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Liebe Gemeindeglieder! Wie man sich doch täuschen kann. Lange

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Nr. 72
Dezember 2011, Januar, Februar 2012
Liebe Gemeindeglieder!
Wie man sich doch täuschen kann. Lange glaubte ich und die vielerlei Krippenbilder, die das Geschehen der
Heiligen Nacht in Szene setzen, bestätigten diesen Eindruck - dass in der Heiligen Nacht nach der Erscheinung
der Engel die Hirten die einzig Aktiven waren. Bis mir
eine kleine aber wichtige Sache auffiel, die meine Meinung änderte.
Als die Hirten im Stall von Bethlehem ergriffen und begeistert erzählten, was der Engel ihnen über dieses Kind
verkündet hat - dass nun der Retter der Welt geboren ist,
der endlich Frieden bringt -, da sitzt Maria scheinbar unbeteiligt dabei. Wirklich unbeteiligt? Nein, es gibt keine
intensivere Beteiligung an diesem Geschehen als wir sie
bei Maria sehen: Sie hört aufmerksam hin, sie schließt
das Gehörte ins Herz und sie bewegt es in ihrem Herzen.
Das meint doch eigentlich „hören“: sich öffnen, aufgeschlossen sein, hereinlassen. Wie wichtig ist es, richtig hinzuhören
- etwa auf mein Gegenüber im Gespräch. Ebenso wichtig ist
es, weghören zu können bei all dem Lärm und Geschwätz,
was täglich auf uns eindringt. Für ein gutes Wort jedoch soll
unser Ohr empfänglich sein - und nicht nur unser Ohr, sondern auch unser Herz. Unser Herz ist wie ein Gefäß, das
gefüllt wird mit dem, was unsere Ohren in unser Inneres
hereinlassen. Es ist wie eine Schatztruhe, in der aufbewahrt
wird, was uns für unser Leben wichtig ist.
Anbetung der Hirten, Ölbild um 1860 von Frater Stephan, Kloster Andechs (Krippenbild)
Maria öffnete ihr Herz für die frohe Botschaft, die ihr die Hirten erzählten. Diese Worte schloss sie ins Herz, dass Jesus
der Heiland der Welt ist. Eine volle Schatzkiste kann man
auch beiseite stellen. Dann erfreut sie niemanden. Maria
schob diese wertvollen Worte nicht beiseite, sondern be2
trachtete sie. Sie hielt sie sich immer wieder vor, so wie man
kostbare Perlen immer wieder hochhebt, von allen Seiten
anschaut und in der Sonne funkeln lässt. Sie dachte immer
wieder neu darüber nach, was das für sie bedeuten könnte:
Jesus ist der Heiland der Welt.
Maria ist uns darin zu einem Vorbild geworden, wie wir mit
der Botschaft von Weihnachten, ja mit jedem Wort Gottes
umgehen sollen. Maria nahm diese Worte wie einen Schatz
in ihr Herz auf. Das veränderte ihr Leben. Nicht dass ihr
deshalb Leid erspart blieb. Am Kreuz sah sie ihren Sohn
verbluten. Aber sie floh nicht wie die Jünger, die Jesu Worte
bis dahin wenig verstanden und nicht in ihr Herz aufgenommen hatten. Nach der Auferstehung von Jesus gehörte Maria zum Kreis der ersten Glaubenden. Der Schatz in ihrem
Herzen hatte sie durch alle Zweifel, alle Anfechtungen und
alles Leid hindurchgetragen.
Das Kind in der Krippe ist der, der zu unserer Rettung in die
Welt kam und für uns starb. Wenn wir diese schlichte Botschaft in gleicher Weise aufnehmen wie Maria es tat, dann
tragen wir einen unverlierbaren Schatz im Herzen und erleben das Christfest in seiner tiefsten Bedeutung. Dieser
Schatz im Herzen, der Maria vor der Verzweiflung bewahrte,
wird auch uns durch alle Dunkelheit, selbst durch den Tod
hindurch in Gottes Herrlichkeit tragen.
Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht
3
Gedanken zu dem Weihnachtslied „O du fröhliche“
„O du fröhliche“ ist eines der bekanntesten deutschsprachigen Weihnachtslieder. In den evangelischen Kirchen in
Deutschland wird das Lied traditionell zumindest am Heiligen Abend zum Abschluss des Christvesper-Gottesdienstes
gesungen.
Das Lied beschreibt mit schlichten Worten und einer eingängigen Melodie den Inhalt der Weihnachtsbotschaft: In
unsere verlorene Welt wurde Christus hineingeboren, um
uns mit Gott zu „versühnen“ (versöhnen).
Auffällig ist, dass die meist verwendeten Worte „fröhlich“,
„selig“ und „freue“ sind. Die Aufforderung sich zu freuen, ergeht an uns in jeder Strophe sogar zweimal! Diese Freude
ist so überwältigend, dass selbst die himmlischen Heere mit
uns in diesen Freudengesang - als krönenden Abschluss einstimmen. „Himmlische Heere jauchzen dir Ehre“ („jauchzen“ bedeutet soviel wie „jubeln, strahlen, triumphieren“).
Dieses so bekannte Lied hat eine interessante Entstehungsgeschichte. Es wurde von zwei Liederdichtern, mit bemerkenswerten Übereinstimmungen, verfasst: Beide wurden
durch eine schwere Jugendzeit geprägt. Ihr Einsatz und die
praktizierte Nächstenliebe im sozialen Bereich, sowie die
Liebe zur Musik und zum Schreiben.
In seiner Urfassung von 1816, verfasst von Johannes Daniel Falk, galt es im Volksmund als „Allerdreifeiertagslied“,
weil in ihm Weihnachten, Ostern und Pfingsten besungen
wurde. Um 1827 wurde von dem Wunsiedler Johann Heinrich Holzschuher das Lied aber umgedichtet, wobei nur
noch der erste Vers erhalten blieb. Die beiden nachfolgenden Verse erhielten die heute gebräuchliche Fassung, und
so wurde das Lied zu einem reinen Weihnachtslied, das in
allen kirchlichen Gesangbüchern Eingang fand.
4
Johannes Daniel Falk (* 28. Oktober 1768 in Danzig; † 14.
Februar 1826 in Weimar) war evangelischer Theologe,
Schriftsteller und Kirchenliederdichter und gilt als Begründer
der Jugendsozialarbeit.
Johannes Daniel Falk wurde als Sohn einer armen Familie
geboren. Im Alter von 10 Jahren
musste er schon die Schule verlassen, um in der Werkstatt seines
Vaters mitzuhelfen.
