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Burnout: Wie auch die Therapie leidet - Bayer Diabetes Care Schweiz

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01/12
DiabetesAktiv
Die Zeitschrift für Menschen mit Diabetes von Bayer Diabetes Care
Burnout:
Wie auch die Therapie leidet
Diabetes
im Alter
Vieles wird
schwieriger
Broschüre
von Kindern
Nachhilfe für
Eltern und Lehrer
Glucofacts
im Test
Das Tagebuch
auf dem Stick
2
IMPRESSUM
INHALTSVERZEICHNIS
Herausgeber
Das Team von Bayer Diabetes Care
Diabetes im Alter
Hypos auf leisen Sohlen
Bitte nicht zu aggressiv behandeln
Redaktion
mediknick, www.mediknick.ch
4
6
Typ1-Diabetes
Mein ganzes Leben stand Kopf
10
Schulbroschüre
Nachhilfe für Lehrer und Eltern
12
Traumpreis
Der Zucker, die Pumpe und das Matterhorn
Traumpreisverleihung 2011: Die Würfel sind gefallen
14
17
Burnout
Einfach keine Lust mehr
18
Diabetes-Management
Am liebsten hab ich die Trendkurven
22
Diabetes in einer anderen Welt
Diabetes zwischen Maisbrei und Mangelversorgung
24
Kundenfeedbacks
Contour USB: Das moderne Messgerät mit vielen Fans
26
E-Shop
Bequem einkaufen im E-Shop von Diabetes Care
28
Rezepte
30
Organisation und Administration
Julia Gebhard
Leiter Kommunikation
Simon Lutstorf
Leiter Diabetes Team
Walter Bechtiger
Bayer Diabetes Care
Grubenstrasse 6
8045 Zürich
E-Mail: info@bayerdiabetes.ch
Hotline: 044 465 83 55
Fax: 044 465 82 82
Internet: www.bayerdiabetes.ch
www.bayerdiabetes.ch
3
editorial
Misst mein Gerät genau?
Immer wieder werden uns diese und ähnliche
Fragen gestellt. Der Grund: Diabetiker registrieren unterschiedliche Werte bei Vergleichsmessungen mit anderen Geräten und sogar
bei Messungen mit dem gleichen Modell.
Auch ein Vergleich mit dem Gerät des Arztes
fördert bisweilen ungleiche Resultate zutage.
Woher kommen diese Differenzen?
Wir von Bayer Diabetes Care wissen natürlich, dass Sie klare Werte brauchen, um den
Zucker richtig einzustellen. Machen wir uns
aber bewusst: Für eine Messung benötigen
moderne Geräte weniger als einen Millionstel
Liter Blut. Eine winzige Menge. Das Ergebnis
erscheint in wenigen Sekunden, die Kosten
sind minimal, das Messen ist kinderleicht, die
Werte überall und jederzeit bestimmbar. Und
Sie erhalten Resultate, die fast identisch sind
mit jenen teurer Laborsysteme.
Was also sind die wichtigsten Gründe für
Messdifferenzen? Unterschiedliche Messgeräte sind unterschiedlich eingestellt. Messen
Sie deshalb immer mit dem gleichen Gerät!
Und selbst dort ergeben sich Unterschiede,
denn die Zuckerwerte im Blut schwanken
ständig. Zudem ist es mit Kapillarblut nicht
möglich, den Zucker ganz genau zu bestimmen, denn Kapillarblut setzt sich aus venösem und arteriellem Blut zusammen. Eine
völlig homogene Lösung erreicht man nur mit
venösem Plasma, die entsprechende Auswertung ist nur im Labor möglich. Aber seien
Sie beruhigt: Selbst bei Messungen zu Hause
bewegen sich die Werte innerhalb von lediglich 1 bis 2 mmol, wenn Sie mit dem gleichen
Gerät messen. Das genügt längst, um den
Zucker gut einzustellen. Wie gut es Ihnen
gelingt, zeigt der HbA1c-Wert, der LangzeitZucker, den Ihr Arzt bei regelmässigen Kontrollen bestimmt.
Die Abweichungen der Blutzuckermessge­
räte dürfen von Gesetzes wegen 20 Prozent
nicht übersteigen. Die meisten Geräte von
etablierten Herstellern arbeiten aber deutlich
genauer. Wenn die Differenzen grösser sind,
hat das meist mit kleinsten Verunreinigungen, Pressen, Unterschieden im Blut, der
Wartezeit von einer Messung zur nächsten
oder anderen äusseren Faktoren zu tun.
Etwas vom Wichtigsten für stabile, verlässliche Werte: saubere Hände bzw. das Waschen
der Hände vor jeder Messung!
Unsere Tests haben gezeigt: Bayer-Geräte
sind präzis und zuverlässig. Wenn Sie trotzdem denken, Ihr Gerät weiche zu stark ab,
testen wir es inklusive der Sensoren in unserem Labor. Sollten wir Abweichungen feststellen, ersetzen wir die fehlerhaften Teile.
Senden Sie uns aber bitte immer das gesamte Material zur Prüfung ein. Die Adresse lautet: Bayer Diabetes Care, Qualitätskontrolle,
Postfach, 8045 Zürich.
Bei Fragen steht Ihnen auch unser Kundendienst unter der Hotline 044 465 83 55 oder
per E-Mail auf info@bayerdiabetes.ch gerne
Red und Antwort.
Mein guter Rat: Achten Sie bei Ihrem Messsystem nicht nur auf den Preis, sondern auch
auf einen etablierten Hersteller mit langjähriger Erfahrung und einem zuverlässigen, professionellen Service.
Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute beim
Messen und vor allem eines: Gute Gesundheit!
Walter Bechtiger
Leiter Diabetes Team
www.bayerdiabetes.ch
Walter Bechtiger,
Leiter Diabetes Care
4
DIABETES IM ALTER
Hypos auf leisen Sohlen
Riitta Tanner (56) ist Typ1-Diabetikerin. Seit ein
paar Jahren erkennt sie drohende Hypoglykämien
nicht mehr so gut wie früher.
«Es fühlt sich an wie Weltuntergang, ich
wähne mich in einer anderen Dimension.
Angst macht sich breit und manchmal treten
Halluzinationen auf.» So beschreibt Riitta
Tanner aus Eriswil im Emmental das Gefühl
von Unterzuckerung. «Alles scheint dann so
hoffnungslos, nichts ist mehr unter Kontrolle.» Erst, wenn wieder genug Zucker in
die Zellen geleitet wird, kehrt auch das
beruhigende Gefühl von Leben in den
eigenen Körper zurück, meldet das
Gehirn wieder Normalzustand. «So
ein Hypo möchte man eigentlich
vermeiden, doch in letzter Zeit
gelingt mir das nicht mehr so gut
wie früher», sagt die 56-jährige
biomedizinische Analytikerin, die
im Spital Langenthal arbeitet.
Seit einer Grippe im Alter von
vier Jahren leidet sie an Typ1Diabetes. «Die asiatische Grippewelle hatte uns damals
getroffen», so die gebürtige
Finnin. «Meine Mutter merkte, dass mein Urin irgendwie
klebrig war. Ich trank ausserdem sehr viel, war müde,
krank und nahm immer mehr
Ein Andenken an früher: mit diesen Spritzen bekam Riitta Tanner als Kind in Finnland das Insulin verabreicht und in diesem
Kochtopf wurden die Spritzen nach Gebrauch zu Hause ausgekocht.
www.bayerdiabetes.ch
5
an Gewicht ab. Wir lebten auf dem Land und
mussten zum nächsten Arzt weit fahren. Der
überwies mich dann aber gleich ins Spital, wo
ich zwei ganze Monate versorgt wurde. Ohne
Eltern, fast ohne Besuch», sagt Riitta Tanner.
«Ich erinnere mich noch an die langen
Nadeln, die man vor dem Gebrauch auskochen musste. Sie wurden mit der Zeit stumpf
und mein Vater spitzte sie von Hand. Immer
wenn ich zur Zuckerkontrolle ins Spital musste, hatte ich grosse Angst, sie würden mich
wieder dort behalten. Das war Horror.»
Blutzuckermessgeräte für zu Hause gab es
noch nicht. Die Mutter spritzte ihrer Tochter
einmal pro Tag Insulin. So hatte es der Arzt
Handgelenk mal Pi verordnet. Zuckerwasser
solle sie trinken, wenn es ihr nicht gut geht,
lautete die andere Verschreibung. Nur Roggenbrot hätte Riitta Tanner nach Anweisung
des Arztes nicht essen dürfen, doch es gab ja
damals nichts anderes. Also ass sie es trotzdem. Aus heutiger Sicht zum Glück, denn
das Wissen über Diabetes war Anfang der
1960er-Jahre noch rudimentär.
Trotz fehlender Feineinstellung habe sie als
Kind und Jugendliche nur wenige Hypos
gehabt. Immer konnte sie rechtzeitig zum
Zuckerwasser greifen. Heute ist das anders.
«Ich spüre nicht jedes Mal, dass sie kommen
oder wie schnell sie mich einholen. Und
wenn ich gerade auf dem Heimweg vom
Arbeiten bin und es kündigt sich ein Hypo
an, denke ich: ‹Das schaffst du schon noch
bis nach Hause›, und lasse den Traubenzucker oder die Banane in der Handtasche. Ist
ja auch mühsam, mitten im Berufsverkehr
mit dem Essen zu beginnen.» Doch wenn
Riitta Tanner zu lange wartet, schlägt das
Hypo gnadenlos zu. «Meine Knie werden
weich, auf einmal fühlst du nur noch, dass
du fällst. Der Traubenzucker kann einen in
diesem Moment auch nicht retten. Wenn du
etwas sagen willst, lallst du und sagst wirres
Zeug. Die Leute denken, du
bist betrunken. Und dann
klappst du zusammen.»
