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Kapitel 5: Die SchwäPo heute, wer sie macht, wie sie gemacht wird

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33
Mit der Schlussakte der KSZE in Helsinki beginnt eine
Phase der Entspannung
zwischen Ost und
West.
Das Altenheim des Caritasverbandes im Grauleshof wird in
Aalen eingeweiht.
[ 1976 ]
[ 1975 ]
Während
seiner
BRD-Tour wird der
kritische Liedermacher Wolf Biermann
aus der DDR „ausgebürgert“.
[ 1976 ]
[ 1976 ]
Die DDR-Terroristin
Ulrike
Meinhof wird
erhängt in ihrer
Zelle aufgefunden. Anschläge
und Unruhen
sind die Folge.
LOKALES
„Härtsfeld“ oder „Unter der
Kapfenburg“, die tägliche Berichterstattung deckt möglichst alle Gemeinden ab.
LOKALES
Unter der Rubrik „Kochertal“
stehen Nachrichten, Berichte,
Geschichten aus Hüttlingen
und Abtsgmünd.
LOKALES
Die „Aalen1“ ist Aushängeschild der Lokalredaktion. Sie
führt durch das Blatt, wünscht
stets einen „Guten Morgen“.
LOKALES
Die „Aalen 2“ ist täglich bunt,
nimmt sich Zeit für Vereine
und Menschen und samstags
ist sie Sprachrohr des Spions.
LOKALES
Ergänzt wird das Angebot der
lokalen
Berichterstattung
durch „Kollektive“ zu Veranstaltungen oder über Firmen.
LOKALES
Der Blick auf Virngrund und
Ellwanger Berge deckt das Gemeinde und Vereinsleben bis
an die Kreisgrenze ab.
REGIONAL SPORT
Ergebnisse,
Spielberichte,
Hintergrundgeschichten – der
regionale Sport bietet sie täglich – montags noch mehr.
LOKALES
Die „Ellwangen 1“ ist lokale
Aufschlagseite in der Ellwanger Ausgabe und wird vor Ort
von einer Redaktion gemacht.
LOKALES
Unverrückbarer Bestandteil
des Lokalteils ist die tägliche
Geburtstagsrubrik unter dem
Titel „Wir gratulieren.“
Kapitel 5:
Die SchwäPo heute, wer
sie macht,
wie sie gemacht wird
Seiten 33 bis 40
34
[ 1977 ]
Die RAF ermordet den Arbeitgeberchef Hanns-Martin Schleyer, den Bankier
Jürgen Ponto und Staatsanwalt Siegfried Buback. Die
GSG 9 beendet die Flugzeugentführung in Mogadischu, die RAF-Gefangenen
Baader, Ensslin und Raspe
begehen Selbstmord.
Die Partnerschaft
zwischen Aalen
und St. Lô wird
begründet,
in
Wasseralfingen
eröffnet das Heimatmuseum.
Die Computerfirma Apple stellt
mit dem „Apple
II“ den ersten Personalcomputer
(PC) vor.
[ 1977 ]
Das Urweltmuseum im Alten Rathaus in Aalen wird eröffnet.
[ 1978 ]
[ 1977 ]
REGIONALE WIRTSCHAFT
Viel zu melden gibt es aus der
starken Wirtschaft Ostwürttembergs. Täglich über der
Börse stehen die Berichte.
OSTALB–KULTUR
Kulturell kennt die Ostalb keine Grenzen und diese Zeitung
auch nicht. Sie bringt Berichte
und Kritiken aus der Region.
FREIZEIT
Immer freitags und heiß ersehnt: Die Freitzeitbeilage mit
Veranstaltungskalender und
vielen Tipps.
JUGENDSEITE
Freche Texte, lustiges Layout –
die Seite greift auf, was die Jugend bewegt und wird von der
Jugendredaktion gemacht.
UNTERHALTUNG
Sudoku, Kreuzworträtel. Hägar, Roman, Fernsehtipp und
die Kinderecke – für manchen
ist das die wichtigste Seite.
WANN WAS WO
Einst als schwarzes Brett gestartet, bietet diese Seite heute
mehr als nur Veranstaltungsdaten in Kurzform.
OSTALB
Auf dieser Seite steht, was die
Gschwender genau so betrifft
wie die Neresheimer und vieles über die Region hinaus.
LOKALES/KOLLEKTIV
Großereignisse, Neubauten,
Tage der offenen Tür – diese
Seiten bieten den Akteuren
Gelegenheit, zu werben.
SONDER
Was die Region wirtschaftlich
über den Einzelbetrieb hinaus
zu bieten hat, zeigen die Sonderveröffentlichungen.
35
Als erster Deutscher nimmt der
DDR-Kosmonaut
Sigmund
Jähn
1978 an einem
Weltraumflug teil.
[1978]
Lothar Späth (CDU)
löst den wegen seiner
Urteile als Marinerichter in der NS-Zeit
umstrittenen
Hans
Filbinger als Ministerpräsident ab.
Johannes Paul II.
wird als erster NichtItaliener seit 456 Jahren neuer Papst.
[1978]
[1978]
BLICK1
Buntes aus der ganzen Welt hat
diese Seite im Blick – gute und
schlechte Nachrichten, Klatsch
und Tratsch und vieles mehr.
WIRTSCHAFT
Konjunkturdaten; Hintergründe
und Berichte über große Unternehmen aus der ganzen Welt bietet diese Seite.
SPORT
Weltmeisterschaften,
Europameisterschaften, Bundesliga – bedeutsame Sportereignisse und viele Ergebnisse bietet diese Seite.
[1979]
SÜDWEST
Was das Ländle bewegt, decken
die Südwestseiten ab, bringen Berichte, Nachrichten, Hintergünde
und mehr.
TITEL
Ein starkes Bild, das wichtigste Tagesthema, ein Kommentar und ein
langes, lokales Fenster – die Mantelseite der Schwäpo.
BRENNPUNKT
Hintergrundgeschichten, Fakten
übersichtlich aufbereitet – zu besonders spannenden Themen gibt
es einen Brennpunkt.
In Aalen wird
die
Innenstadt autofrei,
das SchubartMuseum am
Markt wird eröffnet.
BLICK2
Noch mehr Buntes, vor allem aber
ein ausführlicher Wetterbericht ist
das Merkmal dieser Seite, die täglich im Blatt angeboten wird.
