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Jahresausflug 2003, ach wie ist es am Rhein so schön

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Königinnen
überraschenderweise
Trockenheit mit Folgen
Unter der anhaltenden Trockenheit hatte 2003 besonders die Vegetation zu leiden. An vielen Standorten
war das Pollenangebot im Sommer und Herbst ungewöhnlich niedrig, was sich auch in der Brutleistung
der Bienenvölker niederschlug. Besonders betroffen
waren die Jungvölker. Zum Beispiel schränkten die
15 Jungvölker am Bienenstand Deizisau schon Ende
Juli ihre Bruttätigkeit stark ein, sodass sie bereits im
August im Durchschnitt nur 6000 Brutzellen und im
September nur 2000 Brutzellen hatten. In den Vorjahren war das Brutmaximum an diesem Standort regelmäßig erst Mitte August aufgetreten und hatte fast
20.000 Zellen betragen. Weniger Brut bedeutet in der
Regel auch weniger Bienen. An den meisten Standorten wurden die Jungvölker 2003 deutlich schwächer eingewintert als in den Vorjahren. Wie sich das
und die scheinbar ungünstigere Altersstruktur auf die
Überwinterung der Jungvölker und ihre Entwicklung
im Frühjahr 2004 auswirkt bleibt abzuwarten.
»Herzliches Willkommen«
Liebe Neumitglieder, der Vorstand der Gesellschaft
hat beschlossen, die Neumitglieder eines jeweiligen
Jahres in den Mitgliederbriefen zu begrüßen und Ihre
Namen zu veröffentlichen. Als Vorsitzender darf ich
Sie hiermit im Freundeskreis sehr herzlich begrüßen.
Wir freuen uns sehr über Ihren Entschluss, der
"Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim e.V." beizutreten. Mit Ihrer Mitgliedschaft und Ihrem -beitrag
unterstützen Sie den Zweck und die Ziele des Freundeskreises. Insbesondere sollen die Forschungsarbeiten an der Landesanstalt unterstützt und die Zusammenarbeit mit der Praxis durch Vortragsveranstaltungen und Vorführungen belebt werden.
Neumitgliedern des Jahres 2003
Klaus-Peter Urban, Berglen/Oppelsbohm - Anton
Pfeifer, Schwäbisch Gmünd - Franz Fischer,
Schwäbisch Gmünd - Albert Freihart, ÖhringenCappel - Anneliese Roth, Köln - Josef Bähr, Oberkirch-Ringelbach - Helmut Fesseler, Ellmannsweiler
- Roland Kerschgens, Renchen - Horst Rausch,
Nürtingen - Artur Löffler, Leidersbach - Dorothea
Nussbächer, Freudenstadt - Hubert Gronmayer,
Bad Wurzach- Bauhofen - Ute Gasselin, Ostfildern Karl Hausmann, Sinsheim - Tobias Hörnle, Stuttgart - Friedrich Kauffmann, Renningen - Dietmar
Adams, Schwäbisch Hall - Günter Scholl, Wimsheim - Roland Siebert, Schwäbisch Gmünd - Herbert Beiter, Rangendingen - Helmut Jongeling,
Stuttgart - Werner Burger, Calw - Mario Beisswenger, Tübingen - Jörg Heinkel, Filderstadt - Erich
Dolp, Allmendingen - Ulrike Bauer, Calw - Horst
Fenner, Filderstadt - Thomas Gruber, Bondorf - Johann Kemmethmüller, Aurach - Harald Feinauer,
Obersulm - Udo Schilling, Seehausen - Felix Viereck, Dunningen - Michael Bischofberger, Schwäbisch Gmünd - Birgit Schmid, Schwäbisch Gmünd
Steuerliche Behandlung der Mitgliedsbeiträge
Zuwendungen, also Spenden und Mitgliedsbeiträge,
an unsere Gesellschaft dürfen als Sonderausgaben in
der Steuererklärung geltend gemacht werden, da sie
zur Förderung wissenschaftlicher Zwecke dienen.
Denn ausweislich des Freistellungsbescheids
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m Verwendungszweck die Angaben über die Steuerfreistellung der Körperschaft und zusätzlich angegeben sein,
ob es sich bei der Zuwendung um eine Spende oder einen Mitgliedsbeitrag handelt. Für Zuwendungen, die
den Betrag von 100,00 € überschreiten, muss die Gesellschaft eine Zuwendungsbestätigung nach amtlichen Vordruck erteilen.
