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Gesundheitsreform aus Verbrauchersicht Wie lange - Salus BKK

EinbettenHerunterladen
Salus
Ihr Gutfühlmagazin
Gesundheitsreform
aus Verbrauchersicht
Dr. Etgeton im Interview
Themenspecial
Seelische
Gesundheit
Serie
3
Was leistet die Gesetzliche Krankenversicherung?
3/10
Wie lange
möchten Sie
entspannen?
Gesundheitsurlaub
mit der Salus BKK
Inhalt
„Es werden neue Probleme
bei der Lastenverteilung
geschaffen.“
Dr. Etgeton bewertet die
Gesundheitsreform aus
Verbrauchersicht
5
News
3
Editorial
4
Gesundheitsreform: Bundesregierung
bittet Versicherte zur Kasse
8
5
Reform aus Verbrauchersicht, Dr. Etgeton
im Interview
23
„Gibt es eine Pflicht
zur Gesundheit?“
Max Dorner schreibt
über sein Leben mit
Multiple Sklerose
Newsticker
Gutfühlen
6
Gesundheitsurlaube der Salus BKK
8
Dorners Kolumne: „Aus der
Besserungsanstalt“
10
Themenspecial Seelische Gesundheit
12
Erfahrungsbericht: Was aus der
Depression hilft
15
Themenspecial:
Seelische Gesundheit
„Wer psychisch krank ist, hat
häufig Angst vor Ausgrenzung.“
Die Salus BKK hilft Betroffenen
und Angehörigen
11
Wenn Essen zum Problem wird:
Familie
16
Arbeitsunfähigkeit: Was leistet die
gesetzliche Krankenversicherung?
18
Dr. Wesners Medizintipp: Thema ADHS
20
Grippeschutz
Service
2
14
Neues Service Center in Nürnberg
21
Ausbildung bei der Salus BKK
22
Mitglieder werben Mitglieder
Liebe Leserinnen, Liebe Leser,
n ließ. Manch
werden, auf die uns die Regierung so lang warte
es soll ein Herbst voller politischer Entscheidungen
chtung
Betra
Herbst“. So recht warm ums Herz mag mir bei der
einer bemüht schon das Bild von einem „heißen
orm wieder
ist zu befürchten, dass auch diese Gesundheitsref
der Reformvorhaben allerdings nicht werden. Es
Der bundessie schon sehr bald erste Auswirkungen haben.
nur die „Reform vor der Reform“ ist. Dennoch wird
an den
mehr
nicht
er
en und zukünftig werden die Arbeitgeb
einheitliche Beitragssatz wird im Januar 2011 steig
dass
er,
Wund
ligt, ihr Beitragssatzanteil wird eingefroren. Kein
Kostensteigerungen im Gesundheitswesen betei
Chance zur
Interview seine Enttäuschung über eine verpasste
auch Verbraucherschützer Dr. Etgeton in unserem
die politischen
rt. Doch bei allem berechtigten Unverständnis für
Strukturveränderung im Gesundheitswesen äuße
2011 keinen
Jahr
im
ent kennen, kann ich sagen, dass wir auch
Kompromisse, nach den Zahlen, die wir im Mom
Zusatzbeitrag nehmen müssen.
r wieder
it kaum beeinflussen können, so hilft es uns imme
Auch wenn wir die politischen Entscheidungen derze
enspecial
Them
das
auch
konkret verändern können. So entstand
den Blick darauf zu richten, was wir für Sie ganz
och
denn
lich,
Zahl psychischer Erkrankungen steigt kontinuier
zur seelischen Gesundheit in diesem Magazin. Die
gelassen.
rt. Betroffene und Angehörige fühlen sich oft allein
werden diese Krankheitsbilder nur selten thematisie
rochen werden
über seelische Gesundheit unverkrampfter gesp
Wir möchten einen kleinen Beitrag leisten, dass
kann.
en, möchAusgleich für ein anstrengendes Berufsleben such
All jenen, die vielleicht gerade nach dem passenden
ielangebote
n aus den Katalogen noch einmal ein paar Beisp
te ich unsere Aktivurlaube ans Herz legen. Wir habe
7 erfahren
kleine aktive Auszeit machen. Auf den Seiten 6 und
herausgesucht, die Ihnen vielleicht Lust auf eine
Sie mehr.
envere den erhofften Rückenwind für die gesetzliche Krank
Obwohl derzeit die Gesundheitsreform nicht gerad
uns Tag für
auen unserer Versicherten. Dafür engagieren wir
sicherung verspricht, unser Antrieb bleibt das Vertr
n wisdavo
auch
bitte
denheit verlaufen sein, so lassen Sie uns
Tag. Sollte aber einmal nicht alles zu Ihrer Zufrie
sich,
freut
s
da. Auch die Redaktion unseres Gutfühlmagazin
sen. Für Ihr Lob und Ihre Kritik sind wir immer gerne
ten. Schreiben
t oder wovon Sie zukünftig gerne mehr lesen möch
wenn sie erfährt, was Sie besonders interessier
Sie einfach eine E-Mail an: presse@salus-bkk.de
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.
Herzlich Ihre
Ute Schrader
Die Gutfühlversicherung
3
News
Gesundheitsreform
Bundesregierung bittet
Versicherte zur Kasse
Im September hat das Bundeskabinett die Gesundheitsreform der schwarz-gelben Koalition verabschiedet. Mit dem Gesetz soll die Finanzierung des Gesundheitssystems auf Dauer umgestellt
werden. Für die Versicherten bedeutet das Beitragserhöhungen und höhere Zusatzbeiträge.
Prozent des Einkommens für den
Zusatzbeitrag zahlt, bekommt die
Differenz erstattet. Maßstab ist
der „durchschnittliche Zusatzbeitrag“, den die Kassen benötigen.
Bei einem Monatseinkommen
von 800 Euro beträgt die maximale Belastung zum Beispiel 16
Euro im Monat. Liegt der Durchschnittsbeitrag aller Kassen bei
20 Euro, erhält der Versicherte
die Differenz von vier Euro. Ist er
bei einer teuren Kasse, die einen
Zusatzbeitrag von 25 Euro erhebt,
erhält der Versicherte trotzdem
nur vier Euro. Der Sozialausgleich
wird direkt bei den Arbeitgebern
und den Rentenversicherungsträgern durchgeführt.
Ab 2011 werden gesetzlich Versicherte stärker finanziell belastet.
Zum 1. Januar wird der allgemeine Beitragssatz von 14,9 auf
15,5 Prozent steigen. Bei einem
Bruttoeinkommen von 1.000 Euro
bedeutet das eine Mehrbelastung
von monatlich 82 statt 78 Euro.
Bei 2.000 brutto sind es 164 statt
158 Euro.
Bislang haben sich Arbeitnehmer
und Arbeitgeber den Kostenanstieg im Gesundheitswesen weitestgehend geteilt. Das wird sich
nun ändern, denn der Arbeitgeberbeitrag wird bei 7,3 Prozent
eingefroren. Für zukünftige Kos-
4
tensteigerungen werden dann die
70 Millionen Versicherten allein
aufkommen müssen.
Auch bei den Zusatzbeiträgen
gibt es Neuerungen. Ab 2011 können Zusatzbeiträge in unbegrenzter Höhe erhoben werden. Das
Bundesgesundheitsministerium
geht jedoch davon aus, dass 2011
aufgrund der Beitragssatzerhöhung nur wenige Kassen einen
Zusatzbeitrag erheben werden.
Damit die Versicherten finanziell
nicht überlastet werden, wird ein
automatischer Sozialausgleich
eingeführt. Wer mehr als zwei
Überweist ein Versicherter ein
halbes Jahr lang keinen Zusatzbeitrag, muss er einen Verspätungszuschlag in Höhe von drei
monatlichen Zusatzbeiträgen und
mindestens 30 Euro zahlen.
Die Zusatzbeiträge der rund 2,5
Millionen
Harz-IV-Empfänger
werden aus den Reserven des
Gesundheitsfonds finanziert und
damit durch Versichertengelder.
Weitere Informationen zur
Gesundheitsreform finden
Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums
unter www.bmg.bund.de.
News
Dr. Stefan Etgeton im Interview
Die Reform aus
Verbrauchersicht
Gibt es durch die Gesundheitsreform mehr soziale Gerechtigkeit?
Die Einführung eines einkommensunabhängigen Versichertenbeitrages – der Zusatzbeitrag genannt
wird – löst weder die bestehenden
Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung noch
werden die bestehenden Gerechtigkeitsdefizite bei der Beitragserhebung beseitigt. Vielmehr werden
neue Probleme bei der Lastenverteilung geschaffen. So soll der
„Sozialausgleich“ künftig aus Steuermitteln bestritten werden. Dafür
muss aber ein eigenes Verwaltungssystem aufgebaut werden.
