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Digitalisierung der Arbeitswelt: Der Mensch im Mittelpunkt! Doch wie

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Pressemitteilung
Nr. 16, Stuttgart, 28. Mai 2014
PERSONAL2014 Süd
Nachbericht PERSONAL2014 Süd
Digitalisierung der Arbeitswelt: Der Mensch
im Mittelpunkt! Doch wie kommt er hin?
Das Internet und moderne Technologien prägen unter dem Stichwort
Industrie 4.0 zunehmend die Produktion in Fabrikhallen. Unternehmen
wie IBM optimieren ihre Computerprogramme mit künstlicher
Intelligenz: Der Rechner „Watson“ kann heute schon Medizinern bei
Entscheidungen helfen. Google Glass oder Driverless Cars sollen
zukünftig menschliches Versagen weitgehend ausschließen – auch am
Arbeitsplatz. Das zeigt: Die Digitalisierung hat die Unternehmenswelt
massiv erfasst. Auf der Messe PERSONAL2014 Süd in Stuttgart
befassten sich deshalb kürzlich Aussteller und weitere Fachleute mit
den Folgen für das Personalmanagement.
Auf der traditionsreichen Messe präsentierten 298 Aussteller ihr aktuelles
Portfolio – deutlich mehr als im Vorjahr. „Der Softwarebereich war schon
immer stark vertreten. Nun konnten wir ihn noch weiter ausbauen“, betonte
Natascha Hoffner, Geschäftsführerin des Veranstalters spring Messe
Management, in der Eröffnungspressekonferenz. Neben klassischer
Personalsoftware für Endabrechnung, Personaldatenverwaltung und die
Zeitwirtschaft gehörten auf der PERSONAL2014 Süd mobile Anwendungen,
Lösungen aus der Cloud oder Dienstleistungen rund um Social Media zum
Angebot. Auch Dienstleistungen für Big Data eroberten den Markt.
Fachmessen für Personalmanagement
PERSONAL2014 Nord
CCH Hamburg,
6. bis 7. Mai.2014
PERSONAL2014 Süd
Messe Stuttgart,
20. bis 21. Mai 2014
www.personal-messe.de
Ihr Kontakt bei Rückfragen:
Stefanie Hornung
Telefon +49 621 700 19-205
Telefax +49 621 700 19-511
E-Mail s.hornung@messe.org
Petra Jauch
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Analytics und Big Data: Strategisch punkten?
Was in Sachen Big Data in der Personalarbeit derzeit schon möglich ist,
zeigte etwa der Aussteller IBM Deutschland. „Big Data ist der neue Rohstoff
des 21. Jahrhunderts“, betonte Sven Semet, Senior Account Executive des
Softwareherstellers. In den nächsten zehn Jahren sei ein 50-faches
Wachstum des weltweiten Datenvolumens zu erwarten. So wie der
intelligente Rechner Watson beim Rugby, wo Spieler entsprechende
Sensoren tragen, dem Coach Entscheidungshilfen für Auswechslungen
biete, könne das System auch als Talent-Strategie-Berater fungieren, wenn
es mit den nötigen Daten in Sachen Erfahrung, Skills oder AssessmentErgebnissen von Mitarbeitern „gefüttert“ werde. Eine wichtige Datenquelle
seien Mitarbeiterbefragungen: Ergebnisse aus besonders guten Abteilungen
ließen sich auf die ganze Firma übertragen.
„Es geht darum, vorhandene Daten zu erfassen und auszuwerten, um das
Engagement und die Performance der Mitarbeiter zu steigern“, so Semet.
Auch Führungsentscheidungen stelle dies auf neue Grundlagen. Außerdem
könnten Unternehmen damit ihre Servicequalität verbessern und Unfälle
reduzieren. Die Software sei inzwischen sogar in der Lage, bewusste
Falschangaben in Mitarbeiterbefragungen automatisiert zu erkennen. „Wenn
jemand sagt, er ist ‚nicht stolz auf das Unternehmen‘, aber gleichzeitig
angibt ‚ hier kann ich mich weiterentwickeln‘, passt das nicht zusammen.“
Personalverantwortliche und der Frosch im Wasserglas
„Studien zeigen jedoch, es verändert sich nur marginal etwas am
Softwareeinsatz im Human Resource Management“, erklärte Franz
spring Messe Management GmbH
Güterhallenstraße 18a
68159 Mannheim
Deutschland
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presse@messe.org
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Langecker, Chefredakteur mehrerer Personalzeitschriften im Verlag
Datakontext, der in seinem Messebeitrag aktuelle Digitalisierungstrends
skizzierte. Die Unternehmen seien offensichtlich mehrheitlich mit ihren
Systemen zufrieden. Doch dies könne sich in den nächsten Jahren rächen.
