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Arbeit 2.0 – wie das Internet unsere Arbeitswelt verändert

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TECHNIK + MITBESTIMMUNG
ein CuA-Gespräch mit Ulrich klotz
Arbeit 2.0 – wie das Internet
unsere Arbeitswelt verändert
Redaktion Computer und Arbeit
„Wovon wollen wir in Zukunft leben?“ so lautet eine der drei Leitfragen, mit denen die Bundeskanzlerin im Frühjahr
2011 einen Dialog über die Zukunft unseres Landes eröffnete. Neben 120 Fachleuten, die sich in 18 Expertengruppen
mit Zukunftsfragen befassen, konnten bis Mitte April alle Bürger auf einer Internetplattform Vorschläge einbringen
und miteinander diskutieren (http://bit.ly/ZukuDia).
Die Beteiligung übertraf alle Erwartungen: So gingen 11626 teilweise recht konkrete Vorschläge ein, die in mehr als
75 000 Kommentaren diskutiert wurden. Dabei zeigt sich, dass vor allem unter Internet-Nutzern eine große Bereitschaft zu aktiver Beteiligung an politischen Prozessen besteht. Man darf gespannt sein, wie die etablierte Politik mit
dieser Herausforderung umgeht, die sie sich mit ihrem durchaus mutigen Experiment eingefangen hat. Auch ohne
diesen Bürgerdialog wird jedenfalls eines immer klarer: Das Internet wird politische Prozesse verändern.
Welche Chancen und Risiken also bringen die neuen Medien? Wir haben den Informatiker und Arbeitswissenschaftler Ulrich Klotz zur Zukunft der Arbeit befragt – und was das alles für Gewerkschaften bedeutet.
Wie wird das Internet
unsere Arbeitswelt verändern?
Mit der Informationstechnik können Menschen Ideen und Arbeitsergebnisse über
beliebige Entfernungen hinweg ohne Zeitverzug und auch abseits bürokratischer
Dienstwege austauschen. Das ermöglicht
neue Formen von Koordination und Kooperation. Ohne die Bindung an Ort und
Zeit werden viele Arbeiten zu einer Ware,
die weltweit gehandelt werden kann. Was
wir heute als „Outsourcing“, „Offshoring“
oder allgemeiner als „Globalisierung“ kennen, sind erst die Anfänge neuer Formen
grenzenloser Arbeitsteilung, denn das Netz
ermöglicht auch vollkommen neuartige
Unternehmensmodelle. Ein Beispiel:
Ein globaler IT-Konzern plant eine „Verflüssigung“ seiner Arbeitsstrukturen durch
weitgehenden Verzicht auf festangestellte Mitarbeiter. Künftig sollen Projekte in
kleine Arbeitspakete zerlegt und diese via
Internet weltweit ausgeschrieben werden.
Um diese globalen Minijobs kann sich jeder
bewerben, auch die ehemaligen Angestell-
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ten des Konzerns. Die weltweit verstreuten allmählich das entstehen, was wir heute als
Auftragnehmer kooperieren dann über das „Arbeit“ kennen – mit allem, was dazu geInternet in „Talent Clouds“. Bei dieser Art hört: Arbeitsplatz, Arbeitszeit, Arbeitsort,
von „Crowdsourcing“ verschwindet nicht Ausbildungs- und Entlohnungsformen usw.
die Arbeit, aber der feste Arbeitsplatz. Da- Seit dem Aufkommen der Computer in den
bei werden sozialpartnerschaftliche Mo- 1970er Jahren wird Arbeit wiederum neu
delle und nationalstaatliche Einwirkungs- definiert:
Immer mehr Menschen können überall
möglichkeiten, etwa beim Arbeitsrecht,
durch die Spielregeln privater Konzerne und jederzeit arbeiten, dabei verschwimersetzt. Ob das alles so funktionieren wird, men die Grenzen zwischen Arbeits- und
sei dahingestellt. Auf jeden Fall sollten wir Freizeit, zwischen Arbeits- und Wohnort,
solche Entwicklungen sehr aufmerksam zwischen Arbeit und Lernen, zwischen
beobachten. Es ist klüger, sich beizeiten mit Abhängigkeit und Selbstständigkeit, zwider Konstruktion von Brunnen zu befassen, schen Produzenten und Konsumenten.
als hinterher über die hineingefallenen Kin- Arbeit bezeichnet wieder das, was man tut,
nicht wohin man geht.
der zu jammern.
