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Kirson gibt anderen Firmen Tipps, wie man Geld spart - Kirson GmbH

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Matthias Artinger (re.) demonstrierte beim Lean-Management-Tag die Erleichterungen in der Produktion bei Kirson beim Bestücken der Maschinen mit neuen Garnrollen.
Foto: jd
Kirson gibt anderen Firmen
Tipps, wie man Geld spart
WIRTSCHAFT Auch ein Weg aus
der Krise
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VON JOCHEN DANNENBERG, MZ
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Mit Gitternetzen aus
Kunststoff- und Glasfasern, die für
Reißfestigkeit von Gebrauchsmaterialien sorgen, hat sich die Kirson GmbH
aus Neustadt eine Nische erobert, in
der sie dank gewaltiger technischer
Anstrengungen in der Produktion zu
den Technologieführern gehört. Seit
Ende der 90er-Jahre reihte das Unternehmen ein wachstumsstarkes Jahr
an das andere. 2007 kletterte der Umsatz auf 26 Millionen Euro. Erst die aktuelle Wirtschaftskrise bescherte dem
Unternehmen, das auch sehr stark im
europäischen Ausland aktiv ist, eine
Wachstumsdelle.
„Es ist keine Frage, auch wir sind
von der Krise betroffen“, sagt KirsonGeschäftsführer Jörg Göhl. „Wir verzeichnen deutliche Umsatzrückgänge
und müssen kurzarbeiten.“ Aber „bis
jetzt ist es unsere Politik, die Belegschaft zu halten – auch auf Kosten des
Betriebsergebnisses“. 110 Mitarbeiter
einschließlich aller Auszubildenden
zählt das Unternehmen deshalb immer noch.
Licht am Ende des Tunnels sieht
der Kirson-Geschäftsführer noch
nicht. „Die Bauindustrie ist besonders
betroffen. Da hängen wir dran“, sagt
Göhl. Außerdem sind wichtige Kunden von Kirson stark im Osteuropageschäft aktiv. Weil dort zurzeit die Krise
NEUSTADT.
ebenfalls deutlich zu spüren ist,
schlägt das wiederum bis nach Neustadt durch. Im Gegensatz dazu sieht
es im Westeuropageschäft gut aus.
„Das ist trotz allen Lamentierens nicht
schlecht.“
Obwohl Kirson deshalb nicht auf
Rosen gebettet ist, steckt man nicht
auf. Eine Möglichkeit, sich aus der Krise zu manövrieren, wäre die Senkung
der Preise. Das kommt für Göhl nicht
infrage. „Wir halten die Preise konstant“, sagt der Geschäftsführer, „wir
versuchen deshalb, unseren Kunden
an anderer Stelle zu helfen.“
Der Weg: „Wir zeigen, was man
Verbesserungen im eigenen Unternehmen erreichen kann.“ Zuletzt geschah
das beim Lean-Management-Praktikertag, zu dem Kirson Führungskräfte
und Unternehmer aus der Region ins
Neustädter Werk eingeladen hatte. Bis
dahin hatte sich Kirson seit zwei Jahren mit dem Thema beschäftigt und eigens eine Abteilung dafür geschaffen.
Die Erfahrung: „Anfänglich wurde
Lean Management missverstanden, als
ein Konzept um möglichst viele Leute
einzusparen“, sagt Göhl. „Wir haben
von Anfang an darauf Wert gelegt, unserer Belegschaft zu kommunizieren,
dass wir Lean Management ausschließlich einsetzen, um unsere
Wachstumsvorstellungen zu erfüllen.“ Bei Lean Management gehe es
nicht nur darum, Kosten zu senken,
sondern auch Prozesse effizienter zu
gestalten. Zum einen führt dies zu reduzierten Lagerbeständen, aber auch
zu kürzeren Liefer- und Reaktionszei-
ten sowie der Verringerung des Risikos, dass unentdeckte Fehler verschleppt werden.
Beim Lean-Management-Praktikertag wurden viele praktische Beispiele
gezeigt, die bewiesen, wie unkompliziert die Lean-Management-Werkzeuge sind und welche zum Teil herausragenden Ergebnisse erzielt werden können. Ein großer Teil der Ergebnisse
stammte übrigens von Mitarbeitern
der untersten Hierarchieebenen. „Für
diese Mitarbeiter war die Auseinandersetzung mit Lean Management eine
neue Erfahrung, die sie neue Techniken hat lernen lassen und häufig
schlummernde Talente und Fähigkeiten entwickeln half“, sagt Göhl.
Er betont: „Wir sind überzeugt, dass
die Nutzung von Lean Management
den von uns angesprochenen Kunden,
aber auch unseren Geschäftspartnern
aus der Region helfen kann, gerade in
den momentan wirtschaftlich schwierigeren Zeiten, ihre Unternehmen zu
verbessern. Die Krise und ihre Folgen
lassen sich sicherlich nicht wegdiskutieren. Es werden wahrscheinlich Firmen untergehen und Menschen ihre
Arbeitsplätze verlieren. Die Unternehmen, die sich frühzeitig auf die härteren Bedingungen einstellen und hierbei vielleicht auch Lean Management
nutzen, können aber ihre Firmen neu
aufstellen und eventuell auch die Arbeitsplätze ihrer Belegschaft erhalten.
Nach der Krise mögen diese Unternehmen sogar eine Ausgangsposition haben, die sie besonders stark wachsen
lässt.“
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Kategorie
Bildung
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