Johannes aber war sehr wissensdurstig: Nachts las er heimlich Bücher. Gerne hätte er das Gymnasium besucht. Schließlich ging sein
Wunsch doch in Erfüllung. Auf das
Drängen seines ehemaligen Lehrers hin wurde es ihm ermöglicht,
aufs Gymnasium zu gehen. Aber
um Geld zu verdienen, musste er
abends arbeiten. Seine Hausaufgaben erledigte er nachts. Um sich Johannes Daniel Falk
wach zu halten, stellte er seine
Füße in einen Kübel kalten Wassers und trank starken Kaffee. Seine Leistungen in der Schule waren so gut, dass er
von den Ratsherren der Stadt Danzig ein Stipendium erhielt,
um an der Universität in Halle zu studieren. Der Stadtrat
entließ ihn mit folgenden Worten:
„Lieber Johannes Falk, so ziehe denn von dannen und geh
mit Gott. Aber vergiss nicht, dass du unser Schuldner
bleibst. Wir haben uns deiner angenommen. Wohin Gott
dich auch führen mag und was deine Bestimmung auch sei,
vergiss es nie, dass du ein armer Knabe warst. Und wenn
dereinst, über kurz oder lang, ein armes Kind an deine Türe
klopft, dann wisse, dass wir es sind, die alten und grauen
Bürgermeister und Ratsherren von Danzig, die da anklopfen. Weise sie nicht von deiner Tür!"
5
Eine schwere Lebenskrise
Nicht immer aber blieb Falk dieser Mahnung treu. Schon
bald gab er das Theologiestudium enttäuscht auf und wurde
satirischer Dichter. 1797 zog er nach Weimar, der Stadt von
Wieland, Herder, Goethe und Schiller. Am Anfang wurde er
von manchen Leuten freudig aufgenommen, aber das wurde bald anders. Weil er sich über die Not der Welt lustig
machte, verlor er viele Sympathien und musste auch bald
die Stadt verlassen.
Eine neue Aufgabe
Gott öffnete ihm auch das Herz für die Not seiner Mitmenschen. Er sammelte vernachlässigte Waisen von der
Landstraße und nahm sie in sein Haus auf. Viele heimatlose, verwaiste, verwahrloste Kinder kamen zu ihm nach Weimar. Es war sein Ziel, ihnen zu Ordnung, Arbeit und zu einer
fröhlichen Jugend zu verhelfen. Er wollte die Kinder in Freiheit und zur Freiheit erziehen, ein Gegensatz zu bisherigen
Erziehungsanstalten. Er wusste, dass nur erfahrene Gottesliebe echte Geborgenheit gibt. Er schuf eine Sozialpädagogik auf christlicher Grundlage. Man sagt, dass es in Falks
Haus drei Schlüssel gegeben habe: 1. den Schlüssel für
den Brotschrank, 2. den Schlüssel für den Kleiderschrank,
3. den Himmelsschlüssel. „Sobald der letzte nicht mehr
schließt", sagte Falk, „klappt es auch mit den anderen beiden nicht mehr."
Ein neues Lied
Johannes Falk betete mit seinen Kindern und sang Lieder
mit ihnen. Immer wieder war Falk auf der Suche nach Liedern für seine Kinder. Auf die Melodie eines alten Fischerliedes aus Sizilien dichtete er ein Lied für Weihnachten, Ostern und Pfingsten. 1819 gab er das Lied heraus. Viele
Menschen, und besonders seine Kinder, sangen es sehr
gerne. Weitere Lieder folgten. Ein Gehilfe Falks, Heinrich
Holzschuher, dichtete zu jedem Vers jeweils noch zwei wei-
6
tere, so dass es nun drei Lieder gab.
Das Lied „O du fröhliche" ist davon das bekannteste und
wird bis heute in aller Welt gerne gesungen.
Johann Heinrich Holzschuher wurde am 11. Februar 1798
in Wunsiedel geboren; gestorben ist er
am 30. Dezember 1847 in Bug bei Hof.
Nach schwerer Jugendzeit führte ihn
sein beruflicher Lebensweg unter anderem in das Zwangsarbeiterhaus auf
die Kulmbacher Plassenburg, in das
Erziehungsheim in Erfurt, in das Zuchthaus nach Lichtenau bei Ansbach und
auf die Stelle eines Sozialgehilfen beim
Landgericht in Neumarkt/Oberpfalz.
Zeit seines Lebens hat er sich als „Anwalt der Besitzlosen und Verachteten“ Johann Heinrich Holzschuher
gefühlt.
Während seines Dienstes am Martinsstift in Erfurt verfasste
Heinrich Holzschuher für die Weihnachtsfeier der dort lebenden Kinder das Vortragsstück „Die Kinder an der
Krippe", das mit dem ersten Vers von J.D. Falks „O du fröhliche" begann und mit den von ihm verfassten beiden Versen endete. Um 1850 war das Weihnachtslied dann in ganz
Deutschland bekannt, aber erst im Jahr 1940 wurde durch
die Forschungen von Johann Giffey der Dichter der beiden
weiteren Strophen von „O du fröhliche" herausgefunden:
Heinrich Holzschuher.
Werner Hiesinger
7
Weihnachten aus der Dose
„Wie gut, dass es nicht regnet!“, meinte das Mädchen neben mir.
Darüber war ich auch froh, schließlich hatte ich keinen Platz mehr
in der Kirche selbst bekommen. Und so war es doch gut, auf der
Matte vor dem Gebäude im Sonnenschein sitzen zu können.
Mittlerweile waren an die hundert, einhundertfünfzig Gottesdienstbesucher versammelt, und es würden noch mehr werden.
Schließlich war Weihnachten: Glitzernde Sternchen hier und da,
der Platz vor der Kirche geschmückt mit Plastiktannenbaum und
Glanzpapier. Und in der Kirche auch alles bunt, wie ich durch die
Türen gut sehen konnte. Dazu hingen, wo nur möglich, glänzende Girlanden, die die Sonnenstrahlen reflektierten. Neben Karfreitag und Ostern der wichtigste Festtag im Kalender der hiesigen Christen.
Ich musste lächeln. Wie anders war hier doch alles im Vergleich
zu uns daheim.
Unseren Familien-Heilig-Abend – den hatten wir abends zuvor
gefeiert. Schon im Advent hatten wir das Haus mit Sternen dekoriert, dazu natürlich unseren großen Kunststoffweihnachtsbaum
in die Wohnzimmerecke gestellt und mit Strohsternen, roten
Glaskugeln und elektrischen Lichtern geschmückt. Schön sah
das aus, nicht zu viel, nicht zu wenig. Und die Päckchen, Geschenke für die Buben, die wir vorsorglich aus Deutschland mitgebracht hatten, die hatten unter dem Baum auf ihre Empfänger
gewartet. Daneben auf einer roten Decke unsere Holzkrippe,
noch aus meinen Kindheitstagen, von Freunden aus der damaligen DDR erhalten, …..
