close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Fisch so teuer wie Gold - htr hotel revue - epaper

EinbettenHerunterladen
14
Events
Ein «Vegi-Tag»
für die Lysser
Bevölkerung
In der Seeländer Gemeinde Lyss
soll die Bevölkerung künftig einmal pro Woche auf Fleisch verzichten. Im Rahmen des EnergiestadtLabels führt die Gemeinde einen
«Vegi-Tag» ein. Jeden Donnerstag
sollen in den örtlichen Restaurants, Schulen und Altersheimen
ausschliesslich vegetarische Gerichte auf dem Teller landen. Mit
einem Fest am 12. Mai startet die
Aktion «Lysser Vegi-Tag».
Pro Specie rara:
Zierpflanzenmarkt
zum Muttertag
zvg
Am 13. Mai, pünktlich zum Muttertag, geht bereits zum dritten Mal
der Zierpflanzenmarkt der Stiftung
Pro Specie rara über die Bühne.
Der Markt findet in der Stadtgärtnerei Bern von 9 bis 17 Uhr statt.
Rund 15 Produzenten zeigen
Pflanzenraritäten und Kräuter.
Auf Führungen durch den Schaugarten erfahren die Besucher alles
rund um die Zierpflanzen. Die jüngeren Gäste dürfen sich auf einen
Spaziergang mit den seltenen Kupferhalsziegen freuen und sich an
einem Marktstand mit Bio-Glace
oder Crêpes verpflegen. ln
dolce vita
htr hotel revue
Nr. 19 / 10. Mai 2012
Fisch so teuer wie Gold
In Tom Hillenbrands
neustem kulinarischen Krimi «Rotes
Gold» wird ein Sushikoch vergiftet und
die Fischindustrie
ordentlich aufgewühlt. Ein Buch der
etwas anderen Art.
Laura Nussbaumer
Tom Hillenbrand, in Ihrem
zweiten Krimi geht es vor
allem um die Zubereitung von
Sushi. Ihr Lieblingsessen?
Ich esse sehr gerne Sushi,
würde es aber nicht als mein
Lieblingsessen bezeichnen.
Ich mag die japanische Küche,
weil sie raffiniert und gleichzeitig sehr schlicht ist. Wenn
man sich etwas auskennt,
sieht man auch gleich, ob das
Sushi frisch ist oder nicht, weil
es oft vor den Augen des
Gastes zubereitet wird.
Wie sind Sie auf die Idee
gekommen, Fisch zum Thema
Ihres Buches zu machen?
Ich habe nach einem Lebensmittelthema gesucht, wo viel
Missbrauch getrieben wird.
Speziell was den Thunfisch
angeht: Der wird zu Auktionspreisen von fast 300 000 Dollar
verkauft, da kann man sich
vorstellen, dass sich da eine
kriminelle Energie manifestiert.
Wie haben Sie recherchiert?
Ich habe sehr viel gelesen,
mir Filme angeschaut und
mit Leuten gesprochen.
Zum einen war dies
der Sushi-Chef des
Frankfurter
Sushi-Restaurants «Zenzakan», die
machen ganz
ausgeflippte
Kreationen.
Zudem war ich
auf dem
Grossmarkt von
Rungis in Paris,
habe mit dem Autor
Fotolia
«Sashimi»
ist in der japanischen Küche
eine beliebte Zubereitungsart
von rohem Thunfisch.
des Buches «Sushi Economy»
und dem einzigen Sushi-Sommelier der Welt gesprochen.
Haben Sie auch Kochkurse
belegt?
Ich habe schon vor einiger Zeit
einen Sushi-Kurs besucht,
jedoch unabhängig vom Buch.
Die Kochkurse mache ich
sowieso als Hobby. Von den
Kursen kommt teilweise auch
mein Interesse am Essen und
an der Küche her.
Der Wirtschaftsjournalist und
Hobbykoch Tom Hillenbrand.
ANZEIGE
zvg
Sie schreiben viel über die
französische «haute cuisine».
Sind Sie ein Fan dieser Küche?
Es geht so. Ich bin ein grosser
Fan der französischen Küche.
Ich esse auch immer mal
wieder «haute cuisine», aber
ich muss ehrlich zugeben, dass
ich häufig ein bisschen
gelangweilt bin. Speziell in den
Guide-Michelin-Restaurants
habe ich den Eindruck, dass
sie mehr Wert auf das Dekor
legen. Deshalb bin ich oft von
kleineren Restaurants mehr
angetan.
Einige Passagen, beispielsweise als die Thunfische in
der «Todeskammer» enden,
sind sehr schockierend …
mit Absicht?
Ja. Es ist häufig so, dass
Kulinarisches in der Literatur
als Wohlfühlelement verwendet wird. Diese appetitlichen
Beschreibungen finde ich auch
schön, doch ich möchte das
kulturelle Unbehagen zum
Ausdruck bringen, das man
haben muss, wenn man die
moderne Lebensmittelindustrie
anschaut. Bleiben wir beim
Thunfisch: Wenn sich eine
halbe Milliarde Menschen auf
einen Trendfood stürzen, ist
das zwangsläufig entweder das
Ende der Spezies oder zumindest der artgerechten Haltung.
Wird es weitere Krimiromane
von Ihnen geben?
Ja, mit grösster Wahrscheinlichkeit. Es scheint den Leuten
Spass zu machen, meine
Bücher zu lesen. Auch mir
machen die Figuren Spass, und
als Autor weiss ich nie, was sie
als Nächstes anstellen werden.
