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22. September... ein Tag wie jeder andere? - Grünes Bündnis Bern

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Nr. 6 August 2006
s o z i a l . ö k o l o g i s c h . f e m i n i s t i s c h
gb.lınks
Grünes Bündnis
Postfach 6411
Neubrückstrasse 17
3001 Bern
Tel. 031 301 82 09
Fax 031 302 88 78
info@gbbern.ch
www.gbbern.ch
PC 30-37923-6
➔ Bern bewegt 2209 Räder
➔ 2 x Nein zu Asyl- und Ausländergesetz
➔ GSoA-Initiative unterschreiben
Car-free-Day in Bern
22. September... ein Tag wie jeder andere?
zu verhelfen, waren wir jedoch bereit, an
der zukünftigen Gestaltung des Aktionstages Bernbewegt mitzuwirken.
GB-AktivistInnen protestieren
gegen die Überschreitung
der Ozonwerte und fordern
weniger Autos für bessere
Luft.
Der europaweite Car-free-Day setzt grundsätzlich ein Zeichen für ein anderes,
nicht auto-philes Mobilitätsverhalten. Mit
dem Aktionstag soll das Bewusstsein für
stadtverträgliche Fortbewegungsmittel
geschärft werden. Das erste Konzept des
Gemeinderats für den diesjährigen Aktionstag erfüllte diese Kriterien nicht, da
der Aktionstag auf einen wirkungslosen
Event in der Innenstadt reduziert worden
wäre. Die Mitglieder der Mobilitätskonferenz der Region Bern (Umweltverbände
und links-grüne Parteien) haben an ihrer
Sitzung vom 22. Mai 2006 einstimmig beschlossen, den offiziellen Aktionstag Bernbewegt vom 22. September 2006 zu boykottieren. Unsere ablehnende Haltung
begründeten wir deshalb auch mit der
fehlenden Wahrnehmbar- und Spürbarkeit
des Aktionstages in der breiten Öffentlichkeit. Um unserem Anliegen einer umweltgerechten Verkehrspolitik zum Durchbruch
AZB 3000 Bern 1
Grünes Bündnis, PF 6411, 3001 Bern
An Post: Bitte Adressänderung nicht melden.
Die Boykottdrohung blieb nicht ohne
Wirkung. Der Gemeinderat sah sich gezwungen, auf unsere Forderungen einzugehen, und lies ein Aktionskonzept
erarbeiten, das unter anderem die ganztägige Sperrung der Hauptverkehrsachse
Bahnhofplatz – Bollwerk vorsieht. Geplant
sind folgende Aktivitäten: 1. Fahrbahnverengungen auf sechs Einfallsstrassen,
gekoppelt mit Information der AutofahrerInnen, 2. ein Mobilitätspark in der
Innenstadt und 3. die Aktion «Bern bewegt
2209 Räder».
Der 22. September 2006 . . . doch kein Tag
wie jeder andere?
Das Grüne Bündnis unterstützt die Wette,
dass am diesjährigen 22. September
mindestens 2209 durch Muskelkraft betriebene Räder durch die Strassen von
Bern rollen. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr
auf dem Waisenhausplatz. Losgefahren
wird um 18 Uhr. Wer an der Wette teilnimmt, kommt mit dem Velo, dem Trottinett, den Inline-Skates, dem Dreirad, dem
Rollstuhl usw. auf den Waisenhausplatz.
Gezählt werden alle bewegten Räder.
Teilnehmende können sich anmelden über
www.die-wette-gilt.ch
Der 22. September 2007 . . . wieder ein Tag
wie jeder andere?