Die Zeit vor dem
Hypo laufe nicht
immer nach dem
gleichen Schema
ab. Deswegen tappe
sie auch ab und zu in
die Hypo-Falle, meint
Riitta Tanner. «Manchmal kann man mit einem
Blutzuckerwert von 2,8 noch
eine Zeit lang ohne Zwischenverpflegung weitermachen,
manchmal gehts bei 4,0
schon ziemlich schnell
bergab.» Hypos kämen
meistens dann, wenn sie
irgendetwas falsch berech-
www.bayerdiabetes.ch
net oder zu wenig berücksichtigt hat. Trotzdem: «Es gibt Tage, da muss ich die ganze
Zeit essen, um nicht abzusacken. Mit der
gleichen Dosis Insulin kann ich an anderen
Tagen ohne Zwischenverpflegung locker
durchhalten. Es ist immer verschieden und
das macht es so schwierig.»
6
DIABETES IM ALTER
Bitte nicht zu aggressiv behandeln
Mit zunehmendem Alter nehmen Typ1-Diabetiker drohende Hypoglykämien nicht mehr
so deutlich wahr wie früher. Professor Ulrich Keller mahnt zur Vorsicht, denn auch Unterzuckerungen können gefährlich und schädlich sein.
Herr Professor Keller: Was ist das
grösste Problem für ältere Menschen
mit Diabetes?
Viele ältere Personen haben
aufgrund ihres Alters schon
jahrelang Diabetes und damit
Komplikationen des Diabetes entwickelt. Diese betreffen zum Beispiel das Nervensystem – es treten vermehrt Neuropathie-Schmerzen auf – oder die Herzkreislauforgane, Augen und
Nieren sind geschädigt. Die
Diabetes-bedingten Komplikationen sind besonders beeinträchtigend, da sie zu den «normalen»
Altersbeschwerden hinzukommen.
»
Wovor haben die Patienten mehr Angst: vor zu
viel Zucker oder vor Unterzuckerungen?
Bei Beginn der Diabetes-Erkrankung wird bei
der Schulung fast ausschliesslich
von den Gefahren des hohen
Blutzuckers gesprochen.
Wenn die Krankheit fortgeschritten ist und sie eine
intensivere
Behandlung
erfordert, ist die Gefahr von
Unterzuckerungen, also Hypoglykämien, erhöht. Viele Ältere
sind sich nicht bewusst, dass auch Unterzuckerungen gefährlich sind, da sie zu Stürzen
und Herzrhythmusstörungen, eventuell auch
zu Gedächtnisstörungen führen können.
Was müssen Typ1-Diabetiker tun, wenn sie
ihre Hypos nicht mehr so gut spüren?
Vorerst ist festzustellen, dass der Typ1-Diabetes – auch «Jugend-Diabetes» genannt –
digung des unbewussten Nervensystems,
andererseits vorgängige, wiederholte, längere Perioden mit zu tiefen Blutzuckerwerten. Warnsymptome können teilweise wieder zurückkommen, wenn
der Diabetes nicht mehr so
«scharf» eingestellt wird. Somit
sollen mit einer guten, aber nicht
zu aggressiven Insulinbehandlung zu tiefe Blutzuckerwerte vermieden werden.
zwar selten, aber doch in etwa fünf Prozent
der Fälle auch bei älteren Menschen vorkommt. Typ1-Diabetes ist schwieriger
zu behandeln als der Typ2 und
er bringt gerade im fortgeschrittenen Alter spezielle
Probleme mit sich.
Dazu gehören die
erhöhten
Gefahren
einer Hypoglykämie,
die häufig verminderte
Wahrnehmung
von
Hypoglykämien. Frühsymptome wie Schwitzen, Unruhe, Herzklopfen etc. können ausbleiben und es kann relativ unvermittelt eine
schwere Hypoglykämie mit Bewusstseinsstörung oder sogar Bewusstseinsverlust entstehen. Gründe dafür sind einerseits eine Schä-
Wie soll Frau Tanner mit der Angst
vor Hypos umgehen?
Der erste Schritt ist die Vermeidung
von Hypos durch Schulung und damit
das Erreichen einer vermehrten Sicherheit im Umgang mit Insulin. Das korrekte
Abdecken von Kohlenhydraten mit Essensinsulin, zum Beispiel mit Schätzübungen von
Kohlenhydraten, muss geübt werden, ebenso
das Verhalten bei körperlicher Aktivität. Entscheidend sind häufige, drei bis fünf Mal
tägliche Blutzuckerselbstmessungen. Auch
das Basisinsulin sollte korrekt dosiert
sein. Man beobachtet immer
wieder, dass Diabetiker zu
viel Basisinsulin spritzen
und als Folge davon bei
fehlender Nahrungsaufnahme eine Hypoglykämie
haben. Bei gewissen Fällen
können mit einer Insulinpumpentherapie Hypoglykämien vermieden werden. Die
Patientin hat vielleicht auch übermässig Angst vor zu hohen Werten und provoziert mit einer zu hohen Insulindosierung Hypoglykämien.
Somit muss man bei älteren
«Auch
zu tiefe
Werte sind
schlecht.»
www.bayerdiabetes.ch
«
»
7
«Frühsymptome
bleiben im
Alter häufig
aus.»
Patienten die Therapieziele besprechen und
vor einer zu ehrgeizigen Blutzuckereinstellung
abraten.
Was würden Sie heute anders machen in der
Behandlung von Diabetes, wenn Sie nochmals
am Anfang Ihrer Karriere stünden?
Ich würde der Patientenberatung noch mehr
Aufmerksamkeit widmen und diese, wenn
immer möglich, in Gruppen durchführen. Die
Gruppenschulung sollte interdisziplinär, mit
Diabetes- und Ernährungsberater/in erfolgen.
Diese Art der Schulung bringt mehr als die
Einzelberatung.
Welchen wichtigsten Tipp geben Sie neuen,
unerfahrenen Menschen mit Diabetes?
Ich versuche, zu vermitteln, dass sie nun
einen neuen ständigen «Lebenspartner»
haben. Dieser ist unerwünscht und kann
nicht abgeschüttelt werden. Es ist
besser, diesen Partner als
Freund anzunehmen als ihn
als Feind abzulehnen. Der
Diabetes beansprucht ein
bisschen Zeit für sich, dann
kann er aber ein ganz guter
Partner werden, der das
Leben nicht erschwert und
manchmal sogar bereichert.
Welche Rolle spielt der Partner/die Partnerin
im täglichen Umgang mit Diabetes?
Partner oder Partnerin sind in die Beratung
einzubeziehen, da sie die Betroffenen in
mancher Hinsicht unterstützen können. Es
ist auch sinnvoll, wenn beide bei der Ernäh-
rung den Diabetes berücksichtigen; eine
Diabetes-gerechte Ernährung ist auch für
den Partner oder die Partnerin gesund. Partner merken oft früher als die Patienten
selbst, wenn eine Unterzuckerung im
Anzug ist, und helfen damit, ernstere
Folgen der Hypoglykämien zu vermeiden.
Welches Ziel steht für Sie bei der Diabetes-Behandlung an erster Stelle?
Gute Stoffwechselwerte zu erreichen
bei guter Lebensqualität, mit dem langfristigen Ziel, Komplikationen des Diabetes zu vermeiden.
Wie motivieren Sie Ihre älteren Patienten,
diese Ziele zu erreichen?
Am Anfang der Motivation ist die Information,
und diese muss kompetent, verständlich und
der individuellen Situation angepasst sein.
Die Massnahmen, die vorgeschlagen werden,
sollen für die Betroffenen annehm- und
umsetzbar sein.
Wie beeinflusst Diabetes die Gefühle und
Stimmungen älterer Menschen?
Beispielsweise die Mitteilung, dass eine
Insulintherapie nötig ist, verursacht bei vielen
älteren Menschen eine Stimmung der Angst
und der Ablehnung. Sie haben Angst,
unselbständig zu werden, und sind
auch manchmal durch die technischen Geräte (Blutzuckermessgerät, Insulin-Pen) überfordert. Sie assoziieren die
Insulintherapie mit dem
«Gruppenschulung
bringt
mehr.»
www.bayerdiabetes.ch
«
«Anfang des Endes». Alle
diese Befürchtungen können meist mit einer kompetenten, sachgemässen
Beratung aus dem Weg
geräumt werden.
»
Was tun Sie mit Menschen, die sich vom Diabetes überfordert fühlen?
Oft können Überforderung mit einer geduldigen und fachkompetenten Beratung überwunden werden. Wenn sie nicht überwindbar
ist, müssen vermehrt Angehörige oder allenfalls auch die Spitex für die Therapie, zum
Beispiel für die Verabreichung von Insulin,
beigezogen werden.
Warum werden Ihnen Patienten vom Hausarzt
zugewiesen? Was machen Sie anders als der
Hausarzt?
Der Diabetologe hat mehr Erfahrung mit den
verschiedenen Diabetesverläufen und den
8
DIABETES IM ALTER
tet eng mit Diabetes- und Ernährungsberatern zusammen.
Welches ist die wichtigste Entwicklung, die
die Diabetes-Behandlung in den nächsten
Jahren beeinflussen wird?
Beim Typ1-Diabetes wird die kontinuierliche Blutzuckermessung weiterentwickelt werden und sie wird
immer mehr für die Berechnung
der Insulindosierung herangezogen
werden.
Bei übergewichtigen Typ2-Diabetikern sind wir in den letzten Jahren
durch die günstige Wirkung von Adipositasoperationen (Magenbypass) auf
den Diabetes überrascht worden. Ich
stelle mir vor, dass diese Eingriffe in
Zukunft noch mehr angewendet werden und
dass weniger belastende Operationsverfahren kommen
werden.
«»
einzelnen Therapiemöglichkeiten als ein
durchschnittlicher Hausarzt. Diabetes ist ja
eine sehr heterogene Erkrankung und die
Einleitung zum Beispiel einer Insulintherapie
benötigt viel Zeit und Erfahrung. Der Diabetologe hat auch Erfahrung in der Insulinpumpentherapie oder bei der kontinuierlichen
Blutzuckermessung und er verfügt meist
auch über eine elektronische Blutzuckerauswertung. Er kennt die
Diabeteskomplikationen und
ihre Vorbeugung. Er arbei-
«Diabetes
ist eine sehr
heterogene
Erkrankung»
die Anzahl der Diabetiker stark reduzieren
werden!
Wenn Sie drei Wünsche hätten im Bereich
Diabetes: welche wären das?