Die Arbeitswelt wird vielfältiger, die AusArbeit ohne Arbeitsplatz –
nahmen werden zur Regel, das „Normalarist das die neue Arbeit?
beitsverhältnis“ und die „Normalbiografie“
Wir befinden uns in einer Übergangspha­se, sind auf dem Rückzug. Das alles ist zwiein der verschiedene Arbeitsformen und un- spältig, denn die aus den bürokratischen
terschiedliche Kulturen von Arbeit neben- Unternehmenszwängen unfreiwillig Enteinander koexistieren. Die Situation ist ähn- lassenen werden oft zu Wander-Wissens­
lich wie zu Beginn der Industrialisierung: arbeitern, denen die Fesseln neuer FreiheiDamals ließen neue Techniken – Dampfma- ten umgelegt werden: ein Höchstmaß an
schine, Eisenbahn, Fließband usw. – ganz Eigenverantwortung und Selbstorganisati-
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on kombiniert mit minimalen Absicherungen und Planbarkeiten.
Übernimmt der Computer
die Kopfarbeiten?
vom hierarchischen Modell der Industrieära geprägt sind: oben wird entschieden,
unten wird ausgeführt. Wissen ist aber
nicht hierarchisch strukturiert, sondern situationsabhängig relevant oder irrelevant.
Hier entsteht ein Dilemma: „Die da
oben“ entscheiden über Dinge, von denen
te Netzwerke freiwilliger Programmierer,
die komplexe Projekte wie etwa Linux,
Firefox oder Wikipedia oder auch wesentliche Teile des Internet realisieren.
Die Menschen arbeiten in solchen Projekten mit hoher Motivation, oft Begeisterung – und das alles ohne Bezahlung.
Warum tun sie das? Weil hier Menschen anders miteinander umgehen als in der hierarchisch-bürokratischen Arbeitswelt, denn
hier basiert Wertschöpfung auf gegenseitiger Wertschätzung. Die Beteiligten arbeiten auf Augenhöhe miteinander, deshalb
wird Wissen nicht als Herrschaftswissen
missbraucht, sondern bereitwillig mit anderen geteilt, daher auch der Name: Open
Source = Offene Quelle. Anerkennung, Vertrauen, Respekt, Toleranz und Fairness sind
hier nicht bloße Sonntagsreden, sondern
gelebte Realität. Führungsfunktionen basieren auf Sachkompetenz und nicht auf
formaler Autorität. Im Netz zählt nicht das
größere Büro, sondern die tatsächliche
Leistung.
Neue Ideen haben hier viel bessere
Chancen als in den alten bürokratischen
Strukturen. Deshalb sind viele Open-Source-Produkte der kommerziellen Konkurrenz oft schon nach kurzer Zeit voraus.
Früher war vor allem in Gewerkschaftskreisen die Meinung verbreitet, dass diese
Maschine – man sprach ja vom „Elektronengehirn“ – uns das Denken abnimmt.
Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Der
Computer übernimmt Routinetätigkeiten
und das Vorhersehbare – kurz gesagt: alles
was planbar, regelhaft und programmierbar ist.
Menschen werden dann vor allem
noch für die Bewältigung von Ausnahmesituationen gebraucht. Hierzu zählen allerdings auch viele Arbeiten, die gar nicht
so einfach sind wie es auf den ersten Blick
scheint – z. B. im Haushalt, im Gesundheitssektor, in der Pflege usw. Hingegen werden wir sehen, dass aufgrund der rapiden
Fortschritte beim automatischen Verstehen menschlicher Sprache (siehe hierzu
den Schwerpunkt in diesem Heft) zahllose
routinehafte Tätigkeiten in Call-Centern,
Banken, Versicherungen, Anwaltskanzleien Der CuA-Beirat Ulrich Klotz ist beim Bundeskanzleramt Mitglied der Expertengruppe
usw. unter die Räder kommen.
Was immer hier oder dort an menschli- „Zukunft der Arbeit“ (http://bit.ly/ZukuDiaUK).
cher Arbeit übrig bleibt, wird intellektuell Er befasst sich seit den 1970er Jahren mit
Warum setzen sich dann
anspruchsvoller, erfordert eine immer bes- der Frage, wie Computer und Netzwerke die
diese Ideen nur so langsam durch?
sere Ausbildung und permanente Weiter- Gesellschaft verändern.
bildung. Dies auch weil infolge der InformaWo Organisationen noch auf dem alten Printisierung vor allem die Informationsmenge sie meist weit weniger verstehen als „die zip „Wissen ist Macht“ basieren, wird neues
exponentiell anwächst. Diese gigantische da unten“. Die Folgen sind bekannt: Demo- Wissen oft als Bedrohung empfunden und
Lawine an Informationen und neuem Wis- tivation, Reibungsverluste, Fehlentschei- zunächst bekämpft. Zwar wird überall von
sen kann man nur durch stärkere Speziali- dungen und Frust. Entscheidungsträger Innovation geredet, aber wirkliche Veränsierung bewältigen. Für diese Spezialisten glauben meist, sie wüssten etwas besser, derungen sind oft gar nicht gewollt – das
hat Peter F. Drucker vor gut fünfzig Jahren weil sie eine bestimmte Position innehaben habe ich im Verlauf meiner Berufstätigkeit
den Begriff „Wissensarbeiter“ geprägt. Ein – das traf zu Taylors Zeiten vielleicht noch sehr häufig erlebt.
