close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Handwerk bildet nach wie vor viel aus - Handwerkskammer

EinbettenHerunterladen
Deutsches Handwerksblatt
Handwerk in
Rheinhessen
Donnerstag, 15. September 2005
Regionalausgabe der Handwerkskammer Rheinhessen
Jahrgang 57 - Nr. 17
Blick für die
Realität verstellt
Wirges: Meisterbrief muss wieder mehr Gewicht kriegen
Karl Josef Wirges, Präsident der
Handwerkskammer Rheinhessen,
hat Äußerungen von CDU- und FDPPolitikern begrüßt, wonach im Falle
eines Regierungswechsels nach
der Bundestagwahl dem Meisterbrief wieder mehr Bedeutung beigemessen werden soll.
Info & Service
online www.hwk.de
WEITERBILDUNG
Das aktuelle
Kursangebot
Lehrgänge in Mainz:
Finanzbuchhaltung mit Lexware
„buchhalter“
Teil 1: 1. Oktober / Teil 2: 4. bis
18. Oktober/ 250 Euro
Datenschutzbeauftragter
14., 15. Oktober / 250 Euro
Betriebswirt (HWK)
ab 4. Oktober (Abendlehrgang)
dienstags und donnerstags
Stil und Etikette
1.Oktober / 130 Euro
Grundlagenseminar Baulohn
5. Oktober / 50 Euro
Tolle handwerkliche Leistung
Die rheinhessische Damenmannschaft mit Nora Breyer, Steffi Scharff, Nadine Schönherr,
Sonja Pitschmann und Sabrina Matera schlug sich gut, als es in der Konkurrenz mit den
überwiegend männlichen Kollegen aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und
Hessen darum ging, in möglichst kurzer Zeit die Partytische zusammenzubauen, die den
Kreis der Tische rund um den Dom komplettierten. Foto: Floch
Lehrgänge in Worms:
Finanzbuchhaltung mit Lexware
„buchhalter“
Teil 1: 1. Oktober / Teil 2: 4. bis
18. Oktober/ 250 Euro
Meistervorbereitung
MV I und II
Feinwerkmechaniker und Metallbauer
20. September
Installateur und Heizungsbauer
16. September
Kraftfahrzeugtechniker
20. September
Dachdecker, Friseur, Maler und Lackierer, Tischler
Kurse haben bereits begonnen,
Interessenten können aber noch
einsteigen (Bonus für Kurzentschlossene)
Umwelt
Erfolg durch Innovation
und kreative Ideen
Auszeichnung für ANS und Unternehmenschef Werner Henß
Für ihn gibt es keine Technik, die
nicht noch zu verbessern ist: Werner Henß, Geschäftsführer des
Unternehmens ANS in Wörrstadt,
hat mit dieser Grundkonzeption ein
Unternehmen aufgebaut, das sich
in Fragen der Sicherheit einen bedeutenden Namen gemacht hat.
Seine Innovation und Kreativität
ist jetzt auch mit dem von den
Volksbanken und Raiffeisenbanken verliehenen Innovationspreis
auf Kammerebene ausgezeichnet
worden. Patente und aktuelle Patentanmeldungen zeigen, dass
Werner Henß versucht, immer einen Schritt voraus zu sein.
„Das Vakuum zwischen Mechanik und Elektronik zu lösen“, lenkt
dabei vor allem sein Denken und
Handeln. So hat er beispielsweise
ein elektronisches Türschließsystem entwickelt, bei dem sich vor
allem durch den Wegfall des
Schließzylinders eine hohe Sicherheit ergibt. Manipulationen am
Schloss, Fremdöffnung, die Anfertigung eines Nachschlüssels seien
so ausgeschlossen, betont Werner
Henß. Hinzu komme, dass das
Schloss über einen so genannten
Transponder nicht nur zu öffnen,
sondern auch zu schließen sei.
Diese Methode hat er inzwischen so weiterentwickelt dass sie
Gebäudeenergieberater (HWK)
10. Oktober / 1 800 Euro
Seminar Asbest
12. und 19. November / berufsbegleitend / 430 Euro
Information
Ihre Ansprechpar tnerinnen sind:
Vera End, Tel.: 06131/ 99 92 53, EMail: end@hwk.de; Doris Berger,
Tel. 06131/ 99 92 56, E-Mail berger@hwk.de; Stefan Kehrer (MV),
Tel.: 06131/ 99 92 28, E-Mail:
skehrer@hwk.de; Cornelia Seibert
(MV), Tel. 06131/ 99 92 20, EMail: c.seibert@hwk.de; Susanne
von Zelewski (MV), Tel.: 06131/
99 29 29, E-Mail: s.zelewski@hwk.de; Petra Moseler (Umwelt),
Tel.: 06131/ 99 92 43, E-Mail:
p.moseler@hwk.de
Das komplette Weiterbildungsangebot finden Sie im Internet unter
www.hwk.de
KONTAKT
Deutsches Handwerksblatt „Regionalausgabe der Handwerkskammer
Rheinhessen“
Redaktion: Sybille Richter, Tel.:
06131/ 57 27 07, Fax 06131/ 57
27 09, E-Mail: srtext@aol.com
Anzeigen: Mar tin Funke, Tel.:
0211/ 390 98-60, Fax: 0211/ 30
70 70, E-Mail: funke@verlagsanstalt-handwerk.de
Die inzwischen rund eineinhalbjährige Erfahrung mit der geänderten Handwerksordnung habe gezeigt, dass sich die Befürchtungen
des Handwerks voll und ganz bestätigt hätten, unterstrich Wirges.