Um mich herum wurde es immer lauter, die Gottesdienstbesucher
waren in wahrer Festtagesstimmung, begrüßten sich mit „Bera
din mubarak ho!“ - „Gesegnete Weihnachten“ - und machten es
sich auf den Matten bequem, Frauen und Mädchen auf der linken
Seite, die männlichen Besucher rechts.
Bei uns war es da am Abend zuvor doch eher ruhig zugegangen:
Nach einem ausführlichen Kaffeetrinken mit allerlei Gutsle
(Weihnachtsplätzchen) sangen wir zu viert Lieder und lasen die
Weihnachtsgeschichte aus den Evangelien. Und dann kam der
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Gottesdienst dran – leider nicht in einer württembergischen Kirche, sondern aus der „Dose“, dem CD-Spieler. „So ist das bei
uns eben, viele Kilometer fern der Heimat“, murmelte ich mir
selbst zu, „unsere Kinder kennen es ja nicht anders. Weihnachten in Deutschland – das haben sie zum bisher ersten und letzten
Mal 2003 erlebt.“ Schon wollte sich Wehmut vermischt mit Heimweh in meinem Herz breit machen.
Doch schnarrende Töne aus dem Lautsprecher rissen mich aus
meinen Gedanken: der Chorleiter testete das Mikrofon: „one-twothree“ - „eins-zwei-drei!“ Ja, es funktionierte! Und wie gut!
Noch immer kamen mehr Gemeindeglieder, alle in ihren besten,
meist glänzenden Kleidern. Das Mädchen neben mir zupfte fast
ununterbrochen an ihrem ausgestellten Röckchen herum, streichelte ihr samtenes Jäckchen und schien mächtig stolz auf ihr
Gewand zu sein.
Endlich schien es loszugehen: Jugendliche stellten sich vorne
auf, die Mädchen davon begannen Weihnachtslieder zu singen,
begleitet von den Jungs mit Trommeln und einem Handharmonium.
Ah! Welch ein Duft stieg da in meine Nase: Hinter dem Kirchengebäude mussten schon fleißige Hände damit beschäftigt sein, in
großen, riesengroßen Töpfen ein einfaches Essen für die Gemeinde zuzubereiten. Und natürlich würde es zur Feier des Tages
auch noch Süßigkeiten geben. So richtig süße, fettige pakistanische Süßigkeiten. Ab und zu durchaus eine Gaumenfreude. Und
eine leckere Süßspeise aus Milchnudeln.
Ich sah die Gemeindeglieder schon an den Töpfen stehen und
das Essen auf den Tellern balancieren. Froh, nach all dem Singen und der einstündigen Predigt etwas in den Magen zu bekommen.
Ihr Weihnachten.
Und Geschenke? Die neuen Kleider hatten schon Geld genug
gekostet, in denen die Gottesdienstbesucher da saßen. Zudem
schien das nicht zur Weihnachtstradition zu gehören, sich mit Geschenken zu bedenken.
Bilder vom Abend zuvor standen plötzlich wieder vor meinen Au9
gen: Tobias und Matthias, die hatten sich über ihre Geschenke
mächtig gefreut. Und wir Eltern uns auch. Nach dem Gottesdienst „aus der Dose“ hatten wir wieder Lieder gesungen, gemeinsam musiziert, ein paar Spiele gespielt – und zwischendurch
immer wieder ein Päckchen ausgepackt. Danach noch Maultaschen und Kartoffelsalat. So war unser „Heilig Abend“ gewesen,
unser Familienweihnachten. „Und so verläuft er eigentlich jedes
Jahr. Bei uns zumindest“, wurde mir bewusst.
Der Gesang auf dem Kirchenplatz war recht laut geworden. Die
Gemeinde schien endlich komplett versammelt zu sein, singend,
betend und auf Bibelworte hörend. Und wie sie sangen, voller Inbrunst: „Deko, Tscherni me nure chuda hä!“ - „ Seht, in der Krippe
ist Gottes Licht!“ Gottes Sohn, der von sich sagt: „Ich bin das
Licht der Welt.“
Von diesem Licht hatten wir daheim auch gesungen in Nachtenhöfers Lied: „Dies ist die Nacht, da mir erschienen des großen
Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem alle Engel dienen, bringt
Licht in meine Dunkelheit, und dieses Welt- und Himmelslicht
weicht hundert-tausend Sonnen nicht.“
„Wie verschieden wir feiern, wie anders die Lieder klingen, wie
unterschiedlich die Traditionen auch sein mögen. Es geht doch
bei Weihnachten hier wie dort um das Licht der Welt, um Jesus“,
musste ich denken.
Und das ist gut, wenn es so ist.
„Lass dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein; der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle
Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des
Kreuzes Nacht.“
Mit herzlichen Grüßen zu Weihnachten
Eure Barbara und Dieter mit Tobias und Matthias
10
Bibelstunde im Altenheim Wildberg
Seit ca. 10 Jahren findet im Altenheim 14 tägig Freitagnachmittags
eine Bibelstunde statt. Ein älterer
auswärtiger Api- Gemeinschaftsleiter wohnte mit seiner pflegebedürftigen Frau im Altenheim. Er
äußerte den Wunsch, dass doch auch im Altenheim eine Bibelstunde angeboten werden sollte.
Dieser Wunsch wurde gerne angenommen. Herr Lutz, Herr Rothenberg , Herr Rothfuß - der damalige Gemeinschaftspfleger und Martin Deuble haben miteinander beraten, wie die Bibelstunde durchgeführt werden könnte, und so begann damals diese Arbeit.
Die Bibelstunde beginnt immer um 15.30 Uhr und findet im Gemeinschaftsraum im 4.
Stock statt.
Meistens sind 2-3 Helfer
von den Wildberger Apis
da, die auf den einzelnen
Stockwerken die Bewohner dazu einladen. Die
gehbehinderten Bewohner mit Rollstuhl oder Rollator werden von den Helfern mit dem Aufzug in
den Gemeinschaftsraum Von den Anfängen < 2001
gebracht. Wir beginnen
dann mit Singen und Gebet, dabei werden hauptsächlich bekannte Lieder, mit Klavierbegleitung durch Ruth Deuble oder Gotthold
Baitinger, gesungen. Etliche von den älteren Menschen können
wegen Sehbehinderung nicht mehr gut oder gar nicht mehr lesen,
aber viele Choräle können sie auswendig, die sie in der Jugend
gelernt haben.