Landesanstalt verstärkt Kursangebot
Die Völkerverluste im letzten Winter haben gezeigt,
dass es nach wie vor einen enormen Bedarf an Imkerschulungen gibt, insbesondere bei der Spätsommerpflege und der Varroa-Bekämpfung. Mitarbeiter
der Landesanstalt haben daher in dieser Saison erneut eine "Varroa-Schulungsoffensive" gestartet und
insgesamt über 25 Vereine am Bienenvolk die Umsetzung des "Varroa-Bekämpfungskonzeptes" im Detail
demonstriert. Unsere Erfahrungen bestätigen, dass
es nach wie vor einen enormen Bedarf an solchen
praktischen Kursen gibt. Dieser Bedarf kann nicht
auf Dauer von den Mitarbeitern der Landesanstalt
allein befriedigt werden!
2003 · N°7
Ein Sandbad für Milben
Die Beobachtung, dass sich Vögel durch ein Sandbad von lästigen Parasiten befreien, hat Firmen dazu angeregt, Präparaten auf der Basis von Gesteinsmehlen oder gemahlenen Muschelschalen zur Desinfektion von Ställen zu entwickeln. Man setzt dabei auf die scharfkantige Struktur dieser
Partikel, die dazu führen, dass sich die Lästlinge zunächst verletzen und später schnell austrocknen. Im Rahmen des Bienenblocks hat sich eine Gruppe von Studenten mit der Frage beschäftigt, ob nicht auch die Varroamilbe durch eine Staubbehandlung dezimiert werden könnte.
Dazu wurden zunächst in Laborversuchen Bienen mit den aufsitzenden Milben eingestäubt. Tatsächlich gelang es in diesen
Käfigversuchen, alle Milben von den Bienen zu entfernen, ohne
dass dies einen negativen Einfluss auf die Bienen gehabt hätte.
Es war gut zu beobachten, dass die Milben rasch in Panik gerieten und dann schnell danach abstarben. Das Einstäuben ganzer
Bienenvölker mit Gesteinsmehl brachte dann jedoch eine gewisse Ernüchterung. Dort war es auch durch Mehrfachbehandlung nicht möglich, einen nennenswerten Bekämpfungserfolg
zu erreichen. Von einem praktikablen Ansatz für die imkerliche
Gesteinsmehl auf Rähmchen u. eingestäubte Biene
Praxis sind wir derzeit also noch weit entfernt.
Herausgeber: Gesellschaft der Freunde für Bienenkunde an der Universität Hohenheim e.V. - Werner Gekeler, 1. Vorsitzender, Sternbergstraße 14, 72525 Münsingen, Telefon 07381-180171, Email: werner.gekeler@t-online.de, Schriftleitung: Alexander Guth, Segomarstraße 1, 88521 Ertingen
Ameisensäure bei Hitze?
Wie verkraften Bienenvölker eine Behandlung mit
Ameisensäure bei Hitze? Diese Frage war im August
2003 sehr häufig zu hören. Grundsätzlich ist bei
Temperaturen von deutlich über 30°C Vorsicht geboten. Ganz bewusst hat die Landesanstalt aber in diesem Jahr Ameisensäure-Behandlungen unter diesen
extremen Temperaturen durchgeführt. Bei über 20
praktischen Demonstrationen zur Varroa-Bekämpfung an Lehrbienenständen wurde die Medizinflasche bei Abendtemperaturen von weit über 30°C unter den Augen der zahlreichen Imker eingesetzt. In
keinem Fall gab es Probleme mit Königinnen- oder
gar Völkerverlusten! An zwei Versuchsständen in
Kirchheim und Nürtingen wurde die Hälfte der auf 2
Zargen eingeengten Wirtschaftsvölker am 5. bzw. 7.
August mit 100 ml 85%iger Ameisensäure behandelt.
Die anderen Völker blieben als Kontrolle zunächst
unbehandelt. Bei Tageshöchsttemperaturen von fast
40° C im Schatten waren die Medizinflaschen bereits
nach 2 Tagen geleert. Die Behandlung wirkte sehr
gut gegen die Varroamilbe, allerdings wurde auch
ein großer Teil der offenen Brut ausgeräumt. In
Kirchheim hatten die behandelten Völker 12 Tage
nach der Behandlung im Durchschnitt nur 1/3 der
verdeckelten Brutmenge der unbehandelten Völker,
in Nürtingen war es knapp die Hälfte. An beiden
Standorten hatten die behandelten Völker aber deutlich mehr offene Brut angelegt, was letztendlich dazu
führte, dass bei der Einwinterung im Oktober beide
Völkergruppen im Durchschnitt gleich stark waren.
