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Brennholz gesucht wie noch nie - und Waldbesitzervereinigungen

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Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen e.V.
Humbach 7, 83623 Dietramszell
Telefon 0 80 27 / 90 46 57, Telefax 0 80 27 / 90 46 58
Mail info@wbv-wolfratshausen.de, Internet www.wbv-wolfratshausen.de
Mitteilungsblatt Nr. 153
Dezember 2012
Das Weihnachtsbäumlein
Es war einmal ein Tännelein
mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpflein fein
und vielen bunten Kerzlein:
Das war am Weihnachtsbaum so grün
als fing es eben an zu blühn.
Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stands im Garten unten,
und seine ganze Herrlichkeit
war, ach, dahingeschwunden.
die grünen Nadeln war´n verdorrt,
die Herzlein und die Kerzlein fort.
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!
Bis eines Tags der Gärtner kam,
den fror zu Haus im Dunkeln,
und es in seinen Ofen nahm –
Hei! Tats da sprühn und funkeln!
Und flammte jubelnd himmelwärts
in hundert Flämmlein an Gottes Herz.
Christian Morgenstern
merkt dies an dem zunehmenden Interesse der
Finanzwelt (Waldfonds) und spekulativen Anlegern. Aber auch an den Bodenpreisen, welche in
den letzten Jahren sprunghaft in die Höhe geschossen sind.
Aus Sicht der Waldbesitzervereinigung ist diese
Entwicklung als bedenklich einzustufen, da dies
nichts mehr mit der nachhaltigen, bäuerlichen
Familienforstwirtschaft zu tun hat.
Auch in Zukunft werde ich, als Vorsitzender der
WBV, immer wieder in der Öffentlichkeit darauf
hinweisen, wie vorbildlich und verantwortungsbewusst unsere Mitglieder wirtschaften.
Jahresrückblick 2012
Liebe Mitglieder,
2012 war ein erfreuliches Waldjahr. Die Niederschläge waren ausreichend und gut über die Vegetationszeit verteilt, so dass es zu keinen nennenswerten Borkenkäferkalamitäten kam. Auch
vor größeren Unwettern wurden wir verschont.
Der Holzmarkt war, trotz der Finanzkrise, das
ganze Jahr über stabil. Die Bedenken gegenüber
der Geldmarktstabilität machen sich durch vorsichtige Einschlagsbereitschaft bemerkbar.
Ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit - zusammen
mit dem Forstamt - war und wird es auch in Zukunft sein, das Wissen um die Bestandsführung
und Pflege unserer Wälder zu vermitteln.
Bei der großen Lehrfahrt nach Oberösterreich
konnten wir im Stift Schlägl einen Eindruck gewinnen, wie man sich durch ein geeignetes Bewirtschaftungskonzept vor Kalamitäten weitgehend schützen kann. Auch die Winterlehrfahrt
am 14.12. zielt auf die gleiche Problematik ab.
Für die geleistete Arbeit im Jahr 2012 möchte ich
mich bei meinen Mitarbeitern der Geschäftsstelle
und bei der Vorstandschaft bedanken.
Auch beim AELF mit deren Förstern, bei den
Kommunen und Organisationen und nicht zuletzt
bei den Mitgliedern der WBV, welche sich so
zahlreich an den Veranstaltungen beteiligt haben,
darf ich mich bedanken.
Ein frohes Weihnachten und ein gutes neues Jahr
2013 wünscht
Johann Killer
Mit unserer nachhaltigen Waldwirtschaft lassen
sich Gewinne erzielen, das hat nun auch eine
waldferne Bevölkerungsschicht erkannt. Man
1
tungen, Waldsterben, Kalamitäten wie z.B. Käfer
oder 1990 die Stürme Wiebke und Vivian, wo er
ein Nasslager installierte u.v.m.
Besonders beliebt waren die Lehrfahrten, die er
zusammen mit dem Forstamt organisierte.
Ehrenvorsitzender Michael Häsch
verstorben
Am 5. Nov. 2012 ist der Ehrenvorsitzende der
Waldbauernvereinigung Wolfratshausen Michael
Häsch verstorben.