Die Andacht ist über die Tageslosung, Monatspruch oder über
einen Psalm, was für die Jahreszeit gerade passend ist. Die An-
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dachten werden von Walter Kneipp dem Gemeinschaftspfleger,
oder von Martha Heukers - der Gemeinschaftsdiakonin – gehalten. Der Abschluss ist dann wieder mit Singen und Gebet. Am
Ende der Bibelstunde wird jeder Bewohner wieder an seinen
Platz auf den einzelnen Stockwerken zurück gebracht.
Zu den Bibelstunden kommen in der Regel 10-20 Personen. Einige kommen sehr regelmäßig, manche kommen ab und zu.
Was jeder einzelne aus der
Bibelstunde mitnimmt, ist
nicht zu prüfen, aber dass
die Teilnehmer große Freude, beim Singen bekannter
Choräle haben, das sieht
man an den freudigen Gesichtern der Heimbewohner.
Für uns als Apis ist es auch
eine Freude wenn man sieht, wie sich ältere Menschen über die
biblische Botschaft in Wort und Lied freuen, und das ist uns
dieser Dienst wert.
Ruth Deuble und Emilie Koch
Warum braucht die Martinskirche eine Renovierung?
In den letzten beiden Ausgaben der Orgelpfeife stellten wir die für nächstes Jahr geplante Innenrenovierung unserer Martinskirche in groben Zügen vor sowie grundsätzliche Überlegungen zu der Frage, ob eine Renovierung der Martinskirche überhaupt sinnvoll ist. (Nachzulesen auf unserer Homepage
www.ev-kirche-wildberg.de / News / Orgelpfeife / Orgelpfeife 70 und Orgelpfeife 71)
Heute eine weitere Antwort auf die Frage, warum die Martinskirche eine Renovierung braucht:
12
Folge 2: Weil es am und im Gebäude etliche Schäden gibt,
die beseitigt gehören.
Ich kenne niemanden, der den kaputten Auspuff oder den verdreckten Luftfilter bei seinem Auto einfach ignoriert nach dem
Motto: „Das tut‘s doch noch.“ Sonst braucht er sich nicht zu wundern, wenn die Schäden mit der Zeit noch schlimmer werden ganz zu schweigen von dem Spott, der ihm von Beobachtern sicher wäre. Da ist schlicht eine Reparatur angesagt, um den weiteren Nutzen sicherzustellen.
Ähnlich verhält es sich mit unserem Kirchengebäude. Auch da ist
jetzt eine Reparatur angesagt, um seinen Nutzen und damit auch
seinen Wert sicherzustellen. Die Schäden sind offenkundig:
Bei der Überprüfung des Dachstuhls wurde festgestellt, dass hier
mehrere Querverbindungen fehlen. Dadurch konzentriert sich an
diesen Stellen eine zu hohe Traglast. Das könnte die Rissbildung
in den Wänden verstärken. Aus diesem Grund müssen die fehlenden Querverbindungen im Dachstuhl eingebracht werden.
Auf mehreren Wandflächen des Kirchenschiffs sind schon länger
Risse zu sehen. An einer Stelle ist sogar ein Stück Putz zu Boden
gefallen. Diese Risse müssen repariert werden. In diesem Zug
kann dann auch die matt gewordene Farbe der Wände und der
Decke wieder aufgefrischt werden.
An den Wänden in der Turmkapelle und im Chor sind starke
Feuchtigkeitsschäden zu sehen. Hier muss ein neuer Sanierputz
aufgebracht werden, um das Mauerwerk zu schützen.
An den Gewölben und Epitaphien, der Orgelempore und der
Stuckdecke des Schiffes ist, wie es scheint, eine restauratorische
Bearbeitung zur Erhaltung dieser denkmalgeschützten Güter nötig.
Die Kirchenbänke sollten malermäßig überarbeitet werden, da im
Sommer der Lacküberzug zu kleben beginnt und Flecken auf der
Kleidung hinterlässt. In diesem Zug sollten auch die Bankpodeste
und die Emporentreppen angeschliffen und neu eingelassen werden. Das Bankpodest im hinteren Bereich des Büchertischs stellt
eine Stolperfalle dar und muss beseitigt werden. Hier wird der
Einbau eines farblich angepassten Fliesenbelags empfohlen.
Die Außentreppe des hinteren Eingangs auf der Nordseite des
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Kirchenschiffs ist stark beschädigt. Eine Erneuerung ist hier dringend notwendig.
Alle fünf Außentüren sind stark verwittert und benötigen einen
neuen schützenden Anstrich.
Bei der Elektroanlage muss überprüft werden, ob sie den heutigen Anforderungen noch genügt. In diesem Zug soll neben dem
bisherigen Steuerungspult für die Lautsprecheranlage auch noch
ein Steuerungspult für die Beleuchtung eingebaut werden.
Der Nachtspeicherofen in der Sakristei entspricht bezüglich der
Umwelteigenschaften und des Verbrauchs nicht mehr dem heutigen Standard. Er soll ersetzt werden.
Die Decke im Tank- und Abstellraum zeigt starke Feuchtigkeitsschäden, ihre Tragkraft ist nur noch gering. Hier ist eine statische
Verbesserung erforderlich. In diesem Zug ist die Überlegung, die
Toilette in den seitherigen Tankraum einzubauen und einen neuen Öltank an der Stelle der seitherigen Toilette zu platzieren.
Die Raumbeleuchtung verbraucht relativ viel Strom und gibt wenig hell. Das könnte besser sein.
Als Nehemia als Mundschenk am persischen Königshof einst von
dem schlechten Zustand seiner Heimatstadt Jerusalem Nachricht
bekam, war er sehr erschüttert. Er liebte Jerusalem und den Tempel. Er erbat sich Urlaub und reiste nach Jerusalem. Nachdem er
die Stadt inspiziert hatte, sagte er: „Kommt, lasst uns die Mauern
Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger dem Gespött
der Leute preisgegeben sind!“
Heute rufe ich Sie als Gemeindeglieder auf: Helfen Sie bitte mit,
die Renovierung unserer Martinskirche zu realisieren - mit einer
Spende, mit der Unterstützung unserer Verkaufsaktionen (Apfelsaft, Kalender, Gsälz und anderes), mit Eigenleistungen während
der Bauphase.
Ihr Pfarrer Michael Frey
14
BAUSTELLE MARTINSKIRCHE
- gemeinsam schaffen wir's
Seit Mitte September macht sich ein Ausschuss, dem Cornelia
und Michael Frey, sowie Ralf Geigle, Manfred Gerlach, Ingrid
Hauser, Hansjörg Hummel und Gertrud Wörner angehören, darüber Gedanken, wie Geld für die Renovierung der Martinskirche
zusammen kommen kann. Zahlreiche Ideen wurden gesammelt,
einige davon wurden auch bereits umgesetzt.