Wissensarbeiter ist jemand, der mehr über zu, ist aber heutzutage eher absurd. Die
Innovationen sind Bottom-up-Prozesse,
seine Arbeit weiß, als jeder andere im Un- erschreckenden Ergebnisse von Umfragen die sich mit Top-down-Strukturen nun einternehmen. Ich behaupte, dass bei uns über Arbeitszufriedenheit und Motivation mal schlecht vertragen. In den klassisch
inzwischen die Mehrzahl der Menschen sind eine direkte Folge der Tatsache, dass hierarchischen Organisationspyramiden
Wissensarbeiter sind, wir finden sie heute bei uns zu viele Manager noch immer an – oben die Würdenträger, unten die Innoden hundert Jahre alten Konzepten eines vationsträger und dazwischen jede Menge
überall, egal ob im Blau- oder Weißkittel.
Frederick Taylor festhalten, die im Zeitalter Bedenkenträger – ist Loyalität wichtiger
Vor welchen Problemen stehen
der Wissensarbeit schlichtweg kontrapro- als Leistung. Den Entscheidungsträgern
diese neuen Wissensarbeiter?
duktiv sind.
geht es zuerst um Machterhalt und danach
um Inhalte, da können Ideen noch so gut
Wissensarbeiter brauchen Strukturen, in
Wie könnte eine alternative
sein. Wo bevorzugt pflegeleichte Ja-Sager
denen sie ihr Know-how optimal mit dem
Wissens-Arbeitswelt aussehen?
Karriere machen und Opportunismus als
anderer Spezialisten verbinden können.
Tatsächlich arbeiten Wissensarbeiter aber Ein gutes Beispiel liefert die Welt der Open- Qualifikationsersatz dient, gibt es kaum
meist in Organisationen, die noch immer Source-Gemeinschaften. Das sind weltwei- noch Weiterentwicklung, weil andere Mei-
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nungen – und neue Ideen sind anfänglich binden und weiterentwickeln, dann wirkt den Einkommen ist eine direkte Folge der
stets Minderheitenmeinung – keine Für- sich das auf jeden Aspekt unseres Denkens Informatisierung in der Arbeitswelt. Kolonsprecher mehr finden. Aus diesem Grund aus: Wahrnehmung, Gedächtnis, Sprache, nenhafte Vervielfältigungsarbeiten werwurden schon zahllose Firmen, ja ganze Vorstellungsvermögen, Kreativität, Urteils- den mehr und mehr technisiert und/oder in
Branchen, Opfer ihrer internen Strukturen kraft, Entscheidungsprozesse und vieles andere Länder verlagert. Auf der anderen
und Innovationsbremsen – wie etwa die mehr. Solche gesellschaftsverändernden Seite werden kreative Unikat-Arbeiten imgesamte deutsche Computerindustrie, die Wirkungen hatten zu früherer Zeit auch an- mer bedeutsamer und besser bezahlt, hier
Unterhaltungselektronik, die Fotoindustrie dere ehemals Neue Medien – wie die Ein- ist das Einkommen aber oft nicht mehr an
führung der Sprache, der Schrift und des Arbeitszeit usw. gekoppelt.
und einiges mehr.
Denken wir an einen Romanautor: Um
Mich treibt deshalb die Frage um, wie Buchdrucks. Nur heute läuft dieser Prozess
wir endlich die innovationsfeindlichen viel schneller ab. In der neuen Gesellschaft erfolgreich zu sein, kommt es nicht darauf
an wie schnell er wie viele Zeilen schreibt,
Kommando-Strukturen der Industrie­ wird nicht nur Arbeit neu definiert.
sondern wie gut seine Ideen sind.
gesellschaft überwinden können
Ideen von heute sind das Geld von
– hin zu einer Arbeitskultur, die
Was mich umtreibt:
morgen. Bei allen Gütern, die man
von gegenseitiger Wertschätzung,
„Zur Bewältigung der vielfachen Herausforderungen, die
digitalisieren kann, zählt nur die
Respekt und Toleranz geprägt ist.
sich uns und künftigen Generationen stellen, um unter
Idee, das Design, die Entwicklung
Von den Open-Source-Communiwürdigen Bedingungen auf unserem Planeten zu leben,
usw. – also ein Unikat. Die Vervielties können wir eine Menge über
sind Kreativität und innovative Ideen unabdingbar.
fältigung und weltweite Verteizeitgemäße Arbeitsgestaltung lerDeshalb treibt mich die Frage um, wie wir endlich die
lung des Endprodukts, also das,
nen. Die junge Generation, die mit
Arbeitsformen und innovationsfeindlichen Kommandowas heute noch Industriearbeit ist,
Wikis, Blogs und Social Networks
Strukturen der Industriegesellschaft überwinden könübernimmt die Technik.
groß geworden ist, lebt ohnehin
nen – zugunsten einer Arbeitskultur, die von gegenseieine neue Kultur des WissensausIst das das Ende der
tiger Wertschätzung, Respekt und Toleranz geprägt ist.
tauschs.
