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1 INHALTSVERZEICHNIS Mein Kind ist da! Was nun? Wie finde ich

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Inhaltsverzeichnis
Mein Kind ist da! Was nun?
Wie finde ich eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt
Das Stillen
Der Schlaf
Die Windeln
In der Stadt unterwegs
Mein Kind ist wirklich etwas Besonderes
Was, wenn ich nicht glücklich bin?
Es muss nicht immer neu sein
Wege aus der Einsamkeit
Der Eintritt in die Gesellschaft
Freizeit und andere Aktivitäten
Kurse für Eltern und Kinder
Eltern sein ist manchmal schwer
Finanzielle Unterstützungen
Wichitge Adressen
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1
Herausgeber
Amt für Familie, Frau und Jugend der Gemeinde Bozen
Verfassung
Raffaela Vanzetta
Koordinierung und Organisation
Sabina Scola
Grafik und Layout
Magutdesign
Zeichnungen
Roberto Maremmani
Zweite Ausgabe
Juni 2009
Wir bedanken uns bei allen internen und externen Mitarbeiterinnen
der Gemeinde Bozen, die an der Verfassung mitgearbeitet haben,
insbesondere bei Elena Vecchietti des Amts für Familendienste des
Betriebs für Sozialdienste Bozen.
2
Die Geburt eines Kindes bedeutet ein immenses Glück und bringt enorme
Veränderungen im Leben.
Die Informationen, die in dieser Broschüre enthalten sind, haben nicht den
Anspruch, alle Fragen junger Eltern beantworten zu können, aber sie sind sicher
eine wertvolle Unterstützung in dieser neuen Lebensphase und während der
ersten Jahre mit dem Kind. Manche Themen, die hier behandelt werden, sorgen
oft für Diskussion zwischen Eltern, es sind Themen, bei denen die verschiedenen
Meinungen manchmal aufeinanderprallen. Die Texte in dieser Broschüre möchten
diese Unterschiede berücksichtigen und eine neutrale Meinung vertreten, die aber
durchaus eine Grundlage für Reflexion sein kann.
Ich wünsche allen Eltern und vor allem den Müttern unserer Stadt, dass sie die
Entwicklung der eigenen Kinder auch in den schwierigen Phasen mit Gelassenheit
begleiten können und mit dem Bewusstsein, dass die Kinder unsere Zukunft sind.
Patrizia Trincanato
Stadträtin für Sozialpolitik und Chancengleichheit
In einer immer komplexer werdenden Gesellschaft brauchen vor allem Familien
größeren Beistand und Unterstützung, weil immer mehr generationsbedingte
Probleme zu Tage treten. Dies kann von der Kinderbetreuung bis hin zur Fürsorge
unserer Senioren reichen oder auch Hilfeleistungen für Berufstätige beinhalten, die
bemüht sind Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.
Vor allem die Geburt eines Kindes stellt junge Eltern vor große Herausforderungen,
die mit großen Freuden und zugleich auch mit einigen Schwierigkeiten verbunden
sind. Diese Sammlung von Informationen und Hinweisen, herausgebracht von
der Gemeinde Bozen, soll für junge Eltern mit Kleinkindern eine Hilfe sein, um die
ersten Lebensmonate mit ihren Kindern besser bewältigen zu können.
Diese Broschüre, die in den verschiedenen Stadtteilen und Ämtern aufliegt, dient
unseren Familien zur Orientierung. So können sich Eltern, um ihren elterlichen
“Beruf ” so wertvoll wie möglich zu gestalten, in verschiedenen Orten und Zentren
der Stadt mit Gleichgesinnten treffen und Erfahrungen austauschen.
Margarete Rottensteiner
Stadträtin für Schule, Jugend, Familie und Freizeit
3
Mein Kind ist da! WAS nun?
Wenn ein Kind auf die Welt kommt,
ist es notwendig, einige Amtswege
zu erledigen, damit er oder sie ein/e
richtige/r Staatsbürger/in wird.
Geburtsanmeldung
Wo
» innerhalb der ersten 3 Tage nach
der Geburt
in der Sanitätsdirektion des Bozner
Krankenhauses (Zimmer 1242, neben
der Portiersloge im Eingangsbereich
tel. 0471.908204)
Mo - Fr: 8.30-12.00 e 14.00-16.30;
Sa: 9.00-11.00
» innerhalb der ersten 10 Tage nach
der Geburt
bei der Gemeinde Bozen, (auch für
nicht in Südtirol Ansässige) Amt für
demographische Dienste
Vintlergasse 16 - 1° Stock, Zimmer 1.3
tel. 0471.997135/136
Mo - Fr: 8.00-13.30; Sa: 8.00-12.30
» bei der Wohnsitzgemeinde
Sollten der 3. oder der 10. Tag ein
Freitag sein, ist die Anmeldung am
darauffolgenden Arbeitstag möglich.
Was wird gebraucht
» beglaubigte Kopie der
Geburtsbescheinigung (bei den
Hebammen erhältlich)
» für verheiratete Eltern
Ausweis und Steuernummer des
erklärenden Elternteils
» für nicht verheiratete Eltern
Ausweis und Steuernummer
beider Eltern. Wenn beide das
Kind anerkennen, müssen sie
die Geburtsmeldung gemeinsam
vornehmen.
4
Steuernummer und
Gesundheitskarte
Eintragung beim staatlichen
Gesundheitsdienst
Die Steuernummer dient der
Identifizierung der Staatsbürger/
innen seitens der Ämter und
der öffentlichen Verwaltung.
Diese wird durch Vorzeigen der
Geburtsurkunde von der Agentur
für Einnahmen erteilt.
Um das Kind beim staatlichen
Gesundheitsdienst einzutragen
und ein/e/n Kinderärzt/in
auszusuchen, muss man sich am
Gesundheitssprengel des eigenen
Stadtviertels wenden.
Seit 2003 wird allen Staatsbürger/
innen, die Anspruch auf
Heilfürsorge haben, die
Gesundheitskarte ausgestellt.
Diese Karte enthält auch die
Steuernummer und ersetzt die
bisherige weiß-grüne Karte. Die
Gesundheitskarte ermöglicht
Verpflegung in Krankheitsfällen
auch in anderen EU-Ländern und
ersetzt somit das Formular E111.
Wo
Agentur der Einnahmen
Duca d’Aosta Strasse 92
tel. 0471.473 500
Was wird gebraucht
» Wohnsitzbescheinigung oder
anderes gleichwertiges Dokument
» Steuernummer
Diese Dokumente können auch durch
eine Selbsterklärung ersetzt werden.
Wo
Gesundheitssprengel
Zentrum-Bozner Boden-Rentsch
Rittnerstraße 37
tel. 0471.319500
Gesundheitssprengel Don Bosco
Don Bosco Platz 20
tel. 0471.541010
Gesundheitssprengel Oberau Haslach
Weißensteinstraße 10
tel. 0471.469425
Gesundheitssprengel Europa
Palermostraße 54
tel. 0471.541103
Gesundheitssprengel Gries-Quirein
Amba Alagi Straße 20
tel. 0471.909115
5
Wie finde ich eine Kinderärztin
oder einen Kinderarzt
Wo
Im Gesundheitssprengel des
eigenen Stadtviertels kann man
eine Liste der Kinderärzt/innen
anfordern, erfahren, ob sie noch
Patient/inn/en aufnehmen und
dann die eigene Wahl treffen. Die
Liste ist auch unter http://www.
asbz.it/portal/it/s-Bolzano-10.xml
abrufbar.
Was wird gebraucht
Ein Nachweis über den Wohnsitz
oder eine Eigenerklärung.
In den ersten 14 Lebensjahren
ist der Kinderarzt oder die
Kinderärztin der/die
Vertragsärzt/in des Kindes
und somit für seine Gesundheit
zuständig. Alle Untersuchungen
sind kostenlos.
Während der ersten Lebensjahre
gibt es mehrere empfohlene
Untersuchungen, die in einem
Büchlein, das bei der Geburt
ausgeteilt wird, vermerkt werden.
Somit haben Eltern eine Kontrolle
über das Wachstum und die
Entwicklung des Kindes.
Die Wahl ist frei und es ist
empfehlenswert, sich bei der
Auswahl zu informieren, ob die/der
gewählte Kinderärzt/in den eigenen
Bedürfnissen entspricht:
» Wo befindet sich die Praxis?
» Zu welchen Zeiten ist der Arzt/die
Ärztin verfügbar?
» Macht er/sie in Notfällen
Hausbesuche?
» Macht er/sie Gebrauch von
Alternativmedizin?
» Welche Sprachen spricht er/sie?
» Bei der Auswahl kann es hilfreich
sein, sich bei anderen Müttern über
ihre Erfahrungen zu erkundigen.
6
Impfungen
Drei Monate nach der Geburt bekommt das
Kind die Einladung zur ersten Impfung vom
Amt für Hygiene der Amba Alagi Straße 33.
In Italien sind Impfungen gegen folgende
Krankheiten verpflichtend:
Diphterie
Tetanus
Poliomielitis
Hepatitis B
Empfohlen werden weiters Impfungen
gegen:
Keuchhusten
Masern
Parotitis
Röteln
Hämophilus B
Die Impfungen verhindern eine
Ansteckung mit der Krankheit oder
ermöglichen einen schwächeren
Verlauf der Krankheit selbst.