36
Vertrieb
Florian Raab, Oliver Schmid, Thomas Holzwarth, Rita Pascher,
Alexandra Pisch, Gisela Bühler, Katharina Pugar, Tanja Remmler,
Kim Remmler, Carl-Peter Ihrig
nicht auf dem Bild: Friedrich Schied
37
Fibu, Personal, Controlling
Renate Arnold, Daniela Weiß, Maria Sachs, Antonie Steidle, Lena Geier,
Kerstin Bujk, Edith Buchegger, Andrea Wolf, Sonja Jarebica, Elke Braun,
Bettina Parbs, Helga Stahl, Ursula Zeipert, Sandra Fürst
nicht auf dem Bild: Nadine Aubele, Annemarie Baum, Cornelia Hirsch,
Tanja Hofmann, Gundula Puls, Jutta Schaupp, Ellen Starz, Ilse Weber
Das SchwäPo-Team 2008
Redaktion
Dr. Rafael Binkowski, Joachim Allgeier, Ulrike Wilpert, Dr. Rainer
Wiese, Oliver Giers, Anne Bieg-Schray, Fritz Wagner, Bea Wiese,
Edda Eschelbach, Andrea Kienle, Martin Simon, Julia Mayer, Ulrike
Schneider, Andrea Kombartzky, Susanne Pfauth
nicht auf dem Bild: Gerhard Oppold, Irene Diegel
Führungsrunde
Anzeigen
Bettina Dangelmayer, Rainer Deppner, Manfred Hirsch, Peter
Steinhülb, Edmund Weiß, Andrea Reinhardt, Hans-Otto Köhler,
Franz Wenzl, Nadine Weiß, Hildegard Schiele, Falko Pütz, Gisela
Vetter
SDZeCom 2
Gerhard Kieninger, Ethel Kurz, Elfriede Weickelt, Jörg Gschwinder, Inge
Födisch, Jürgen Stirner, Brigitte Halfar, Alfred Werner Angelika Bolz, Paul
Rohrbacher, Stefanie Zwerger, Bettina Opferkuch, Regina Müller, Markus
Sturm, Norbert Maier, Regina Leimann, Jutta Mast, Bastian Oelkuch,
Rosalie Duda
nicht auf dem Bild: Ibrahim El-Khorazati, Jürgen-Rainer Erfurth, Raimund
Gsell, Peter Hofer, Hermann Tausch, Renate Uhl,
Servicecenter
Inge Scherer, Irene Kinstler, Ingeborg Kluge, Luise Müller, Elsmarie Gentner, Margot Schaupp, Elisabeth Ludwig, Gisela Kland, Ursula Waldhausen, Isabell Hönl,
Monika Schmeizl
nicht auf dem Bild: Kerstin Schanda
OstalbMail
Die Namen in den Bildunterschriften gehören zu den Personen jeweils von links oben reihenweise nach rechts unten
Dr. Rainer Wiese, Franz Schwarz, Winfried Hofele, Falko Pütz, Thomas Holzwarth, Helmut Schray, Werner Gnieser, Michael Länge,
Thomas Lengersdorf, Bernhard Theiss, Ulrich Theiss
Redaktion Ostalb
Alexander Haag, Winfried Hofele, Manfred Moll, Wolfgang Nußbaumer, Anke Schwörer-Haag, Sascha Kurz, Anja Rettenmaier,
Bernd Müller, Werner Röhrich, Ute Rauer, Marie Enßle, Cordula
Weinke
Jugendredaktion
Larissa Hübener, Annette Volmer, Alexander Hauber,
Franziska Zinkstein, Lars Elsner, Carolin Deiß, Florian
Krach, Corinna Grabatin, Charlotte Theiss, Björn Elsner
nicht auf dem Bild: weitere 25 JuRe-Mitglieder
Drucker / Versand
Hans Seibert, Matthias Feiler, Sven Klement, Markus Track, Stefan Bauer, Sonja Di
Vita, Manuel Fischer, Ingo Rieger, Marcus Nikolaus, Hermann Apprich, Hans-Jörg
Hofmann, Sonja Favetta, Hiltrud Siegler, Helga Bieg, Ursula Winkler, Lothar Wengert,
Manfred Hauber, Hannelore Knobloch
nicht auf dem Bild: Roland Hartig, Mihaela Henne, Werner Ognibeni, Helmut Puls,
Bernhard Schips
Redaktion Ellwangen
und Blattplanung
Thomas Pinkow, Ernst Wagner, Gerhard Königer, Alexandra Rimkus, Fred Ohnewald
D
as Jubiläumsjahr 2008 der SchwäPo ist für unser Unternehmen das 17. – und in vielerlei Hinsicht ein Jahr der
Superlative: Wir erwarten das bislang erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte, sind wir doch an
mehreren Projekten beteiligt, die für den Wirtschaftsraum Aalen bedeutsam sind. So wurden unsere Maschinen
eingesetzt bei den Neubauten der Firmen Mapal in Aalen, Scholz in Essingen, Zeiss in Oberkochen, Voith in Heidenheim,
Alfing Kessler in Wasseralfingen, beim Umbau der SHW Gießerei in Wasseralfingen sowie bei den Neubauten der
Firma Kessler in Abtsgmünd, der ZF in Schwäbisch Gmünd, J. Rettenmaier & Söhne in Rosenberg, Ladenburger in
Kerkingen, Apprich in Böbingen, Kiener Maschinenbau in Lauchheim, Gaugler & Lutz in Ebnat, Holzbau Gold in
Neresheim, Schwenk in Mergelstetten, German Pellets in Herbrechtingen und vielen anderen namhaften Firmen in
Ostwürttemberg.
Im Lauf der Zeit ist das Unternehmen zu einer bekannten Größe geworden und soll in diesem Jahr die 200. Maschine
erhalten. Aber nicht nur das: Um den enormen Druck und die Mehrarbeit besser bewältigen zu können, wird noch
in diesem Monat der Spatenstich für ein Bürogebäude und für die Vergrößerung der
Maschinenhalle sein. Außerdem wird unser Team um einen Auszubildenden und eine
Mitarbeiterin im Büro ergänzt, erklärt Geschäftsführerin Edeltraud Mayer.
Und Betriebsleiter Erwin Mayer erklärt mit Blick in die Zukunft: Wir planen ein organisches
Wachstum, indem wir die bestehenden Geschäftsfelder ausbauen und um weitere
artverwandte Themen ergänzen. Indem sie unsere Systemdienstleistung in Anspruch
nehmen, sparen Anlagenhersteller vor allem Investitionen in Hightech-Geräte.
Marketing und Verlag
Thomas Lengersdorf, Werner Gnieser, Barbara Abele, Nina Hüftle, Tobias
Ullersperger
TBR
Marion Lindenlaub, Michael Stanislawski, Yvonne Walter, Rena- Michael Pitour, Rudi Czich, Hansjörg Schneider, Dr. Richard Klitzing, Helmut
te Heinrich, Rita Selig, Christine Gücklhorn, Susanne Kirchschla- Schray, Hubert Brenner, Claudia Eichele, Birgit Ulrich, Sabine Walny, Andreas
ger, Natalie Horlacher,
Wiens, Patrick Halfar, Sonja Rembold, Martina Schütt, Volker Hönl, Dr. Stefan
Dierkes, Dragan Vukelic, Dmitri Herdt, Isabelle Rietze, Matthias Hänle, Stefan
Weis, Christoph Lang, Annika Biekert
Nicht auf dem Bild: Fredy Ensslin, Simone Fuchs, Bert Kößler, Petra Seeh, Roland
Strobel, Georg Zeller
Bild hinten (von links):
Frau Stark, Frau Leinmüller, Herr Schäffauer.