So suggerierten beispielsweise
die auch im Kammerbezirk Rheinhessen gestiegenen Betriebszahlen
einen Erfolg der Novellierung im
Sinne der Bundesregierung, die
stets propagiert habe, dass eine Liberalisierung der Handwerksordnung mit Aufweichung des „Meisterzwangs“ zu einer höheren Zahl
an Existenzgründungen führe.
Die Realität sehe aber anders aus,
so Wirges. Bei genauerem Hinsehen bleibe wenig Positives übrig,
weil es vielen Gründern an den elementaren kaufmännischen Kenntnissen fehle. Dies führe zu instabilen Unternehmen, die sich nur eine begrenzte Zeit am Markt behaupten könnten, zum Wegfall
qualifizierter Arbeitsplätze und
zum Verlust an Ausbildungsplätzen - ganz zu schweigen vom Ver-
braucherschutz.
Mit den ganzen Ich-AG's, Personal-Service-Agenturen, 1-Euro-Jobs
werde Unternehmertum nicht gefördert, sondern lediglich vorgegaukelt, so Wirges. Vielmehr komme es zu einem Verdrängungswettbewerb und Preisverfall, der den
meisterlichen Fachbetrieben die
Luft abschnüre. Die Befürchtungen
des Handwerks seien voll und ganz
eingetreten, doch seien die Warnungen von der rot-grünen
Bundesregierung in den Wind geschlagen worden.
Entsprechend hat Wirges auch
keinerlei Verständnis für Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, wonach
Ausbildung und „Meisterzwang“
in keinem Zusammenhang miteinander stünden und die Entwicklung, auch hinsichtlich der Neugründungen zeige, dass dieser „Reformkurs“ richtig gewesen sei. Der
Anstieg der Existenzgründungen
sei dafür wahrlich kein Beleg, so
der Kammerpräsident. Auch die
Aussage, die Reformen hätten die
Basis der Unternehmen, die ausbilden dürften, verbreitert, sei nichts
als Schönfärberei. Die Realität sehe
anders aus. Hier verstelle wohl die
parteipolitisch gefärbte Brille den
Blick auf die tatsächliche Situation
im Handwerk, kritisiert Karl Josef
Wirges. (sr)
Gratulation für Werner Henß (2.v.r.) und Tochter Saskia durch HwK-Hauptgeschäftsführer Günther Tartter (l) und Günter Brück, Vorstandsmitglied der
Volksbank Alzey. Foto: Floch
auch zur Sicherung von Knotenpunkten in Netzwerksystemen eingesetzt werden kann. Dabei zeigt
sich ein Grundatz seiner Geschäftsphilosophe: „Wir verkaufen keine
Produkte, sondern wie bieten unseren Kunden komplette Systemlösungen an.“ Weiter setzt Werner
Henß auf absolute Zuverlässigkeit.
Gerade in Fragen der Sicherheit
brauche der Kunde einen vertrauenswürdigen und schnell erreichbaren Ansprechpartner, betont er.
Den hat auch die Bahn, denn ANS
habe die Sicherheitsanlage zur
Überwachung von Schienennetz,
Notrufsäulen, Betriebsgelände im
Mainzer Hauptbahnhof installiert,
nennt Henß ein Beispiel.
Realisiert werden die Ideen des
Chefs durch ein 32 Mitarbeiter
starkes Team, darunter sieben
Lehrlinge. Auch wenn er manchmal lange nach qualifizierten Jugendlichen suchen muss, ist es für
Werner Henß selbstverständlich,
jungen Menschen den Einstieg in
einen attraktiven Beruf zu ermöglichen - dies auch vor dem Hintergrund, dass er dabei die Fachkräfte
heranbildet, die sein Unternehmen selbst braucht.
Unterstützung findet Werner
Henß in Tochter Saskia, die einmal
seine Nachfolge im Unternehmen
antreten soll. Bis dahin, so ist
Henß, der seine Firma 1990 gegründet hat, überzeugt, wird ANS
noch mit einigen Patenten von
sich reden machen. (sr).
Chance für
Schwerbehinderte
Re-Integra forciert Modellprojekt „ABBA“ in Betrieben
Insgesamt 3 500 Unternehmen aus
Handwerk und Industrie werden
demnächst Post von der Re-Integra
kriegen. Die Informations- und Beratungsstelle zur beruflichen Integration schwerbehinderter Menschen, 1994 von HwK und IHK gegründet, will Betriebe und behinderte Arbeitnehmer zusammenbringen.
Dazu wurde mit Förderung des
Bundessozialministeriums das Modellprojekt „ABBA“ ins Leben gerufen, das Unternehmen dafür sensibilisieren soll, dass eine Integration
von behinderten Menschen in den
(mittelständischen) Betrieb nicht
im Widerspruch zu den unternehmerischen Interessen stehen muss.
Deshalb, so der Leiter des Projektes, Hans-Joachim Knoll bei der
Präsentation des Projektes vor der
Presse, muss bei den Unternehmern durch Aufklärung und Beratung die Bereitschaft geweckt werden, behinderte Menschen einzustellen oder - wenn jemand plötzlich von einer Behinderung betroffen wird - demjenigen einen entsprechenden Arbeitsplatz im Betrieb zu sichern. Dem Betriebsinhaber müsse vor Augen geführt wer-
den, dass er durch die Beschäftigung eines behinderten Menschen
durchaus einen Mehrwert für sein
Unternehmen erzielen könne.