Beim Typ1-Diabetes wünschte ich mir die
«Heilung» durch die Verfügbarkeit von
implantierbaren Insulin produzierenden Zellen, die eine
Insulintherapie unnötig
machen. Bei Typ2-Diabetes wünsche ich mir, dass
mehr Menschen bezüglich
Ernährung und Bewegung
einen Lebensstil führen, der
das Auftreten von Adipositas
und damit Diabetes weitgehend
vermeidet. Damit denke ich nicht
nur ans individuelle Verhalten, sondern auch an die Verhältnisse. Sitzen vor
dem Bildschirm ist heute eine wesentliche
Notwendigkeit im Alltag geworden. Ebenso
notwendig sollte die gleiche Dauer an Bewegung sein.
«Vor der
Motivation
kommt die
Information.»
Wie stellen
Sie sich die
DiabetesBehandlung
im Jahre 2025
vor?
Der Traum wäre,
dass ein biologischer Pankreasinselersatz zur Therapie des Typ1-Diabetes gefunden würde. Bei Typ2-Diabetes hoffe
ich, dass unsere Präventionsbemühungen
www.bayerdiabetes.ch
«
«
www.bayerdiabetes.ch
10
TYP1-DIABETES
Mein ganzes Leben stand Kopf
Mit 17 wurde sie vom Diabetes überfallen. Heute, drei Jahre
später, hat sie ihn im Griff. Nur das Akzeptieren fällt manchmal noch schwer.
Es war wie ein Raubüberfall, als Debora Leuenberger (20) aus Bannwil (BE) während der
Skiferien in Adelboden zum ersten Mal mit
dem Diabetes in Berührung kam. Nicht wie
eine Grippe, nicht wie eine Verstauchung,
nein, mehr wie ein tiefer Schock. Vor drei
Jahren. Der Diabetes hatte ihr auf einen
Schlag die Gesundheit geraubt.
sagt Debora. Zu Beginn der Ferien konnte sie
aus dem Fenster der Wohnung heraus die
Gondeln am Berg gut sehen und sogar
erkennen, wie viele Personen darin sassen.
«Bereits am Mittwoch sah ich nur noch
Punkte vorbeifahren und nahm die Brille
meines Vaters zu Hilfe. Auch beim Fernsehen am Abend konnte ich nur noch mit der
Brille scharf sehen. Ich bekam richtig Angst.
Zum ersten Mal im Leben wusste ich nicht,
was mit mir los war. Das Gefühl war so unangenehm und ich verlor auch noch stark
an Gewicht.»
Kerngesund war sie mit ihrer Familie in die
Berge gefahren. Vollgepackt das Auto, gross
die Vorfreude. Doch etwas
war anders in dieser
Woche, das merkte Debora schon
Wie reagierten die Eltern?
bald. Die Lust,
Debora: «Mein Vater vermuBerge zu vertete, dass es Diabetes
setzen, war
sein könne, denn von
Das Wichtigste ist,
zwar da,
einem Kollegen im
allein die
Militär waren ihm die
dass ich mir der
Kraft fehlSymptome bekannt.»
Krankheit jederzeit
te.
«Ich
Was passierte dann?
bewusst bin ...
fühlte mich
«Ich wusste nicht, was
so unerklärDiabetes ist. Etwas für
lich schlapp
alte Leute, dachte ich.
und trat häufig
Aber ich war doch
schon am frühen Nacherst 17. Mir gings
mittag alleine den Heimweg von der Piste in
nach den Skiferien täglich schlechter und ich
die Ferienwohnung an.» Es war am nächsten
fühlte mich immer kranker. Mein Befinden
Tag im Bergrestaurant als Debora so unglaubkannte nur eine Richtung: bergab. Bis ich im
lichen Durst hatte. Eistee musste es sein,
Spital lag. Eine Woche lang. Ich durfte nichts
einfach etwas Süsses und viel davon. «Meine
Süsses essen, weil mein Stoffwechsel neu
Schwester scherzte und brachte mir einen
eingestellt werden musste. Alles wurde bis
5-Dezi-Becher, den ich in einem Zug leerte.
aufs Gramm genau abgemessen. Erst als
Es war so, als ob ich seit zwei Tagen nichts
mein Insulinbedarf eruiert war, durfte ich
mehr getrunken hätte. Wie Feuer im Hals,
meinen Körper langsam aufbauen. Abwägen,
das ich nicht löschen konnte.»
Insulin spritzen, essen, Blutzucker messen.
Ich kam Schritt für Schritt weiter, lernte, mit
den Kohlenhydraten umzugehen, und konnte
Zum Schwächegefühl gesellte sich ein Probnach und nach meine normalen Essgewohnlem mit den Augen. «Innerhalb von drei
heiten wieder aufnehmen.»
Tagen nahm mein Sehvermögen extrem ab»,
www.bayerdiabetes.ch
11
Ich messe mit dem
Contour USB und
werte meine Daten
regelmässig aus …
Heute kennt Debora ihren Körper besser als je zuvor.
«Das Wichtigste ist,
dass ich mir der
Krankheit jederzeit
bewusst bin und
meinen Stoffwechsel unter Kontrolle habe. Ich spüre auch,
wenn ein Hypo droht. Bei einem Wert von 4,5
meldet sich mein Körper und ich kann rasch
handeln, bevor der Blutzucker weiter absackt.
Ich messe mit dem Contour USB und werte
meine Daten regelmässig aus. Alle drei
Monate habe ich einen Termin bei der Diabetologin im Spital, die mich über das HbA1c
kontrolliert.» Tönt alles sehr einfach. Gibt es
keine Probleme? Debora Leuenberger: «Doch
natürlich. Es wäre gelogen, wenn ich sagen
würde, ich habe meine Krankheit vollkommen akzeptiert. ‹Wieso gerade ich?›, frage ich
mich auch heute noch, denn niemand in der
Familie ausser mir hat einen Typ1-Diabetes.
Das Leben ist nicht so unbeschwert wie früher. Immer muss ich ans Blutzuckermessen,
die Pens, das Tagebuch denken. Darf nichts
vergessen. Ich weiss aber, dass ich mich der
Krankheit stellen muss, und das tue ich auch.
Ich habe meine Gesundheit selber in der
Hand und will meinem Körper nicht schaden.
Zusammen mit
den medizinischen Hilfsmitteln schaffe ich
das. Wo ein Wille,
ist, ist auch ein
Wo ein Wille
Weg.»
ist, ist auch ein
Weg …
12
SCHULBROSCHÜRE
Nachhilfe für Lehrer und Eltern
In einer selbst gemachten
Broschüre zeigen Kinder mit
Typ1-Diabetes, was Eltern
und Lehrer im Umgang mit
ihren Diabetes-Schützlingen
unbedingt wissen sollten.
Ein paar Farbspritzer sind danebengegangen, aber das ist egal: Lachend steht eine
Gruppe von Kindern um ihre Werke. Mit
grossen Pinseln und ziemlich viel Farbe
haben sie Bilder gemalt, ausgedrückt, was
Diabetes für sie bedeutet: Diverse Esswaren,
Sportunterricht, Spielen, auch ein Messgerät
findet sich – sowie einige Freistilwerke. Es
sind Kinder mit Typ1-Diabetes und einige
Freunde. Sie kennen sich mit dem Diabetes
aus. Auch oder ganz besonders mit den kleinen Alltagsproblemen, die er mit sich bringt.
Die Bilder haben einen Sinn: Sie sollen als
Auflockerung Teil einer Broschüre werden,
die sich speziell an Eltern und Lehrkräfte
wendet. Die Schule ist für die Kinder über
viele Jahre ein Platz zum Lernen, aber vor
allem auch ein Platz für Begegnungen,
Freundschaften, Konflikte. Der Diabetes ist
mittendrin und manchmal ist es richtig
schwierig. Denn viele Menschen wissen
nicht, was Diabetes ist. Vorurteile sind schnell
gefällt: Zuckerzeugs mache den Diabetes,
wird behauptet und manchmal sogar, der
Diabetes sei ansteckend.
Einige Tage später sitzen Eltern, Lehrer und
Diabetes-Fachpersonen bei Bayer am run-
www.bayerdiabetes.ch
13
den Tisch. Gemeinsam möchte man gegen
Vorurteile und falsche Meinungen ankämpfen. Es ist eine spannende Diskussion über
die vielen Aufgaben, die Lehrkräfte heute
übernehmen müssen, über Akzeptanz und
Wissen zum Thema Diabetes in der Gesellschaft und natürlich über die Bedürfnisse der
erkrankten Kinder. Am Ende des Abends
stapelt sich ein Haufen von Merkblättern,
Notizen und Heftern als Grundlage für die
neue Broschüre.
bekommt zusätzlich ein Merkblatt und eine
kleine Box mit Traubenzucker für den Notfall.
Werfen auch Sie einen Blick in die neue Broschüre und geben Sie sie an Lehrer und
Betroffene weiter.
Einige Monate Arbeit stehen noch bevor,
doch dann ist es so weit: Die Schulbroschüre
«Ich habe Diabetes» ist da. Aus dem riesigen
Stapel von Diabetes-Informationen sind zwölf
kompakte Seiten geworden. Zwischen den
Texten finden sich die Malwerke der Kinder,
die die Broschüre mit ihren Farben erst zum
Leben erwecken. Wer die Broschüre bestellt,
Gratis bestellen
Die Broschüre und das komplette Set mit Merkblatt und
Traubenzucker-Box erhalten Sie kostenlos bei
Bayer Diabetes Care, Grubenstrasse 6, 8045 Zürich
info@bayerdiabetes.ch
www.bayerdiabetes.ch
14
TRAUMPREIS
Der Zucker, die Pumpe und das Matterhorn
Warum Traumpreisgewinner Adrian Furer nie mit dem Träumen aufhörte und wie er mit
spätem Typ1-Diabetes sowohl Blutzucker- als auch Bergspitzen in den Griff bekam.
Von seiner Krankheit lässt er sich nicht das
Leben verderben, schon gar nicht die Perspektive nehmen. «Immer wieder neue Träume zu haben, ist sehr schön», sagt Adrian
Furer (52) aus Schliern (BE). Erst mit 34 Jahren wurde bei ihm Typ1-Diabetes diagnostiziert. Ein Schock. Sein Leben drohte von
einem Augenblick zum anderen fremdbestimmt zu werden. Trotzdem glaubte er an
das Positive, schaute weiter nach vorne.