Industrie­gesellschaft?
Beispielgebend hierfür ist die offene Innovationskultur
Viele dieser „Digital Natives“
der Open-Source-Communities im Internet – von diesen
werden sich nicht mehr in eine
Die Produktion materieller Güter
Kooperationsformen können unsere Institutionen und
graue Sachbearbeiter-Welt einwird natürlich nicht verschwinden,
Unternehmen durchaus etwas über zeitgemäße Arbeitssperren lassen, wo sie zwischen
genauso wenig wie die Landwirtgestaltung lernen.“
Karriereleitern,
Gehaltsgittern,
schaft beim Übergang zur Indus­Ulrich Klotz
Planstellen und Dienstwegen viel
triegesellschaft verschwand. Doch
Zeit und Energien mit internen
in allen hochentwickelten Ländern
Machtspielen vergeuden. Unsere Unter- Auch das Bild des Menschen wandelt sich. wird Innovation und Wertschöpfung mit
nehmen werden von diesen Internet-Ge- Wenn Menschen nicht mehr wie Maschi- immateriellen, digitalisierbaren Geistespromeinschaften lernen müssen, weil sie an- nenteile arbeiten müssen, dann zählt das, dukten immer wichtiger. Das gilt auch bei
dernfalls diese Generation nicht als kreative was uns von Maschinen unterscheidet: Industrieprodukten – bei Mobiltelefonen
Mitarbeiter werden gewinnen oder halten Kreativität, Emotionen und Intuition. Men- aber etwa auch bei Autos kommt es mehr
können. Natürlich wird unsere Welt keine schen können Informationen in Bedeutung und mehr auf die Qualität der Software und
Open-Source-Welt werden. Aber ich bin da- und Erfahrungen in Wissen verwandeln, des Designs an, um erfolgreich zu sein.
von überzeugt, dass sich intelligentere For- das kann man Computern (noch?) nicht beiWer auf diesen Feldern nicht ganz vorne
men der Zusammenarbeit und offene In- bringen – wie auch unsere Fähigkeit, intelli- mitspielen kann, wird auch bei der Produknovationskulturen langfristig durchsetzen gent mit Unvorhersehbarem umzugehen.
tion von materiellen Gütern existenzielle
und künftig zu einem neuen Verständnis
Weil wir künftig mehr kreative Indi- Probleme kriegen. Wir Europäer müssen
von Arbeit führen werden. Unternehmen, viduen brauchen als brave, angepasste deshalb verdammt aufpassen, um nicht
die hingegen zu lange an den überkom- Ausführer, müssen wir vor allem unser im Zangengriff zwischen innovativen USmenen Arbeitsstrukturen der Industrieära industriegeprägtes Bildungssystem radi- High-Tech-Konzernen und nachrückenfesthalten, werden aufgrund ihrer internen kal umkrempeln. Fleiß, Ausdauer und das den asiatischen Massenproduzenten zerInnovationsbarrieren untergehen.
Erlernen von Fertigkeiten allein reichen quetscht zu werden. Dafür müssen wir den
nicht mehr, denn irgendwo wird irgendwer Ideenreichtum der gesamten Gesellschaft
Wie weitreichend werden
immer noch fleißiger sein. Im Wettbewerb zur Entfaltung bringen.
diese Veränderungen sein?
von morgen zählen vor allem gute Ideen.
In unserer starren Arbeitswelt liegen
Hier ist Eile geboten, denn die soziale viele Fähigkeiten brach, weil bei uns MenWenn sich Kommunikationsformen ändern,
dann wandelt sich das Fundament einer Ge- Kluft zwischen den Gewinnern und Ver- schen oft nicht das tun dürfen, was sie
sellschaft. Wenn sich die Art und Weise ver- lierern dieses Strukturwandels wird immer können und wollen. Wir vergeuden heute
ändert, wie Menschen ihre Fähigkeiten ver- größer. Die zunehmende Spreizung bei viel mehr menschliche Potenziale als wir
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tatsächlich nutzen. Diese Verschwendung
können wir uns in Zukunft nicht mehr erlauben.
Hier sind nicht zuletzt auch die (sozial-)
politischen und gesellschaftlichen Akteure
gefordert, die Rahmenbedingungen den
Entwicklungen einer sich wandelnden Arbeitswelt anzupassen. Leider wurde hier
seit Anbeginn der Informatisierung viel
versäumt, weil Institutionen, Parteien, Verbände aber auch Gewerkschaften, auf Veränderungen viel zu schwerfällig reagieren.