Ob sich der Einkommensausgleich
wirklich automatisch, quasi per
Knopfdruck realisieren lässt, ist äußerst zweifelhaft. Außerdem ist zu
befürchten, dass dieser Ausgleich
künftig nach Kassenlage erfolgt.
Die Signale aus dem Bundesfinanzministerium sind in dieser Hinsicht
Besorgnis erregend.
beitrag eine vergleichsweise geringere Belastung als für Menschen
mit mittleren und niedrigen Einkommen.
Wird die Reform ausreichen, um
die Ausgaben zu stabilisieren oder
müssen Versicherte weiter mit
steigenden Beiträgen rechnen?
Für das Jahr 2011 ist die Deckungslücke der GKV geschlossen; ich
rechne daher im kommenden Jahr
nicht mit Zusatzbeiträgen in nennenswertem Umfang. Anders als
bei früheren Reformen bleiben aber
die Strukturen im Gesundheitswesen unangetastet, wenn man
einmal von der frühen Nutzenbewertung bei Arzneimitteln absieht.
Daher muss ab 2012 mit weiteren
Ausgabensteigerungen gerechnet
werden, die dann allerdings allein
zulasten der Versicherten gehen
werden. Ab 2012 ist daher mit weiteren Zusatzbeiträgen zu rechnen.
Wer sind die Gewinner der
Gesundheitsreform?
Was ändert sich im Wettbewerb
unter den Kassen durch die
Gesundheitsreform?
Zunächst gewinnen die Arbeitgeber, wenn ab 2012 der Arbeitgeberbeitrag festgeschrieben ist.
Alle künftigen Kostensteigerungen
werden dann nur noch von den Versicherten zu tragen sein. Bei den
Versicherten profitieren vor allem
diejenigen mit hohen Einkommen,
denn für sie bedeutet der einkommensunabhängige Versicherten-
Am Wettbewerb unter den Kassen
ändert sich zunächst nichts. Wenn
ab 2012 weitere Zusatzbeiträge
kommen, werden sich die Kassen
wieder stärker im Beitrag differenzieren. Gravierend sind jedoch die
Eingriffe im Wettbewerb der Krankenkassen mit den Leistungserbringern. Wenn sich die Regierung
mit ihren Plänen, die gesetzlichen
Dr. Stefan Etgeton
Seit 2007 leitet der promovierte
Kulturwissenschaftler den Fachbereich Gesundheit und Ernährung beim Verbraucherzentrale
Bundesverband.
Krankenkassen dem Kartell- und
Wettbewerbsrecht zu unterstellen,
durchsetzt, dann sinkt die Verhandlungsmacht der Krankenkassen
etwa gegenüber Arzneimittelherstellern. Dieser Teil des Gesetzentwurfes wirft aber ganz grundsätzliche Fragen über den Charakter der
gesetzlichen Krankenversicherung
auf: Sollen Krankenkassen künftig eher als Unternehmen oder als
Körperschaften des öffentlichen
Rechts agieren? Wer die Krankenkassen dem Wettbewerb unterwirft, muss ihnen zugleich mehr
Gestaltungsmöglichkeiten etwa bei
Verträgen mit Krankenhäusern an
die Hand geben. Auf der anderen
Seite muss dieser Wettbewerb einem klaren Ordnungsrahmen unterworfen werden. Beides geschieht
derzeit nicht.
Die Gutfühlversicherung
5
Gutfühlen
BKK-Aktivwoche
Eine Woche für Ihre
Gesundheit
Während der BKK-Aktivwoche erleben Sie ein qualifiziertes Gesundheitsprogramm, das genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Und das
Beste: Die Salus BKK bezuschusst
die BKK-Aktivwoche mit 160 Euro. Ein
Gesundheitsurlaub, z.B. im Naturpark
Oberer Bayerischer Wald, lohnt sich zu
jeder Jahreszeit. Ausgedehnte Täler,
tiefe Wälder und klare Seen machen
das Wanderparadies so reizvoll und
abwechslungsreich. Sichern Sie sich
einen Termin im November oder Dezember im Landgasthof Hotel Pusl und
verbringen Sie Ihre BKK-Aktivwoche in
einem der größten bayerischen Naturparks.
BKK Well-Aktiv
Die kleine Auszeit
zwischendurch
Die Gesundheitsurlaube der Salus BKK
Wie lange möchten
Sie aktiv entspannen?
Vom Alltag abschalten und die Seele baumeln lassen kann man am Besten mit
den Gesundheitsurlauben der Salus BKK. Egal, ob Sie nur übers Wochenende
entspannen oder sich eine längere Auszeit nehmen möchten – mit unseren
vielfältigen Angeboten können Sie den Gesundheitsurlaub erleben, der zu
Ihren Wünschen passt.
6
Sie möchten Ihre Akkus durch einen aktiven und erholsamen Kurzurlaub wieder aufladen? Dann ist BKK Well-Aktiv
genau das Richtige für Sie. In ausgewählten Kurorten in ganz Deutschland
erwartet Sie ein komprimiertes Kursprogramm. Die Salus BKK unterstützt Ihre
Teilnahme mit einem Zuschuss von 150
Euro. Genießen Sie beispielsweise einen Kurzurlaub im Hotel Atlantis in Wyk
auf Föhr. Durch den Golfstrom und die
geschützte Insellage ist das Klima das
ganze Jahr über mild. Mit insgesamt 11
kleinen Friesendörfern und zahlreichen
Radwegen lädt Föhr zu Wanderungen
und Naturerlebnissen ein.
Für Bergfans ist ein Gesundheitsurlaub
in der Klinik Königshof in Lechbruck am
See ideal. Am Oberlauf des Lech endet die Romantische Straße mit ihren
weltberühmten Königsschlössern Neuschwanstein, Hohenschwangau sowie
der Wieskirche und Schloss Linderhof.
Auch das 20 Kilometer entfernte Füssen
bietet sich für einen Ausflug an.
AKTIVWOCHE
Landgasthof Hotel Pusl:
Aktive Erholung in familiärer
Atmosphäre
Das charmante 3-Sterne-Hotel
liegt im Zentrum des staatlich anerkannten Erholungsortes Stamsried
innerhalb des Naturparks Oberer
Bayerischer Wald. Alle Zimmer
des familiengeführten Hotels sind
modern und ansprechend eingerichtet und mit Dusche/WC, Sat-TV,
Telefon und teilweise mit Balkon
ausgestattet.
Die Badelandschaft des Familienhotels lässt keine Wünsche offen.
Neben einem Hallenbad mit Gegenstromanlage und einem großen
Whirlpool verfügt das Hotel über
einen Wellnessbereich im maurischen Stil.
Für einen Familienurlaub ist der
Landgasthof Hotel Pusl ideal. Die
hauseigene 5000 qm große Parkanlage bietet mit ausgedehnten
Fischteichen, Minigolfanlage und
Kinderspielplatz viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Für die
Erholung zwischendurch lädt eine
gemütliche und ruhige Sonnenterasse zum Entspannen ein.
Landgasthof Hotel Pusl
Marktplatz 6
93491 Stamsried
Tel. 09466 326 Fax 09466 1099
E-Mail: info@hotel-pusl.de
www.hotel-pusl.de
Well-Aktiv
Atlantis Hotel: Vital am Meer
Im Atlantis Hotel genießen Sie Ihren Urlaub am weißen Strand in
Wyk auf der schönen Nordseeinsel Föhr. Das Hotel liegt direkt am
Meer. Die Zimmer sind komfortabel
mit Dusche und WC, Sat-Farb-TV,
Minibar, DVD-Spieler, Direktwahltelefon, Internetzugang und zum
Teil mit Balkon eingerichtet. Die
Zimmer zur Seeseite bieten einen
traumhaften Blick auf die Nordsee,
die Zimmer zur Landseite auf Wyk
und die Stadtmühle. Eine Saunalandschaft mit vielen Wohlfühl-, Vital- und Kosmetikangeboten rundet
das Angebot ab.
In wenigen Minuten gelangen
Sie vom Hotel zur Promenade,
der idyllischen Altstadt, der Fußgängerzone und dem Hafen. Das
Nordseeheilbad Wyk hat mit zahlreichen Veranstaltungen wie Konzerten und Ausstellungen sowie
hübschen Geschäften, Cafés und
Restaurants für jeden Geschmack
etwas zu bieten.
Atlantis Hotel am Meer
Sandwall 29
25938 Wyk auf Föhr
Tel. 04681 599-100
Fax 04681 599444
E-Mail: info@atlantis-hotel.net
www.atlantis-hotel.net
Well-Aktiv
Klinik Königshof:
Erholung im idyllischen Allgäu
Am Ortsrand des staatlich anerkannten Erholungsortes Lechbruck
am See liegt die Klinik Königshof.