In den meisten europäischen Ländern
wird den Eltern freie Wahl gelassen,
ob sie ihre Kinder impfen lassen
wollen oder nicht. Die Befürworter
der Impfungen behaupten, dass
Impfungen einen eventuellen
schweren Verlauf der Krankheit mit
bleibenden Folgen verhindern und
dass nur eine Impfung der gesamten
Bevölkerung es ermöglicht, manche
Krankheiten ganz auszurotten, wie es
z.B. bei den Pocken der Fall war.
Die Kritiker hingegen behaupten,
Impfungen haben häufig
unangenehme und nicht immer
voraussehbare Nebenwirkungen.
Außerdem behaupten sie, dass
die Krankheiten, die als Kind
durchgemacht werden, eine
bleibende Immunität zur Folge haben,
während Impfungen immer wieder
erneuert werden müssen. Zudem
verlaufen manche Krankheiten, wenn
sie im Erwachsenenalter auftreten,
schwerer.
Informationen über Impfungen
finden Sie in der Broschüre “Impfung
schützt”, die in den Sozialsprengel
und bei Kinderärzt/inn/en aufliegt
oder auf http://www.provinz.bz.it/
gesundheit_soziales.htm abrufbar ist.
7
Das Stillen
Niemand zweifelt mehr daran, dass die Muttermilch
die beste Ernährung für ein Baby darstellt. Hebammen
und Sanitätsassistentinnen informieren und begleiten
die Frauen, damit das Stillen funktioniert, denn Stillen
ist eine einzigartige und wunderbare Erfahrung,
die das Kind nicht nur ernährt, sondern auch die
Beziehung zu ihm intensiviert. Seit den 80er Jahren
empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
eine systematische Erziehung zum Stillen, „denn mit
einer angemessenen Unterstützung ist nahezu jede
Frau im Stande, ihr Kind an der Brust zu stillen. Die
Mütter müssen dazu ermutig werden, ihr Kind bei sich
zu halten, ihm die Brust jedes mal anzubieten, wenn
das Kind es verlangt und es so lange wie möglich an
der Brust zu ernähren und Zufütterung zu vermeiden“.
(„Fütterung und Ernährung von Neugeborenen und
Kleinkindern“ WHO 1979).
In den ersten Tagen nach der Geburt produziert die
Brust das Kolostrum, eine dickflüssige gelbliche
Vormilch, die alle Nährwerte enthält, die ein Baby
braucht und das Immunsystem stärkt.
Am zweiten oder dritten Tag schießt die Milch ein:
die Brust schwillt an und beginnt Milch zu erzeugen.
Der Milcheinschuss kann auch mit Errötungen und
Schmerzen der Brust oder manchmal sogar mit Fieber
einhergehen.
Wo
» Stillgruppen
Sozialsprengel
Zentrum-Bozner Boden-Rentsch
Rittnerstraße 37
tel. 0471.319503
Sozialsprengel Gries-Quirein
Amba Alagi Straße 20
tel. 0471.909115
Elki Stadt
Rauschertorgasse 10
tel. 0471.981011
» Einzelberatung, auch am Telefon
Sozialsprengel
Zentrum-Bozner Boden-Rentsch
Rittnerstraße 37
tel. 0471.319503
Sozialsprengel Gries-Quirein
Amba Alagi Straße 20
tel. 0471.909115
Beraterinnen der Leche Liga:
Verena Thaler
tel. 0471.886554
Angelika Nössing
tel. 0471.860189 und 335.7706196
Familienberatungsstelle A.I.E.D.
Eisackstraße 6
tel. 0471.979399
Auf der Homepage www.stillen.it
findet man Informationen, Adressen
und Zeiten der Stillgruppen im
ganzen Land, sowie empfohlene
Literatur. Dort ist es auch möglich,
sich eine Beratung per E-Mail
einzuholen.
8
Der Milchfluß wird durch das Saugen des Kindes
angeregt. Je mehr das Kind saugt, desto mehr Milch
produziert die Brust. Die Vorteile der Muttermilch
bestehen vor allem darin, dass sie immer verfügbar,
kostenlos und sterilisiert ist und die richtige
Temperatur hat, bei Tag und bei Nacht. Wenn sich
Mutter oder Baby nicht gestört fühlen, kann überall
gestillt werden: im Park, im Bus, im Kaffeehaus,
bei Freunden, im Warteraum. Fühlt sich die Mutter
sicher genug, kann sie mit Hilfe einer Pumpe, die
man in der Apotheke kaufen oder mieten kann, kleine
Milchreserven beiseite legen(im Kühlschrank für 48
Stunden, im Gefrierfach einige Monate), die bei Bedarf
zur Verfügung stehen, wenn sie sich einige Stunden
entfernen möchte und andere Personen das Kind
betreuen.
Wie bei jeder neuen Erfahrung, ist es leichter eventuelle
Schwierigkeiten zu meistern, wenn man sich gut
darauf vorbereitet hat. Für jedes Problem gibt es eine
Lösung, es braucht nur ein bisschen Geduld und die
richtige Unterstützung. Die Sanitätsassistentinnen oder
Kinderkrankenschwestern der Sozialsprengel rufen
jede Mutter, die im Spital entbunden hat, binnen 48
Stunden nach der Entlassung aus dem Spital zu Hause
an und vergewissern sich, ob alles gut läuft. Sie stehen
dann für Fragen, Zweifel oder Schwierigkeiten jederzeit
zur Verfügung. Manche Sozialsprengel,
Familienberatungsstellen und Vereine organisieren
Gruppentreffen für stillende Mütter, damit sie
Erfahrungen austauschen oder Freuden und Ängste
teilen können. Auch die Beraterinnen der Leche Liga
stehen für Fragen zu Verfügung und bieten jede
Unterstützung an.
Kunstmilch
Ist das Stillen an der Brust nicht
möglich, ist die Kunstmilch
der geeignetste Ersatz für die
Muttermilch. In solchen Fällen
sollte jedoch die/der Kinderärzt/in
die Mutter richtig informieren und
bei der Wahl der richtigen Milch
helfen.
In Italien wird die Kunstmilch
zu teureren Preisen als z.B.
in Österreich verkauft. Dank
dem Einsatz der Verbraucherorganisationen hat die
Apothekenvereinigung ein
Milchpulver eingeführt, das zu
günstigerem Preis verkauft wird als
übliche Markenprodukte.
Die Broschüre „Die Ernährung im
ersten Lebensjahr“ der Abteilung
für Gesundheitswesen des
Landes, die im Sozialsprengel
oder bei dem/der Kinderärzt/in
aufliegt, enthält einen Anhang über
Ernährung mit Säuglingsfertigmilch.
9
Der Schlaf
Eine der häufigsten Fragen, die
jungen Eltern gestellt wird, ist, ob
das Kind durchschläft. Der Schlaf
ist bei Eltern oft Diskussionsthema
und manchmal wird der Eindruck
erweckt, Eltern seien für das
Durchschlafen ihrer Kinder
verantwortlich.
Babys sind unterschiedlich. Einige
haben bald nach der Geburt
einen geregelten Rhythmus und
halten einige Stunden zwischen
den Mahlzeiten durch, andere
hingegen trinken alle eineinhalb
Stunden, Tag und Nacht. Einige
schlafen nach dem Trinken sofort
wieder ein, andere brauchen
ein wenig Zeit dafür. Oft haben
Freunde und Verwandte leichte
Erklärungen: du verwöhnst es, du
lässt dich tyrannisieren… Kinder
kommen nicht auf die Welt, um
ihre Eltern zu quälen oder sie zu
tyrannisieren. Wenn sie weinen,
gibt es einen Grund und wenn sie
nicht einschlafen können, kann
man sie nicht dazu zwingen. Auch
Eltern brauchen jedoch Erholung,
um Energien zu tanken. Beim
Umgang mit Schlaf gibt es keine
Regeln. Das einzig wichtige ist,
ein Gleichgewicht zwischen den
eigenen Bedürfnissen und jenen
des Kindes zu finden.
Manche Eltern nehmen ihr Kind
sofort in die Arme, wenn es in der
Wiege weint, andere hingegen
können in Ruhe warten, bis das
Weinen aufhört. Es gibt Mütter, die
das Baby im eigenen Bett schlafen
lassen, damit sie nachts zum Stillen
nicht aufstehen müssen; andere
stillen lieber auf der Couch sitzend.
Manche wickeln das Kind in der
Nacht, andere lassen es bleiben.
Nichts von all dem ist richtig oder
falsch, jede/r muss den eigenen
Weg finden. Kinder sind eben
unterschiedlich und dies betrifft
auch die Schlafgewohnheiten.
Manche Kinder brauchen viel
Schlaf, andere kommen mit weniger
aus. Erst zwischen dem dritten und
dem fünften Lebensjahr erreichen
die Kinder die Fähigkeit die ganze
Nacht durchzuschlafen. Manche
schaffen es früher, andere erst
später.
Zu müde Eltern sind für Kinder nicht
gut. Traut euch, bei Bedarf um Hilfe
zu bitten. Ein Opa, eine Nachbarin
oder ein Freund können euer Kind
betreuen, während ihr euch ein
paar Stunden Schlaf gönnt.
