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Dank Optimismus älter werden, wir zeigen Ihnen wie, These 3 Die

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Dank
Dank Optimismus
Optimismus älter
älter werden,
werden,
wir
wir zeigen
zeigen Ihnen
Ihnen wie,
wie, These
These 3
3
Die
Die Mitwirkung
Mitwirkung der
der
Generationen
Generationen 50plus
50plus im
im Spiegel
Spiegel
der
der Forschung,
Forschung, Teil
Teil 2
2
AUSGABE 2/2007
Ve r k a u f s p r e i s : F r. 7 . 5 0
Was immer Sie vorhaben:
Wir tragen mit.
Unsere Vorsorgelösungen geben Ihnen finanzielle Sicherheit.
Mit den Basler Versicherungen und der Baloise Bank SoBa sind Sie in allen
Lebenslagen bestens beraten. Im Rahmen unserer persönlichen 360°-Beratung
erhalten Sie bei uns Versicherungs-, Vorsorge- und Vermögenslösungen,
die genau Ihren Bedürfnissen entsprechen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf:
Gratisnummer 00800 24 800 800, www.baloise.ch.
Editorial
der zweite Muba-Auftritt und die 7. Delegiertenversammlung 2007 sind vorbei. Die Delegierten haben
unserem Vorstand für das vergangene Jahr
Décharge erteilt, obwohl wir – hauptsächlich bedingt durch unsere Verbandszeitschrift – ein kleines Defizit von etwas über 6000 Franken verbuchen
mussten. Dieses Jahr erwarten wir dank der bereits
gut angelaufenen Spendeaktion unter den Leserinnen und Lesern und unserer Anstrengungen, weitere Partnerfirmen und Inserenten zu finden, eine
ausgeglichene Bilanz. Wir möchten darum die Gelegenheit benützen, allen, die bis heute ihre Wertschätzung mit Beträgen von 10 bis 200 Franken gezeigt haben, herzlich zu danken. Sie und alle die es
noch zu tun gedenken, helfen mit, dass autonom
seinen ihm gebührenden Platz in unserer Gesellschaft findet und ihn auch behalten kann. Dass
autonom auf ein grosses Echo stösst und damit
eigentlich schon jetzt nahe dran ist, diesen Platz zu
erringen, erkennen wir am immer grösser werdenden Rücklauf von Karten, Fragebogen, Kreuzworträtsellösungen und neuerdings auch von Reaktionen unserer Leser auf einige unserer Artikel. Das
freut uns riesig.
Die vorliegende Nummer hat zwei Hauptthemen. Einerseits bringen wir den zweiten Teil des
Beitrags «Die Mitwirkung der Generationen
50plus im Spiegel der Forschung». Darin behandelt Frau Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello, wie
die in der letzten Ausgabe angesprochenen Kompetenzen älterer Menschen in unserer Gesellschaft besser genutzt werden könnten und genutzt
werden sollten. Ein Thema, das uns alle interessieren müsste. Diese Serie wird mit dem dritten und
letzten Teil in der Juni-Nummer beendet.
Fehlen darf natürlich auch nicht eine Nachlese
über unsere Erfahrungen an der diesjährigen
Muba. War es das richtige Konzept? Die Frage, wie
die Sonderpräsentation «Älter werden macht
3
Spass» im nächsten Jahr durchgeführt wird, können wir noch nicht endgültig beantworten. Dass
diese Sonderpräsentation auch im Muba-Konzept
2008 vorgesehen ist, wissen wir jedoch mit fast an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.
Auf Seite 12 beleuchten wir ein weiteres Kapitel
der modernen Alterspolitik. Es handelt sich dabei
um die dritte der vom Autorenteam Helmut
Bachmaier und René Künzli der TERTIANUM Stiftung in Berlingen (TG) ausgearbeiteten Thesen.
Die Autoren beschreiben «das Alter» als eine
Phase, die zunehmend nicht mehr mit Krankheit
oder Rückzug gleichgesetzt werden darf. Aktives
Altern garantiert Gesundheit und Lebensqualität.
Auch unsere Rubriken kommen wieder zum
Zug und werden gar weiter ausgebaut. Verfolgen
Sie da auch die Reaktionen unserer Leserinnen
und Leser speziell in den Rubriken «Alter und
Arbeit» und «Wohnen».
Last but not least finden Sie auf den letzten
Seiten Berichte und Mitteilungen von SVS, SSR
sowie SVNW und seinen Mitgliederorganisationen.
Und nun wünsche ich Ihnen allen weiterhin
einen schönen, sonnigen, aber nicht zu heissen
Frühling und viel Vergnügen beim Lesen.
Arthur Scherler
autonom senioren-magazin
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Inhaltsverzeichnis
Die Mitwirkung der Generation 50plus
im Spiegel der Forschung
Rubrik: Wohnen im Alter
Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello, Universität Bern,
oder für das Alter» verschieben sich (zum Glück) vom
nimmt in einem Vortrag an der Herbsttagung des SSR vom
Altsein mehr und mehr in die Zeit des Älterwerdens, in
Freitag, 14. Oktober 2005 in Bern die Frage auf, wie die
welcher Beschwerden und Einschränkungen noch nicht
3. und 4. Generation in der Schweiz in der Forschung
zur dominierenden Kraft im Leben der Rentner und
wahrgenommen und thematisiert werden. Heute der zwei-
Rentnerinnen geworden sind. Viele Senioren wollen es
te von drei Teilen.
nicht mehr den Immobilien-Investoren allein überlassen
Der Fokus und das Interesse an «Wohnen und Bauen im
6
zu entscheiden, welchen Wohnraum und welche Wohnqualität sie im autonomen Rentenalter und danach benö-
Älter werden macht (schon wieder) Spass
tigen.
22
Franz Meyer, Chef OK Muba 2007
Zum zweiten Mal haben Senioren im Auftrag des Messe
Schweiz AG «ihre eigene» Messe an der Muba organi-
Rubrik: Leserbriefe
siert. Rückblick und Ausblick aus der Sicht des OK und
E-Mails lösen zunehmend Briefe, die mit der Post ver-
der vier kantonalen OK.
schickt werden ab.
8
25
Serie: «Alterspolitik»
Rubrik: Buchbesprechung
Dr. Alfred Stingelin, Redaktor autonom
Voll dabei, wie Menschen im Alter aktiv bleiben
Eine Einführung und Diskussion von 10 Thesen zu einer
Von Margrit Bürgisser
modernen und zeitgemässen Alterspolitik. Heute These 3.
12
25
Rubrik: (Schweden)Rätsel
Das erste Goldvreneli geht an Erika Henner, Arlesheim
Rubrik: Alter & Arbeit – Projekte für mehr
Freude und Sinn im Leben
Reaktionen, neue Projekte
Wir bedanken uns bei der Raiffeisenbank Basel
27
16
Verbandsnachrichten
Rubrik: AHV – Wie werden die
Beitragsjahre berechnet?
SVS:
Delegiertenversammlung SVS 2007
SSR:
Seniorenkunden auf Expedition
Hans Zeltner, Dornach
SVNW: Delegiertenversammlung SVNW 2007
Der Autor zeigt die Modalitäten auf, welche als Grundlage
28
für die Berechnung der nicht erwerbstätigen Personen
gelten. Er zeigt dies u. a. am Beispiel eines Ehepaars, das
nach einem Auslandaufenthalt in die Schweiz zurück kehren möchte und die Sicherheit der vollen AHV-Rente
anstrebt.
Veranstaltungen
31
19
4
Impressum
autonom-Witz
autonom
Es läutet an der Haustür. Klein-Martin öffnet. Vor dem
Haus steht eine Frau und erklärt Martin, dass sie für das
Alters- und Pflegeheim im Dorf sammle.
Ausgabe 2/2007
Offizielles Organ des SVNW
Auflage
20’000 Exemplare
Erscheinung
6-mal jährlich am Ende der geraden Monate
Herausgeber
Seniorenverband Nordwestschweiz (SVNW)
Redaktion
Dr. Alfred Stingelin
«Senioren-Magazin autonom GmbH»
Postfach, 4012 Basel
Tel. +41 (0)61 295 95 59
marketing.svnw@svnw.ch
Mitarbeiter
Mitglieder des Vorstands
des Seniorenverbandes
Anzeigen
autonom GmbH
Postfach, 4012 Basel
Tel. +41 (0)61 295 95 59
marketing.svnw@svnw.ch
Satz & Druck
TYPO AG
Mörsbergerstrasse 9
Postfach, 4016 Basel
Tel. +41 (0)61 686 75 75
info@typo-basel.ch
SVNW
Sekretariat SVNW
proAge™
Hegenheimerstrasse 117
Postfach, 4012 Basel
Tel. +41 (0)61 295 95 59
admin.svnw@svnw.ch
Darauf Martin: «Gut, nehmen Sie die Grossmutter gleich
mit, beim Grossvater müssen Sie warten, bis er vom
Stammtisch im Ochsen zurückkehrt.»
Ob da wohl ein
Optimismus-Trunk
gebraut wird?
Impression vom
Rundgang der
Eröffnungstag der
Muba 2007.
Zum Umschlagbild
Am Eröffnungstag der Muba 2007 besuchte Frau Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey nach ihrer aussenpolitisch pointierten Eröffnungsrede auch die Sonderpräsentation «Älter werden macht Spass», siehe unseren
Bericht auf Seite 8.
Der Seniorenverband Nordwestschweiz SVNW
Institutionelle Mitglieder des SVNW
wurde 1999 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Altersorganisationen und von Firmen und Institutionen, die ein Interesse an modernen
Altersbildern und einer aktuellen Senioren- und Alterspolitik haben. Er erreicht über seine Mitgliederorganisationen und institutionellen Mitglieder
über 20'000 Personen in der Nordwestschweiz
Bank Wegelin & Co., Privatbankiers, Basel / Basellandschaftliche Kantonalbank, Liestal / BLT Baselland Transport AG, Oberwil / Diakonat Bethesda,
Basel / Drehscheibe Aesch-Pfeffingen / EBM, Münchenstein / GGG Begleiten
und Voluntas, Basel / Handelskammer beider Basel / Hauseigentümerverband
Baselland / Help24h, Münchenstein / MEDGATE, Basel / MCH Messe Schweiz
(Basel) AG / Pro Senectute Basel-Stadt / SeniorInnen für SeniorInnen Rheinfelden / Senioren für Senioren Reinach BL / Seniorenteam der Basler
Kantonalbank / Sportamt Baselland / TERTIANUM St. Jakob-Park Basel /
Druckerei Typo AG, Basel / Weita AG, Arlesheim / Wirtschaftskammer Baselland / Wohngenossenschaft Waldeck, Binningen
Rechtsform:
Mehr Information:
Verband (Verein) mit Statuten und Vorstand
www.svnw.ch
Der SVNW
• setzt sich für moderne, zeitgemässe Altersbilder und eine faire
Senioren- und Alterspolitik ein
• unterstützt die Bevölkerung aus der 3. und 4. Generation dabei,
ein selbstbestimmtes, autonomes Leben in der vertrauten Umgebung
bis ins höchste Alter führen zu können
Organisationen, denen der SVNW angehört
Schweizerischer Verband für Seniorenfragen SVS. Dieser delegiert zwei
Mitglieder des SVNW in den Schweizerischen Seniorenrat SSR-CSA, das
Konsultativorgan des Bundesrates für Seniorenfragen
Ordentliche Verbandsmitglieder des SVNW
Altersverein Arlesheim und Umgebung / Altersverein Binningen / Altersverein
Münchenstein / Altersverein Oberwil und Umgebung / Altersverein Reinach
und Umgebung / Alters- und Seniorenverein Waldenburgertal / Einzelmitglieder des SVNW / Novartis Pensionierten Vereinigung / Senioren Regio Liestal /
Senioren Muttenz / Senioren- und Altersverein Sissach und Umgebung
5
Das Senioren-Magazin autonom wird auf «Euroset
hochweiss matt holzfrei» Papier der Firma Ziegler
Papier AG, Grellingen, hergestellt.
autonom senioren-magazin
Bundespräsidentin am
Die Mitwirkung der Generation
50plus im Spiegel der Forschung
Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello, Universität Bern
Vortrag, gehalten an der SSR Herbsttagung am 14. Oktober 2005 in Bern
Der zweite Teil des vielbeachteten Vortrags von Prof. Perrig-Chiello zeigt auf,
wo alle Beteiligten, nämlich Forschung
und Politik und namentlich wir Senioren selber, die Hebel ansetzen sollten,
um «richtig verortet» zu sein.
das Bildungsniveau, desto mehr Interessen. Das
Ausmass der Interessen hängt zudem signifikant
mit verschiedenen kognitiven Massen und Persönlichkeitsmassen zusammen.