Hier sind die Bürger oft wesentlich weiter,
das zeigen unter anderem auch viele Vorschläge im Bürgerdialog, die übrigens auch
für Gewerkschaften jede Menge wertvolle
Anregungen und Ideen enthalten.
Was bedeutet der Wandel in der
Arbeitswelt für Gewerkschaften?
Gewerkschaften sind von diesen Entwicklungen in mehrfacher Weise betroffen. Wenn sich die Arbeitswelt verändert,
dann verändern sich die Bedingungen für
Gewerkschaften, schließlich ist Arbeit ihr
Kernthema. Wenn sich die Arbeitswelt auffächert und rascher wandelt, wird auch von
Gewerkschaften eine größere Vielfalt an
Leistungen und höhere Flexibilität erwartet. Wo Arbeitsmärkte grenzenlos werden,
müssen auch Gewerkschaften international agieren. Gewerkschaften beschäftigen
selbst viele Wissensarbeiter und müssen
auch ihre eigenen Arbeitsstrukturen und
-prozesse den sich wandelnden Gegebenheiten anpassen.
Es ist für Gewerkschaften schlicht eine
Existenzfrage, ob sie in der Lage sind,
Trends in der Arbeitswelt sensibel wahrzunehmen und beizeiten innovativ darauf
zu reagieren. Doch genau hier liegt meines Erachtens die Schwachstelle, die dazu
geführt hat, dass Gewerkschaften in den
letzten dreißig Jahren vor allem bei jüngeren und bei höher qualifizierten Menschen
erheblich an Einfluss verloren haben. Man
hat viele Entwicklungen zu lange ignoriert
oder falsch eingeschätzt.
Aber Computer und Arbeit
sind doch schon sehr lange Thema
in Gewerkschaften?
Richtig, aber man hat lange Zeit den universellen Charakter dieser Technologie nicht
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begriffen. Jahrzehntelang wurden Computer lediglich als Maschinen betrachtet, mit
deren Hilfe Arbeitsprozesse rationalisiert
und die Beschäftigten wirksamer kontrolliert werden können. Zweifellos sind das
bedeutsame Wirkungen dieser Technik.
Darüber hinaus ist der Computer aber
auch ein Medium für Gestaltung und
Kommunikation, das durchaus emanzipatorische Wirkungen hat. Menschen haben
heute besseren Zugang zu Informationen
und öffentliche Kommunikation ist keine
Einbahnstraße mehr. Menschen können
mit Computerhilfe heute alles Mögliche erschaffen, was früher teure Maschinenparks
erforderte und Experten vorbehalten oder
auch kaum vorstellbar war. Gleichwohl haben Gewerkschaften jahrzehntelang Computer pauschal als „Jobkiller“ bekämpft.
Dass sie auf einem Auge blind waren, hat
historische Gründe.
Welche Gründe sind das?
Wenn man mal einen großen Bogen schlägt,
dann wird erkennbar, dass viele Umwälzungen der letzten Jahrzehnte ihre Ursprünge
in den gegenkulturellen Jugendbewegungen der frühen 1960er Jahre haben: die
Studentenbewegung der 68er, die Umweltund Alternativbewegung der 70er und 80er
Jahre und nicht zuletzt die etwa Mitte der
70er Jahre beginnende Informationsrevolution durch persönliche Computer und
das Internet.
Es waren Hippies und frühe Hacker an
der US-Westküste, die die Idee eines Computers für jedermann hatten und die damit das Wissen der Welt allen Menschen
zugänglich machen wollten. Aus diesen
Graswurzelbewegungen heraus wurden
Firmen wie Apple und Microsoft gegründet und frühe Open-Source-Communities
haben damals wesentliche Grundlagen für
die Entwicklung des Internet geschaffen.
Gewerkschaften waren hingegen aufgrund ihrer industriellen Herkunft fixiert
auf den militärisch-industriellen Komplex
und die damit einhergehenden zentralistischen Technikkonzepte, wie zum Beispiel
Großcomputer und stark arbeitsteilige
EDV-Strukturen. Das heißt, sie haben nicht
erkannt, dass sich die Computerentwicklung aus zwei diametral entgegengesetzten Strömungen speiste. Diese einseitige
Bund
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TECHNIK + MITBESTIMMUNG
FRISCH GELESEN …
ó In der juristischen Fachzeitschrift
„Arbeit und Recht“ (5/2012) beschäftigen sich die Sozialrichter Johannes
Greiser und Tobias Kador ausführlich mit
dem „Arbeitszeugnis im Wandel der
Rechtsprechung“. Das Spektrum der
Zeugnisstreitigkeiten reicht dabei von
der Frage des Anspruchs auf ein Arbeitszeugnis, über die Fristen, in denen der
Anspruch geltend gemacht werden
muss, bis hin zum rechtlich gebotenen
Inhalt des Zeugnisses. Aspekte des
notwendigen und unzulässigen Inhalts
von Arbeitszeugnissen verdeutlichen,
dass ein Zeugnis im Zweifel immer ein
Kompromiss zwischen Wahrheit und
Wohlwollen ist und damit letztlich auch
dem Ausgleich dient, zwischen den
Interessen künftiger Arbeitgeber an
verwertbaren Informationen und dem
Wunsch des Beschäftigten nach einem
beruflichen Fortkommen.