So fand am 8. Oktober ein „Erntedank“-Verkaufsstand in der kleinen Markthalle in Wildberg statt. Verkauft wurden selbstgemachte,
haltbare Lebensmittel wie Gsälz, Trockenfrüchte, Rumfrüchte, Honig, Obstbrände aber auch
Fotokarten, Blumen und Holzdeko-Stücke.
Der Erlös betrug ca. 470 EUR.
Für alle sicht- und hörbar fand dann in der Zeit
vom 13. bis 15. Oktober die Apfelsammel- Aktion statt. 92 Personen, davon 35 Kindergartenkinder, lasen in 157 Stunden 84 Zentner Äpfel von heimischen
Streuobstwiesen auf. Etwa 40 Zentner
wurden für Bargeld zur Mosterei Dürr gebracht, von den restlichen 44 Zentnern
wurden 365 Bag in Box (Apfelsaft in einer Plastiktüte im Karton) bei Mosterei
Lohrer in Haslach und Mosterei Bott und
Gammel in Igelsloch hergestellt. Der
Verkaufspreis der 5 Liter Bag in Box beträgt 6,50 EUR. Verkaufsstellen sind das
Pfarrhaus (Am Spießtor 5), Familie Hauser (Schillerstr. 15), und unsere Kindergärten Gemeindezentrum,
Kohlplatte und Wächtersberg. Ungeöffnet ist der Apfelsaft in dem
Karton rund 2 Jahre haltbar, nach dem Öffnen rund 2 Monate.
Nur nur zum eigenen Genuss geeignet, sondern auch ein super
Mitbringsel.
Beim Gemeindekaffeenachmittag am 16. Oktober wurde ebenfalls ein kleiner Verkaufsstand aufgebaut. Der Erlös betrug dies-
15
mal ca. 180 EUR. Durch Kaffee und Kuchen kamen weitere 220
EUR für die Kirchenrenovierung zusammen.
Inzwischen ist auch unser Kalender
„Wildberger Impressionen 2012“
erschienen. Alle Bilder sind von unserem Gemeindemitglied Werner
Hiesinger in der Umgebung von
Wildberg gemacht worden. Dieses
Projekt wurde von 16 Wildberger
Firmen großzügig unterstützt, die
mit ihrem Logo auf dem Kalender
werben. 250 Kalender sind gedruckt worden. Der Verkaufspreis
beträgt 5 EUR. Erwerben kann man ihn an den oben genannten
Verkaufsstellen und in verschieden Geschäften in der Stadt.
Wir freuen uns auch noch über weitere Ideen. Sprechen Sie einfach eine Person aus dem o.g. Ausschuss an. Wir danken herzlich für allen Einsatz und jede Spende.
P.S. Außer den Apfelsaft-Kartons und den Kalendern kann man
im Pfarrhaus auch noch Gsälz in verschiedenen Sorten sowie
Kirchenführer und Postkarten von unserer Martinskirche erwerben.
"Das is(s)t Wildberg"
unter diesem Titel planen wir als weiteren Baustein für die Renovierung unserer Martinskirche die Herstellung eines Kochbuchs mit
Rezepten, die sich bei Ihnen bewährt haben: Von Mittagessen über
besondere Salat- und Nachttischrezepte bis hin zu besonderen Kuchenrezepten ist alles willkommen. Einzige Bedingungen sind: Sie
bringen die Speise zumindest hin und wieder hier in Wildberg auf
den Tisch und sie wird gerne gegessen. Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Wenden Sie sich bitte an ein Mitglied des Ausschusses für die
Spendenaktionen.
16
Dürfen Konfirmanden Sie näher kennenlernen?
Möchten Sie Konfirmanden näherkennenlernen?
Unter diesem Motto stand in den letzten Wochen eine Aktion, die wir in
diesem Jahr zum ersten Mal ausprobiert haben. Ein Ziel der Konfirmandenzeit ist ja auch, dass die Konfirmanden in die Gemeinde hineingenommen werden und so erfahren, dass sie in diesem Lebensraum willkommen und wertgeschätzt sind. Damit unsere Konfirmanden das ganz
konkret erleben können, haben sich vor einiger Zeit 9 Familien gemeldet, die bereit waren, mit 2 bis 3 Konfirmanden Zeit zu verbringen, um
sich gegenseitig näher kennen zu lernen. „Gemeinde“ wird ja am ehesten in der Begegnung mit Menschen, die dazugehören, greifbar.
Hier nun 2 Berichte:
Am Freitag den 30. September 2011
war es endlich so weit, wir Konfirmanden Jasmin Schmid, Ameli Metzger
und ich Chantal Hagel durften einen
Abend bei Familie Ursula und Jochen
Blocher verbringen. Nach einem
freundlichen Empfang ging es zum
gemeinsamen Essen. Familie Blocher
hat uns ein leckeres Abendessen vorbereitet. Nach dem Tischgebet haben
wir gegessen. Es gab Gyros mit Fladenbrot und Tzatziki. Anschließend
durften wir uns am Spieleschrank ein Am Samstag 8. Oktober veranstaltete das Ev.
paar
Spiele
aussuchen. Jugendwerk im Bezirk Nagold ein Indiacafür
alle
Konfirmanden
des
Unteranderem Kugelfuhr und Ligretto. Turnier
Kirchenbezirks Nagold in der neuen Sporthalle
Es waren sehr witzige und lustige in Wildberg. Bei diesem Konfi-Cup erreichte
Spiele. Zwischendurch gab es eine unsere
Konfirmandengruppe
einen
Pause, in der wir ein sehr leckeres Eis beachtlichen 5. Platz.
gegessen haben.
Auf diesem Weg möchten wir uns nochmal bei Familie Blocher für den
schönen Abend bedanken. Wir freuen uns schon auf den nächsten gemeinsamen Abend mit Ihnen.
Chantal Hagel
Um die Gemeinde besser kennen zu lernen, wurden wir von einem Gemeindemitglied nach Stuttgart zum 150 jährigen Jubiläum des CVJMs
eingeladen. An der Veranstaltung spielten zwei Bands und wir erfuhren
etwas über Gott. Zu einem leckeren Essen wurden wir auch eingeladen.
Axel Peibst, Erik Deuble
17
NEUES im Kindergarten Kohlplatte
Am 5. Oktober eröffneten wir in den Räumen des Kindergartens
Kohlplatte
unsere SPIELGRUPPE
Sie ist gedacht für alle Eltern, die zum Arzt müssen, in Ruhe ihren
Friseur aufsuchen wollen oder deren Kind gern mit Gleichaltrigen
spielt.
Hier besteht für unter 3-jährige Kinder die Möglichkeit, die ersten
sozialen Kontakte zu knüpfen und den Gruppenalltag mit zu erleben.
Wann? Ab dem 5. Oktober immer am Mittwoch von 8.00-12.00
Uhr.