Wird der Schlaf zum Problem,
ist es ratsam, mit dem/der
Kinderärzt/in, der Hebamme oder
der Sanitätsassistentin des eigenen
Sprengels darüber zu reden.
10
Die Windeln
Sind wir wirklich sicher, dass
Wegwerfwindeln das Beste für
unser Kind sind?
Die Werbung bombardiert uns
mit Bildern glücklicher Kinder,
weil sie trocken in einer absolut
hygienischen Umgebung
herumkrabbeln. Aber Kinderärzte
und Kinderärztinnen beklagen
schon seit längerem ein
Zunehmen an Hautallergien und
Unverträglichkeiten gegenüber
Kunstfasern, die oft durch Windeln
verursacht sind. Stoffwindeln sind
heutzutage viel praktischer als
zu Zeiten unserer Großmütter. Es
wurden Modelle entwickelt, die
sehr saugfähig und kompakt und
mit Klettverschluss ausgestattet
sind. Sie stehen den Wegwerf
windeln in nichts nach, außer,
dass sie waschbar und somit
wiederverwendbar sind. Um den
Kot einzusammeln wird ein dünnes
Saugpapier in die Windel gelegt,
das dann weggeworfen wird.
Seitdem es Wegwerfwindeln gibt,
hat sich das Sauberkeitsalter bei
Kindern von zwei auf drei Jahre
erhöht. Kinder spüren keine Nässe
und dadurch keine Folgen ihres
Urinierens. Wegwerfwindeln sind
nicht recyclebar und bleiben der
Umwelt ca. 500 Jahre erhalten.
Ein Kind, das drei Jahre lang Windeln trägt,
produziert eine Tonne Müll und kostet
seinen Eltern ca. 1500 Euro. Waschbare
Windeln kosten ca. 300 Euro (Preis für 24
Stück) plus die Kosten der Waschgänge
in der Maschine (geschätzte 150 Euro für
300 Waschgänge). Bei Kindern, die mit
Stoffwindeln gewickelt werden, treten
seltener Hautreizungen oder Entzündungen
im Genitalbereich auf. Die Kinder lernen
durchschnittlich ein Jahr früher den Topf
zu benutzen. Stoffwindeln müssen nicht
gebügelt und können für ein zweites Kind
wiederverwendet werden. Stoffwindeln zu
benutzen kostet vielleicht ein bisschen mehr
Mühe, aber es spart viel Geld und hinterlässt
unseren Kindern eine gesündere Umwelt mit
einer Tonne weniger Müll.
Stoffwindeln können in Bozen in einigen
Geschäften der Innenstadt, über Internet oder
in Österreich gekauft werden.
Wo
www.ecobaby.it
www.newbabyberry.com
www.zwergen-paradies.de
www.yatego.com/babyzubehoer/windeln-co
Die Gemeinde Bozen ist bemüht, den Gebrauch
von Stoffwindeln zu fördern. Seit Jänner läuft ein
Pilotprojekt in einem Kinderhort der Gemeinde.
Dort werden die Kinder mit Stoffwindeln gewickelt
und jene Eltern, die auch zu Hause Stoffwindeln
verwenden wollen, bekommen die gesamte
Ausstattung geschenkt. Zusätzlich sucht die
Gemeinde weitere Familien, die bereit sind, unter
Beobachtung ein Kind mit Stoffwindeln zu wickeln
und über die Erfahrungen zu berichten.
11
In der Stadt unterwegs
Bozen bietet genügend Grün,
wo man mit einem Kinderwagen
spazieren kann.
In der ersten Zeit, solange man den
Rhythmus des Babys nicht gut kennt,
ist es empfehlenswert in der Nähe
von zu Hause zu spazieren, oder
dort, wo man leicht einkehren kann,
falls das Baby gestillt oder gewickelt
werden muss.
Die Wohnung einer Freundin oder
einer Verwandten kann ein wichtiger
Stützpunkt werden. Öffentliche
Räume, wo es Platz zum Wickeln
und eine ruhige Ecke zum Stillen
gibt, sind das Familienzentrum
Premstallerhof, die Spielhäuser des
VKEs in der Parmastraße und im
Mignonepark, die Elkis in Gries und
im Zentrum, “La Rotonda” in der
Alessandriastraße und der Treffpunkt
der “SviCoLand” in der Ortlesstraße.
Wo
Familienzentrum Premstallerhof
Dolomitenstraße 14
tel. 0471.300471
VKE Spielhaus BZ 1
Mignone Park
tel. 0471.263450
VKE Spielhaus BZ 2
Parmastraße 8E
tel. 0471.532088
La Rotonda
Alessandriastraße 47
tel. 0471.1940628 und 346.2239259
Elki Gries
Grieser Platz 1C
tel. 0471.400991
Elki Stadt
Rauschertorgasse 10
tel. 0471.981011
SviCoLand
Similaunstraße 2
tel. 0471.1942755 und 346.2239262
12
Ein Kind tragen oder schieben
Der Kinderwagen ist ein praktisches
Transportmittel, man kann auch
den Einkauf oder das größere Kind
damit vor sich herschieben. In der
Stadt kann er jedoch manchmal
zum Hindernis werden. Viele
architektonische Barrieren, wie
enge Türen, Schranken, Stufen, auf
Gehsteigen geparkte Autos, können
das Schieben eines Kinderwagens
zur Belastung werden lassen.
Viele Busse haben keinen Platz für
Kinderwägen und die Eltern müssen
auf den nächsten warten, in der
Hoffnung, es sei der richtige.
Manche Eltern fühlen sich mobiler,
wenn sie das Kind am Körper
tragen.
Dafür gibt es Tragetücher oder
Rucksäcke, die zwar den Eltern
eine größere Beweglichkeit
ermöglichen, das Gewicht, das man
dabei herumträgt, soll jedoch nicht
unterschätzt werden.
Bei der Auswahl wird
Aufmerksamkeit empfohlen. Sehr
kleine Kinder brauchen eine Stütze
für den Kopf. Im Tragetuch kann
das Baby liegend getragen werden.
Größere Kinder sind zufriedener,
wenn sie hinausschauen können.
Je mehr das Kind am Körper
anliegt, desto leichter wirkt es.
Bevor man einen Tragerucksack
kauft, sollte man mit dem Kind
verschiedene ausprobieren. Einige
Hebammen, Sanitätsassistentinnen
oder die Mitarbeiterinnen einiger
Beratungsstellen zeigen jungen
Eltern, wie man ein Tragetuch
bindet.
13
Mein Kind ist wirklich
etwas Besonderes
Will man über ein so heikles Thema
wie die Geburt eines behinderten
Kindes schreiben, läuft man leicht
die Gefahr, Missverständnisse zu
erzeugen, bzw. die Sensibilität der
Betroffenen zu verletzen.
Aus diesem Grund wird hier einfach
der Bericht einer Mutter einer
behinderten Tochter beigelegt.
Mit diesem Bericht möchten wir
einen Einblick in die Vielfalt der
Emotionen und in die Komplexität
der notwendigen Informationen
in den ersten Monaten nach der
Geburt eines behinderten Kindes
geben.
Vielleicht wird es über eine
persönliche Erzählung leichter,
jenen Eltern, die sich plötzlich mit
einer ganz neuen familiären Realität
auseinandersetzen müssen, eine
Unterstützung zu bieten.
Wo
Blindenzentrum St. Raphael
Schießstandweg 36
tel. 0471.442323
Italienischer Verein
Spastikerbetreuung
Piacenza Straße 29
tel. 0471.204176
Arbeitskreis Eltern Behinderter
Galilei Straße 4A
tel. 0471.289100
Lebenshilfe
Galilei Straße 4C
tel. 0471.062501
Il sorriso - das Lächeln
Verein Eltern und Freunde von
Menschen mit Downsyndrom
Carduccistraße 38
39012 Meran
Elternverband hörgeschädigter
Kinder
Latemarstraße 8
tel. 0471.974431
Dienst für Selbsthilfegruppen
Dr. Streitergasse 4
tel. 0471.312424
14
“Alle Kinder sind etwas Besonderes, aber meine
Tochter ist wirklich ganz besonders. Als sie geboren
wurde, war es sofort klar, dass sie ganz anders war,
als alle anderen Neugeborenen. Sie leidet an einem
der vielen genetisch bedingten Syndromen, die
äußerst selten vorkommen, wenige hunderte bekannte
Fälle auf der ganzen Welt. Die erste Zeit nach ihrer
Geburt war gefühlsmäßig sehr stark, von Ängsten
und Befürchtungen geprägt: ich hatte Angst, die
Schwierigkeiten, die auf mich zukommen sollten, nicht
bewältigen zu können; Angst, nicht in der Lage zu sein,
mit ihrem und meinem Leben richtig umzugehen.
Gleichzeitig war die Liebe, die ich für sie verspürte, so
groß, dass alle Unsicherheiten und Schwierigkeiten
mit der Zeit minimiert wurden und in ihrer richtigen
Dimension wahrgenommen werden konnten.
Wie automatisch wurden von Anfang an Kontakte mit
den zuständigen Dienststellen in die Wege geleitet und
ich habe mich bei der Beobachtung der Entwicklung
meiner Tochter nie alleine gefühlt.
