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Für wie viele Tassen Kaffee reicht ein Lohn von 2600 - Jucker Farm

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Region
Zürichsee-Zeitung Obersee
Donnerstag, 10. Juli 2014
Für wie viele Tassen Kaffee reicht
ein Lohn von 2600 Franken?
tiefstlöhne Wenn die
Regierung nichts gegen Lohndumping unternehme, verletze sie die Kantonsverfassung,
sagt SP-Fraktionspräsident
Peter Hartmann. Deshalb
müsse sie bei der Eugster/
Frismag in Neuhaus intervenieren.
Ein Lohn von 2600 Franken liegt
weit unter dem Existenzminimum. Für Peter Hartmann, selber
Gewerkschaftssekretär und Präsident der SP/Grünen-Fraktion
im St. Galler Kantonsrat, ist es
inakzeptabel, dass eine Firma
ihren Mitarbeitern so tiefe Löhne
zahlt. Die Geschäftsleitung der
Eugster/Frismag habe nach anfänglichem Leugnen diese Saläre
zugegeben, schreibt Hartmann
in seiner einfachen Anfrage an
die St. Galler Regierung. Firmensprecher Paul Meiler sagte gestern auf Anfrage der ZSZ, er kommentiere die Zahlen nicht. Die
tripartite Kommission, ein Gremium, in dem Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die Behörden vertreten sind, habe die Firma besucht und alle Unterlagen erhalten, die sie verlangt habe. «Bis
deren Bericht Ende August vorliegt, sagen wir nichts.»
«Krasses Lohndumping»
Laut Peter Hartmann unterbietet
die Firma die branchenüblichen
Ansätze bei weitem. Im Bereich
elektrische Haushaltapparate betrage der Durchschnittslohn gut
7000 Franken pro Monat, und
selbst die untersten Löhne lägen
bei knapp 4000 Franken. Was
Eugster/Frismag mache, sei krasses Lohndumping. Auch wenn die
Mindestlohninitiative abgelehnt
worden sei, gebe es in der Schweiz
doch einen Konsens, dass ein 100Prozent-Lohn zum Leben reichen
müsse, sagt Hartmann. «Solche
Tieflöhne belasten die Sozialhilfe
und überbürden dem Steuerzahler Kosten zur individuellen Existenzsicherung.» Eugster/Frismag
mit seinen Umsätzen im dreistelligen Millionenbereich sei ohne
weiteres in der Lage, anständige
Löhne zu zahlen.
Zahnlose Kommission
Die Eugster/Frismag steht seit
mehreren Jahren wegen ihrer
Bald neuer
Leiter
RappeRswil-Jona Am 20. Juni nahm Felix Hof als Leiter des
regionalen Beratungszentrums
seinen Abschied. Wer sein Nachfolger wird, soll in Kürze feststehen, wie der zuständige Stadtrat
Pablo Blöchlinger gestern auf
Anfrage erklärte. Zurzeit laufe
eine der letzten Runden mit Bewerbungsgesprächen, und es
seien noch zwei Bewerber im
Rennen. Die Stelle wurde ausgeschrieben und soll im vorherigen Rahmen wieder besetzt werden. Sobald der Verwaltungsrat
des Zweckverbandes Soziale
Dienste Linthgebiet Hofs Nachfolger gewählt hat, wird dieser
den Mitarbeitern und anschliessend der Öffentlichkeit vorgestellt. Gemäss Blöchlinger wird
dies nach den Sommerferien der
Fall sein.
jä
Betrunken
Mauer
gestreift
uZnaCh Am Dienstagabend um
22.45 Uhr hat die Kantonspolizei
St. Gallen auf der Bahnhofstrasse
eine 47-jährige Autofahrerin angehalten. Sie hatte beim Parkieren eine Steinmauer gestreift,
teilte die Polizei mit. Der durchgeführte Alkoholtest fiel mit
einem Wert von über 2 Promille
positiv aus. Der Führerausweis
wurde der Frau entzogen, zudem
musste sie eine Blutprobe abgeben.
zsz
Impressum
Der Kaffeemaschinenhersteller Eugster/Frismag in Neuhaus steht seit Jahren in der Kritik wegen seiner Lohnpolitik. Nun will ein SP-Kantonsrat
Manuela Matt
die St. Galler Regierung einschalten.