Bereits als junger Mann, mit 25 Jahren, hat sich
Michael Häsch ab 1955 in der WBV als Schriftführer eingebracht. Er lebte stets nach der Devise, dass man selbst Verantwortung übernehmen
muss, wenn man etwas verändern will. Auch
neuen Herausforderungen und Umwälzungen in
der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik stand er
immer offen gegenüber.
Diese Einstellung kam ihm zugute, als er 1970
Geschäftsführer der WBV wurde und eine gemeinsame Holzvermarktung der Mitglieder organisierte. Die damalige Vorstandschaft hat erkannt,
wie wichtig ein starkes Auftreten der WBV gegenüber der abnehmenden Hand, also der Holzindustrie, ist.
Nach dem Tod des Vorsitzenden Valentin Gröbmair wurde er 1975 dessen Nachfolger.
Als Vorsitzender führte Michael Häsch die WBV
Wolfratshausen bis zum Jahr 2000.
Michael Häsch auf der Lehrfahrt in die Schweiz 1998 im Gemeindewald Basadingen.
Michael Häsch hat sich somit unzählige Jahre für
„seine“ WBV eingesetzt und einen entscheidenden Beitrag für die heutige Stärke der WBV Wolfratshausen geleistet.
Schnell wurde zudem überregional erkannt, welche herausragende Persönlichkeit Michael Häsch
war.
1956 wurde er in den Gemeinderat von Dietramszell gewählt, wo er von 1976 bis 1990 Bürgermeister war. Während dieser Zeit gehörte er zusätzlich dem Kreistag an.
Auch bayernweit wurde man auf ihn aufmerksam,
so bekleidete er das Amt des Vorsitzenden des
Bayerischen Waldbesitzerverbandes. Ferner war
er erster Vorsitzender des Schulvereins der Bayerischen Waldbauernschule, des Vereins für Standorterkundung und der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberbayern, Senator für die Forstwirtschaft und Mitglied des Präsidiums des Deutschen Forstwirtschaftsrates.
Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes, des
Verdienstkreuzes 1. Klasse und des bayerischen
Verdienstordens und bekam viele andere Ehrungen und Auszeichnungen.
Sein vielfältiges Wirken wäre nicht ohne seine
Frau Antonie möglich gewesen, die jahrzehntelang die Bürotätigkeiten u.v.m. übernommen hat.
Ihr gilt unser besonderer Dank.
Auch als Ehrenvorsitzender hat er die Aufgaben
der WBV immer als Selbsthilfeorganisation gesehen.
Wir trauern um einen Mann, dessen Sachverstand, Korrektheit, persönliche Bescheidenheit
und ausgleichende Art uns immer ein Vorbild gewesen ist.
In seiner Zeit wurde die gemeinsame Holzvermarktung intensiviert. Auch die Betriebsmittelbeschaffung wie z. B. Forstpflanzenbestellung,
Zaunmaterial, Schälhex, Holzspalter usw. waren
ein Teil seiner Arbeit. Wichtig war ihm vor allem,
wenn auch wenig öffentlichkeitswirksam, die Lobbyarbeit für den Privatwald.
Hierbei hat er sich sehr für die Aus- und Fortbildung der Waldbesitzer eingesetzt. Ihm war vor
allem daran gelegen, dass das Eigentumsbewusstsein seiner Waldbauern wächst und erstarkt.
Große Themen seiner Zeit waren die Wald-WildSituation, Standortkartierung, Wegebau, Auffors-
Wir werden seiner stets in Dankbarkeit und Anerkennung gedenken.
2
Förster Dieter Haller verstorben
EDEKA boykottiert PEFC
Dieter Haller stammt aus Burtenbach, Günzburg
und hat am Forstamt Illertissen 1949 als Forstlehrling begonnen. 1969 wurde er ans Forstamt
Wolfratshausen versetzt, an die Forstdienststelle
Hohenschäftlarn. Nach der Umorganisation der
Forstverwaltung im Jahr 1973 war Haller zuständig für den Privatwald der Gemeinden Egling,
Deining, Schäftlarn und zeitweise auch Münsing.
Die Dienststelle verblieb in Hohenschäftlarn.