Nicht ganz einfach, denn die ersten drei
Jahre mit dem Diabetes zehrten an seinen
Reserven. «Ich verwendete damals das
Basis-Bolus-System und spritzte fünf Mal am
Tag Insulin. Wie nach einem Fahrplan kam
mir mein Leben vor, weil ich die Spritz- und
Essenszeiten einhalten musste. Trotzdem
wollte ich nicht abhängig werden von meinem Diabetes, sondern leben, um meine
Träume zu verwirklichen.»
Vieles hat Adrian Furer seither mit dem Blutzucker ausprobiert. Seinen Körper in verschiedenen Situationen besser kennenzulernen, das war sein Ziel. «Auf einmal spürte
ich, wie mein Körper auf eine Banane oder
eine Pizza reagiert. Meine Freude war gross,
wenn ich wieder etwas Neues herausgefunden hatte, das mir den Umgang mit der
Stoffwechselstörung erleichterte», sagt Furer
heute.
Ein entscheidender Schritt passierte im Sommer 2001. Auf der Suche nach mehr Unabhängigkeit stieg Adrian Furer auf die Insulinpumpe um: «Ich gebe sie nicht mehr her! Auf
einmal hatte ich wieder richtige Lebensqualität, konnte endlich wieder ausschlafen am
Morgen, weil ich nicht um 6 Uhr Insulin
spritzen musste. Auch mit den Essenszeiten
konnte ich variieren. Am Anfang hatte ich
viele Hypos, die ich aber immer gut auffing.
Die ersten Minuten des Aufstiegs:
Adrian Furer weiss, was ihn erwartet.
Er ist auf alles vorbereitet.
Mein Basisinsulin war etwas zu hoch eingestellt.» Deshalb habe er seinerzeit einen Pumpenkurs besucht, um das Basisinsulin perfekt
einzustellen. «Während der ersten 36 Stunden durfte ich nichts essen, musste aber jede
Stunde meinen Blutzucker messen. Auf diesen Daten baute ich auf und stellte das
Basisinsulin immer genauer ein. Vier Jahre
vergingen bis zur Topeinstellung, aber es hat
sich gelohnt», macht Furer anderen Diabeti-
www.bayerdiabetes.ch
kern Hoffnung. «Eine gute Basiseinstellung ist
das Allerwichtigste und es lohnt sich, dafür
Zeit einzuplanen», sagt er. Denn dann könne
man mit den Bolus-Abgaben zu den Essenszeiten perfekt korrigieren. «Mit etwas Erfahrung kriegt man das sehr gut hin.»
Adrian Furer begann wieder vermehrt Sport
zu treiben, reiste sogar für eine Woche nach
Italien in die Veloferien. «Jeden Tag waren wir
auf der Piste und absolvierten zwischen 80
und 120 Kilometer. Kein Problem mehr mit
der Insulinpumpe.» Das war vor fünf Jahren.
«Ich habe vieles erlebt, Hartes und Schönes», blickt Furer zurück.
Und bald begannen neue Träume Gestalt
anzunehmen. Vor drei Jahren entdeckte
Adrian Furer die Berge wieder. Schon als
Kind zählten sie zu seinem erweiterten Wohnzimmer. Touren auf 2700 Meter waren
damals keine Seltenheit. Bei einer erneuten
Bergtour liess ihn der Gedanke nicht mehr
los, einmal ganz oben auf dem Matterhorn zu
stehen. «Vor zwei Jahren begann ich mit den
Vorbereitungen, las Bücher, schaute Videos
und führte Gespräche mit Leuten, die das
Matterhorn schon bezwungen hatten.» Probehalber fuhr er mit seiner Frau nach Zermatt und erkundete den Aufstieg zur Hörnlihütte. Eine Woche später unternahm er
dieselbe Tour nochmals mit einem Freund
und guckte sich den Einstieg in die Wand
ganz genau an. «Von da an wollte ich
4000er-Luft schnuppern und auch wissen,
wie die Insulinpumpe und mein Zucker auf
dieser Höhe reagierten.» Ein Testlauf auf das
4160 Meter hohe Breithorn im Wallis verlief
bestens. Adrian Furer hatte weder mit der
dünnen Luft Probleme noch liess ihn die
Insulinpumpe im Stich. «Mit Werten von 7,0
bis 13,0 verhielt sich auch mein Blutzucker
15
www.bayerdiabetes.ch
16
Der Traum wurde Wirklichkeit! Mit Pickel und Steigeisen steht Adrian Furer auf der Spitze des Matterhorns. Zusammen mit seinem Diabetes hat
er die Natur besiegt.
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OMRON Jog Style
Der Schrittzähler
für den Sportler, aber auch
für jeden, der
seine Bewegung dokumentieren möchte.
Der OMRON Jog Style hat einen 3-D-Sensor,
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MwSt.) plus Versand.
Zu bestellen unter www.bayerdiabetes-shop.ch
in normalen Bandbreiten. Das Matterhorn-Abenteuer konnte beginnen.» Monatelanges, hartes Training und viele Höhenmeter folgten.
Erste Kontakte zum Bergführer wurden geknüpft. Dann stand der
grosse Moment bevor.
«Am Sonntag, 10. Juli 2011, entschieden wir uns, die Besteigung zu
wagen. Das Wetter war gut. Den Montag nutzten wir, um die Ausrüstung zu sichten und die Steigeisen anzupassen. Ein Abschiedskuss an
meine Frau am Montagnachmittag und zwei Stunden später waren
Bergführer Konrad Rösti und ich bereits bei der Hörnlihütte. Nach
dem Abendessen traten wir nochmals vor die Tür und schauten hinauf zum grossen Ziel. Ich spürte, dass ich mental sehr stark war und
legte mich gegen 21 Uhr schlafen.»
3.30 Uhr, Tagwache, eine Tasse Kaffee und Walliserbrot. Adrian
Furers Blutzucker auf 9,6. Kein Bolus gespritzt. Um 4 Uhr Abmarsch,
angeseilt mit dem Bergführer und ausgerüstet mit Pickel, Rucksack,
Helm und Stirnlampe. An diesem Tag waren sie nicht allein. Beim
Einstieg in die Wand trafen sich weitere 18 Personen, die aufs «Hore»
wollten. «Im Lichte der Stirnlampe hatte ich rasch die ersten
200 Meter erklettert, immer am sicheren Seil des Bergführers. Nach
zweieinhalb Stunden erreichten wir die Solvai-Hütte, eine Notunterkunft auf 4000 Metern. Erste warme Strahlen der Sonne trafen unsere
Körper. Etwas Traubenzucker, ein Riegel, Blutzucker von 9,0. Nun
über die schneebedeckte Schulter. Wir montierten die Steigeisen. Bis
zum Gipfel waren es noch 350 Höhenmeter. Die Luft wurde immer
dünner, unsere Schritte kürzer. Und immer wieder sicherten wir uns
beide an den verankerten grossen Haken. Nur kurz schweiften die
Blicke hinunter in die 1400 Meter abfallende Ostwand. Wir erreichten
das letzte fixe Seil. Noch fünf Meter senkrechte Wand. Mit einem
finalen Kraftakt schafften wir es gemeinsam, jetzt nur noch zehn
Minuten bis zum Gipfel.»
Um 9.30 Uhr erfüllte sich der Traum: Zusammen mit Konrad Rösti
stand Adrian Furer das erste Mal auf dem Gipfel des Matterhorns.
«Das war mein Lohn für zwei Jahre harte Arbeit. Ein ganz starkes
Gefühl, das ich kaum beschreiben kann. Und alles zusammen mit
meinem Diabetes.»
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TRAUMPREIS
Traumpreisverleihung 2011:
Die Würfel sind gefallen
Nur glückliche Gesichter an der Verleihung des Traumpreises 2011 in den Räumlichkeiten von Bayer Diabetes Care. Walter Bechtiger,
Leiter Bayer Diabetes Care (links), und Julia Gebhard, Leiterin Innendienst, kürten die drei Preisträger, unter denen die 10 000 Franken
verteilt wurden. Der 1. Preis mit der Gewinnsumme von 6000 Franken geht an Adrian Furer (Zweiter von links). Im zweiten Rang wurde Joël
Jossi (Bildmitte) klassiert. Er gewinnt 3000 Franken. Dritter wurde Frank Hoffmann (Zweiter von rechts) mit einem Check über 1000 Franken. Das ganze Team von Bayer Diabetes Care sagt: Herzlichen Glückwunsch!
Erfüllen Sie sich einen Traum!
Wie «Traumpreis 2011»-Sieger Adrian Furer hat jeder Mensch
Träume. Die meisten von uns aber glauben, dass solche Ideen nie Wirklichkeit werden können. Entweder
scheint der Gedanke zu ausgefallen oder es fehlt der Mut, mit der Umsetzung zu beginnen. Zudem reicht
meist auch ganz einfach das Geld nicht. Wir möchten Ihnen bei der Erfüllung Ihres eigenen Traums helfen:
mit dem Bayer Traumpreis. Wir wollen zeigen, dass trotz Diabetes oder gerade mit Diabetes aussergewöhnliche Leistungen möglich sind.
Nennen Sie uns einfach Ihren Traum. Beschreiben Sie, was die Erfüllung dieses Traumes für Sie bedeuten
würde und wie dieser Traum erfüllt werden könnte.
Traumpreis 2012: Jetzt mitmachen und anmelden. Bewerben Sie sich bis
zum 30. Juni 2012. Das Anmeldeformular und die Teilnahmebedingungen
finden Sie auf www.bayerdiabetes.ch oder fordern Sie beides per Post an
bei Bayer Diabetes Care, Traumpreis, Julia Gebhard, Grubenstrasse 6,
8045 Zürich.
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BURNOUT
Einfach keine Lust mehr
Wie Typ2-Diabetiker Athos
Stutz in ein Burnout hineinrutschte und warum ihm die
Diabetes-Therapie einfach zu
viel wurde.