Vielfach resultiere hier eine zögerliche Haltung aus der Unsicherheit und der fehlenden Kenntnis
gesetzlicher Vorgaben. Re-Integra
wolle deshalb eine nachhaltige Informations- und Beratungskampagne fahren, die durchgreifenden
Erfolg auf den Arbeitsmarkt haben
solle, betonte Re-Integra-Chefin
Hadumoth Levy. IHK-Geschäftsführer Günter Jertz formulierte es
so, dass die Einstellung zu diesem
Thema über die Anstellung entscheide. Die Kammern sähen sich
als Kommunikationsachse zwischen Betrieb und Re-Integra.
HwK-Hautpgeschäftsführer
Günther Tartter unterstrich, dass
die Re-Integra den Unternehmen
hier als effektiver Berater zur Seite
stehen und so viele Hürden ausräumen könne.
Mehr zu „ABBA“: Hans-Joachim
Knoll, Tel.: 06131/ 275 62 23,
E-Mail: knoll@reintegra.de. Ansprechpartner bei der HwK: Matthias Langner, Tel.: 06131/ 99 92
23, E-Mail: m.langner@hwk.de
Handwerk bildet nach wie vor viel aus
Service der Handwerkskammer: Beim Download-Center Ausbildung direkt Formulare aus dem Internet herunterladen
Das Ausbildungsjahr hat begonnen.
Die HwK Rheinhessen bietet deshalb den Betrieben als besonderen
Service an, bestimmte Formulare
der Einfachheit halber, direkt aus
dem Internet herunterzuladen.
So können über das DownloadCenter Ausbildung abgerufen werden: Berichtsheft, Berufsausbildungsvertrag, Antrag auf Verlänge-
rung der Ausbildungszeit, Antrag
auf vorzeitige Zulassung bzw. Abkürzung der Ausbildungszeit,
Übernahmevertrag, Anmeldung
zur Berufsschule. All diese Formulare finden Sie im Internet unter
www.hwk.de
Das rheinhessische Handwerk
wird auch in diesem Jahr seiner
Selbstverpflichtung zur Ausbildung umfassend nachkommen.
Davon ist Günther Tartter, Hauptgeschäftsführer der HwK Rheinhessen, überzeugt. Zwar liege die Zahl
der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse derzeit noch unter dem Vorjahresniveau, doch sei
wie in den vergangenen Jahren, zu
erwarten, dass bis zum Jahresende
jeder ausbildungsfähige und ausbildungswillige Jugendliche ein
Ausbildungsangebot erhalte, so
dass es keinen gravierenden Einbruch bei den registrierten Lehrverträgen geben werde.
Tartter setzt hier auch auf die für
Oktober erneut geplante Aktion
„Chancengarantie“ von Wirtschaft, Politik und Arbeitsverwaltung, die stets zu einem zusätzlichen Schub an Ausbildungsverhältnissen geführt habe. Die bislang noch nicht zufriedenstellende
Lage am Ausbildungsmarkt führt
Tartter insbesondere auf die anhaltend schlechte wirtschaftliche Lage
zurück. Zurückgehende Auftragszahlen und Preisverfall bei hohen
Lohnzusatzkosten engten den finanziellen Spielraum der Betriebe
immer weiter ein, was sich auch
auf deren Möglichkeiten zur Ausbildung auswirke. (sr)
www.hwk.de
Handwerkskammer Rheinhessen
Rh 2
Mitgliedsbeiträge gut angelegt
Betriebsberatung der Handwerkskammer bietet fachkundigen Rundum-Service
Die HwK Rheinhessen ist Dienstleistungszentrum für die Handwerksunternehmen in ihrem Kammerbezirk. Sie bietet ihnen ein umfangreiches Informations-, Beratungs- und Betreuungsangebot. In
loser Folge stellen wir die einzelnen
Servicebereiche der Kammer vor
und präsentieren die Leistungen,
die die Kammermitglieder kostenfrei in Anspruch nehmen können.
In der letzten Ausgabe haben wir
mit Demographieberater Matthias
Langner den Anfang gemacht. Er
konzentriert sich vor allem auf Personalberatung, Risikomanagement
und Personalwirtschaft. Heute erfahren Sie mehr über die Unternehmensberatung durch Werner
Maser und Axel-Ravic Rossa.
Mit der betriebswirtschaftlichen
Beratung nimmt die Handwerkskammer nach den Worten von
Dipl.-Volkswirt Werner Maser eine
ganz entscheidende wirtschaftspolitische Aufgabe wahr. Das Handwerk sei vor allem durch kleine
und mittlere Betriebsgrößen geprägt, wodurch die Betriebsinhaber
zusätzlich Anforderungen und
Aufgaben bewältigen müssten, die
in Großunternehmen von eigens
dafür eingerichteten Abteilungen
wahrgenommen würden. Um einen daraus resultierenden Wettbewerbsnachteil auszuräumen, stehe
die HwK ihren Mitgliedsbetrieben
kostenfrei mit Rat und Tat bei allen
betriebwirtschaftlichen Fragen und
Problemen zur Seite.
Dabei sei es eine Selbstverständlichkeit, so Maser und Rossa, dass
die Beratung individuell und maßgeschneidert für den jeweiligen Betrieb erfolge und dass alle Angaben
streng vertraulich behandelt würden. Dies werde auch vertraglich
garantiert.
Das Spektrum der Betriebsbera-
Werner Maser.
Axe-Ravicl
Rossa.