Das Grüne Bündnis erwartet,
dass das Ziel der Verkehrsverlagerung auch für die
künftigen Aktionstage vom
22. September inhaltliche
Richtschnur ist. Kreative und
fröhliche Aktionen sind erwünscht, solange sie nachhaltig autofrei sind. Ein
Aktionstag macht dann Sinn,
wenn er nachhaltig zum
Ziel der Verminderung des
motorisierten Verkehrs
beträgt. Ein autofreier Tag
genügt aber nicht. Stadtverträgliche Mobilität bedeutet die konsequente Förderung
des Fuss- und Veloverkehrs und gute
öffentliche Verkehrsmittel. Das Grüne
Bündnis fordert vom Gemeinderat weitere,
nachhaltige Massnahmen zur Reduktion
des motorisierten Individualverkehrs,
welche auch mit der Region Bern koordiniert sind.
Stéphanie Penher, AG Ökologie
gb.lınks
● Fr, 25.8.. Weiterbildung zum Thema
«Gleichstellungsgesetz – kompetent anwenden». Kant. Fachstelle für Gleichstellung, Anmeldung unter info.fgs@sta.be.ch
● Sa, 26.8., Kultur- und Ökogärtnerei
Maurer, Münsingen, ab 18.30 Uhr. Fest
der Grünen Kanton Bern. Der Erfolg bei
den kantonalen Wahlen und der Start
der Grünen Kanton Bern: Gründe genug für
ein Fest! Anmeldung nicht nötig – Infos
unter info@gbbern.ch oder 031 301 82 09.
● Do, 31.8., 20 Uhr, Hotel Bern, Bern. Diskussion «Der grosse Streik in Deutschland». Mit Alfred Wohlfart, Gewerkschaft
ver.di. Infos: www.vpodbern.ch
● Fr–So, 1.–3.9., Biel. Dritte Sommerakademie von attac schweiz unter dem Titel:
«Generation prekär? – Enden die Menschenrechte dort, wo die Unternehmensfreiheit beginnt?» Anmeldung obligatorisch. Weitere Infos und Anmeldung unter:
www.schweiz.attac.org
gb.tipp
Schule ohne Ausgrenzung ist möglich!
Talon
Name:
Vorname:
Adresse:
PLZ/Ort:
Telefon:
e-mail:
Integration und Selektion – ein Widerspruch?
Dienstag, 19. September, 19.30 Uhr, Kornhausforum Bern
Ist der Ruf nach integrativen Schulen und nach mehr Leistungsnachweisen nicht ein
gegenläufiger Trend? Können Schulen wirklich integrativ sein, wenn auf der Oberstufe
weiterhin eine Selektion stattfindet? Zu welchen Erkenntnissen kommt die wissenschaftliche Forschung und wie fliessen diese Einsichten in die Bildungspolitik ein?
● Ich möchte Mitglied werden
beim Grünen Bündnis. Bitte
schickt mir weitere Unterlagen.
● Ich bestelle ___ Expl. Unterschriftenbogen für die GSoAInitiative «Für ein Verbot von
Kriegsmaterial-Exporten».
Diese und weitere Fragen diskutieren:
Max Suter, Erziehungsdirektion Kanton Bern
Thomas Meyer, Bildungssoziologe und Leiter von TREE
Rudolf Guggisberg, Grossrat SVP
Corinne Schärer, Grossrätin Grüne Bern
● Ich möchte mich aktiv engagieren beim Grünen Bündnis.
Bitte nehmt mit mir Kontakt
auf.
Impressum
Redaktionsschluss gb.links
7/2006: 31. August.
Redaktion: Reto Moosmann,
Natalie Imboden.
Satz und Druck: Genossenschaft
Widerdruck, Bern. Lithos:
Genossenschaft Graphix, Bern.
Moderation: Reto Wissmann, Redaktor «Der Bund»
gb.bewegt
Frauenpolitik
Montag, 28. August, 19 Uhr,
GB-Sekretariat
Ökologie
Montag, 12. September, 20 Uhr,
GB-Sekretariat
Internationales und Migration
Kontakt: Martin Wälchli,
internationales-migration@gbbern.ch
Bildung
Montag, 21. August, 19 Uhr,
GB-Sekretariat
Nationale Politik
Kontakt: GB-Sekretariat
Tel. 031 301 82 09
Leitender Ausschuss
Mittwoch, 23. August, 20 Uhr,
GB-Sekretariat
Energiepolitik
gb.kommentar
Aussteigen und umsteigen!