EDEKA Deutschland hat seine strategische Partnerschaft mit dem WWF bekannt gegeben und
beabsichtigt, bis 2015 alle Holz-, Papier-und
Tissueprodukte der EDEKA Eigenmarken (inklusive Verpackungen) zu 100 Prozent auf FSCzertifiziertes Holz umzustellen.
Damit boykotiert EDEKA unser PEFC- Zertifikat
und folglich Holz aus nachhaltiger, heimischer
Produktion. Gerade die EDEKA-Gruppe hat sich
aber mit ihren Produkten der Regionalität verschrieben. Waldbesitzer aus ganz Deutschland
wehren sich vehement gegen das Vorhaben von
EDEKA. Bei einer der deutschlandweiten, medien
wirksamen Demonstrationen
vor den
EDEKALäden
war die
WBV
Wolfratshausen mit einigen Mitgliedern dabei. Für ihre
Teilnahme möchte ich mich noch einmal herzlich
bedanken.
(siehe auch www.wbv-wolfratshausen.de)
Dieter Haller war ein
sehr zuverlässiger und
erfahrener Revierleiter
mit einem sehr ausgewogenen Urteilsvermögen. Er war aber auch
ein leutseliger, humorvoller und geselliger
Mensch. Bei den Waldbesitzern war er dank
seiner offenen Art als
Berater anerkannt. Mit
der WBV Wolfratshausen und ihrem Vorsitzenden Michael Häsch pflegte er ein sehr vertrauensvolles Verhältnis.
Nach 44 ½ Jahren Dienstzeit wurde Haller 1989
in den wohlverdienten Ruhestand versetzt.
Dieter Haller hat sich um den Wald, unsere Heimat und um uns Alle sehr verdient gemacht. Wir
werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
!
Eintageslehrfahrt am 14.12: Fichtendurchforstung und St. Ottilien
Die diesjährige Eintageslehrfahrt am 14. Dezember führt uns zunächst zu den Fichtenversuchsflächen der Universität München. Seit 1974 wird
untersucht, wie sich die Ausgangspflanzenzahl
(bei der Pflanzung) und die folgenden Durchforstungen auf das Wachstum und die Stabilität der
Fichte auswirken. Es wurden zwischen 10.000
und 400 (!) Fichten je ha gepflanzt. Bei der
Durchforstung reicht die Spannweite von einer
reinen Niederdurchforstung (es werden vor allem
schwache Fichten entnommen), über die ZBaum-Durchforstung bis zum Absenken der
Stammzahl auf 700 (!) Fichten/ha.
Guter Austausch mit der Jagdkreisgruppe
Wolfratshausen
!
In St. Ottilien besuchen wir u.a. einen Holzstall
mit Melkkarussell. Bitte zahlreich an der Geschäftsstelle anmelden!
3
Knapp 60 Jäger, Jagdgenossen und Waldbesitzer
nahmen an einem gemeinsamen Waldbegang mit
anschließender Diskussion im Jägerwirt teil. Die
Jagdkreisgruppe Wolfratshausen, die Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften Bad TölzWolfratshausen und die WBV Wolfratshausen
hatten ihre Mitglieder dazu eingeladen. In zwei
unterschiedlichen Wäldern wurden die Auswirkungen von Verbissschäden sowie Möglichkeiten
der Vermeidung besprochen. Die Diskussion war
engagiert, aber sehr sachlich und konstruktiv.
Drei Ergebnisse aus Waldbesitzersicht:
1. Die Waldbesitzer brauchen die Jäger, die
Jäger aber auch die Waldbesitzer. Die
Waldbesitzer sollen ihre Ziele offen mit
den Jägern besprechen und auch durchsetzen.
2. Die Jagdgenossenschaften und die Jagdpächter müssen einen gesetzeskonformen
Abschussplanvorschlag erstellen. Ist dieser nicht gesetzeskonform, kann die Untere Jagdbehörde diesen nicht bestätigen.
3. Den gewünschten Anteil an Laubbäumen/Mischbaumarten kann nur jeder einzelne Waldbesitzer selbst festlegen, nicht
aber die Jagdgenossenschaft oder der
Jagdpächter.
WBV gratuliert Forstdirektor a.D. Nikolaus
Neuerburg zum 90. Geburtstag.