Nimmt man die Daten des Deutschen Alterssurveys in Betracht, so sind die Ergebnisse im Hinblick auf die neueren Formen der gesellschaftlichen Partizipation wie
Wie werden die Kompetenzen älterer
z.B. die Beteiligung an
Menschen eingesetzt und genutzt?
politischen InteresBzw. wo und wie betätigen sich alte
senvertretungen ÄlteMenschen in dieser Gesellschaft?
rer (Seniorenbeiräte,
Ein Blick auf den Status quo der Forschung
in
Ganz allgemein kann man in den höheren Alters- Seniorenarbeit
gruppen bei den produktiven und konsumptiven Parteien und GewerkTätigkeiten durchwegs einen deutlichen Rückgang schaft), an Seniorenfeststellen. Wie aber Resultate der Basler-Studie akademien, Senioren(NFP32) sehr schön belegen, muss man sich hier selbsthilfegruppen ervor Verallgemeinerungen hüten – wie dies am Bei- nüchternd. Hier liegt
spiel der Aktivitäten und Hobbies gezeigt werden der Anteil der Mitglieder bei 3,5%, der Anteil der
Aktivmitglieder gar nur bei 0,8%! Zudem sind nur
kann:
Körperlich-orientierte Hobbies (Wandern, Gärt- 5 bis 6% der 65-Jährigen und Älteren politisch
nern, Spazieren) und sozial-orientierte Hobbies aktiv; in den Parlamenten sind alte Menschen
kaum vertreten (Anteil Abgeordneter
(Jassen, Vereinsaktivitäten) nehmen
Unsere
Kultur
hat
ganz
des Deutschen Bundestages > 65
zwar mit zunehmendem Alter ganz
offensichtlich
die
Jahre: 1.3%!).
allgemein ab, nicht jedoch die kogni«Kräfte» des Alters noch
Lakonisch folgert der Autor,
tiv-orientierten (Seniorenuni, Kurse,
nicht erkannt und lässt
Martin Kohli: «Selbst wenn diesen
Kreuzworträtsel, Lesen) und die eher
sie in weiten Teilen
ungenutzt.
Gruppen eine gewisse Symbolfunkpassiven Hobbies (Stricken, Basteln,
tion und ein Modellcharakter für
Musik hören). Insgesamt sind ausgesprochene geschlechtstypische Differenzen zu künftige Entwicklungen zugesprochen werden
beobachten: Frauen bevorzugen bedeutsam häufi- kann, so handelt es sich doch empirisch heute
ger kognitiv-orientierte und eher passive Hobbies noch um ausgesprochene Randphänomene».
Richtet man den Blick jedoch auf weniger spekals die Männer, demgegenüber ziehen Männer
takuläre, unbezahlte Tätigkeitsfelder, wie Ehrenkörperlich-orientierte Hobbies vor.
Analog zur alterskorrelierten Abnahme der amt, Enkelkinderbetreuung und Pflege, werden
Hobbies sinkt auch das Interesse an verschiedenen andere Schlussfolgerungen möglich (im Folgenden
Themen und Aktivitäten (wie Sport, Politik, intel- einige Schweizer Daten):
Als Grosseltern erfüllen ältere Menschen oft unerlektuelle Themen, Technik, Forschung, Kunst).
Hier gibt es keine Geschlechtsunterschiede, jedoch setzliche Betreuungsaufgaben gegenüber ihren
einen starken Effekt des Bildungsniveaus: je höher Enkelkindern (Fr. 2 Mia. pro Jahr). Zudem sind viele
6
ältere Frauen und teilweise auch ältere Männer in auch von den freiwillig tätigen älteren Frauen und
der Altersbetreuung aktiv. Nach eigenen Angaben Männern selbst. Vor allem die Teilnahme an inforkümmern sich 38% der 65 bis 69-jährigen Frauen meller, unorganisierter Hilfe für andere – etwa
und 29% der gleichaltrigen Männer um ältere Hilfe beim Einkaufen, Pflege und Betreuung kranMenschen ausserhalb des eigenen Haushalts. Teil- ker Menschen usw. – wird oft falsch eingeschätzt.
Alles in allem: Alte Menschen sind nachweisweise handelt es sich um Nachbarn oder Freundinnen, zumeist jedoch sind es Angehörige (Elternteile, lich eine wichtige soziale und ökonomische ResSchwiegereltern u.a.). Zeitaufwändig sind nament- source unserer Gesellschaft – auch wenn dies in
lich Betreuungs- und Pflegeleistungen für pflegebe- der Öffentlichkeit nicht so recht aufgenommen
wird.
dürftige Menschen im Alter. GegenGegenwärtig werden
wärtig werden gesamtschweizerisch
gesamtschweizerisch
In der nächsten Nummer befassen
schätzungsweise 31’000 bis 40’000
schätzungsweise
31’000 bis 40’000
wir uns im dritten und letzten Teil des
pflegebedürftige ältere Menschen zu
pflegebedürftige
ältere
Referats mit Vorschlägen, wie das
Hause gepflegt. Bei zu Hause lebenden
Menschen zuhause
Bild der Senioren in unserer Gesellhilfs- und pflegebedürftigen älteren
gepflegt.
schaft verbessert werden kann, und
Menschen wird der weitaus grösste
Teil der Hilfe, insbesondere der täglichen Pflege, was die Senioren selber dazu beitragen können.
durch die – oft selbst älteren – Ehepartner und nächsten Angehörigen erbracht.
Aber auch ausserhalb des familial-verwandtschaftlichen Rahmens leisten viele Rentner und
Rentnerinnen unbezahlte, produktive Arbeiten.
Da unbezahlte und freiwillig geleistete Arbeiten Kontakt:
meist nicht einer Zeitkontrolle unterliegen (und Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello
gerade die Freiheit von Kontrolle eine Attraktivität Institut für Psychologie
dieser Art von Engagements ausmacht), wird Frei- Universität Bern, 3000 Bern 9
willigenarbeit im Alter meist unterschätzt, dies E-Mail: pasqualina.perrigchiello@psy.unibe.ch
7
autonom mitwirkung der generation 50plus
Die Loam Valley Stompers waren auch 2007 eine Publikumsmagnet und ein «Ohrenschmaus» an der Muba.
Sonderpräsentation «Älter werden macht Spass» an der Muba 2007:
Die Begegnungs-Plattform für die 3. Generation
hat sich erfolgreich etabliert – ein Rückblick
Franz Meyer
Wussten Sie, liebe Leserinnen und
Leser, dass Älterwerden mit Spass und
Optimismus das Leben im Durchschnitt
bis zu 7.5 Jahren verlängern kann? Die
Messe wollte und will zeigen, wie und
wo man diesen Spass finden und erleben, und wie man sich Spielräume für
Optimismus organisieren kann. Jedenfalls ist das Thema Seniorenmesse «in»,
auch in Zürich, wo sich ACTIVA als
«erste» Seniorenmesse für Menschen
über 50 etabliert. Heisst das, dass das
Älterwerden in Zürich anders ist als in
Basel oder dass es eine eher regionale
Sache ist? Dass unsere Sonderpräsentation kein Anlass nur für die
65plus Generation ist, beweisen unsere
Besucherstatistiken, respektive die
Altersverteilung unserer Besucher.
Älterwerden ist etwas, was jedermann
interessiert. Zu Recht.
Nach dem sehr positiven Probelauf im Jahre
2006 ist die Sonderpräsentation «Älter werden
macht Spass» anlässlich der Muba zu einer institutionellen Einrichtung erhoben worden. Der Seniorenverband Nordwestschweiz (SVNW) ist von der
Muba-Direktion erneut als federführender Partner
sämtlicher Alterorganisationen und als Mitorganisator bestimmt worden.
Ein OK von 25 Personen unter dem Präsidium von
Franz Meyer hat die 10-tägigen Aktivitäten geplant,
koordiniert und durchgeführt. Die Messe war
wiederum sehr erfolgreich. Auch Bundespräsidentin
Micheline Calmy-Rey hat sich am Eröffnungstag sehr
lobend über unser Engagement geäussert.
Konzept
Von der Grösse her hatten wir mehr als 1000 m2
Ausstellungsfläche zur Verfügung, d.h. fast 3x so-
viel wie im Jahr 2006.
Das Kosten-Budget hat
sich dementsprechend
verdoppelt. Das Herzstück des Konzepts war
wiederum das zentrale
Podium mit Bühne,
Cafeteria und Piazza.
Die beiden täglichen
Fachvorträge mit ernsthaften Altersthemen
und erstklassiger Unterhaltung mit ausgewählten
Musikbands bildeten den Rahmen für den Tagesablauf. Neu im Programm warben raffinierte Workshops und Bewegungs-Übungen um das Interesse
der Besucherinnen und Besucher. Erstmals trat
auch der «Beobachter» als Mit-Organisator von vier
Podiums-Gesprächen und als Medienpartner der
Sonderpräsentation in der deutschen Schweiz auf.
Eine klare optische Abgrenzung mit blauem
Teppich und blauen Blenden über den Ständen
unterstrich die Eigenständigkeit und gab der
Sonderpräsentation einen vornehmen Touch. Das
Ausstellungskonzept wurde von den Besuchern
als sehr übersichtlich, grosszügig, sauber und
interessant beurteilt.
Kantone
Die Vision der Macher, mit Pavillons der vier
Nordwestschweizer Kantone ein Schwergewicht zu
bilden und darin die unterschiedliche Altersarbeit
und -politik aufzuzeigen, konnte dank der grosszügigen finanziellen Unterstützung durch die vier
Lotteriefonds realisiert werden. Die Gesundheitsdirektoren aus BS, BL, AG und SO stellten sich ausserdem spontan als Patronatskomitee zu Verfügung.
Mit Attraktionen an den Kantonaltagen wie Alphornbläser, Tanzgruppen, einer Vorführung des
Basler Theaters am Bankentag hat sich das Angebot an Unterhaltung noch wesentlich gesteigert.
8
Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey besucht die
Sonderpräsentation, hier mit RR Carlo Conti auf dem Podium.
9
Der Stand des organisierenden SVNW, insbesondere aber
die Auslage mit autonom lockte viele Besucher an.
Der Kanton Aargau gab einen Überblick über
den Bäder-Kanton unter dem Motto «Wellness und
Fitness» sowie über die wunderschönen Wanderwege, die sich für die ältere Generation ganz
besonders eignen sollen. Am Kantonaltag gab es
auch Kostproben der berühmten Aargauer Rüeblitorte und von Wein der Aargauer Weinbauern.
Der Kanton Solothurn gab sowohl im Pavillon
als auch auf dem Podium Einzelheiten über die
vom Kanton durchgeführte So!Pra-Studie «Prävention im Alter». Im Rahmen eines kantonalen Gesundheitsförderungskonzeptes setzt sich der Regierungsrat als Ziel, ein optimales Modell zu entwickeln und umzusetzen, um die Lebensqualität
und die Gesundheit von älteren Personen in ihrer
vertrauten Umgebung nachhaltig zu erhalten oder
zu verbessern und um gleichzeitig die sozialen,
medizinischen und pflegerischen Kosten längerfristig zu senken.
autonom muba rückblick
Der Kanton Basel-Stadt präsentierte im Rahmen des Seniorenforums alle Institutionen, die
sich aktiv für die 3. Generation einsetzen. Die
Standthemen «Sicherheit» und «Ernährung» erweckten höchste Aufmerksamkeit.
Am Kantonaltag lobte der Basler Gesundheitsdirektor Regierungsrat Carlo Conti vor allem das
Engagement all dieser Altersorganisationen sehr
und sprach von der Messe als «einer Pioniertat der
Stadt Basel für die Zukunft».
Im Baselbieter-Pavillon konnte man klar erkennen, dass die Verantwortung für Altersarbeit und
-politik im Kanton Basel-Landschaft ausschliesslich bei den Gemeinden liegt. Einige Gemeinden
zeigten Aktivitäten für die ältere Generation nach
dem Motto: Tue Positives und rede darüber! Ehrenamtliche Seniorendienste – Spitex-KoordinationsZentrum – Thematisierung des Altwerdens in der
eigenen Wohnung – Zentrale Anlaufstellen Altersversorgung – Netzwerke mit Altersangeboten wie
Jung hilft Alt, Drehscheibe, Wägwiser, SeniorenTheater etc. Das Sportamt BL demonstrierte
«Bewegung und Sport» und ein Reaktions-Spiel.
