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Genug für alle da? Wie gehen Händler und Konsumgüterhersteller

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Handel und Konsumgüter
Genug für alle da?
Wie gehen Händler und Konsumgüterhersteller
mit Versorgungsrisiken um?
pwc
Genug für alle da?
Wie gehen Händler und Konsumgüterhersteller mit Versorgungsrisiken um?
Herausgegeben von PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt am Main
Herausgeber
Gerd Bovensiepen, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Univ.-Prof. Dr. Joachim Zentes, Institut für Handel & Internationales Marketing (H.I.MA.) der
Universität des Saarlandes
Redaktionsteam
Jonas Bastian, Institut für Handel & Internationales Marketing (H.I.MA.) der Universität
des Saarlandes
Sigrid Reger, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Stephanie Rumpff, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigungen, Mikroverfilmung, die Einspeicherung und
Verarbeitung in elektronischen Medien sind ohne Zustimmung des Herausgebers nicht gestattet.
Die Ergebnisse der Studie sind zur Information unserer Mandanten bestimmt. Sie entsprechen dem
Kenntnisstand der Autoren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Für die Lösung einschlägiger
Probleme greifen Sie bitte auf die in der Publikation angegebenen Quellen zurück oder wenden sich
an die genannten Ansprechpartner. Alle Meinungsbeiträge geben die Auffassung der Autoren
wieder.
Satz
Nina Irmer, Digitale Gestaltung & Medienproduktion, Frankfurt am Main
Druck
Kohlhammer und Wallishauser GmbH, Druckerei und Verlag, Hechingen
Printed in Germany
© Oktober 2010
PricewaterhouseCoopers bezeichnet die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die anderen selbstständigen und rechtlich unabhängigen Mitgliedsfirmen der
PricewaterhouseCoopers International Limited.
Inhaltsverzeichnis
Genug für alle da? Wie gehen Händler und Konsumgüterhersteller mit
Versorgungsrisiken um?
Inhaltsverzeichnis
Danksagungen ............................................................................................... 3
Abbildungsverzeichnis.................................................................................... 6
Tabellenverzeichnis........................................................................................ 8
Abkürzungsverzeichnis .................................................................................. 9
Management Summary ................................................................................ 10
A Konzeption der Studie ............................................................................ 12
1
Zielsetzung und Aufbau der Studie ........................................................ 12
2
Methodik ................................................................................................. 14
B Rohstoffmärkte im Spannungsfeld zwischen Angebot und
Nachfrage ............................................................................................... 16
1
1.1
Veränderte Rahmenbedingungen ....................................................... 16
1.2
Wachsende Bevölkerung und steigender Wohlstand ......................... 16
1.3
Konkurrierende Verwendungszwecke................................................. 18
1.4
Unternehmen als Treiber für Qualität.................................................. 19
1.5
Wachsende Konkurrenz zwischen Händlern und Herstellern............. 22
2
Begrenzt steigerungsfähiges Rohstoffangebot...................................... 23
2.1
Risikofaktoren für das Rohstoffangebot .............................................. 23
2.2
Intensivere Landwirtschaft erforderlich ............................................... 24
2.3
Ertragskraft der Böden eingeschränkt steigerungsfähig..................... 25
2.4
Auswirkungen des Klimawandels........................................................ 28
2.5
Politische Risiken in Anbauländern..................................................... 30
2.6
Zunehmende Konzentration und Kontrolle der
Beschaffungsmärkte............................................................................ 33
3
Rohstoffpreise am Wendepunkt............................................................. 35
4
Einzelne Rohstoffe im Fokus.................................................................. 37
4.1
4
Steigende weltweite Rohstoffnachfrage................................................. 16
Fisch: Von der freien Ressource zum Rohstoff in privater Hand........ 37
Genug für alle da? Wie gehen Händler und Konsumgüterhersteller mit
Versorgungsrisiken um?