Foto: HwK
Foto: HwK
tung ist umfangreich und vielfältig. Es reicht von der eingehenden
Unterstützung bei Existenzgründungen über die Begleitung von
Betriebsübergaben/-übernahmen
bis hin zur Betriebsanalyse und zur
Hilfe, wenn ein Betrieb wirtschaftliche Schwierigkeiten hat. Aus ihrer langjährigen Berufserfahrung
raten Maser und Rossa denn auch,
dass ein Unternehmer, egal ob
schon am Markt oder vor der
Gründung, die Betriebsberatung
der Kammer rechtzeitig aufsuchen
solle. Hier stehe ihm gebündeltes
Expertenwissen zur Verfügung, das
er nur abzufragen brauche und das
ihn zudem keinen Cent koste.
Wenn gewünscht oder erforderlich, so Maser, werde ein Existenzgründer oder Betriebsinhaber auch
zu Verhandlungen mit der Hausbank begleitet, würden Gespräche
bei Steuerberater, Rechtsanwalt
oder Notar gemeinsam wahrgenommen.
Allerdings, auch stellt Maser klar,
die letzte Entscheidung gleich in
welcher Frage, müsse der Kunde
der Unternehmensberatung selbst
treffen. Er und sein Kollege Rossa
könnten ihre Bewertung abgeben,
die sich an objektiven Kriterien
orientiere, ihre Einschätzung sagen
und auch eine Empfehlung aussprechen, die abschließende Ent-
scheidung aber liege bei dem jeweiligen Handwerker.
Offenheit, Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit sind dabei für
Maser und Rossa ganz entscheidende Kriterien. Es müsse für den
jeweiligen Betriebsinhaber/Existenzgründer/Unternehmesübergeber und -übernehmer jederzeit
nachvollziehbar sein, wie das Urteil der Kammer zustande gekommen sei.
Dazu gehöre auch, betont Maser
weiter, dass man beispielsweise einem potenziellen Existenzgründer
auch einmal ganz klar sagen müsse, dass man sein Konzept
und/oder seinen Finanzierungsplan für nicht realistisch halte. In
letzter Zeit, so Maser, komme dies
häufiger vor, da infolge der HWONovelle zunehmend Existenzgründungsinteressenten zur Beratung
kämen, die in keiner Weise vor allem die kaufmännischen Fähigkeiten für eine Selbstständigkeit hätten. Zwar sei es sicherlich mit einer
gewissen Tragik verbunden, wenn
man dies den Betroffenen so unverblümt sagen müsse, doch sei es
auf keinen Fall zu verantworten,
diesen Leuten unberechtigte Hoffnung auf eine dauerhafte Existenz
zu machen und sie letztlich in die
Schuldenfalle laufen zu lassen.
Die Existenzgründungsberatung
nimmt nach den Worten von Maser und Rossa mit rund 40 Prozent
den größten Teil der vielen hundert Beratungsgespräche im Jahr
ein. Etwa 15 Prozent der Beratungen drehen sich um die Übergabe/Übernahme eines Unternehmens. Auch hier begleitet die Betriebsberatung der Kammer beide
Seiten von der ersten Kontaktaufnahme bis hin zur Vertragsunterzeichnung. Sie übernimmt dabei
nicht nur die Rolle des Beraters in
allen Fragen einer solchen Übergabe/Übernahme, sondern ist auch
oft der Mittler zwischen beiden Seiten, wenn die Vorstellungen etwa
in finanzieller Hinsicht stark differieren. Weitere Beratungsschwerpunkte sind vor allem Investitionsvorhaben und Betriebsanalysen.
Bei beabsichtigter Neugründung
ebenso wie bei angestrebter Betriebsübernahme empfiehlt Maser,
dass der Interessent ein strukturiertes und durchdachtes Konzept vorlegen solle, inklusive der Finanzierungsvorstellungen. Nicht nur,
dass damit eine Beratung viel gezielter vorgenommen werden könne, ohne diese Unterlagen sei es so
gut wie unmöglich, eine finanzielle Förderung zu erhalten. Um eine
realistische Bewertung und Markteinschätzung abgeben zu könne,
bedürfe es nun mal gewisser Basisdaten, so Maser. Zudem könne
man jemanden, der ein Unternehmen führen wolle, nicht aus der Eigeninitiative und -verantwortung
entlassen.
Also: Nicht zögern und die Betriebsberatung der HwK nutzen!
Ansprechpartner für die betriebswirtschaftliche Beratung der HwK
Rheinhessen sind: Werner Maser,
Tel.: 06131/ 99 92-21, E-Mail:
w.maser@hwk.de; Axel-Ravic Rossa, Tel.: 06131/ 99 92-22, E-Mail:
a.rossa@hwk.de. (sr).
Leidtragender ist
der Mittelstand
Qualität lässt zu
wünschen übrig
Schleyer: Tiefgreifende Strukturreformen unerlässlich
HwK kritisiert Einkaufspolitik der Bundesagentur
DHB
GASTBEITRAG
Selbstständigkeit als Chance
Einige Tipps, worauf Existenzgründer und
Jungunternehmer achten sollten
Welche Zahlen muss ich als Existenzgründer/Jungunternehmer haben und verstehen?
Investitionsplan
Welche Investitionen benötige ich
unbedingt?
Welche Investitionen hätte ich gerne zusätzlich?
Welche Kosten fallen im ersten
Vierteljahr an, bevor die ersten
Einnahmen fließen?
Rentabilitätsplan
Wie setzen sich meine Umsätze zusammen?
Schätze ich meine Umsätze realistisch ein?
Welche betrieblichen Kosten erwarten mich?
Liquiditätsplan
Welche Geldzuflüsse habe ich
(Umsatz, Gehalt, Zinseinnahmen,
sonstige)?
