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Der «Weisch no»-Groove: rocken wie in den Sechzigern - Crazy Safes

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Konzert der «Crazy Safes» im Gelterkinder Marabu
Der «Weisch no»-Groove: rocken wie in den Sechzigern
Sie rocken wieder, die «Crazy Safes» und das Publikum kommt
in Strömen. Am vergangenen
Freitagabend war das Marabu
zum Bersten voll. Das Publikum
von damals feierte mit der
nächstjüngeren Generation zusammen eine Fete zum melodischen Sound der unverwüstlichen Musik der Sixties.
Voegelin liess es sich nicht nehmen dem Konzert beizuwohnen.
Er war damals Zeichnungslehrer von Bassist Jacques
Mader. So gegen Mitternacht
war Schluss, die Musiker räumten ihre Geräte zusammen und
versorgten sie im Übungskeller
in der Hölsteiner Bärenmatte.
Pause und Wiedergeburt
«Schön, die Bude ist voll»,
begrüsste Leadgitarrist Peter
Salathe das Publikum, nachdem
auch der zuvor vermisste Schlagzeuger Koni Sandmeier den Weg
an sein Arbeitsgerät gefunden
hatte. Damit war die Beziehung
von der Bühne in den Saal bereits
hergestellt und es konnte losgehen mit dem Zinnsoldaten der
«Small Faces».
Entlang der Hits, die vor 35
bis 40 Jahren die damalige
Dienstagabend-Hitparade von
Radio Beromünster anführten,
spielten die «Crazy Safes» was
das Herz begehrte. Von «Venus»
bis «Last time», von den «Birds»
zu den «Moody Blues». Zu den
am schönsten interpretierten
Songs gehörten sicher «Nights
in white satin» und das erwähnte
«Last time».
Die Stimmung war prächtig
an diesem Generationen-Treffen im Marabu, die Barkeeper
hatten alle Hände voll zu tun.
Schliesslich heizte die Musik
mächtig ein. Auch der in der eben
erschienenen Gelterkinder Heimatkunde gewürdigte Peter
«Let’s go, baby»: Die «Crazy Safes» gaben ihre Kostbarkeiten in Form alter Hits frei – im Bild Jacques
Mader, Bass (links) und Peter Salathe, Leadgitarre.
Bild Edi Gysin
Es war im Jahr 1966 als Koni
Sandmeier, Jacques Mader und
die Brüder Peter und Ruedi Salathe die Band «The Rascals» gründeten. Sie wuchsen alle in Gelterkinden auf, gingen hier zur Schule
und waren angefressen von der
Musik der englischen Rockbands.
Ruedi Rüegg stiess 1968 zur
Band, die jetzt den Namen gewechselt hatte. Der Wechsel war nahe
liegend, die Kantonalbank überliess ihnen einen Kellerraum als
Probelokal, dieser lag neben dem
Safe der Bank. Also wurden aus
den «Rascals» «The Crazy Safes»,
die verrückten Kassenschränke.
Bis dahin hatte die Band
schon Auftritte in der ganzen
Region und natürlich in ihrer Heimatgemeinde Gelterkinden, im
Stabhof in Liestal im Rahmen
einer Serie mit dem Titel: «Talente
stellen sich vor» oder an Beatwettbewerben, wie sie damals
abgehalten wurden und wo sie
sich mit den Bands aus der Region
massen. Die Höhepunkte für die
«Crazy Safes» waren der Auftritt
im Basler «Hazyland», im Inserat angekündigt als Beatgruppe
und der vom ZDF gefilmte Auftritt im Jugenddancing in Liestal,
das Thema hiess damals: Jugend
und Freizeit.
1969 war Schluss, die unterschiedlichen Lebensentwürfe der
Mitglieder machten den Weiterbestand unmöglich. Ausbildungen, Wegzug und Familiengründungen hatten Priorität und liessen den zeitlichen Aufwand für
die Musik nicht mehr zu. Alle hätten aber im Rahmen ihrer zeitlichen Ressourcen weiter musiziert, wie Jacques Mader erzählte.
Im Januar 2000 haben sie
sich wieder getroffen und über
einen Neuanfang diskutiert, zwei
Monate später folgte eine gemeinsame Probe mit fremden
Instrumenten. Und das Gefühl,
die Lust, alles war wieder da,
so dass der Beschluss leichtfiel,
einen Neustart zu wagen. Schnell
war ein Probelokal gefunden und
im Februar 2001 folgte der erste
Auftritt vor Angehörigen.
Die «Crazy Safes» sind wieder da, mit Auftritten wie damals, in der Basler Elisabethenkirche traten sie auf Einladung
einer Jubiläumsveranstaltung
der Kantonalbank auf. Aber
nicht nur sie, auch die «Countdowns» oder «Gentle Ltd.», um
nur zwei weitere regionale
Bands zu nennen, kommen wieder auf die Bühnen zurück. Die
Musik der Sixties ist eben zeitlos und viele Lieder sind zu Klassikern geworden.
Edi Gysin
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