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Heizkosten senken - aber wie? - Stadt Lennestadt

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3. Das erfordert Investitionen:
Fenster erneuern,
besonders bei
Einfachverglasung
oder alter
Doppelverglasung
Dach und
Dachboden,
Kellerdecke
wärmedämmen
Heizkosten senken - aber wie?
Heizung erneuern,
falls die Anlage
älter als 20 Jahre
ist
4. Das erfordert größere Investitionen:
Um sich in seinen vier Wänden wohl zu fühlen, braucht der Mensch
unter anderem Behaglichkeit,
das
heißt, es darf
nicht
zu
warm und nicht
zu
kalt,
nicht zu feucht
und nicht zu
trocken
sein.
Auch frische
Luft ist wichtig.
Solche
Verhältnisse sind
von Natur
aus in unseren
Breiten
selten. Bei uns ist
ein
zusätzlicher
Wärmebedarf die Regel.
Mauerwerk wärmedämmend isolieren
5. Das können Sie tun, wenn Ihre Verbrauchswerte schon gut sind:
„Der Wärmebedarf... ist im Prinzip... unabhängig von der
Beheizungsart ... als eine reine Gebäudeeigenschaft anzusehen, weil er
ausschließlich vom Gebäude selbst abhängt, nämlich von seiner Lage
und von seiner Baugüte.“ (HANDBUCH FÜR HEIZUNGSTECHNIK;
Beuth-Verlag)
Automatisches
Lüftungssystem
mit
Wärmerückgewin
-nung einbauen
Sonnenkollektoren installieren
Solaranlage zur
Stromerzeugung
installieren
Weitere Informationen:
Internet: www.dena.de
www.ea-nrw.de
www.zukunft-haus.info
www.energiepass.info www.daemmoffensive.de
Beratung für die jeweiligen Materialien und Maßnahmen bieten auch
Fachhandel und Handwerk in unserer Region an.
Die Baugüte ist das Vermögen der Gebäudehülle, den Wärmestrom
durch die Umfassungsflächen der beheizten Räume zu verringern.
Dies Vermögen hängt von Materialauswahl und -stärke, von
konstruktiver und ausführender Sorgfalt ab.
Ca. 5O kWh (etwa 5 l Heizöl) Heizenergiebedarf pro m2 Wohnfläche
im Jahr sind erstrebenswert.
3-Liter-Häuser lassen sich mit vertretbarem Aufwand bauen. Jede
Gebäudehülle lässt sich verbessern. Letztlich ist das eine Frage des
Aufwands.
Generell setzt sich der Wärmebedarf aus Lüftungsverlusten und
Transmissionsverlusten (Wärmeleitung von innen nach außen)
zusammen.
Lüftungsverluste erfolgen durch Unterbrechungen der Trennflächen,
sozusagen „Löchern“ in der Gebäudehülle, z.B. ein offenes Fenster.
Der Luftaustausch hat einen hohen Wärmeverlust in kurzer Zeit zur
Folge.
Nicht alle Löcher sind so offensichtlich. Aber bereits ein 5m langer.
2mm breiter Riss hat einen Querschnitt wie eine Öffnung von
10x10cm. Wenn man alle Risse, undichte Fenster- und Türfugen
summiert, kommen oft erhebliche Lüftungsverluste zusammen.
Folglich sollte ein Gebäude so luftdicht wie möglich sein. Deshalb:
• Funktionsfähige Dichtungen in Fenstern und Türen!
• Risse und Fugen luftdicht verschließen!
• Keine Dauerlüftung durch Kippstellung! (während der
Heizperiode)
Dennoch: Gezielte Lüftung muss sein, da sonst Feuchtigkeit und
mangelnder Sauerstoff zum Problem werden.
Transmissionsverluste erfolgen aufgrund des Wärmeflusses über die
Molekularstruktur der Baustoffe.
Je nach Struktur des Baustoffs dauert der Durchfluss der Wärme aber
unterschiedlich lang. Auch eingeschlossene Luft behindert den
Wärmestrom (Schaumstoffplatten, Mineralwollematten), sie isoliert.
Verdoppelt man die Materialstärke, so verlängert sich auch die
Durchflusszeit der Wärme, damit verringert sich der Nachheizbedarf
entsprechend.
Umfassungsflächen (Wände und Decken) mit einem Wärmedurchlass
(U) von 0,2 Watt (W) pro m2 und 1 Kelvin (1 K, entspr. 1 °C) sind mit
ca. 20 cm Dämmstoff mittlerer Güte erreichbar.
Durch eine Wand von 1 m2 Fläche tritt dann ein Wärmestrom von 0,2
Watt pro Kelvin Temperaturdifferenz von Warm nach Kalt auf. Die
Außenwände haben in Deutschland im Durchschnitt einen U-Wert von
ca.0,6 W/m²K.
Fenster und Türen, üblicherweise die wärmetechnisch schwächsten
Stellen eines Gebäudes, erreichen in aufwendiger Bauweise U-Werte
um 0,6 W/m2K. Solche Fenster haben Rahmen mit Dämmschalen oder
–kernen und 3-Scheiben-Gläser mit Metallbedampfung und
Gasfüllung. Sie werden zur Zeit fast nur in Gebäuden ohne Heizung
(,,Passivhäusern“) oder bei extremen Klimabedingungen eingesetzt.
Heutige Standardkonstruktionen mit 2-Scheiben-Isolierglas erreichen
1,2 W/m²K.
Alte Standard-Isoliergläser bestehen aus zwei 4-mm-Gläsern,
dazwischen befindet sich eine Luftschicht. Der U-Wert beträgt ca. 3.0
W/m2K.
Der Austausch alter 2-Scheiben-Isoliergläser gegen moderne ist eine
sehr effektive und gleichzeitig kostengünstige Möglichkeit zur
Energieeinsparung. Bei (intakten) Kunststoffrahmen dauert der
Austausch für ein Einfamilienhaus ca. 1 Tag.
Maßnahmen im Überblick
Die Größe der Bausteine signalisiert den Einspareffekt der Maßnahme
1. Das kostet nichts:
Warmwasserverbrauch
reduzieren
Brauchwassertemperatur
auf 500C
absenken
Stoßlüften (Türen, Fenster
für kurze Zeit weit
öffnen);
Rollläden nachts schließen
oder Vorhänge zuziehen;
Heizkörper nicht mit
Möbeln oder schweren
Vorhängen verdecken
Raumtemperatur
individuell regeln,
absenken (ein Grad
bringt eine Ersparnis
von 5 – 6 %);
deutliche
Nachtabsenkung
2. Das kostet wenig:
Fenster und
Türen
abdichten
Risse im
Mauerwerk
beseitigen
Wartung der
Heizung, optimale
Einstellung;
freiliegende
Warmwasserrohre
isolieren
Verfasser:
Arbeitskreis Energie und Umwelt der Lokalen Agenda 21 Lennestadt
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Bildung
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