Welche Ausgeben habe ich (Betriebsausgaben, Privatentnahmen,
Steuern, Kreditzinsen, Kredittilgung usw.)?
Für den privaten Lebensbedarf ist
eine Aufstellung der monatlichen/jährlichen Kosten einschließlich Versicherungen und
Steuern unbedingt erforderlich.
Was will das Finanzamt von mir?
Geld und Formulare.
Als Angestellte/er hatte ich bisher
mein monatliches Nettogehalt erhalten und mich ansonsten um
nichts mehr gekümmert. Dies ist
nun anders! Für die pünktliche Abgabe von Formularen und die
pünktliche Zahlung bin ich selbst
verantwortlich. Bei Versäumnissen
kommt es sehr schnell zu erheblichen Zuschlägen durch das Finanzamt.
Wofür bin ich zuständig?
- Umsatzsteuer/Umsatzsteuervoranmeldungen:
1-13 Formulare (über EDÜ) und
Zahlungen/Jahr
- Lohnsteuer:
1-13 Anmeldungen (über EDÜ)
und Zahlungen/Jahr
außerdem Sozialversicherung
- Einkommenssteuer:
1 Formular; 1-5 Zahlungen/Jahr;
Beachte: zusätzliche nachträgliche
Vorauszahlungen sind möglich.
- Gewerbesteuer:
1 Formular; 1-5 Zahlungen/Jahr
Über welche Punkte muss ich mir
außerdem im Klaren sein?
- Was unterscheidet mich positiv
von meinen Mitbewerbern?
- Warum soll der Kunde gerade zu
mir kommen?
- Was kann ich ihm besonderes
Hanns Eberhard Schleyer (2.v.l) war auf Einladung der CDU zu einem Vortrag
ins Mainzer Autohaus Kraft gekommen. Foto: Floch
Nach Ansicht von Hanns Eberhard
Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), sind in den letzten
Jahren durch die Bundesregierung
viele Entscheidungen getroffen
worden, die den Mittelstand erheblich belasten. Dieser habe aber „lebenslänglich Deutschland“ und
könne nicht wie die Großindustrie
den Produktionsstandort ins Ausland verlagern.
Das Handwerk habe inzwischen
rund 1,5 Millionen Beschäftigte
verloren, was die ganze Dramatik
der wirtschaftlichen Entwicklung
zeige. Ohne durchgreifende Strukturreformen etwa bei den sozialen
Sicherungssystemen, ohne einen
erheblichen Abbau an Bürokratielasten und die drastische Reduzierung von Angaben und Lohnzusatzkosten sei keine Wende zu erwarten. Das Handwerk würde gerne Arbeitsplätze schaffen, so
Schleyer, wenn es durch die
schlechten Rehmenbedingungen
nicht daran gehindert werde.
Hinzu komme, dass durch die
HWO-Novelle und die damit einhergehende Liberalisierung bei den
Existenzgründungen anders als
durch die Bundesregierung propagiert, keine stabilen neuen Betriebe
entstanden seien, sondern dass die
Dequalifizierung fortschreite und
diese Unternehmen auch keine zusätzlichen
Ausbildungsplätze
schafften.
Daher gehe es bei der Bundestagswahl am 18. September auch
um einen grundsätzlichen politischen Richtungswechsel. Schleyer,
der auf Einladung der Mainzer
CDU ins Autohaus Kraft gekommen war, begrüßte zwar das Wahlprogramm der Union in weitern
Teilen, kritisierte allerdings, dass zu
wenig von Bildung und Innovation die Rede sei. Auch erteilte er
Plänen zur Erhöhung der Mehrwertsteuer eine klare Absage, da
dies kontraproduktiv und „Gift für
die Konjunktur“ sei.
Schleyer unterstrich, dass die
Handwerkbetriebe trotz der anhaltend schwierigen wirtschftlichen
Lage auch weiterhin ihrer Ausbildungsverpflichtung nachkämen.
Er zeigte sich zuversichtlich, dass
bis zum Ende des Jahres jedem ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen wieder eine Ausbildung angeboten werden könne.
Sorgen mache dem Handwerk
allerdings nach wie vor die schulische Bildung der jungen Männer
und Frauen. 25 Prozent eines
Schuljahrgangs seien inzwischen
des Lesens, Schreibens und Rechnens nicht mehr mächtig. (sr)
Meinungsaustausch: Karl-Heinz Adam, Michael Hartmann, Gerd Andres,
Horst-Werner Kübler, Richard Auernheimer, Volker Wiese (v.l.). Foto: Floch
Die Beauftragung von Trägern mit
der Durchführung von Bildungs-,
Trainings- und Integrationsmaßnahmen durch die Bundesagentur für
Arbeit ist zentralisiert und standardisiert worden. Daraus resultiert
die Kritik des Handwerks, dass sich
die Erteilung der Zuschläge ausschließlcih an der Papierform der
Angebote und am Preis, nicht aber
mehr an der Qualität orientiere. Die
Folge: Bewährte Träger mit hoher
Vermittlungsquote würden ausgehebelt.
Ein Vorwurf, den der Staatssekretär
im Bundeswirtschaftsministerium,
Gerd Andres, so nicht hinnehmen
wollte. Er war auf Vermittlung des
SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann zu einem Gespräch mit den HwK-Vizepräsidenten Horst-Werner Kübler (Arbeitgeberseite) und Karl-Heinz Adam (Arbeitnehmerseite), dem stellvertretenden Kammer-Hauptgeschäftsführer Volker Wiese, dem Staatssekretär im Arbeitsministerium, Dr.