Bild vorne (von links):
Herr Wendel, Frau Mayer, Frau Fleischer, Herr Vogel, Herr Mayer, Herr Hauschka, Herr Raab.
Wir sehen Wachstumschancen vor allem im Segment der hohen Arbeitsbühnen sowie
der Teleskopstapler als praktische Bauhelfer; hierfür haben wir ein eigenes Montageteam,
das wir laufend schulen und weiterbilden.
SDZ eCom 1
Heinrich Lommel, Wilfried Walther, Katja Göttfert, Joachim Schopf, Marion Amelung, Sibylle Nieß, Karin Schips, Alexander Rückle, Christine Jäger, Michael Wolpert, Friedhelm
Zenker, Kaspar Herdeg, Velebita Sperle, Dominika Schiele, Gudrun Deininger, Daniela
Mack, Jana Uhl, Monika Hauber, Simone Winter, Brigitte Gloning, Heinz-Dieter Huhnke,
Carmen Schneider, Niklas Döhring
nicht auf dem Bild: Wolfgang Dürr, Oliver Frömmer, Ulrich Fuchs, Jürgen Greß, Marion
Haberstroh, Monika Hahn, Mario Ilg, Henrike Kreft, Peter Laika, Holger Schmitt, Dieter
van der Baan, Stefanie Werner, Frieder Weyherter
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38
Nach dem Reaktorunfall in Harrisburg
(USA) gibt es auch in
Deutschland
Demonstrationen gegen
die Kernenergie.
[ 1979 ]
Nach dem Sturz des
Schah kehrt Schiitenführer Ajatollah
Khomeini aus französischem Exil zurück und ruft die islamische Republik
Iran aus.
[ 1979 ]
Eine Bohrung nach
Thermalwasser am
Heuchelbach ist erfolgreich, OB Ulrich Pfeifle nimmt
ein Bad im Thermalwasser.
[ 1980 ]
II ៑–––––––ឣ––
[ 1980 ]
II ៑–––––––ឣ––
[ BEGLEITER ]
[KOMPRIMIERT]
Dieter Kress
Ulrich Pfeifle
Geschäftsführer und
Gesellschafter MAPAL
Aalen
Während meiner 30-jährigen Amtstätigkeit als
Oberbürgermeister
der
Stadt Aalen war die
SchwäPo natürlich mein
täglicher Begleiter, meistens sehr wohlwollend,
manchmal etwas kritisch,
aber eigentlich immer fair.
Aber auch jetzt in meinem
neuen Lebensabschnitt
als interessierter Bürger
der Stadt Aalen und als
Rechtsanwalt lese ich natürlich täglich die SchwäPo, allerdings ist es nicht
mehr so aufregend, morgens zum Briefkasten zu
gehen und sie zu holen.
Ich wünsch der SchwäPo
weiterhin gute, interessierte Leser und einen ausgewogenen Journalismus.
Ronald Reagan
besiegt US-Präsident
Jimmy
Carter und wird
der 40. Präsident
der USA.
Ausbildungsabteilung
Digitaldruck
Julia Borrusch, Carolin Dreher, Florian Schütte, Melanie Kurz, Thomas Franz Schwarz, Bruno Gloning, Martin Entenmann, FloriRosner, Anja Bührle, Simon Stefaner, Marion Baumann, Larissa Hübener, an Schwarz, Frederic Steeger, Michael Klasche, Thorsten
Yannick Jakob, Sophie Heinz, Patrick Halfar, Annette Hörsch, Daniel Hän- Lang, Gabriele Fuchs, Jochen Seuffert, Michael Uhl
le, Lilja Reimchen, Sibylle Kohnle, Michael Leimann
nicht auf dem Bild: Tatjana Drabek, Susanne Herden, Anja Thorwart,
Marcel Wacker, Melanie Wahl, Stefanie Waizmann
Zunächst
herzlichen
Glückwunsch der SchwäPo zum 60jährigen Bestehen. Als alter Aalener, der
seit nunmehr 58 Jahren in
Aalen wohnt, habe ich natürlich immer gerne die
Schwäbische Post gelesen
und tue das auch heute
noch. Ich schätze insbesondere den lokalen Teil
der mich sehr gut informiert. Aber darüber hinaus bietet die Schwäbische Post auch Informationen über das Weltgeschehen an in einer kurzen komprimierten Form,
die ich sehr schätze. Und
so lese ich morgens als erste Zeitung die Schwäbische Post.
39
1980 schließen sich die
grünen Landesparteien dann mit anderen
Gruppen aus der Frauen- und der alternativen Bewegung zur
Bundespartei
„Die
Grünen“zusammen.
Bundespräsident Carl Carstens
(CDU)
durchwandert
den Ostalbkreis.
[ 1981 ]
[ 1980 ]
[ 1981 ]
Planung
Thomas Pinkow besieht sich blattbestimmende Anzeigen.
Thomas Pinkow und Ernst Wagner
sind die „Blattplaner“: Sie tragen im
Voraus zusammen, wie viele Seiten
Anzeigen es ungefähr geben wird,
wieviel Platz die Lokalredaktionen
und die einzelnen Ressorts brauchen und haben die Seitenanmeldung der
Zentralredaktion aus Ulm. Daraus erstellen sie am Bildschirm den „vorläu-
figen Blattspiegel“. Der ist nicht aus
Glas, sondern aus Papier, und zeigt
das zunächst noch grob gezeichnete Gesicht der nächsten Ausgabe:
welche Themen auf welcher Seite
stehen.
Bereits am Nachmittag gegen 15
Uhr wird aus dem „vorläufigen“ ein
„endgültiger Blattspiegel“. Und
wenn das geschafft ist, machen sie
sich gleich wieder an den „vorläufigen“ der übernächsten Ausgabe.
21 Stunden Arbeitsablauf
Vortag um 9 Uhr beginnt die Planung.
Auch der Chef vom Dienst der Redaktion kommt um diese Zeit. Die Redaktionskonferenz tagt um 9.45 Uhr, dann
beginnt für alle das Tagwerk. Bis
abends um 19 Uhr werden Anzeigen
entgegengenommen und der Spätredakteur kann bis um Mitternacht noch
aktuelle Nachrichten einrücken.
in Ellwangen gibt es
einen Großbrand auf
dem Schloss.