Auch hier gab es keine Königinnenverluste!
hohenheim aktuell
Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim e.V.
.................................................................................
Jahresausflug 2003, ... ach wie ist es am Rhein so schön
Liebe Freunde,
vom Hohenheimer Tag
gehen schon viele Jahre
richtungsweisende imkerliche Impulse aus. Der
Hohenheimer Tag wurde
in enger Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Bienenkunde
und der Gesellschaft der Freunde ins Leben
gerufen. Zusammen mit Ihnen, liebe Mitglieder, wollen wir den Hohenheimer Tag
als herausragende imkerliche Veranstaltung weiter erhalten und ausbauen. Er findet jährlich am zweiten Sonntag im März
statt. Im Jahr 2004 feiert die Gesellschaft
der Freunde ihr vierzigjähriges Bestehen.
Schon heute lade ich Sie zu dieser Veranstaltung ein und bitte Sie, die Veranstaltung
mit Ihren Bekannten zu besuchen. Wie zu
den bisherigen Jubiläen wird auch zum 40jährigen wieder eine Festschrift mit unverzichtbaren Informationen herausgegeben.
Gerne nehmen wir Ihre Anregungen und
Wünsche zur Gestaltung des Hohenheimer
Tages, des Mitgliederbriefes und des Mitgliederausfluges entgegen.
Ihr Werner Gekeler 1. Vorsitzender
Schon kurze Zeit nach Bekanntmachung des Mitgliederausfluges waren alle Plätze des Busses reserviert. Dieses Jahr ging es in die RheinlandPfälzische Metropole nach Mainz zu unserem Mitglied Reinhold Pauly. Auf seinem Anwesen in der
Stadt Mainz gelegen, hat er die Hohenheimer
Freunde empfangen und Einblick in seine Wanderimkerei gegeben. Zur Zeit unseres Besuches hatte
er seine Völker im Bereich des Vorschwarzwaldes
zur Tannentrachtnutzung aufgestellt. Zum Mittagessen ging es hinüber über den Rhein in die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Reinhold Pauly
hatte sich für seine Besucher Zeit genommen und
begleitete sie zum Mittagessen, zu einem kleinen
Stadtrundgang, zur Besichtigung der Stephanskirche mit den Chagallfenstern, zum Dom und weiter
zur Besichtigung der Sektkellerei Kupferberg.
Auch zum Abendessen und zur Übernachtung
nach Rüsselsheim begleitete er uns zusammen mit
zwei weiteren Imkerkollegen. Wegen der nächtlichen Veranstaltung "Der Rhein im Feuerzauber",
waren die Hotels um Mainz bis Bopphard schon
Oben: Reisegruppe vor der Bacchusstatue am Eingang zur
Sektkellerei Kupferberg. Unten links: Viel fachliche Kompetenz
und Fürsorge für seine Besucher zeigte Reinhold Pauly. Hier an
seinem Jungvölkerstand. Unten rechts: Mit seinem reichen
Erfahrungsschatz begeisterte Berthold Nengel seine Gäste.
ein Jahr im voraus ausgebucht. Die "SchiffscheBootsche- Fahrt" ( d. h. Schifffahrt *), auf dem
Rhein, von Bingen bis St. Goar, vorbei am Mäuseturm und der Loreley versetzte die Ausflügler in
Begeisterung, so dass sie aus voller Kehle das
Lied der Loreley schmetterten. Mit dem Bus ging
es weiter, teilweise auf der Loreley Burgenstraße
Richtung "Dachsköpfe" Richtung "Dachsköpfe"
zum Mittagessen und zu einem weiteren Höhepunkt des Ausfluges. Die Besichtigung der Imkerei
Berthold Nengel in Dahlheim war angesagt. Bei der
Führung durch seinen Betrieb konnte der erfahrene
flinke Profi über viele fachliche Details wie Wabenpflege, Königinnenzucht, Umweiselung der Völker,
der Varroabekämpfung u.v.a.m. die Freunde begeistern. Um einige Erfahrungen reicher traten wir die
Heimreise an, um uns mit dem neu gewonnenen
Elan zu Hause wieder an die Arbeit zu machen. Den
schönen Ausflug haben wir Reinhold Pauly, Berthold
Nengel und Hermann Schultheiß zu verdanken.
