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Brennholz gesucht wie noch nie - und Waldbesitzervereinigungen

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Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen e.V.
Humbach 7, 83623 Dietramszell
Telefon 0 80 27 / 90 46 57, Telefax 0 80 27 / 90 46 58
Mail info@wbv-wolfratshausen.de, Internet www.wbv-wolfratshausen.de
Mitteilungsblatt Nr. 156
September 2013
Früh übt sich – Gabriel und Michael Häsch bei Ministerpräsident Horst Seehofer auf dem Großen Bayerischen Waldtag
im unterfränkischen Volkach. Dort wurde auch der neue „Pakt für den Privatwald“ unterzeichnet.
Wie ein roter Faden zog sich das Motto "Schützen durch Nützen" durch seine Rede.
Damit stellt sich der Ministerpräsident klar gegen
die Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung,
die eine pauschale Flächenstilllegung von 5 %
vorsieht. Hintergrund der bayerischen Politik ist,
die Wälder zu erhalten und klimatolerantere Wälder auszubauen. Dabei wird nicht übersehen,
dass der Wald als Rohstofflieferant und Energieträger bei der Energiewende und auch bei der
Stärkung des ländlichen Raumes eine entscheidende Rolle spielt.
Nur ein gut bewirtschafteter Wald deckt sowohl
ökologische, ökonomische als auch soziale Komponenten ab.
Ministerpräsident Seehofer hat darauf hingewiesen, dass Entscheidungen der Vorgängerregierungen neu überdacht und ggf. korrigiert werden
müssen.
Liebe Mitglieder,
am 2. August fand der große bayerische Waldtag
in Gaibach - Unterfranken - statt.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde der Bayerische Waldpakt im Schloss Gaibach unterzeichnet. Näheres dazu finden Sie im Internet unter:
http://www.fordaq.com/www/news/2013/Waldpakt
_2020.pdf.
Vor einer imposanten Kulisse, an der Konstitutionssäule, nahmen ca. 1200 Waldbesitzer aus
ganz Bayern bei strahlendem Sonnenschein am
Festakt teil. Auch unsere WBV war mit ca. 30
Personen vertreten.
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer
war sichtlich beeindruckt von der Anzahl der
Waldbesitzer und hielt eine Rede mit deutlichen
Worten.
1
Hier hat er besonders die veränderten Strukturen
innerhalb der Waldbesitzer angesprochen.
Aber auch die jetzige Stellung der staatlichen
Beratungsförster soll vor allem im Zuge des bayerischen Waldumbaus aufgrund des Klimawandels
mindestens erhalten bleiben.
sem habe ich ihm dargestellt, dass bei einem
Wegfall der staatlichen Beratung die neutrale
Beratung der Waldbesitzer nicht mehr gewährleistet werden kann. Auch bei einem finanziellen
Ausgleich gehe ich nicht davon aus, dass die
Beratung durch die WBV´s flächendeckend und
qualitativ, so wie jetzt, erhalten bleiben wird.
Relativ schnell habe ich dann erfahren, dass mein
Brief an entscheidenden Stellen Gehör gefunden
hat. Selbst bei der Rede des Ministerpräsidenten
auf dem Bayerischen Waldtag habe ich Sätze aus
meinem Brief wiedergefunden.
Johann Killer
Waldvernichtung oder zielgerichtete Fichtenpflege? Fortbildung am 20.09.
Bei der Vorstellung einer sehr starken Stammzahlreduktion in dichter Fichtennaturverjüngung
im Jahr 1997 gingen die Wertungen von „Waldvernichtung“ bis zu „zielgerichtete Fichtenpflege“
sehr weit auseinander.
Wie sehen diese Flächen heute – also 16 Jahre
später – aus? Was kann man daraus lernen?
Wir wollen dieses und andere Waldbilder auch
vor dem Hintergrund unserer Lehrfahrt zu den
Fichtenversuchsflächen der Universität München
in Mammendorf (Mitteilungsblatt 154) diskutieren.
Treffpunkt ist am 20.09. um 13:30 Uhr an der
Straße von Obermühlthal (Dietramszell) kommend 2,5 km Richtung Bairawies. Er ist ausgeschildert.
Die Konstitutionssäule bei Gaibach
Unverzichtbar sind aber auch die WBV´s als
Selbsthilfeorganisationen, um eine flächendeckende und nachhaltige Forstwirtschaft erfolgreich weiter führen zu können.