[ 1981 ]
Anzeigen
Platz in der Zeitung ist auch
käuflich, zu Werbezwecken allerdings nur (Ausnahme: Familien und Glückwunschanzeigen). Ob man dazu „Inserat“
oder „Anzeige“ sagt, ist dabei
zweitrangig. Nicht nur der Platz
wird dabei verkauft, sondern
auch die grafische Gestaltung,
Redaktion
Drei von 24 Stunden geschieht nichts bei der Zeitungsproduktion
Wenn die Schwäbische Post morgens
um 6 Uhr im Briefkasten steckt, hat genau diese Ausgabe eine etwa 21-stündige Entstehungsgeschichte hinter
sich.
Auf dieser und der folgenden Seite
soll der Herstellungsprozess erklärt
werden, mit seinen vielen Rädchen,
die ineinandergreifen. Spätestens am
In Bonn findet
die bisher größte
Demonstration
der Friedensbewegung
gegen
den NATO- Doppelbeschluss mit
300.000 Teilnehmern statt.
Um 17. 30 Uhr trifft sich die Redaktion
und bespricht, was noch zu tun ist.
Die Redaktion füllt die Zeitung mit
Nachrichten, Berichten und Reportagen.
Dabei versucht sie ständig, sich an den
Interessen der Leserinnen und Leser
auszurichten. Was ist neu?, was ist wichtig?, was ist etwas Besonders? – Fragen
dieser Art bestimmen den Arbeitsalltag
in der Redaktion.
Eingesandte Texte werden gesichtet
und bearbeitet, eigene Texte geschrie-
die sich nach den Wünschen
der Kunden richtet. Wer immer
für etwas werben will, ob für
den Verkauf oder Besuch einer
Veranstaltung, für den wird’s
interessant, zu inserieren.
Die kompletten Seiten oder
Streifen bzw. Ecken, auf denen
Anzeigen platziert werden, gehen in die Planung des Umfangs auch der redaktionellen
Inhalte ein.
ben. Zu welchem Artikel kommt ein
Foto oder eine Grafik? Wird ein Beitrag
oben auf der Seite platziert („Aufmacher“) oder weiter unten? Wie viele
Spalten ist er breit?: Die Redaktion trifft
viele Entscheidungen, die aufgrund
aktueller Ereignisse nicht selten mehrfach täglich korrigiert werden müssen.
Fertige Berichte über wichtige Ereignisse werden von der Redaktion ins Internet gestellt, wo sie auf der Heimseite
der SchwäPo (www.schwaepo.de) gelesen werden können.
Das gesamte Team vom Salon Schnee
gratuliert der SchwäPo zum Jubiläum!
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Im Schwörturm
40
Die sozialliberale Koalition
zerbricht, Helmut
Kohl
(CDU)
wird
neuer Bundeskanzler.
In Ellwangen wird
das neue Wellenbad eröffnet. Dr.
Stefan
Schultes
wird neuer OB.
[ 1982 ]
[ 1982 ]
[ 1982 ]
Nachdem die argentinische Militärjunta die FalklandInseln besetzt hat,
erobert Großbritannien die Inseln zurück. Es gibt 1000
Todesopfer in drei
Monaten.
Vorstufe
Gänßler
Müsste korrekt „Druckvorstufe“
heißen; in früheren Zeiten zusammengefasst unter dem Begriff „Setzerei“.
Schriftsatz machen heute die Re-
daktion und die Anzeigenleute
selbst. Die „Vorstufe“ beschäftigt
sich vor allem mit grafischen Dingen: digitale Bildbearbeitung, Wetterkarte, Grafiken, Herstellung und
Platzierung von Anzeigen. Die
Druckvorstufe ist Dienstleister der
Redaktion und Anzeigenabteilung.
Alles Gute zum
60-Jährigen
und mindestens
weitere
60 Jahre!
0 73 61 / 4 48 11
[ 1983 ]
Herstellung
Druck
Wenn der Hersteller abends an
seinem Computer eine bestimmte Tastenkombination bedient,
wird eine Druckplatte belichtet.
Vor diesem relativ einfachen Befehl war’s etwas komplizierter: In
Absprache mit der Redaktion, besonders mit dem Chef vom
Dienst, hat der Hersteller die Zeitungsseiten am Bildschirm aufgebaut. Jede Änderung macht er
mit, wirft raus, baut um und gibt
Tipps zur grafischen Gestaltung.
Die SchwäPo wird auf einer Offset-Rotationsdruckmaschine gedruckt. Die Drucker montieren je
zwei Druckplatten im Halbkreis
auf einer Rolle, sodass bei einer
Umdrehung zwei Seiten auf einmal gedruckt werden. Maximal
vier mal zwei Druckplatten passen auf eine Rolle. Die Druckplatte wird mit einer Rakel eingefärbt
und gibt die Farbe weiter an eine
Gummiwalze, die ihrerseits die
Farbe aufs Papier bringt.
Schließlich werden die Papierbahnen geteilt, gefalzt und jedes
einzelne Exemplar abgeschnitten.
Bis zu 30 000 Exemplaren in einer
Stunde kann die „MAN Mediaman“ ausspucken.
Operating
Alexander Rückle, Bildbearbeitung, prüft ein digitales Foto.
Großdemonstration in Mutlangen gegen die
Stationierung
von Pershing-IIRaketen,
auch
Heinrich Böll ist
in Mutlangen.
Gerhard Kieninger oder Peter
Hofer übernehmen fertige Zeitungsseiten der Zentralredaktion
aus Ulm. Die Übernahme findet
heute am Bildschirm statt. Vierfarbige Seiten werden danach im
1:1-Format auf dem „Plotter“ ausgedruckt, um zu kontrollieren, ob
alle Daten angekommen sind.
Dasselbe geschieht mit den von
der Redaktion produzierten Seiten und den Anzeigenseiten.
Versand
Rainer Erfurth kontrolliert eine frisch ausbelichtete Druckplatte.
Plattenkopie
Seit einigen Jahren werden die
Druckplatten aus Aluminium im
„CTP-Verfahren“ belichtet. Was
heißt: „computer-to-plate“, also
direkt vom Rechner auf die Platte:
Kein Umweg mehr über einen
Film, keine chemische Filmentwicklung, kein Problemmüll. Die
Aluminiumdruckplatten sind so
beschichtet, dass sie keine wasserlösliche Druckfarbe annehmen.
Mit der Belichtung und anschließenden Fixierung wird die Schicht
so verändert, dass Farbe transpor- Stefan Bauer bestückt die Rotationsmaschine mit Druckplatten.
tiert wird.