ó Thema des Monats Mai in der Fachzeitschrift für Gesundheitsschutz und
Arbeitsgestaltung „gute Arbeit“ ist
der Dauerbrenner „psychische Belastungen“. Immer mehr Menschen
werden psychisch krank und leiden an
psychosomatischen Erkrankungen.
Wesentlicher Grund hierfür ist eine brisante Gemengelage: Konkurrenz und
Leistungsdruck bei sinkender Stabilität
im Arbeitsleben – mit prekären Jobs,
Niedriglöhnen und Sozialabbau steigt
die Verunsicherung. Hinzu kommt ein
wachsendes Missverhältnis zwischen
Leistung und Anerkennung, Einsatz und
Ausgleich. Dagegen hilft nur ein konsequenter, systematischer Arbeitsschutz.
ó In der CuA-Schwesterzeitschrift für
Betriebsratsmitglieder „AiB Arbeitsrecht im Betrieb“ (5/2012) gibt Chris­
tine Zumbeck praktische Tipps, wie
betriebliches Wissensmanagement
die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens sichern kann.
Bestellhinweis
Einzelexemplare der hier genannten Zeitschriften können bestellt werden bei :
Bund-Verlag – Leserservice, 60424 Frankfurt/M. ,
fon 069 795010-96, abodienste@bund-verlag.de
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Fixierung auf die Technikkonzepte der
Vergangenheit hat dann später zu folgenschweren Fehlern geführt, durch die sich
Gewerkschaften massiv geschwächt haben.
Ich habe einiges davon selbst hautnah miterlebt.
Kannst Du uns Beispiele nennen?
Ich war als aufmüpfiger „68er“ begeistert
von der Vision eines persönlichen Computers und habe Mitte der 1970er Jahre als
Diplomarbeit an der TU Berlin einen Mikro-
statt sich als attraktive Organisationen zu
präsentieren, die in Sachen Technik und Arbeitsgestaltung auf der Höhe der Zeit sind,
passierte das genaue Gegenteil. Es ist kein
Wunder, dass sich zu jener Zeit viele junge
und computererfahrene Menschen oft mit
Hohn und Spott von den Gewerkschaften
abwandten. Das alles wirkt leider bis heute
nach.
Mit dem Internet war es ähnlich. Ich
konnte 1985/86 im Bereich Arbeitswissenschaft der TU HH erste Erfahrungen mit
„Den Wandel in der Arbeitswelt müssen Gewerkschaften
auch in ihrer ‚Innenarchitektur‘ vollziehen.”
computer gebaut, das war einer der ersten
kleinen Computer hierzulande. Wenig später war ich dann im Forschungszentrum der
Nixdorf Computer AG tätig und erlebte, wie
der Firmengründer diese PC-Ideen als Blödsinn abtat. Heinz Nixdorf sagte: „Wir bauen
Lastwagen und keine Mopeds.“
Diese Fehleinschätzung war der Anfang
vom Ende dieses deutschen Vorzeigeunternehmens. Bei Gewerkschaften gab es
genau dieselbe Fehleinschätzung, nur mit
dem Unterschied, dass diese Irrtümer sich
hier zwanzig Jahre länger halten konnten.
Ich habe noch in den 1990er Jahren beim
Vorstand der IG Metall in einem Modernisierungsprojekt mit Kollegen gestritten, die
der Meinung waren, dass PCs „Spielkram“
seien und in einer Gewerkschaft nichts zu
suchen hätten. Damals aufkommende Bedienkonzepte mit Maus, grafischen Oberflächen usw. wurden als Schwachsinn verlacht.
Die IG Metall hat dann – wie übrigens
auch andere Gewerkschaften – in „Lastwagen“, also technisch überholte EDVKonzepte aus den 1970er Jahren investiert,
obwohl Kennern längst klar war, dass deren
Hersteller über kurz oder lang Konkurs gehen würden. In solchen Sackgassen haben
Gewerkschaften inklusive der verdeckten
Folgekosten viele hundert Millionen Mark
in den Sand gesetzt. Was aber viel schlimmer war und ist: Sie haben dabei fast zwanzig Jahre eigener Weiterentwicklung und
nahezu eine ganze Generation junger und
qualifizierter Menschen verloren. Denn
Internet und E-Mail sammeln. Bei Gewerkschaften hingegen war das Internet noch
in den 1990er Jahren unbekanntes Terrain.