* Im Rhein- Pfälzischen Sprachgebrauch werden öfter Doppelworte wie z. B. ein "Fläschsche- Flaschenbier" verwendet.
Hubert Hinderhofer zum Gedenken
Hubert Hinderhofer war
seit 1967 Mitglied unserer Gesellschaft und wurde schon bald in den Vorstand gewählt, dem er bis
1997 angehörte. Am 12.
A
April des Jahres ist er in
seiner Wohnung im Alter
von neunzig Jahren gestorben. In großer Anerkennung, Liebe und
Dankbarkeit mussten wir Abschied von ihm nehmen. Die Freunde haben sein umfassendes Wissen und seine lange Erfahrung sehr geschätzt. Im
Mitgliederbrief No. 4 unserer Gesellschaft stellte
er seinen persönlichen Werdegang in der Imkerei
und die Entwicklung der Zuchtarbeit in
Deutschland vor. Die Züchtung der Honigbienen
lag ihm besonders am Herzen. Zur Unterscheidung der Bienenrassen hat er selbst Körtafeln
hergestellt, die in ihrer Art einmalig sind. Mit seiner Arbeit leistete er einen großen Beitrag zum
heutigen Zuchtstandard der sanftmütigen und
leistungsfähigen Carnica- Biene. In zahlreichen
Schulungen und Kursen hat er sein umfangreiches Wissen in seiner freundlichen Art weitervermittelt. Hubert Hinderhofer war eine Persönlichkeit, er hat sich durch sein Fachwissen und seinen
Fleiß besondere Verdienste um die Bienenzucht
erworben. Dafür wurde er 1984 mit der JohannLudwig- Christ- Medaille unserer Gesellschaft
ausgezeichnet. Ebenso hat er sich besondere Verdienste um die Belange der Gesellschaft erworben
und wurde dafür beim Hohenheimer Tag 1997
geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt. Für das
überaus große Engagement, für seine freundliche,
offene und ehrliche Art haben wir uns bei ihm zu
bedanken. Der Vorstand der Gesellschaft hat bei
seiner Aussegnung seine Verdienste gewürdigt
und als äußeres Zeichen einen Kranz niedergelegt. Wir bewahren Hubert Hinderhofer ein ehrendes Andenken.
Werner Gekeler 1. Vorsitzender
Ein Mitglied der Gesellschaft
f stellt sich vor
Auslöser zum Start eines ausgeprägten Hobbys, welches mittlerweile
Nebenerwerbscharakter hat, war die Feststellung, dass es an meinem
Heimatort keine Bienenvölker gibt. Kurzerhand wurden ein paar Völker
gekauft (1985). Die ersten Jahre waren mangels imkerlicher Kenntnisse
Le(e)hrjahre. Die Faszination über die Entwicklungs- und Leistungsfähigkeit der Bienen ließ mich aber immer weitermachen. Umstellung der Friedrich Kümmerer - Schäbisch Hall
gekauften Blätterstöcke in DN-Magazine war für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Nachdem ich heraus hatte, wie man Ableger bildet, begann ich diese auch für den Verkauf zu erstellen (1990). Die Nachfrage
bewog mich dazu auch Völker in Zandermaß zu führen. Da mir das Arbeiten mit den neuen Za-Magazinen
besser gefällt, als mit den Nachbaufehler behafteten DN-Magazinen, halte ich heute die meisten Völker auf
Zander. Der steigende Bedarf erforderte eine Intensivierung der Königinnenvermehrung und Zucht. Königinnen meiner Wahl sind Carnica-Limpurg Gaildorf. Anfangs holte ich den Zuchtstoff von der Mutterstation, heute wirke ich selbst in der Züchtergruppe mit. Auf Basis der 1982 abgeschlossenen landwirt. Lehre
legte ich 1997 die Prüfung zum Imkermeister ab. Wenn immer es mir möglich ist besuche ich den Hohenheimer Tag mit seinen sehr guten, lehrreichen Vorträgen. Um die wichtige Arbeit der Landesanstalt für Bienenkunde zu unterstützen bin ich der Gesellschaft der Freunde beigetreten.