Die neueste Generation von Billett-Automaten des TNW wurde von Alt und Jung intensiv getestet.
Aussteller haben das Wort
Peter Gerster, Erfinder des COBRA-PET-Flaschenhalters für 1.5 Liter Flaschen schreibt uns:
«Unsere Innovation, die COBRA, hat grossen
Anklang gefunden. Dass wir vielen Menschen,
speziell älteren, mit diesem Produkt so viel positive Lebensqualität vermitteln können, hat selbst
uns überrascht. Dies war über unsere Erwartungen. Wenn verbale Äusserungen wie cool, super,
genial, die beste Erfindung des letzten Jahrhunderts gemacht werden, dann muss die COBRA
etwas Spezielles sein. Auch die Frage, weshalb wir
diesen Griff erst jetzt auf den Markt bringen,
wurde öfters gestellt. Dass die COBRA ca. drei
Jahre Entwicklungszeit benötige, löste bei manchen Besuchern Erstaunen aus. Die COBRA ist
weiterhin bei der Firma Iglu of Switzerland AG,
Möhlin, Tel. 061 851 39 10 zu beziehen.
Herr Eggimann, Marketingleiter des TNW (Tarifverbund Nordwestschweiz), meint:
Die Messeteilnahme war ein Erfolg – die Zielsetzungen (den neuen Billett-Automaten der
Öffentlichkeit vorstellen, Feedbacks einholen, Bedienerfreundlichkeit prüfen) wurden durchwegs
erfüllt. Der TNW konnte sich gut positionieren und
der Dialog mit Senioren fand statt und war weitgehend positiv.
Vielen Personen war bekannt, dass ein neuer
Billettautomat kommen wird. Das System «Touchscreen» war den meisten Besuchern vertraut. Ältere Personen wiesen im Bereich der Feinmotorik
mit der Touchscreen teilweise Schwierigkeiten
auf; mit etwas Probieren konnten sie den Billettautomaten aber bald bedienen. Die Akzeptanz von
Debit-Karten, Euro-Münzen und Fünfliber, der
Fremdsprachen- sowie Sehbehindertenmodus
wurden positiv wahrgenommen.
Es haben ca. 3'000 Personen am Billettautomaten ein Ticket gelöst. Der Wettbewerb sowie die
gute Platzierung des Standes trugen zu sehr guten
Frequenzen bei.
Als weiterführende Massnahmen stehen Kurse
mit Senioren zur Bedienung der neuen Billettautomaten im Raum. Wir werden im Herbst gemeinsam mit dem TNW berichten.
10
Die Messeleitung der Muba ist über die Entwicklung der Sonderpräsentation sehr erfreut.
Insbesondere war es ein grosser Erfolg, dass «Älter
werden macht Spass» in diesem Jahr unter dem
Patronat der Gesundheitsdirektoren der Kantone
Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und Solothurn stand und die vier Kantone mit je einem Gemeinschaftsstand präsent waren. Grosser Dank
gilt den verschiedenen Organisationen, die mit
ihrem unermüdlichen Einsatz für die Sonderpräsentation gearbeitet haben, allen voran dem Seniorenverband Nordwestschweiz. Der grosse Aufmarsch der Besucher war ein deutliches Zeichen,
dass die angesprochenen Themen für die ältere
Generation von sehr grossem Interesse sind.
Die Besucherzahlen bewegten sich im gleichen
Rahmen wie letztes Jahr, d.h. es haben mehr als
60’000 Besucher die Seniorenmesse «Älter werden
macht Spass» besucht. Von allen Sonderpräsenta-
tionen der Muba 2007 lag sie damit punkto Besucherzahlen wie 2006 an 2. Stelle, diesmal nach
dem Gastland Mexiko.
Auch die Anteile der verschiedenen Altersgruppen unter den Besuchern bewegten sich im gleichen Rahmen wie 2006:
25 – 30-Jährige = 25 %
30 – 60-Jährige = 50 %
über 60-Jährige = 25 %
Was als Seniorenmesse daher kommt, entpuppt
sich als Ausstellung, die auch und besonders «mittelalterliche» Besucherinnen und Besucher anzuziehen vermag. Das Thema «Älter werden» interessiert wirklich alle!
Kontakt
Franz Meyer
Unterer Zielweg 3, CH-4143 DORNACH
E-Mail: sponsoring.svnw@svnw.ch
Auch 2008 ist die Sonderpräsentation «Älter werden macht Spass» wieder auf dem Programm der Mustermesse.
11
autonom muba rückblick
Die Stellungsnahme
der Muba-Direktion
Einführung in die moderne
Alterspolitik – 10 Thesen
Dr. Alfred Stingelin, Redaktor autonom
Der SVNW und die TERTIANUM Stiftung setzen sich für moderne, zeitgemässe Altersbilder für jenen Teil der
Wohnbevölkerung in der Schweiz ein,
der als 3. Generation Personen über 55
meint, die eine Lebenserwartung von
meist weit über 80 Jahren haben. Sie
sind weitestgehend in der Lage (oder
sollen in die Lage versetzt werden), ein
selbstbestimmtes, autonomes Leben
in vertrauter Umgebung zu führen.
Die 10 Thesen und deren Erläuterung sind dem
Buch «Am Anfang steht das Alter – Elemente eine
neuen Alterskultur»1 von Helmut Bachmaier und
René Künzli entnommen. Wir zitieren die Thesen
mit Erlaubnis der Autoren und stellen sie unseren
Lesern einzeln vor, heute die dritte These. Diese
These ist auch vor dem Hintergrund der Bedeutung des «lebenslangen Lernens» interessant.
Dieses Thema nehmen SVNW und die Handelskammer beider Basel an ihrer traditionellen Podiumsveranstaltung vom 21. August 2007 im
Mittenza in Muttenz mit prominenten Gästen auf.
Siehe Veranstaltungshinweise in dieser und in der
kommenden Nummer.
Die 3. These lautet:
Das Alter wird zunehmend eine Altersphase, die
nicht mit Krankheit oder Rückzug gleichgesetzt
werden kann. Aktives Alter garantiert Gesundheit und Lebensqualität.
(Thesen 4 bis 10 siehe Kasten Seite 13)
1
Am Anfang steht das Alter – Elemente einer neuen Alterskultur,
Helmut Bachmeier / René Künzli, Wallstein Verlag, Göttingen 2006,
ISBN-13:978-3-8353-0035-4. Bezugsquellennachweis: Verlag autonom GmbH, marketing.svnw@svnw.ch
Erläuterungen zur These 3:
Sie kennen Sie alle, die Menschen, die scheinbar mühelos (viel) älter werden als andere. Hat
deren Geheimrezept für ein Leben von 100 Jahren
oder mehr etwas mit Ernährung oder Sport oder
Askese zu tun? Oder gibt es andere Gründe für
deren Langlebigkeit? Ein Mensch ist übrigens
langlebig, wenn er älter wird als zwei Drittel oder
drei Viertel seiner Jahrgänger (schön zu sehen an
den jährlichen Klassenzusammenkünften: wenn
Sie zum letzten Drittel oder zum letzten Viertel
gehören, sind Sie ein langlebiger Zeitgenosse).
Aber was ist das Geheimnis?
Sich eine Aufgabe geben
Der englische Autor und Fotograf Andrew
Jackson wollte mit seiner zweijährigen Reise rund
um die Welt zu den ältesten Menschen dieses Geheimnis lüften. Herausgekommen ist ein sehr interessanter Fotoband2 über das Leben und über Antworten zu den Fragen, wie das Leben zu meistern sei
und was es lang und auch erfüllt machen kann.
Die Menschen, die er fand, waren nicht etwa gebrechliche und des Lebens überdrüssige Greisinnen und Greise, sondern tatkräftige, energievolle
Menschen, die noch mitten im Leben stehen.
Dabei fand er bei allen besuchten Alten heraus,
dass der alleinige Grund für diese «Lebenslust»
nicht etwa ein stressfreies oder «gesundes» Leben
sein kann, sondern – und dies nicht unbedingt in
religiösem Sinn – der Glaube an eine Sache. Er verleiht dem Leben einen Sinn, macht es wertvoll:
Dem Leben einen Sinn und sich selber eine Aufgabe zu geben heisst praktisch, sein eigens Leben
zu verlängern.
Das Autorenpaar Bachmaier/Künzli leitet dazu
die Maxime ab: «Wer sich keine Aufgabe gibt, gibt
sich selber auf.»
2
Andrew Jackson, Das Buch des Lebens, Eine Reise zu den Ältesten
der Welt, München 2000.
12
Die weiteren 7 Thesen lauten:
4. These:
Alterspolitik und Altersarbeit brauchen positive und angemessene
Alters(leit)bilder. Negative Altersbilder sind noch die Regel.
5. These:
Aufgaben der Altersarbeit sind anspruchsvolle, hohe Qualifikationen
und hohes Engagement erfordernde Tätigkeiten. Altersarbeit muss
deshalb mehr Anerkennung verdienen und gesellschaftlich aufgewertet
werden. Die gesellschaftliche Beurteilung ist gegenwärtig noch anders.
6. These:
Alterspolitik hat dafür zu sorgen, dass für ältere Menschen Tätigkeitsfelder entwickelt werden, die ihren Fähigkeiten und Erwartungen entsprechen. Alterspolitik muss nicht die Management-Aufgaben erfüllen,
Aufgaben in Arbeit zu verwandeln, sondern dafür Rahmenbedingungen
– auch mit Blick auf die Rentensicherung – liefern.
7. These:
In der Gesellschaft und besonders in den Unternehmen muss ein Umdenken stattfinden: Ältere Menschen und ältere MitarbeiterInnen sind
keine Last, sondern zumeist Kompetenzträger und verantwortungsbewusste Mitarbeitende. Frühpensionierungen können sich auf die Dauer
weder die Gesellschaft noch ein Unternehmen leisten.
8. These:
Die Gesetzgebung hat die Aufgabe, ältere Menschen vor Diskriminierungen in Gesellschaft und Wirtschaft zu bewahren. Altersdiskriminierung ist ein Straftatbestand. Frühere Bundesratsinitiativen waren unzureichend.
9. These:
Investitionen in die Altersforschung, in palliative Medizin und Pflege
sind erforderlich, um die spätere Lebensphase mit Lebensqualität auszustatten. Diesbezügliche Investitionen sind gegenwärtig minimal.
10. These:
Alterspolitik muss neue Vorhaben der Prävention, der Entwicklung
neuer Dienstleistungen sowie neuer Lebens- und Wohnformen für ältere Menschen fördern. Dazu gehören auch Modellversuche. Gegenwärtig
wird in Innovationen im Alterssektor zu wenig investiert.
13
In der Generationenforschung haben verschiedene Untersuchungen Anhaltspunkte dafür geliefert, dass wer länger eine Tätigkeit ausübt, also
aktiv ist, später pflegebedürftig wird. Das sollte
eigentlich sowohl für den einzelnen Menschen wie
auch für die Gesellschaft und die Seniorenpolitik
Ansporn sein. Denn weder will der durchschnittliche Senior ins Pflegeheim, noch können sich die
Gemeinwesen die Kosten solcher Pflegeplätze auf
die Dauer leisten.
Was die Politik vielleicht und hoffentlich über
den Kostendruck lernen mag, ist hingegen alles
andere als neu. Schon im 16. Jahrhundert plädierte
Michel de Montaigne in seiner Studie «Über
das Alter» dafür, sehr lange im Leben einer
Tätigkeit nachzugehen, weil es dem Einzelnen wie
der Allgemeinheit nütze. Oder etwa der Dichtervater Goethe, der feststellt, dass Altwerden nichts
anderes bedeute, als «selbst ein neues Geschäft
antreten». Man beachte Goethes Hinweis auf
«selbst».
Vorurteile über das Alter verkürzen
das Leben !
Eine neuer Studie von Gesundheitsforschern
der amerikanischen Yale Universität untermauert
diese Auffassung3. [Sie verstehen jetzt auch, weswegen uns die Stellung und Bedeutung der älteren
Menschen in der schweizerischen Forschung so
interessiert, siehe Artikelserie von Frau Prof.