Am 16. November hat FD a.D. Nikolaus Neuerburg seinen 90. Geburtstag gefeiert. Aufgewachsen im Hunsrück und im Allgäu, kam Nikolaus
Neuerburg unmittelbar nach dem Schulabschluss
zum Kriegseinsatz nach Russland. Dort verlor er
seinen rechten Arm, was ihn nicht hinderte, Förster zu werden. Die ersten Berufsstationen führten
ihn in die Ramsau, nach Partenkirchen und
schließlich nach Murnau.
Ende 1965 wurde Nikolaus Neuerburg an das
Forstamt Wolfratshausen versetzt, dem er bis
1987 als Leiter vorstand. „Mir ist die Beratung der
Waldbesitzer am wichtigsten, deswegen ist Wolfratshausen für mich das schönste Forstamt“, so
Neuerburg. Dementsprechend hatte er auch sofort engen Kontakt zur WBV Wolfratshausen unter seinem damaligen Vorsitzenden Valentin
Gröbmeier aufgenommen. Mit dessen Nachfolger
Michael Häsch verband ihn eine enge Freundschaft. Die Verbindung und Liebe zum Privatwald
wirkte sich auch auf seine Mitarbeiter aus. Wichtige Erschließungsprojekte wurden in seiner
Amtszeit ausgeführt. Er unterrichtete auch den
bäuerlichen Nachwuchs in der Landwirtschaftsschule. Ein besonderes Anliegen war ihm, dass
Waldbesitzer den Jagdschein machten und dann
auch selbst in ihrem Wald zur Jagd gingen. Das
Kerngebiet der „Bauernjäger“ lag damals schon
zwischen Jasberg und Zeller Wald. Hier konnten
dann auch die ersten Tannennaturverjüngungen
außerhalb von Zäunen aufwachsen. Besonders
beliebt waren die
mehrtägigen Waldbauernfahrten, die
der Jubilar für die
WBV organisierte die Mischung aus
fachlichem
Programm und kulturellen Besonderheiten der jährlichen
Reiseziele war sehr
gefragt.
Die WBV wünscht dem Jubilar noch viele schöne
und möglichst beschwerdefreie Jahre.
Knapp 60 Jäger, Jagdgenossen und Waldbesitzer diskutierten im
Wald engagiert, sachlich und konstruktiv. Viele waren überrascht,
- wie üppig sich die Tanne auch bei sehr geringen Anteilen im
Altbestand verjüngen kann, wenn der Wildbestand angepasst ist;
- dass bei einem Leittriebverbiss von 25 %, aufgenommen im Jahr
2006, heute keine einzige Tanne mehr in der Verjüngung hauptständig zu finden ist.
Der Vorsitzende der Jagdkreisgruppe Wolfratshausen – Stefan Rührgartner – erläuterte zudem
die Vereinbarungen vom August 2012, die bei
einem Runden Tisch der WBV, der Jagdkreisgruppe Wolfratshausen, dem Bauernverband,
den Behörden (Forstverwaltung und Untere
Jagdbehörde) und dem Jagdberater getroffen und
gemeinsam unterschrieben worden waren:
1. Regelmäßige Treffen zum gegenseitigen Austausch;
2. Eine gemeinsame Fortbildungs- und Diskussionsveranstaltung im Herbst (über die vorstehend berichtet wurde);
3. Revierweise Aussagen:
Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig,
dass die Revierweisen Aussagen ein geeignetes Instrument sind, um den Zustand der Vegetation örtlich differenziert darzustellen. Alle
Beteiligten werben dafür und für eine rege Beteiligung an den Jagdbegängen.
4. Waldbauliche Ziele:
Jeder Waldbesitzer muss das Recht haben,
seine waldbaulichen Ziele selbst festzulegen.
Weder Jagdvorstand noch Jagdpächter kann
die waldbaulichen Ziele festlegen.
5. Höhe der Jagdpacht:
Aus Sicht der Jagdkreisgruppe muss der
Pachtpreis bei der Abschussplanung berücksichtigt werden. Aus Sicht der Grundbesitzerverbände und Behörden ist dies gesetzlich
eindeutig geregelt. Die Höhe der Jagdpacht
kann kein Maßstab für die Festsetzung des
Abschussplanes sein.
