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Da schmeckts wie beim Profi - LichtAtelier

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S Ü D KU R I E R N R. 10 5 | S
S A M S TA G , 5 . M A I 2 012
20 Bad Säckingen · Meinung
Lesermeinung
Persönliches
Wirklich
wirtschaftlich?
90. Geburtstag
Zum Energiekonzept der CDU-Landtagsfraktion und der Frage nach der Wirtschaftlichkeit von Pumpspeicherwerken:
In ihrem Energiekonzept stellt sich die
CDU-Landtagsfraktion weiter voll hinter das Projekt Atdorf, und fordert gar
den Bau weiterer Pumpspeicherwerke
mit der Begründung: „Mit Pumpspeicherwerken steht eine zuverlässige,
wirtschaftliche und mit hohen Nutzungs- und Wirkungsgraden verbundene Technik bereit.“
Aber ist die Technologie der zentralen
Energiespeicherung über Pumpspeicherwerke mit ihren immensen Investitionskosten wirklich noch zeitgemäß
und wirtschaftlich? Nachdem der Wirtschaftlichkeitsaspekt von den Schluchseewerken bei den derzeitigen energiepolitischen
Rahmenbedingungen
selbst schon angezweifelt wird, kann
man momentan in der Schweiz die
gleiche Diskussion hören.
Auch die Schweizer Politik fordert
mehr
Pumpspeicherwerke,
die
Schweizer Energieversorger sind dagegen skeptisch. In einem aktuellen Beitrag vom Schweizer Radio DRS1 heißt
es hierzu: Pumpspeicherkraftwerke
würden dann Gewinne abwerfen,
wenn der Unterschied zwischen dem
Spitzenpreis, der für Strom bezahlt
wird und dem Preis, der zu normalen
Zeiten am Markt erhältlich ist, am
größten sei. Die Differenz zwischen
dem Höchstpreis und dem Normalpreis werde aber immer kleiner. Der
Markt sei in den letzten Monaten aufgrund des großen Angebots des Stroms
aus erneuerbaren Energien deutlich
zusammengebrochen. Dass heißt, die
notwendige Preisdifferenz zum rentablen Betreiben von Pumpspeicherwerken ist auf absehbare Zeit nicht
mehr gegeben. Ein Sprecher des
Schweizer Stromkonzerns BKW argumentiert: „Niemand investiert heute
mehr zuversichtlich in Pumpspeicherwerke, weil die Marktpreise kaputt
sind, so dass sich Investitionen in diesem Bereich nicht mehr lohnen.“
Als Steuerzahler möchte ich deshalb
nicht hoffen, dass ich zukünftig über
Steuergelder den energiepolitischen
Irrsinn des Baus von Pumpspeicherwerken noch mitsubventionieren
muss.
Toralf Richter, Bad Säckingen
Leserbriefe geben die Meinung der Einsender wieder. Die Redaktion behält sich
das Recht zum Kürzen von Leserbriefen vor.
Und was meinen Sie?
Haben auch Sie ähnliche oder ganz
andere Erfahrungen mit diesem Thema
gemacht? Gibt es noch weitere wichtige
und bisher nicht berücksichtigte Gesichtspunkte? Dann schreiben Sie uns!
Wir sammeln und veröffentlichen
weitere Meinungen.
Am schnellsten per E-Mail an
saeckingen.redaktion@suedkurier.de
Post: SÜDKURIER Medienhaus
Lokalredaktion, Hauensteinstraße 60
79713 Bad Säckingen
Fax: 07761/56 04 51 90
Margareta Joos,
Scheffelstraße 15,
feiert am heutigen
Samstag ihren 90.
Geburtstag. Fast
50 Jahre war sie
im Deutschen Roten Kreuz Bad
Säckinger eine feste Größe.