"Bond-Test" auf Gotland zunächst abgeschlossen
Test von Nachzuchten in Hohenheim
Der im Jahr 1999 als Kooperationsprojekt (Uppsala, Hohenheim,
Liebefeld) begonnene Bond-Test ("Leben und sterben lassen") ist
zunächst abgeschlossen. Von den ursprünglich 150 Bienenvölkern
waren im Frühjahr 2003 noch 10 Völker übrig, davon drei mit weniger als 1.500 Bienen. Lediglich zwei dieser Völker waren so
stark, dass sie im Frühjahr 2003 auch Schwarmtendenzen zeigten.
Im "hohenheim aktuell" Nr. 4 hatten wir darauf hingewiesen, dass
2003 das "Jahr der Wahrheit" werden wird. Dies hat sich bestätigt,
Nun ist es erst einmal vorbei mit Schwarmfang auf leider nicht mit dem erhofften Ergebnis. Das Gotland-Projekt zeigt
Gotland. Nachkommen dieser Bienen werden aber vielmehr, dass auch unser Ansatz der "natürlichen Selektion" nicht
weiter auf der Schwäbischen Alb geprüft.
ohne weiteres zum Erfolg führt und zumindest auf diese Weise keine stabile Bienenpopulation aufzubauen ist. Ob die nun 4 Jahre ohne Varroa-Bekämpfung überlebenden Bienenvölker wirklich Varroa-resistent sind, ist nach unserer Einschätzung eher zweifelhaft. Der Versuch ist allerdings noch nicht ganz beendet. Unsere schwedischen Kollegen haben es nämlich geschafft, aus den zwei
starken Völkern Königinnen nachzuziehen, die nun an der Landesanstalt im Vergleich zu unserem Hohenheimer Material hinsichtlich Varroa-Befallsentwicklung getestet werden. Spannend ist dieses Experiment allemal
und erste Ergebnisse dürften im nächsten Herbst vorliegen.
Gebeizte Sonnenblumen im Test Die Wirkungen von Saatgut-Beizmitteln auf Bienen sind spätestens seit der Diskussion um die Ursachen der Völkerverluste verstärkt in der Diskussion. Nachdem in den vergangenen Jahren Versuche in Hohenheim mit dem Saatgut-Beizmittel Imidacloprid (Gaucho®, Chinook®) in
Phacelia, Senf, Sommer- und Winterraps durchgeführt worden sind, wurde in diesem Jahr die Sonnenblume als
Testpflanze verwendet. Eine moderne Hybridsorte (San Lucca) und eine altbewährte Liniensorte (Helena) wurden in Zelten (je 120 m2) jeweils gebeizt und ungebeizt angesät. Zu Beginn der Blüte wurde in jedes Zelte ein
Bienenvolk in Mini Plus Beuten eingestellt. Beobachtet wurde die Sammelaktivität in den Blütenkörben, das
Heimfindeverhalten, der Totenfall vor dem Fluglöchern und die Entwicklung der Bienenbrut vom Ei bis zur
schlüpfenden Biene. Im Vergleich zu anderen Testpflanzen in Zeltversuchen, wie Senf und Phacelia, stellt die
Sonnenblume eine für Bienen eher uninteressante Trachtpflanze dar. Der Blütenbesuch war zwar hoch, der Flugbetrieb am Flugloch aber vergleichsweise niedrig. Offensichtlich
mußten sich die Flugbienen sehr lange bemühen, um ihre Honigmägen zu füllen, so dass kein reger Sammelbetrieb zustande kam. Zwischen der modernen Hochleistungssorte und der alten Liniensorte warr
hier kein Unterschied erkennbar. Auch bei den angesprochenen Beobachtungskriterien konnte kein Unterschied zwischen den gebeizten
und ungebeizten Pflanzenbeständen beobachtet werden. Bisher ist es
uns in keinem dieser Versuchsansätzen gelungen, eine toxische WirSonnenblume mit Sammlerinnen
kung dieses Saatgutbeizungsmittel auf Bienen nachzuweisen.
Was ist mit der Varroa los?