Perrig]. Gemäss der amerikanischen Studie verkürzen pessimistische Senioren, also solche, die
sich nutzlos und überflüssig vorkommen, ihr eigenes Leben ganz erheblich. Und in der Schweiz wird
es wohl kaum anders sein. Senioren hingegen, die
eine ausgeprägt positive und optimistische Alters3
Becca R. Levi, Martin D. Slade, Suzanne R. Kunkel, Stanislav V. Kasl,
Longevity increased by Positive-Self-Perception of Aging, [Langlebigkeit wird durch positive Einstellung gegenüber dem Altern erhöht],
in: Journal of Personality and Social Psychology 2002, Vol. 83 No. 2,
S. 261 -270
autonom serie «alterspolitik»
Spannend ist, dass diese sehr einfache Maxime
erst in neuester Zeit in der Unternehmungsführungstheorie als «Organisations-Entwicklung
OE» Eingang gefunden hat: Dort hiess und heisst
die Maxime, die darauf abzielt, die Mitarbeitermotivation zu fördern: Das Gefühl, gebraucht zu werden, kann Wunder wirken.
Auf gutem Weg zum Positivmodell des Alters!
und Selbsteinschätzung haben, vermögen ihr
Leben um durchschnittlich 7.5 Jahre zu verlängern.
Das ist interessanterweise – so die Studie – mehr
als die 4 Jahre, die man mittels niedrigem Blutdruck und guten Cholesterinwerten gewinnt, oder
die 1 bis 3 Jahre dank Idealgewicht, Sport und
Nichtrauchen.
tät und ihre Lebensspanne. Mit der Zeit überwiegt
der Pessimismus, das negative Bild von sich
selbst. Solche Einstellungen schwächen zudem die
Gedächtnis- und Denkleistungen auf gravierende
Weise. Da nützt es wenig, wenn man sich vor
Augen hält, dass die heutigen Senioren vielfach
auch echte «Pioniere des Altwerdens» sind, denn
noch nie in der Vergangenheit war die Lebenserwartung so hoch wie heute, ob mit pessimistischem oder optimistischem Welt- und Selbstbild.
Diese Erkenntnisse, und das zeigt auch die
Berliner Altersstudie von 1999, treffen auf alle
Gruppierungen des späten Alters zu, unabhängig
von Geschlecht, sozialem Status oder ob Vereinsamung bzw. ob sozialer Kontakt besteht.
Gibt es den Weg zum Positivmodell
des Alters?
Aus dem Gesagten wird sofort klar, dass man
im Alter alles daran setzen muss (und dabei von
Gesellschaft und Politik aus nahe liegenden Gründen unterstützt werden sollte), dass man nicht in
die Negativspirale des Defizitmodells gerät. Das
gelingt am besten mit einem «Lebenslage-Kon-
Defizitmodell des Alters
Anders als das Autorenpaar hebe ich diesen
negativ belegten Begriff hervor. Offenbart scheint
diese Modell in unserer Gesellschaft sehr verbreitet, anders kann man sich die vorherrschenden Einschätzungen in Politik und Gesellschaft
über das Alter als etwas, das man tunlichst zu verdrängen hat, bis einem eine Krankheit einholt
kaum erklären. Oder die fast allergische Verärgerung vieler Senioren über den Titel der Seniorenmesse an der Muba. Menschen mit negativen
Altersbildern (eben diesem Defizitmodell) stigmatisieren sich selbst, werden von ihren eigenen, vermutlich aus ihrer eigenen Jugend mitgetragenen
Vorstellungen und Bildern eingeholt. Sie vermindern damit aktiv und erfolgreich ihre Lebensquali-
Der familiäre Spielraum ist wichtiger Bestandteil
des Positivmodells.
14
Parameter für das Positivmodell des Alters.
zept», wie es die Sozialwissenschaft beschreibt.
Dies ist eine Methode zur Erfassung und
Beschreibung von Sozialstrukturen, Ungleichheiten, Generationenunterschiede, Lebensqualität
etc. Mit «Lebenslage» ist der Spielraum gemeint,
den jeder ältere Mensch zur Befriedigung sämtlicher materieller und immaterieller Interessen und
Bedürfnisse besitzt. Der Spielraum besteht also
aus sämtlichen Umständen und Bedingungen, welche die Entfaltung der persönlichen Ziele,
Wünsche und Interessen beeinflussen.
Die Wissenschaft beschreibt und beurteilt die
individuelle Lebenslage meistens mit folgenden
Begriffen (Parameter):
1. Vermögens- und Einkommensspielraum
2. Versorgungsspielraum (lebensnotwendige
Konsum- und andere Güter)
3. Kontakt-, Kooperations- und Aktivitätsspielraum
4. Lern- und Erfahrungsspielraum
5. Partizipationsspielraum
6. Regenerationsspielraum
7. Familiärer und nachbarschaftlicher Spielraum
15
In der Juni-Ausgabe kommentieren
wir für Sie die 4. These:
Alterspolitik und Altersarbeit brauchen positive und angemessene Alters(leit)bilder. Negative
Altersbilder sind noch die Regel.
Kontakt:
Dr. Alfred Stingelin, Redaktion autonom
Postfach 327, CH-4012 Basel
E-Mail: marketing.svnw@svnw.ch
autonom serie «alterspolitik»
Gute und gesunde Ernährung ist der zweit wichtigste
Wenn wir ehrlich sind, klagen wir alle immer
über das Fehlen der finanziellen Spielräume (1.
und 2.) und vergessen oder missachten nur zu
gerne, dass die Kunst des positiven Altersbildes
ebenso sehr von den nicht nur vom Geld abhängenden Spielräumen 3. bis 7. abhängt!
Insbesondere das viel zitierte «lebenslange
Lernen» wird vielfach vergessen. Es ist das Pendant zum körperlichen Fitness-Training. Der
SVNW nimmt dieses Thema an seiner Podiumsveranstaltung im Mittenza in Muttenz am 21. August
2007 auf. Siehe unsere Veranstaltungshinweise,
insbesondere das Gedächtnistraining 50+ des
Bethesda.
Alle Menschen im Seniorenalter müssen an den
Möglichkeiten des Alters teilhaben können. Alle
Chancen des Alters müssen genutzt und es sollen
nur motivierende Positivmodelle des Alters gefördert werden. Alterspolitik hat dafür die «Spielräume» zu schaffen, je «spielerischer» umso besser.
Jetzt aber zurück zum Thema Alterspolitik:
Moderne Alterspolitik bedeutet im geschilderten
Zusammenhang, alles zu unternehmen, dass keine
Defizitmodelle des Alters entstehen, sondern dass
die genannten Spielräume so entwickelt werden
können, dass sie im Rahmen des zitierten Generationenvertrags zur Kontinuität der gesellschaftlichen Entwicklung betragen.
RUBRIKEN
Einleitung
Redaktion autonom
Wir präsentieren Ihnen in den Rubriken Beispiele, wie Sie Ihre Fähigkeiten aus Ihrer Berufszeit (oder Ihre Interessen, oder Ihre Neugier oder
Ihre Energie) reaktivieren und sinngebend einsetzen können. Wenn Sie das tun, haben Sie die
Chance, im Durchschnitt bis zu 7.5 Jahre älter zu
werden als die mit ihrem Leben und Alter unzufriedenen Senioren (siehe Artikel auf Seite 12 über
die dritte These moderner Alterspolitik). Solche
Spielräume vermitteln Ihnen unsere Rubriken
Alter & Arbeit, Wohnen im Alter und Buchbesprechungen.
Seinen eigenen Spielraum hat unser Mitglied
Erich Baumann-Arnold aus Sissach gefunden. Er
hat in einem Buch, das, wie er schreibt, nicht auf
alle Fragen Antwort gibt, über die unzähligen
Herausforderungen, die ihm das Leben im In- und
Ausland immer wieder stellte geschrieben. Das im
Eigenverlag erschienene Buch ist voll von immer
neuen Spielräumen. Logisch, dass ihm die Frage
gestellt wird: «Haben Sie eigentlich auch einen
Beruf,… oder sind Sie nur Lehrer?» Kontakt und
Bezugsquelle: Erich Baumann-Arnold, Sonnhaldenweg 31, CH-4450 SISSACH, oder Redaktion
autonom.
Rubrik: Alter & Arbeit
Projekte für mehr Freude
und für Sinn im Leben
Reaktionen unserer Leserinnen
und Leser
Wir freuen uns über die zunehmende Aufmerksamkeit, die unser Magazin bei den Leserinnen
und Lesern zu erregen vermag. So haben wir zum
Beispiel 180 richtige Lösungen unseres Rätsels
erhalten.
Die Rubrik Alter & Arbeit kommt an. Noch ist
es schwierig herauszufinden, was unsere
Leserschaft mehr interessiert, die Dienstleistungsangebote (Zaubertrank, Fahrdienst) oder die
Arbeits- und Einsatzmöglichkeiten, bei denen der
Arbeitsinhalt eher längerfristig und nicht allein
auf Vergnügen ausgerichtet ist. Wir stellen Ihnen
in der Nummer 2/2007 weitere Ideen vor und bleiben gerne Kontaktstelle für bisherige und alle
neuen Angebote. Wenn Sie eigene Ideen haben
oder ein Angebot machen wollen, melden Sie sich
bitte bei uns.
Voll eingeschlagen hat der individuelle Fahrdienst. Der Fahrer, ein SVNW-Einzelmitglied, verhandelt jede Anfrage einzeln und ist auch zu Ganztages-Einsätzen bis ins Wallis zu haben, solange
ihm mindestens die Benzinkosten erstattet werden. Mit einem weiteren Fahrer, der sich hoffentlich zur Verfügung stellt, verhandeln wir dieser
Tage.
Wir haben erfreulich viele Anfragen für den
Zaubertrank erhalten, sowohl wegen der Rubrik
Grosseltern als auch wegen der Rubrik Alter &
Arbeit. Es gibt jederzeit einen kleinen Vorrat des
Zaubertranks zum Preis von Fr. 5.50 im Sekretariat des SVNW, resp. auf der Redaktion des autonom an der Hegenheimerstrasse 117 in Basel zu
beziehen. Vorbestellung resp. Anmeldung ist aber
angezeigt. Je nach Bestellungseingang wird praktisch jede Woche eine neue Lieferung nach Basel
erfolgen. Die Angebote Hotel und Zaubertrank
stehen in Beziehung zueinander. Die Redaktion
wird in den kommenden Tagen alle Interessenten
persönlich informieren und Einsätze koordinieren.
Aufgrund des Artikels über das Schwarzbubenland hat uns die Organisation Schwarzbubenland
Tourismus auf journalistische Einsätze für Senioren aufmerksam gemacht. Man schreibt uns
(Zitat): «Schwarzbubenland Tourismus plant regelmässig Reportagen aus der Region zu veröffentli-
16
chen. Deshalb suchen wir motivierte und kreative
SeniorInnen aus der näheren Umgebung, die
gerne fotografieren, Interviews mit Persönlichkeiten machen oder historische Artikel/Hintergrundsberichte über das Schwarzbubenland verfassen möchten. Ist Schreiben oder Fotografieren
Ihr Hobby? Dann sollten Sie diese Herausforderung anpacken.»
Kontakt: www.schwarzbubenland.com
«Verzell Du das em Fährimaa»
Wenn Sie ein Schiffer oder eine Seefahrernatur
sind oder gerne Geschichten erzählen oder Fährimaa-Geschichten gerne glauben und weiter erzählen, dann sollten Sie sich überlegen, die erforderliche
Prüfung zu machen, um einen der vier Basler Fährmänner gelegentlich abzulösen. Denn auch Fährmänner «müssen mal», oder müssen gelegentlich
zum Zahnarzt, zur Motorfahrzeugkontrolle oder
haben familiäre Verpflichtungen. Um das zu können,
ohne dass Fahrgäste vergeblich anstehen, brauchen
sie Ablösungen. Was es dazu braucht und wer Sie
zum Fährimaa ausbildet, erfahren Sie bei Redaktion
von autonom: E-Mail: admin.svnw@svnw.ch
Entwicklung eines Schweizer Pakets
«Marienbad» in Böhmen, Tschechei
Im 2006 haben einige Gruppen und Grüppchen
von autonom Lesern das idyllische Kurzentrum
Marienbad besucht und Bade- und Wellnessferien
unterschiedlicher Art genossen. autonom berichtete darüber und empfahl den Ort. Wir sind interessiert an den Eindrücken, Wünschen und Empfehlungen aller Besucherinnen und Besucher, weil wir
gemeinsam mit der Direktion der grössten Hotelgruppe in Marienbad ein «Schweizer Paket» zusammenstellen möchten. Während wir in Marienbad
bereits zwei Mitarbeiter haben, fehlt uns ein
«Reisemanager» im SVNW. Anforderungsprofil: Im
Idealfall Erfahrung in der Reisebranche, guter
Organisator, Verhandlungsgeschick, Freude an
«Entwicklungshilfe» (die es bei aller Begeisterung
für Marienbad im Umgang mit den Verantwortlichen an Ort und Stelle häufig braucht).