6. Der Wunsch der Kreisgruppe nach einer gemeinsamen Pressearbeit wird aufgegriffen.
7. Zu den Außenaufnahmen des Vegetationsgutachtens gab es bisher keine Beanstandungen.
8. Die Beteiligten des Gesprächs informieren ihre
Mitglieder über den Verlauf des Gesprächs im
Sinne des abgestimmten Gesprächsprotokolls.
Zum Jahreswechsel
300 Jahre Nachhaltigkeit
2013 jährt sich der Begriff der Nachhaltigkeit zum
300sten Mal. Der sächsische Oberberghauptmann Carl von Carlowitz hat ihn in einer Zeit der
Energiekrise, wo viel Holz als Energiequelle für
die Erzverhüttung benötigt wurde, erstmals formuliert: dass man respektvoll und „pfleglich“ mit
der Natur und ihren Rohstoffen umgehen sollte.
Er kritisierte den auf kurzfristigen Gewinn ausgelegten Raubbau an den Wäldern.
4
Der Begriff Nachhaltigkeit ist also in Deutschland
und in der Forstwirtschaft entstanden. Generationen von Waldbesitzern und Forstleuten bei uns
haben nach diesem Grundsatz gewirtschaftet.
Das gilt ganz besonders auch für den bäuerlich
geprägten Privatwald in unserer Region. Von dem
Waldreichtum und der Vielfalt der Wälder als Folge dieses nachhaltigen Wirtschaftens profitiert
jeder in unserer Gegend: der jetzige Eigentümer,
aber auch die Gesellschaft.
verlieren wir einen der bedeutendsten Vertreter
der Waldbesitzer und des Waldes in Bayern und
darüber hinaus. Ob als Mitbegründer der Standortskartierung im Privatwald Bayerns, als Motor
der Waldbauernschule in Goldberg und damit der
Ausbildung des Waldbesitzernachwuchses, als
Vertreter des Waldbesitzes im Senat oder als
langjähriger Erster Vorsitzender des Bayerischen
Waldbesitzerverbandes, Michael Häsch hat wertvolle und bleibende Spuren hinterlassen.
Generationenvertrag erfüllen
Die Wälder im Voralpenbereich und in den Bergen sind i.d.R. reich an Baumarten und Vorrat.
Die Aufnahmen der Waldverjüngung beim Vegetationsgutachten 2012 zeigen auch deutlich, dass
sich alle in den Altbeständen vorkommenden
Baumarten natürlich verjüngen lassen. Was davon aber wirklich durchkommt, ist entscheidend
von den Schalenwildbeständen abhängig. Und da
gibt es schon noch erhebliche Unterschiede in
unserem Landkreis. Waldverträgliche Wilddichten
sind die unabdingbare Voraussetzung, dass auch
die Enkel gemischte, stabile, funktionsgerechte
und wertvolle Wälder bewirtschaften können. Hier
trägt jeder Waldbesitzer Verantwortung und ist
gefordert, für seinen eigenen Generationenvertrag tätig zu werden. Zum Beispiel, sich bei der
kommenden Abschussplanung einzubringen und
seine Interessen mit Konsequenz zu vertreten.
Unterstützt von Forst- und Jagdbehörden sollten
Waldbesitzer dabei mit den Jägern gemeinsame
und gesetzeskonforme Lösungen finden, im Interesse des Eigentums und der landeskulturellen
Bedeutung des Waldes. Ein gutes Beispiel hierfür
ist das gemeinsame Gespräch und die daraus
entstandene Erklärung der WBV Wolfratshausen,
der Jagdkreisgruppe Wolfratshausen, der Kreisgruppe des Bayerischen Bauernverbandes, der
ARGE Jagdgenossenschaften, der unteren Jagdbehörde und unserem Amt.
Ihnen und Ihren Familien wünsche ich frohe und
besinnliche Weihnachten und ein gutes und vor
allem unfallfreies Jahr 2013. Bei der WBV Wolfratshausen bedanke ich mich im Namen unserer
Förster für die gute und angenehme Zusammenarbeit.