Bereits in den ersten Monaten habe ich mit Therapien
begonnen, die vom neuropsychiatrischen Kinderdienst
empfohlen und vom Blindenzentrum St. Raphael
angeboten wurden und sie konnte ab sofort ihre
potentiellen Fähigkeiten entwickeln. Die Frühförderung
war ein wesentlicher Schritt für ihre Entwicklung und
für mich. Personen um mich herum zu haben, die
kompetent waren und denen ich vertrauen konnte, hat
dazu beigetragen, mein Selbstwertgefühl zu erhalten
und zu stärken. Heute bin ich stolz auf meine Tochter,
stolz auf das, was sie alles kann und stolz darauf,
wie sie ihr Leben mit ihrer Behinderung meistert und
glücklich sein kann.”
Das Gesetz 104/’92 regelt die
Rechte der Eltern behinderter
Kinder auf Freistellungen und
erleichtert somit die Vereinbarung
von Familie und Beruf. Dafür ist
die Anerkennung einer Invalidität
notwendig, um die am Invalidenamt
des Sanitätsbetriebs angesucht
werden kann.
Wo
Sanitätsbetrieb Bozen
Gerichtsmedizin
Amba Alagi Straße 33
tel. 0471.909282
Neuropsychiatrischer
Kinderdienst
Guntschnastraße 54
tel. 0471.466666
Psychologischer Dienst
Galileo Galilei Straße 2/A
tel. 0471.270115
15
G
Was, wenn ich nicht glücklich bin?
Die Geburt eines Kindes ist meist mit unzähligen
Erwartungen verbunden, nicht nur seitens der
werdenden Eltern, sondern auch seitens der
Menschen, die um sie sind: Ein freudiges Ereignis soll
es sein, besonders für die Mutter. Für manche Mütter
ist es jedoch nicht nur so.
Befürchtungen nicht gut genug zu sein, die Angst,
das eigene Leben völlig umkrempeln zu müssen, die
errungene Position in der Arbeit aufzugeben, die
Veränderungen in der Beziehung zum eigenen Partner,
die Abhängigkeitsbeziehung zum Kind, das alles sind
normale Zustände, die meistens zum Leben mit einem
Kind dazugehören, für manche Frauen aber besonders
belastend sein können.
Nach der Geburt, wenn sich alle
Freude erwarten, tritt für einige
Frauen die schwierigste Zeit ein.
Besonders ab der dritten Woche nach
der Geburt, können die hormonellen
Veränderungen ein emotionales
Ungleichgewicht verursachen.
Gemütsschwankungen sind ganz
normal und man soll sich nicht
sofort Sorgen machen. Oft hilft ein
Gespräch mit dem Partner oder
einer Freundin, und schon sieht man
alles anders. Lässt uns jedoch die
Traurigkeit nicht los, verwandelt sie
sich in Trägheit und Antriebslosigkeit,
fühlt sich eine Mutter energielos und
dem Kind gegenüber desinteressiert,
merkt ein Vater, dass seine Partnerin
es nicht mehr schafft und dass die
Situation eher schlimmer wird, soll
man keine Scheu davor haben,
eine/n Ärzt/in aufzusuchen.
Postnatale Depressionen sind häufig
und gehören behandelt.
Wo
Sprecht über euren Zustand mit
der Hebamme, dem/der vertrauten
Ärzt/in, einer Sanitätsassistentin
oder wendet euch an eine
Familienberatungsstelle. Diese
werden beurteilen können, welche
Art von Hilfe ihr braucht.
16
Gedicht
Kinder lernen, was sie leben
Wenn Kinder mit Kritik leben,
lernen sie zu verurteilen.
Wenn Kinder mit Feindseligkeit leben,
lernen sie zu kämpfen.
Wenn Kinder mit Angst leben,
lernen sie, ängstlich zu sein.
Wenn Kinder mit Mitleid leben,
lernen sie, sich selbst zu bemitleiden.
Wenn Kinder mit Spott leben,
lernen sie, schüchtern zu sein.
Wenn Kinder mit Eifersucht leben,
lernen sie, was Neid ist.
Wenn Kinder mit Scham leben,
lernen sie, sich schuldig zu fühlen.
Wenn Kinder mit Toleranz leben,
lernen sie, geduldig zu sein.
Wenn Kinder mit Ermutigung leben,
lernen sie, zuversichtlich zu sein.
Wenn Kinder mit Lob leben,
lernen sie anzuerkennen.
Wenn Kinder mit Zustimmung leben,
lernen sie, sich selbst zu mögen.
Wenn Kinder mit Anerkennung leben,
lernen sie zu lieben.
Wenn Kinder mit Akzeptanz leben,
lernen sie, ein Ziel zu haben.
Wenn Kinder mit Teilen leben,
lernen sie, großzügig zu sein.
Wenn Kinder mit Ehrlichkeit und Fairneß leben,
lernen sie, was Wahrheit und Gerechtigkeit sind.
Wenn Kinder mit Sicherheit leben,
lernen sie, an sich und an andere zu glauben.
Wenn Kinder mit Freundlichkeit leben,
lernen sie, daß die Welt ein schöner Ort zum Leben ist.
Wenn Kinder mit Gelassenheit leben,
lernen sie, innerlich gelassen zu sein.
Dorothy L. Nolte
17
Wege aus der Einsamkeit
Die Geburt eines Kindes bedeutet
radikale Veränderungen,
besonders im Leben einer
Frau. Zum Glück sind 9 Monate
Zeit, um sich langsam auf das
Ereignis vorzubereiten und
meistens werden die eintretenden
Veränderungen als eine
freudenvolle Bereicherung erlebt.
Für manche Frauen haben jedoch
der Austritt aus der Arbeitswelt
und der Zeitmangel, um Freunde zu
treffen, ein wenig Einsamkeit zur
Folge. Hat man keine Freundinnen
mit kleinen Kindern, ist es
besonders wichtig, andere Mütter
kennen zu lernen, mit denen man
Erfahrungen und Informationen
austauschen oder sich gegenseitig
behilflich sein kann.
Wo
Familienzentrum Premstallerhof
Dolomitenstraße 14
tel. 0471.300471
VKE Spielhaus BZ 1
Mignone Park
tel. 0471.263450
VKE Spielhaus BZ 2
Parmastraße 8E
tel. 0471.532088
La Rotonda
Alessandriastraße 47
tel. 0471.1940628 e 346.2239259
Elki Gries
Grieser Platz 1C
tel. 0471.400991
Elki Stadt
Rauschertorgasse 10
tel. 0471.981011
SviCoLand
Similaunstraße 2
tel. 0471.1942755 e 346.2239262
UISP
Dolomitenstraße 14
tel. 0471.300057
18
Schon in den letzten
Schwangerschaftsmonaten bieten
Geburtsvorbereitungskurse oder
Aktivitäten für Schwangere viele
Gelegenheiten, andere werdende
Mütter kennen zu lernen.
In Bozen ermöglicht das Klima viel
im Freien zu sein, und Parks oder
Spielplätze sind oft geeignete
Treffpunkte für Mütter. Außerdem
gibt es öffentliche Räume, in
denen man einige Stunden in
Gesellschaft anderer Eltern und
Kleinkindern verbringen kann. Das
Familienzentrum Premstallerhof,
die Elkis, die Spielhäuser des VKEs
oder jene der Vispa Teresa bieten
öffentliche, frei zugängliche und
kostenlose Treffpunkte für Eltern
und Kinder an. Meistens gibt es
eine Ecke, wo in Ruhe gestillt
werden kann, einen Wickeltisch,
Räumlichkeiten ohne Gefahren
zum Spielen und Krabbeln. Gegen
eine kleine Spende kann man einen
Kaffee trinken oder eine Jause
fürs Kind haben. Außerdem bieten
diese Einrichtungen verschiedene
Aktivitäten für Eltern und Kinder an.
Auch von zu Hause aus ist es
heutzutage möglich über den
Computer Kontakte zu knüpfen. Ist
das Kind eingeschlafen oder krank,
kann man gemütlich durch die Welt
chatten und mit anderen Müttern
Erfahrungen austauschen und
Freundschaften schließen.
Die meistbesuchten Foren in
deutscher und italienischer Sprache
sind:
www.eltern-forum.kinder.de
www.eltern-forum.at
www.familiencommunity.de
www.alfemminile.com/m/club/
forum.html
www.mammeonline.net
www.quimamme.corriere.it
www.mammepestifere.it
19
Es muss nicht immer neu sein
Für eine junge Familie bedeuten
Kinder auch ein finanzieller
Aufwand, besonders dann,
wenn ein Elternteil seine
Arbeitszeit reduziert. Wickeltisch,
Kinderwagen, Autositz, Wiege,
Gitterbett sind alles notwendige
Gegenstände, die allerdings nur für
kurze Zeit verwendet werden und
meistens nach dem Gebrauch noch
in gutem Zustand sind.
Hat man keine Freunde oder
Verwandten, die einem Gebrauchtes
weiterreichen oder borgen, gibt es
Möglichkeiten, gebrauchte Waren zu
günstigen Preisen zu kaufen.
Die Zeitschrift Bazar, die man
auch im Internet (www.bazar.it)
nachschlagen kann, bietet unter der
Rubrik „mixmax“ vieles für Kinder,
von Einrichtungsgegenstände über
Kleidung.