oder Australien abgebaut, sondern auch in
Energieträger in genügender Menge bereit-
Russland oder Namibia. Die Atomkraft ist
stellen, um die sich abzeichnende Strom-
riskant, und sie ist alles andere als nachhal-
Missbrauchsbekämpfung wird mit dem neuen
lücke ab 2020 auszugleichen? Die rot-grüne
tig. Wir bürden unseren Nachkommen gros-
Ausländer- und dem verschärften Asylgesetz
Berner Kantonsregierung legte vor den
se Probleme auf, denn bis heute wissen wir
die Verletzung von Menschenrechten und der
Sommerferien ihr Strategiepapier vor. Sie
nicht, wo wir den hochgiftigen radioaktiven
Flüchtlingskonvention in Kauf genommen.
will mehr Energieeffizienz. Der Wärme-
Abfall unserer Atommeiler langfristig lagern
Flüchtlinge ohne Pass oder Identitätskarte
bedarf von Gebäuden soll um einen Fünftel
sollen.
werden keinen Zugang mehr zum Asylver-
Unter dem Vorzeichen der
fahren erhalten und wie alle abgewiesenen
reduziert werden. Sie will auch erneuerbare
Bern strahlt auf positive Art:
Die rot-grüne Regierung
will den Ausstieg
aus der Atomenergie.
Gegen Behördenwillkür
und Ausgrenzung
einschränken. Wie können wir erneuerbare
Energien massiv fördern. Und sie will aus
Der Ausstieg aus der Atomenergie zwingt
Asylsuchenden von der Sozialhilfe und den
der Atomenergie aussteigen. Damit hat der
uns, innovative Wege zu bestreiten. Die
Betreuungsstrukturen ausgeschlossen. Die
Kanton Bern schweizweit eine Vorreiter-
Berner Regierung hat richtig erkannt, dass
Erweiterung der Zwangsmassnahmen ist
rolle übernommen und das Terrain für die
Uran und Öl in eine Sackgasse führen. Gas
unverhältnismässig, fördert die Rückkehr
Energiewende vorbereitet.
darf aber nicht die neue «Lösung» sein.
nicht und verursacht enorme Kosten. Zu be-
Gaskombikraftwerke, wie sie auch die
grüssen ist zwar die Verbesserung des Status
Die Stromlobby hingegen will uns weisma-
Berner Regierung als Übergangslösung
der «Vorläufig Aufgenommenen»: Sie wurde
chen, kein Weg führe an einer Renaissance
postuliert, stossen gewaltige Mengen an
vom Parlament aber abgeschwächt und hängt
der Atomkraft vorbei. Sie will die Lebens-
CO2 aus. Damit werden sämtliche Bemühun-
von der Umsetzung der Kantone ab.