Kontakt per E-Mail: admin.svnw@svnw.ch
Organisation und Mithilfe beim
Wohnungswechsel im Rentenalter
Restaurierung von Möbeln
Eine erfahrene «Relocations-Spezialistin», die
bisher ausländischen Angestellten der grossen
Aus dem Novartis Pensionierten-Verband erreicht uns eine Empfehlung für einen erfahrenen
17
autonom rubrik alter & arbeit
Zaubertrank gefällig?
Basler Firmen beim Umzug in die Schweiz und
beim Heimischwerden behilflich war (und noch
immer ist) offeriert ihre Erfahrung und Hilfsbereitschaft Personen, die vor dem Entscheid stehen,
in eine im Alter besser geeignete Wohnung umzuziehen. Die Dame unterstützt Sie bei der Evaluation der neuen Wohnung, beim Umzug, beim
Angewöhnen am neuen Ort, bei allen Fragen im
Zusammenhang mit der alten Wohnung oder dem
Haus, das Sie verlassen und beim Verkauf von
Möbeln, Bildern und anderen Besitztümern, die
Sie nicht mehr benötigen werden.
Wenn Sie Interesse oder Fragen haben, melden
Sie sich bei der Redaktion von autonom: E-Mail:
admin.svnw@ svnw.ch
Möbel- und Kunstrestaurator. Er schreibt: «Mit
Kunst und Antiquitäten zu wohnen, erzeugt ein erhabenes Gefühl, die Ambiance für Kenner, Sammler und solche, die das «gewisse Etwas» mögen. Sowohl Antiquitäten als auch Möbel und Skulpturen
u.a. mehr, sind meist werterhaltende Unikate, die
sorgfältig gepflegt und erhalten werden müssen,
nicht zuletzt bevor man sie der nächsten Generation vermacht oder veräussert.» Er empfiehlt
Walter Gurtner-Meier, einen ausgewiesenen Fachmann aus dem Solothurnischen Kleinlützel. Wenn
Sie Interesse haben, melden Sie sich direkt bei
Walter Gurtner, Telefon 061 302 44 20.
Veranstaltungskalender Sportamt
Baselland für Senioren
Tagung Netzwerk Sport Baselland
Freitag, 4. Mai, Liestal, 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Thema: Sportverbände, Sportvereine und Sporttreibende zwischen Toleranz und Intoleranz. An/Abmeldung bis Freitag, 27. April. Kosten: keine
Sporttag «Bewegung, Spass, Sport»
Donnerstag, 7. Juni: Buntes Treiben rund um den
Margelacker Muttenz. Beginn 15.00 Uhr. Anmeldung nicht erforderlich. Detailprogramm siehe
www.bl.ch/sportamt
Saisonsport Golfplausch
Dienstag, 8. Mai: Driving-Range Zwingen, 18.00
bis 20.00 Uhr
Rubrik: Seniorensport
Seniorensport in der Region
Weitere Saisonsport-Angebote
Juli bis Dezember: Pilates, Segelfliegen, Tanzen,
Wandern und weitere Angebote
Programm Bewegtes Baselbiet
Genau ein Jahr vor dem UEFA EURO 08-Eröffnungsspiel im Basler St. Jakob-Park findet der
«Sporttag für Alle» unter dem Motto «Bewegung/
Spass/Sport» in Muttenz statt. Zu diesem sportlichen Nachmittag und Abend sind alle herzlich eingeladen. Folgende Organisationen von Erwachsenen- und Seniorensport bieten neben dem Sportamt ihre Aktivitäten an: Pro Senectute BL, TV
Muttenz, SVKT Frauensportverband beider Basel,
Tennisvereinigung beider Basel, Wanderwege beider Basel, Verein Laufbewegung Regio Basel,
Kneippverein beider Basel, Verein Gsünder Basel,
Planet Velo, Nordic-Sport-Shop, MBT-Shop,
Eingeladen sind alle, die Freude an der Bewegung haben oder neue Sportarten ausprobieren
möchten. Verpflegungs- und Informationsstände
laden ein zum Verweilen oder Konsumieren. Ein
Wettbewerb rundet das vielfältige Angebot ab.
9. Baselbieter Walking-Event
Freitag, 1. Juni: Laufen: ab 18.00 Uhr. Flyer anfordern
Senioren-Sportwoche
Hinterzarten, 8. bis 12. Oktober: 5 Tage im
Südschwarzwald mit Gymnastik, Wandern, Nordic
Walking, Spiel und Spass den Herbst geniessen
Programmänderungen, weitere Angebote immer
auf der Homepage www.bl.ch/sportamt
Kontakt:
Bea Häring, Sportamt-Baselland
Gempenring 14, 4147 Aesch
Tel. 061 701 70 71 (P) oder 061 827 91 04 (G)
E-Mail: bea.haering@bl.ch
18
AHV - Wie werden die
Beitragsjahre berechnet?
Hans Zeltner, Dornach
Eidg.dipl. Sozialversicherungsfachmann
«Nach rund 6 Jahren Aufenthalt in Spanien werden
meine Frau (59) und ich (66)
auf den 1. Juli diesen Jahres
in die Schweiz zurück kehren und uns hier wieder niederlassen.
Für die Monate Juli bis
Dezember 2007 werden wir
auf unser Renteneinkommen und Vermögen AHVBeiträge von voraussichtlich rund Fr. 1'010 leisten
müssen. Damit meine Frau ein volles AHVBeitragsjahr vorweisen kann, reicht dieser Betrag
aus. Ich möchte vermeiden, dass ich eine Rentenkürzung bekomme.»
I.K. aus W.
Die Antwort des Fachmanns lautet:
«Eine lückenlose Beitragsdauer führt zu einer
Vollrente der AHV. Eine vollständige Beitragsdauer ist dann gegeben, wenn man in der umschriebenen Beitragsperiode jedes Jahr AHV-Beiträge bezahlt hat – wenn man also ab dem Kalenderjahr, in welchem der 20. Geburtstag zurück
gelegt wird, bis zum 31. Dezember vor der Pensionierung kein Jahr ausgelassen hat.
Einleitend möchte ich nochmals die Modalitäten aufzeigen, welche als Grundlage für die Berechnung der nicht erwerbstätigen Personen gelten Wer nicht erwerbstätig ist, also z.B. eine Hausfrau, muss ebenfalls Beiträge an die AHV/IV/EO
abliefern. Der Betrag richtet sich im wesentlichen
nach der Höhe des Vermögens und/oder nach der
Höhe des jährlichen Renteneinkommens, welches
mit Faktor 20 multipliziert wird.
19
Vermögen und mit 20
AHV/IV/EO-Beiträge im Jahr
vervielfachtes jährliches
Renteneinkommen
bis Fr.
ab Fr.
ab Fr.
ab Fr.
ab Fr.
ab Fr.
etc.
300'000.00
301'000.00
501'000.00
550'000.00
750'000.00
1'000'000.00
Fr.
Fr.
Fr.
Fr.
Fr.
Fr.
445.00
505.00
909.00
1'010.00
1'414.00
1'919.00
Die AHV-Zahlungen von rund Fr. 1'010, die Ihre
Ehegattin als Nichterwerbstätige entrichten muss,
würde für das laufende Jahr grundsätzlich ausreichen. Damit keine AHV-Lücke entsteht, ist im
Jahre 2007 ein Mindestbeitrag von Fr. 445.00 erforderlich.
Nun berechnet die AHV bei An- und Abmeldungen des Wohnsitzes ihre Leistungen aber auf
Monatsbasis. Für 2007 würden Ihnen bei einer
Rückkehr am 1. Juli lediglich 6 Monate gut geschrieben (Juli bis Dezember 2007). Obwohl Sie
den Mindestbetrag überschritten haben, werden
Ihnen nur 6 Monate Beitragsdauer angerechnet.
Für die 6 Monate (Januar bis Juni 2007) und die
Jahre davor müssten Sie einen Rentenanspruch in
Spanien geltend machen, sofern Sie dort Erwerbseinkommen hatten und der Sozialversicherung in
Spanien unterstellt waren. Allenfalls hatten Sie in
der Vergangenheit die Möglichkeit, sich der freiwilligen AHV für Auslandschweizer zu unterstellen.
Falls für Sie keine dieser beiden Möglichkeiten
zutrifft, werden Sie für die Jahre in Spanien eine
Lücke in der Altersversicherung aufweisen, die zu
einer entsprechenden Rentenkürzung führt.»
Müssen erwerbstätige Rentnerinnen
und Rentner AHV-Beiträge bezahlen?
Wer bereits eine Altersrente bezieht, aber weiterhin erwerbstätig ist, muss weiterhin AHV-Beiträge bezahlen. Für erwerbstätige Rentnerinnen
autonom rubrik sozialversicherungen
Rubrik: Sozialversicherungen
und Rentner existiert ein Freibetrag – je nach
Wahl des Arbeitgebers – von Fr. 16'800.00/Jahr
oder Fr. 1'400.00/Monat (gilt für jedes einzelne
von mehreren Arbeitsverhältnissen), worauf keine
AHV-Abzüge vorgenommen werden.
Kurz- und mittelfristige Ziele
Die Autonomie der Seniorinnen und Senioren
des Kantons Basel-Stadt wird durch einen vereinfachten Zugang zu Informationen, Dienstleistungen und Kontakten gefördert. Ziel ist die Positionierung der 3. und 4. Generation als gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu stärken und zu
unterstützen.
Kontakt:
Hans Zeltner, Dornach
Eidg. dipl. Sozialversicherungsfachmann
Kirschgartenweg 7, 4143 Dornach
E-Mail: info@zeltner-connect.ch
Ausbau und Wachstum
Die Website wird als offene Plattform gehandhabt, d.h. thematische Ergänzungen und Angebote
aus dem Kreis der Benutzerinnen und Benutzer
sind erwünscht und werden gezielt gesucht.
Redaktionsteam
Rubrik: Computer und Internet
Neue Website des
Seniorenforums Basel im
Aufbau
Dass sich in der Senioren- und Alterspolitik im
Kanton Basel-Stadt etwas tut, konnten die Leserinnen und Leser im Interview mit Basels Gesundheitsdirektor in der letzten Ausgabe von autonom
lesen. Oder sie konnten sich am Stand des Kantons
Basel-Stadt an der diesjährigen Muba vergewissern. An prominenter Stelle des Basler Pavillons
wurden erste Eindrücke der im Aufbau begriffenen, extra für Senioren der Nordwestschweiz
geschaffenen Website www.seniorenbasel.ch, bzw.
www.seniorinnenbasel.ch vermittelt.
Den Auftrag zur Bereitstellung von Informationen für die 3. und 4. Generation auf Internet
erhält das Seniorenform von der Regierung und
deren neuem Leitbild für die Basler Seniorenpolitik. Diese wird in den kommenden Monaten
von der Gesundheitsdirektion der Öffentlichkeit
vorgestellt werden.
Das Redaktionsteam besteht aus maximal 6
Freiwilligen, die je 1 bis 2 Themenbereiche betreuen und Benützeranfragen bearbeiten.
Es wird mit einer wachsenden Zahl von E-Mails
gerechnet, welche Vorschläge zum Themenausbau, Fragen nach weiterführenden Informationen
oder Angebote beinhalten.
Zugang zum Internet
Es ist klar, dass der Zugang zum Internet noch
nicht für alle Senioren eine Selbstverständlichkeit
ist. Neben Vorurteilen und dem Gefühl, diese Technologie im (hohen) Alter nicht mehr zu meistern,
sind vor allem finanzielle und Schulungshindernisse zu überwinden, um auch vielen neugierigen
Senioren, ohne Internet-Kenntnisse und/oder
Zugang zu einem PC, die Möglichkeit zu bieten,
sich bei www.seniorenbasel.ch zu informieren.
Ein erster Ansatz werden die Senioren Internetcafés oder Quartier-Informationszentren für Senioren sein, die gemäss Leitbild einzurichten sind.
Ein zweiter Ansatz wird die Ausbildung am Computer sein. Ein dritter Ansatz wird ein auch für
weniger kaufkräftige Senioren erschwinglicher
20
wie eine «gefährliche» PC-Tastatur aus.
eigener Zugang zum Internet in der eigenen Wohnung sein.