Wo
Elki Tauschmarkt
Grieserplatz 4
Bozen
tel. 0471.469803
Tauschhalle Drusus
Horazstraße 44
Bozen
tel. 0471.286465
Baby Bazar
Brennerstraße 31
Steinmannswald (Bz)
tel. 0471.959807
Cinderella Tauschmarkt
Laubendurchgang 24
Eppan (Bz)
tel. 0471.661668
20
Die Elkis in Gries und in Eppan
haben einen Tauschmarkt, wo man
alles Mögliche für Kinder kaufen
und verkaufen, kann: Kleidung,
Spielsachen, Kinderwägen,
Kindersitze, Dreiräder,
Tragerucksäcke, alles in bestem
Zustand und zu günstigen Preisen.
Das Sportzentrum Neugries
organisiert im November einen
Tauschmarkt für Sportartikel. Vom
Schlitten übers Fahrrad zum Helm
ist dort alles zu finden.
Die Tauschhalle in der Horazstraße
ist auch einen Besuch wert.
Zwischen Möbeln und gebrauchten
Ziergegenständen findet man
immer auch etwas für Kinder.
In Steinmannswald verkauft “Baby
Bazar” gebrauchte Waren für Kinder
Die Pfarren in Gries und im
Dom organisieren im November
Tauschmärkte, bei denen sich viel
Brauchbares für alt und jung finden
lässt.
Andere Pfarren organisieren zwar
keine Tauschmärkte, aber sie
nehmen gerne gebrauchte Sachen
für bedürftige Familien an.
21
Der Eintritt in die Gesellschaft
Die Familie bietet den Kindern
die erste Sozialisationsmöglichkeit, aber Kinder interessieren
sich sehr bald für Gleichaltrige
und die Eingliederung in eine
kindgerechte soziale Struktur
fördert ihre Entwicklung und ihre
Selbständigkeit.
Für Eltern bedeutet dies die erste
Trennung vom Kind. Einige tun
sich nicht schwer, das eigene Kind
von fremden Personen betreuen
zu lassen, andere wiederum sind
voller Zweifel. Besonders wenn
Eltern einem Beruf nachgehen, ist
es sehr wichtig die Sicherheit zu
haben, dass das eigene Kind in
guten Händen ist und sich wohl
fühlt. Nur so können Eltern sich frei
der eigenen Arbeit widmen. Wenn
Eltern nicht sicher sind, dass ihr
Kind gutbetreut wird, spürt das
Kind ihre Unsicherheit und wird sich
schwer tun, sich von den Eltern zu
lösen.
Die Wahl der richtigen Kinderbetreuungseinrichtung, ob
Kinderhort oder Vorstellungen und
Tagesmutter, hängt von den eigenen
Überzeugungen, den eigenen
Bedürfnissen und jenen des Kindes
ab, sowie vom Wohnviertel, in dem
man lebt.
Die Entscheidung für die passende
Einrichtung soll mit Ruhe bedacht
werden. Alle Tagesstätten bieten an
Tagen der offenen Tür Besichtigungsmöglichkeit, jede Tagesmutter wird
für ein Kennenlerngespräch zur
Verfügung stehen. Wichtig ist, sich
bei der Wahl Zeit zu lassen und auf
das eigene Gefühl zu achten.
22
Kinderhorte
Kinderhorte sind ein sozialer
Erziehungsdienst, der die
Entwicklung und die Sozialisation
der 3 Monate bis 3 Jahre
alten Kinder fördert, unter
Berücksichtigung der Erfahrungen
und Gewohnheiten der Familie.
Grundlage für die Aktivitäten der
Kinderhorte sind der Respekt der
Einzigartigkeit jedes Kindes, die
Einbeziehung der Familien und
die Fortbildung des Personals.
Besondere Aufmerksamkeit
wird der Eingewöhnung und den
wichtigen Augenblicken des Tages,
wie Ankommen, Schlaf, Wickeln,
Essen, Spiel und Verabschieden
geschenkt.
Die Kinder sind in altersgemäßen
Gruppen von maximal 12
Säuglingen oder 16 Kleinkindern
aufgeteilt. Die Betreuung
erfolgt durch ausgebildete
Kinderfürsorgerinnen, eine pro 6
Säuglinge oder 8 Kleinkinder.
Die Familien können die
Besuchszeit innerhalb bestimmter
Zeitspannen, die je nach Hort
entweder nur den Vormittag oder
auch den frühen bzw. späten
Nachmittag beinhalten, wählen.
Jeder Kinderhort ist mit öffentlichen
Verkehrsmitteln erreichbar, hat
einen Garten und eine Struktur,
die es den Kindern ermöglicht,
nach eigenem Rhythmus zu essen
und zu schlafen. Auf gesunde und
kindgerechte Ernährung wird ganz
besonders geachtet, das Menü
wird mit dem Ernährungsdienst des
Sanitätsbetriebes vereinbart.
Die Einschreibung, für die die
Ansässigkeit in Bozen notwendig
ist, erfolgt nach bestimmten
Kriterien, die die soziale und
wirtschaftliche Lage der Familie
berücksichtigen. Das Gesuch
um Aufnahme für September ist
im April im Sozialsprengel des
eigenen Stadtviertels einzureichen.
Das Einschreibeformular kann im
Internet www.aziendasociale.bz.it
abgerufen werden.
Ende März/Anfang April findet der
Tag der offenen Türen statt, der
über die lokale Presse bekannt
gegeben wird.
Kinderhorte
» Mailandstraße 131
tel. 0471.911563
» St. Johann Gasse 23
tel. 0471.983053
» Genuastraße 94
tel. 0471.501180
» Parmastraße 10
tel. 0471.932099
» Venedigerstraße 49
tel. 0471.285862
» Lagedergasse 11
tel. 0471.289046
» Claudia Augusta Straße 52
tel. 0471.265985
» Gaismairstraße 2
tel. 0471.280678
Ab September 2009 steht
ein weiterer Hort in der
Claudia Augusta Straße
zu Verfügung.
23
Die Kindertagesstätten
Die Kindertagesstätten sind sozialpädagogische
Einrichtungen für Kinder von 0 bis 36 Monate.
Ihr Ziel ist es, das Wohlbefinden und die Entwicklung
des Kindes in Einklang mit den Bedürfnissen der
Familie zu fördern.
Die Betreuung durch die Kindertagesstätten wird in
sehr flexibler Form erbracht und gibt den Benutzern die
Möglichkeit, die Einrichtung auch nur einige Tage in der
Woche oder nur einige Stunden am Tag zu benutzen.
Kindertagesstätten werden von Sozialgenossenschaften in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde
geführt und geleitet. Die Gemeinde erteilt ihre
finanziellen Ressourcen nur unter Einhaltung
bestimmter Richtlinien, betreffend der Größe der
Räumlichkeiten, der Ausbildung des Personals und der
Anzahl der Kinder pro Betreuerin.
Die Kindertagesstätten
Sozialgenossenschaft Coccinella
tel. 0471.401110
mit Tagesstätten in
» Baristraße 3
» Quireiner Wassermauer 10
» Quireinerstraße 40
Sozialgenossenschaft Babycoop
tel. 0471.402074
mit Tagesstätten in
» Similaunstraße 2
» Don Bosco Platz 13/15
» Rosministraße 44
Sozialgenossenschaft Casa Bimbo
tel. 0471.953348
mit Tagesstätten in
» Claudia Augusta Straße 66/68
» Baristraße 32
» Wangergasse 45
» Sozialgenossenschaft
Tagesmütter
Hörtenbergstraße 5A
tel. 0471.982821
24
Tagesmütter
Kinder zwischen 0 und 3 Jahren
können auch einer Tagesmutter
anvertraut werden. Tagesmütter
werden von der gleichnamigen
Sozialgenossenschaft, sowie
von Casa Bimbo und Coccinella
geleitet, sind meistens Mütter
mit einer eigens vorgesehenen
Ausbildung und betreuen die Kinder
in der eigenen Wohnung. Jede
Tagesmutter kann maximal 6 Kinder
betreuen, inklusive der eigenen. Die
Kinder bleiben in einer familiären
Umgebung, mit einer einzigen
Bezugsperson und meistens in
Kontakt mit anderen Kindern. Dauer
und Häufigkeit der Betreuung
werden je nach Bedarf direkt mit
der Tagesmutter vereinbart.
Die Kosten der Betreuung sind
von Einnahmen und Ausgaben der
Familie, von ihrem Vermögen und
der Anzahl der Familienmitglieder
abhängig. Die Kosten können
teilweise von öffentlicher Hand
übernommen werden. Der Antrag
dafür wird im Sozialsprengel des
eigenen Stadtviertels gestellt.
Brauchen die Eltern eine zusätzlichen Hilfe
bei der Betreuung ihrer Kinder, weil sie einen
unaufschiebbaren Termin haben, einen Kurs
besuchen oder einen Abend ausgehen möchten,
gibt es in Bozen weitere Angebote.
Omadienst
Großeltern sind für Kinder wichtige Figuren.
Sie lehren den Kindern ganz andere Dinge,
als die Eltern, erzählen ihnen ganz andere
Geschichten und schaffen somit Brücken
zwischen den Generationen, die großteils
verloren gegangen sind.
Nicht alle Kinder haben das Glück, Großeltern
in ihrer Nähe zu haben und nicht alle Großeltern
haben ihre Enkelkinder in der Nähe. Somit hat die
Gemeinde Bozen diesen Dienst organisiert, der
Omas ermöglichen soll, Enkelkinder zu finden und
Enkelkindern eine Oma schenken soll.