Nach der Ölkrise von 1973 wollte auch die
dauer alter Reaktoren wie jenem in Mühle-
gen im Klimaschutz unterlaufen. Gescheiter
Schweiz ihre Energieversorgung breiter
berg verlängern und plant den Bau neuer
ist, wir prüfen als Übergangslösung CO2-
abstützen. Schon damals sprachen alle von
AKWs. Sie hat mit der SVP auch prompt eine
freie Kohlekraftwerke. Fachleute sagen,
erneuerbaren Energieträgern wie Sonne,
Verbündete gefunden. In ihrem neusten
diese Technologie sei in 10 bis 15 Jahren
Wind, Biomasse, Geothermie. Später war
Energiepapier preist die SVP die Atom-
ausgereift. In Deutschland werden bald er-
Energieeffizienz ein Modewort. Doch in
energie als Lösung für die Zukunft und lobt
ste Pilotversuche gestartet. Eine Energie-
über 30 Jahren kamen wir leider nicht sehr
die Sicherheit der neuesten Generation von
strategie, die den Anspruch erhebt, bis ins
viel weiter. Wenn man die Wasserkraft aus-
Atomreaktoren. AKWs bleiben jedoch eine
Jahr 2035 zu reichen, darf sich auch nicht
nimmt, dann machen die erneuerbaren
Gefahr für Mensch und Umwelt. Das zeigte
auf die Stromerzeugung und den Wärme-
Energieträger heute knapp 4% der gesam-
sich erst Ende Juli in Forsmark in Schweden
verbrauch beschränken: Energiepolitik ist
Die Schweiz bleibt auf Zuwanderung und
ten Produktion aus. Gegen 60% unseres
wieder einmal. Viel hat nicht gefehlt, und es
Verkehrspolitik, Gesundheitspolitik, Wirt-
einen konstruktiven Umgang damit ange-
Energieverbrauchs basiert weiterhin auf
wäre wegen eines simplen Kurzschlusses zu
schaftspolitik, Raumplanungspolitik und
wiesen. Dazu gehört, dass Integration als
Erdöl. Die Stromlobby liess das 10-jährige
einer Kernschmelze und damit zu einem
Klimapolitik. Bern muss in enger Partner-
gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahr-
Atommoratorium in den neunziger Jahren
GAU gekommen. Fast das gesamte elektro-
schaft mit den technischen Fachhochschulen
genommen und Chancengleichheit für alle ge-
ungenutzt verstreichen. Statt in innovative
nische Sicherheitsdispositiv hat versagt.
ein Energie-Cluster werden. Die 2000-Watt-
währleistet wird. Das Leben in Prekarität und
Technologien zu investieren, überbrückte
Wäre die SVP konsequent, müsste sie ihre
Gesellschaft ist unser Endziel – sie darf aber
Illegalität ist keine Lösung. Verfolgte und
man die Zeit mit Atomstrom aus Frankreich.
eigene Weisheit von einer auslandunab-
nicht ein Fernziel bleiben.
Verletzliche sollen in der Schweiz auch in
Statt die nötige Rechtssicherheit zu schaffen,
wurde das Ermessen der Behörden bei
Drittstaatangehörigen bis in die persönliche
Freiheit ausgedehnt. Integration will der
Gesetzgeber negativ über die Bewilligung
des Aufenthalts und Verpflichtungen im
Einzelfall regeln, ohne ein entsprechendes
Förderangebot verbindlich zu verankern.
hängigen Stromproduktion beherzigen und
Zukunft Schutz finden. Deshalb stimmen wir
Wir stehen heute an einer Wendemarke. Die
auf Atomstrom verzichten. Denn auch Uran
am 24. September zwei 2 x NEIN.
nicht erneuerbaren Energiequellen werden
muss in die Schweiz importiert werden.
knapper und teurer. Wir müssen zudem Öl,
Und entgegen den Behauptungen der SVP
Franziska Teuscher,
Sabine Schoch,
Gas und Kohle wegen des Treibhauseffektes
wird dieser Rohstoff nicht nur in Kanada
Nationalrätin Grüne
AG Internationales und Migration
gb.wohnen
Stadt Bern: JA zur Totalrevision der städtischen Bauordnung
Die Wohnstrategie des GB fordert mehr nachhaltigen Wohnraum.
Dank zwei Vorstössen prüft die Stadt Bern nach der Ablehnung der
Bern im Bau
Planung Viererfeld, wo autoarmes Wohnen möglich ist, so beispielsweise im Viererfeld-Süd.
Wo entsteht in der Stadt künftig neuer
Anliegen ebenfalls: Neue Parkhäuser kön-
GB-Stadträtin Karin Gasser will den genossenschaftlichen Woh-
Wohnraum? Wie kann beim Bau von neuen
nen auch künftig nur am Stadtrand gebaut
nungsbau ankurbeln und fordert, dass – wie in Zürich seit 1924! –
Freizeittempeln das Quartier vor Mehrver-
werden (Park&Ride-Anlagen). Damit wird
städtische Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Zürich hat heute
kehr geschützt werden? Diese und andere
den Plänen für ein neues Parkhaus am
ein Rekordniveau an günstigen Genossenschaftswohnungen.