Insbesondere jüngere Generationen neigten zu „Consumerization“: Sie
erwarteten liebgewonnene Softwaresysteme aus dem privaten Umfeld auch
in der Firma. „Mit der Digitalisierung ist es wie mit dem Frosch im
Wasserglas: Wenn Sie einen Frosch in heißes Wasser schmeißen, hüpft er
wieder heraus. Wenn Sie aber den Frosch im Wasser erhitzen, bleibt er und
stirbt“, so der Kenner der Personalerszene an die Handlungsbereitschaft
seiner Berufskollegen. „Wir sind Teil des Systems, sollten aber trotzdem
aktiv werden.“
Fachmessen für Personalmanagement
PERSONAL2014 Nord
CCH Hamburg,
6. bis 7. Mai.2014
PERSONAL2014 Süd
Messe Stuttgart,
20. bis 21. Mai 2014
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Digitalisierung – Risiko oder Chance?
Die Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung sind unter
Personalverantwortlichen offensichtlich groß. „Es gibt die German Angst. Die
deutsche Geschichte und verschiedene Skandale der Vergangenheit haben
dazu beigetragen. Aber auch der Arbeitnehmerdatenschutz ist ein Thema“,
meinte Dr. Manteo Eisenlohr, Partner der Olswang Germany LLP, in einer
Podiumsdiskussion und fügte ein Beispiel hinzu: Ein Softwareprogramm,
das ein Kunde in den USA von einem Tag auf den anderen einführen
konnte, habe hierzulande wegen der rechtlichen Abwicklung und aufgrund
der Absprachen mit dem Betriebsrat 14 Monate bis zur Implementierung
gebraucht. In diesem Zusammenhang wandle sich die Rolle von
Personalern: „HR muss die Software-Produkte selbst verstehen, um adäquat
mit dem Betriebsrat zu verhandeln.“ „Den ganzen administrativen Kram
werden zukünftig die Softwaresysteme erledigen“, ergänzte Prof. Dr.
Wilhelm Mülder, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule
Niederrhein, einen weiteren Aspekt der Digitalisierung.
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Allein: Heute sind mehrheitlich Betriebswissenschaftler, Psychologen und
Soziologen in dem Berufsfeld aktiv. „Wir versuchen an der Hochschule
Software-Skills zu vermitteln, aber das ist ein bisschen wie Feuer und Eis.
Es gibt nicht genügend Studenten, die IT-Kenntnisse mitbringen“, berichtete
Prof. Mülder.
Recruiting: Von der Channel-Analyse bis zur mobilen Baustelle
Insbesondere in Sachen digitale Personalgewinnung gab es auf der Messe
Diskussionsbedarf. „Methoden von Recruiting und Matching unterliegen
einem großen Wandel“, konstatierte Patrick Baron, Principle Constultant von
HRpepper. Wohin sich das genau entwickle, sei noch nicht wirklich
absehbar, aber Trends würden allemal deutlich. „Es könnte sein, dass
zukünftig Führungskräfte rekrutieren und Personaler eher für die ChannelAnalyse zuständig sind, über die Betriebe gute Kandidaten heranziehen.“
Innerbetriebliche Personalsysteme lieferten meist nur „relativ arme
Informationen“. „Da darf ich gar nicht nach privaten Interessen fragen.“
Deshalb müssten Organisationsmodelle der Zukunft „Derivate“ wie Xing,
LinkedIn oder Facebook nutzen – für Recruiting und Talentmanagement.
Verbesserungspotenzial bietet vor allem das mobile Recruiting: „20 Prozent
der Zugriffe auf Jobbörsen erfolgt über mobile Endgeräte. Doch viele
Kandidaten landen im Bewerbungsprozess in der mobilen Sackgasse“,
sagte Dr. Ulrich Rust, Leiter Vertrieb von Jobware. Endstation sei bisweilen
schon auf der eigenen nicht mobil optimierten Karriereseite, häufig auch
beim Online-Stellenmarkt, der Anzeige selbst oder dem
Bewerbungsmanagementsystem. Doch es gebe Best-Practice-Beispiele,
etwa aus dem Hause Fresenius: Das Unternehmen zeige nicht nur rundum
ein gekonntes mobiles Bild. Möglich sei neben der One-Click-Bewerbung
über soziale Netzwerke auch die Fortsetzung des Bewerbungsprozesses
von zuhause aus, um Anhänge und Ähnliches weiterzugeben.