Für Informationen wenden sie sich bitte an die
Gemeinde: tel. 0471.997406.
Elki
Während der Öffnungszeiten bieten die Elkis einen
Betreuungsdienst gegen Bezahlung an. Kennt das
Kind bereits die Einrichtung und fühlt sich dort
wohl, nehmen es die Mitarbeiterinnen des Elkis
gerne für ein paar Stunden in Aufsicht.
25
Freizeitaktivitäten
Mit einem Kind ist oft auch die
bisher gewohnte Freizeitgestaltung
nicht mehr adäquat. Die
Bedürfnisse ändern sich. Auf
manches muss man einige Jahre
lang verzichten, anderes wird
plötzlich entdeckt und man
gewinnt an neuen Erfahrungen.
Spaziergänge
Die Berge rund um Bozen, mit ihren
Hochplateaus, laden eindeutig zum
Spazieren und Wandern ein.
Manche Höfe sind auch mit einem
Kinderwagen oder einer Rodel leicht
erreichbar, es stehen Kindersitz am
Tisch und Wickeltisch im Bad (leider oft
nur im Damenbad) zu Verfügung.
Der Verlag “folio” hat einen Führer über
Landgasthöfe in Südtirol veröffentlicht,
wobei immer der Weg beschrieben und
auch erwähnt wird, ob der Weg mit
Kinderwagen zu bewältigen ist.
Schwimmen
Auch sehr kleine Kinder lieben das
Wasser. Findet der Kontakt zum
Wasser vorsichtig und behutsam statt,
entwickeln Kinder eine furchtlose
Vertrautheit mit dem Element. In Bozen
gibt es verschiedene Schwimmkurse
für Eltern und Babys, bei denen erste
Berührungen mit Wasser ausprobiert
werden (UISP, UPAD, Elki, Splash).
Die meisten Schwimmbäder haben
Kinderbecken, wo das Wasser nur
wenige Zentimeter tief ist und
auch Krabbelkinder darin spielen
können. Fast alle Freibäder sind mit
Babybecken ausgestattet. Im Winter
hat das Bozner Lido ein geeignetes
Kinderbecken und die Aquarena
in Brixen bietet den Kindern ein
regelrechtes Erlebnisbad.
Spielplätze
In den letzen Jahren wurde Bozen mit
zahlreichen Spielplätzen ausgestattet.
Längs der Talfer und der Eisack ist
die Grünzone weitläufig und ein
ausgerüsteter Kinderspielplatz folgt
dem anderen. Auch die kleinen Parks,
von Gries bis Oberau, brüsten sich mit
den modernsten Spielgeräten: eine
Schaukel mit Babykorb, eine kleine
Rutschbahn oder eine Sandkiste
stehen für die Kleinsten immer zur
Verfügung.
Geräte können Kindern Spaß
machen, aber manchmal bremsen
sie die Kreativität des Spiels ein.
26
Ein Spazierweg mit Steinchen am Boden, kann für
ein einjähriges Kind weitaus interessanter sein, als
eine Schaukel. Lasst euch manchmal von eurem Kind
treiben. Wenn es unterwegs von einem Stock fasziniert
ist oder es eine Viertelstunde lang eine kleine Mauer
rauf und runterklettert, kann es sein, dass diese
Aktivitäten seine Neugierde und sein Interesse mehr
stimulieren, als eine Runde mit dem Karussell.
Spielplatz aber nicht im Freien
Im Winter, wenn die Tage kühl werden, können
Spielhäuser oder Elkis eine Alternative zum Nachmittag
zu Hause werden. Diese Einrichtungen sind öffentlich,
jeder/m zugänglich, vormittags und nachmittags offen
und für Kinder ideal eingerichtet. Eltern können dort
mit dem eigenen Kind spielen, mit anderen Eltern
plaudern oder die Zeitung durchblättern.
Brauchen Eltern mal ein paar freie Stunden, bieten
Elkis und Familienzentrum Premstallerhof auch einen
Kinderbetreuungsdienst gegen Bezahlung.
Bookstart - Babys lieben Bücher
Babys lieben es, Bücher anzusehen, ihren Müttern,
Vätern, Geschwistern, Tanten, Onkeln, Omas, Opas
und anderen beim Vorlesen zuzuhören. Das Projekt
„Bookstart – Babys lieben Bücher“ möchte die Freude
an Büchern für die Kleinsten und am Vorlesen wecken.
Gemeinsames lesen, erzählen, Bilder anschauen ist
für alle bereichernd und gleichzeitig eine wertvolle
Förderung der Sprachentwicklung des Kindes.
Bei der Geburt ihres Kindes erhalten die Eltern ein
Faltblatt mit Informationen zum Projekt und eine
Anforderungskarte. Wird diese ausgefüllt und abgeben,
erhalten sie ca. im 6. und im 18. Lebensmonat ihres
Kindes ein kostenloses Buchpaket. Ein Projekt des
Amtes für Familie, Frau und Jugend in Zusammenarbeit
mit dem deutschen und italienischen Amt für
Bibliotheken. Informationen und weitere Buchtipps:
www.provinz.bz.it/kulturabteilung/familie/338.asp
Familienzentrum Premstallerhof
Dolomitenstraße 14
tel. 0471.300471
VKE Spielhaus BZ 1
Mignone Park
tel. 0471.263450
VKE Spielhaus BZ 2
Parmastraße 8E
tel. 0471.532088
Elki Gries
Grieser Platz 1C
tel. 0471.400991
Elki Stadt
Rauschertorgasse 10
tel. 0471.981011
La Rotonda
Alessandriastraße 47
tel. 0471.1940628 e 346.2239259
SviCoLand
Similaunstraße 2
tel. 0471.1942755 e 346.2239262
UISP
Dolomitenstraße 14
tel. 0471.300057
UPAD
(università popolare delle alpi dolomitiche)
Florenzstraße 51
tel. 0471.921023
Splash von Grimaldi Cristina
Venedigerstraße 30
tel. 0471.261970
27
Kurse für Eltern und Kinder
Verschiedene Einrichtungen der
Stadt bieten jungen Eltern und
ihren Kindern Kurse an, um sie in
den ersten Jahren zu unterstützen,
um die affektive Beziehung zum
Kind zu fördern, um den Kontakt
zu anderen Eltern zu ermöglichen
oder den Müttern die Möglichkeit
zu geben, sich nach der Geburt im
eigenen Körper wieder wohl zu
fühlen.
Turnen und Beckenbodengymnastik
Viele Frauen haben nach den
Monaten der Schwangerschaft das
Bedürfnis, sich wieder zu bewegen
und den eigenen Körper wieder in
Schwung zu bringen.
Manche Einrichtungen,
wie Sozialsprengel,
Familienberatungsstellen und
UISP, bieten Gymnastikkurse mit
oder ohne Baby an, bei denen der
Beckenbodengymnastik besondere
Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Elterntreffen
Eltern haben manchmal das
Bedürfnis, mit anderen Eltern
Informationen auszutauschen,
bei Schwierigkeiten gemeinsam
Lösungen zu finden oder sich
zu vergewissern, dass die
Erfahrungen, die sie gerade
machen, auch von anderen
geteilt werden. Für stillende
Mütter ist dieser Austausche von
besonderer Bedeutung: Studien
haben bewiesen, dass Mütter, die
ihre Erfahrungen beim Stillen mit
anderen Müttern teilen, länger und
mit größerer Zufriedenheit stillen.
Elterntreffen oder Stillgruppen
werden von den Sozialsprengel,
von der UISP, den Elkis und einigen
Beratungsstellen angeboten.
Babymassage
Ein intensiver Körperkontakt ist
in den ersten Lebensmonaten
besonders wichtig für die
Entwicklung und das Wohlbefinden
des Kindes. Das eigene Kind zu
massieren kann hilfreich sein, wenn
das Kind an Blähungen leidet oder
unruhig ist und intensiviert die
Beziehung zwischen dem Kind und
seinen Eltern. Einige Einrichtungen
bieten Kurse für Babymassage
an und bei Elterntreffen nach der
Geburt wird den Eltern gezeigt, wie
sie ihr Kind massieren können.
28
Turnen und Bewegung
Kinder brauchen Bewegung und
unsere Wohnungen sind nicht
immer geeignet, um dieses
Bedürfnis zu befriedigen.
UISP bietet Bewegungsaktivitäten
für Kinder und Eltern in
Räumlichkeiten, die auch für die
Kleinsten geeignet sind. Im Elki
Gries gibt es Räumlichkeiten, die
viel Bewegung ermöglichen.
Spielgruppen
Um mit kleinen Kindern zu spielen,
braucht es Geduld und Phantasie.
Lieder oder Reime, Fingerspiele
oder selbstgemachtes Plastilin
können dazu beitragen, einen
ruhigen Nachmittag zu verbringen.
Die Elkis organisieren Spielgruppen
für Kinder ab 18 Monaten mit ihren
Eltern. Mit der Sicherheit, die
die Anwesenheit der Eltern den
Kindern gibt, machen Kinder erste
Gruppenerfahrungen und ihre Eltern
lernen neue Spielmöglichkeiten, die
sie auch zu Hause nutzen können.