Und die Kulinarik wird auch
im dritten Buch eine Rolle
spielen?
Genau. Ich weiss nicht, ob sich
jeder Fall in der Lebensmittelindustrie abspielen wird, aber
da die Hauptfigur der Inhaber
eines Restaurants ist, liegt es
irgendwie auf der Hand.
Buch Von gutem Essen, teueren
Thunfischen und kriminellen Händlern
N
ach seinem gelungenen Debüt «Die Teufelsfrucht» beweist der
deutsche Wirtschaftsjournalist
und Hobbykoch Tom Hillenbrand in seinem Fortsetzungsroman «Rotes Gold» zum zweiten Mal, dass Köche auch gute
Kommissare sind.
Diner des Pariser Bürgermeisters eingeladen. Obwohl er mit
dieser Szene nichts anfangen
kann, begibt sich der Luxemburger Koch zum edlen Diner
nach Paris ins «Musée d'Orsay».
Der glamouröse Abend ist
­jedoch schneller vorbei, als gedacht. Der für den Anlass engagierte und weltbekannte Sushikoch kippt noch während der
Zubereitung der Vorspeise tot
um. Eine Fischvergiftung wird
diagnostiziert.
Kieffer möchte sich zunächst
aus dem Fall raushalten, doch
dann wird er vom Bürger­
meister persönlich gebeten, die
Sache aufzuklären. Der Luxemburger stürzt sich in die Re­
cherche und stösst dabei auf
kriminelle Händler und Fische,
die teurer sind als Gold.
Xavier Kieffer, der Besitzer
eines Restaurants in der Luxemburger Unterstadt, wird erneut
in einen komplizierten Mordfall
verwickelt. Durch seine Freundin Valérie, der berühmtesten Tom Hillenbrand, Rotes Gold, Kiepenheuer
Gastrokritikerin Frankreichs, & Witsch Verlag, 352 Seiten, Fr. 13.50, ISBN
wird Kieffer zu einem Gala-­ 978-3-462-04412-6
Neue Bücher
Zürich – aus
der Sicht eines
­«Fremden»
Enspannung können Sie messen: am Lächeln Ihrer Gäste.
Der Name KLAFS steht seit über 80 Jahren für Qualität, Design, Kompetenz und Service.
Private Saunaträume sowie komplexe Spa-Projekte werden von unseren Spezialisten immer
individuell geplant und mit viel Sorgfalt und Hingabe perfekt umgesetzt. An Funktionalität, Stil
und Design werden keine Grenzen gesetzt. Was wir alles für Sie möglich machen, zeigen wir
Ihnen gerne persönlich: in unseren Ausstellungen in Baar, Bern, Chur, Montreux und in der
Bauarena Volketswil. Oder bestellen Sie kostenlos unseren aktuellen Referenzenkatalog 360°.
Unter Telefon 00800 66 64 55 54 oder auf www.klafs.ch
KLAFS AG I Oberneuhofstr. 11 I 6342 Baar I Tel. +41 (0)41 760 22 42 I www.klafs.ch
Zürich, die grösste und reichste
Stadt der Schweiz aus einer anderen Sicht: Fernab von Klischees
und Oberflächlichkeiten beschreibt der «urban explorer»
Duncan J. D. Smith ein Zürich,
wie es selbst die Einheimischen
nicht kennen. Smith besucht keine touristischen Highlights, er
unternimmt Wanderungen durch
die Stadt und taucht ein in die Geschichte Zürichs. Geheime Gärten, Museen oder ungewöhnliche
Läden: Das und vieles mehr enthält der etwas andere Reiseführer.
Duncan J. D. Smith, Nur in Zürich, Christian
Brandstätter Verlag, 231 Seiten, Fr. 31.50,
ISBN 978-3-85033-182-1
Entdeckungsreise
für eingefleischte
Lammliebhaber
Essen, Geniessen
und Entdecken
auf dem Land
Der belgische Spitzenkoch Johan
Segers reiste mit seinem engen
Freund Dirk De Prins und einem
alten Triumph-Motorrad quer
durch England. Dabei besuchten
sie lokale Züchter und Köche, um
sich über die Haltung der Tiere zu
informieren und alles über «das
englische Lamm» und dessen
Zubereitung zu erfahren. Nebst
­
schmackhaften Rezepten gibt es
praktische Tipps rund um das
Im Buch «Landleben» gewährt
die Autorin Regina Haller einen
tiefen Einblick in ihr Familien­
leben auf dem Land. Speisen für
Lammfleisch, Empfehlungen von
Restaurants in London und jede
Menge tolle Fotografien.
Johan Segers, Dirk De Prins, We Love Lamb,
Linkeroever Uitgevers, 168 Seiten, Fr. 15.95,
ISBN 978-9-05720-385-5
jede Jahreszeit wurden liebevoll
angerichtet. Die sinnlichen und
verspielten Bilder stammen von
Daniel Suter, dem Fotograf und
Ehemann der Autorin und zeigen
die Familie in der Natur, umgeben
von Pflanzen und Tieren. «Landleben» regt zum Träumen an und
bringt die Natur in jede Küche. ln
Regina Haller, Landleben, Fona Verlag, 192
Seiten, Fr. 39.90, ISBN 97,-3-03780-461-2
Alle Bücher online kaufen auf:
www.hotelleriesuisse.ch/buchshop
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
3
Dateigröße
612 KB
Tags
1/--Seiten
melden