Das Seniorenforum Basel-Stadt ist zur Zeit gemeinsam mit dem SVNW am Aufbau eines Pilotprojekts, das alle drei Ansätze oder Voraussetzungen vereinigt: Einrichten von 1 bis 2 Quartierzentren, in welchen sich Seniorinnen und Senioren an
einem neuartigen Gerät mit Internetzugang vertraut machen, sich ausbilden lassen und sich überlegen können, ob sie nach Abschluss der Schulung
sogar einen eigenen Bildschirm mit Zugang zum
Internet und zu einem ausserordentlich leistungsfähigen Zentralrechner anschaffen möchten, ohne
sich den Kopf über Software, Hardware und ADSL
etc. zerbrechen zu müssen. Das bedeutet, dass Sie
ohne Anschaffung eines eigenen Computers, aber
ausgerüstet mit modernster Technologie, zum PCund Internet-Nutzer werden können. Das Angebot
ist übrigens auch sehr attraktiv für Besitzer eines
PC, die vor dem Entscheid stehen, sich neue Software oder einen neuen PC anschaffen zu müssen!
Des Rätsels Lösung ist das Produkt «Senioren
Portal CH Thin Client für Schweizer Senioren»
welches die SUN Microsystems (Schweiz) AG ent-
21
«Mal angenommen, es gäbe eine Lösung, mit
der Sie von zu Hause und von überall her auf das
Internet und Ihre Office Anwendungen zugreifen
könnten, sagen wir zu einem monatlichen Festpreis von Fr. 80.--, alles inklusive
• Wäre das interessant für Sie?
• Würden Sie mitmachen?
• Nein, interessiert mich nicht!»
Antworten bitte an die unten stehende Kontaktadresse, wo Sie auch mehr Informationen erhalten
können.
Kontakt
Dr. Alfred Stingelin, Redaktion autonom
Postfach 327, CH-4012 Basel
E-Mail: marketing.svnw@svnw.ch
autonom rubrik computer und internet
Das sieht eher wie eine «freundliche» Tafel Schokolade als
wickelt haben und gemeinsam mit der Acceleris
GmbH vertreiben. Das dabei zur Anwendung kommende System (Open Source) hat sich bisher vor
allem in der öffentlichen Verwaltung im In- und
Ausland, aber auch schon bei einzelnen Abteilungen des Bundesgerichts sehr bewährt.
Erfreulicherweise beginnt ausgerechnet die ITIndustrie, welche vielfach das Image der Jugendlastigkeit hat, sich langsam von der Wichtigkeit
der Senioren in der Gesellschaft ein Bild zu
machen. Spannend ist, dass sich dies in der Bedeutung der rechtzeitigen Zusammenarbeit mit Seniorenorganisationen manifestiert. Der erste Kontakt zwischen SUN und den Senioren erfolgte
nämlich erst vor wenigen Wochen an der Sonderpräsentation an der Muba und bereits ist ein konkretes Projekt am Entstehen.
Um die Bedürfnisse der Senioren abzuklären,
die noch nicht PC- oder Internetbenutzer sind, es
aber gerne werden wollen, bitten wir Sie um Beantwortung der folgenden Fragen.
Rubrik: Wohnen im Alter
Wohnen und Bauen
im oder für das Alter
Reaktionen unserer Leserinnen
und Leser
In der Rubrik Wohnen im Alter hat das
Tessiner Projekt TOSCA kaum Interesse geweckt.
Für das Projekt Bruderholz haben sich einige
Interessenten gefunden, darunter auch der Verein
Belétage, welcher als Projekteigentümerin in der
Lage gewesen wäre, ein geeignetes Projekt für
Wohnungen mit integrierten Dienstleistungen zu
erstellen. Leider fanden sich der Verkäufer und
der Verein beim Kaufpreis nicht. Ich ermuntere
alle Leserinnen und Leser, die sich überlegen, im
dritten Alter in eine neue Wohnung zu ziehen,
sich der Organisation Belétage anzuschliessen.
Gemeinsam geht es viel leichter, sich den Traum
von einer seniorengerechten Umgebung und
Wohnung zu verwirklichen. Falls Sie Kenntnis
davon haben, wo in der Stadt Basel Ideen in dieser
Richtung bestehen, die es umzusetzen gilt, sind
wir daran interessiert. Kontakt Belétage: Max
Henzi, Verein Belétage, Tel. 061 721 68 77, E-Mail:
max.henzi@bluewin.ch, oder Redaktion autonom.
Zum Konzept des zeitgemässen autonomen
Wohnens im Alter gehört ein adäquates Dienstleistungsangebot. Erfreuliches tut sich beim Angebot
für Unterstützung, die man als aktiver Senior (und
ohne ein Pflegefall zu sein) für verschieden Fälle
und Situationen in seiner eigenen Wohnung in Anspruch nehmen kann. Wir sprechen hier ganz klar
von nicht pflegeorientierter, sozusagen «VorSpitex» Unterstützung. Sie alle kennen vermutlich
die verschiedenen Angebote, welche die meist
lokal organisierten, auf Gegenseitigkeit beruhenden Konzepten wie z.B. Senioren für Senioren oder
ähnlichen Organisationen für Mitglieder anbieten.
Das geht von Haushaltarbeiten über kaufmännische Arbeiten (Steuern) bis zu Transporten, Botengängen und Haustierbetreuung. Das Angebot
könnte in vielen Fällen natürlich grösser sein, ich
denke an den vielfach geäusserten Wunsch nach
Gesellschaft, Hilfe im Garten, Reparaturen aller
Art, gemeinsame Ferien und vieles mehr. Dazu
sind aber die Ressourcen vieler dieser Selbsthilfeorganisationen, weil an Mitglieder in der eigenen
Gemeinde gebunden, häufig nicht gross genug.
Eigentlich sollten sich diese Organisationen, viele
sind dem SVNW angeschlossen, einmal zusammensetzen und ein regionales Angebot mit einer
regionalen Info-Zentrale diskutieren. Die Redaktion von autonom ist gerne dabei behilflich, nicht
zuletzt deshalb, weil im Leitbild zur offiziellen
Seniorenpolitik in Basel, bei deren Gestaltung der
SVNW tatkräftig mithilft, solche Initiativen immer
mehr unterstützt werden (und Baselland?). Jedenfalls kommen auch Profi-Organisationen auf den
Geschmack: Im Raum Zürich bietet unter dem
Begriff TERTIANUM BEI IHNEN ZUHAUSE? das
TERTIANUM Service Center im Kanton Zürich neu
ambulante Dienstleistungen ausserhalb der Residenzen an. Ich bin überzeugt, dass bald alle TERTIANUM Residenzen Ähnliches anbieten werden.
Wenn Sie nicht warten mögen oder können, erkundigen Sie sich beim nächstgelegenen Alters- und
Pflegeheim (APH) nach ambulanten Dienstleistungen oder danach, welche Dienstleistungen Sie im
APH beziehen können (Waschen, Therapien, Mahlzeiten, Coiffeur, etc.)? Man hat vermutlich nicht
auf Sie gewartet und auch nicht mit Ihnen gerechnet, aber stete Nachfrage führt auch bei zögerlichen APH zu Angeboten, denn das ist ein wachsendes Bedürfnis, das im Ausland schon viel länger erkannt und befriedigt wird!
Wenn Ihnen das zu lange dauert, dann ist es
Zeit bei der jungen Organisation Home Instead
Senior Care anzurufen. Was im Ausland schon
22
23
Kurz vor Ostern hätte eine erste Seniorenbefragung durch unsere Scouts stattfinden sollen.
Bei der Vorbereitung wurde allerdings zu wenig
bedacht, dass Projekte mit Freiwilligen einen längeren Vorlauf benötigen.
Projekt Hegenheim (F):
Das Projekt Hegenheim (F) ist auf ähnlichem
Konzept angedacht wie das Konzept TOSCA.
Hegenheim liegt an der Grenze zu Allschwil und
ist von Basel in 5 Minuten (ab Grenze Hegenheimerstrasse/Bachgraben) erreichbar. Auch hier
stehen Grundstück und ein Teil der Bauten bereits
zur Verfügung. Auch hier ist die Eigentümerin
treibende Kraft für ein gemeinsam zu definierendes und zu erstellendes Projekt, das von den
Wohn- und Komfort-(Dienstleistungs)bedürfnissen
der Bewohner definiert werden soll. Auch hier ist
das Ziel, so lange wie möglich – im Idealfall bis
zum Ableben – in den eigenen vier Wänden leben
zu können. Interessenten wenden sich bitte an die
Redaktion von autonom.
movi bene – Wohnen mit
(medizinischer) Dienstleistung in
Spanien:
In Altea nahe Alicante entsteht zur Zeit ein
Reha-Zentrum, unter Schweizer Leitung und mit
Schweizer Standards und für primär Schweizer
Patientinnen und Patienten. Das Konzept ist insofern speziell, als die Klinik es in einem der gesündesten Klimas am Mittelmeer gelegen ist und von
Anfang an davon ausgegangen wird, dass die
Patienten von gesunden Angehörigen begleitet
sein werden. Dies geschieht entweder gemeinsam
mit den Patienten in geräumigen Hotelzimmern
oder in einem der Appartements im KlinikKomplex. In unmittelbarer Nähe der Klinik werden Ferienhäuser und Wohnungen entstehen, die
auf Wunsch und nach Bedarf wie Hotel- und
autonom rubrik wohnen im alter
lange funktioniert (Home
Instead ist nämlich ein
Weltunternehmen), wird
Sie zählen sich zu den
von einem SVNW-Mitaktiven und lebensfrohen
glied in der Schweiz mit
Pensionisten und suchen
eine sinnvolle Aufgabe?
viel Schwung neu aufgeDann werden Sie
baut. Das Motto dieser
Mitarbeiter/in bei
Home Instead Senior Care.
jungen Firma ist kurz
Als CAREGiver® begleiten
und simpel: Läb dehei.
und unterstützen Sie ältere
Menschen im Alltag.
Massgeschneidert kann
Rufen Sie uns an!
man sich die UnterstütHome Instead Schweiz AG
zung, Hilfe und DienstObere Wasengasse 65
5080 Laufenburg
leistungen, die man für
Jobhotline 062-869 4098
das autonome, selbstbestimmte Leben zu Hause braucht zusammenstellen. Sie können aber nicht nur Dienstleistungen
abrufen, Sie können sich auch zum entlöhnten
CAREGiver® ausbilden und einsetzen lassen.
Wir haben angekündigt, dass sich in den Projekten Senior Scout und Senior Model nach der
Muba etwas regen würde. Anders als früher angekündigt, erfolgt die Zusammenarbeit des SVNW
nicht mehr mit der TERTIANUM Stiftung, sondern
mit einer Nachfolgeorganisation, welche René
Künzli – der Gründer von TERTIANUM – unlängst
ins Leben gerufen hat. Diese terzKom GmbH spezialisiert sich auf Generationenprojekte, d.h. auf
Projekte, die sich auf die Bedürfnisse vorab der
3. Generation ausrichten. Wir sind stolz, dass
der SVNW auf partnerschaftlicher Basis an solchen
Projekten mitwirken wird oder Projekte entwickeln kann. Wir haben festgestellt, dass auch bei
den institutionellen SVNW Mitglieder ein wachsendes Interesse besteht, mehr und Präziseres über den
eigenen Markt, über das Verhalten der Senioren
unter ihren Kunden in Erfahrung zu bringen. Was
liegt näher, als die Erfahrungen des SVNW, die profunden Kenntnisse der wirklich bei den Senioren
bestehenden Bedürfnisse und die Themenführerschaft bei Seniorenfragen aktiv einzusetzen.
Spitaldependancen geführt werden können und
massgeschneidert vom ganzen Hotel- und Klinikservice profitieren, d.h. von Wellness, Therapien,
Hausdienste, Transporte, Essen, Unterhaltung,
Überwachung etc. Diese zusätzlichen Wohneinheiten sind als Dauerwohnsitz und als Ferienwohnungen vorgesehen und können erworben oder gemietet werden.
Interessenten wenden sich an die Redaktion
von autonom.
Projekt Casa Blanca:
«Schau mir in die Augen, Kleines», so heisst
eines der berühmtesten Filmzitate aus dem Film
«Casa Blanca». In authentischen Jugendstil-Liegenschaften aus der Gründerzeit sollen in Casablanca
«serviced flats», das heisst Wohnungen mit einem
Concierge-Modell entstehen. Die Mindest-Mietdauer ist sechs Monate. Bei Gefallen kann das
«Mietrecht» inklusive Concierge-Services erworben werden. Die Concierge-Dienstleistungen
(Haushalt, Fahrten und Transporte, Kontakt mit
Behörden etc.) werden durch Schweizer oder/und
mit Schweizer Qualität erbracht. Interessenten
wenden sich an die Redaktion von autonom.