Fragen werden in der städtischen Bau-
Klösterlistutz ein Riegel geschoben. Zudem
Freizeitnutzungen in Wohnquartieren kommen mit den Anliegen der
ordnung geregelt.
wurden Verkehrsbeschränkungen für Frei-
BewohnerInnen in Konflikt. Daher fordert GB-Stadträtin Franziska
zeit- und Verkaufnutzungen in Dienst-
Schnyder vom Gemeinderat ein Freizeitnutzungskonzept, welches
Wohnen wird gefördert
leistungszonen verankert. Diese werden
Kriterien insbesondere für den zusätzlichen Verkehr vorsieht.
Bern ist nicht gebaut! Bern braucht drin-
nur erlaubt, wenn eine gute Erschliessung
Die GB-Stadträtinnen Natalie Imboden und Karin Gasser fordern,
gend neuen Wohnraum. Die neue Bauord-
mit dem öffentlichen Verkehr gewährleistet
dass sich die Stadt für die Steigerung der Energieeffizienz einsetzt,
nung fördert das Wohnen, indem sie den
ist.
bei Gebäuden der Stadt Bern energieeffizient baut und Passiv-
Wohnanteil in Wohnzonen erhöht, grössere
häuser und Minergie P-Standards auch bei Privaten unterstützt.
Balkone und Attikageschosse ermöglicht
Überzeitbewilligungen in der Altstadt
und den Einbau von Dachwohnungen er-
kontrovers
gb.parlament
leichtert. Nicht in die neue Bauordnung aufgenommen wurde die Forderung des Grünen
Bündnis, das Prinzip des autoarmen Woh-
68 Ausgehlokale in der Altstadt haben heute
Auch in der neuen Bauordnung ist der denkmalpflegerische Schutz stark – damit auf Alt- und
Neubauten Solarpanels wie auf dem Stade de
Suisse-Dach möglich sind, muss der Denkmalschutz mit Augenmass umgesetzt werden.
eine generelle Überzeitbewilligung und
können bis in die frühen Morgenstunden
Das GB fordert in der Stadt Bern und im Kanton mehr Gleichstellung:
nens zu verankern. Was andernorts möglich
Förderung von Frauen- und Mädchensport in Bern (Stefanie Arnold,
ist (z.B. Ostermundigen), lehnte das Stadt-
Urs Frieden)
berner Parlament ab. Trotzdem können ein-
Städtische Kulturförderung unter der Gleichstellungslupe (Natalie
zelne autoarme Überbauungen über den
Wohnungsbau, welche mit der neuen Bau-
rats priorisiert das Wohnen gegenüber
Imboden, Stefanie Arnold)
Weg einer Überbauungsordnung erreicht
ordnung erreicht wurden, werden durch
der Freizeitnutzung, wobei aber der Status
Erhebung der Löhne im Kanton Bern nach Geschlecht (Corinne
werden.
Anstrengungen auf kantonaler Ebene noch
quo an Ausgangslokalen gewährt bleibt
verstärkt. Der neue, rot-grüne Regierungs-
(= Variante 1, mit Einschränkungen). Die
Schärer)
offen haben. Soll es in der unteren Altstadt
mehr Lokale mit Überzeitbewilligung geben
oder nicht? Eine knappe Mehrheit des Stadt-
Überprüfung der Löhne des kantonalen Personals (Blaise Kropf)
Ökologische Verbesserungen
rat forderte Anfang Juli im Rahmen der En-
Minderheit möchte hingegen keine Ein-
(Vollständige Texte und weitere Vorstösse siehe www.gbbern.ch)
Bauen ist eng mit dem Energieverbrauch
ergiestrategie unter anderem eine Effizienz-
schränkungen für weitere, generelle Über-
gekoppelt. Wer clever baut, braucht weniger
steigerung im Wohnungsbau. Zudem ver-
zeitbewilligungen (= Variante 2, ohne Ein-
Energie und produziert weniger CO2. Leider
langte in der Juni-Session die Grüne Frakti-
schränkungen). Damit die sonst unbestrit-
erlaubt es die kantonale Gesetzgebung
on zusammen mit EVP, CVP und SP die Revi-
tene Bauordnung nicht gefährdet wird, findet
nicht, dass die Stadt Bern für alle Neu- und
sion des Energiegesetzes, um die Effizienz
deshalb eine Variantenabstimmung statt.