Diese sollen in Zukunft besser mit finanziellen
Mitteln ausgestattet werden, dafür werden auch
die zu erfüllenden Aufgaben umfangreicher.
Seehofer hat in seiner Rede auch sehr klar herausgestellt, dass die nachhaltige Bewirtschaftung
unserer Wälder durch die Waldbesitzerfamilien
einen sehr großen Wert für das Gemeinwohl unserer gesamten Gesellschaft hat.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei all denen
bedanken, die sich an diesem Tag die Zeit genommen haben und mitgefahren sind, um den
Wert ihrer Wälder zu demonstrieren.
ICH HABE ES inzwischen SATT, mich von sogenannten Natur- und Umweltschützern in der Bewirtschaftung meines Eigentums bevormunden zu
lassen. Deshalb begrüße ich die Entscheidung
des bayerischen Waldbesitzerverbandes, alle
zwei Jahre eine solche politische Großveranstaltung zu organisieren, wo ein starkes Auftreten
von uns Waldbesitzern enorm wichtig ist.
Schulung für Waldbesitzerinnen am 27.09.
Einkommensquelle Wald und Waldpflege, – Exkursion für Waldbesitzerinnen mit Max Leutenbauer.
Treffpunkt: Gasthof Fischbach um 14:00 Uhr
Abschlussveranstaltung zu 300 Jahre
Nachhaltigkeit am 04.10. in Walchstadt
Unsere große Veranstaltungsreihe zu 300 Jahre
Nachhaltigkeit mit Schirmherrn MdL Martin Bachhuber beenden wir am 04.10. in Walchstadt unter
dem Motto „Die nachhaltigste Nachhaltigkeit –
kommt aus dem Wald“.
Wir wollen mit interessierten Bürgern diskutieren,
was Nachhaltigkeit tatsächlich bedeutet und wie
sie in unseren Wäldern heute „gelebt“ wird. Wir
besichtigen Wälder, die waldbaulich unterschiedlich behandelt wurden und damit auch für Sie als
Waldbesitzer interessant sind.
Treffpunkt: Gasthof Walchstädter Höh (Walchstadt) um 14:00 Uhr. Wir bitten um zahlreiches
Erscheinen!
Brief an Ministerpräsident Horst Seehofer
Anfang Juli war im bayerischen landwirtschaftlichen Wochenblatt ein Interview mit Ministerpräsident Horst Seehofer. Dort war unter anderem zu
lesen, dass der Rechnungshof die Zahl der Berater als zu hoch bezeichnet habe und Ministerpräsident Seehofer sich deshalb eine Umschichtung
von Planstellen vorstellen könne.
Aufgrund dieser Aussagen habe ich einen Brief
an den Ministerpräsidenten geschrieben. In die2
Voraussichtlich im November wollen wir gemeinsam eine Veranstaltung über die Auswirkung der
Fütterung des Rehwildes organisieren. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.
Der runde Tisch bietet den jeweiligen Organisationen die gute Möglichkeit, konstruktiv ihre Meinungen auszutauschen.
Verjüngung auf Kahlflächen - wachsen lassen
oder „durchschneiden“?
Zahlt sich diese unangenehme Arbeit aus? Ist sie
überflüssig
oder
wertsteigernd?
Man kann mit wenig Arbeit viel erreichen. Oder
auch anders herum. Nach der Diskussion der
waldbaulichen Möglichkeiten demonstriert uns
Forstwirtschaftsmeister Hobmeier die erste Variante; u.a. mit Freischneider.
Termin: 23.10.2013, 13:00 UhrTreffpunkt: Parkplatz Gemeinde Eurasburg
Waldfest im Perlacher Forst am 13. Oktober 2013 von 11.00 bis 17.00 Uhr
300 Jahre Nachhaltigkeit: Anlässlich dieses Jubiläums veranstalten am Sonntag, den 13. Oktober,
die Bayerische Forstverwaltung, die Bayerischen
Staatsforsten und die städtische Forstverwaltung
München gemeinsam ein großes Waldfest im
Perlacher Forst. Über 20 Stationen für Groß und
Klein laden am Giesinger Waldhaus und angrenzenden Wald zum Mitmachen, Zuschauen und
Informieren ein. Das Giesinger Waldhaus befindet
sich an der Ecke Oberbiberger Straße – Tegelbergstraße. Von der U-Bahnstation Mangfallplatz
sind es nur wenige Minuten zu gehen.