Rubrik: Leserbriefe
autonom wird erwachsen…
Das Zeitalter der elektronischen Kommunikation hält auch bei den Kommentaren zu autonom
Einzug. Wir haben alle Kommentare entweder als
E-Mail oder als Telefonanruf erhalten. Leserin Y.
Tempelmann aus Zürich stellt fest, dass «autonom
erwachsen wird», Erich Baumann-Arnold, Sissach
ist «vom Konzept überzeugt». Frau Senn aus Basel
griff spontan zum Telefon, rief die Redaktion an
und erkundigte sich, ob autonom das Magazin
50plus ersetze, sie sei nämlich «von der neuen
Zeitschrift autonom sehr fasziniert».
Die Leserreaktionen zu den einzelnen Rubriken
finden sie bei den entsprechenden Rubriken.
Liebe autonom Leserinnen und Leser,
liebe SVNW Mitglieder
Möchten Sie einen Leserbrief schreiben? Möchten Sie
Anregungen oder Kritik anbringen? Wir freuen uns über
jede Zuschrift. In der Regel drucken wir Zuschriften, die
sich auf einen autonom Artikel beziehen. Wenn sich
allerdings Zuschriften auf allgemein wichtige alterspolitische Themen beziehen, dann nehmen wir solche Anregungen gerne hin und wieder auch auf. Um möglichst
viele Briefe berücksichtigen zu können, müssen Sie uns
das Recht auf Kürzungen zugestehen. Geben Sie uns
immer Ihre vollständige Adresse samt Telefonnummer
und wenn möglich Ihre E-Mail-Adresse für Rückfragen
an:
Redaktion autonom, Leserbriefe, Postfach 327, CH-4012
Basel, E-Mail: admin.svnw@svnw.ch
Rubrik: Buchbesprechung
Noch voll dabei
Wie Menschen im Alter
aktiv bleiben
Margret Bürgisser, orell füssli Verlag AG
Die doppelte Revolution des Alters
Wir Seniorinnen und Senioren – verpönte
Revoluzzis? Stimmt man dem Abschnitt «Alt sein
im 21. Jahrhundert» bei, kann man erfreut «aber
sicher!» sagen. Denn das Buch behandelt einen
Prozess, den wir heutigen Seniorinnen und
Senioren mitgestalten und mitbestimmen. Immer
mehr von uns lassen sich nicht mehr einfach aufs
24
25
denen Leidenschaften, Hobbys und Engagements
der geschilderten SeniorInnen waren völlig unterschiedlich angesiedelt, vom sozialen Bereich, wo
das «anderen Helfen» im Vordergrund stand bis
zum «endlich eine grosse Faszination ausleben»
oder «fremde Welten/Menschen/Sprachen» entdekken.
Die Botschaft der portraitierten Menschen
heisst unter anderem jedoch auch, dass «Ruhestand» kein erstrebenswertes Ziel sein kann. Siehe
oben, wer rastet…. Heisst, dass Entwicklung und
Lernen auch im Alter möglich sind. Dass die Kompetenz alter Menschen – als Dienstleistende,
Therapeuten, Forscher, Kursleitende etc. – nicht
verlorengehen darf. Dass Aktivität und Engagement Lebenssinn vermitteln, und dass «der Aufschwung im Kopf beginnt» – d.h. man muss ihn
wollen!
So ist dies eine «Revolution», die Sinn macht,
weil diese «neuen SeniorInnen» für die kommenden Generationen nicht weiter nur eine (auch
finanzielle) Belastung darstellen, sondern im
Gegenteil, je länger sie sinnerfüllt und gesund
autonom leben können, keine schreckenserregende Zukunftsvision sein müssen. Deshalb: Eine
«standing ovation» für diese Revolultion, die von
allen, Jung und Alt, unterstützt werden sollte!
Yvonne Tempelmann
autonom rubrik buchbesprechung
«Altenbänkli» drängen, sondern suchen aktiv
einen neuen «Lebensentwurf» für die verbleibenden Lebensjahre, in denen man so lange wie möglich selbstbestimmt und eben «voll dabei» leben
will.
So stellt die Autorin Margret Bürgisser fest,
dass in den industrialisierten Ländern zur Zeit
eine «doppelte Revolution des Alters» stattfindet.
Wir unterscheiden uns deutlich von älteren
Menschen früherer Generationen, die unter ganz
anderen Bedingungen aufgewachsen sind. Wir
wissen mehr über den Verlauf des Altersprozesses
– und versuchen, dieses Wissen zu nutzen. Wir gehören wahrscheinlich beinahe zur ersten Generation der Älteren, die diesen Lebensabschnitt bei
meist guter Gesundheit erleben dürfen. Gerade
diesbezüglich profitieren wir von sozialen, aber
auch von wissenschaftlichen Errungenschaften
und Forschungsergebnissen der vergangenen
Jahrzehnte. So haben viele «Rentner und Rentnerinnen» das Glück, auch bei erreichtem Rentenalter gesund und aktiv zu sein, was das Tor zum –
noch möglichst langen – autonomen und sinnerfüllten Leben ist.
Vor die informativen Kapitel zu «unserer Altersrevolution» stellt die Autorin 18 Biografien von heutigen Senioren/innen, von denen die meisten ihren
«Lebensabend» in geistig und körperlich bestem
Befinden nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten. Nicht alle kamen gesundheitlich völlig
unangeschlagen «über die Runden», doch mit ihren
körperlichen und geistigen Reserven wussten sie so
sorglich – oder sollte man auch sagen so couragiert
– umzugehen, dass sie ihre gesteckten Ziele weitgehend erreichen konnten. Eigentlich zementieren
diese Biografien schlicht und einfach eine
Lebensweisheit, die schon unsere Altvorderen
kannten: «Wer rastet, rostet.» Um diesem Rasten
und Rosten ein Schnippchen zu schlagen, ist vieles
erlaubt, um nicht zu sagen alles recht. Die verschie-
Rätselecke:
(Schweden)Rätsel
Wir erhielten insgesamt 180 richtige Lösungen
zugestellt. Die Gewinnerin des ersten, von der
Raiffeisenbank Basel gestifteten Goldvrenelis ist:
Frau Erika Henner, Neumattstrasse 12, CH-4144
Arlesheim. Wir gratulieren herzlich. Frau Henner
wird von der Bank direkt informiert.
Einsenden der Lösung aus autonom 2/2007 an
Redaktion autonom, Postfach 327, 4012 Basel,
oder per E-Mail an admin.svnw@svnw.ch bis zum
15. Juni 2007.
Die Lösung wird in der Ausgabe 3/2007 Ende Juni
bekannt gegeben.
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SCHNEEGLOECKCHEN
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VERBANDSNACHRICHTEN
Schweiz. Verband für Seniorenfragen, SVS:
Delegiertenversammlung 2007
Dienstag, 27. März 2007 in Sarnen/OW
Pünktlich waren über 60
Delegierte, Ehrenmitglieder,
Delegationen von drei neuen
Mitgliederverbänden und
Gäste zur Delegiertenversammlung 2007 erschienen.
Zum Empfang gab es zuerst
Kaffee und Gipfeli für weither Gereiste!
Genau um 11.00 Uhr konnte die Versammlung,
an welcher 21 Verbände mit 39 Delegierten teilnahmen, mit Gruss- und Dankesadressen eröffnet
werden! Als Gäste waren eingeladen: Frau
Regierungsrätin Esther Gasser, Gemeindepräsident Herr W. Stauffer, Frau a. NR. A. Fankhauser,
Präsidentin VASOS, Frau M. Bosshart, Generalsekretärin SSR und die beiden Ehrenmitglieder
des SVS, Herr Kläsi und Dr. Leuzinger. Entschuldigen mussten sich Frau R. Calderon vom BSV und
verschiedene Delegierte.
Grussadressen gab es von Frau Regierungsrätin
Gasser, die den Kt. Obwalden vorstellte, von Gemeindepräsident Herr Stauffer, der die «beinahe»
Stadt Sarnen vorstellte und von Frau C. Roos, die
als Vertreterin der die DV durchführenden Organisation die IG Alter Obwalden vorstellte. Dankadressen gab es von Frau Fankhauser und den
neuen Mitgliederverbänden.
Verbandsgeschäfte:
Elf Traktanden standen zur Behandlung. Das
Protokoll der DV 2006 und der Jahresbericht des
Präsidenten wurden einstimmig angenommen.
Die Jahresrechnung schloss dank strenger Sparmassnahmen mit einem ansehnlichen Gewinn ab,
die restlichen Schulden sind getilgt und ein Polster für kommende Aktivitäten wurde angelegt. Das
Budget 2007 sieht wiederum einen EinnahmenÜberschuss vor, weshalb beschlossen werden
27
konnte, den Jahresbeitrag 2008 auf Fr. 4.– pro Mitglied zu senken. An der DV wurden drei neue
Mitgliederverbände mit nahezu 1000 Mitgliedern
einstimmig in unseren Verband aufgenommen
und willkommen geheissen.
Die Wahlen warfen keine hohen Wellen, da einzig
Dr. H. Zürrer ersetzt werden musste. Der Präsident
und die acht verbleibenden Vorstandsmitglieder
wurden wieder gewählt. Als neues Vorstandsmitglied konnte A. Melchior gewonnen werden. Auch
die beiden Rechnungsrevisoren wurden bestätigt.
Das neue Spesenreglement wurde diskussionslos durch die Versammlung genehmigt, es ersetzt
dasjenige aus dem Jahr 1999.
Bei den Anträgen erhielt der Vorstand die Kompetenz, allenfalls das Referendum gegen das neue
Krankenpflegegesetz (KVG) zu ergreifen, oder ein
solches zu unterstützen. Der Vorstand ist angehalten, dies mit der Präsidentenkonferenz, allenfalls
zusammen mit weiteren Organisationen (H+ Spitäler der Schweiz, Schweiz. Spitex-Verband, Schweiz.
Berufskrankenpflege-Verband usw. ) zu koordinieren. Bei dieser Gelegenheit wurde auf den Kongress
«Langzeitpflege» vom 6. September 2007 in Baden
hingewiesen, an dem dieses Thema von namhaften
Persönlichkeiten diskutiert wird. Unter Verschiedenem wurde auf das Jahresprogramm 2008 hingewiesen und auf ein Schreiben betr. Haftpflichtversicherung für Mitgliederverbände!
Gesucht wird noch ein Verband für die Übernahme der Delegiertenversammlung von 2008. Da
keine weiteren Wortmeldungen vorlagen, konnte
die ruhig und erfolgreich verlaufene DV 07 mit
dem Hinweis auf das Nachmittagsprogramm
Thema «Generationen-Vertrag auf drei Säulen» abgeschlossen werden.
Kontakt:
Kaspar Zimmermann, Abläsch, 8762 Schwändi
E-Mail: zimmer-kasp@bluewin.ch
autonom verbandsnachrichten
Kaspar Zimmermann, Präsident SVS
Schweizerischer Seniorenrat, SSR:
Senior-Kunden auf
Expedition
Margrit Bossart, Generalsekretärin SSR
Die Förderagentur für Innovationen – eine Bundesstelle –
beauftragte den Schweizerischen Seniorenrat SSR mit Abklärungen. Frage: Was heisst
benutzerfreundlich und was
grenzt aus? Expeditionsterrain:
Die Muba. Resultat: Bemerkenswerte Ergebnisse.
Die Seniorenteams des SSR besuchten 23
Aussteller. Eine jüngere Person begleitete sie im
so genannten Age Explorer. Dies ist ein spezieller
Anzug, der das Seh- und Hörvermögen, den
Tastsinn, die Kraft und die Beweglichkeit von 70bis 80-Jährigen simuliert. Das grosse Medieninteresse am Age Explorer war eine erste Überraschung. Dabei blieb es aber nicht…
Exkursions-Streiflichter
Fall 1: Die SSR-Delegation besuchte einen
Reiseveranstalter. Der Age Explorer wünschte sich
eine Gruppen-Reise nach Fernost. Der Berater zauberte prächtige Naturerlebnisse vor Augen. Das
Seniorenteam interessierte sich für die Dauer der
Wanderungen. Der Berater antwortete mit einen
kritischen Blick auf den Age Explorer: «1.5
Stunden. Da können Sie gewiss nicht mitkommen.