Austräger
Kaum sind die Zeitungen geIn aller Herrgottsfrühe sind sie
druckt, schon dürfen sie Achterunterwegs: Frauen und Männer,
bahn fahren. Auf einem Fließdie die SchwäPo zu Ihnen nach
band („Ferrag“) werden sie einHause bringen. Meistens mit eizeln festgeklammert und kurvennem Handwagen bewegen sie direich in die Versandhalle expecke Pakete, die umso dünner werdiert. Dort werden, automatisch
den, je mehr Zeitungsrollen und
oder auch per Hand, WerbebeilaBriefkästen sie bestücken. Seit eigen eingelegt und dann Zeitungsniger Zeit nehmen sie auch Post
pakete gepackt, genau abgezählt
mit von „OstalbMail“, einer Unterfür die Austrägerin gesamten Vernehmenstochter der Schwäbibreitungsggebiet.
Kurierfahrer
schen Post. Ziel des Zeitungsverübernehmen dann die Pakete
triebs ist, bis spätestens morgens
und liefern sie den Austrägern „Ferrag“ nennt sich das Fließband, das Zeitungen von der Druckma- um 6 Uhr die SchwäPo überall zunach Hause.
gestellt zu haben.
schine in die Versandhalle transportiert.
41
Bundeskanzler
Helmut
Kohl
wird 1983 bei der
Wallfahrt
auf
dem Schönenberg begrüßt.
[1983 ]
Der „Stern“ kündigt
die Veröffentlichung
von
Tagebüchern
Adolf Hitlers an und
beginnt mit deren Abdruck. Am 6. Juni werden die Tagebücher als
Fälschung entlarvt.
Der Flick-Konzern
hat alle Parteien zur
„politischen Landschaftspflege“ bestochen.
Wirtschaftsminister
Otto Graf Lambsdorff (FDP) tritt ein
Jahr später zurück.
[ 1983 ]
[ 1983 ]
In Aalen werden das Torhaus und weitere Teile der
Fußgängerzone eingeweiht.
[ 1984 ]
II ៑–––––––ឣ––
[ KOMPETENT ]
Kap
Zum itel 6
und Geb :
Ge über urtsta
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Firm Bl age m re
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41
bis
48
Joachim Mei
Vorstand VR-Bank
Als große regionale Genossenschaftsbank schätzen
wir die SchwäPo als kompetenten Informationsund Ratgeber für die ganze
Region Ostwürttemberg.
Auch die Kolleginnen und
Kollegen der SchwäPo
sind für uns immer kompetente und freundliche
Ansprechpartner, die uns
jederzeit mit Rat und Tat
zur Seite stehen. Herzlichen Glückwunsch.
1948 – da war doch sonst noch was...?
Ein wildbewegtes Jahr von der Augsburger Puppenkiste bis zur hochbrisanten Berlinblockade durch die Sowjets
1948 war ein überaus geschichtsträchtiges Jahr; nicht nur die
SchwäPo erblickte damals das
Licht der Welt. Viele andere Ereignisse – zum Teil weltbewegender,
zum Teil auch weniger bedeutungsschwerer, aber dafür unterhaltsamer Art – machten im
wahrsten Wortsinn Geschichte...
FRED OHNEWALD
Der Zweite Weltkrieg war gerade
mal drei Jahre vorbei und die Welt
versuchte, den Blick wieder nach
vorn zu richten. Die drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands vereinigten sich zur Bundesrepublik, und im selben Jahr
wurde der Staat Israel gegründet;
beides Reaktionen auf die furchtbaren Jahre.
Die Sowjets riegelten 1948 Berlin
ab, die Amerikaner richteten im
Gegenzug die berühmte Luftbrücke der „Rosinenbomber“ ein:
Aus den Waffenbrüdern USA und
UdSSR wurden damit die Hauptprotagonisten des Kalten Krieges
1948 brachte unter anderem die „Bunte“ samt „Bambi“, Prinz
Charles, Joschka Fischer, Georg Brunnhuber, die Fernbedienung,
Scrabble, die Währungsreform – und natürlich die SchwäPo hervor.
(Kollage: new / Fotos: new, rat, Clarence House, Bunte, Bundestag)
mit Berlin als Premierenbühne
und potenziellem Pulverfass.
Das Leben abseits der großen
Politik gestaltete sich weniger dramatisch und vor allem weniger
gefährlich, darüber hinaus für die
Menschen ungleich vergnüglicher. Ferrari richtete seinen ersten Formel 1-Rennstall ein, die Vinyl-Schallplatte kam auf den
Markt und verdrängte rasch die
schweren
Schellack-Scheiben,
Porsche ließ mit dem 356 Nr. 1
Roadster das erste Auto mit Namen „Porsche“ auf die Straße,
und die Währungsreform in Westdeutschland sorgte für die Grundlage dafür, dass die Menschen all
das auch irgendwann würden genießen können. Farbe ins Leben
brachten auch neue Zeitschriften,
so erschien denn erstmals auch
die „Bunte“, damals und bis 1954
noch als „Das Ufer“, und verlieh
in diesem Jahr 1948 auch gleich
das erste „Bambi“, dessen Nachkommen bis heute die Prominenz
beglücken.
Weltbewegend:
Die
MaxPlanck-Gesellschaft wurde ge-
gründet, ebenso die Weltgesundheitsorganisation WHO, und die
Vereinten Nationen beschlossen
die Allgemeine Erklärung der
Menschenrechte.
Für viele noch bewegender: Die
Fernbedienung wurde erfunden
und machte damit das Sofa noch
viel gemütlicher, ebenso kam das
Spiel „Scrabble“ auf den Markt,
die Augsburger Puppenkiste
nahm ihren fröhlichen Betrieb auf
und, etwas ernsthafter – meist jedenfalls – , die Kreuzgang-Festspiele Feuchtwangen.
Und wer da alles zur Welt kam:
die Politiker Al Gore, Joschka Fischer, Ulrich Maurer und Georg
Brunnhuber zum Beispiel – was
für eine Kombination –, aber auch
die
Fußballstars
„Katsche“
Schwarzenbeck (West) und Jürgen Sparwasser (Ost), der 1. FC
Köln entstand als Verein.
Und nicht zu vergessen: Prinz
Charles, SchwäPo-Mitverleger Ulrich Theiss und Chefredakteur
Rainer Wiese wurden geboren –
hano, 1948 hatte wirklich allerhand zu bieten...
42
Bundeskanzler Helmut Kohl und der
französische Staatspräsident François
Mitterrand gedenken in Verdun gemeinsam der Toten
beider Weltkriege.
Philipp Jenninger
aus Rindelbach wird
neuer Bundestagspräsident. Er tritt
1988 nach einer
missverständlichen
Rede über die NSZeit zurück.
Richard von Weizsäcker (CDU) wird über
Parteigrenzen hinweg
zum neuen Bundespräsidenten gewählt.
[ 1985 ]
[1984]
[ 1984 ]
[ 1984 ]
Die Limesthermen in Aalen
werden offiziell
eingeweiht.