4.2
Kakao: Anfällig für Versorgungsrisiken ............................................... 37
4.3
Baumwolle: Genmanipulation versus Bio............................................ 39
5
Inhaltsverzeichnis
Fazit: Anspruchsvolleres Beschaffungsumfeld ...................................... 40
C Händler und Hersteller sehen begrenzte
Steuerungsmöglichkeiten ....................................................................... 42
D Aktueller und zukünftiger Umgang von Händlern und Herstellern
mit Versorgungsrisiken........................................................................... 48
1
Anforderungen an ein systematisches Risikomanagement................... 48
2
Punktuelle Maßnahmen überwiegen...................................................... 49
3
Versorgungsstrategien im Wandel ......................................................... 55
3.1
Veränderte Beschaffungsstrategien.................................................... 55
3.2
Beschaffung zwischen niedrigen Kosten und hoher Qualität ............. 56
3.3
Steigende Bedeutung der Absicherung von Rohstoffpreisen
und Wechselkursen ............................................................................. 57
3.4
Global Sourcing und Local Sourcing nehmen zu................................ 58
3.5
Trend hin zu langfristiger Zusammenarbeit ........................................ 60
3.6
Zunehmende Bedeutung von Kooperationen ..................................... 61
3.7
Handel nimmt Einfluss auf die Produktion .......................................... 62
3.8
Ausschaltung und Integration vorgelagerter Stufen............................ 63
4
Fazit: Erhöhter Druck auf die Liefer- und Wertschöpfungskette
durch Händler und Hersteller ................................................................. 65
E Handlungsempfehlungen für Händler und Hersteller............................. 67
Literaturverzeichnis ...................................................................................... 72
Ansprechpartner........................................................................................... 75
Wir über uns ................................................................................................. 76
5
Management Summary
Genug für alle da? Wie gehen Händler und Konsumgüterhersteller mit
Versorgungsrisiken um?
Management Summary
Wie nie zuvor bietet sich den Konsumenten in den Regalen des Einzelhandels ein schier unbegrenztes Angebot an Produkten und Waren. Unabhängig davon, um welche Produktkategorie es sich handelt, sind Lücken
in den Regalen zu einer Seltenheit geworden. Sichtbare Engpässe oder gar
die Nichtverfügbarkeit von Produkten oder Waren sind Situationen, an die
sich, zumindest in den entwickelten Volkswirtschaften, fast nur noch ältere
Generationen erinnern können. Und so wie die Konsumenten aus einem
ausreichenden Angebot an Produkten auswählen können, konnten auch
Handels- und Konsumgüterunternehmen jahrzehntelang aus einer breiten
Masse von Lieferanten oder Produzenten wählen, um die eigene
Versorgung mit Rohstoffen oder Waren sicherzustellen.
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts befinden sich die Rohstoffmärkte in einem
Wandel, der durch eine enorm steigende Nachfrage und sinkende Ertragsteigerungen bestimmt wird. Zunehmende Volatilitäten und steigende
Preise sind ein klares Indiz für diesen Wandel. Bei Agrarrohstoffen sind die
realen Preise in den drei Jahrzehnten zuvor stetig gesunken. Außerdem hat
sich eine lautstarke Diskussion über die Einhaltung von Arbeits-, Sozial- und
Umweltstandards entwickelt. Handels- und Konsumgüterunternehmen
werden nun von Dritten deutlich stärker in die Verantwortung genommen
und aufgefordert, die Einhaltung dieser Standards bei der Produktion ihrer
Waren sicherzustellen bzw. nur solche Waren anzubieten, bei denen die
Einhaltung sichergestellt ist. Beide Entwicklungen haben dazu geführt, dass
die Überwachung der Liefer- und Wertschöpfungskette stärker in den Fokus
der Unternehmen gerückt ist.
Trügerische Sicherheit
Die meisten Prognosen gehen davon aus, dass es langfristig ein ausreichendes Angebot an Agrarprodukten geben wird. Voraussetzung hierfür
ist, dass eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen den Anbau über
steigende Preise attraktiver macht und sich somit die Investitionen in den
Agrarsektor erhöhen werden. Es bestehen allerdings zahlreiche Risikofaktoren, die einen negativen Einfluss auf das Rohstoffangebot haben, wie
zum Beispiel die Verfügbarkeit von geeigneten Anbauflächen oder von
Wasser, die Auswirkungen des Klimawandels oder politische Risiken in
Anbauländern.
Die wachsende Weltbevölkerung und der zunehmende Wohlstand – insbesondere in den sogenannten Schwellenländern – lassen die Nachfrage
nach Rohstoffen steigen. Konkurrierende Verwendungszwecke wie die
Produktion von Biotreibstoffen erhöhen die Nachfrage zusätzlich. Im
Spannungsverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ist dabei stets zu
beachten, dass es nicht nur um die Verfügbarkeit von Mengen, sondern
auch um die Verfügbarkeit von gewünschten Qualitäten geht. Insbesondere
die Nachfrage nach nachhaltig produzierten Rohstoffen und Waren wird
sich in Zukunft erhöhen, was sich wiederum auf die Rohstoffpreise auswirken wird.
Differenzierungsmerkmale für Händler und Hersteller gefährdet
Handels- und Konsumgüterhersteller müssen sich der Frage stellen, ob zukünftig der eigene Zugriff auf Rohstoffe in gewünschter Menge und Qualität
sowie zu konkurrenzfähigen und marktgerechten Preisen sichergestellt ist.
10
Genug für alle da? Wie gehen Händler und Konsumgüterhersteller mit
Versorgungsrisiken um?