Die Appartements (ca. 31 qm) sind
komfortabel mit Dusche / WC, Babyphonanlage, Durchwahltelefon,
Radiowecker, großem Balkon oder
Terrasse, sowie kostenfreiem TV
(Flatscreen) ausgestattet. Auf jeder Etage finden Sie eine kleine
Teeküche. Babybetten, Babybadewannen und Hochstühle sind ausreichend vorhanden.
Sauna und Schwimmbad laden
kostenfrei von Montag bis Freitag
ab 17.00 Uhr und am Wochenende
ganztags zum Entspannen ein. Zusätzlich stehen Fernseh- und Aufenthaltsräume, eine Bibliothek mit
Spielen und Büchern für Erwachsene und Kinder zur Verfügung.
Damit Eltern in Ruhe das Gesundheitsprogramm genießen können,
werden Kinder von pädagogischen
Fachkräften von Montag bis Freitag
von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr liebevoll
und einfühlsam betreut.
Klinik Königshof
Hochbergle 1a
86983 Lechbruck am See
Tel. 08862 900333
Fax 08862 7172
E-Mail: info@klinik-koenigshof.de
www.klinik-königshof.de
Wir senden Ihnen gerne den aktuellen BKK-Aktivwochen oder BKK Well-Aktiv-Katalog zu Ihnen nach Hause. Schreiben Sie einfach eine
E-Mail an service@salus-bkk.de oder wenden Sie sich unter der 0180 2 221322 (Festnetzpreis 6 Cent/Anruf; Mobilfunkpreise max. 42 Cent/
Min.) an unsere Mitarbeiter an der Service-Hotline. Versicherte mit einer Festnetzflatrate erreichen uns kostenfrei unter der 06102 2909-0.
Die Gutfühlversicherung
7
Gutfühlen
Aus der
Besse
Der in München geborene Schriftsteller Maximilian
Dorner studierte Dramaturgie an der Bayerischen
Theaterakademie. Bevor er 2007 seinen ersten Roman
„Der erste Sommer“ veröffentlichte, drehte er Filme,
produzierte Hörspiele und arbeitete als Theaterkritiker
und Literaturlektor. In seinen darauffolgenden Büchern
„Mein Dämon ist ein Stubenhocker“, „Lahme Ente in New
York“ und „Ich schäme mich“ schreibt er über sein Leben
mit der Krankheit Multiple Sklerose.
8
Dorners Dämonen
Das Buch zum Thema
Vor vier Jahren erhielt Maximilian Dorner die Diagnose Multiple
Sklerose. Seit dem ist sein Leben geprägt von dieser Nervenkrankheit
und den Einschränkungen, die sie mit sich bringt.
In seiner zweiwöchentlichen Kolumne auf www.bloghaus-ms.de
schreibt Dorner über sein Leben mit der Erkrankung.
Mein Dämon ist ein Stubenhocker - Aus dem Tagebuch
eines Behinderten
Maximilian Dorner ist jung und
begabt – und vor zwei Jahren veränderte eine Diagnose sein Leben von Grund auf:
Multiple Sklerose. In seinem
Tagebuch schreibt er in bisher unbekanntem Tonfall über
seinen neuen Alltag – mal mild
und leise, mal traurig, oft sehr
komisch und immer messerscharf beobachtet.
t
l
a
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n
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g
n
u
r
Nach drei Jahren des Hin- und Herüberlegens beschloss ich eines schönen Tages, mich ihr auszusetzen:
der Spezialklinik. Anders wusste
ich mir nicht mehr zu helfen, anders
war mir wohl auch nicht zu helfen in
diesem Moment. Die Freunde überschütten mich mit begeistertem Lob
für diesen Entschluss (wohl auch,
um mir den geordneten Rückzug zu
versperren): Eine tolle Idee sei das,
mich in die Hände von Spezialisten
zu begeben, endlich nähme ich Vernunft an. Sie versprachen sich und
mir davon die Lösung. Als ob es diese nun auf einmal gäbe ...
Nur wenige Tage später bin ich Teil
einer neuen Welt: in der Tat ohne
Fluchtmöglichkeit, was mir die ersten Tage am meisten zusetzt. Rund
um die Uhr mir und meinem Körper
ausgeliefert. Alleine und eben doch
nie allein, nicht beim Essen, nicht
beim Schlafen, nicht beim Schnarchen. Sofort fange ich an, mich permanent ins Verhältnis zu anderen
zu setzen: Wie geht es denen? Wer
humpelt eindrucksvoller, wer kann
die Gabel kaum halten, wer lallt und
strauchelt? Als gäbe es im direkten
Vergleich der Einschränkungen irgendetwas zu gewinnen oder doch
zu verlieren. Warum ist man eigent-
lich so egozentrisch, wenn es einem
schlecht geht? Als ob die Welt sich
nur noch um die sich verweigernden
Füße kreisen würde.
In diesem unbeabsichtigten Wettstreit hadere ich besonders mit denen, die den Eindruck machen, nicht
gesund werden zu wollen, die sich
vor einem Fernseher verbunkern
oder stundenlang die Wand anstarren. Eingekerkert in ihre Krankheit.
– Auch das eine Anmaßung meinerseits, denn was weiß ich schon
von ihnen? Gibt es überhaupt eine
Pflicht zur Gesundheit?
Viel leichter identifiziere ich mich
mit den Renitenten. Wie mit dem
gleichaltrigen Mann, der an seinem
Rollstuhl die Fußstützen abmontiert
hat und mit einem Bein zusätzlich
Gas gibt. Man muss kein Physiotherapeut sein, um zu bemerken, dass
das zwar schnell, aber auf Dauer
nicht gesund ist. Tatsächlich stellt
ihn nach ein paar Tagen die Oberschwester und droht mit dem Abbruch aller Behandlungen, wenn er
nicht endlich seine Fußstützen anmontieren würde. Drei Tage später
beobachte ich erleichtert, dass er
es natürlich nicht getan hat.
Dieser Text ist eine vom Autor überarbeitete Fassung einer Kolumne aus
der Reihe „Dorners Dämonen“, die zweiwöchentlich auf dem MS-Forum
www.bloghaus-ms.de erscheint. Lesen Sie auch in der nächsten Ausgabe
unseres Magazins einen ausgewählten Blogbeitrag von Maximilian Dorner.
Lizenzverlag: Zabert
Sandmann, 2009
ISBN 978-3-499-62502-2
144 Seiten
Preis 7,95 Euro
Gewinnspiel

Gewinnen Sie eines von drei Büchern
„Mein Dämon ist ein Stubenhocker“ von
Maximilian Dorner.
In welcher Stadt wurde
Maximilian Dorner geboren?
Meine Adresse:
Name
Straße
Ort
Geburtsdatum
Senden Sie diesen Coupon bis zum 15.11.2010 an:
Salus BKK, z.H. Dominique Meyer, Siemensstr. 5 a
63263 Neu-Isenburg oder per Fax: 06102 2909-89.
Alle Preise sind vom Zabert Sandmann Verlag GmbH gesponsert und werden nicht aus Mitgliedsbeiträgen finanziert. Die
Verlosung findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt.
Die Gutfühlversicherung
9
Themenspecial
Seelische
Gesundheit
Manchmal gibt es Tage, an denen geht alles schief. Schlecht gelaunt
und antriebslos murmelt man dann: „Heute bin ich so depressiv“. Damit
meint man aber oft nicht mehr als eine vorübergehende Gemütsverstimmung, die den Tag trüber als sonst erscheinen lässt.
Allerdings sind psychische Erkrankungen wie die Depression
durchaus auf dem Vormarsch. Während Mitte der 1970er Jahre psychische Diagnosen in den Gesundheitsstatistiken kaum
auftauchten (1976: nur 2 Prozent aller Krankheitsarten), hat sich
die Betroffenheit mit diesen Erkrankungen innerhalb einer Generation mehr als verfünffacht. Und dennoch wird darüber in der Öffentlichkeit nicht gerne gesprochen. Wer „psychisch krank“ ist, hat häufig Angst
vor Ausgrenzung und Ablehnung. Doch eine seelische Störung ist keine
Schwäche, für die man sich schämen müsste. Die Beiträge der folgenden
Seiten beleuchten Aspekte seelischer Störungen und zeigen auf, wie die
Gutfühlversicherung Ihnen und Ihren Angehörigen helfen kann.
10
Wenn die Psyche leidet
Ob Kummer, Ärger oder Angst – negative Gefühle begleiten uns Menschen ein Leben lang. Wenn
sie unser Wohlbefinden aus dem Gleichgewicht bringen, finden wir meist Halt in unserer Partnerschaft oder Familie, in unserer Arbeit und in unserem sozialen Umfeld. Doch nicht immer
schaffen wir es aus eigener Kraft, die seelische Schieflage wieder auszugleichen. Gerät unser
Wohlbefinden so sehr aus dem Gleichgewicht, dass es unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst, spricht man von einer psychischen Störung.