Richard Auernheimer, sowie weiteren Vertretern der Kammer, der
Mainzer Arbeitsagentur sowie des
Deutschen Handwerkskammertages nach Mainz gekommen.
Doch die Kammer stand mit ihrer Kritik nicht alleine. Auch Dr. Richard Auernheimer sah zum Ärger-
nis von Andres durchaus berechtigte Ansätze, dieses Verfahren in
Frage zu stellen. Die derzeitige Ausschreibungspraxis sei teilweise unbefriedigend und die Qualität der
Anbieter nicht immer sichergestellt. Wie die Kammer merkte
auch er an, dass es nicht sein könne, dass Zuschläge an Träger von
Qualifizierungsmaßnahmen gingen, die ihre Mitarbeiter unter Tarif
bezahlten, während bewährte Träger dadurch nicht mehr in der Lage seien, die Tariflöhne für die Mitarbeiter aufzubringen. Das eigentliche Prinzip, so Auernheimer, müsse Wirtschaftlichkeit, nicht Sparsamkeit sein.
Auch Petra Schare betonte als
Vertreterin des Deutschen Handwerkskammertages, dass mehr
Transparenz in die Ausschreibungen müsse und nicht alles nur
nach der Finanzierbarkeit bemessen werden dürfe.
Diesen Ansätzen widersprachen
sowohl Andres als auch die Repräsentanten der Arbeitsagentur vehement. Sie betonten, dass qualitative Aspekte sehr wohl eine Rolle
spielten und jeder Anbieter genau
überprüft werde. Zudem, so Andres, sei die Bundesagentur nicht
dazu da, sich Gedanken darüber zu
machen, wie toll es der deutschen
Bildungsszene gehe. (sr)
Nr. 17 Donnerstag, 15. September 2005
Kristina
Kern.
Foto: Kern
bieten?
- Welche Risiken birgt meine
Unternehmung?
- Welche Genehmigungen brauche
ich für meinen Betrieb?
- Welche Gesellschaftsform möchte ich wählen?
Was kann ich alles von der Steuer
absetzen?
Als Betriebsausgabe kann ich alles
absetzen, was im Zusammenhang
mit meinem Betrieb steht.
Hier nur einige Beispiele:
- KFZ-Kosten
- Telefon und sonstige Kommunikation
- Anstellung von Partnern
- Miete/Arbeiter
- eigenes Gehalt (?)
Die einzelnen Punkte müssen - wie
die anfangs genannten Pläne - mit
einem Berater, dem ich vertraue
und mit dem ich reden kann, besprochen werden.
Welche persönlichen Eigenschaften
brauche ich als Selbstständiger
- Einsatzbereitschaft
- Verantwortungsbereitschaft
- Entscheidungsfähigkeit
- Wunsch nach Freiheit (nicht Freizeit!)
- Spaß am Umgang mit Menschen/Kunden
Es macht einfach Spaß, für sich
selbst verantwortlich zu sein, selbst
zu planen, selbst zu entscheiden,
auf andere zuzugehen, anderen zu
helfen oder anderen eine Freude
durch das eigene Angebot zu bereiten. Das ist Selbstständigkeit!
Vielleicht haben meine Ausführungen Sie ein wenig gereizt, sich
selbstständig zu machen oder Ihrer
Selbstständigkeit wieder neuen
Schwung zu geben. Ich würde
mich freuen!
Kristina Kern
Die Autorin ist Steuerberaterin in Mainz und
hat die Beratung von Existenzgründern und
Existenzgründerinnen zu einem Schwerpunkt
ihrer Tätigkeit gemacht
Novellierung
der Novelle?
Tartter plädiert bei Gründerfest für Überarbeitung
Seit der Novellierung der Handwerksordnung ist die Zahl der Existengzründungen in den so genannten zulassungsfreien Gewerken geradezu explodiert. Wie der Hauptgeschäftsführer der HwK Rheinhessen, Günther Tartter, beim Gründerfest von HwK und IHK betonte, habe vor allem bei den Gebäudereinigern, den Fliesenlegern sowie den
Raumausstattern die Zahl der
Selbstständigen deutlich zugelegt.
Allerdings, so Tartter, sei diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen zu sehen. Die Erfahrung, auch
in anderen Kammern, zeige, dass
es hier bei vielen Gründungswilligen an den elementaren kaufmännischen Kenntnissen fehle und so
absehbar sei, dass sich diese Unternehmen nicht am Markt behaupten könnten.
Wenn es schon beim Basiswissen
eines potenziellen Gründers hapere, so Tartter und IHK-Hauptgeschäftsführer Richard Patze, müssten die Unternehmensberater auch
mal klar von einer Gründung abraten, da man den Interessenten
schließlich nicht in die Schuldenfalle laufen lassen könne.
Begrüßt wurde von Tartter, dass
einige Politiker ihren Willen bekundet hätten, je nach Ausgang
der Bundestagswahl, die HWO-No-
velle auf den Prüfstand zu stellen
und Entscheidungen der jetzigen
rot-grünen Bundesregierung rückgängig zu machen.
Patzke und Tartter verwiesen wie
IHK-Präsident Harald Augter auf
das gute Gründungsklima, das in
Rheinland-Pfalz herrsche und betonten, dass die Gründer hier
durch ein funktionierendes Netzwerk Hilfe erhielten. Auch von der
finanziellen Seite her, so der Geschäftsführer der Investitions- und
Strukturbank Rheinland-Pfalz, Josef Schmid, fänden Existenzgründer in Rheinland-Pfalz große
Unterstützung. Keine Neugründung oder Betriebsübernahme solle an fehlendem Kapital scheitern,
so das Ziel der ISB. Zwar sei eine
hohe Eigenkapitalquote natürlich
hilfreich, aber nicht zwingend.