Management Summary
Ein besonderer Handlungsdruck lastet auf den Unternehmen, die
spezifische Qualitäten oder die Einhaltung von Standards bereits heute
als Differenzierungsmerkmale im Wettbewerb nutzen.
Aktuell werden nur die Symptome behandelt
Im ersten Schritt untersucht die Studie daher, ob Händler und Hersteller
sich der Problematik der Versorgungssicherheit bereits bewusst sind und
welche konkreten Risiken sie erfassen bzw. steuern. Knapp ein Drittel der
befragten Unternehmen weist demnach Versorgungsrisiken eine hohe bzw.
sehr hohe Bedeutung für die eigene Geschäftstätigkeit zu. Gleichzeitig
geben 60 % an, dass sie die Steuerung dieser Risiken für schwierig
bzw. sehr schwierig halten. An Lösungsansätzen für den Umgang mit
Versorgungsrisiken scheint es also zu mangeln. Ein Grund hierfür kann in
der hohen Komplexität des Themas liegen. Denn Versorgungsrisiken treten
über die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette hinweg auf und liegen
nicht immer im direkten Einflussbereich der Unternehmen. Bisher stehen im
Fokus der Betrachtung daher solche Risiken, die Symptome für Engpässe
sind, wie zum Beispiel Preisschwankungen und -steigerungen. Die
konkreten Ursachen bleiben mehrheitlich unberücksichtigt.
Händler und Hersteller haben bisher kaum Erfahrung im Umgang mit
Versorgungsrisiken
Dieses Bild bestätigt sich auch, wenn man nach dem Umgang mit
Versorgungsrisiken fragt. Lediglich 2 % der befragten Unternehmen
verfügen über eine ausformulierte Strategie zum Thema Versorgungssicherheit und nur knapp ein Drittel lässt Informationen zur Rohstoffversorgung in die Unternehmensplanung einfließen. Die meisten Unternehmen beschränken sich bei der Erfassung von Risiken auf direkte
Lieferanten und betrachten damit nur einen Ausschnitt der eigenen Lieferund Wertschöpfungskette. Eine umfassende und strategische Herangehensweise ist die Ausnahme. Erstaunlich ist, dass trotz des oberflächlichen Umgangs mit Versorgungsrisiken jedes zweite Konsumgüterunternehmen (52 %) seinen internen Wissensstand zum Thema
Versorgungssicherheit als gut oder sehr gut einschätzt. Im Handel ist dies
nur jedes dritte Unternehmen.
Wie Händler und Hersteller Versorgungsrisiken identifizieren können
Die Studie bietet Händlern und Herstellern einen Leitfaden, mit dem sie sich
der Thematik nähern und die Komplexität beherrschbar machen können.
Durch die Erstellung von Risikoprofilen können Handlungsdruck und -spielraum individuell erhoben werden. Im zweiten Schritt zeigt eine StärkenPotenzial-Analyse, welche internen Schwachstellen bearbeitet werden
müssen, um schließlich im dritten Schritt einen zielgerichteten Maßnahmenkatalog zu erstellen. Auch wenn die Komplexität vermutlich die größte
Hürde darstellt, sich mit Versorgungsrisiken auseinanderzusetzen, ist sie
gleichzeitig das wichtigste Argument dafür. Denn Engpässe bei der Rohstoffversorgung sind sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht
vorprogrammiert. Wer sich heute nicht gegen Engpässe wappnet, hat
morgen das Nachsehen.
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Genug für alle da? Wie gehen Händler und Konsumgüterhersteller mit
Versorgungsrisiken um?
Ansprechpartner
Ansprechpartner
PricewaterhouseCoopers AG
Gerd Bovensiepen
Partner und Leiter des
Competence Center
Retail & Consumer
Moskauer Straße 19
40227 Düsseldorf
Tel.: +49 211 981-2939
g.bovensiepen@de.pwc.com
Dr. Stephanie Rumpff
Competence Center
Retail & Consumer
Business Development
Senior Managerin
Moskauer Straße 19
40227 Düsseldorf
Tel.: +49 211 981-2118
stephanie.rumpff@de.pwc.com
Institut für Handel & Internationales Marketing (H.I.MA.)
der Universität des Saarlandes
Univ.-Prof. Dr. Joachim Zentes
Direktor des Instituts für Handel &
Internationales Marketing (H.I.MA.)
Campus Gebäude A5.4
66123 Saarbrücken
Tel.: +49 681 302-4475
hima@mx.uni-saarland.de
Jonas Bastian
Institut für Handel &
Internationales Marketing (H.I.MA.)
Campus Gebäude A5.4
66123 Saarbrücken
Tel.: +49 681 302-4471
j.bastian@mx.uni-saarland.de
75
www.pwc.de/de/retail-consumer
www.hima.uni-saarland.de
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