Umbauten den MINERGIE-Standard vor-
bei der Energienutzung im Gebäudebereich
Insgesamt ist die neue Bauordnung ein gutes
schreibt. Der Kanton setzt stattdessen auf
zu steigern und den MINERGIE-Standard zu
Fundament für eine nachhaltige Stadtent-
Anreize und fördert seit Anfang 2006 Neu-
erreichen.
wicklung. Das Grüne Bündnis sagt 2 X JA zur
JA
und Umbauten, welche energie-effzient
Einen Erfolg konnte das GB bei der Licht-
Bauordnung. In der Interessenabwägung
JA
sind, finanziell. Die Stadt Bern belohnt
verschmutzung resp. dem Vogelschutz ver-
gewichtet das GB die Interessen der Anwoh-
künftig – dank der Hartnäckigkeit des
buchen: Der Gebrauch von sogenannten
nerInnen stärker (Stichfrage = Variante 1).
NE IN
Grünen Bündnis – MINERGIE-Bauten mit
Skybeamern, eine Gefahr für die Zugvögel,
NE IN
einem Bonus bei den Nutzungsmassen.
ist künftig in der Stadt Bern verboten.
Natalie Imboden,
Die ökologischen Verbesserungen beim
Im Bereich des Verkehrs obsiegten grüne
GB-Stadträtin
Ab
06
stimmungen vom 24.9.
Stadt Bern
dnung
Totalrevision der Bauor
1
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2 x JA
Kanton Bern
en Verwaltung
Reform der dezentral
Justizreform
National
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Revision Ausländerge
Revision Asylgesetz
nalbankVolksinitiative «Natio
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JA
no 6 août 2006
s o z i a l . ö k o l o g i s c h . f e m i n i s t i s c h
gb.lınks
➔ le forum
➔ vert
Grüne Biel
Les Verts Bienne
PF/cp 665
2500 Biel/Bienne
www.gruene-biel.ch
www.les-verts-bienne.ch
PC/ccp 30-789079-6
social
➔ Grüne Biel Les Verts Bienne
Car-free-Day in Bern
22. September... ein Tag wie jeder andere?
zu verhelfen, waren wir jedoch bereit, an
der zukünftigen Gestaltung des Aktionstages Bernbewegt mitzuwirken.
GB-AktivistInnen protestieren
gegen die Überschreitung
der Ozonwerte und fordern
weniger Autos für bessere
Luft.
Der europaweite Car-free-Day setzt grundsätzlich ein Zeichen für ein anderes,
nicht auto-philes Mobilitätsverhalten. Mit
dem Aktionstag soll das Bewusstsein für
stadtverträgliche Fortbewegungsmittel
geschärft werden. Das erste Konzept des
Gemeinderats für den diesjährigen Aktionstag erfüllte diese Kriterien nicht, da
der Aktionstag auf einen wirkungslosen
Event in der Innenstadt reduziert worden
wäre. Die Mitglieder der Mobilitätskonferenz der Region Bern (Umweltverbände
und links-grüne Parteien) haben an ihrer
Sitzung vom 22. Mai 2006 einstimmig beschlossen, den offiziellen Aktionstag Bernbewegt vom 22. September 2006 zu boykottieren. Unsere ablehnende Haltung
begründeten wir deshalb auch mit der
fehlenden Wahrnehmbar- und Spürbarkeit
des Aktionstages in der breiten Öffentlichkeit. Um unserem Anliegen einer umweltgerechten Verkehrspolitik zum Durchbruch
Die Boykottdrohung blieb nicht ohne
Wirkung. Der Gemeinderat sah sich gezwungen, auf unsere Forderungen einzugehen, und lies ein Aktionskonzept