Wer die Entwicklung des Varroabefalls von Bienenvölkern Jahr für Jahr untersucht erlebt immer
wieder Überraschungen. So fallen 2003 etliche
Wirtschaftsvölker der Versuchsimkerei aus dem
Rahmen, da sie nach der ersten Behandlung mit
Ameisensäure im August vor der Auffütterung nur
wenig Milben verloren haben. Die "Spitzenreiter"
zeichnen sich durch einen Milbenfall von 0 (Null),
3, 4, 26, 28 und 62 Milben aus. Allerdings gibt es
auch Völker mit weit über 1.000 Milben. Der stärkste Befall wurde bei einem Volk am Bienenstand
Nürtingen festgestellt, das nach der ersten Behandlung 6.800 Milben verlor, nach der zweiten waren es
noch knapp 500. Die starken Unterschiede lassen
sich nicht mit einer unterschiedlichen Volksentwicklung erklären und stehen auch in keinem Zusammenhang mit der Honigleistung während der
Blüten- und Honigtautracht. Unter den schwach befallenen Völkern befinden sich sehr viele, deren
Königinnen von einem Volk abstammen, das drei
Jahre (1999-2002) ohne Varroabehandlung ausgehalten und dennoch überdurchschnittlich viel Honig
eingetragen hatte. Von dieser Zuchtmutter wurden
auch 2003 viele Töchter aufgezogen. Sie war im
Vorjahr zur Sicherheit einmal (mit Ameisensäure)
behandelt worden und zählte dieses Jahr erneut zu
den Völkern mit den wenigsten Milben.
Larvenduft bringt VarroaWeibchen in Stimmung
Allein der Geruch der Bienenlarve reicht offensichtlich aus, um bei den Varroa-Milben die Eireifung zu
aktivieren. Dies hat Claudia Garrido im Rahmen ihrer Doktorarbeit herausgefunden. Das Duftsignal
funktioniert auch, wenn die Varroa-Weibchen am
Fressen gehindert werden. Bienenwachs und LarvenFuttersaft spielen bei diesem "Startschuss" wohl keine Rolle. Darüber hinaus steuert der Duft der Larve
vermutlich auch die Geschlechterabfolge bei den
Milbennachkommen: aus dem
ersten Ei entwickelt sich ein
Milbenmännchen, aus den weiteren Eiern schlüpfen die
Töchter. Dies wäre der erste
Nachweis, dass die Fortpflanzung eines Parasiten allein
durch Duftstoffe des Wirtes gestartet werden kann. Ob sich
hieraus einmal praktische Anwendungen
("Anti-BabyDuft"?) ergeben, ist derzeitt
noch nicht absehbar.
Eine Bienenlarve im Glas und das Varroa-Weibchen in einem
kleinen Käfig unter dem Deckel eingesperrt: Der Larvenduft
genügt, um bei der Varroa-Milbe das Eiwachstum zu aktivieren.
Ein Mitarbeiter der Landesanstalt stellt sich vor
Herr Daniel Weber zeigt, dass man auch auf ungewöhnlichem Weg zumindest zu einer befristeten Anstellung an der Landesanstalt kommen kann.
Nach einem Praktikum im Rahmen seiner LTA-Ausbildung ("Landwirtschaftlich technischer Assistent") arbeitete er, immer noch als Azubi, als
Hilfskraft in unserem Labor mit. Die Laborarbeit und der erste Kontakt mitt
Bienen haben ihn offensichtlich so begeistert, dass er nach dem Abschluss
seiner Ausbildung unbedingt weiter an der Landesanstalt arbeiten wollte.
Daniel Weber
Glücklicherweise hatten wir im Rückstandslabor nicht nur ausreichend Arbeit für einen weiteren Mitarbeiter, sondern auch die notwendigen Drittmittel für die Finanzierung. Seit nunmehr zwei Jahren arbeitet Daniel Weber bei der Aufarbeitung von Wachs- und Honigproben mit und hat sich
mittlerweile aus aktuellem Anlass auch in den Antibiotika-Nachweis bei Honigen eingearbeitet. Und wie man
auf dem Bild sieht, ist er inzwischen auch zum Spezialisten für Bienenwettfliegen geworden (hier beim Tag der
Offenen Tür 2003). Wie bei vielen unserer Mitarbeitern blieb es nicht aus, dass Herr Weber bei uns auch zum
Imker wurde. Mit 4 Völkern produziert er nun seinen eigenen (rückstandsfreien) Honig. Nachdem er seit kurzem über ein schnelles Auto verfügt (zum Wandern mit Bienen allerdings vollkommen ungeeignet), wird er es
wohl trotzdem noch schaffen, seinen anderen Hobbys Tischtennis und Klettern nachzugehen.