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Industrie 4.0 – eine Angelegenheit für Personaler?
Wichtige neue To-Dos ergeben sich für HR-Fachleute aktuell auch in der
Produktion. Gleichwohl lassen diese die Entwicklung hin zur Industrie 4.0, in
der Maschinen, Betriebsmittel, Lagersysteme und die Mitarbeiter zukünftig
softwaregestützt in Echtzeit miteinander kommunizieren sollen, noch häufig
links liegen. „In unseren Arbeitskreisen haben wir noch keinen einzigen
Personaler gesehen“, sagte Dr. Constanze Kurz vom Vorstand der IG Metall
auf dem Messepodium. Dabei gebe es viele Fragen, etwa wie eine
Qualifizierung aussehen könne oder wie die Arbeitsorganisation neu zu
gestalten sei. „Die Systeme können Befähiger oder Enteigner sein. Klar ist,
der Mensch soll im Mittelpunkt stehen. Aber wie kommt er da hin?“, so Kurz.
Ob Industrie 4.0 zu Personalabbau führen wird, scheint noch nicht
entschieden. „Durch Tablet-Bedienung oder die Datenbrille entstehen mehr
Kapazitäten ohne Leute. Beschäftigte müssten dann mehr IT-Kenntnisse
mitbringen – Lagerarbeiter haben dann keine Chance mehr“, zeigte sich
Eduard Altmann, Chefredakteur Fachzeitung Produktion, überzeugt. „Doch
wer trifft Entscheidungen bei Unsicherheit“, hielt Roetger Sander von der
Academy Weidmüller dagegen. „Man braucht höhere Flexibilität um
schneller auf Kundenwünsche einzugehen. Ingenieure und Techniker
müssen stärker interagieren. Das führt vielleicht auch zu mehr Personal.“
Arbeit macht mobil – auch in der Fabrik
Auch die Arbeitsorganisation steht im Zuge von Industrie 4.0 vor einer
Revolution. Denkbar ist offensichtlich nicht nur die Rückkehr von
Betriebswohnungen an den Fabrikstandort. „Mitarbeiter müssen nah
wohnen, da sie aufgrund der hohen Flexibilitätsanforderungen jederzeit
einsatzbereit sein sollten, aber in Zeiten von Leerlauf nach Hause geschickt
werden“, so Sander. Ein mögliches Szenario sei auch der
Bereitschaftsdienst in Freizeiteinrichtungen wie dem Schwimmbad. „Über
die Apps sollten mehrere Mitarbeiter angesprochen werden, so dass der
einspringt, der das gerade am ehesten machen kann“, regte Altmann an.
Fachmessen für Personalmanagement
PERSONAL2014 Nord
CCH Hamburg,
6. bis 7. Mai.2014
PERSONAL2014 Süd
Messe Stuttgart,
20. bis 21. Mai 2014
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Back to the Roots: Abendländische Philosophie für New Work
Der traditionelle Betrieb löst sich jedoch vor allem in der Wissensarbeit auf.
„Wir haben einen bunten Strauß an Mitarbeitern, die in der ganzen Welt
herumschwirren“, so Katharina Schmitt von der Zeitschrift Personalmagazin.
Führen von heterogenen Belegschaften, auch auf Distanz, gehört immer
mehr zur Realität – eine große Herausforderung für Führungskräfte. Den
Bedarf an Orientierung und passenden Leitplanken demonstrierte auf der
Messe PERSONAL2014 Süd beispielsweise der große Besucherandrang
beim Keynote-Vortrag von Prof. Dr. Dieter Frey von der Ludwig-MaximiliansUniversität München zum Thema ethikorientierte Führung.
„Wir haben viel Forschung zu den Erfolgsfaktoren von Führung gemacht –
es geht um das Dreieck Exzellenz, Nachhaltigkeit und Leistung und die drei
Vs Vorbild, Verantwortung und Verpflichtung. Meine Theorie ist, dass in der
abendländischen Philosophie das alles schon drinsteckt“, so der Professor.