Für wen? Alle Kinder, die das dritte Lebensjahr noch nicht erreicht haben.
Kosten: 10 EUR pro Vormittag
Betreuung: Durch eine Erzieherin der Einrichtung
Anmeldung: Immer spätestens 2 Tage vor dem SPIELGRUPPEN-Tag
Kontakt: Tel. 5775
Wir freuen uns über viele Spielgruppenkinder!
Die Erzieherinnen vom Kindergarten Kohlplatte
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Eichenkreuz Handball
Die Saison geht wieder los, hier die aktuellen Termine
Datum
Ort
Gegner
So, 23.10.11 16:45
Münchingen
EJW Münchingen 1b : CVJM Wildberg
Sa, 29.10.11 18:45
Enzweihingen
CVJM Enzweihingen 1b : CVJM Wildberg
Sa, 19.11.11 19:15
Walddorfhäslach
CVJM Walddorf 1b : CVJM Wildberg
Sa, 26.11.11 18:00
Tübingen
CVJM Hagelloch 1b : CVJM Wildberg 1b
So, 04.12.11 15:15
Wildberg
CVJM Wildberg 1b : CVJM Flacht 1b
So, 04.12.11 17:00
Wildberg
CVJM Wildberg : CVJM Hülben
So, 22.01.12 15:00
Wildberg
CVJM Wildberg : SG Bonlanden Bernhausen
So, 29.01.12 14:00
Winterbach
SG Grunbach Winterbach 1c : CVJM Wildberg 1b
Sa, 04.02.12 17:45
Mössingen
SG Belsen Mössingen 1b : CVJM Wildberg
So, 12.02.12 15:15
Wildberg
CVJM Wildberg 1b : CVJM Sindelfingen 1b
So, 12.02.12 17:00
Wildberg
CVJM Wildberg : CVJM Möglingen 1b
So, 26.02.12 15:00
Wildberg
CVJM Wildberg : CVJM Dußlingen 1b
Sa, 03.03.12 15:15
Wildberg
CVJM Wildberg 1b : CVJM Fellbach 1b
Sa, 03.03.12 17:00
Wildberg
CVJM Wildberg : EK Köngen 1b
Die Bewirtung bei den Heimspielen beginnt jeweils um 14:30
19
Unser Distrikt „Nord“ – was ist das und was leistet er?
Von Dekan Ralf Albrech
Kirche ist mehr als nur der örtliche
Kirchturm – und erst recht ist Kirche
mehr als nur die eine, kleine Gruppe, in
der jede und jeder sich persönlich zu
Hause weiß. So wie wir darüber hinaus
die ganze Gemeinde im Blick haben
können und sollen, so ist über die Gemeinde hinaus ein Blick auf die anderen, denen Jesus und sein Evangelium
wichtig ist, absolut horizonterweiternd
und grundlegend. Und die erste Sicht
über die Gemeinde hinaus geht in den
DISTRIKT.
Was ist eigentich ein Distrikt?
Ein Distrikt bezeichnet eine räumliche Gliederung innerhalb eines
Gebiets, eben auch zum Beispiel unserer württembergischen
Landeskirche. Das Wort leitet sich aus dem lateinischen distringere ab, das unter anderem „beanspruchen“, „festlegen“ bedeutet. Also eine räumliche Einheit, die fest einander zugeordnet ist.
Eine Gemeinde allein, das lässt sich leicht feststellen, ist eine
kleine Einheit, wenn es um den Blick über den Kirchturm hinaus
und Zusammenarbeit von ganz verschiedenen Leuten geht. Oft
genug schon Herausforderung genug – aber Lust auf andere
wächst, wenn diese noch viel weiter hinaus wohnen und leben.
Der Kirchenbezirk aber ist auf der anderen Seite, wenn es um gemeinsames Glaubensleben geht, schon wieder eine recht große
Größe. 30km vom einen bis zum anderen Ende. Nicht viel, und
doch viel zu viel, um ein Stück alltägliche Glaubensgemeinschaft
zu leben.
Und hier ist der Distrikt die ideale Zwischengröße. Mehr als die
eigene Gemeinde – und doch überschaubar. Ein Stück familiäre
Gemeinschaft der „weltweiten“ Christenheit.
In jenen Verbund von Gemeinden in der Nähe in unserem Kirchenbezirk, von dem es inzwischen vier gibt:
20
1. Distrikt Ost mit der Gesamtkirchengemeinde Nagold und
den Kirchengemeinden Ebhausen, Rotfelden, Wenden,
Rohrdorf, Mindersbach, Wart und Ebershardt
2. Distrikt Süd mit der Gesamtkirchengemeinde Haiterbach –
Talheim, der Gesamtkirchengemeinde Hochdorf – Vollmaringen – Schietingen, den Kirchengemeinden Bösingen,
Beihingen, Walddorf und Oberschwandorf
3. Distrikt West mit den Kirchengemeinden Altensteig, Altensteigdorf, Berneck, Spielberg, Egenhausen, Simmersfeld
und der Gesamtkirchengemeinde Grömbach – Wörnersberg
Und eben 4.: Ihr Distrikt Nord mit den Kirchengemeinden Wildberg, Effringen, Schönbronn, Gültlingen, Sulz am Eck,
Emmingen und Pfrondorf.
Warum Distrikt? Dafür gibt es viele gute Gründe: Überörtliches
evangelisches Christsein wird praktisch fassbar. Überproportionale Möglichkeiten von Gemeindearbeit tun sich auf – mehr, als wir
vor Ort können. Und bei schwächer werdenden Ressourcen können wir dennoch vieles füreinander stellvertretend anbieten, was
nicht alle je für sich machen müssen (und auch nicht können).
Längst sind wir im Kirchenbezirksausschuss und auch im Sonderausschuss Pfarrplan 2019 nach dieser Distrikt-Aufteilung auch
„gleichmäßig“ besetzt, ein Ausgleich der Interessen und Ideen
kann so leicht vorgenommen werden. Und das können unsere
Distrikte auf Dauer noch viel mehr werden:
1. Orte für Kanzeltausch
2. Paradigma für Möglichkeiten überörtlicher Angebote wie
Diakonieprojekte, Jugendreferentenanstellungen, angebotene Freizeiten, missionarische Projekte, Jugendgottesdienste
3. Ort des Austauschs und der Beratung zwischen Kolleginnen und Kollegen im Pfarramt, Absprache von Urlaubsund Vertretungsregelungen im ganzen Distrikt unter Einbeziehung der Kollegen im Ruhestand, soweit möglich
4. Gemeinsame Plattform für die gemeinsame Gottesdienstfeier. Schon wurde ein erster Distriktgottesdienst verein-
21
bart in einem Distrikt
Begegnung, gemeinsames Lernen, Absprache der Kirchengemeinderätinnen und –räte im Distrikt – dazu die bereits vorhandene Schulung in den Distrikten verstetigen. Distrikt-KGR.-Sitzungen.