Er hatte keine Lust mehr, sich jeden Tag vier
oder fünf Mal in den Finger zu piksen. Er
mochte nicht mehr in den unpassendsten
Momenten mit seiner Krankheit beschäftigt
sein. Er hatte genug davon, seine Kunden
wegen unzähliger Blutzuckermessungen
warten zu lassen. Er wollte auch nicht mehr
der Kranke sein, sondern es endlich wieder
unbeschwert und lustig haben zusammen
mit den anderen. Und er hatte die Nase
gestrichen voll davon, immer ein Sonderzüglein fahren zu müssen. «Immer ich.» So
empfand er es und irgendwann brachte der
berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen.
Angefangen hatte alles bei einem Auslandaufenthalt im Irak. Athos Stutz installierte
für seinen Arbeitgeber Schweissmaschinen.
«Wir waren zu zweit im Irak und als wir nach
getaner Arbeit wieder nach Hause fliegen
wollten, wurden die Grenzen geschlossen.»
Da standen sie nun. Alleine in der fremden
Kultur und kein Weg zurück. Durch List und
vermeintliche Hilfen hofften sie, das Land
Bustrotzdem verlassen zu können. Endlose Bus
reisen, falsche Versprechungen, bedrohliche
Situationen, abenteuerliche Kamelritte
durch die Wüste. Immer
wieder wurden er und
sein Kollege unter Waf
Waffengewalt an der Gren
Grenze gestoppt. Seine
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19
Frau war in dieser Zeit mit dem ersten Kind
schwanger. «Wir hatten grosse Angst, die
Lage war mehr als beklemmend. Ich verspürte nur noch Ohnmacht und Hilflosigkeit. Mein
Alltag war von Stress und Antriebslosigkeit
bestimmt. Ich werde nie mehr auf Reisen
gehen», schwor er sich. Druck und Stress
wurden unerträglich. Die Psyche machte
nicht mehr mit, war am Rande der Belastbarkeit angelangt. «Mir fielen alle Haare aus und
ich nahm 13 Kilo an Gewicht zu. Den Frust
und die Angst versuchte ich mit Alkohol zu
ertränken. Aus fünf Wochen wurden fünf
Monate. Erst kurz vor Weihnachten kam die
Erlösung, als wir dank politischer Einflussnahme mit einer Schweizer Delegation im
Bundesratsjet heimfliegen konnten.» Doch
die Erlebnisse hatten Spuren hinterlassen.
Athos Stutz war bei diesem Auslandaufenthalt ein anderer Mensch geworden.
«Meine Frau erschrak, als sie mich am Flughafen abholte», erinnert er sich, als ob es
gestern gewesen wäre. Trotzdem musste das
Leben weitergehen. Anders halt. Die Belastung wurde nicht kleiner, weil Athos Stutz mit
der Technikerschule begann. Zwei weitere
Kinder liessen die Familie grösser werden.
Und dann tauchte wie aus dem Nichts der
Diabetes auf. «Meine Frau hatte in den letzten
Wochen zwar wiederholt bemerkt, dass ich
sehr häufig aufs WC müsse. Alle 30 Minuten
rannte ich und schied pro Stunde so etwa
einen Liter Flüssigkeit aus. Irgendwann waren
Kopfweh und Übelkeit meine täglichen Begleiter. Ich sah oft verschwommen und nahm in
einer Woche plötzlich fünf Kilo ab. An Diabetes dachte niemand. Erst der Hausarzt fand
schnell heraus, was los war: Mein Blutzucker
lag bei 19 mmol/l.» Im Spital wurde er mit
Metformin und Insulin behandelt.
«Das ging so weit gut, doch mit der Zeit liess
ich es schleifen mit den Medikamenten,
denn die Krankheit und deren Umstände
machten mich erst richtig krank. Zuerst
dachte ich: ‹Cool, ich nehme ja sogar ab
dabei.› Auf einmal passte ich wieder problemlos in mein Übergwändli und konnte die
alten Kleider wieder tragen.» Eine Zeit lang
wurde der Frust dadurch etwas abgefedert.
«Doch bald ging es mir gesundheitlich
schlechter. Ich musste wieder viel auf die
Toilette und das störte beim Arbeiten. Auch
hatte ich wieder Schmerzen, erst hier, dann
dort. Mehr als je zuvor. Und ich konnte mich
nicht mehr gut bewegen. Bei der ärztlichen
Kontrolle war mein HbA1c total schlecht und
der Hausarzt schickte mich wieder zum Diabetologen.»
Mehr Disziplin bei der Therapie, lautete das
Verdikt des Spezialisten. Athos Stutz fasste
Mut und machte sich auch sportlich auf den
Weg. Doch so einfach war das nicht. «Eine
Gewebeschwäche bremste mich. Ich wollte
und konnte nicht», beschreibt er rückblickend. Der Frust wurde wieder grösser. Es
kamen Probleme mit dem Magen hinzu.
«Mein Bauch war aufgebläht, mein Darm
extrem verstopft und alles schmerzte bis in
den Rücken. Den Cholesterinsenker setzten
wir ab, weil wir dachten, die Muskelschmerzen kämen vom Medikament. Inzwischen
musste ich auch einen Blutdrucksenker
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schlucken.» Und dann lautete die Diagnose
auf einmal Fibromyalgie, zu Deutsch Weichteilrheuma. Überall tat es weh. Ohne zusätzliche Medikamente war das nicht auszuhalten. Doch neben den Wirkungen traten auch
immer mehr Nebenwirkungen auf.
Der Teufelskreis begann sich zu drehen. Je
länger die vielen Therapien dauerten, desto
unzufriedener wurde Athos Stutz und desto
labiler wurde seine Psyche. Keine Lust mehr,
zu messen, keine Kraft, sich zu bewegen, gar
nichts mehr. Alles war zu viel und es fehlte
das Licht am Horizont. Der Familienvater rasselte ungebremst in ein Burnout. Folge: sechs
Wochen Aufenthalt in der Klinik Barmelweid
oberhalb von Aarau. Ganz langsam wurde er
dort wieder auf Vordermann gebracht.
Mittlerweile ist der Familienvater so stark,
dass er die Lage gut analysieren kann: «In
der Barmelweid brauchte ich eine ganze
Woche, um einigermassen herunterzukom-
20
BURNOUT
men und mich von allem Selbstmitleid
zu lösen. In der zweiten Woche
erkannte ich meine Ängste und
lernte, damit umzugehen. Blockaden in Kopf und Körper wurden
gelöst, der Energiefluss wieder-
hergestellt. Heute bin ich wieder voll im Alltagsleben drin, versuche das Gelernte zu
verinnerlichen. Trotzdem lasse ich mich nicht
verrückt machen und gehe Schritt für Schritt
in die richtige Richtung. Die Weichen dafür
sind gestellt.»
Haben Sie auch Erfahrungen mit Burnout
und Diabetes? Was macht Ihnen zu schaffen,
wo liegen Ihre grössten Herausforderungen
im Umgang mit Ihrem Diabetes? Schreiben Sie uns!
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22
DIABETES-MANAGEMENT
Am liebsten hab ich die Trendkurven
So einfach wie heute war
Blutzuckermanagement
noch nie. Contour USB und
Glucofacts: ein unschlagbares Paar. Silvan Brigger
schwärmt.
Vorbei die Zeit, als er alle seine Messwerte
mühsam von Hand auswerten musste. Vorbei
die Zeit, als er neben dem Mess-Kit auch
noch das papierene Tagebuch mitführen
musste. Und vorbei die Zeit, in der er mit
seinem Mac-Computer gegenüber WindowsRechnern benachteiligt war. Silvan Brigger
(46) aus Muri bei Bern ist als Typ1-Diabetiker
über jede Annehmlichkeit beim Blutzuckermanagement dankbar. «Das Tolle am neuen
Messgerät Contour USB ist, dass die Software
zur Auswertung im Messgerät drinsteckt.
Sobald der Stick mit dem Computer verbunden wird, lädt sich die Software automatisch
auf den Rechner, und zwar gleich mit den
Messdaten.» Und weil das Contour USB mit
der Glucofacts-Software auch auf Mac-Rechnern funktioniert, kommt Silvan Brigger nun
erstmals in den Genuss des bequemen Diabetes-Managements. «Ich hatte früher immer
ein ziemlich grosses Etui dabei, weil dort das
ganze Messmaterial und mein Tagebuch
Platz haben mussten. Heute ist mein Etui
massiv geschrumpft, weil im Contour USB
alle Daten elektronisch gespeichert sind. Zu
Hause oder unterwegs – je nachdem –
schliesse ich den Stick einfach an meinen
Computer oder Laptop an und in Sekundenschnelle steht mir die ganze Auswertung
inklusiv anschaulicher Grafik zur Verfügung.»
Silvan Brigger freut sich: «Der Akku des Contour USB hält eine Ewigkeit. Seit einem Jahr
habe ich dieses Gerät nun im Einsatz, messe
mindestens zwei Mal pro Tag und der Akku
war noch nie leer, denn er lädt sich bei jedem
Andocken an den Computer.»
Mit neun Jahren wurde der gebürtige Walliser
zum Typ1-Diabetiker. «Ich hatte Masern und
dann war es um mich geschehen», sagt er.
Silvan Brigger mit Contour USB, seinem Laptop und der Glucofacts-Auswertung.
Die ersten Jahre seien schwierig gewesen
und so manches Hypo habe er durchgemacht. Drei Mal sei er völlig weggetreten.
«Danach fehlte mir jeweils die komplette
Erinnerung an die letzten Tage. Alles war wie
ausgelöscht. Und ich brauchte immer etwa
zwei Tage, bis ich mich von dieser Erschöp
Erschöpfung wieder richtig erholt hatte. Das fährt ein
und man möchte es eigentlich nicht mehr
erleben», sagt der 46-Jährige. Und deshalb
ist das Blutzuckermanagement so wichtig. So
gut wie möglich eingestellt sein, aber nie so
tief, dass es zum Crash kommt. «Früher
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bestimmte die Diabetes-Therapie meinen
Tagesrhythmus mit Essen und Bewegen.
Heute bin ich total flexibel. Ich kann sogar auf
ein Mittagessen verzichten. Dann spritze ich
einfach weniger vom schnellen Insulin und es
geht mir gut. Dank den neuen Instrumenten
weiss ich immer, wie es um mich steht.»
Was gefällt ihm an der Glucofacts-Software?