Psychische Störungen sind facettenreich: Es gibt organische Störungen wie die Demenz,
emotionale Störungen wie die Depression, außerdem Angst-, Ess- und Zwangsstörungen oder
Schizophrenie. Die Störungen haben meist vielfältige Ursachen. Einerseits kann die Umwelt des
Betroffenen eine Rolle spielen, andererseits sind auch biologische Faktoren von Bedeutung.
Längst sind psychische Störungen in Deutschland weit verbreitet. Nach Berechnungen des
Statistischen Bundesamtes betrugen im Jahr 2008 die Krankheitskosten durch psychische
und Verhaltungsstörungen knapp
28,7 Mrd. Euro. Für gut die Hälfte
der Kosten waren zwei Diagnosen verantwortlich: Demenz (9,4
Mrd. EUR) und Depressionen (5,2
Mrd. EUR).
Therapiemöglichkeit
Die meisten psychischen Störungen sind zwar nicht heilbar, aber
weitgehend therapierbar. Vorausgesetzt, sie werden als solche
erkannt und behandelt. Deshalb
ist es wichtig, sich einer Vertrauensperson anzuvertrauen. Dies
kann ein Arzt, Therapeut oder Beratungslehrer sein oder aber ein
einfühlsamer Angehöriger. Nach
diesem ersten Schritt sollte der
Betroffene seine psychischen
Symptome mit einem Therapeuten besprechen. Nur ein geschulter Psychiater oder Psychologe
kann einschätzen, welche Form
der Psychotherapie für den Patienten erfolgversprechend ist.
Angebote der Salus BKK
Infomaterial bestellen
Integrierte Versorgung
Unsere integrierten Versorgungsverträge für den Bereich der psychischen Störungen optimieren
die Behandlung von seelischen
Erkrankungen wie Depression
oder Essstörungen. Die Kontaktadressen unserer Kooperationspartner erhalten Sie bei unserer Leistungsabteilung. Ihre
Ansprechpartnerin ist Gabriele
Boyle: 06102 2909-54
• Nicht von schlechten Eltern
Informationen für psychisch
kranke Eltern und ihre Partner
zum Umgang mit ihren Kindern
Salus Expertenchats
Im Rahmen unseres Themenspecials können Sie sich online mit
unseren Experten über verschiedene Aspekte der Seelischen Gesundheit austauschen. Die Adresse lautet: www.salus-bkk.de/chat
Termine:
16.11.10 20:00 Uhr
Soziale Phobien – Wege aus
der Angst
• Jetzt bin ich dran
Informationen für Kinder von 8 bis
12 Jahren mit psychisch kranken
Eltern
• It’s my turn
Informationen für Jugendliche,
die psychisch kranke Eltern haben
Um eine Broschüre anzufordern,
rufen Sie einfach unser Team
Gesundheitsförderung unter der
Service-Hotline 0180 2 221322*
(*Festnetzpreis 6 Cent/Anruf; Mobilfunkpreise maximal 42 Cent/
Min.) an. Kunden mit Telefon-Flatrate (ins dt. Festnetz) erreichen
die Salus BKK kostenfrei unter
der 06102 2909-0.
14.12.10 20:00 Uhr
Melancholie und Einsamkeit –
Winterdepressionen vorbeugen
Noch mehr Informationen zum Thema Seelische Gesundheit erhalten Sie in unserem großen Online-Special unter
www.salus-bkk.de/seele
Die Gutfühlversicherung
11
Gutfühlen
Erfahrungsbericht
Was aus der
Depression hilft
Holger Reiners
Holger Reiners, geb. 1948, ist freier
Planer und Unternehmensberater
in Hamburg. Viele Jahre war er
Vorstandsmitglied im Deutschen
Bündnis gegen Depression und in
der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Er ist auch Autor vieler erfolgreicher Architektur- und Sachbücher. Mit seiner Familie lebt er in
Hamburg.
Eine Depression ist etwas anderes, als einfach nur traurig oder verstimmt
zu sein. Sie ist eine Krankheit der Seele, macht den Betroffenen antriebslos und lässt ihn verzweifeln. Auch erfolgreiche und vermeintlich glückliche Menschen sind vor einer Depression nicht geschützt. Holger Reiners
ist einer davon. Der Unternehmensberater und Autor glitt in den Sechzigerjahren selbst in eine tiefe Depression. Über 20 Jahre lang bestimmten
Ärzte und Therapeuten sein Leben. Mit der Salus Redaktion spricht er über
seinen persönlichen Leidensweg – und den Ausweg aus der Depression.
Herr Reiners, umgangssprachlich
bringt man das Wort „Depression“ oft
mit schlechter Laune in Verbindung.
Jeder Mensch kennt Phasen der Traurigkeit oder Antriebsarmut. Doch was
geschieht bei einer Depression wirklich?
Unter einer Depression zu leiden, oft
über Monate, manchmal sogar Jahre,
ist nur mit starken körperlichen Schmerzen vergleichbar. Auch Schmerzen sind
in ihrer Intensität nicht zu beschreiben.
Nur wer selbst einmal unter Schmerzen leiden musste, weiß wirklich, was
Schmerz bedeutet. Die Schmerzen der
Depression heißen Hoffnungslosigkeit,
Angst, Wunschlosigkeit und Verzweiflung. Es ist für den Betroffenen äußerst
quälend – so quälend, dass häufig nur
der Suizid Erlösung verspricht. Wem in
der Depression auch nur der Gedanke
an den Suizid anfliegt, bedarf dringend
der ärztlichen Hilfe – und die kann wirksam nur der Psychiater leisten.
Sie litten selbst viele Jahre unter
schwersten Depressionen. Wie reagierte Ihr persönliches Umfeld darauf? Konnten Sie mit Ihrer Familie über
Ihre Erkrankung sprechen?
12
Sprechen schon, aber ich wurde nicht
verstanden. Vielmehr warf mir die eigene Familie vor, ich würde doch nur
simulieren. Dieses Unverständnis war
eine bittere Erfahrung. Viele Menschen,
die unter Depressionen leiden, machen
diese Erfahrung, weil das Krankheitsbild noch immer verharmlost wird.
Sie beschreiben in Ihrem neuen Buch,
wie Sie die Möglichkeiten eines Suizids durchgespielt haben. Woher kam
diese Todessehnsucht, und welche
Kräfte verliehen Ihnen wieder Lebensmut?
Wer in der Depression sein Leben nur
noch als furchtbare Last empfindet,
gelangt in seinem Gedankenstrudel
ganz automatisch zu der Einsicht: Es
wäre gut, wenn ich tot und erlöst wäre.
Den Lebensmut hat mir mein Therapeut
eingehaucht, weil er an mich und meine Genesung geglaubt hat. Wir haben
einen Vertrag geschlossen: Ich nehme
mir nicht das Leben, er verspricht mir
den Ausweg aus der Krankheit. Dieses
mitfühlende Therapieverständnis war
vorbildlich – dafür bin ich ihm jeden
Tag dankbar.
Das Buch zum Thema
Ihr Kampf gegen die Depression dauerte zwei Jahrzehnte. In dieser Zeit
haben Sie viele verschiedene Behandlungsmethoden ausprobiert. Wie lautet Ihr Fazit?
ten Spazierengehen. Wer das als Last
empfindet, sollte es lassen. Aber diese
Entscheidung sollte erst nach sechs
Wochen fallen, wenn sich der Trainingseffekt bemerkbar gemacht hat.
Mein Fazit klingt enttäuschend, soll
aber so nicht aufgefasst werden, im
Gegenteil. Es gibt keine wirklich erfolgversprechende Therapie, es gibt nur
gute Therapeuten, welche die gesamte
Klaviatur der Behandlungsmöglichkeiten einsetzen. Therapie ist kein Spaziergang und kein Wellnessprogramm
für die Seele. Eine wirksame Therapie
gleicht einer Hochgebirgswanderung
in unwegsamen Gelände: Sie ist anstrengend, macht manchmal mutlos,
zwingt zur Wahrheit im Umgang mit
sich selbst.
Fällt es während einer Depression
denn nicht schwer, sich zum Sport zu
motivieren? Immerhin müssen auch
viele gesunde Menschen dazu ihren
inneren Schweinehund überwinden.
Und wie ist es Ihnen letztendlich gelungen, einen Weg heraus aus Ihrem
seelischen Leid zu finden?
Schwer zu sagen, war die lange Zeit
der Therapie erfolgreich, war es der
Arzt oder war ich es selbst? Es ist wohl
dieser Dreiklang. Im Rückblick muss
ich sagen: Meine Therapie war nicht
streng genug, ich wurde zu lange mir
selbst überlassen. Den Weg aus der
Depression habe ich nur gefunden,
weil ich mir selbst irgendwann – ganz
langsam – wieder vertraut habe.
Seit 1978 laufen Sie regelmäßig. Inwiefern hat Ihnen der Sport aus der
Depression geholfen?