Finanzielle Hilfe ebenso wie
Know-How-Transfer bieten die Business Angels. Deren rheinhessischer Vorsitzender Günther Knödler betonte in der vom stellvertretenden AZ-Chefredakteur Peter Königsberger geleiteten Talkrunde,
dass der Verein Gründungswillige
und erfahrene Unternehmer zusammenbringe. Damit werde dazu
beigetragen, Hürden in der Existenzgründung besser zu meistern
und die Standfestigkeit der neuen
Existenz zu unterfüttern. (sr)
Donnerstag, 15. September 2005
Nr. 17 DHB
Handwerkskammer Rheinhessen
Rh 3
Frauen im Handwerk zeigen Flagge
Rheinhessischer Arbeitskreis der Unternehmerfrauen besuchte rheinhessische Unternehmen, in denen die Frauen ein gewichtiges Wort mitzureden haben
von
Jens Bednarek
Wenn einer eine Reise tut, dann
kann er was erzählen - oder sich etwas erzählen lassen: Bei der zweiten „UFH-Rallye“ des Arbeitskreises Rheinhessen der „Unternehmerfrauen im Handwerk“ (UFH) besuchten ein Dutzend Damen verschiedene Betriebe in der Region,
in denen eine Frau das Unternehmen leitet oder in der Geschäftsführung mitarbeitet.
Wie schon im Vorjahr, als die Rallye ihre Premiere feierte, gab es
auch dieses Mal wieder interessante Einblicke in diverse Gewerke sowie die Gelegenheit zum branchenübergreifenden Austausch.
Waren es im Vorjahr noch fünf
Betriebe, die auf dem Tourplan
standen, beschränkten sich die
Unternehmerfrauen dieses Mal auf
drei. Eine sinnvolle Änderung,
stand doch somit mehr Zeit zur
Verfügung, um auf den einzelnen
Stationen Blicke hinter die Kulissen zu werfen. Los ging es in Mainz
beim traditionsreichen Steinmetzbetrieb Rudolf Fuchs. Die Enkelinnen des Firmengründers führen
das Unternehmen, das etwa für seine Restaurationsarbeiten am Kur-
Die Arbeit am
Engel erfordert viel Fingerspitzengefühl von Petra
Fuchs-Höhn
(4.v.r.), wie
sie den Unternehmerfrauen
demonstrierte. Foto: Oehl
fürstlichen Schloss bekannt ist, zusammen mit ihren Ehepartnern.
Bürokauffrau Beate Jacob ist die
Herrin über Akten und EDV, während ihre Zwillingsschwester Petra
Fuchs-Höhn als Steinmetz- und
Steinbildhauermeisterin in der
Werkstatt Spitzeisen und Fäustel
schwingt. Am Beispiel einer restaurationsbedürftigen Engelsstatue
aus dem 19. Jahrhundert demonstrierte sie, worauf es in ihrem Beruf
ankommt: Gefühl für den Stein
und seine Beschaffenheit ist ebenso unerlässlich wie eine ruhige
Hand und ein scharfes Auge.
Auch ein so altes Gewerk wie das
der Steinmetze bleibt von technischen Innovationen nicht unberührt. Dadurch, dass viele öffentli-
che Ausschreibungen mittlerweile
im Internet platziert würden, sei
die Konkurrenz größer geworden,
erzählte Petra Fuchs-Höhn. „Auf
diese Weise erfahren eben auch Betriebe, die etwas weiter entfernt ihren Sitz haben, von solchen Ausschreibungen.“ Doch bietet die
Technik auch Vorzüge für ihr
Unternehmen. „Es ist nun viel
komfortabler, dem Kunden Bilder
oder Skizzen zu schicken. Früher
musste man das per Post machen“"
Jetzt geht es blitzschnell per EMail.
Das zweite Ziel der Reisegruppe
war Wörrstadt, wo Kauffrau Manuela Müller in der Autolackiererei
ihres Gatten Karl-Heinz die Buchhaltung führt und für die Kundenbetreuung zuständig ist. „Wir haben als reine Lackiererei angefangen“, berichtete sie, „doch inzwischen führen wir auch bestimmte
Reparaturen selbst aus und kümmern uns auch um die Dokumentation für die Versicherung, wenn
ein Lackschaden aus einem Unfall
herrührt.“ Der neueste Clou des
1992 gegründeten Betriebes ist die
erst vor kurzem installierte Spritzund Trockenkabine, in der ein Filter die Luft frei von Staub hält und
ein mächtiges Gebläse den Lack
von seiner Feuchtigkeit befreit. Die
einzelnen Farben müssen übrigens
jedes Mal eigens gemischt werden,
was nicht unkompliziert ist, denn
bei den verschiedenen Autoherstellern trägt mitunter der gleiche
Farbton verschiedene Bezeichnungen oder umgekehrt.
Zum Abschluss ging es nach
Gau-Algesheim - via Landstraße,
was der Reisegruppe noch einige
schöne Ausblicke auf das sonnendurchflutete Rheinhessen bescherte. In der Schreinerei ihres Gatten
Gerhard Hattemer erledigt Nathalie Hattemer, die den einjährigen
HwK-Kurs „Büroorganisation im
Handwerk“ absolviert hat, die Papierarbeit - und das als Mutter von
zwei Kindern. 1998 hatte sich Gerhard Hattemer selbständig gemacht, „und am Anfang war ich
durchaus ein wenig skeptisch“, gestand seine Angetraute ein. Doch
hat sich der Betrieb der schwierigen Marktlage zum Trotz etabliert.