«Ich mag die Darstellung des Trends am
liebsten, weil das Kurvendiagramm meine
Schwankungen und die Tageszeit am besten
darstellt. Und jede Darstellung lässt sich
auch ausdrucken oder als PDF-Datei dem
Arzt mailen, wenn man das möchte.» Silvan
23
Fünf Vorteile von Glucofacts
Vorteil 1: ohne Installation einsatzbereit
Die Software Glucofacts Deluxe können Sie ab dem Contour USB starten, ohne ein Programm installieren zu müssen. Einfach in den USB-Port am Computer einstecken und
auf das Symbol klicken. Los gehts! Auch Ihr Arzt kann Ihren Stick in seiner Praxis auswerten. Schnell und problemlos. Eine detaillierte Anleitung finden Sie auf www.bayercontourusb.ch ➝ Installation.
Vorteil 2: mit Installation noch mehr Möglichkeiten
Sie können die Software Glucofacts Deluxe natürlich auch auf Ihrem Computer fest installieren. Auf der Website www.bayercontourusb.ch in der Rubrik «Software & Hilfe»
finden Sie die dafür nötige Installationsdatei. Die Vorteile der fest installierten Software
sind:
•
•
•
•
Datenwerdengespeichertundsindjederzeitabrufbar
DieBlutzuckerwertekönnenmitindividuellenBemerkungenversehenwerden
Blutzuckerwertekönnenauchmanuellhinzugefügtwerden
MehrerePersonenkönnendasProgrammnutzen(proPersoneineDatenbank)
Vorteil 3: Bemerkungen auch nachträglich möglich
Möchten Sie zu einem Blutzuckerwert eine spezielle Bemerkung hinzufügen? Zum Beispiel, dass Sie ein Stück Kuchen gegessen haben? Gehen Sie unter «Berichte» auf
«Tagebuch» und klicken Sie einen Wert mit der Maus an. Wählen Sie dann auf der
rechten Seite «Messwert bearbeiten» aus. Nun können Sie Ihre Anmerkung hinzufügen.
Wenn Sie das Tagebuch ausdrucken, erscheinen diese Bemerkungen rechts in einer
separaten Spalte, gegenüber dem entsprechenden Blutzuckerwert. Aber auch schon
direkt bei der Messung mit dem Contour USB können Sie aus sechs vorgegebenen
Bemerkungen auswählen: vor dem Essen, nach dem Essen, mir ist unwohl, krank,
Stress, Aktivität.
Brigger hat aber noch einen anderen Vorteil
erkannt: «Auf dem Contour USB kann ich
auch zusätzliche Daten ablegen. Ich habe
nicht nur meinen Namen, Adresse und
meine Medikamentenliste dort drauf, son
sondern auch ein Foto von mir, die Krankenkas
Krankenkassendaten, meine Krankengeschichte und
eine Patientenverfügung. Das kann wichtig
sein, wenn ich irgendwo einen Hypo habe
nehoder sonst ärztliche Hilfe in Anspruch neh
men muss. Mit diesen Informationen haben
es die behandelnden Ärzte leichter, mich von
Anfang an schnell und richtig zu behandeln.»
Vorteil 4: Zielwerte und Zeiträume einstellbar
Möchten Sie die Standardeinstellungen der Blutzuckerzielwerte und der Tageszeiträume
ändern? Dann gehen Sie auf den Reiter «Einstellungen» und dort auf «Blutzucker» und/
oder «Zeiträume». Wenn Sie «Individuelle Einstellungen» wählen, können Sie die Eingaben nach Ihren Bedürfnissen vornehmen. Klicken Sie nach der Eingabe unten rechts auf
«Änderungen speichern».
-Mail senden und Arztbesuch sparen
Vorteil 5: Blutzuckerwerte per E-Mail
Glucofacts Deluxe bietet die Möglichkeit, die Auswertungen mit Ihren Blutzuckerwerten
als PDF abzuspeichern. So können Sie Ihre Blutzuckerwerte in einer anschaulichen
Form Ihrem Arzt per E-Mail zukommen lassen. Das persönliche Gespräch mit dem Arzt
wird zwar nach wie vor wichtig bleiben, aber den einen anderen Arzttermin können Sie
sich so sparen.
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Diabetes in einer anderen Welt
Diabetes zwischen Maisbrei und Mangelversorgung
Wenn Diabetes-Spätschäden
zu Frühschäden werden, weil
keine Medikamente vorhanden sind. Wenn Diabetiker
keine Wahl haben, weil sie
nicht aufgeklärt sind. Oder
wenn sie kaum etwas ändern
können, weil es keine Alternativen gibt. Hotspots aus
Zimbabwe, Südafrika. Von
Walter Bechtiger.
Zehn Jahre lang führte der Schweizer Arzt
Dr. Christian Seelhofer zusammen mit einem
einheimischen Kollegen im Süden von Zimbabwe ein Busch-Spital. Für ein Einzugsgebiet von 180 000 Einwohnern standen gerade
einmal 200 Betten zur Verfügung. «Ich war
stark gefordert, auf mich selber gestellt. Das
Gebiet hier ist sehr arm, ohne Industrie. Die
Arbeitslosigkeit beträgt ungefähr 90 Prozent.
Die meisten Leute überleben als Kleinfarmer
mit zwei oder drei Ziegen, einem kleinen
Maisfeld und einigen Hühnern», sagt der
Mediziner.
Ungefähr 150 Patienten kamen jeden Tag
zur ambulanten Behandlung. Wegen der
kargen Lebensbedingungen ist Diabetes mellitus nicht so häufig wie in der Schweiz. Trotzdem war Dr. Seelhofer überrascht: «Ich
glaubte früher, Zuckerkrankheit sei eher eine
Zivilisationskrankheit. Aber auch hier in der
armen ländlichen Gegend von Silviera finden
wir Diabetiker. Vielleicht als Folge der einseitigen Ernährung mit Mais. Der traditionelle
Maisbrei hat keine grosse Sättigungswirkung,
sodass oft unvernünftig grosse Mengen davon
gegessen werden.»
Diabetes ist für einen Grossteil der Bevölkerung noch ein Fremdwort. Dr. Seelhofer: «Die
Menschen kommen deshalb oft sehr spät in
Aus allen Landesteilen strömen die Menschen ins Busch-Spital. Diabetes-Patienten kommen spät oder häufig
die Behandlung, manchmal schon blind, mit
abgestorbenen Zehen, grossen Abszessen
oder anderen Komplikationen.»
Tatenda weiss nicht, wie alt er ist. Mit einem
Loch im grossen Zeh kommt er in die Sprechstunde. Das Röntgenbild zeigt einen angegriffenen Knochen. Der Zeh muss amputiert
werden. Tatendas Blutzuckerwert ist so hoch,
dass er vom Messgerät nicht mehr angegeben werden kann. Die Anzeige sagt nur noch
«high». Dr. Seelhofer: «Aus praktischen
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Gründen versuchen wir eine Therapie mit
Tabletten. Es gibt hier nur zwei Sorten, Glibenclamid und Metformin. Die Blutzuckerwerte werden damit etwas besser, liegen aber
immer noch um 15 mmol/l.» Der Patient will
trotzdem nach Hause. Er hat kein Geld, kann
das Spital nicht bezahlen. «Wir müssen ihn
ziehen lassen. Blutzuckerkontrollen sind nur
jeden Monat möglich, weil sein Weg in unser
Spital etwa dreissig Kilometer beträgt, die er
zu Fuss zurücklegt. Es gibt keine Busverbindung an diesen entlegenen Ort.» Ein kleiner
Lichtblick: Dr. Seelhofer hat mittlerweile drei
periphere Gesundheitszentren mit Blutzu-
25
eines Monates wieder herstellen. Zum
Abschied kam er zusammen mit seiner Frau
extra ins Doktoroffice, um sich mit einem
Tanz zu bedanken. Die beiden drehten sich
und stampften mit den Füssen auf den
Boden, sodass die Leute in den umliegenden
Räumen zusammenliefen und unter fröhlichem Gelächter mittanzten.»
Die Diätinstruktion bei Diabetes ist schnell
gemacht. Die Leute leben hier von Sadza,
einem Brei, der nur mit Maismehl und Wasser angemacht wird. Keine Zusätze. Die
Hausfrau steht morgens um fünf Uhr auf,
eine Stunde vor allen anderen, macht im
Freien mit der Glut des Vortages ein neues
Feuer und kocht den Brei. Davon wird die
Familie bestenfalls drei Mahlzeiten einnehmen. Oft gibt es noch etwas Gemüse dazu,
saisonal auch etwas Bananen oder Mangos.
Süssigkeiten existieren kaum. «Wir erklären
Tatenda, dass er seine Mahlzeiten häufiger,
aber in kleineren Portionen einnehmen soll.
Aber das ist eher ein Wortspiel. In den letzten
Jahren konnte sich auch seine Familie nur
eine Mahlzeit am Tag leisten.»
t oder häufig zu spät. Amputationen sind keine Seltenheit.
ckermessgeräten und Sensoren ausgestattet.
«Dies war nur möglich, weil wir von Bayer
Diabetes Care grosszügig unterstützt wurden.»
Lovemore, ein junger, abgemagerter Mann,
erreicht das Spital mit letzter Kraft. Er hat
starke Gefühlsstörungen in beiden Beinen,
kann kaum mehr gehen. Dr. Seelhofer: «Wir
diagnostizierten einen Diabetes. Unter Insulinbehandlung, verbesserter Ernährung und
mit Vitamingaben konnten wir ihn innerhalb
Nach der Spitalentlassung kommt
Tatenda regelmässig in die Kontrolle. Die Blutzuckerwerte sind nicht
besser geworden. Nach einer
erneuten Lungenentzündung können wir Tatenda überzeugen, dass
eine Insulintherapie notwendig ist. Wir
stellen um auf Protaphan, ein Langzeitinsulin. Mit zwei Injektionen am Tag
können wir den Zucker auf unter
10 mmol/l einstellen und wir sind
damit zufrieden. Mit zwei Fläschchen Insulin, die bei Temperaturen
von über dreissig Grad nicht gekühlt
werden können, macht sich Tatenda auf
den Heimweg. Ungefähr acht Monate
geht die Behandlung gut. Dann gibt es
Lieferschwierigkeiten mit dem Insulin. Wir
müssen auf Actrapid umstellen, doch Tatenda kann sich mit einer drei- oder mehrmali-
www.bayerdiabetes.ch
gen Injektion pro Tag nicht anfreunden.