In der CuA stand 1995, dass bei uns große
Gewerkschaftszentralen noch nicht einmal
das Kommunikationsniveau eines durchschnittlichen amerikanischen Studentenwohnheims erreicht haben und man bei
der Frage nach einer E-Mail-Adresse nur
verständnislose Blicke erntet.
Was damals über die absehbaren Auswirkungen des Internet auf die Arbeitswelt
publiziert wurde, kam bei den Gewerkschaftsvorständen überhaupt nicht an.
Noch im Jahr 2003 meinte der damalige IG
Metall-Vorsitzende Jürgen Peters, dass das
mit dem Internet und dessen Auswirkungen „intergalaktischer Blödsinn“ sei.
Inzwischen sind auch
Gewerkschaften im Internet
gut präsent ...
Richtig, aber der zuvor skizzierte Wandel in
der Arbeitswelt stellt Gewerkschaften und
die Politik insgesamt heute vor neue und
ganz andere Herausforderungen. Doch
solange politische Institutionen nicht ihr
Grundproblem anpacken, werden neue
Entwicklungen tendenziell immer erst
dann zur Kenntnis genommen, wenn sie
in ihrer vollen Wucht eingetreten sind, mögen vorher auch Dutzende kluger Expertisen darüber verfasst worden sein.
Nur ein aktuelles Beispiel: Die Frage,
wie in einer von Digitaltechnik durchdrungenen Wissensgesellschaft mit Geis-
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tesprodukten umgegangen wird, ist ganz
entscheidend für die künftige Entwicklung
von Wirtschaft und Gesellschaft. Doch leider wurde die Brisanz dieses Themas in der
etablierten Politik bislang noch kaum erkannt und man hat dieses auch für Arbeitnehmer und Verbraucher höchst bedeutsame Terrain jahrzehntelang den Lobbyisten
überlassen. Kein Wunder, dass diese Lücke
nun von einer neuen politischen Partei besetzt wird.
Was ist denn das „Grundproblem“?
ver tun. Heute will das kaum noch jemand umbauen. Der eingangs angedeuteten
„Verflüssigung“ und Internationalisierung
wahrhaben – aber Fakt ist:
Auch auf diesem Gebiet haben Gewerk- von Arbeitsbeziehungen kann man unter
schaften – und nicht nur sie – zwei Jahr- anderem mit intelligenter Nutzung des Inzehnte Entwicklung und große Teile der ternet als hierarchiefreiem Koordinations­
medium durchaus angemessen begegnen.
engagierten Jugend verloren.
Und der Bürgerdialog zeigt doch, dass
Und wie wäre das Problem
auch und gerade unter Gewerkschaftsmitzu lösen?
gliedern viele Menschen sind, die sich z. B.
Indem man zunächst mal begreift, dass über das Netz aktiv beteiligen wollen und
man mit einer tayloristischen Aufbau- und die Andockpunkte für ihre Ideen suchen –
Ablauforganisation, die sich im Kern seit im Web 2.0 eröffnet sich ein riesiges Terrain
hundert Jahren kaum geändert hat, dem für Gewerkschaften.
Betrachtet man allerdings die bisheriimmer rascheren Wandel in der Arbeitswelt nicht folgen kann. Es sind ja weniger gen Modernisierungsprojekte der Gewerkdie zentralen, als vielmehr die dezentralen schaften, so wird erkennbar, dass diese
Teile der Gewerkschaften, die das Ganze vo- Versuche im Kern eher den klassischen
ranbringen – die vielen engagierten Men- Rationalisierungsmustern der Industrieära
schen vor Ort und die oft hochqualifizier- folgten – man versuchte, Probleme mit
ten Betriebsräte, die auch relativ autonom derselben Denkweise (und oft denselben
Akteuren) zu lösen, durch die sie entstanund flexibel agieren können.