Lohnpolitik in der öffentlichen
Kritik. Da sie keinem Gesamtarbeitsvertrag untersteht, hat
sich im Frühling die tripartite
Kommission eingeschaltet. Sie
untersucht gegenwärtig, ob die
Löhne, die der Kaffeemaschinenhersteller zahlt, missbräuchlich
sind. Das Problem: Was ein missbräuchlicher Lohn ist, ist nirgends festgeschrieben, die Kommission muss das selber festlegen. Und zu Verbesserungen
zwingen kann sie die Firma schon
gar nicht. Dafür hofft SP-Kantonsrat Peter Hartmann nun auf
die St. Galler Regierung. Sie solle
ihre Verantwortung wahrnehmen
und der Kantonsverfassung nachleben. Dort ist als Ziel verankert,
dass Erwerbsfähige ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu angemessenen Bedingungen bestreiten können. Hartmann regt an,
mit einer Umfrage Daten zu Tieflöhnen zu erheben. Weiter fordert
er die Regierung auf, öffentlich
ihr Missfallen über das Lohndumping zu bekunden und bei der Firma Eugster/Frismag zu intervenieren. «Unsere Unternehmen
agieren ja nicht im luftleeren
Raum», sagt der SP-Fraktionspräsident. Die Regierung habe zweifellos Möglichkeiten, im Rahmen
von Gesprächen Verbesserungen
zu erwirken.
In einem Beitrag der Sendung
«Kassensturz» vom April erzählAnzeige
Wir gratulieren unseren Lernenden
zum erfolgreichen Lehrabschluss!
Marcel Bisig
Altendorf
Carmen Helbling
Jona
Sarina Broder
Sargans
Michelle Keller
Altendorf
Nicole Glaus
Benken
Manuel Peduto
Jona
Laura Gort
Kaltbrunn
Marco Rupf
Mels
Ein Unternehmen der LLB-Gruppe
te ein albanischer Familienvater
und Eugster/Frismag-Arbeiter,
wie er mit seinem Bruttolohn von
3100 Franken über die Runden
kommt – oder eben nicht. Wenn
er Miete, Krankenkassenprämien
und Lebensmittel bezahlt habe,
sei das Geld praktisch aufgebraucht. Das sei oft schon am
28. des Monats der Fall. Ausflüge
oder nur schon Kaffeetrinken
in einem Restaurant liegen da
nicht drin.
Elvira Jäger
«HeidelbeeriTag»
am 20. Juli
Jona Bei Selberpflücken denkt
man als Erstes an Blumen oder
Erdbeeren. Dies soll sich nun ändern: Als einer der Ersten im
Raum Zürich bieten der Bächlihof in Jona und der Juckerhof in
Seegräben zwischen Juli und
September reife Heidelbeeren
zum Selberpflücken an. Die Beeren, die man mit nach Hause
nimmt, bezahlt man nach Gewicht.
Am Sonntag, 20. Juli, wird mit
dem «Heidelbeeri-Tag» auf dem
Bächlihof die Saison offiziell eröffnet. Ab 11 Uhr ist der Eintritt
in die Anlagen frei und die ersten 100 Schälchen werden offeriert. Zudem gibt es diverse
Leckereien mit Heidelbeeren
gegen den kleinen und grösseren Hunger. «Die Heidelbeersaison startet in den Sommerferien», erklärt Stefan Bächli, Leiter des Bächlihofs, «wir bieten
hier für Daheimgebliebene eine
Möglichkeit, Sommerferien zu
verbringen.»
e
Erscheint täglich von Montag bis Samstag.
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