Dies machte Frey an der Trias Karl Popper, Immanuel Kant und Hans Jonas
deutlich: Während Popper als wichtigster Philosoph der Neuzeit eine
Fehlerkultur und einen kontinuierlichen Prozess der Verbesserung fordere,
ziele Kant mit dem kategorischen Imperativ auf die Menschenwürde und
Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern. Jonas appelliere wiederum an die
Verantwortung – für den Planeten, Menschenwürde und unsere Umgebung.
Leadership ist wie eine zu kurze Bettdecke
„Der Witz ist: Die Umsetzung ethischer Prinzipien geht Hand in Hand mit
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ökonomischem Erfolg“, betonte Prof. Dr. Frey. Doch nur in 30 Prozent der
Unternehmen würde ethikorientierte Führung tatsächlich umgesetzt. „In den
übrigen Betrieben kommen die Begriffe auch vor, sind aber reine
Scheinheiligkeit.“ Dreh- und Angelpunkt seien dann doch nur die Zahlen, an
denen sich das Management orientiere. „Das ist eine große Heuchelei und
Doppelmoral – und noch dazu schädlich, denn der Markt fordert etwas
anderes ein.“ Alles was die Philosophen vorgedacht hätten, werde durch die
empirische Sozialwissenschaft gestützt. Es gehe darum, Fairness zu leben,
Fehler zu machen und jeden Tag wieder zu lernen. „Nobody is perfect. Das
Leben ist wie eine zu kurze Bettdecke. Aber ich brauche einen Kompass,
sonst komme ich nicht an.“
Fachmessen für Personalmanagement
PERSONAL2014 Nord
CCH Hamburg,
6. bis 7. Mai.2014
PERSONAL2014 Süd
Messe Stuttgart,
20. bis 21. Mai 2014
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Messe PERSONAL2014 auf Wachstumskurs
Die Messe PERSONAL war in diesem Jahr noch stärker mit der Messe
Corporate Health Convention verzahnt als bislang und belegte neben Halle
5 der Messe Stuttgart gemeinsam mit der Parallelmesse die Halle 7. Das
honorierten nicht nur die Aussteller. Auch die Zahl der Besucher konnte der
Veranstalter damit weiter steigern – auf 5.101. „Wir sind offensichtlich auf
dem richtigen Weg“, befand Nadine Jäger, Projektleiterin der
PERSONAL2014 Süd. „Deshalb möchten wir das Konzept auch im
kommenden Jahr so weiterführen. Wir sind dazu in vielversprechenden
Gesprächen mit weiteren Kooperationspartnern und Personalverbänden, um
die Messe stetig voranzubringen. Auch die erstmalig auf der PERSONAL
Süd platzierten Themenreihen ‚HR & IT‘ und ‚Corporate Learning & Working
Day‘ werden wir erneut anbieten.“
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Vom 19. bis 20. Mai 2015 kommt die Messe PERSONAL2015 Süd somit
wieder im engen Schulterschluss mit der Corporate Health Convention in die
Messe Stuttgart – dann in die Hallen 6 und 8.
Über die PERSONAL2014 Süd
Bereits zum fünfzehnten Mal drehte sich auf der Messe PERSONAL Süd
alles um die Personalarbeit in Unternehmen und Organisationen: Die
PERSONAL2014 Süd fand vom 20. bis 21. Mai in der Messe Stuttgart statt.
Neben einem umfassenden Vortragsprogramm inklusive mehrerer
Themenreihen gab es dort einen MeetingPoint zum thematischen Austausch
unter HR-Fachleuten. Die Messe verteilte sich über zwei Hallen. Aussteller
zu den Themen HR-Software und Personaldienstleistungen präsentierten ihr
Angebot in Halle 5. Das Thema Weiterbildung belegte gemeinsam mit der
parallel laufenden Messe Corporate Health Convention die Halle 7.
Weitere Informationen zur PERSONAL Süd sind unter www.personalsued.de erhältlich.
Über spring Messe Management GmbH
spring Messe Management veranstaltet Fachmessen für
Personalmanagement, Professional Learning, Corporate Health, Job and
Career und den Public Sector. Langjährige Messe-Erfahrung, thematische
Expertise und nachhaltige Kundenorientierung machen die springVeranstaltungen zu etablierten Branchenplattformen. Die Fachmessen aus
dem Hause spring sind Seismographen für neue Produkte, Ideen und
Managemententwicklungen. Das Tochterunternehmen der Deutschen
Messe AG ist in vier Ländern vertreten: Deutschland, Österreich, Ungarn
und Russland.
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