Nur dauert es entschieden zu lange, bis den sind. Zwangsläufig scheiterten diese
neue Erkenntnisse von dort „unten“ auch Projekte deshalb allesamt, nicht selten war
ganz „oben“ in den Köpfen ankommen – danach manches sogar schlechter als zuda sind einfach zu viele Filter, Schönfärber, vor. Aber da diese Projekte intern stets als
Bedenkenträger und andere Kommunikati- Erfolg verbucht wurden, lernte man nichts
onsbarrieren dazwischen. Auch in den ge- daraus, sondern versuchte es immer wieder
schilderten Fällen kamen die Innovationen auf ähnliche Weise. Das liegt auch daran,
von der Basis, wie z. B. von einem Dutzend dass es bei Gewerkschaften keine Fehlerrebellischer IG Metall-Verwaltungsstellen, kultur gibt – Fehler und Flops werden nicht
die damals ihre Büros auf eigene Faust mit produktiv verarbeitet, sondern kaschiert
modernen Computern ausstatteten und – meist nur durch neue Fehler. In der DDR
damit der Vorstands-EDV um Jahre voraus gab es ja auch nur Erfolge. Bei einem wirkwaren. Solche Innovationen wurden na- lichen Umbau hingegen würden auch die
türlich von der Zentrale heftig bekämpft. Machtstrukturen und Privilegien wichtiger
Konflikte um Innovationen zeigen stets, Akteure in Frage gestellt. Auch deshalb ist
dass vor allem Mitarbeiter in den oberen es eine offene Frage, ob ein solcher Umbau
Ebenen der „Apparate“, wie die Zentralen zu einer mit der zukünftigen Arbeitswelt
so unschön heißen, den Denkmustern und kompatiblen „Gewerkschaft 2.0“ rechtzeiKategorien der Vergangenheit verhaftet tig gelingt.
Das Grundproblem der Gewerkschaften ist
die Tatsache, dass sowohl ihre Mitgliederstruktur wie auch ihre eigenen Strukturen
und Prozesse nicht die heutige, sondern die
gestrige Arbeitswelt widerspiegeln und sie
deshalb mit überholten Denkmustern und
meist zu spät auf grundlegende Veränderungen reagieren.
Dazu noch ein Beispiel: Als ich Anfang
der 1980er Jahre die Innovations- und
Technologieberatung der IG Metall in Hamburg mit aufgebaut habe, hatten wir großen Mitgliederzulauf von Ingenieuren und
Technikern, die in unserem Arbeitskreis
zum Thema Energieeffizienz und regenerative Energien begeistert mitmachten. Viele
Betriebsräte brachten damals innovative
Vorschläge ein, denn ihnen war klar, dass
durch intelligenteren Umgang mit natürlichen Ressourcen hunderttausende neuer
Arbeitsplätze geschaffen werden können.
Auf der selben Linie lag ein exzellentes
Konzept des damaligen Finanzministers
Matthöfer (ein Ex-IG Metaller), der 1982
vorschlug, statt des Faktors Arbeit künftig
den Verbrauch von natürlichen Ressourcen
zu besteuern und auf diese Weise die Entstehung innovativer Industrien im Umwelt- sind. In einer Welt, die sich immer dynabereich zu begünstigen. Doch auch hier mischer verändert, kann man sich solche
waren Gewerkschaftsvorstände noch auf Innovationsbarrieren und Machtspielchen
zentralistische Großtechnikkonzepte fixiert, aber nicht länger leisten. Man muss die
damals gab es ja noch große Pro-Atomkraft- Strukturen, die so etwas fördern, auflösen
Demonstrationen des DGB. Umweltschutz und durch zeitgemäße Alternativen erwar in ihren Augen ein Jobkiller.
setzen, in denen zum Beispiel Sach- und
Deshalb wurden die Matthöfer-Vor- Entscheidungs-Kompetenz wieder zusamschläge, wie ein Historiker schrieb: „brutal menkommen.
niedergeknüppelt“ und auch unser ArMit anderen Worten: Den Wandel in der
beitskreis wurde verboten. Diese Borniert- Arbeitswelt müssen Gewerkschaften auch
heit der etablierten Politik führte damals bei ihren eigenen Abläufen und in ihrer
zur Entstehung der Grünen. Seinerzeit war „Innenarchitektur“ vollziehen. Auch sie köneine Kooperation mit dieser neuen Partei nen viel von den Strukturen und der Innobei Gewerkschaften sogar ein Kündigungs- vationskultur zeitgemäßer Netzorganisatigrund, man konnte so etwas nur underco- onen lernen und sich selbst entsprechend
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Gesprächspartner
Ulrich Klotz war nach dem Studium als Dipl.-Ing. der
Elektrotechnik / Informatik in Computerindustrie
und Werkzeugmaschinenbau sowie als Arbeitswissenschaftler an der TU Hamburg-Harburg tätig. Seit
den 1980er Jahren arbeitete er beim Vorstand der IG
Metall und als Stiftungs-Professor an der Hochschule
für Gestaltung in Offenbach im Themenfeld „Computer und Arbeit“ vor allem an der Entwicklung und
Förderung neuer Arbeits- und Organisationsformen
zur besseren Erschließung innovativer Potenziale. Als
langjähriger Berater des BMBF konzipierte und begleitete er mehrere große Forschungsprogramme zum
Thema „Arbeit und Innovation“. Derzeit ist er beim
Bundeskanzleramt Mitglied der Expertengruppe
„Zukunft der Arbeit“; ulrich.klotz@t-online.de
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