Tagsüber ist er auf dem Feld oder mit dem
Hüten seiner zwei Kühe beschäftigt. Er bleibt
bei zwei Insulingaben. Doch bereits nach
acht Wochen kommt er als Notfall ins Buschspital zurück. Auf einer Schubkarre wird er
abwechslungsweise von seiner Frau und zwei
seiner ältesten Söhne über den holperigen
Naturweg herangekarrt. Sein Fuss ist massiv
geschwollen. Diagnose: Weichteilinfektion,
die mit Antibiotika behandelt werden muss.
Zwei weitere Zehen müssen geopfert werden.
Wenigstens ist jetzt das Protaphan wieder
erhältlich und wir erreichen akzeptable Blutzuckerwerte. Der Patient ist zufrieden und
kann nach einem Monat Spitalaufenthalt
wieder zu Fuss nach Hause gehen. Sowohl
Medikamente als auch die bescheidene
Tagespauschale von einem US-Dollar müssen wir aus Spendengeldern finanzieren.
26
KUNDENFEEDBACKS
Contour USB:
das moderne Messgerät mit vielen Fans
Wann freuen wir von Bayer Diabetes Care uns am meisten? Ganz einfach:
Wenn wir sehen, dass unsere Produkte bei Diabetikern sinnvolle Arbeit leisten
und, mehr noch, sogar auf Freude und Lob stossen. Unser Contour USB ist
seit einem Jahr auf dem Markt und hat bereits eine grosse Fangemeinde.
Wir danken Ihnen herzlich für die Treue, aber auch für die zahlreichen
Verbesserungsvorschläge, die uns
regelmässig erreichen.
Ich bin von
diesem
Gerät
begeistert.
Und das,
nachdem
ich seit 22 Jahren schon einige Messgeräte ausprobiert habe. Ihr USBGerät ist bis jetzt das beste!!!
A. Saloni
Ich bin stolze Besitzerin des CONTOUR-USB-Blutzuckermessgerätes. Vor ca. zwei Monaten wurde ich
von einer Mitarbeiterin von Bayer angerufen, die
meine Meinung zum neuen Blutzuckermessgerät wissen wollte. Ich habe ihr dann erzählt, wie toll ich das
Gerät finde, dass es aber noch toller wäre, wenn es
die Farbe Pink oder Lila hätte. Dann kam heute Post von Bayer und ich konnte
mit grosser Freude lesen, dass es jetzt diese neuen Schutzhüllen gibt!
Mein Gerät ist bei Euch registriert und darum bitte ich um Zusendung der
Schutzhülle in der Farbe Lila.
Ich bedanke mich für Ihre Bemühungen und verbleibe mit freundlichen Grüssen
M. Aichele
Ich bin nach wie vor begeistert vom Contour-USB-Blutzuckermessgerät. Habe mir inzwischen
ein zweites zugelegt, sodass ich immer eins zu Hause habe und das andere in der Tasche mitnehme. Es sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch sehr bedienerfreundlich. Als Pluspunkte
möchte ich vor allem das schnelle Ergebnis und die sehr gut ablesbaren Zahlen nennen, die
durch die ändernde Farbe sofort erkennen lassen, dass der Wert zu tief ist. Ebenfalls sehr gut
ist natürlich auch die Beleuchtung des Teststreifen bei Bedarf. Auch das Nachschauen der
letzten Werte, beziehungsweise der Trends der letzten 14 Tage, ist einfach und schnell durchzuführen.
Aber mein persönliches Highlight ist die integrierte Software, die ich ganz schnell ohne grosse Verkabelung (einfach am
USB einstecken) nutzen kann. Die Tages-, Wochen- und Monatsübersichten im Diagramm ergeben eine aussagekräftige
Darstellung, die Schwachpunkte sofort erkennen lässt.
Da ich mit zwei Messgeräten agiere, habe ich bei mir die Desktopvariante installiert, um die Messwerte beider Geräte
zusammenzufügen.
Das Einzige, was ich als Pumpenträger (Medtronic Veo) vermisse, ist die Übertragung des Messwertes auf die Pumpe
wie es der Contuor Link kann.
Ich grüsse Sie freundlich
P. Walker
www.bayerdiabetes.ch
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Guten Tag
Mit grosser Begeisterung bin ich
Userin des Contour USB. Das Gerät
ist genial; klein, ohne Codierung,
einfach zu bedienen, wirklich toll,
wenn man schon dauernd Messungen machen muss, ist das
sehr hilfreich. Auch die Auswertung am PC finde ich (dank
anfänglicher Hilfe von Ihnen) einfach.
I. Bucher
Sehr geehrte Damen Herren
Gerne mache ich von Ihrem
Angebot betreffend Schutzhülle Gebrauch und würde
mich freuen, wenn Sie mir
eine in der Farbe Blau senden könnten!
Dafür danke ich Ihnen und grüsse Sie freundlichst. Ihr
sehr zufriedener Benutzer des Contour USB.
R. Waldvogel
Liebes Contour-USB-Team
Ich habe gerade mit meinem Sohn die «Diabetes News»
gelesen und die neuen Farben für das Contour USB entdeckt. Mein Sohn ist seit 10 Jahren Diabetiker und seit
drei Wochen Contour-USB-Grätli-Benutzer. Ich bin schon
seit 25 Jahren Diabetikerin und seit zwei Monaten Contour-USB-Grätli-Benutzerin.
Wir hätten nun gerne je ein rotes und ein blaues bestellt. Wir freuen uns, denn die
Farben machen das Grätli noch besser. Wir sind beide sehr überzeugt.
Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen, D. und S. Jeppesen
Noch in diesem Jahr werde ich ein
zweites Contour-USB-Gerät anschaffen.
Da ich von diesem Messgerät so
begeistert bin, werde ich bei der kommenden Konsultation beim Arzt eines
verlangen.
Mit herzlichen Grüssen, K. Lepper
Grüezi
Erstmal finde ich das Gerät super (bin Umsteiger von einem Billig-Gerät). Danke. Im praktischen Gebrauch werden aber noch nicht alle
Funktionen so unterstützt, wie ich es optimal fände. Ich möchte zu den übertragenen Werten vom Contour USB gerne nachträglich am
PC Infos hinzufügen, wie z.B. Korrekturinsulin oder Spezialinfos wie eine Zeitverschiebung. Ich bin viel unterwegs und z.B. gestern
von Zürich nach Dallas geflogen. Jetzt habe ich die Zeit natürlich auf Lokalzeit geändert, aber ich kann die Info im Bericht nirgends
eingeben. Ist diese manuelle Möglichkeit für die Zukunft geplant? Oder auch, dass am Gerät eine Zusatzoption bei der Zeiteinstellung
zur Verfügung steht, bei der man die Zeitzone schnell ändern könnte und dies im Bericht dann auch ersichtlich wird?
Danke und freundliche Grüsse
T. Schmitter
Sehr geehrter Herr Schmitter
Vielen Dank für Ihre Nachricht. Es freut uns sehr, dass Sie grundsätzlich zufrieden sind mit dem Contour USB. Das Contour USB wird
laufend weiterentwickelt. Eine Funktion für die direkte Eingabe von Insulinwerten und Kohlenhydraten ist bereits in Planung. Wir
können aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen, wann ein entsprechendes Update zur Verfügung stehen wird. Den Input
bezüglich der Zeitverschiebung nehmen wir gerne auf und leiten ihn an unsere Entwicklungsabteilung weiter.
Zu Ihren Fragen: Wenn Sie die neuste Version der Software Glucofacts Deluxe auf Ihrem Computer installieren, können Sie zu jedem
Wert noch individuell Bemerkungen hinzufügen. Die Notizen sind auf dem Computer ersichtlich, wenn Sie mit der Maus über den
Wert fahren. Wenn Sie das Tagebuch ausdrucken, sind alle Bemerkungen in einer separaten Spalte auf der rechten Seite aufgelistet.
So können Sie zu jedem Wert auch die gespritzten Insulineinheiten oder die Kohlenhydrate dazufügen.
Wir haben noch eine andere Software für gehobene Ansprüche: Diabass. Auch in Diabass können die Insulineinheiten eingegeben
werden. Dort wird das gespritzte Insulin zudem auch noch grafisch dargestellt.
Bei weiteren Fragen oder Anliegen zu Contour USB, Glucofacts Deluxe oder Diabass stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Freundliche Grüsse
Adrian Bechtiger, Bayer Diabetes Care
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E-SHOP
Bequem einkaufen im E-Shop von Diabetes Care
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1 Für alle Ansprüche: das Kombo-Etui. Die Ansprüche an ein Etui für die Blutzuckermessutensilien sind hoch. «Je kleiner desto besser» gilt für
die einen, «alles muss reinpassen» für die anderen. Die elegante Lösung von Bayer Diabetes Care: das Kombo-Etui für alle Ansprüche! Mit dabei:
ein kleines Etui für die Hosentasche, perfekt für Contour USB, Messstreifen und Stechhilfe. Diabetiker, die mehr Material mitführen, können
sich auf das grosse Etui verlassen. Hier finden auch Pens problemlos Platz. Praktisch: Auf Reisen können Sie auch das kleine Etui ins grosse
packen und haben so beide Varianten stets verfügbar. Mit Polsterung, Nylon und in elegantem Mattschwarz gehalten.
Kleines Etui: Fr. 14.20; grosses Etui: Fr. 18.50; Kombo: Fr. 27.95. Inkl. MwSt., plus Porto
2 Ihr Bewegungscoach: Aipermotion. Diabetiker setzen sich meist intensiver mit dem Essen auseinander als Nichtdiabetiker das tun. Aber wie
viel Energie verbraucht man an einem Tag? Der Schlüssel zur richtigen Energiebilanz heisst Aipermotion. Das clevere Gerät misst jede Bewegung, die Sie machen, und berechnet den Kalorienverbrauch viel genauer als ein einfacher Schrittzähler. Dazu kalkuliert es den täglichen
Grundumsatz an Energie. Essen und Trinken muss man zwar noch von Hand eingeben, aber die Resultate sind verblüffend: Der Aipermotion
sagt Ihnen jederzeit, wie es um Ihre Energiebilanz steht. Profis können die Daten sogar am PC auswerten, so wie es bei den Blutzuckermessgeräten auch möglich ist.
