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BAUMASCHINEN
10
DEUTSCHES BAUBLATT
Nr. 334, Januar/Februar 2008
Neue Cat-Walzenzüge in Deutschland
Mit zwölf Modellen kommen wichtige technische Weiterentwicklungen auf den Markt
GARCHING BEI MÜNCHEN (AB). Caterpillar und sein exklusiver Handelspartner Zeppelin führen in Deutschland zwölf neue Walzenzüge und damit
technische Weiterentwicklungen ein, welche die Verdichtungsarbeiten in der
schweren Erdbewegung wesentlich verbessern. Neue leisere, umweltfreundliche Motoren, eine erhöhte Verdichtungsleistung und eine gute Sicht auf den
Arbeitsbereich sind zentrale Merkmale. Alle Geräte sind zudem bereits standardmäßig mit dem auf GPS basierenden Maschinenmanagementsystem Product Link ausgestattet.
Cat-Walzenzüge gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: mit Glattmantelbandage (CS-Modelle) für körnige und
schwachbindige Böden und mit Stampffußbandage (CP-Modelle) für bindige
Böden. Bei beiden Modell-Typen ermöglicht das von Cat entwickelte und
patentierte Excenter-Unwuchtsystem mit
Stahlkugeln in den Unwuchtkammern
die Einstellung zweier Amplituden für
verschiedene Bodenverhältnisse. Durch
höhere Unwuchtgewichte wurde die
Zentrifugalkraft bei den neuen Walzenzügen nochmals signifikant gesteigert,
wodurch sie im Vergleich zu ihren Vorgängermodellen eine um zehn Prozent
höhere Verdichtungskraft aufweisen. Die
Vibrations-Frequenz der Bandagen lässt
Typ neu
Motor neu
Leistung
[kW]
Einsatzgewicht Bandagenbreite
[t]
[mm]
CS 54
CAT C 4.4
91
10,8
2134
CP 54
CAT C 4.4
91
11,5
2134
CS 54 XT
CAT C 4.4
91
12,4
2134
CS 56
CAT C 6.6
108
12,5
2134
CP 56
CAT C 6.6
108
12,5
2134
CS 64
CAT C 6.6
108
14,5
2134
CP 64
CAT C 6.6
108
14,5
2134
CS 74
CAT C 6.6
108
15,7
2134
CP 74
CAT C 6.6
108
15,6
2134
CS 76
CAT C 6.6
123
16,9
2134
CP 76
CAT C 6.6
123
17,1
2134
CP 76
CAT C 6.6
123
17,4
optional 18,8
2134
CS = Glattmantelbandage, CP = Stampffußbandage
Modellübersicht.
Grafik: Zeppelin
sich stufenlos unabhängig von der Motordrehzahl regeln, auch an Steigungen ist
die beste Einstellung der Vibrationsparameter auf die Bodenverhältnisse möglich.
Ein hydrostatisches Zwei-Kreis-Antriebssystem mit konstanten Fördermengen für
die Antriebsmotoren in der Bandage und
in den Hinterrädern sorgt für eine gute
Traktion und Steigfähigkeit.
Umweltfreundlich
und komfortabel
Alle Modelle der neuen Walzenzüge laufen mit der zukunftweisenden umweltfreundlichen Acert-Motorentechnologie
von Caterpillar. Die einheitliche Steuerung von Kraftstoffzufuhr, Kühlung,
Motormanagement und Motorelektronik bietet neben hoher Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit eine deutliche
Senkung der Abgaswerte und eine Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs. Die
Motoren, die den Tier 3 Vorschriften
entsprechen, sind zudem wesentlich leiser als ihre Vorgänger, und zwar um vier
Dezibel, was für das menschliche Gehör
einer Geräuschreduktion von mehr als
50 Prozent entspricht. Dies erhöht den
Fahrerkomfort deutlich. Verbessert wurde außerdem die Luftführung im Motorraum, welche die Staubaufwirbelung
minimiert.