Weitere Informationen können im Internet unter
www.aelf-eb.bayern.de heruntergeladen werden.
Vorratsreicher, wertvoller Wald mit gemischter Naturverjüngung
Das Ergebnis einer konsequenten Pflege und Jagd
Borkenkäfer nicht unterschätzen
Aufgrund des warm-trockenen Wetters im Sommer hat sich der Borkenkäfer doch noch stark
vermehrt. Insbesondere durch Trockenheit geschwächte Fichten werden zunehmend befallen.
Die warmen Temperaturen haben im August zum
ersten großen Schwärmflug der Borkenkäfer in
diesem Jahr geführt. Neben befallenen Einzelbäumen treten auch zunehmend größere „Käfernester“ auf. Eine intensive Kontrolle ist auch jetzt
noch notwendig.
Werden befallene Fichten nicht umgehend entfernt, kann es im nächsten Frühjahr zu großflächigen Schäden kommen, da die Vermehrung
des Borkenkäfers explosiv verläuft: So können
200 Käfer unter Optimalbedingungen drei Generationen im Jahr ausbilden und damit bis zu 1,6
Millionen Nachkommen produzieren.
Pflege in Mischbeständen am 11.10.
Junge Mischbestände rationell und effektiv pflegen, finanzielle Förderung des Staates nutzen.
Schulung mit Max Leutenbauer
Treffpunkt: Gasthof Fischbach, 13:00 Uhr
Fichtenpflege in Altkirchen am 08.11
Jungbestandspflege/Dickungspflege im Revier
von Olaf Rahm: Fichte und Tanne in der Schotterebene sowie Erstdurchforstung am 08. November um 14:00 Uhr
Treffpunkt ist am Feuerwehrhaus in Altkirchen
16.600 € für Waldprojekte
Runder Tisch mit Jägern
„Wald“ war das Oberthema des diesjährigen
Spendenlaufes
des
Rainer-Maria-RilkeGymnasiums in Icking. Die Schülerinnen und
Schüler erzielten dabei die stolze Summe von
16.600 €. Für jeden der insgesamt 6.831 gelaufenen Kilometer erhielten sie von Unternehmern,
Eltern und Verwandten einen vorher zugesagten
Betrag. Die Summe wurde für ein Regenwaldprojekt in Namibia („Bäume für Menschen“) sowie die
örtliche Plant-for-the-Planet-Initiative gespendet.
Beim forstlichen Rahmenprogramm mit Biologielehrer Dr. Peter Ludwig und Förster Robert Nörr
konnten die Schülerinnen und Schüler an kleinen
Am 02. Juli haben sich Vertreter der Jagdkreisgruppe Wolfratshausen, der unteren Jagdbehörde
des Landratsamtes Bad Tölz-Wolfratshausen,
des AELF Miesbach und des Bauernverbandes
mit der WBV in Humbach getroffen.
Themen waren die Erfahrungen mit dem Vegetationsgutachten und dessen Umsetzung, den revierweise Aussagen und Waldbegängen, der
Entwicklung der Verbisssituation 2012/13, der
Schwarzwildsituation uvm.
3
Setzlingen die Baumarten erkennen, das Alter
von Bäumen an Stammscheiben zählen, alte
Bäume mit verbundenen Augen anhand der Rinde identifizieren sowie mit dem Sägefahrrad möglichst genau 250 g Birkenholz (Brennwert entspricht ca. 0,1 l Heizöl) absägen.
Dennoch:Im Vorgriff darauf empfiehlt das Forstministerium den Waldbesitzern, bereits jetzt zu
dokumentieren, wann und wo Holz eingeschlagen
und an wen es verkauft wurde.
Welche genauen Anforderungen an uns gestellt
werden, ist noch offen. Forstminister Helmut
Brunner setzt sich für eine pragmatische Umsetzung der seit 3. März greifenden EUHolzhandelsverordnung ein.
Was ist zu beachten?