Sport allein ist noch keine Therapie.
Aber Sport bedeutet, den eigenen
Körper in seiner Leistungsfähigkeit zu
erleben, dass sich die eigene Leistung
steigern lässt und dass das Erleben
der Natur beim Laufen wohltuend ist.
Das genügt schon. Jeder Aspekt des
Wohlfühlens hilft in der Depression,
er macht Mut, gibt Hoffnung, eröffnet
Perspektiven. Nicht Leistungssport ist
das Konzept, sondern die sich selbst
gegönnte Zeit im Erleben der eigenen
Fähigkeiten. Spazierengehen tut es
auch. Wichtig ist nur, sich ein Ziel zu
setzen und dieses auch zu erreichen,
z. B. 30 Minuten Laufen oder 30 Minu-
Natürlich ist diese Selbstmotivation
schwierig, aber sie ist Teil der Behandlung. So wie der Diabetiker sein tägliches Insulin braucht, so muss auch der
Depressionskranke ganz konsequent
mit seiner Krankheit umgehen. Noch
einmal: Therapie in der Depression ist
harte Arbeit, das hören die Patienten
zwar nicht gern, aber wer die Depression überwinden will, muss diese Zusammenhänge von Selbstverantwortung, dem langsamen Aufbauen des
Lebenselans und einer mit dem Arzt
abgestimmten konsequenten Lebensführung akzeptieren. Alles andere verlängert die Leidenszeit.
Was aus der Depression hilft
Das Leben akzeptieren
Verantwortung übernehmen
Schritte wagen
Holger Reiners weiß, was Betroffene wirklich brauchen: Im
Akutfall einen Arzt oder Therapeuten, der den Depressiven
in die Selbstverantwortung
begleitet, mit der schweren Erkrankung vorurteilsfrei umgeht
und dem Patienten nicht wertvolle Jahre seiner Lebenszeit
stiehlt. Daneben ist Eigeninitiative gefragt. Wie diese
aussehen kann, zeigt Holger
Reiners überzeugend anhand
seiner eigenen
Erfahrung.
Kösel-Verlag, 2010
ISBN 978-3-46630-861-3
Taschenbuch, 240 Seiten
17,95 Euro
Was würden Sie Menschen raten, die
an einer Depression leiden?
Wer länger als 14 Tage durchgehend
mutlos und hoffnungslos ist oder suizidale Gedanken hegt, ist in Gefahr
und sollte sich umgehend in einer
psychiatrischen Ambulanz eines Krankenhauses melden. Jedes Abwarten,
jedes halbherzige Herumdoktern kann
lebensgefährlich sein. Die Depression
ist eine Krankheit wie jede andere, ich
habe sie den Krebs der Seele genannt.
Wie bei der Krebserkrankung ist auch
bei der Depression eine konsequente
Diagnose und ein darauf abgestimmtes Behandlungskonzept dringend erforderlich. Auch diese anfangs bittere
Wahrheit sollte der Kranke akzeptieren. Je eher er sich einer Behandlung
stellt, je schneller wird er von seinem
Leiden und seinen quälenden Gedanken erlöst.
Gewinnspiel

Gewinnen Sie eines von fünf Büchern
„Was aus der Depression hilft“ von
Holger Reiners.
Aus welcher Stadt stammt Holger
Reiners?
Meine Adresse:
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Geburtsdatum
Herr Reiners, wir danken Ihnen für das
interessante Interview!
Senden Sie diesen Coupon bis zum 15.11.2010 an:
Salus BKK, z.H. Dominique Meyer, Siemensstr. 5 a
63263 Neu-Isenburg oder per Fax: 06102 2909-89.
Alle Preise und Prämien sind vom Kösel-Verlag gesponsert
und werden nicht aus Mitgliedsbeiträgen finanziert. Die
Verlosung findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt.
Die Gutfühlversicherung
13
Service
Dürerhaus
Handwerkerhof
Stadtmauer
Neues Museum
Nah am Versicherten
Neues Service-Center
in Nürnberg
Am 1. Dezember 2010 eröffnet die Salus BKK ein neues
Service-Center in Nürnberg. Die neue Geschäftsstelle
befindet sich im Nordostpark Nürnberg und ist damit
verkehrstechnisch gut – auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – zu erreichen. „Mit der Eröffnung einer
Geschäftsstelle in Nürnberg wollen wir aktiv dazu beitragen, unsere persönliche Erreichbarkeit in Franken zu
verbessern,“ erklärt Holger Hauswirth, Vertriebsleiter
der Salus BKK. Nun steht die Salus BKK auch unseren
Versicherten in Nürnberg bei allen Fragen rund um das
Thema Gesundheit vor Ort zur Seite. Wir freuen uns auf
Ihren Besuch im Nordostpark 102.
Service Center Nürnberg
14
Christkindlesmarkt
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Jedes Jahr lockt der Christkindlesmarkt mit süßen Leckereien wie Nürnberger Lebkuchen, Glühwein und
typischen Weihnachtsartikeln mehr als zwei Millionen
Gäste nach Nürnberg. Nutzen Sie die Gelegenheit und
lernen Bayerns zweitgrößte Stadt in der Adventszeit
kennen. Mit der Nürnberg Card haben Sie zwei Tage
lang freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und
kostenlosen Eintritt in 34 Museen. Außerdem erhalten
Sie Vergünstigungen für Theater- und Kinokarten sowie
bei Stadtführungen. Zur Eröffnung unseres neuen Service-Centers verlosen wir 2x2 Nürnberg Cards inkl. einer Dose Original Nürnberger Elisenlebkuchen. Senden
Sie dazu einfach bis zum 05.11.2010 eine E-Mail mit dem
Betreff „SC Nürnberg“ und Ihrer vollständigen Adresse
an: presse@salus-bkk.de
Familie
Magersucht, Bulimie oder Fresssucht – ernste Essstörungen
nehmen oftmals bereits in der
Pubertät ihren Anfang. Die BKKInitiative bauchgefühl unterstützt
Jugendliche dabei, zu einem
ausgeglichenen Körperbewusstsein zu finden. Mit Fingerspitzengefühl statt erhobenem Zeigefinger informiert die Webseite
Teens sowie deren Eltern rund
um die Themen Schönheitsideal,
Lebensstil und natürlich auch
Essstörungen.
Wenn
Essen zum Problem wird
„Seinen Ärger runterschlucken“,
„sich auf sein Bauchgefühl verlassen“ – viele Redewendungen, die
unsere Gefühle beschreiben, hängen mit dem Essen und unserem
Bauch zusammen. Wie eine innere
Stimme hilft uns unser Bauchgefühl
nicht nur bei wichtigen Entscheidungen, sondern meldet verlässlich
Hunger und Sättigung, Ärger und
Zufriedenheit.
Gerade Teenagern fällt es schwer,
den eigenen Körper richtig wahrzunehmen. Sie werden mit großen
Mail-Beratung
Wenn Sie das Gefühl haben, dass
Ihr Kind Probleme mit Essen, Gewicht und Aussehen hat und wissen möchten, wo Sie Hilfe bekommen, schreiben Sie eine E-Mail an:
beratung@bkk-bauchgefuehl.de –
oder wenden sich gleich direkt an
eine Beratungsstelle. Gemeinsam
überlegen die dortigen Experten
mit Ihnen, wie Sie helfen bzw.
zeigen können, dass Sie für Ihren
Nachwuchs da sind.
Veränderungen und stets wachsenden Anforderungen konfrontiert. Das Bauchgefühl zählt nicht
mehr, wenn es wichtiger ist, den
Erwartungen der anderen gerecht
zu werden. In dieser Phase kann
die Herausbildung einer Essstörung
ein Versuch sein, mit Unsicherheiten und Ängsten zurechtzukommen.
Für Jugendliche, die nach glaubwürdigen Informationen suchen,
ist www.bkk-bauchgefuehl.de eine
hilfreiche Internetadresse.
Hier finden sie viele Videos, Pod-
casts und Artikel rund um das Thema Essstörungen. Auch Stars wie
die Popsängerin LaFee oder Bruce
Darnell erzählen in spannenden
Interviews, wie sie über Schlankheitswahn und Magermodels denken.
Auch Eltern können sich in einem
eigenen Bereich mit dem Erkrankungsbild sowie dessen Vorbeugung und Früherkennung vertraut
machen und sich mit Therapeuten
in Verbindung setzen:
http://eltern.bkk-bauchgefuehl.de
„Natürlich werden Fotos nachbearbeitet, damit
alles so perfekt aussieht. Die Models werden
geschminkt, frisiert und bekommen Kleidung,
die toll sitzt. Das Licht ist bei Fotoshootings sehr
aufwändig und eine Menge Leute achten auf
die perfekten Posen. Bei soviel Aufwand sieht
natürlich auch das Ergebnis gut aus.
