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.Hallo wie gehts. Nr.4 - Dunlop

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Indra, Fritz (MSa 18/2004)
Der PS-Professor
Indra ist Techniker und MotorsportFhatritz
Fan mit Leib und Seele. Der Österreicher
zwar die wenigste Zeit seines Berufs-
203
lebens in seinem Heimatland verbracht,
war aber dafür in Deutschland der klassische Botschafter für den berühmten Wiener Schmäh. Ob bei Alpina-BMW, Audi oder
Opel – die Partner des Diplomingenieurs
und Buchautors wussten seine technischen Inputs ebenso zu schätzen wie sein
fröhlich-gemütliches Wesen.
Der erste Kontakt zum Motorsport ergab
sich für Indra noch während seiner Zeit an
der Technischen Universität in Wien: Ende
der 60er-Jahre brachte er für den legendären Kaimann-Rennstall von Kurt Bergmann die Motoren auf Vordermann. «Für
ganz kleines Geld, so um 3000 Schilling
(ca. 450 Mark) pro Motor», weiss Indra
noch ziemlich genau. Ebenso noch in bester Erinnerung hat er den Schnäppchenpreis, für den er seinen Landsmann und
damaligen BRM-Formel-1-Piloten Niki
Lauda zu gelegentlichen EM-Starts im Alpina-BMW Coupé überredete: «3000 DM
pro Rennen plus Spesen.»
Bei Alpina war Indra acht Jahre lang zuständig für technische Entwicklung und
Motorsport. Prompt waren die Autos aus
Buchloe besser als die Werks-BMW und gewannen unter Mithilfe von Lauda und an-
deren Superstars 1973 die TourenwagenEM. Über die Motorentwicklung bei Audi
kam der PS-Professor 1985 als Direktor der
Vorausentwicklung zu Opel, wo ihm bald
die weltweite Verantwortung inklusive aller Motorsportaktivitäten übertragen wurde. Beim Omega-Debakel in der 90er-DTM
hat er «gelitten wie ein Hund», aber 1996
hat er sich dafür über die Siegesserie des
Allrad-Calibra und Reuters ITC-Titel «gefreut wie ein kleines Kind».
Vor acht Jahren folgte Fritz Indra dem
Ruf des Opel-Mutterkonzerns General Motors nach Detroit, wo er bis heute als Direktor die Vorausentwicklung «GM Global
Powertrain» leitet. Im Herbst wird er zu
Opel nach Rüsselsheim zurückkehren, um
sich dann pünktlich zum 65. Geburtstag
am 22. März 2005 in den Ruhestand zu verabschieden. Zwar besitzt er in Zwingenberg an der Bergstrasse ein Haus, aber auf
lange Sicht will er mit seiner Frau (seit 36
Jahren verheiratet, zwei Söhne 32, 34)
nach Wien zurück, «weil ich die Nähe zum
Heurigen und zur Uni brauche».
Dort hat Prof. Indra, Träger des «Grossen goldenen Ehrenzeichens der Republik
Österreich», noch immer einen Lehrstuhl.
«Ich will wieder vermehrt Technik-Vorträge halten, um nach der Pensionierung den
Kontakt zur Szene nicht zu verlieren.»
Erfolg bei Alpina: Indra 1973
Karriere bei GM: Indra 2003
Alpina-Trio 1973 in Monza: Pilot Lauda, Teamchef Bovensiepen und Indra
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Kategorie
Seele and Geist
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