- Betroffen sind alle Waldbesitzer, die Holz
und Holzprodukte in Verkehr bringen
(auch z.B. Brennholz!);
- Holz aus illegalem Einschlag (z.B. Kahlschlag!) darf nicht in Verkehr gebracht
werden;
- Zu dokumentiere ist: Genaue Bezeichnung des Holzes, Datum, Name/Anschrift
des Händlers, Ort der Holzernte;
- Formlose Aufzeichnungen oder Abrechnungen und Abgabescheine genügen;
- Fünf Jahre Aufbewahrungspflicht; bei Kontrollen sind sie vorzuzeigen;
- Stockverkauf: die Dokumentationspflicht
geht auf den Selbstwerber über.
Für unsere Mitglieder, die über die WBV vermarkten, wird die WBV auf Wunsch die erforderliche Dokumentation übernehmen.
Die WBV und die Forstverwaltung beteiligten sich an dem
Spendenlauf mit einem forstlichen Rahmenprogramm In der
Mitte der Biologielehrer Dr. Peter Ludwig, der zusammen mit
Förster Robert Nörr den Wald sehr engagiert den Schülern
vermittelte.
Finanzielle Förderung von Hochwasserschäden in Wald und Forstwirtschaft
Die Starkregenereignisse Anfang Juni haben vor
allem Spuren an Waldwegen hinterlassen. Schäden im Wald selbst (z. B. an Forstkulturen oder
geförderten Naturverjüngungen) sind uns bisher
nicht bekannt.
Schäden an Waldwegen können unter bestimmten Voraussetzungen nach den forstlichen Förderrichtlinien bezuschusst werden. Zusätzlich
wird derzeit ein „Hilfsprogramm Hochwasser
2013“ aufgelegt, mit dem auch die Sanierung von
Schäden an Waldwegen und im Wald finanziell
gefördert werden können, für die eine Förderung
bisher nicht möglich ist.
Ob und zu welchen Konditionen bezuschusst
werden kann, wissen die örtlich zuständigen
Förster, die sie hierzu gerne beraten. In jedem
Fall ist es notwendig, den Schaden mit Fotos zu
dokumentieren. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn ist bei allen Maßnahmen unschädlich, für die
Antragstellung und Abwicklung wird voraussichtlich ausreichend Zeit bleiben.
Holz, das aus illegalem Einschlag stammt,
darf nicht in Verkehr gebracht werden. Dies gilt
bei uns v.a. für Holz, das entgegen den Vorschriften des Waldgesetzes für Bayern oder der Naturschutzgesetze eingeschlagen wird, wie z.B. illegale Rodungen oder Kahlschläge. Wer solches
Holz in den Handel bringt (Waldbesitzer oder
auch Selbstwerber!), begeht eine Ordnungswidrigkeit, bei Vorsatz oder wiederholtem Handeln
sogar eine Straftat.
Motorsägenkurse
Das AELF führt wieder Motorsägenkurse durch.
Bei Interesse melden Sie sich bitte unter der unten angegeben Nummer an.
Revier Wolfratshausen: Grundkurs 21., 22. und
24.10, Starkholzkurs 25.10; Tel: 0170-6327664
EU-Holzhandelsverordnung – Bürokratie
für uns Waldbesitzer
Revier Königsdorf: Grundkurs 08. - 09.12.
Tel: 0170-6327678
Die EU hat eine Handelsverordnung beschlossen,
die zwar für den Urwaldschutz notwendig ist, bei
uns aber zu unnötiger Bürokratie führen wird.
Noch ist die Umsetzung in deutsches Recht nicht
erfolgt.
Revier Kochel: Grundkurs 16. - 18.12
Tel: 0160-7414983
4
Holzmarkt
Für den Waldbesitzer bieten sich zum Frühherbst,
der das Einschlagsjahr 2013/2014 einläutet, hervorragende Bedingungen:
 Eine gut aufgestellte Sägewerkslandschaft, mit
einer Vielzahl von Großsägewerken in unserer
näheren Umgebung, sorgt mittlerweile für einen
regelrechten „Hunger auf Holz“.
 Die in unserer Region schon seit einiger Zeit
ausbleibenden Großkalamitäten führen dazu,
dass schon länger keine Überversorgung der
Sägewerke auftrat. Auch der trockene Juli mit
bisher nur geringen Käferholzmengen hat darauf keinerlei Einfluss.