Foren der Bezirkssynode in den Distrikten zu Themen, die alle interessieren und angehen – wie PfarrPlan, Zukunft der Kirche im
ländlichen Raum etc.
Dies sind nur ein paar Perspektiven – der weiteren Distriktsphantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Und viele dieser Projekte haben Sie auch in Ihrem Distrikt Nord
schon durchgeführt. Gottesdienste, KGR-Sitzungen, Diakonieinitiativen wie Krankenpflegeförderverein-Neuordnung.
Wichtig ist, dass wir über die Gemeinden hinaus einander begegnen. Dann wird auch der Distrikt als fassbare Größe weiter wachsen. Arbeiten wir gemeinsam dran! Es lohnt sich, sich mehr zu
vernetzen.
22
Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr in der
Kirchengemeinde
Zum Jahresanfang stand bereits das Thema „Innenrenovierung
der Martinskirche“ auf der Tagesordnung der Kirchengemeinderatssitzung. Nach einer Gebäudebesichtigung mit einer Architektin des Baudezernats vom Oberkirchenrat und dem Kirchengemeinderat wurde der Finanzierungsplan aufgestellt. Der Wildberger Architekt Rolf Kugel wurde mit der Planung und Projektierung
beauftragt. Und zum jetzigen Zeitpunkt ist das Projekt in vollem
Gange. Die kreativsten Spendenaktionen sind am Laufen wie
z.B. der Wildberger Kalender, Apfelsaft aus dem Bag in Box Karton und vieles mehr. Dafür ist der Kirchengemeinderat sehr dankbar. Aktuelles dazu finden Sie auch auf der Homepage HYPERLINK
"http://www.evangelische-kirchengemeinde-wildberg.de"
www.evangelische-kirchengemeinde-wildberg.de . Die Renovierung findet voraussichtlich Mitte August bis Ende November 2012
statt.
Technisch wurde die Kirche bereits schon in diesem Jahr gerüstet. Zu Beginn des Jahres gab es eine Technikschulung, damit
die hochwertige Tonanlage auch bestmöglich in der Martinskirche
eingesetzt wird und der Gemeinde einen tollen Klang bietet. Die
schöne Orgel wurde des Öfteren von einer Leinwand bedeckt.
Dies sollte sich ändern und es wurde nach einer Lösung gesucht.
So wurden nun zwei Beamer fest installiert, eine kleine Leinwand
unter der Empore befestigt und ein weiteres Bild wird auf die
Wand über der Kanzel projiziert.
Musikalisch war im letzten Jahr so einiges geboten in der Martinskirche. Für ein besonderes Klangerlebnis sorgte das Vocal
Ensemble des Otto-Hahn-Gymnasiums. Die bekannten Aurelius
Sängerknaben Calw brachten große Leistung mit dem Stück „…
damit Gottes Ehr befördert werde“. Alljährlich im Dezember trägt
das Weihnachtskonzert der Stadtkapelle zu einem musikalischen
Highlight bei. Nicht zu vergessen sind an der Stelle die Chorgemeinschaft Wildberg-Sulz, die bei Gottesdiensten mitwirkt, sowie
gastierende Posaunenchöre und das Singteam, das monatlich
die Gottesdienste mit gestaltet. Sonntags unterstützen uns Olga
Steimle oder Anja Sauer an der Orgel. An dieser Stelle ein herzli23
ches Dankeschön für die Mithilfe aller Beteiligten.
Ein neues Segenslied begleitet uns seit diesem Jahr in die neue
Woche „Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“ von
Günter Schwarze. Bei der Entscheidung halfen die Organistinnen
mit, die Vorschläge einbrachten, sowie das Singteam, das mit
darüber abstimmte.
Es wird auch über den Tellerrand hinausgeschaut. Ein aktuelles
Thema war in diesem Jahr §39 (Ehe und Familie) des Pfarrdienstgesetztes, dies beinhaltet die Möglichkeit der Öffnung der
Pfarrhäuser für Menschen in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft. Der Kirchengemeinderat sprach sich einstimmig dagegen
aus und nahm in einem Schreiben an die evangelische Landessynode Stellung dazu.
Auch personellen Wechsel gab es. Die Kirchenpflegerin Ilse
Gärtner wurde beim Erntebittgottesdienst auf dem heimischen
Kronenhof in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Marion Schuhbach, die Nachfolgerin, ist bereits mit großem Engagement in dem Amt als Kirchenpflegerin tätig.
In diesem Jahr war die Kirchengemeinde nicht bei Mobil ohne
Auto präsent. Dafür wurde Zeit und Energie in die Vorbereitung
und Durchführung des Gottesdiensts beim 150-jährigen Jubiläum des TSV Wildbergs investiert. Auch da leistete das Singteam
tolle Unterstützung.
Zuletzt wurde beim Studientag ausführlich über den Baustein
Konfirmandenarbeit beraten. Zuerst wurde eine sogenannte Bestandsaufnahme gemacht und anschließend wurden Ziele festgelegt. Jetzt besteht die Herausforderung, dass die Ziele erreicht
werden.
Nun wünscht Ihnen der Kirchengemeinderat eine besinnliche Adventszeit, in der Sie zur Ruhe kommen und sich auf das große
Fest vorbereiten können.
Sonja Seeger
24
Freud und Leid
Taufen:
31.07.2011
31.07.2011
31.07.2011
27.08.2011
27.08.2011
18.09.2011
23.10.2011
Marlon Gabriel Michalke, Marktstr. 18
(in Effringen)
Adrian Haid, Sonnenrain 9 (in
Truchtelfingen)
Sophia Haid, Sonnenrain 9 (in
Truchtelfingen)
Friederike Helene Laetitia Lang,
Besetzte Gasse 6
Leonore Felicitas Lang,
Besetzte Gasse 6
Jann Leo Elias Schmidt, Talstr. 51
Chelsy Ruff, Albstr. 31
Trauungen:
27.08.2011
10.09.2011
24.09.2011
Benjamin Lang und Bettina Julia Lang,
geb. Deppert, Besetzte Gasse 6
Claudio Roller und Miriam geb. Berner,
Gartenstr. 54 (in Effringen)
Michael Gärtner und Katinka geb.
Lederer, Goethestr. 25
Bestattungen:
12.08.2011
15.09.2011
17.09.2011
12.10.2011
08.10.2011
15.10.2011
Hermann Hekel, Steige 5
Kornelia Ecker, Talstr. 18
Eugen Schnaible, Am Spießtor 14 (in
Neuweiler)
Anneliese Stockinger, Talstr. 55
Anna Schaible, Am Spießtor 14 (in
Neuweiler)
Gertraude Schmelzle, Am Spießtor 14
25
Veranstaltungen:
finden im Gemeindezentrum statt, wenn kein anderer Ort angegeben ist.