Aber ganz ehrlich, viele Models würde man
ohne Make-up und auffällige Kleidung bestimmt
nicht für Models halten.“
Bruce Darnell, Model
Die Gutfühlversicherung
15
Serie
Serie
Was leistet die Gesetzliche Krankenversicherung?
Begleiten Sie mit uns Familie S.* durch das deutsche Gesundheitswesen und gleichzeitig
3
Arbeitsunfähigkeit
Auch bei Krankheit
gut abgesichert
Bei aller Ökonomie in der Medizin: Hinter den Milliarden, die im Gesundheitssystem bewegt werden,
stehen immer einzelne Geschichten. Einige möchten wir Ihnen in unserer neuen Serie „Was leistet
die GKV?“ vorstellen. Wir zeigen Ihnen jene Menschen, die gerade dann für uns da sind, wenn wir uns
einmal nicht so gut fühlen oder wenn ein Notfall eintritt. Schließlich war es eines der wichtigsten Ziele
bei der Gründung der Gesetzlichen Krankenkassen, dass die Versicherten sich auf die Genesung – und
Ärzte und Pfleger auf die Heilung konzentrieren können, ohne Sorgen um die Kosten.
Installieren, Warten, Reparieren
– in seinem Job als Service-Techniker packt Herr S. so richtig an.
Ernsthaft krank war der Frankfurter bislang noch nicht, wenn man
von ein paar Grippetagen absieht,
Doch seit einigen Wochen macht
ihm sein Rücken schwer zu schaffen. Zuerst denkt Herr S. noch, dass
die Schmerzen mit der Zeit wieder
weg gehen. Nun aber kann sich
der zweifache Familienvater kaum
mehr bewegen. Herr S. ruft bei
seinem Arbeitgeber an und meldet
sich krank. Noch am selben Tag
macht er sich zu seinem Hausarzt
auf.
„Ich verschreibe Ihnen Physiotherapie“, erklärt sein Hausarzt. Die
Bewegungstherapie soll Herrn S.
helfen, bald wieder gesund zu werden. Außerdem schreibt er Herrn S.
krank. Die Bescheinigungen sendet Herr S. noch am selben Tag an
seinen Arbeitgeber und an die Salus BKK. So geht er sicher, dass er
seinen Lohn auch während seiner
Arbeitsunfähigkeit weiterhin erhält.
Eifrig trainiert Herr S. nun mit der
Physiotherapeutin, doch seine
Rückenschmerzen werden nicht
weniger. Immer noch kann Herr S.
nicht arbeiten und wird deshalb
zum Facharzt überwiesen. Ein Orthopäde soll sich seinen Rücken
noch einmal genauer ansehen.
Was wird aus meinem Gehalt?
Der Orthopäde untersucht Herrn S.
mit Hilfe eines Kernspintomografen.
Während Herr S. in der beklemmenden Röhre liegt, schwirren ihm die
Gedanken durch den Kopf. Hoffentlich nichts Ernstes. Ich will nicht ins
Krankenhaus. Was wird aus meinem Gehalt, wenn ich noch länger
krank bin?
Zumindest wegen der letzten Frage
muss sich Herr S. nicht sorgen, er
bekommt ja im Notfall Krankengeld
von seiner Salus BKK.
Im Krankheitsfall zahlt der Arbeitgeber maximal sechs Wochen lang
das Arbeitsentgelt weiter. Danach
greift der Schutz der gesetzlichen
Krankenversicherung. Die Salus
BKK zahlt das Krankengeld bei längerer Krankheit für bis zu 78 Wochen aus. Doch die Salus BKK leistet noch mehr: Ihr Hauptziel ist es,
den Versicherten in seiner schwierigen Lebenssituation aufzufangen
und möglichst schnell wieder in
seinen gewohnten Alltag zurückzuführen. Deshalb hilft Salus BKK
Mitarbeiter Jens Küchler u. a. bei
der Suche nach einem passenden
Krankenhaus und bei der Beantragung einer medizinische Rehabilitation. So kann sich der Versicherte
ganz auf seine Genesung konzentrierten, ohne Sorgen um den Verdienstausfall.
*Name von der Redaktion geändert
16
durch eine Welt voller unbekannter Zahlungsströme. Die dritte Station: Herr S. kann nicht mehr arbeiten.
Diagnose: Bandscheibenvorfall
Herrn S. plagen derweil andere
Sorgen, denn sein Orthopäde hat
eine eindeutige Diagnose getroffen: Ein Bandscheibenvorfall, der
operiert werden muss. Das hat gerade noch gefehlt. Wieder zu Hause
ruft er gleich bei der Gutfühlversicherung an und informiert sich über
die weiteren Schritte. Herr Küchler
aus der Krankengeld-Abteilung hilft
ihm dabei, eine passende Klinik zu
finden, die auf Bandscheibenvorfälle spezialisiert ist. Noch im selben
Monat wird er operiert.
Auf die erfolgreiche Operation folgt
eine einmonatige Reha. Kaum wieder zu Hause, erhält Herr S. einen
überraschenden Anruf von der Salus BKK. Holger Tietz, der Rückenexperte der Gesundheitsförderung,
erkundigt sich nach seinem Zustand
und gibt ihm wertvolle Rückentipps
für seinen Alltag. Sie vereinbaren,
Herrn S. zu einem Salus Rückenkurs anzumelden, wenn er wieder
ganz gesund ist.
8.010 EUR Krankengeld
Einen weiteren Monat dauert es,
bis Herr S. wieder voll arbeitsfähig
ist. In dieser Zeit bekommt Herr S.
Krankengeld von der Salus BKK
und wird gleichzeitig schrittweise an die volle Arbeitsbelastung
herangeführt. Diese sogenannte
stufenweise Wiedereingliederung
erleichtert ihm den Übergang zur
vollen Berufstätigkeit.
Sieben Monate sind seit der ersten
Krankmeldung vergangen. Insgesamt 125 Tage erhielt Herr S. während dieser Zeit Krankengeld von
der Salus BKK. Über 8.000 EUR, mit
denen während seiner Arbeitsunfähigkeit das Einkommen für seine
Familie gesichert blieb. Inzwischen
geht es Herrn S. wieder richtig gut.
„Alles wieder beim Alten“, scherzt
er. Nur beim Heben seines Jüngsten will Herr S. in Zukunft besser
aufpassen.
Lesen Sie im nächsten Heft
Familie S. sucht Rat:
Zahngesundheit, was leistet die
Salus BKK?
Die Gutfühlversicherung
17
Familie
Für die ganze Familie
Dr. Wesners
Medizintipp
Dr. med. Martin H. Wesner
Der Mediziner und Gesundheitsökonom Dr. med. Martin H. Wesner ist seit
2005 Beratungsarzt der Salus BKK.
In Frankfurt am Main führt Dr. Wesner eine freie allgemeinmedizinische
Praxis. Von der Ärztekammer Frankfurt
am Main wurde er als Prüfungsarzt für
medizinische Fachangestellte berufen.
Zudem arbeitet er als Sachverständiger für ärztliches Qualitätsmanagement für namhafte Institute.
„Er gaukelt und schaukelt, er trappelt und zappelt...“ Bereits 1845 beschrieb
der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann in seinem Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ den Prototypen des Zappelphilipps. Was damals noch als Unart
galt, trägt heute den Namen ADHS und ist eine anerkannte Krankheit. Wie
Sie ADHS erkennen und wie die Krankheit behandelt wird, verrät unser
Beratungsarzt Dr. Martin H. Wesner im Interview.
Was ist ADHS?
ADHS, also das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom, ist eine
psychische Störung bei Kindern. Die
Krankheit beginnt meist vor dem sechsten Lebensjahr. Kinder mit ADHS fallen
durch extreme Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität auf. Durch
das Aufmerksamkeitsdefizit können
sie sich nicht gut konzentrieren. Daher
werden Aufgaben im Kindergarten, in
der Schule oder Zuhause oft nur teilweise, fehlerhaft oder überhaupt nicht
erledigt. Sie sind hyperaktiv, können
nicht lange stillsitzen, stehen in unangemessenen Situationen auf oder laufen herum. Durch ihre Impulsivität reden sie im Unterricht oft rein oder fallen
anderen ins Wort. Und sie reagieren
auf Kritik oft mit Wutausbrüchen. Häufig leiden ADHS-Kinder auch an einer
Lese-Rechtschreib-Schwäche oder an
einer Rechenschwäche.
Was sind die Ursachen?
Die Ursachen kennt man nicht genau.
Man nimmt an, dass bei ADHS biologische, psychische und soziale Faktoren
zusammenwirken. Zudem macht man
bestimmte Stoffwechselvorgänge im
Gehirn verantwortlich. Es fällt auch auf,
dass in manchen Familien ADHS häufi-
18
ger auftritt. Deshalb sagt man, dass es
auch eine genetische Neigung gibt.
Bei welchen Symptomen würden
Sie Eltern empfehlen, ihre Kinder
auf ADHS untersuchen zu lassen?