 Eine blühende heimische Wirtschaft, die u. a.
dafür sorgt, dass unsere heimischen kleinen
Bauholzsäger für ihre Produkte einen guten
Absatz finden. Wir Waldbesitzer profitieren
durch stolze Langholzpreise und sind froh,
dieses wertvolle Sortiment in großen Mengen
absetzen zu können.
 Auch ein effizientes und kluges Nutzen der Nebenprodukte (z. B. Sägespäne für Pelletsproduktion) wirken sich auf die ganzjährige Nachfrage nach Holz positiv aus.
 Und nicht zuletzt die guten Zustände unserer
Wälder, die sich auf die beachtlichen Zuwächse der Bäume auswirken, lassen uns positiv in
die Zukunft blicken.
Diese Ausgangssituationen wirken sich natürlich
auch auf den Holzmarkt aus.
So gehen wir in die kommende Einschlagssaison
mit Stammholzpreisen, die schon jetzt um die
5 € über den Preisen der letztjährigen Einschlagssaison liegen. Folgende Grafik zeigt, dass
heuer im Vergleich zu den vorherigen Jahren ein
hoher Preis erzielt werden kann:
Die Sägelandschaft bleibt nur in ihrer Vielfältigkeit
in unserer Region erhalten, solange die Säger
keine anderen Versorgungskanäle „anzapfen“
müssen und so auch bei uns bleiben.
Und der gute Zuwachs unserer Bäume, der bayernweit seinesgleichen sucht, bringt wenig, wenn
man ihn durch Erntemaßnahmen nicht laufend
nutzt.
Denn eins ist klar, auch wenn die Nachfrage
nach Rundholz scheinbar grenzenlos zu sein
scheint, so ist der Anstieg der Rundholzpreise
eng verknüpft mit dem Schnittholzpreis. Dieser ist
jedoch im globalen Wettbewerb auf den Märkten
einem gewissen Druck, nicht nur durch die sogenannten „Billigländer“, ausgesetzt.
Thilo Rothkegel
Sortimente und Aushaltung
Langholz
Die Nachfrage nach Langholz zieht merklich an.
Traditionell werden für schönes Langholz im
Herbst die besten Preise erzielt („Der frühe Vogel
fängt den Wurm“)
• Länge 16 m bis 20 m, Zumaß 40 cm
• Mindest-Zopfdurchmesser 20 cm
• Güte C besser zu Kurzholz schneiden
• Wichtig: Immer absolut gesund schneiden!
Preis um die 104,-€/fm
Holzpreisentwicklung Kurzholz 20092013
105
100
95
90
85
80
75
Jul 13
Okt 13
Apr 13
Jan 13
Jul 12
Okt 12
Apr 12
Jan 12
Jul 11
Okt 11
Apr 11
Jan 11
Jul 10
Okt 10
Apr 10
Okt 09
Jan 10
70
Kurzholz wird sehr gut nachgefragt!
• Fichte/Tanne Güte B/C/D
• Mindestzopfdurchmesser 15 cm o. R.
• schwache
Durchforstungen
(<35cmØ),
grundsätzlich 4,10 m
• stärkere Durchforstungen, bis 35cm Ø 5,10m
schneiden, ab 35cm Ø immer 4,10m
• Gipfelholz: 4,10 m, D-Holz: 4,10 m
Natürlich erfordern diese sehr guten Grundvoraussetzungen auch ein Handeln unsererseits.
Dazu gehören die ausreichende und auch längerfristige Versorgung der Sägewerke, sei es
mit Kurzholz oder Langholz.
Preis um die 102,-€/fm (2b+)
5
schwierig, mit kleineren Mengen zu hantieren.
Hier sollte die Mindestmenge bei 10 fm liegen.
Papierholz wird gut nachgefragt!
• Längen 2 m oder 3 m, Mindestzopf 8 cm o. R.
Längenaushaltung
Laubholz:
Hauptlänge
4,10m und 5,10m. Nach Absprache mit der Geschäftsstelle können auch Sonderlängen ausgehalten werden.
Preis 34,- €/rm
Staketenholz laufend gesucht!
Wir bitten Sie, bei Schwachholz-durchforstungen
verstärkt auf die Aushaltung von Staketen zu
achten!
• Gerade, gesund, ohne Wurzel-Anlauf!