Dezember 2011
02.
05.
07.
11.
14.
18.
19.
19.30 Uhr
19.30 Uhr
20.00 Uhr
19.30 Uhr
19.00 Uhr
19.00 Uhr
19.30 Uhr
19.30 Uhr
16.00 Uhr
20.00 Uhr
Taizé Gebet im kath. Gemeindesaal
ökum. Hausgebet im Advent
Gemeindegebetsabend
Frauenkreis
ComeUnity für 18+
Konzert der Stadtkapelle (Martinskirche)
Kinderkirchhelferkreis
Offenes Bibelgespräch
Weihnachtsfeier CVJM und Apis
Gebetstreff für Männer
Januar 2012
08.-15.
08
16.
18.
20.
25.
28.
29
19.30 Uhr Allianzgebetswoche
19.00 Uhr ComeUnity für 18+
20.00 Uhr Männer beten für Mission
19.30 Uhr Frauenkreis
19,30 Uhr Taizé Gebet im kath. Gemeindesaal
19.30 Uhr Offenes Bibelgespräch
19.30 Uhr Kinderkirchhelferkreis
19.00 Uhr Besprechung für JesusHouse im EGWä
9.30-12.00 Uhr Großgruppe Konfi 3 (Martinskirche)
19.00 Uhr ComeUnity für 18+
Februar 2012
01.
19.30 Uhr
04. und 05.
Frauenkreis
Preisträgerkonzert der Musikschule
Wildberg Martinskirche)
06.
20.00 Uhr Gemeindegebetsabend
08.
19.30 Uhr Offenes Bibelgespräch
19.30 Uhr Kinderkirchhelferkreis
10.-12.
Wochenende des KGR in Herrenberg
11.-19.
JesusHouse
14.
Gemeinsamer Mitarbeiterabend mit der Klostermühle
15.
19.30 Uhr Frauenkreis
18.
9.30-12.00 Uhr Großgruppe Konfi 3 im im EGWä
23.
19:30 Uhr Taizé Gebet im kath. Gemeindesaal
Änderungen vorbehalten! Den endgültigen Veranstaltungsplan können Sie den kirchlichen
Nachrichten im Mitteilungsblatt der Stadt Wildberg entnehmen.
26
Gottesdienste
Datum
Zeit
Ort
Art
04.12.2011
10.00
MK
Gottesdienst zum 2. Advent mit KiGa GZ
11.12.2011
10.00
MK
Gottesdienst zum 3. Advent mit Singteam
18.12.2011
10.00
MK
Familiengottesdienst mit Krippenspiel der
Kinderkirche
22.12.2011
7.30
MK
Weihnachtsgottesdienst mit Schülern des
Bildungszentrums
24.12.2011
17.00
MK
Christvesper
24.12.2011
22.30
MK
Christmette
25.12.2011
10.00
MK
Gottesdienst zum Christfest I unter
Mitwirkung der Stadtkapelle
26.12.2011
10.00
GZ
Gottesdienst zum Christfest II
31.12.2011
17.00
MK
Gottesdienst zum Altjahrabend mit
Abendmahl
01.01.2012
17.00
GZ
Gottesdienst zum Neujahrstag mit
Singteam
06.01.2012
10.00
MK
Gottesdienst zum Erscheinungsfest
08.01.2012
10.00
MK
Gottesdienst
15.01.2012
10.00
MK
Gottesdienst mit Taufen
22.01.2012
10.00
MK
Gottesdienst
29.01.2012
10.00
MK
Gottesdienst mit Konfi 3 Kinder
05.02.2012
10.00
MK
Gottesdienst
12.02.2012
10.00
MK
Gottesdienst
19.02.2012
10.00
MK
Abschlussgottesdienst von JesusHouse
26.02.2012
10.00
MK
Gottesdienst mit Konfi 3 Kinder und Taufen
Sofern an einem Sonntag nichts anderes angegeben wird, ist
um 10.00 Uhr Kinderkirche im Gemeindezentrum (GZ)
ab 9.45 Uhr Kleinkinderbetreuung im Gemeindezentrum
Änderungen vorbehalten! Den endgültigen Veranstaltungsplan können Sie den kirchlichen
Nachrichten im Mitteilungsblatt der Stadt Wildberg entnehmen.
Gottesdienst zu Hause zu feiern ...
... das ermöglicht Ihnen unser Kassettendienst. Er bringt Ihnen am
Anfang der Woche den Gottesdienst vom Sonntag auf einer
Kassette ins Haus. Kontakt: Eugen Koch, Tel. 7363
27
Inhaltsverzeichnis
Grußwort: Der Schatz im Herzen.........................................................................1
Gedanken zu dem Weihnachtslied „O du fröhliche“.............................................4
Weihnachten aus der Dose..................................................................................8
Bibelstunde im Altenheim Wildberg....................................................................11
BAUSTELLE MARTINSKIRCHE........................................................................15
Dürfen Konfirmanden Sie näher kennenlernen? ...............................................17
NEUES im Kindergarten Kohlplatte....................................................................18
Eichenkreuz Handball.........................................................................................19
Unser Distrikt „Nord“ – was ist das und was leistet er?......................................20
Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr in der Kirchengemeinde........................23
Freud und Leid...................................................................................................25
Veranstaltungen:.................................................................................................26
Gottesdienste.....................................................................................................27
Pfarramt: Tel. 5101, Fax 5154
Bürozeiten im Pfarramt:
Di.: 15.00 bis 18.00 Uhr
Mi. - Fr.: 10:00 bis 12.00 Uhr
Diakoniestation: Tel. 9298-500
Dieser Ausgabe der Orgelpfeife
liegen Sammeltüten für "Brot
für die Welt" bei.
Impressum:
Gemeindebrief der Evang. Kirchengemeinde Wildberg
Redaktionsteam: Pfarrer Michael Frey (verantw.), Werner Hiesinger, Ewert Pöpel,
Marion Schubach
Satz:
Marion Schubach
Druck:
Leo Druck GmbH, Stockach - Auflage: 1000
Anschrift:
Evang. Pfarramt, Am Spießtor 5, 72218 Wildberg
Mail:
pfarramt@ev-kirche-wildberg.de
Homepage:
www.ev-kirche-wildberg.de
www.cvjm-wildberg.de
www.jesushouse-wildberg.de
Bankverbindung: Voba Nagoldtal (BLZ 641 910 30), Konto-Nr. 30 251 001
(Ev. Kirchenpflege)
28
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