Während drei Jahrzehnten
bekleidete sie den Posten der
Bereitschaftsführerin, war auch
Kreissozialleiterin und Kreisausbilderin. „Es war eine schöne Zeit damals im DRK“, erinnert sich die Jubilarin. Ein
Meilenstein in ihrem DRKLeben war sicherlich auch der
Bau des DRK-Heimes in der
Rot-Kreuz-Straße und die
Einrichtung einer Kleiderkammer. Margareta Joos kam in
Bad Säckingen auf die Welt, wo
sie auch in die Schule ging. In
der Säckinger Stadtapotheke
arbeitete sie. Als Zwanzigjährige trat sie dem DRK bei. 1946
heiratete sie ihren Mann Karl.
Zwei Kinder kamen auf die
Welt. Beim DRK war sie später
angestellt, ehe sie mit 67 in
Ruhestand ging. Für die „Gretel“, wie sie liebevoll von den
Bekannten genannt wird, gibt
es nie Langeweile. Seit über
25 Jahren ist sie mit Begeisterung beim Wallbacher Seniorenclub mit von der Partie.
Margareta Joos freut sich, dass
sie, noch geistig überaus fit,
den Lebensabend in der eigenen Wohnung verbringen
und auch noch ein Gläschen
Wein genießen kann. Zum
heutigen Geburtstag werden
neben den beiden Kindern, vier
Enkelkinder und viele ihrer
Freunde gratulieren. (pro)
Notizen
Die Aqualon-Therme hat am
Aktionswochenende, 5. und
6. Mai, geänderte Öffnungszeiten: Am heutigen Samstag,
5. Mai, schließen alle Bereiche
um 17 Uhr, am morgigen
Sonntag, 6. Mai, ist Tag der
offenen Therme und von 10 bis
18 Uhr geöffnet.
Der Kunstverein Hochrhein lädt
am Sonntag, 6. Mai um 11 Uhr
zu einer Vernissage der Künstlerin Uta Arnhardt „Funde,
Fasern, Papier“ in die Villa
Berberich ein. Die Ausstellung
ist bis 3. Juni zu sehen. Öffnungzeiten sind: Mittwoch
17 bis 19 Uhr, Samstag von
14 bis 17 Uhr und Sonntag von
10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr.
Der Haus-, Wohnungs- und
Grundeigentümerverein hält
für seine Mitglieder an jedem
ersten Montag eines Monats
im Haus Fischergase 14 einen
kostenlosen Beratungsdienst
ab. Der nächste Beratungsabend findet also am kommenden Montag, 7. Mai, ab
20 Uhr statt.
Leute in Bad Säckingen
Die Schar der Hobbyköche freut sich über
einen gelungenen
Abend.
B ILD : SCHNE ID E WIND
Da schmeckts wie beim Profi
➤ Kochkurs des Freundes-
kreises Santeramo
➤ Zwei Frauen seit 15 Jahren
am Herd
VON KL AUS SCHNEIDEWIND
................................................
Bad Säckingen – Dem Juror der „Küchenschlacht“, dem beliebten KochHit im ZDF, wäre an diesem Abend eine
leichte Aufgabe zugefallen. Denn das,
was vor ihm auf den Tellern lag, wäre
unschlagbar gegenüber der Konkurrenz gewesen. Für die Köstlichkeiten
gesorgt hatten etwa 20 ambitionierte
Hobbyköche, teilweise mit durchaus
professionellen Fähigkeiten. Nicht etwa im ZDF-Kochstudio, sondern in der
Schulküche der Hans-Thoma-Schule.
Angesagt war dort das „Italienisch Kochen“
des
deutsch-italienischen
Freundeskreises Santeramo. Seit 15
Jahren organisiert Dorothea Mohelski,
viele Jahre unterstützt von Rosanna
Oristario, diesen im Verein so beliebten
Kochkurs.
Dabei ging es anfänglich sehr bescheiden zu. „Es war gerade mal eine
Handvoll, die da mitmachte“, erinnert
sich Dorothea Mohelski. Das änderte
sich schlagartig, als der Verein die Kochkurse auf Anregung des einstigen unvergessenen Vorsitzenden Manfred
Spitznagel in das Jahresprogramm aufnahm. „Dann aber ging es richtig los“,
freut sich die begeisterte Köchin. Es gab
Jahre, da wollten mehr Mitglieder an
den Herdplatten stehen, als es die Kapazität der Küche zuließ. Das war der
Grund dafür, dass der Freundeskreis
fortan alljährlich zwei Kurse ins Jahresprogramm aufnahm.