• Länge 2,60m, 3,10m und 3,60m, Zopf 6-12 cm
• Länge 4,10m und 5,10m, Zopf 8 – 16 cm
Bei Interesse Absprache mit Geschäftsstelle
Mindeststärke ist immer 25cm Mitteldurchmesser.
Matthias Kroiß
Wertholzsubmission 2013
Auch heuer werden wir uns wieder an der
Wertholzsubmission in St. Heinrich beteiligen.
Geeignete Holzarten sind Eiche Güte A, Ulme
Güte A, B, C, Ahorn Güte A sowie Nussbaum. Bei
überdurchschnittlicher Qualität können auch
Holzarten wie Fichte, Lärche, Kirsche oder
andere Besonderheiten, wie z. B. Obstbäume auf
die Submission gebracht werden.
Bei Interesse rechtzeitig an der Geschäftsstelle
melden, da das Wertholz bis Ende November
aufgenommen sein muss. Bei Bedarf besichtigen
wir die Hölzer gerne stehend vor dem Fällen.
Preis 46,- bis 48,-€/ rm
Aushaltung ISK (WBV- Energieholz)
• Länge 2 m oder 4 m
• Alle Holzarten, egal ob frisch, verblaut,
stammtrocken oder rotfaul
• Material muss entastet und frei von Reisig sein
• Aufnahme, Maßermittlung und Abrechnung
wie beim Papierholz in Raummetern
• Mindestmenge 10 rm
• Transport mit Papierholz- (2 m) oder Kurzholz(4 m) LKW
Neue EDV
Preis ab Waldstraße 27,- €/ rm
Seit 1. Juli haben wir eine neue Software in unserer Geschäftsstelle. Diese war nötig, da die alte
Software nicht mehr weiterentwickelt wurde und
der Service bereits 2012 nicht mehr verfügbar
war. Die neue Software hat sehr vielseitige Funktionen und erleichtert einige Abläufe, was eine
Zeitersparnis im Büro zur Folge hat.
Durch die neue Software ändert sich außerdem
das Layout der Gutschriften.
Häckselholz/ Daxenmaterial
Für unser Heizwerk in Tölz-Flinthöhe suchen wir
laufend frisches Häckselmaterial.
Preise je nach Menge und Qualität.
Laubholz
Die Nachfrage nach Laubholz gestaltet sich dieses Jahr wieder ähnlich wie in den letzten Jahren.
„Dunkle“ Holzarten wie Eiche, Ulme oder Nussbaum werden weiterhin gut nachgefragt.
Terminübersicht
 20.09: Fortbildung „Waldvernichtung oder
zielgerichtete Fichtenpflege?“
 27.09: Fortbildung Waldbesitzerinnen in
Fischbach
 29.09: Baiernrainer Bauernherbst
 04.10: Abschlussveranstaltung 300 Jahre
Nachhaltigkeit
 11.10: Pflege in Mischbeständen (JP, JD),
Fischbach
 13.10: Perlacher Waldfest ab 11:00 Uhr
 23.10: Verjüngung auf Kahlflächen wachsen lassen oder „durchschneiden“?
 08.11. Fichtenpflege in Altkirchen
 Ab November: Gebietsversammlungen
Die Buche läuft immer noch auf niedrigem Niveau. Hier werden wir ähnliche Preise wie letztes
Jahr erzielen.
Der Ahorn kann immer noch sehr schlecht abgesetzt werden. Die Lager bei unseren Sägern sind
noch voll. Somit raten wir weiterhin, auf „bessere
Zeiten“ zu warten.
Bei der Esche können wir eventuell mit leichten
Preissteigerungen, hauptsächlich im schwächeren Bereich, rechnen, da unsere Säger letztes
Jahr zu wenig erhalten haben.
Auch Erle, Linde oder Pappel können vermarktet
werden, allerdings ist es bei diesen Holzarten
6
Impressum:
Verantwortlich für die Mitteilungen der WBV: 1. Vorsitzender Johann Killer,
für die Mitteilungen der Forstverwaltung: Forstdirektor Wolfgang Neuerburg
Berichte von Thilo Rothkegel, Korbinian Häsch, Johann Killer und dem AELF.
Herausgeber: WBV Wolfratshausen, Adresse siehe Titelseite.
Der Bezugspreis für das Mitteilungsblatt ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Jegliche Form
des Nachdrucks nur mit Genehmigung des Herausgebers und mit Quellenangabe.
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