Beim Bau der eigenen Werkhalle,
die der Schreinermeister nun statt
der vorigen, 60 Quadratmeter kleinen Werkstatt nutzt, halfen auch
Familienmitglieder in Planung
und Ausführung eifrig mit, und
mittlerweile ist gar eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert. „Wir reagieren flexibel auf die
Kundenwünsche und fahren auch
schon mal wegen nur eines Fensters raus“, begründete Gerhard
Hattemer, wie sich der junge Betrieb einen Namen gemacht hat.
„Sehr gut, wie immer“, so die
stellvertretende Einschätzung einer Teilnehmerin über die zweite
Auflage der UFH-Rallye. Es wird
gewiss nicht die letzte gewesen
sein.
Gestaltungspreis des Handwerks
in Rheinhessen: Ausstellung
Vom 26. September bis 22. Oktober können herausragende Objekte bewundert werden
Tradition pflegen, Beständigkeit garantieren und Kontinuität zeigen Diesen Ansatz verfolgen die Mainzer Volksbank und die HwK Rheinhessen mit dem alle drei Jahre ausgelobten Gestaltungspreis des
Handwerks in Rheinhessen, der in
diesem Jahr zum fünften Mal über
die Bühne ging.
Die Objekte der Preisträger sind
vom 26. September bis 22. Oktober
im „forum Handwerk“ der Handwerkskammer, Eingang Holzhofstraße 4, in Mainz zu bewundern.
Die Jury hat bei der Auswahl der
preisgekrönten Arbeiten vor allem
die individuelle Kreativität, die
ausgeprägte Gestaltungsidee, Gebrauchsfähigkeit, Materialauswahl
und -einsatz sowie die handwerkliche Ausführung berücksichtigt.
Die Preissumme beläuft sich auf
insgesamt 7 800 Euro und wird
von der Mainzer Volksbank zur
Verfügung gestellt: Der „Gestaltungspreis des Handwerks in
Rheinhessen“ ist mit 5 200 Euro
dotiert; ferner werden zwei Sonderpreise im Wert von je 1 300 Euro
vergeben, die vor allem an jüngere
Auch Dominik
Stöckl wird mit
seinen Ringen
bei der Ausstellung in der HwK
dabei sein.
Montagmorgens hat man schlechte Laune.
Oder das richtige Auto.
Foto: HwK
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
gehen sollen. Zugleich behält sich
die HwK vor, einen Sonderpreis in
Höhe von 1 000 Euro zu stiften.
Der Wettbewerb dokumentiert
unter anderem die historischen
Verbindungen zwischen Geschichte und Gegenwart, zwischen Tradition und Zukunft, unterstreicht die
Mainzer Volksbank in ihrem Grußwort zum Katalog der die Ausstellung der Preisträger des Gestaltungspreises begleitet. Zugleich
weisen HwK-Präsident Karl Josef
Wirges und Kammer-Hauptgeschäftsführer Günther Tartter darauf hin, dass ein gehöriges Maß
an konzeptioneller, gestalterischer
Arbeit und ein hoher Aufwand an
hochqualifizierter handwerklicher
Leistung von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Wettbewerbs erbracht werde.
Die Öffnungszeiten: Montag bis
Freitag, 10 bis 18 Uhr, sowie
samstags von 10 bis 16 Uhr. (sr)
Wir bauen Ihr Auto. Den Opel Combo, Movano und Vivaro. Ganz egal, was Sie transportieren müssen –
diese geräumigen Vans sind einfach für jeden Job die Richtigen. Und sparsam in Versicherung und
Verbrauch. Mit solchen Mitarbeitern fängt jede Woche gut an. Die Opel Nutzfahrzeuge.
Mehr unter opel.de oder 0 180/555 10 (0,12 €/Min.)
Ihre Opel Partner
Auto-Müller GmbH,
55120 Mainz, Rheinallee 183, Tel. 0 6131/96 26 2-0, Fax 0 6131/96 26 2-62
Autohaus Kastel GmbH & Co. KG,
55252 Mainz-Kastel, Wiesbadener Straße 6 –12, Tel. 0 6134/29 02-0, Fax 0 6134/29 02-53
Wein beim Handwerk
Den Innenhof der Handwerkskammer Rheinhessen hatten sich die Winzerinnen und Winzer
der Selection Rheinhessen ausgesucht, um ihre neuen Weine des Jahrgangs 2004 zu präsentieren. Die Kollektion umfasst 41 Weine und kommt von 22 Weingütern. Viele Gäste kamen in die HwK, um die Weine zu testen und die Köstlichkeiten zu genießen, die Fleischerund Bäckerhandwerk als Ergänzung bereit hielten. sr/Foto: Floch
Autohaus May GmbH,
55129 Mainz-Hechtsheim, Robert-Bosch-Straße 46, Tel. 0 6131/95 99 30, Fax 0 6131/9 59 93 21
Bubach Automobile GmbH,
55232 Alzey, Bahnhofstraße 13, Tel. 0 67 31/9 60 40, Fax 0 67 31/95 52 19
Heinrich Honrath Kfz-GmbH,
55411 Bingen, In der Weide 5, Tel. 0 67 21/4 96-0, Fax 0 67 21/4 96-66
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
15
Dateigröße
785 KB
Tags
1/--Seiten
melden