Stolz ist Dorothea Mohelski darauf,
dass in all den Jahren niemals ein Gericht zweimal oder ein Dessert doppelt
auf die Teller kam. „Da haben wir immer
streng darauf geachtet“, schmunzelt
die ehemalige Hauswirtschaftslehrerin
und verteilt Lob an ihre Kochpartnerin
Rosanna Oristario. „ Wir haben uns die
Sprache ist seine Leidenschaft
Thomas Pforte aus Lenzkirch liest
in der Buchhandlung Schwarz auf
Weiss
Bad Säckingen (tan) Wie viele Gedichte
er auswendig könne, vermochte Thomas Pforte aus dem Stehgreif nicht zu
beantworten. 91 waren es bei dem am
Donnerstagabend in der Buchhandlung Schwarz auf Weiss in Bad Säckingen dargebotenen Programm „Jandl
schwittert gern hardt“. Nimmt man die
57 der vor wenigen Wochen abgehaltenen Wilhelm-Busch-Lesung dazu und
überschlägt grob die Summe der zwei
weiteren Programme, die Sprechkünstler Thomas Pforte im Repertoire hat,
kommt man auf eine wahrlich beachtliche Summe.
Doch die schier unglaubliche Gedächtnisleistung allein macht den 39Jährigen nicht aus. Die Art und Weise,
wie er, ohne Gestik, mit nur wenig Mimik, allein durch Sprechen Geschriebenes zum Leben erweckt, ist beeindruckend und kurzweilig zugleich.
Für Thomas Pforte aus Lenzkirch ist
Sprache Leidenschaft. Der Diplom-Pädagoge entwickelte diese Passion wäh-
„Kunst ist heiter und sonst gar nichts.“ So
definiert Robert Gernhardt den so dehnbaren
Begriff und so stieg Sprechkünstler Thomas
Pforte in sein Programm „Jandl schwittert
gern hardt“ ein. B ILD : OLD E NB U RG
rend seines Lehramtsstudiums an der
Pädagogischen Hochschule in Freiburg. Etliche Darbietungen mit der
Sprechtheatergruppe Mundwerk folgten. Seit eineinhalb Jahren nun ist Tho-
Es werde Licht - Andrée Faber und Andrea Paul-Faber eröffneten am Donnerstagabend ihr neues Lichtatelier in Obersäckingen an der Schaffhauserstraße 79.
Sie übernahmen es von Lenore und Richard Eschbach. Die Kunden erwarten
stilvolle Leuchten in allen Formen und Farben nahmhafter Designer. Darüber
hinaus bieten die Eheleute Planungen und Entwürfe rund um Lichtgestaltung
für Privatleute und Geschäfte für Innen und Außen. Vorwiegend setzen sie
dabei auf neuartige LED Lichttechnik. BI L D: FAUTZ
mas Pforte alleine unterwegs, im Gepäck die unterschiedlichsten Dichter.
Donnerstagabend waren dies Ernst
Jandl, Robert Gernhardt und Kurt
Schwitter. Vor allem letzterer beendete
mit seinem Tod anno 1948 auch den Dadaismus, jene internationale künstlerische und literarische Stilrichtung, die
sich gegen Logik, Moral oder Konvention wandte, kurzum: die Verneinung
jeglichen ästhetischen Systems.
Jandl wiederum nahm vor allem die
Sprache selbst unter die Lupe, legte den
Finger zielgenau und unverblümt direkt hinein in leere Worthülsen. Später
wandte er sich einer ziemlich herunter
gekommenen Sprache zu und geizte
nicht mit unfeinen Ausdrücken. Der
Dritte im Bunde, Robert Gernhardt, besticht durch feinsinnigen Humor, bisweilen auch bissige Satire, ohne dabei
ins Lächerliche zu kippen.