Spitze Zungen, Musik und das große Basteln
Beim Leserfest am Samstag, 26. April, von zehn bis zehn im Haus und Hof der SchwäPo ist Einiges geboten
Man nehme: volkstümliche und
funkige Musik, schlagfertige Comedy, einen Schnellzeichner und
lustige Artisten. Man kombiniere
es mit einem runden Geburtstag
eines Medienunternehmens, das
zu seinem 60-jährigen Bestehen
Haus und Hof öffnet. Und fertig ist
das große Leserfest der Schwäbischen Post. Am Samstag, 26. April,
ist für alle – Kinder und Erwachsene, egal welches Alter – jede Menge geboten.
ANJA RETTENMAIER
AALEN Wie Zeitung gemacht
wird, können unsere Gäste beim
großen Leser- und Familienfest in
der Bahnhofstraße erfahren.
Rundgänge durch die technischen Abteilungen kann man unternehmen, den Redakteuren in
der gläsernen Redaktion über die
Schulter schauen und jeder der
möchte, kann auch auf seiner persönlichen Titelseite landen. Eine
Sonderzeitung berichtet regelmäßig neues vom Fest.
Umfangreich ist auch das Angebot für Kinder: Erzieherinnen arbeiten mit den Kindern und Papier. So werden Drucke angefertigt, Papier gefaltet und die eigene
Zeitung gebastelt. Dazu gibt es einen Malwettbewerb und das
„Große Basteln“. Schminken und
Painting darf natürlich für die
kleinen SchwäPo-Gäste nicht fehlen. Eigene Bestuhlung und ein
separater Bereich mit Zäunchen
lassen das Kinderprogramm zum
Highlight für die kleinen Gäste
werden.
Beim kulinarischen Markt gibt
es Leckeres aus Pfanne, Kochtopf
und vom Grill.
An musikalische und komödiantischer Unterhaltung fehlt es
ebenfalls nicht:
Blues unter die Gäste zu bringen.
Die vier Aalener Musiker haben
kürzlich wieder ein neues Album
veröffentlicht, mit dem sie ihre
Vielseitigkeit demonstrieren.
ɀ Lee Mayall und seine Band haben von 21 bis 22.30 Uhr ihren
Auftritt. Lee Mayall bringt mit seinem Saxofon nicht nur die Musikstücke, sondern auch das Publikum zum Kochen. Der Neffe der
Blueslegende John Mayall entlockt seinem Instrument heiße
Sounds.
Neben diesem Programm wartet das Leserfest noch mit Überraschungen auf. Auf dem SchwäPoGelände sind nämlich auch noch
Komiker, Walking-Acts, Artisten,
Ballon-Künstler, ein Ein-MannComedy-Solo-Orchester und der
Schnellzeichner Gero Hillinger
unterwegs. Also – verpassen Sie
dieses Fest nicht. Ihnen würde
einfach zu viel entgehen.
ɀ Die Original Härtsfelder Musikanten spielen von 10 bis etwa
12.30 Uhr volkstümliche Musik.
Das Repertoire des versierten Orchesters reicht von der böhmisch
-mährischen Blasmusik bis hin zu
den Ohrwürmern der Schlagerszene.
ɀ Die Big Band der Musikschule
Aalen bringt von 12.45 bis 13.50
Uhr Schwung in die Bude.
ɀ Von 14 bis 14.45 Uhr unterhält
der „Cantiamo“ – der junge Chor
des Liederkranzes Unterkochen
mit jugendlicher Frische.
ɀ „D’Bronnweiler Weiber“ aus
Reutlingen treiben von 15 bis
15.30 Uhr mit ihren spitzen Zungen und amüsanten Liedern ihr
Unwesen. Friedel Kehrer und
Spielen Open-Air am Abend beim großen Leser- und Familienfest der Schwäbischen Post: Lee Mayall und
seine Band. Und sie sind nur ein Teil des vielfältigen Programms.
Mary Lutz haben kernige Sprüche
drauf, die sie knochentrocken
präsentieren.
Inge Brenner und Bettina Baumann tratschen sich von 16.45 bis
17.15 Uhr durchs Stadtgespräch.
ɀ Die Percussion Gruppe der Musikschule Ellwangen zeigt von 16
bis 16.30 Uhr ihr einschlägiges
Können.
ɀ Vor der schönen Klothilde und
ihren treffsicheren, lustigen Sprüchen muss man sich von 17.15 bis
17.35 Uhr in Acht nehmen.
Herzlichen Dank für die
jahrelange gute Zusammenarbeit
und herzlichen Glückwunsch
zum Jubiläum!
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ɀ Dann wird das Leserfest wieder
musikalisch. Von 17.30 bis 18.30
Uhr schlagen Stefan Frank und
seine Bandkollegen jazzige Töne
an.
ɀ „Funkholish“ tritt um 19 Uhr
an, um Funk, Soul, Rock und
■ Parken Kostenlose Parkmöglichkeiten gibt es auf
dem SchwäPo-Gelände und
bei der Firma Zeiss sowie in
der Schleifbrückenstraße von
zehn bis zehn. Im Parkhaus
am Bahnhof können Besucher des Leserfestes von 10
bis 18 Uhr kostenlos parken.
43
In dem Kernkraftwerk
Tschernobyl nördlich
von Kiew schmilzt der
Reaktorkern und verursacht die bisher
größte Katastrophe in
der Geschichte der
friedlichen Nutzung
von Atomenergie.
[ 1986 ]
Die Stadt Ellwangen
kauft
das Palais Adelmann, um es für
die Stadtbibliothek und kulturelle Veranstaltungen zu nutzen.
Zehntausende kommen nach Bopfingen,
um 175 Jahre Ipfmesse, 100 Jahre Stadtkapelle und 125 Jahre
Turnverein zu feiern.
[ 1986 ]
[ 1986 ]
[ NUR
ÜBERSCHREIBEN
] ]
DIE SCHÖNE
KLOTHILDE
Die
Klothilde
alias
Inge Brenner
Dieschöne
schöne
Klothilde
Ort
Waldhausen
Ortmager
mager
Mit der SchwäPo bischt einfach in, ne andere Zeitung hat
für mich gar keinen Sinn. Mei
Frühstücksqualität wird erhöht, Sie verstehn, und ausserdem muss mei Mann mich
ungeschminkt nicht sehn. Die
SchwäPo informiert mich früh
am Morge, ganz hinten kann
ich lese: bin ich schon gestorbe? Mei Mo fangt vorne an
und i hinte in der Mitte tun wir
uns dann finde, dann tausche
wir die Seite aus, mein Mo
nimmts mit, i les zuhaus. Vor
allem hat sie da ein gute
Zweck, die Zeitung schenkt
man nicht so weg. Zum
Schuhausstopfe und Salateinwickle dient sie allemal, ja die
SchwäPo ischt einfach genial.
Ohne die bischt nicht gebildet,
ein Hoch auf die SchwäPo sagt
die Schöne Klothilde.