Ihr Wolfgang Neuerburg
Fortbildung motormanuelle Fällung über hoher VJ:
Forstwirtschaftsmeister Thomas Hobmeier demonstriert den
doppelten Fallkerb, um auch Rückhänger zielgerichtet fällen zu
können. Die Förster Peter Melf und Robert Nörr hatten zuvor
die Bestandesvorbereitung mit Rückegassenanlage und Auszeichnung in Seillinien erklärt, wodurch Schäden auch an hoher
Verjüngung weitgehend vermieden werden können.
Brennholzrichtpreise
Qualitätsbrennholz ist seinen Preis wert!
Daher sollten die neuen Richtpreise keinesfalls
unterschritten werden, sie beruhen auf Preissteigerungen von Industrieholz. Auch andere Energieträger wie z.B. Öl, Gas, Strom, Holzpellets
haben vergleichbare Entwicklungen genommen.
Grundvoraussetzung bei diesen Preisen ist eine
optimale Qualität. Unter Qualitäts- Brennholz versteht und erwartet der Kunde genaues Maß, absolut trockenes Holz (unter 20 % Restfeuchte)
und Liefersicherheit.
Erfolgsmodell Seilkranbringung
Im Sinne der Nachhaltigkeit besonders hervorzuheben ist der verstärkte Einsatz vieler Waldbesitzer bei der Pflege ihrer Wälder. Die Förderung
der Seilkranbringung ist im Bereich der Landkreise Bad Tölz und Miesbach zu einem Erfolgsmodell geworden: 40% der bayernweiten Fördermaßnahmen sind hier in den vergangenen zwei
Jahren getätigt worden. Dies schafft künftig stabile Bergwälder und fördert den notwendigen
Waldnachwuchs. Aber auch an die Pflege der
Jungbestände wird zunehmend gedacht. Diese
lohnt sich, denn die mit öffentlichen Mitteln geförderte Investition stellt die Weichen für zukunftsfähige Mischbestände.
Brennholzrichtpreise: für trockene
€/rm (Ster) ab Hof:
1m
33 cm
Holzart
Bu, Ei
80.bis 90.bis
85.100.Es, Ah, Bi 75.bis 85.bis
80.95.Fi,
Ta, 60.bis 70.bis
Kie
65.75.-
Großer Verlust
Mit großer Trauer hat uns die Nachricht vom Tod
des Senator a.D. Michael Häsch erfüllt. Mit ihm
Ware in
25 cm
95.105.90.100.75.80.-
Lieferkosten werden je nach Aufwand berechnet.
5
bis
bis
bis
Laubholz
Die Nachfrage nach Laubholz ist heuer sehr
verhalten, die Sägewerke klagen aufgrund
schlechter Exportmöglichkeiten über randvolle
Lager aus dem Vorjahr.
Starke Nachfrage, gute Preise:
Eiche,
Ulme,
Nussbaum
(„dunkle
Holzarten“)
Verhaltene Nachfrage, aber ordentlich absetzbar:
Esche, Linde, Erle
Bei der Buche haben wir nur geringe
Vertragsmengen zugesagt bekommen. Die Preise
liegen leicht unter denen des Vorjahres.
Beim Ahorn können wir heuer - nach den
Preisrückgängen der letzten Jahre - leider nur
noch geringe Mengen absetzen. Deshalb
empfehlen wir, den Einschlag beim Ahorn
auszusetzen und auf „bessere Zeiten“ der hellen
Hölzer zu warten, die sicher wieder kommen.
Längenaushaltung Laubholz: Hauptlänge:
4,10 m und 5,10 m; Mindestlänge 3,60 m
Wir bitten um rechtzeitige Bereitstellung des
Laubholzes, da voraussichtlich bis zum Frühjahr
die Sägewerke versorgt sein werden.
Nachfrage nach Rundholz weiterhin hoch
Unverändert ist die Lage am Holzmarkt. Frisches
Lang- und Kurzholz ist weiterhin Mangelware.
Aufgrund des verhaltenen Einschlags im Herbst,
der unter anderem auch aufgrund des regnerischen Wetters schleppend angelaufen ist, sind
die Sägewerke nach wie vor unterversorgt.