Die beschriebenen Symptome sind ja
ganz typische kindliche Eigenschaften.
Daher sind die Übergänge von normalem lebhaften Verhalten hin zu der Erkrankung ADHS fließend. Es ist nicht
einfach, zwischen normalem kindlichen Verhalten und ADHS zu unterscheiden. Ein Kind sollte man auf ADHS
untersuchen lassen, wenn die Symptome in extremer Weise über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten
auftreten. Wichtig ist auch, dass das
störende Verhalten in zwei Lebensbereichen wie zum Beispiel Schule und
Familie auftritt.
Wie wird ADHS behandelt?
Bei ADHS wird eine vielschichtige
Therapie empfohlen. Der erste Schritt
dieser Therapie ist die Aufklärung.
Das ist sehr wichtig, damit die Familie
und das Kind lernen, die Krankheit zu
verstehen und mit ihr umzugehen. Der
zweite Schritt ist dann eine Verhaltenstherapie. Dort wird versucht, die Verhaltensauffälligkeiten therapeutisch
durch Informationen und Übungen
umzutrainieren. Bei der Verhaltenstherapie wird auch immer eine Bezugsperson oder am Besten die ganze Familie
einbezogen. Wenn das Kind älter wird,
kann daraus auch eine Einzeltherapie
werden. Der dritte Schritt ist die medikamentöse Behandlung. Medikamente
sollten jedoch nur für eine kurze Zeit
und nur bei extremen Verhaltensauffälligkeiten eingesetzt werden. Häufig
treten Nebenwirkungen wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder sogar
psychische Abhängigkeiten auf.
Tritt die Krankheit heute
häufiger auf?
Die Häufigkeit von ADHS liegt bei 2 bis
4 Prozent. Es ist also eine eher seltene Erkrankung. Ich glaube nicht, dass
heute mehr Kinder ADHS haben als
früher. Wir haben heute aber ein besseres Verständnis für ADHS. Daher
sucht man auch gezielter nach dieser
Erkrankung. ADHS wird heute häufiger leichtfertig entdeckt. Viele Diagnosen sind durchaus zu hinterfragen.
Das heißt, hält man sich streng an alle
Anforderungen, die für die Diagnose
ADHS erfüllt sein müssen, dann haben
viele ADHS-Kinder diese Erkrankung
überhaupt nicht.
Was muss ich als Elternteil eines
betroffenen Kindes beachten oder
vermeiden?
Wichtig ist vor allem eine liebevolle
und verständnisvolle Zuwendung. Vermeiden sollte man ein unangemessenes, strafendes Verhalten. Wenn Eltern
mit der ADHS-Erkrankung ihres Kindes
überfordert sind, sollten sie sich professionelle Hilfe suchen. Es gibt da
zahlreiche Angebote, wie Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen oder Internetforen.
Mehr Informationen über ADHS finden
Sie in der Broschüre „adhs...was bedeutet das?“ der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung.
Die Broschüre können Sie kostenfrei
bei unserem Gesundheitsexperten
Holger Tietz unter der 06102 2909-825
bestellen. Oder schreiben Sie eine
E-Mail an holger.tietz@salus-bkk.de
Wird aus einem ADHS-Kind ein
ADHS-Erwachsener?
Die Medizin befasst sich erst seit 10 bis
15 Jahren mit diesem Krankheitsbild
bei Erwachsenen. Das ist also noch
medizinisches Neuland. Daher gibt es
wenig verlässliche Daten oder Langzeitstudien. Durch eine Therapie können die Eigenschaften, die eine ADHSPersönlichkeit ausmachen, nicht ganz
wegtherapiert werden. Reste davon
bleiben auch im Erwachsenenalter.
Durch eine Therapie kann aber gelernt
werden, wie man damit umgeht und die
störenden Eigenschaften kompensiert.
Aber selbstverständlich wird ADHS
nicht einfach so mit dem Ende der Pubertät abgeschaltet.
Die Gutfühlversicherung
19
Familie
Impfung gegen die Grippe:
Was Sie jetzt beachten müssen
Eine Erkältung ist zwar lästig,
lässt sich aber meist problemlos auskurieren. Bei der Grippe
oder Influenza handelt es sich
dagegen um eine ernsthafte Erkrankung, die sogar tödlich enden kann. Eine Impfung ist der
sicherste Schutz, deshalb übernimmt die Salus BKK dafür die
Kosten.
Doch wer sollte sich gegen die
Grippe impfen lassen? Die Ständige Impfkommission am RobertKoch-Institut (STIKO) empfiehlt
die Impfung gegen Grippe insbesondere für Menschen, die
bei einer Grippeerkrankung ein
erhöhtes Risiko für schwerwiegende Folgen tragen. Zu diesen
Risikogruppen zählen Menschen
über 60, immunschwache Menschen und Bewohner und Personal in Pflegeeinrichtungen und ab
sofort auch Schwangere.
Weil sich die Influenza-Erreger
ständig ändern, wird der Impfstoff anhand aktueller Virenstämme neu entwickelt. Deshalb sollte
die Impfung jährlich im Herbst,
vor der nächsten Grippewelle
vorgenommen werden.
Gut zu wissen: Der InfluenzaImpfstoff für die kommende Grippewelle 2010/2011 enthält auch
eine Komponente gegen das
Grippevirus A (H1N1). Die saisonale Influenza-Impfung schützt
daher auch gegen die sogenannte „Schweinegrippe“.
Mehr Informationen über die Grippeimpfung erhalten Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts:
www.rki.de
Ihre Fragen beantworten auch gerne
unsere Mitarbeiter des Service- und
Beratungscenters unter 0180 2 221322
(Festnetzpreis 6 Cent/Anruf; Mobilfunkpreise max. 42 Cent/Min.)
Urlaub mit der Salus BKK
Die Gewinner unserer Verlosungen
Für Andreas Geissler hat sich die
Teilnahme am Reisegewinnspiel
aus der Sommerausgabe des
Gutfühlmagazins besonders gelohnt. Er hat eine Woche Mountainbike-Urlaub im Imst-Gurgeltal
in Österreich gewonnen. Der
48-jährige Thüringer ist großer
Österreichfan. „Ich habe bereits
einen tollen Urlaub in Südtirol
verbracht,“ erzählte er begeistert. „Daher freuen sich meine
Lebensgefährtin und ich schon
sehr, die tolle Landschaft diesmal
auf zwei Rädern zu entdecken.“
Ein weiterer glücklicher Gewinner ist Gisbert Westphal. Er hat
am Gewinnspiel der ersten Ausgabe des Gutfühlmagazins 2010
teilgenommen und den einwöchigen Urlaub in Obereggen im Good
Life Hotel Zirm gewonnen. „Ich
bin schon ganz gespannt auf die
20
Bergluft,“ verriet er bei der Gutscheinübergabe. „Sicher werde
ich in Südtirol einen erholsamen
Urlaub verbringen. Das Hotel und
die Region bieten ja vielfältige
Möglichkeiten mal vom Alltagsstress abzuschalten.“
Ausbildung bei der Salus BKK
„Hier ist keiner auf
sich allein gestellt“
Jahr für Jahr bietet die Salus BKK jungen Berufsstartern eine echte
Zukunftsperspektive: mit einer vielseitigen und abwechslungsreichen Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten. Hinter
dem sperrigen Titel verbirgt sich ein spannender Beruf für alle, die
gerne mit Menschen umgehen und selbstständig in einem leistungsstarken Team arbeiten wollen. Regina Leicht und Tabea Pernau haben sich bereits für eine Ausbildung bei der Gutfühlversicherung entschieden.
Seit 2000 bildet die Salus BKK an
ihren Hauptstandorten in NeuIsenburg und Leipzig kontinuierlich junge Berufsstarter aus.
„Derzeit betreuen wir 12 Auszubildende,“ erklärt Silke Lengefeld.
Für die Ausbildungsleiterin liegen
die Vorteile einer Ausbildung bei
der Salus BKK auf der Hand: „In
unserem mittelständischen Unternehmen legen wir großen Wert
auf eine intensive Betreuung der
Azubis. Hier ist keiner auf sich
allein gestellt.“ Über ihre Azubis
weiß sie viel Gutes zu berichten:
„Sie sind ehrgeizig und fleißig
und wollen gerne Verantwortung
übernehmen.“ Da ist es nicht
verwunderlich, wenn am Ende einer erfolgreichen Ausbildung die
Übernahme in ein Arbeitsverhältnis vorgeschlagen wird.