Aipermotion 440: Fr. 396.45. Inkl. MwSt., plus Porto
3 Die Glukose für unterwegs: Dextro-Energy-Schlüsselanhänger. Wenn der Blutzucker zu tief sinkt, müssen schnell wirksame Kohlenhydrate her.
Für den Notfall eignen sich Traubenzucker wie Dextro Energy. Damit sie immer dabei sind, gibt es den praktischen Schlüsselanhänger von
Bayer Diabetes Care – die Dextro-Energy-Täfelchen sind gleich mit dabei.
Dextro-Energy-Schlüsselanhänger: Fr. 7.90. Inkl. MwSt., plus Porto
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4 So pflegt man Füsse: Allpresan-Diabetic-Fussschaumcreme. Eine geschmeidige Haut ohne Druckstellen, das wünschen sich viele Diabetiker.
Denn der Diabetes trocknet die Haut aus und kleine Risse machen anfällig für Infektionen. Besonders die schlecht durchbluteten Füsse leiden
darunter. Die Lösung heisst Allpresan Diabetic: eine Fussschaumcreme, die sofort einzieht und nicht fettet. Sie enthält Urea, Panthenol und
Pentavitin, wurde klinisch getestet und gilt als eines der besten Produkte für die Hautpflege von Diabetikern. Testen Sie Allpresan – das Produkt
wird auch Sie überzeugen!
Allpresan Diabetic, im Dreierpack: Fr. 57.75. Inkl. MwSt., plus Porto. Passend dazu: Diabetikersocken, 3 Paar: Fr. 46.55. Inkl. MwSt., plus Porto
5 Auswerten für Profis: Diabass 5. Studien zeigen: Das Blutzuckermessen ergibt am meisten Sinn, wenn die gemessenen Werte mit einer Software analysiert werden. Bayer-Kunden haben diesbezüglich die Qual der Wahl: Einfach und übersichtlich geht es mit Glucofacts Deluxe – komplexer und mit vielen Darstellungsmöglichkeiten und Berechnungen mit Diabass 5. Die Profisoftware wird auch von den meisten Diabetologen
eingesetzt und erfüllt höchste Ansprüche an die Auswertung von Blutzucker-Messwerten.
Diabass 5, Bayer-Edition: Fr. 48.70. Inkl. MwSt., plus Porto. Passend dazu: Datenkabel für Contour, Breeze 2, Dex: Fr. 22.60. Inkl. MwSt., plus
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30
REZEPTE
Bohnensalat
mit Tofuwürfe
li
1 Block Tofu
Natur
in mundgerec
hte Würfel sc
hneiden.
Marinieren (m
ind. 30 Minut
en,
besser 2–3 St
unden) mit:
2 EL Sojasauc
e
1 EL Tomaten
mark
2 EL Weissw
ein
Paprika
1 TL Honig od
er Agavendic
ksaft
1 EL Olivenöl
5 Umdrehun
gen Pfeffer
2 Prisen Kur
kuma
2 EL Wasser
500 g Bohne
n
Marinierte To
fuwürfeli
rrtomaten
Poulettopf mit Dö
Olivenöl
sen.
warm werden las
Würfel
Pouletbrüstli* in
600 g marinierte
rausnehmen.
gut anbraten, he
,
zwiebeln mit Grün
1 Bund Frühlings
gehackt
n gepresst
2 Knoblauchzehe
1 EL Curry
Wenig Sojasauce
Tomaten in feinen
25 g getrocknete
Streifen
k
2 EL Tomatenmar
ein
1 Schuss Weissw
nach Belieben
Paprika edelsüss
Agavendicksaft
rüsten, im D
ampf knapp
weich kochen
lassen, in ca
, auskühlen
. 4 cm grosse
Stücke schnei
den.
In der Bratpfa
nne bei mittle
rer Hitze ca.
braten.
10 Minuten
2–3 EL Sonn
enblumenke
rne
2–3 EL Mande
lstifte od. Pin
ienkerne
in der gleichen
Bratpfanne ku
Salatsauce:
rz anrösten.
Olivenöl, Senf
, Pfeffer, So
jasauce, Ace
Petersilie glat
to balsamico
tblättrig, geha
bianco oder
ckt, Paprika
wenig Knoblau
rosso (oder
edelsüss, wen
Zitronensaft)
ch
ig Ahornsirup,
,
Kräuter nach
Gut mischen
Belieben,
und über die
Bohnen gebe
n.
Gebratene To
fuwürfeli dara
uf verteilen un
Mandelstiften/
d mit den ange
Pinienkernen
rösteten Sonn
garnieren.
enblumenke
rnen und den
pfanne
der gleichen Brat
mischen und in
Pfeffer
andämpfen.
duzieren.
fkochen, Hitze re
löschen, kurz au
ab
uillon
rtelt zugeben.
3,5 dl Hühnerbo
halbiert oder gevie
en
at
om
uer
250 g Cherry-T
en auf kleinem Fe
nze ca. 40 Minut
Ga
s
da
d
un
n
zugebe
Poulet wieder da
n.
se
las
n.
en
einkoch
durchziehen lasse
geben und kurz
zu
asser
Rahm oder mit W
.
k
ar
verdünnter Qu
uletbrüstli:
*Marinade für Po
üss
els
½ TL Paprika ed
avendicksaft
Ag
er
½ TL Honig od
Maizena
1 EL Mehl oder
2 EL Olivenöl
Pfeffer
5 Umdrehungen
mörsert
ge
1 EL Senfkörner
3 EL Sojasauce
2 EL Weisswein
www.bayerdiabetes.ch
Generelle Anmerkungen:
Die Rezepte sind, wenn nichts anderes
vermerkt, für 4 Personen berechnet. Ziel
ist es nicht, den Tisch mit überfülltem
Magen zu verlassen. Vielmehr sollten Sie
sich nach dem Essen wohlgenährt fühlen.
Achten Sie darauf, dass Sie Zutaten ohne
Konservierungsmittel und Zusatzstoffe
verwenden. Dies betrifft vor allem die
Bouillon, die vielfach mit Glutamat versetzt
ist. Ihr Körper wird es Ihnen danken, wenn
Sie darauf verzichten.
Verwenden Sie auch keine Light-Produkte
(ausser beim Hackfleisch) und Tiefkühlprodukte (Ausnahmen gibt es immer).
Diese sind energetisch verändert und
haben nicht mehr dieselbe Wirkung auf
den Stoffwechsel. Dasselbe gilt für Nahrungsmittel, die in der Mikrowelle gekocht
werden.
31
Lachs-GemüseGratin
Würfel schneiden,
400 g Lachs in grosse
ieren.
mit Zitronensaft marin
enpulver oder
am
es
Wenig Bockshornkle
Currypulver
1 TL Honig
2 EL Olivenöl
l
Wenig Pfeffer und Dil
1 EL Sojasauce
ischenzeit:
en lassen. In der Zw
Mind. 30 Minuten ruh
gerechte
rüsten und in mund
Gemüse der Saison
ren.
im Dampf knackig ga
Formen schneiden,
en mit:
Noch warm marinier
Olivenöl
Pfeffer
Sojasauce
Weisswein
Paprika edelsüss
n
Kräuter nach Beliebe
nform schichten,
In eine gefettete Grati
rauflegen.
marinierter Fisch da
ttblättrig
1 Bund Petersilie gla
l
eh
rm
nie
Wenig Pa
1 TL Olivenöl
n bei 180 °C
erstreuen. Im Backofe
Mischen und darüb
rvieren mit
Se
m
de
en. Kurz vor
ck
ba
ten
nu
Mi
20
.
ca
Olivenöl beträufeln.
Gratin mit
oller mag, kann den
Wer es etwas gehaltv
elsauce* ergänzen.
einer leichten Bécham
wenig
Milch, Wasser, Salz,
*Butter, Mehl, wenig
uss
atn
sk
Mu
wein, Paprika,
Tomatenmark, Weiss
Apfel-QuarkGratin
3 Eigelbe
60 g Butter weich
100 g Akazienho
nig
1 Prise Salz
60 g Dinkelgriess
500 g Halbfettqua
rk
½ Biozitrone, Sa
ft und
abgeriebene Scha
le
½ TL Kakaopulve
r ungesüsst
Rosinen nach Be
lieben
1 TL Rohmelass
e
Alles gut vermisc
hen, beiseitestelle
n.
3–4 Äpfel geschä
lt in Schnitzen in
eine mit Olivenöl
geben.
eingefettete
Gratinform
3 Eiweiss steif ge
schlagen vorsich
tig unter die Qu
damit bedecken
arkmasse heben;
.
Äpfel
Im vorgeheizten
Backofen bei ca
. 180 °C ca. 20–3
0 Minuten backen
.
Dieser Gratin eig
net sich als leich
tes Nachtessen
baut Qi auf, beru
oder als grosses
higt und entspan
Zvieri. Er
nt. Die Äpfel könn
den durch ande
en natürlich erse
re Früchte der Sa
tzt werison.
Zur Autorin
Die Rezepte in dieser Ausgabe wurden von Franziska Haas ausgewählt. Sie führt eine Praxis für Massage und
Ernährung in Ehrendingen (AG) und beschäftigt sich vor allem mit Ernährungsberatung nach traditioneller chinesischer Medizin. Franziska Haas coacht auch Diabetiker und ist überzeugt, dass die Ernährung immer auf eine Person
zugeschnitten sein muss. Einfache Lebensmittel seien dazu am besten geeignet und je schnörkelloser die Ernährung
ist, desto besser schaffe es der Organismus, einwandfrei zu funktionieren.
«Ernährung und Massage lassen sich sehr gut verbinden», ergänzt die Expertin, die ihr Wissen aus der Ernährungslehre mit ihrer praktischen Erfahrung aus klassischer Massage, Hot-Stone-Massage, Fussreflexzonenmassage und
Sportmassage inkl. Taping kombiniert.
Weitere Informationen: www.franziska.haas-niggli.ch
www.bayerdiabetes.ch
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Seele and Geist
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