Ihr Gesundheitszustand wäre für die Gruppe
schlecht.» Auf Nachhaken der Senioren stellte sich
heraus, dass andere Veranstalter Gruppenreisende
von unterwegs aus nach Hause schicken, wenn
sich zeigt, dass sie körperlich nicht mithalten können.
Fall 2: Das SSR-Team beim Aussteller von
Zahnbürsten. Diese beeindruckten durch neue
SSR-«Bienenhaus» inmitten der Senioren-Sonderpräsentation
Foto: Fritz Weber, Zürich
Technik und gutes Design. Doch das Ersetzen des
Bürstchens benötigte zu viel Kraft, wie Senioren
und Explorer übereinstimmend feststellten. Gelang schliesslich das Lösen, flog das Bürstchen in
hohem Bogen zu Boden und erforderte eine weitere Kraftanstrengung beim Aufheben. Fazit: ungeeignet für Leute mit Gelenkschmerzen.
Fall 3: Beim Optiker. Angesichts der Seniorenrunde mit Age Explorer empfahl der Berater ein
«zeitloses» Modell. Die Senioren reagierten
erstaunt und forderten dezidiert eine modische
Brille.
Die Seniorenteams fanden bei allen 23 Anbietern beachtliche Marktchancen. Sie identifizierten
69 positive und 76 negative Eigenschaften von
Produkten und Dienstleistungen. In konstruktiven
Gesprächen vermittelten sie den Ausstellern nützliche Impulse.
Häufige Barrieren
a) Begleitinformationen unleserlich: Viele Anbieter glauben offenbar, ältere Menschen seien
Naturtalente, die keine Bedienungsanleitungen und
Unterlagen benötigten. Wie anders ist erklärbar, dass
83 % (!) der besuchten Aussteller unlesbare Texte
abgeben? Oft sind die Schriften zu klein, manchmal
beeinträchtigt der Hintergrund die Lesbarkeit.
28
Kontakt:
Margrit Bossart, Generalsekretariat SSR
Tel. 031 359 03 53, E-Mail: bossart.bern@bluewin.ch
Seniorenverband Nordwestschweiz, SVNW:
im Kanton Solothurn. Sie verfolgten mit grossem
Interesse, was der Verband im abgelaufenen Jahr
geleistet hatte, genehmigten die Jahresrechnung
und erteilten der Kassiererin sowie dem ganzen
Vorstand einstimmig Décharge. Auch die Ende
letzten Jahres durch den Vorstand gegründete
«Senioren-Magazin autonom GmbH» wurde nachträglich gutgeheissen und bestätigt.
Diesmal konnten die Neuaufnahmen von 2
ordentlichen und 8 institutionellen Mitgliederorganisationen, die im Laufe des Vorjahres durch
den Vorstand aufgenommen wurden, durch die
Delegiertenversammlung bestätigt werden.
Wegen der aus beruflichen Gründen erfolgenden Demission von Charles Keller musste eine
Nachwahl in den Vorstand vorgenommen werden.
Als einzige Kandidatin stellte sich Frau Emmy
Honegger, Präsidentin des Vereins 3. Alter
Pratteln und Vizepräsidentin KVAVBL zur Verfügung und wurde mit grossem Applaus gewählt.
Als Revisoren amtieren für die diesjährige Jahresrechnung die Herren Walter Agra (Einzelmitglieder) und Alfred Hostettler (AV Reinach). Als neuer
Suppleant wurde der bisherige Revisor Günther
Burris (NPV) wiedergewählt.
Für das laufende Jahr sind wieder verschiedenste Anlässe und Arbeiten geplant. Unsere Mitglieder werden darüber wie üblich rechtzeitig via Verbandsorgan autonom, auf unserer Website und
teilweise auch mit persönlichen Einladungen orientiert.
Delegiertenversammlung
2007 SVNW
Arthur Scherler, Präsident SVNW
34 Delegiertenstimmen, sowie 16 Einzelmitglieder und Gäste versammelten sich am 29. März
2007 zur 7. Delegiertenversammlung des SVNW
im Hotel Engel in Dornach, also zum zweiten Mal
29
Kontakt:
Arthur Scherler, Blauenstrasse 18, 4410 Arlesheim
E-Mail: thurys@tiscali.ch
autonom verbandsnachrichten
b) geheimnisvolle Kundenkenntnisse: Häufig
hörten die Senioren wohlklingenden Worte: «Weil
wir lieber alle Kunden individuell beraten, erkundigen wir uns nicht systematisch über Kundenmeinungen.». Aus Senioren-Optik ist die Wertschätzung des Individuums ebenso wichtig wie grundsätzliches Wissen. In unserer arbeitsteiligen Wirtschaft kommt nämlich der Hersteller nur zu
Kundenkenntissen, wenn ihn der Verkauf konsequent über positive und negative Rückmeldungen
informiert. Nur 17% der Aussteller profitieren
davon!
c) Desinteresse an Senioren: Die wenigsten
Anbieter konsultierten bei Anpassungen oder
Neuentwicklungen Senioren. Dies ist zweifellos
ein Fehler! Der mangelnde Seniorenkontakt manifestierte sich an den Ständen. Indiz: nur 43% der
Aussteller hatten angenehme Stühle.
Zu prüfen ist nun, wie die Nachfrage erfahrener
Kunden besser integriert werden kann. Denn, wer
sich um die Wünsche älterer Kunden kümmert,
wird erwiesenermassen auch für junge Kunden
attraktiver.
VERANSTALTUNGEN
Allgemeine Veranstaltungen 1:
Podiumsgespräch des
SVNW und der HKbB
Das jährliche, traditionelle Podiumsgespräch von
SVNW und HKbB findet zum Thema «Lernen für die
Zukunft mit 50, mit 60, auch mit 70…» am 21. August im
Mittenza in Muttenz statt.
Allgemeine Veranstaltungen 2:
Jahresprogramm 2007
für die Einzelmitglieder
des SVNW
Die Einzelmitglieder werden zu den Anlässen mit detailliertem Programm rechtzeitig eingeladen. Diese
Veranstaltungen stehen neu auch den Mitgliedern von
Mitgliederorganisationen und allen autonom-Leserinnen und Lesern offen, sofern die maximale Teilnehmerzahl (ist von Anlass zu Anlass unterschiedlich) dies erlaubt. Platz- und Preisanfragen bitte an die unten angeführte Kontaktadresse richten.
25 Jahre – Jubiläumsanlass der UDCAR,
der mit dem SVNW befreundeten
Seniorenorganisation im Elsass
Samstag, 2. Juni (siehe auch Ankündigung unten: DreiLänder-Treffen 2007 im Elsass)
Kontakt:
Karl Gubelmann, Vorstand SVNW
Im Goldbrunnen 29, CH-4104 OBERWIL
Tel. 061 401 21 09
E-Mail: gruppe.svnw@svnw.ch
Allgemeine Veranstaltungen 3:
Diakonat Bethesda,
Bethesda-Spital Basel
Gellertstrasse 144, Basel, 061 315 21 32
Diabetes-Nachtessen (Jahresprogramm)
Jeweils an folgenden Donnerstagen:
7. Juni, 16. August, 20. September, 8. November,
13. Dezember
Frauen-Frühstück (4 Mal pro Jahr, Jahresprogramm)
Mittwoch, 13. Juni, 12. September
Kulinarische Anlässe im Bethesda-Restaurant
«Wine and Dine»: Aargau entdecken: Freitag, 27. April:
Asienbuffet: Freitag, 15. Juni
«Wine and Dine» Schweizer Winzerinnen:
Freitag, 7. September
Gottesdienst in der Aula
Jeden Sonntag, 10.00 Uhr
Jodlermesse mit anschliessendem Brunch
Sonntag, 24. Juni
«Lernen für die Zukunft» – Podiums-Veranstaltung
im Mittenza in Muttenz
Dienstag, 21. August (siehe Veranstaltung 1)
Reichhaltiges Kursangebot
Jahresprogramm auf Anfrage
Führung durch die griechisch-orthodoxe Kirche
in Münchenstein
Donnerstag, 22. November
Ich bin o.k., so wie ich bin, Für Interessierte
an der Transaktionsanalyse
Freitag/Samstag, 8./9. Juni
Weihnachtsessen im Rest. Rebstock in Muttenz
Mittwoch, 12. Dezember
Krippenfiguren gestalten und formen
Jeweils am Montag, 3./10./17. und 24. September
30
Gedächtnistraining 50+, Seminar 2:
Samstag/Sonntag, 20./21. Oktober
Informationen und Unterlagen sind wie immer erhältlich unter der Nummer 061 315 21 32.
Allgemeine Veranstaltungen 4:
TERTIANUM ZfP:
Kurse und Aktivitäten
Menschenwürde
Fachtagung zum Thema Menschenwürde am Dienstag,
15. Mai, ab 8.30 Uhr im Technopark Zürich. Der Anlass
beleuchtet Menschenwürde mit Blick auf:
• staats- und verfassungsrechtliche Fragen?
• die Grenzen staatlichen und wissenschaftlichen
Handelns?
• die ethischen Folgen des Würde-Konzeptes?
• die Arbeitswelt, den Arbeitsplatz?
• Krankheit und Pflege?
• staatliche Institutionen (Militär, Polizei, Gefängnis)?
• die Medien.
Ausgewiesene Experten aus Wissenschaft und Praxis
referieren anhand von Beispielen über die Bedeutung
und normative Kraft der Menschenwürde.
Neue Wege bei Burnout, Depression,
Stress und Demenzerkrankung
Fachtagung in Zürich vom 6. November
Weitere, aktuelle Kurstermine von TERTIANUM ZfP finden Sie jederzeit unter www.tertianumzfp.ch
31
Allgemeine Veranstaltungen 5:
Drei-Länder-Treffen 2007
Am Samstag, 2. Juni im Elsass
Wie bereits in der letzten Ausgabe von autonom
berichtet, laden uns die Elsässer Freunde herzlich ein,
am 2. Juni gemeinsam mit ihnen das 25-jährige Bestehen des UDCAR in Rustenhart in der Nähe von
Mühlhausen zu feiern. Der Anlass beginnt um 9 Uhr
und dauert bis 17 Uhr und angesichts der zu erwartenden (und angekündigten) kulinarischen Köstlichkeiten
und des Elsässer Weins empfiehlt es sich, Sammeltransporte zu organisieren.
Das Mittagessen kostet ohne Getränke ¡ 17.
Der Transport ab Basel im Car kostet Fr. 32.
Weiterhin nimmt im Auftrag des SVNW Alfred Hostettler
unter der E-Mail Adresse: avreinach@bluewin.ch Anmeldungen für Teilnahme, Essen und Car sowie Anfragen
entgegen.
Allgemeine Veranstaltungen 6:
Café Scientifique Basel –
Geheimtipp für Grosseltern
und Enkel
Programm bis Sommer 2007
• 13. Mai: Klimaveränderung: Kalter Kaffee oder heisses Thema?
• 10. Juni: Duft und Parfum: Werden wir an der Nase
herumgeführt?
Website Café Scientifique Basel:
www.cafe.unibas.ch (im Aufbau)
autonom veranstaltungen
Nacken- und Rückenmassage für den Alltag,
Seminar 2:
Jeweils am Donnerstag, 18./25. Oktober und 1./8./15.
November
Abs. AVR Postfach 1226
4153 Reinach 1
AZB
4153 Reinach 1
Der Seniorenverband Nordwestschweiz, SVNW,
wird für sein Verbandsorgan autonom von folgenden
Partnerfirmen und Institutionen unterstützt:
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Geschenk-Abonnement für autonom
Aus dem Kreis unserer Leserinnen und Leser ist wiederholt der Vorschlag gemacht worden, wir sollen doch Geschenk-Gutscheine
für autonom Abonnemente machen. Selbstverständlich können Sie jederzeit ein normales Abo zum Preis von Fr. 40 für jemanden
bestellen, wenn Sie uns die Adresse des Beschenkten zustellen.
Die Redaktion ist aber auch gerne bereit, dem Beschenkten in Ihrem Auftrag ein Geschenk-Abonnement zukommen zu lassen. Ab
Zeitpunkt der Einzahlung (wir schicken Ihnen eine Rechnung) ist das autonom Geschenk-Abonnement zum Preis von Fr. 50 ein Jahr
gültig.
Kosten der Zustellung im Ausland auf Anfrage.
Ja, ich möchte folgender Person ein autonom Geschenk-Abonnement zukommen zu lassen:
Geschenk-Abo an:
Frau
Herr
Rechnung an:
Frau
Herr
Vorname, Name:
Vorname, Name:
Strasse:
Strasse:
PLZ/Ort:
PLZ/Ort:
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