„Bei der Salus BKK fühlte ich
mich gleich gut aufgehoben“
„Bei der Salus BKK fühlte ich
mich gleich gut aufgehoben,“ beschreibt Regina Leicht den Start
ihrer Ausbildung bei der Salus
BKK. „Vom ersten Tag an kümmerten sich die Kollegen um mich
und halfen mir, wenn ich nicht
mehr weiter wusste.“
Seit Anfang August ist Regina
Leicht „Azubine“ bei der Salus
BKK. Den Beruf der Sozialversicherungsfachangestellten hat sie
dabei sehr bewusst gewählt: „Mir
gefällt der ständige Kontakt mit
anderen Menschen.“ Außerdem
müsse man sich auf Veränderungen einlassen und fachlich immer
auf dem neuesten Stand bleiben.
So komme keine Langeweile auf.
Zunächst müssen aber die Azubis
die dreijährige duale Ausbildung
meistern. Praxisphasen und Berufsschuleinheiten wechseln sich
dabei mit spannenden Wochenseminaren in der BKK Akademie ab. Innerhalb der Salus BKK
durchlaufen die Azubis verschiedene Stationen in den Bereichen
Leistung, Beiträge und Marketing
„Die Ausbildung wird dadurch
richtig abwechslungsreich,“ betont Tabea Pernau. Der Auszubildenden im zweiten Lehrjahr
gefallen die flachen Hierarchien
besonders: „Bei Fragen kann man
sich problemlos an alle Kollegen
und Vorgesetzten wenden.“ Und
sogar mit dem Vorstand kommt
man während der Ausbildung
bei der Salus BKK ins Gespräch:
Einmal im Jahr geht Ute Schra-
Silke Lengefeld, Ausbildungsleiterin,
im Gespräch mit Regina Leicht.
der mit den Auszubildenden auf
große Azubi-Fahrt. „Wer hätte
gedacht, dass der Vorstand eines
Unternehmens sich so viel Zeit
für seine Azubis nimmt,“ freut
sich Tabea Pernau.
Jetzt für 2011 bewerben!
Wir suchen Azubis für 2011!
Für das Ausbildungsjahr 2011 sind
bei der Salus BKK noch vier Ausbildungsplätze in unseren Standorten Neu-Isenburg und Leipzig
frei. Unter www.salus-bkk.de/
ausbildung können sich Interessierte über eine Ausbildung bei
der Salus BKK informieren und
sich für unsere ausgeschriebenen Ausbildungsplätze bewerben.
Wenn Sie Fragen zu einer Ausbildung bei der Salus BKK haben,
rufen Sie Frau Silke Lengefeld
an: 06102 2909-45. Oder senden
Sie einfach eine E-Mail an
ausbildung@salus-bkk.de
Die Gutfühlversicherung
21
Salusplus
Impressum
Salus - Ihr Gutfühlmagazin
erscheint viermal im Jahr im Rahmen
der Gesetzlichen Verpflichtung der
Salus BKK zur Aufklärung über Rechte
und Pflichten aus der Sozialversicherung.
Herausgeber
Salus BKK
Siemensstraße 5 a
63263 Neu-Isenburg
Zufrieden?
Vorstand: Ute Schrader
Dann empfehlen Sie uns weiter! Als Dankeschön
erhalten Sie für jede Mitgliederwerbung eine Prämie.
Redaktionsleitung
Dominique Meyer, Salus BKK
Telefon 06102 2909-26
Layout
Irina Sturm, Salus BKK
Druck
Köllen Druck + Verlag GmbH
Ernst-Robert-Curtius-Straße 14
53117 Bonn
Telefon 0228 9898-20
Telefax 0228 9898-299
Mail
verlag@koellen.de
20,- Euro Geldprämie
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Für ein neues Mitglied gibt es eine Geldprämie
von 20,- Euro zur Erfüllung eines kleinen
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Einzulösen sind die Gutscheine in
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aus einer Tauchermaske, einem Schnorchel
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Atlantis Hotel am Meer, Wyk
Klinik Königshof, Lechbruck am See
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Stadtbilder: Stadt Nürnberg
Service Center: www.rgm.de
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Ich war zuletzt bei folgender Krankenkasse versichert (Name und Anschrift)
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der bisherigen Krankenkasse
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Art der letzten Versicherung
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Bitte senden Sie mir einen Antrag auf Familienversicherung zu.
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familienversichert
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme
in Online-Dienste, Internet, Vervielfältigung
auf CD-ROM, DVD etc. nur nach vorheriger
schriftlicher Zustimmung der Salus BKK.
Salus-Versicherte erhalten das Magazin
im Rahmen ihrer Beiträge durch ihre BKK.
Ist die Salus BKK durch höhere Gewalt,
Streik und dergleichen an ihrer Leistung
verhindert, so besteht keine Ersatzpflicht.
+ + + Newsticker + + +
+ + + Neue Regelung bei der Einziehung der Krankenhauszuzahlung
Bei einem Krankenhausaufenthalt müssen gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren, die nicht von Krankenhauszuzahlungen befreit sind, je Kalendertag zehn Euro direkt an das Krankenhaus zahlen. Dieser Eigenteil
ist am Tage der Entlassung fällig. Die Zuzahlung ist auf höchstens 28 Tage pro Kalenderjahr begrenzt.
Durch das Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) sind seit 01.01.2010 nicht mehr die gesetzlichen
Krankenkassen, sondern die Krankenhäuser für die Einziehung der Zuzahlung verantwortlich. Hat ein
Patient den Eigenanteil nicht im Krankenhaus bezahlt, ist das Krankenhaus verpflichtet den ehemaligen
Patienten per Mahnschreiben zur Zahlung aufzufordern.
Selbstverständlich beraten wir Sie auch weiterhin gerne zum Thema Zuzahlungen. Bei Fragen wenden Sie
sich bitte an die Kollegen unseres Teams Zuzahlungen. Sie erreichen diese telefonisch unter 0341 45337-558.
Oder schreiben Sie eine E-Mail an zuzahlungsmanagement@salus-bkk. + + +
+ + + Vorstand
Das Vorstandsgehalt für das Jahr 2009 wurde vom Verwaltungsrat auf 132.600 Euro festgelegt. Beim Erreichen von Zielvereinbarungen wurde eine zusätzliche Prämie von 29 Prozent des Grundgehaltes gewährt.
Der Dienstwagen wurde auch zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. + + +
+ + + „Gesund beginnt im Mund“ – jetzt an Zahnvorsorge denken
Regelmäßige Zahnvorsorge, Zahnpflege und gesunde Ernährung sind die besten Voraussetzungen für
lebenslang gesunde Zähne. Die Salus BKK unterstützt Sie deshalb mit ihrem Vorsorgeangebot: Wenn Sie
regelmäßig zum Zahnarzt gehen, erhalten Sie einen Bonus bei der Versorgung mit Zahnersatz und Kronen.
Um den Bonus zu erhalten, müssen Versicherte zwischen 6 und 18 Jahren halbjährlich zur zahnärztlichen
Vorsorgeuntersuchung (Individualprophylaxe) gehen. Versicherte ab 18 Jahren benötigen den Nachweis
der Vorsorgeuntersuchung einmal jährlich.
Wenn Sie die Vorsorgeuntersuchungen in den letzten fünf Jahren vor der Behandlung regelmäßig wahrgenommen haben, erhöht sich der Zuschuss für Zahnersatz und Kronen um 20 Prozent. Die Salus BKK
erhöht den Zuschuss sogar um 30 Prozent, wenn Sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen für die letzten
10 Jahre vor Beginn der Behandlung nachweisen können.
Übrigens: Wenn Sie die zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung jährlich wahrnehmen, können Sie sich
zusätzlich 30 Gutfühlsternchen für Ihr Bonusheft sichern. + + +
Philipp Holzmann-Mitarbeitertreffen
In Freiburg Am 5. November 2010 um 13.30 Uhr treffen sich die ehemaligen Mitarbeiter der Philipp Holzmann AG in Freiburg. Treffpunkt ist das
Hotel-Restaurant „Bierhäusle“, Breisgauer Straße 41 in Freiburg-Lehen.
In Köln Zwei Wochen darauf treffen sich die ehemaligen Mitarbeiter in
Köln am 19. November 2010 um 15.00 Uhr. Treffpunkt hier ist das Brau- und
Wirtshaus „Gaffel am Dom“ Bahnhofsvorplatz 1, 50667 Köln.
Die Gutfühlversicherung
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Werde Azubi 2010
wAs hast du zu bieten?
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Mit der Arbeitswelt kennen sich die Betriebskrankenkassen bestens aus. Nicht
umsonst vertrauen über 150.000 Auszubildende der BKK. Wir wissen: Junge
Leute werden schnell zu Spezialisten in ihren Jobs. Daher suchen wir bis zum
19. Dezember den Azubi oder Berufseinsteiger des Jahres 2010! Hier können
sich Kandidaten mit ihrem Kopf, ihrem Können und Wissen vorstellen und
wählen lassen. Jetzt bewerben unter: www.bkk-live.de
Die Betriebskrankenkassen.
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Ihre Gesundheit ist unser Job.
Die Gutfühlversicherung
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Seele and Geist
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