»Varroa-Bekämpfung«
Statt drei nur zwei?
Um die Bienenwohl-Knabbastreifen, die im Sommer
2002 mit dem Slogan "Ameisensäure ade" beworben
wurden, ist es still geworden. Auch die oxalsäurehaltigen OSINAL-Tücher, die seit 2001 an der Landesanstalt getestet werden, können die Ameisensäurebehandlung vor der Auffütterung nicht ersetzen. Doch
könnten sie nach den 2002 und 2003 gewonnenen Erkenntnissen durchaus an die Stelle der zweiten Ameisensäurebehandlung nach der Auffütterung treten und
außerdem das Beträufeln der brutfreien Wintertraube
im Spätherbst oder Frühwinter überflüssig machen.
Im Herbst 2003 wurden diese Versuche mit OSINALplus an 50 Alt- und 100 Jungvölkern fortgeführt.
Dabei wurde auch die Eignung von unterschiedlichen
Trägermaterialien geprüft und nach dem idealen Auflageort gesucht. Den besten Eindruck machten bisher
dünne Tücher, die direkt über dem Bienensitz ausgelegt wurden. Eine sichere Beurteilung der getesteten
Varianten ist erst im Frühjahr 2004 nach Auswinterung der Versuchsvölker möglich. Die mit der alkoholischen Lösung getränkten Tücher müssen ausreichend getrocknet werden. Wenn sie zu feucht sind,
kann ihr Auflegen bzw. der Alkohol die Bienen zum
Auszug veranlassen. Andererseits dürfen die Tücher
auch nicht zu trocken sein, weil sonst die Wirkung
gegen die Varroamilbe sich nur sehr langsam einstellt
oder sogar ausbleibt. Die Suche nach geeigneten Additiven, die das Trägermaterial feucht halten, damit
die Oxalsäure lange in Lösung und wirksam bleibt,
wird uns noch eine Zeit lang beschäftigen. Derzeit ist
diese vielversprechende Methode noch nicht für die
imkerliche Praxis zu empfehlen!
Doppelvolk und Varroa
Der Varroabefall eines Bienenvolkes kann auch
durch imkerliche Maßnahmen beeinflusst werden.
So haben Völker, denen im Mai und Juni verdeckelte Drohnenbrut entnommen wird, im Herbst deutlich
weniger Milben als Völker, bei denen das nicht geschieht. In vielen Untersuchungen wurde eine Minderung des Varroabefalls um über die Hälfte nachgewiesen, wenn während der Saison 3 oder 4
Baurahmen geerntet werden. Die Doppelvolk-Betriebsweise wirkt sich ebenfalls auf den Varroabefall
aus. Das hat sich auch 2003 am Bienenstand in Rottenburg gezeigt. Dort wurden Ende März aus acht
Völkern vier Doppelvölker gebildet und Anfang
Mai, bei Eintritt der Schwarmstimmung und am
Höhepunkt der Brutentwicklung, wieder geteilt. Die
Aufteilung jedes
Doppelvolkes in
ein Brutvolk (mit
Brut, Ammenbienen und Königin)
und ein Flugvolk
(mit Flugbienen
und Königin) hat bestimmt auch dazu geführt, dass
die Brutvölker nach der Teilung deutlich mehr Varroamilben hatten als die brutfrei gebildeten
Flugvölker. Wenn man das in der Literatur genannte
Verhältnis von Brutmilben und Bienenmilben von
80:20 (bei großen Brutnestern) und einen stärkeren
Befall der Stockbienen (als Flugbienen) zugrunde
legt, dann kann ein fast 10fach höherer Befall der
Brutvölker bei der Teilung der Doppelvölker unterstellt werden. Doch brachten die Behandlungen im
August und September ein anderes Ergebnis. Die
Brutvölker hatten mit durchschnittlich 2600 Milben
nur etwas mehr als doppelt so viele Milben wie die
Flugvölker (1200 Milben). Ins Bild passt auch nicht,
dass die vier Einfachvölker, die ohne Unterbrechung
gebrütet hatten, mit durchschnittlich 800 Milben weniger befallen waren als die Flugvölker.
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Seele and Geist
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