erarbeiten, das unter anderem die ganztägige Sperrung der Hauptverkehrsachse
Bahnhofplatz – Bollwerk vorsieht. Geplant
sind folgende Aktivitäten: 1. Fahrbahnverengungen auf sechs Einfallsstrassen,
gekoppelt mit Information der AutofahrerInnen, 2. ein Mobilitätspark in der
Innenstadt und 3. die Aktion «Bern bewegt
2209 Räder».
Der 22. September 2006 . . . doch kein Tag
wie jeder andere?
Das Grüne Bündnis unterstützt die Wette,
dass am diesjährigen 22. September
mindestens 2209 durch Muskelkraft betriebene Räder durch die Strassen von
Bern rollen. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr
auf dem Waisenhausplatz. Losgefahren
wird um 18 Uhr. Wer an der Wette teilnimmt, kommt mit dem Velo, dem Trottinett, den Inline-Skates, dem Dreirad, dem
Rollstuhl usw. auf den Waisenhausplatz.
Gezählt werden alle bewegten Räder.
Teilnehmende können sich anmelden über
www.die-wette-gilt.ch
Der 22. September 2007 . . . wieder ein Tag
wie jeder andere?
Das Grüne Bündnis erwartet,
dass das Ziel der Verkehrsverlagerung auch für die
künftigen Aktionstage vom
22. September inhaltliche
Richtschnur ist. Kreative und
fröhliche Aktionen sind erwünscht, solange sie nachhaltig autofrei sind. Ein
Aktionstag macht dann Sinn,
wenn er nachhaltig zum
Ziel der Verminderung des
motorisierten Verkehrs
beträgt. Ein autofreier Tag
genügt aber nicht. Stadtverträgliche Mobilität bedeutet die konsequente Förderung
des Fuss- und Veloverkehrs und gute
öffentliche Verkehrsmittel. Das Grüne
Bündnis fordert vom Gemeinderat weitere,
nachhaltige Massnahmen zur Reduktion
des motorisierten Individualverkehrs,
welche auch mit der Region Bern koordiniert sind.
Stéphanie Penher, AG Ökologie
AZB 3000 Bern 1
Grünes Bündnis, PF 6411, 3001 Bern
An Post: Bitte Adressänderung nicht melden.
Bauen in Biel
Planungsgrundlagen bereits überholt?
Die Zonenordnung 1998 (Zustimmung an
trächtliche Konsequenzen für die Grünzonen
der Urne 1998) und deren geplante, mittler-
in der Stadt Biel. Diese sollen teilweise in
Stades de Bienne führen zu geschätztem
weilen sistierte Teilrevision sowie der Land-
Wohn-, Arbeits- oder Industrieland umge-
Mehrverkehr von bis zu 10 000 Bewegun-
schaftsrichtplan aus dem Jahre 2004 stellen
wandelt werden. Allein durch die Bauvor-
gen pro Tag. Gemäss kantonalen Richt-
die planerischen Grundlagen für die Stadt
haben im Bözingenfeld (Public Private Part-
linien dürften es höchstens 3000 sein.
Biel dar. Alle diese Rechts- und Planungs-
nership) werden dort die Grünflächen um
Kann das Mantelnutzungskonzept nicht
grundlagen äussern sich nicht nur zum
rund 50 000 m2 reduziert. Trotzdem spricht
mit den aktuell noch zur Verfügung ste-
Verhältnis der verschiedenen Nutzungen
der Gemeinderat verharmlosend von einer
henden 3000 Bewegungen realisiert
(Grün-, Wohn-, Industrie-, Arbeitszonen
«marginalen Änderung» der Grünräume.
werden, fallen budgetierte Einnahmen von
etc.), sondern auch zu konkreten, vom Ge-
• Die vorgesehenen Mantelnutzungen der
ca. 40 Mio. Franken – zumindest teilweise
meinderat vorangetriebenen Planungs-
Nachhaltige Stadtentwicklung?