[ SOMMERFRISCHE ]
Katharina Kreuzhage
Intendantin
Sie sehe mich in der Sommerfrische. Ich mache sozusagen
Urlaub von und Urlaub mit
der SchwäPo. Selbstverständlich habe ich immer eine aktuelle Ausgabe dabei. Die hat
man in einer Wanderpause
schnell mal durchgeblättert,
da weiß man ganz genau, was
in Aalen passiert oder nicht,
wenn man selbst nicht da ist.
Wenn man einen Rest von
der Butterbrezel hat, kann
man den gut in die Zeitung
einschlagen, dann ist er morgen noch frisch. Und wenn
mich ein menschliches Bedürfnis überkommt, dafür
habe ich selbstverständlich
eine Rolle Clopapier dabei. In
diesem Sinne: Alles gute zum
Geburtstag.
[ 1987 ]
Die Autobahn A 7
wird eröffnet, sie
bindet die Ostalb
besser an das Fernstraßennetz an.
Von Anfang an
Erste Leser: Berta und Siegfried Kieninger
Berta und Siegfried Kieninger dürfen sich zu den ersten Lesern der
Schwäbischen Post zählen. Denn
direkt nach ihrer Hochzeit vor 60
Jahren haben sie die SchwäPo
abonniert, die damals noch in den
Kinderschuhen steckte.
JULIA MAYER
AALEN Berta und Siegfried Kieninger kennen sich schon seit
dem Kindergarten. Beide feiern
im Mai den 84. Geburtstag. Und
im Sommer feiern sie Diamantene Hochzeit – mit ihren vier Kindern Gerhard, Martin, Eva-Maria
und Regine, acht Enkeln und vier
Urenkeln.
Vor 60 Jahren, am 19. Juli, haben
Berta und Siegfried Kieninger in
der Aalener Marienkirche geheiratet. Dann haben sie die Schwäbische Post abonniert. „Eigenes
Heim, eigene Zeitung. Das war
eine Selbstverständlichkeit“, sagt
Siegfried Kieninger. Eine andere
Zeitung kam überhaupt nicht in
Frage – schließlich arbeitete sein
Bruder Ottmar Kieninger als
Nachtschichtleiter bei der SchwäPo. Auch sein Sohn Gerhard Kie-
ninger sollte zur SchwäPo gehen.
„Er ist jetzt auch schon 45 Jahre
dabei“, erzählt der Vater stolz. Der
83-Jährige betont: „Die ganze Familie hatte immer eine gute Beziehung zur SchwäPo.“
Besonders interessiert sich Siegfried Kieninger für die Lokalberichterstattung. Er ist in der Aalener Innenstadt aufgewachsen
und fühlt sich der Stadt verbunden, möchte wissen, was es Neues
gibt. Ebenso gerne liest er den
Sportteil. Denn Sport hat im Leben der Kieningers stets eine große Rolle gespielt – ob Leichtathletik, Fußball, Tennis, Volleyball,
Schwimmen, Kegeln, Skifahren,
Langlaufen oder Wandern.
Als Leiter der Bahnbetriebswerk-Außenstelle von 1976 bis
1986 und als jahrelanger Vorsitzender der „Aktion 23029“, die
sich um die Dampflok beim Berufsschulzentrum kümmert, war
der „alte Eisenbahner“ Kieninger
immer wieder auch gefragter Ansprechpartner für Journalisten.
Zurzeit wohnen Berta und Siegfried Kieninger im Albstift.
„Selbstverständlich“ gehört auch
dort zu jedem Frühstück die
SchwäPo.
Eine andere Zeitung als die Schwäbische Post kam für die Kieningers
nie in Frage. Sie gehören zu den ersten Lesern. (Foto: Oliver Giers)
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44
45
Kurz vor der Wahl wird
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Uwe Barschel
(CDU)
eine
Schmutzkampagne gegen Björn Engholm vorgeworfen. Im Oktober
wird er tot in einem Genfer Hotel gefunden.
Das Besucherbergwerk Tiefer Stollen
in Wasseralfingen
wird eröffnet.
[ 1987 ]
[ 1987 ]
Michail
Gorbatschow ruft in der
Sowjetunion Glasnost und Perestroika aus, Reformen
beginnen.
[ 1987 ]
In Bopfingen wird
das Museum im
Seelhaus eröffnet.
SchwäPo und Stadtverwaltung im Derby
Fußballspiel zur Eröffnung des VfR-Platzes – Geschichten aus den Anfangsjahren der Schwäbischen Post
Drei Lokalitäten markieren die Geschichte der Schwäbischen Post,
die 1948 als erste Zeitung nach
dem Krieg in Aalen von der US-Besatzungsmacht die Lizenz erhielt:
Die Remonte, das Haus Bären in
der Innenstadt und dann das heutige Verlags- und Druckhaus in
den einstigen Baulichkeiten der
Ketten- und Drahtwerke (Kedra)
an der Bahnhofstraße.
ERWIN HAFNER
Von dem Team, das 1948 die
SchwäPo mit aufbaute, sind nur
noch drei Personen am Leben:
Lise Michalsky (85) und das Ehepaar Konrad (86) und Gertrud (79)
Miller.
Die aus Wasseralfingen stammende und heute dort noch wohnende Lise Michalsky (Schwester
des Pfarrers und Malers Sieger Köder) wurde damals Sekretärin von
Dr. Binkowski, später von Dr.
Konrad Theiss, dem Mitherausgeber der Zeitung.
Gertrud Miller, geb. Scholl, wurde vom ersten Lizenznehmer und
Verleger Dr. Johannes Binkowski
als Sekretärin für die FeuilletonRedaktion eingestellt. Ihr späterer
Mann, Konrad Miller, war vom Jugendbund Neudeutschland (ND)
her eng mit Hans A. Bausch befreundet, der in der Lokalredaktion seine ersten Sporen als Journalist verdiente, was er auch später,
nachdem er Intendant des Süd-
Das SchwäPo-Team bei der Eröffnung des VfR-Platzes im Rohrwang im Herbst 1949 gegen die Stadtverwaltung - von links: Dr. Johannes Binkowski (Verleger), Heinz Schwarz (Druckereileiter), Dr. Hermann
Baumhauer (Feuilletonchef), H. Wagenblast (Vertrieb), Josef Härle (Leiter der Sportredaktion), Dr. Konrad Theiss (Verleger), Konrad Miller (Sportredaktion), Dr. Hans Bausch (Chef der Lokalredaktion), H. Veile
(Verlagsleiter), H. Weidenbacher (Buchhalter), und Karl Manz (Fernschreiber).
(Repro -afn-)
deutschen Rundfunks geworden
war, immer wieder mit gewissem
Stolz betonte.
Nach seiner Aalener Zeit promovierte Bausch in Tübingen,
wurde dann Pressesprecher der
CDU-Landtagsfraktion
und
schließlich Mitglied des Landtags,
ehe er an die Rundfunkspitze be-
rufen worden war.