Dadurch konnten wir für die aktuellen Vertragsabschlüsse sowohl Preissteigerungen, als auch
Preisgarantien bis Ende März 2013 durchsetzen.
Wir erhoffen uns dadurch einen gewissen Anreiz
für verstärkten Einschlag und hoffen, dass die
guten Holzpreise, die meist Zeichen für eine gute
Wirtschaftslage sind, genutzt werden. Da die Zeichen auf wirtschaftlichen Abschwung stehen,
bleibt abzuwarten, wie sich der Rundholzpreis im
nächsten Kalenderjahr entwickelt.
Sortimente und Aushaltung
Langholz gesucht!
Die heimischen Säger sind über den Winter
wieder bemüht, ihre Lager zu füllen und suchen
nach wie vor Langholz!
• Länge 16 m bis 20 m, Zumaß 40 cm
• Mindest-Zopfdurchmesser 20 cm
• Güte C besser zu Kurzholz schneiden
• Wichtig: Immer absolut gesund schneiden!
• Gipfelholz, Teilnutzholz: immer 4,10 m
Preis 101,-€ bis 103,-€/fm
Staketenholz dringend gesucht!
Wir bitten Sie, bei Schwachholzdurchforstungen
verstärkt auf die Aushaltung von Staketen zu
achten!
• Gerade, gesund, ohne Wurzel-Anlauf!
• Länge 2,60m, 3,10m und 3,60m, Zopf 6-12 cm
• Länge 4,10m und 5,10m, Zopf 8 – 16 cm
Bitte pro Hieb maximal zwei Längen!
Bei Interesse Absprache mit der Geschäftsstelle
Preis 46,- bis 48,-€/ rm
Kurzholz wird sehr gut nachgefragt!
• Fichte/Tanne Güte B/C/D
• Mindestzopfdurchmesser 15 cm o. R.
Sortiment 1: Troger
• schwache Durchforstungen (nicht stärker als
35 cm Mittendurchmesser)
• grundsätzlich 4,10 m
Sortiment 2: Pfeifer / Binder
• stärkere Durchforstungen
• bis 35cm Mittendurchmesser 5,10m schneiden
• ab 35cm Mittel-Ø immer 4,10m schneiden
• Gipfelholz: 4,10 m, D-Holz: 4,10 m
Preis bis 98,-€
Aushaltung ISK (WBV- Energieholz)
• Länge 2 m oder 4 m
• Alle Holzarten, egal ob frisch, verblaut,
stammtrocken oder rotfaul
• Material muss entastet und frei von Reisig sein
• Aufnahme, Maßermittlung und Abrechnung
wie beim Papierholz in Raummetern
• Mindestmenge 10 rm
• Transport mit Papierholz- (2 m) oder Kurzholz(4 m) - LKW
Preis ab Waldstraße 26,- €/ rm
Sortiment 3: Moraltholz
Achtung: Der Rundholzbedarf der Fa. Moralt
ist vorerst bis Mitte Januar gedeckt. Inwiefern
sich das auf den Preis auswirkt, stand zu dem
jetzigen Zeitpunkt nicht fest.
Häckselholz/ Daxenmaterial
Für unser Heizwerk in Tölz-Flinthöhe suchen wir
laufend frisches Häckselmaterial.
Preise je nach Menge und Qualität.
Papierholz wird gut nachgefragt!
• Längen 2 m oder 3 m, Mindestzopf 8 cm o. R.
• Holz muss absolut "frisch" sein, kein Käferholz!
Preis momentan 33,- €/rm (wird für 2013 neu
verhandelt)
Impressum:
Verantwortlich für die Mitteilungen der WBV: 1. Vorsitzender Johann Killer,
für die Mitteilungen der Forstverwaltung: Forstdirektor Wolfgang Neuerburg
Berichte von Thilo Rothkegel, Korbinian Häsch, Johann Killer und dem AELF.
Herausgeber: WBV Wolfratshausen, Adresse siehe Titelseite.
Der Bezugspreis für das Mitteilungsblatt ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Jegliche Form
des Nachdrucks nur mit Genehmigung des Herausgebers und mit Quellenangabe.
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