Ein weiterer zentraler Aspekt bei der
Produktentwicklung waren Benutzerfreundlichkeit und Komfort, wobei die
Rundumsicht, die schon bei den Vorgängermodellen die beste in dieser Geräteklasse war, durch ein neues Design
weiter verbessert wurde. Der Fahrer hat
Die CS 56 ist eines von zwölf neuen Walzenzug-Modellen, die Caterpillar und Zeppelin in Deutschland einführen. Die Maschinen bieten dem Fahrer eine gute Sicht
auf seinen Arbeitsbereich und fahren mit der umweltfreundlichen Acert-Technologie.
Foto: Zeppelin
somit eine gute Sicht auf die Kanten der
Walze sowie auf den Heck-Bereich der
Maschine, was die Arbeit vereinfacht.
Auch die Wartungsfreundlichkeit wurde konsequent umgesetzt: Die einteilige
Motorhaube schwingt nach oben, die
Kabine schwingt nach vorne, der Motor
und alle Komponenten sind vom Boden
aus bequem zugänglich.
Alle neuen Walzenzüge sind bereits standardmäßig mit Product Link ausgestattet. Mit dem Informations- und Überwachungssystem können unter anderem
der Standort, die Betriebsstunden, der
Dieselverbrauch, sowie Fehler- und Diagnose-Codes der Maschinen via Satellit abgefragt werden. Die Daten werden
dabei permanent an einen zentralen Server übermittelt. Mittels Passwort kann
der Kunde dann über die Zeppelin-Internetseite die Informationen abrufen.
Optional können die neuen Walzenzüge
zudem mit auf GPS basierenden Kartierungs- und Vermessungssystemen ausgestattet werden, die den Verdichtungsprozess gleichmäßiger und den Straßenbau
allgemeinen effizienter machen.
Asphaltfräsen wie Zähnebohren
GS-Bau entfernt schadhafte Asphalt- und Betondecken mit neuer Cat-Fräse PM-200
DÜLMEN (SR). Inzwischen sind etliche Straßen in Deutschland weit über 20 Jahre alt. Allein das Alter weist darauf hin, dass der Fahrbahnbelag dringend saniert
werden müsste, weil sich im Lauf der Jahre an vielen Stellen Schäden aufgehäuft
haben. Kommt noch die hohe Belastung durch den Verkehr dazu, wird klar, an
einer Sanierung unserer Infrastruktur kommt niemand vorbei. „Im letzten Jahr haben wir gemerkt, dass Kommunen wieder stärker in die Infrastruktur investieren,
auch wenn einige in der Vergangenheit fälschlicherweise glaubten, Investitionen
wegen ihrer leeren Kassen auf die lange Bank schieben zu können“, berichtet Dierk
Peters, Betriebs- und Oberbauleiter bei G-S-Bau aus Dülmen. Um schadhafte Asphalt- und Betondecken zu entfernen, rückt die Straßenbaufirma seit Mai 2007 mit
seiner neuen Fräse von Caterpillar, einer PM-200, dem Straßenbelag zu Leibe.
Erstanden hat die Straßenbaufirma
die neue Ketten geführte Fräse bei der
Zeppelin Baumaschinen GmbH auf der
letzten Bauma. Die PM-200 ist eine von
mehreren Cat-Straßenbaugeräten, die
sich das Unternehmen mit 20 Mitarbeitern im Lauf des letzten Jahres zugelegt
hat, um für Baumaßnahmen gerüstet zu sein, die für den Landesbetrieb
Straßenbau Nordrhein-Westfalen, kurz
Straßen.NRW, ihrem Hauptauftraggeber, ausgeführt werden. Unter anderem
steht seit 2007 die Deckensanierung
der Bundesstraße B70 zwischen Wesel
und Brünen an, bei der die Qualität
der Fahrbahndecke langfristig gesichert
werden soll. Die Maßnahme beinhaltet auf einer Länge von sechs Kilome-
ter das Abfräsen einer 20 Zentimeter
starken Asphaltschicht. Anschließend
werden eine neue Asphalttragschicht
und ein Asphaltbinder eingebaut. Den
Abschluss bildet die Asphaltdecke, bestehend aus Splittmastixasphalt. „Leider
werden die Gelder für die Straßensanierung von Kommunen und Ländern
immer später im Jahr freigegeben, so
dass viele Maßnahmen erst im Herbst
begonnen werden können, wo wir dann
mit einer schlechten Witterung oder
Wintereinbrüchen zu kämpfen haben.
