger Str. 10, 70 Jahre.
Wiesloch-Baiertal. Roland Bellemann, Karl-Hermann-Zahn-Str. 13/1,
76 Jahre.
Dielheim-Unterhof. Helena Epp, Meckesheimer Str. 1, 81 Jahre.
Malsch. Hedwig Richter, 91 Jahre.
Mühlhausen. Josef Hassel, Rettigheimer Str. 20, 77 Jahre.
St. Leon-Rot. Anton Rothermel,
Waldstr. 7, 73 Jahre.
Walldorf. Anna Göllner, Obere Grabenstr. 6, 82 Jahre.
Die „Lustigen Hausfrauen“ (li.) verdonnerten in der Frauen-Fastnachtssitzung den „Macho“ zu Putz- und Bügeldiensten. Die „Tanzmäuse“ wirbelten zu Shakiras Fußball-Hymne „Waka waka“ über die Bühne, während Gabi Renger in der Bütt das „Wunder mit der Gartenschipp’“ schilderte. Fotos: Pfeifer
Document
Kategorie
Reisen
Seitenansichten
9
Dateigröße
574 KB
Tags
1/--Seiten
melden