Wenn Kinder im Stande sind, einige
Stunden auch ohne Eltern in einer
Gruppe zu verbringen, machen
sie in geeigneten Spielgruppen
soziale Erfahrungen, die für die
Eingliederung in den Kindergarten
hilfreich sein können.
Da die Angebote der Einrichtungen
von Jahr zu Jahr je nach Nachfrage
variieren, laden wir dazu ein, sich
bei den jeweiligen Einrichtungen
über das aktuelle Angebot zu
erkundigen.
Familienberatungsstelle A.I.E.D.
Eisackstraße 6
tel. 0471.979399
Familienberatungsstelle L’ARCA
Sassaristraße 17/B
tel. 0471.930546
Familienberatungsstelle MESOCOPS
Dr. Streiter Gasse 9
tel. 0471.976664
Familienberatungsstelle P.M.Kolbe
Italienallee 23
tel. 0471.401959
Elki Gries
Grieserplatz 1C
tel. 0471.400991
Elki Stadt
Rauschertorgasse 10
tel. 0471.981011
Familienzentrum Premstallerhof
Dolomitenstraße 14
tel. 0471.300471
UISP
(unione italiana sport per tutti)
Dolomitenstraße 14
tel. 0471.300057
UPAD
(università popolare delle alpi dolomitiche)
Florenzstraße 51
tel. 0471.921023
29
Eltern sein
ist manchmal schwer
Eltern werden heutzutage mit
Informationen regelrecht überschüttet
und können sich daher mit
vielfältigen Theorien über Erziehung
auseinandersetzen. Bücher, Internet,
Fernseher, Freunde und Verwandte,
alle wissen bescheid und erteilen
Ratschläge. Ab dem ersten Lebenstag
des Kindes werden Eltern mit Theorien
konfrontiert, über das, was richtig und
was falsch ist: das Kind im Bett mit
den Eltern oder in der Wiege schlafen
lassen? Es am Körper gebunden
tragen oder im Kinderwagen
schieben? Es sofort hoch nehmen
oder ein wenig weinen lassen? Jede
Frage hat mehrere Antworten, alle von
gültigen Argumenten untermauert.
Wir sind schon so gewohnt
nachzuschlagen und zu fragen, dass
wir manchmal verlernt haben, auf
uns selber zu hören und dem eigenen
Instinkt zu folgen. Tun wir das, was wir
im Moment für richtig halten, wirken
wir echt und unser Kind spürt das. Dies
ist oft stimmiger, als Verhaltensweisen
einzunehmen, nur weil uns jemand
eingeredet hat, sie seien richtig.
Leider funktioniert dies nicht immer.
Manchmal sind wir mit Schwierigkeiten
konfrontiert, für die es keine prompte
Lösung gibt und wir brauchen Hilfe.
30
Die Kooperative “Il germoglio-Sonnenschein”, das Forum
Prävention und einige Beratungsstellen organisieren Seminare
oder Abendveranstaltungen für Eltern zu allen möglichen Themen
und oft mit äußerst interessanten ReferentInnen. Diese Initiativen
sollen es Eltern ermöglichen, in ihrer schwierigen Aufgabe als
ErzieherInnen mehr Sicherheit zu gewinnen.
Auf der Homepage des Forum Prävention www.forum-p.it gibt
es einen Eltern-Test, mit dem man den eigenen Erziehungsstil
beurteilen kann. Dieser Test bietet eine tolle Gelegenheit, um
gemeinsam mit dem eigenen Partner oder Partnerin über die
jeweiligen Vorstellungen und Ansichten in der Erziehung zu
reflektieren. Es ist empfehelnswert, die Test-Fragen jede/r für sich
zu beantworten und sich dann über die Ergebnisse auszutauschen.
Die Kooperative “Il germoglio-Sonnenschein” und der Verein
“Ehe- und Familienberatung” bieten eine telefonische anonyme
Beratung in Erziehungsfragen. Elterntelefon: 800 892 829
Das Elterntelefon bietet Müttern und Vätern sowie Erziehenden
die Möglichkeit, sich einfach, schnell und kostenlos
professionelle Hilfe in Erziehungsfragen zu holen, Montag bis
Freitag von 10.00 - 12.00 Uhr und von 17.30 - 20.30 Uhr, Samstag
von 10.00 - 12.00 Uhr. Auch die Beratung über E-Mail ist möglich:
beratung@.elterntelefon it
Der katholische Familienverband organisiert mit dem KVW
verschiedene Seminare oder Abendveranstaltungen zur
Stärkung der elterlichen Kompetenzen und zur Unterstützung in
Erziehungsfragen.
Sind die Schwierigkeiten so, dass es mit einem Telefonat nicht
getan ist, bieten alle Familienberatungsstellen Information
und Unterstützung bei Problemen in der Erziehung, der
Schwangerschaft, der Mutterschaft, der Vaterschaft oder der
familiären Beziehungen im Allgemeinen.
Die Familienberatungsstellen sind allerdings nicht nur für
schwierige Situationen da. Sie unterstützen Familien, indem
sie ihnen Kurse über Freizeitgestaltung, Pflege, Stillen, Geburt
oder Schwangerschaft anbieten. Das Angebot reicht von der
Babymassage bis zum Elterntreff, variert jedoch von Jahr zu Jahr,
je nach Nachfrage. Es lohnt sich, die Familienberatungsstellen
selber zu kontaktieren und sich über das aktuelle Angebot zu
erkundigen. Zahlreiche Informationen bietet auch die Broschüre
“Familieninfo” des Familienbüro des Landes.
Wo
Kooperative “Il germoglio
Sonnenschein”
Dantestrasse 12
tel. 0471.300882
Elterntelefon 800 892 829
Ehe- und Erziehungsberatung
Südtirol
Sparkassenstrasse 13
tel. 0471.973519
Familienberatungsstelle A.I.E.D.
Eisackstrasse 6
tel. 0471.979399
Familienberatungsstelle L’ARCA
Sassaristrasse 17/B
tel. 0471.930546
Familienberatungsstelle
MESOCOPS
Dr. Streiter Gasse 9
tel. 0471.976664
Familienberatungsstelle P.M.Kolbe
Italienallee 23
tel. 0471.401959
Forum Prävention
Talfergasse 4
tel. 0471.324801
Katholischer Familienverband
Dr. Streiter Gasse 10B
tel. 0471.974778
KVW
Kornplatz 4
tel. 0471.978 056
31
Finanzielle Unterstützungen
Zur Zeit bieten sowohl das
Land als auch die Region den
jungen Familien finanzielle
Unterstützungen
Familiengeld des Landes
Das Familiengeld des Landes ist
für die Betreuung und Erziehung
der Kinder bis zum 3. Lebensjahr
vorgesehen. Bei einer Adoption
beginnt die 3jährige Anspruchszeit
ab dem Zeitpunkt der Verordnung.
Das Kind muss mit dem
betreffenden Elternteil, bzw. mit
den Pflegeeltern zusammenleben
und dies muss aus der Familienstandbescheinigung hervorgehen.
Der Betrag beläuft sich auf 100 Euro
pro Monat und Kind und wird den
Familien erteilt, die ein jährliches
Einkommen von 80.000 Euro nicht
überschreiten.
» Der Antrag muss innerhalb des
ersten Lebensjahres des Kindes
gestellt und jährlich zwischen
1. September und 31. Dezember
erneuert werden.
Alle Gesuche werden beim
Amt für Vorsorge und
Sozialversicherung gestellt
Freiheitsstraße 23
Grüne Nummer 800.018796
fax 0471.411669
vorsorge@provinz.bz.it
Regionales Familiengeld
Der Betrag, der von der Region
ausbezahlt wird, wird je nach
Einkommen, Vermögen und Anzahl
der Familienmitglieder berechnet.
» Voraussetzung ist der Wohnsitz
in der Region Trentino Südtirol seit
durchgehend 5 Jahren oder seit
15 Jahren mit Unterbrechungen,
wobei ein Jahr durchgehende
Ansässigkeit vor der Antragstellung
nachgewiesen werden muss.
» Lebt nur ein Kind in der
Familie, wird der Betrag bis zum
vollendeten 7. Lebensjahr des
Kindes ausbezahlt. Bei zwei
oder mehr Kindern wird die
Auszahlung des Betrages bis zum
Volljährigkeitsalter verlängert. Die
Anträge können jederzeit gestellt
werden. Der Betrag wird ab dem
darauf folgenden Monat ausbezahlt.
Gesuchsformulare können auch via Internet
heruntergeladen werden, entweder über die homepage
der Gemeinde www.gemeinde.bozen.it/dienste
oder jener des Landes www.provinz.bz.it/sozial
32
» Der Antrag muss jährlich zwischen
1. September und 31. Dezember
erneuert werden.
Staatliches Mutterschaftsgeld
Das Mutterschaftsgeld erhalten
EU-Bürgerinnen, die in einer
Gemeinde Südtirols ansässig sind,
sowie nicht-EU-Bürgerinnen, die
einen Aufenthaltsschein besitzen,
wenn sie ein Kind geboren oder
adoptiert haben und kein indennizzo
di previdenza erhalten oder wenn
dessen Betrag geringer als jener des
Mutterschaftsgeldes ist.
» Die Höhe des Betrags wird
jährlich festgelegt. Es werden
5 Monatsbeiträge in einmaliger
Zahlung ausbezahlt.