Drei Sprachkünstler also, die Thomas
Pforte nun vereint hat. Sprechbegabt
und ausdrucksstark. Und nicht nur das
– eine Zuhörerin verließ die leider nur
sehr schwach besuchte Lesung in der
Buchhandlung mit dem großen Bedürfnis, die Gedichtbände mal wieder aus
dem Regal zu holen.
Stark in der Arena
Miriam Leutenecker ist Landesvizemeisterin im Judo der U13.
Sabrina Rittmann ist Dritte
Lichtatelier in Obersäckingen
Arbeit immer geteilt, was stets prima
geklappt hat“. Wobei Rosanna Oristario, eine gebürtige Italienerin für alles
zuständig war, was – keine Überraschung – mit Pasta zu tun hatte. Allerdings wird Dorothea Mohelski bald auf
die Hilfe der ehemaligen Stadträtin verzichten müssen. Denn Rosanna Oristario zieht es wieder in ihre Heimat zurück, in das kleine Bergdorf Felitto, ihrem Geburtsort, wo derzeit ihr Haus
kurz vor der Fertigstellung steht.
Weiter mitmachen aber wird Stefan
Djedovic, der seit der Kochkurspremiere vor anderthalb Jahrzehnten dabei ist,
zuständig für die Dekoration der Tafel,
an der die Hobbyköche nach getaner
Arbeit sich mit dem verwöhnen, was sie
zuvor exquisit zubereitet haben. Nicht
anders war es an diesem Abend. Das
leergeräumte Buffet zeigte: es hatte
wieder mal allen geschmeckt. Dem Lob
des Vorsitzenden Walter Wolf konnten
die Hobbyköche sich nur anschließen:
„Es ist einfach toll, was Dorothea Mohelski da jedes Jahr auf die Beine stellt“.
Bad Säckingen – Am vergangenen
Samstag fand in Pforzheim die Landesmeisterschaft der unter 13-jährigen im
Judo statt. Vom Judoclub Kawaishi Bad
Säckingen nahmen Miriam Leutenecker und Sabrina Rittmann teil.
Das stark besetzte Teilnehmerfeld
bot Wettkämpfe auf höchstem Niveau.
Miriam dominierte bis ins Finale ihre
Gegnerinnen und fand ihre Meisterin in
der Heidelberger Sportgymnasiastin
Geistlinger. Der Finalkampf in der überhitzten Sportarena war nicht nur der
letzte Wettkampf des Tages sondern
zeichnete sich ebenso durch ein begeistertes Publikum, das jeden Griffansatz
und Konter kommentierte, aus. Sabrina
Rittmann konnte sich gewohnt souve-
Miriam Leutenecker (links) ist Landesvizemeisterin im Judo der U13, Sabrina Rittmann
wurde Dritte. B ILD : VE RE IN
rän bis ins kleine Finale behaupten. Miriam Leutenecker ist mit ihrem Vizemeistertitel nun in der engen Auswahl
für den Landeskader. Sie erhielt mit der
Ehrung umgehend die Einladung zum
Sichtungslehrgang des Badischen Judoverbandes.
Weiterhin Wettkampferfahrung und
Medaillen sammelte der Nachwuchs
des Bad Säckinger Judoclubs Kawaishi
bei verschiedenen Turnieren.
Die Jugend U 10 belegte bei den
Hochrhein-Vereinsmannschaftsmeisterschaften in Haltingen trotz drei unbesetzten Gewichtsklassen einen ausgezeichneten dritten Platz und qualifizierte sich für die Südbadischen Meisterschaften, die am 12. Mai in Lörrach
ausgetragen werden. Überragende
Kämpferin war Lilli Flum (bis 28 kg), die
alle vier Auseinandersetzungen in der
höheren Kategorie (bis 31 kg) in souveräner Manier für sich entschied. Beim
Frühlingsturnier in Birsfelden warteten
die JCK-Kämpferinnen und Kämpfer
ebenfalls mit guten Leistungen auf.
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Seele and Geist
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