Aber wir sind zuversichtlich, wenn das
Winterwetter mitspielt und uns keinen
Strich durch die Rechnung macht, werden wir im Februar fertig sein“, ist Dierk
Peters überzeugt.
Erster Teil der Übergabe von zwei Cat Muldenkipper 775F am Unterberg (von links):
Ulrich Barth, Zeppelin-Verkaufsleiter Konzernkunden, Günther Wieczorek, Betriebsleiter des Hartsteinwerks Unterberg, Wolfgang Unger, Zeppelin-Serviceleiter Konzernkunden, Thomas Schult, stellvertretender Betriebsleiter und Muldenfahrer
Harald Becker.
Seit 2007 steht die Deckensanierung der Bundesstraße B70 zwischen Wesel und Brünen an, bei der die Qualität der Fahrbahndecke langfristig gesichert werden soll. Die Maßnahme beinhaltet auf einer Länge von sechs Kilometer das Abfräsen einer
20 Zentimeter starken Asphaltschicht.
Fotos: Zeppelin
Weil die neue Fräse bei ihrer Arbeit von
Anfang an voll und ganz ausgelastet
war, aber der Zeitplan drängte, stellte
die Zeppelin Baumaschinen GmbH,
vertreten durch Rainer Pieper, Produktmanager für Straßenbaugeräte bei Zeppelin, GS-Bau vorübergehend noch eine
zusätzliche PM-200 zur Verfügung. So
konnte der Kunde damit die kurzfristig entstandene höhere Auslastung abdecken. „Leistung und Service bei Cat
und Zeppelin stimmen einfach“, räumt
Dierk Peters ein.
Um schadhafte Asphalt- und Betondecken zu entfernen, rückt die Straßenbaufirma
mit seiner neuen Fräse von Caterpillar, einer PM-200, dem Straßenbelag zu Leibe.
Das Fräsen im Straßenbau ist wie das
Bohren von Löchern bei Zähnen: Während der Zahnarzt mit einem Bohrer
Karies bei Zähnen entfernt, beseitigt der
Straßenbauer mit seiner neuen PM-200
durch Spurrillen oder Frostausbrüche
beschädigte Asphaltschichten schnell
und präzise. Die PM-200 mit einer Frästiefe von 32 Zentimeter eignet sich besonders für Asphalt- und Betonflächen,
zu deren Reparatur größere Frästiefen erforderlich sind, wie beispielsweise Fahrbahnen oder Industrieflächen, wie von
Logistikzentren, wo G-S-Bau seine neue
Fräse ebenfalls schon eingesetzt hat. Die
Fräsflächen weisen dank der TSD-Nivelliersysteme, die speziell auf die CatKaltfräsen abgestimmt sind, ein hohes
Maß an Ebenflächigkeit auf. Die automatisch konstant gehaltene Vorschubgeschwindigkeit mit Traktionskontrolle
und automatischer Tiefensteuerung auf
beiden Seiten garantiert sauberen und
gleichmäßigen Ausbau der Frässchichten. Besonderes Augenmerk hat Cat auf
die Entwicklung der Fräswalze gelegt,
die ständig extremen Belastungen ausgesetzt ist. So ermöglichen konische Wechselhalter das schnelle Erneuern der 178
Rundschaftmeißel. Dies führt wiederum zu einer längeren Haltbarkeit. Was
das zukünftige Sonderzubehör der Fräse
anbelangt, bleiben für Peters nur wenige
Wünsche offen, die er dem ZeppelinProduktmanager Rainer Pieper weitergegeben hat. Dieser versichert: „Darüber
haben wir den Hersteller Caterpillar bereits informiert, weil wir hier auch eine
Verbesserung des Produkts speziell für
den deutschen Markt sehen.“
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Seele and Geist
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