vorhaben, so beispielsweise zu Gurzelen,
Aus nachhaltiger Sicht müsste einem sol-
Bözingenfeld West oder dem Bergfeld. Von
chen Vorhaben eine Güterabwägung voran-
vorgaben noch die Auswirkungen auf die
einer Mehrheit des Bieler Parlaments
gehen: Welche Naturwerte werden erhalten,
Innenstadt diskutiert. Durch die geplanten
werden diese Planungsgrundlagen aber
welche zerstört? Welche ökonomischen Vor-
Fachmärkte im Bözingenfeld werden
offenbar als überholt betrachtet: Ende Juni
teile oder Risiken erwachsen der Stadt?
den Innenstadtgeschäften Einbussen in
Talon
diskutierte das Parlament über die Zukunft
Welche sozialen Folgen ergeben sich aus
der Höhe von jährlich schätzungsweise
Name:
Vorname:
Adresse:
PLZ/Ort:
Telefon:
e-mail:
des Bözingenfeldes und traf Entscheide, mit
den Bauvorhaben?
welchen es von den in der Zonenordnung
Es scheint, als sei eine solche Abwägung
1998 und im Landschaftsbericht verankerten
unterlassen worden. Zudem wurden die
im Bözingenfeld bleiben in der Botschaft
Grundsätzen abweicht. Doch war sich der
wichtige Entscheidgrundlagen zurückge-
unerwähnt. Werden diese realisiert, hätte
Stadtrat dessen überhaupt bewusst?
halten oder verschleiert, und zwar:
das eine weitere, massive Verminderung
Die ganze Wahrheit?
• Auch auf der Gurzelen ist mit einer Re-
● Je m’intéresse à
Grüne Biel Les Verts Bienne.
Veuillez me contacter.
Grüne Biel Les Verts Bienne
cp/PF 665
2500 Biel/Bienne
– weg.
• In der Vorlage werden weder die Umwelt-
20–30 Mio. Franken entstehen.
• Auch die Bauvorhaben der Swatch-Group
von Grünflächen zur Folge – 4 weitere
Die dem Stadtrat vorgelegten Geschäfte so-
duktion der Grünflächen zu rechnen. Die
wie die aus den Medien bekannt gewordenen
Teilzonenrevision 2004 ging noch von der
Pläne der Stadtregierung bestätigen die Ver-
Erhaltung aller Fussballplätze aus. Im
mutung, dass die bestehenden Rechts- und
Vorschlag 2006 figurieren diese Flächen
2
Planungsgrundlagen ihre Geltung bereits
(25 000 m ) nun aber als Bauland für
nach wenigen Jahren wieder verloren haben.
Wohnnutzungen – 5 Fussballplätze
Die Pläne der Stadtregierung haben be-
werden vermutlich ersatzlos gestrichen.
Fussballplätze dürften verschwinden.
Christoph Grupp
Die Botschaft zum Bözingenfeld kann beim Stadtratsbüro bezogen werden. Wichtige Grundlage für
diesen Artikel ist der Beitrag von Alt-Baudirektor
Ueli Haag «Wortmeldung». Er kann bei Christoph
Grupp (info@ecomm.ch) bezogen werden.
gb.bewegt | agir
Impressum
Rédaction: Bettina Epper.
Impression: Widerdruck, Berne.
Lithos: Graphix, Berne.
Arbeitsgruppe Ökologie
Kontakt | contact: Urs Scheuss
e-mail: urs.scheuss@gruene-biel.ch
Groupe de travail Questions sociales,
intégration et femmes
Kontakt | contact: Claire Magnin
e-mail: magnin.ch@worldonline.ch
Kontakte | contact
Grüne Biel Les Verts Bienne
Urs Scheuss
cp/PF 665, 2500 Biel/Bienne
Tel. 032 322 13 31
e-mail: urs.scheuss@gruene-biel.ch
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