Staatliches Familiengeld
Das Familiengeld wird allen EUBürger/innen, die in Südtirol ansässig
sind und mindestens 3 minderjährige
Kinder haben, erteilt. Der Betrag wird
nach Einkommen und Anzahl der
Familienmitglieder berechent.
Finanzielle Sozialhilfe
Der Betrieb für Sozialdienste
Bozen unterstützt Familien
und Alleinstehende in Not.
Die Gelder sind allerdings
Teil eines individualisierten
Sozialhilfeprogramms, das
Beratung und Betreuung bei der
Überwindung der Notsituation
vorsieht. Nähere Informationen
gibt es auf der Homepage des
Betriebes für Sozialdienste
www.sozialbetrieb.bz.it.
Wer hat Anspruch auf
Sozialhilfe?
Für die Erteilung der Sozialhilfe
ist eine detaillierte Erklärung
der finanziellen Lage der
Antragsteller und und seiner
Familie notwendig (Gehalt/
Vermögen/Anlagen/Ausgaben,
usw.). Die Unterstützung wird
nur tatsächlich Bedürftigen
gewährleistet. Außerdem
werden Staatsbürgerschaft oder
Wohnsitz verlangt.
Wo
Im zuständigen
Sozialsprengel
(finanzielle
Sozialhilfe):
Sozialsprengel
Don Bosco
Don Bosco Platz 20
tel. 0471.501821
Sozialsprengel
Gries-Quirein
Vittorio Veneto Straße 5
tel. 0471.279592
Sozialsprengel
Zentrum-Bozner
Boden-Rentsch
Rittnerstraße 37
tel. 0471.329247
Sozialsprengel
Haslach Oberau
Weißensteinstraße 10
tel. 0471.401267
Sozialsprengel Europa
Palermo Straße 54
tel. 0471.502750
Unser Büro
Kanonicus Michael Gamper Straße 1
tel. 0471.418302
33
Wichtige Adressen
Gesundheitssprengel
» Gesundheitssprengel Zentrum-Bozner
Boden-Rentsch
Rittnerstraße 37 - tel. 0471.319500
Mutter-Kind Beratung: tel. 0471.319508
Hebammendienst: tel. 0471.319511
» Gesundheitssprengel Don Bosco
Don Bosco Platz 20 - tel. 0471.541000
Mutter-Kind Beratung: tel. 0471.541018
Hebammendienst: tel. 0471.541012
» Gesundheitssprengel Oberau Haslach
Weißensteinstraße 10 - tel. 0471.469425
Mutter-Kind Beratung: tel. 0471.469427
Hebammendienst: tel. 0471.469431
» Gesundheitssprengel Europa
Palermostraße 54 - tel. 0471.541103
Mutter-Kind Beratung: tel. 0471.541117
Hebammendienst: tel. 0471.541116
» Gesundheitssprengel Gries-Quirein
Amba Alagi Straße 20 - tel. 0471.909115
Mutter-Kind Beratung: tel. 0471.909170
Hebammendienst: tel. 0471.909377
Sozialsprengel
» Sozialsprengel Don Bosco
Don Bosco Platz 20
tel. 0471.501821
» Sozialsprengel Gries-Quirein
Vittorio Veneto Straße 5
tel. 0471.279592
» Sozialsprengel Zentrum-Bozner
Boden-Rentsch
Rittnerstraße 37
tel. 0471.324297
» Sozialsprengel Oberau Haslach
Weißensteinstraße 10
tel. 0471.401267
» Sozialsprengel Europa
Palermostraße 54
tel. 0471.502750
Familienberatungsstellen
» A.I.E.D.
Eisackstrasse 6
tel. 0471.979399
consultorio.aied@virgilio.it
» L’ARCA
Sassaristrasse 17/B
tel. 0471.930546
consultorio.arca@virgilio.it
» MESOCOPS
Dr. Streiter Gasse 9
tel. 0471.976664
consultoriomesocops@tele2.it
» P.M.Kolbe
Italienallee 23
tel. 0471.401959
kolbebolzano@yahoo.it
» Ehe- und Erziehungsberatung
Südtirol
Sparkassenstrasse 13
tel. 0471.973519
eebs@familienberatung.it
Einrichtungen zur Unterstützung
der Elternschaft
» Forum Prävention
Talfergasse 4
tel. 0471.324801
info@forum-p.it
» Kooperative “Il germoglio-Sonnenschein”
Dantestrasse 12
tel. 0471.300882
info@germoglio.com
» Katholischer Familienverband
Dr. Streitergasse 10B
tel. 0471.974778
info@familienverband.it
Treffpunkte
» Familienzentrum Premstallerhof
Dolomitenstraße 14
tel. 0471.300471
» Elki Gries
Grieser Platz 1C
tel. 0471.400991
elki.bz@tin.it
» Elki Stadt
Rauschertorgasse 10
tel. 0471.981011
bozen@elki.org
» VKE Spielhaus BZ 1
Mignone Park
tel. 0471.263450
mignone@vke.it
» VKE Spielhaus BZ 2
Parmastraße 8E
tel. 0471.532088
donbosco@vke.it
» La Rotonda
Alessandriastraße 47
tel. 0471.1940628 e
346.2239259
» SviCoLand
Similaunstraße 2
tel. 0471.1942755 e
346.2239262
Kinderhorte
» Mailandstraße 131
tel. 0471.911563
» St. Johann Gasse 23
tel. 0471.983053
» Genuastraße 94
tel. 0471.501180
» Parmastraße 10
tel. 0471.932099
» Venedigerstraße 49
tel. 0471.285862
» Lagedergasse 11
tel. 0471.289046
» Claudia Augusta Straße 52
tel. 0471.265985
» Gaismairstraße 2
tel. 0471.280678
Kindertagesstätte
» Sozialgenossenschaft
Coccinella
tel. 0471.401110
coccinella@brennercom.net
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mit Tagesstätten in
Baristraße 3
Quireiner Wassermauer 10
Quireinerstraße 40
» Sozialgenossenschaft Babycoop
tel. 0471.402074
babycoop1@virgilio.it
mit Tagesstätten in
Ortlesstraße 31
Don Bosco Platz 13/15
Rosministraße 44
» Sozialgenossenschaft Casa Bimbo
tel. 0471.953348
casabimbo@casabimbo.com
mit Tagesstätten in
Claudia Augusta Straße 66/68
Baristraße 32
Wangergasse 45
» Sozialgenossenschaft Tagesmütter
Hörtenbergstraße 5A
tel. 0471.982821
tagesmutter@dnet.it
Vereine für Sport und Freizeit
» U.I.S.P.
(unione italiana sport per tutti)
Dolomitenstraße 14
tel. 0471.300057
bolzano@uisp.it
primipassi@arci-uisp.it
» U.P.A.D.
(università popolare delle alpi dolomitiche)
Florenzstraße 51
tel. 0471.921023
» Splash von Grimaldi Cristina
Venedigerstraße 30
tel. 0471.261970
Second Hand
» Baby Bazar
Brennerstraße 31
Steinmannswald (BZ)
tel. 0471.959807
bolzano@babybazar.it
» Cinderella Tauschmarkt
Laubendurchgang 24
Eppan (Bz)
tel. 0471.661668
» Elki Tauschmarkt
Grieser Paltz 4
tel. 0471.469803
» Tauschhalle Drusus
Horazstraße 44
tel. 0471.286465
Für besondere Situationen
» Servizio di medicina legale
Amba Alagi Straße 33
tel. 0471.909282
» Neuropsychiatrischer
Kinderdienst
Guntschnastraße 54
tel. 0471.466666
» Psychologischer Dienst
Galileo Galile Straße 2/A
tel. 0471.270115
psicol@asbz.it
» Blindenzentrum St. Raphael
Schießstandweg 36
tel. 0471.442323
info@blindenzentrum.bz.it
» Italienischer Verein
Spastikerbetreuung (AIAS)
Piacenza Straße 29
tel. 0471.204476
info@aias-bz.it
» Arbeitskreis Eltern Behinderter
Galileo Galilei Straße 4A
tel. 0471.289100
info@a-eb.net
» Elternverband hörgeschädigter
Kinder
Latemarstraße 8
tel. 0471.974431
ehk@rolmail.net
» Verein für Freunde
behinderter Menschen
Galileo Galilei Straße 4
amici@handynet.bz.it
» Lebenshilfe
Galileo Galilei Straße 4c
tel. 0471.062501
info@lebenshilfe.it
» Il sorriso - das Lächeln
Verein Freunde und
Eltern von Personen mit
Downsyndrom
Carduccistraße 38
39012 Meran
info@ilsorriso.bz.it
» Dienststelle für
Selbsthilfegruppen
Dr. Streitergasse 4
tel. 0471.312424
ma-sh@social-bz.net
» Südtiroler Plattform für
Alleinerziehende
Poststrasse 16
tel. 0471.300038
plattform@dnet.it
Weiters
» Agentur der Einnahmen
Duca d’Aosta Strasse 92
tel. 0471.473500
ul.bolzano@agenziaentrate.it
» Amt für Vorsorge und
Sozialversicherung
Freiheitsstraße 23
Grüne Nummer 800.018796
vorsorge@provinz.bz.it
» Amt für Familie, Frau und
Jugend
Kanonikus M. Gamper Str 1
tel. 0471.418230
familie.frau-jugend@provinz.bz.it
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