Der spätere Schulrektor, CDUStadtrat und CDU-Kreisvorsitzende Konrad Miller erwies sich
für die Redaktion als unersetzlicher Ratgeber, war er doch der
einzige Aalener. Er wusste den
„Reingeschmeckten“ die lokalen
Besonderheiten und Hintergrün-
Richard Scheuber
Ottmar Kieninger an seinem Arbeitsplatz in den frühen 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Kieninger saß, wie man es
aus dem US-amerikanischen Zeitungsfilmen kennt, in einem
„Glaskasten“ und hatte alles im
Blick.
Ottmar
Kieninger
war ein Mann der ersten Stunde
bei der Schwäbischen Post. Lernte Schriftsetzer bei der Druckerei
Stierlin, war später Maschinensetzer beim Süddeutschen Zeitungsdienst, Schichtführer der
Zeitungssetzerei und schließlich
Produktionsleiter Zeitung. In dieser Funktion arbeitete er ausschließlich nachts. Keine Zeitungsausgabe wurde angedruckt, bevor er nicht noch einen
prüfenden Blick darauf geworfen hatte, und so manchen Fehler bügelte er buchstäblich in
letzter Minute aus. Ottmar Kieninger ist leider kurz nach seinem Eintritt in den Ruhestand
gestorben.
kam im Jahr 1977 zur
SchwäPo als Redakteur. Der gelernte Schriftsetzer pflegte immer die Nähe zur Technik,
nicht zuletzt in seiner Funktion als Produktionsleiter der Schwäbischen Post und der Gmünder Tagespost seit 1986. Scheuber kannte
sich wie kein zweiter Redakteur in der Reproduktions- und Drucktechnik aus und war federfürend bei der Fortentwicklung eines modernen Erscheinungsbildes der SchwäPo. Leider starb er, erst 57-jährig, bereits 1997 an einer Krebserkrankung.
de in Stadt und Umland zu verdeutlichen, suchte mit nach Austrägerinnen und half an der Seite
von Redakteur Bernhard Mangold vor allem in der Sportredaktion aus.
„Jeden Sonntag abend holte ich
mit die Ergebnisse der einzelnen
Fuß- und Handballstaffeln ein, er-
[ 1988 ]
[1987 ]
Erstmals wird ein
Geiseldrama live
im
Fernsehen
übertragen,
als
Bankräuber
in
Gladbeck Geiseln
nehmen und zwei
Menschen töten.
Beim Flugtag von
Ramstein stoßen fünf
Flugzeuge
zusammen, die Tanks explodieren in der Zuschauermenge.
Es
gibt 39 Tote und 350
Verletzte.
In nur acht Freiluftkonzerten bringt der
amerikanische RockStar Michael Jackson
die Eintrittsgelder von
600,000
deutschen
Fans in seine Kasse.
[ 1988 ]
Bei der Schwäbischen Post waren sie immer darauf bedacht, in möglichst gestochener Qualität zu drucken
rechnete die Tabellen, redigierte
Berichte, berichtete auch selbst
über Sportveranstaltungen und
begleitete nach dieser Arbeit meine spätere Frau nach Hause, die ja
als Sekretärin gleichfalls am
Sonntag Dienst hatte“.
Der Neuanfang in der Remonte
war von Notzeiten im Jahr der
Währungsreform gekennzeichnet. „Alles war knapp, auch das
Papier. Noch kostbarer die angemieteten Schreibmaschinen, die
jeden Abend in einem separaten
Raum eingeschlossen werden
mussten, damit sie nicht gestohlen wurden“ erinnern sich die beiden ehemaligen Sekretärinnen.
Ganz lebhaft hat Konrad Miller
vor allem ein spektakuläres Sportereignis im Kopf: das Fußballspiel
zur Eröffnung des neuen VfRPlatzes im Rohrwang im Herbst
1949 zwischen einer Elf der Stadtverwaltung gegen ein hochkarätig
besetztes SchwäPo-Team, das in
origineller Weise von Sieger Köder
am Mikrofon kommentiert wurde. „In der Elf der Stadt stand
auch der erste Aalener Nachkriegs-Oberbürgermeister Otto
Balluff. Der war ganz verschwitzt
direkt von der Einweihung des
Waldfriedhofs gekommen, zog
seinen Sportdress an und spielte
wacker mit“ erinnert sich Konrad
Miller.
Das traurige Nachspiel: OB Balluff hatte sich bei diesem Spiel
eine Grippe zugezogen, von der er
sich nicht richtig erholte, so dass
er im Januar 1950 starb.
Walter Spaney
war lange Jahre Leiter des
drucktechnischen Betriebs der
Schwäbischen Post. Maßgeblich wirkte er daran mit, dass bereits 1965
das Offsetdruckverfahren im Zeitungsdruck eingeführt wurde. Offset
erlaubte eine bis dahin kaum für möglich gehaltene Druckqualität
von Fotos in der Zeitung – eine Sache, die dem Qualitätsfanatiker
Spaney sehr am Herzen lag. (Bild: mit Bernhard Theiss., damals technischer Geschäftsführer, und Peter Hamann vom Bundesverband
Druck bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand)
[ 1989 ]
[ 1988 ]
Die alten Zeitungsmacher und ihre Technik
In Berlin fällt die
Mauer. Mit der friedlichen
Revolution
wird die Wiedervereinigung und der
Fall des Ostblocks
eingeläutet.
Erwin Hafner
hatte beim Schwabenverlag in
Ellwangen Schriftsetzer gelernt
und kam 1957 zur SchwäPo als
Volontär. Bald war er Redakteur,
dann Leiter der Lokalredaktion
und 1986 wurde Erwin Hafner
Chefredakteur der Schwäbischen
Post. Mit einer fast schon fanatischen Gerechtigkeitsliebe und
seinem Eintreten für den „Kleinen Mann“ machte er die SchwäPo in Aalen und Umgebung zur
meistgelesenen Zeitung. Hafner
ging Anfang 1997 mit 65 Jahren
in den Ruhestand.
Erwin Hafner in den 70er-Jahren
Frischgebackene Gesellen feiern
Schriftsetzer gelten bis in heutige Tage als Männer, die schon mal einen kräftigen Schluck vertragen können. Das obige Foto entstand
1966 in der Albvereinshütte am Braunenberg, wo die Schriftsetzergesellen des Süddeutschen Zeitungsdienstes ihre bestandene Prüfung
begossen – und auch besangen, wie man sieht. An der Gitarre ist Siegfried Peukert, rechts neben ihm der heutige SchwäPo-Verleger Bernhard Theiss. Links neben Peukert, mit Brille, Erwin Binder, der bis zu
seinem Ruhestand bei der SchwäPo die Repro- und Lithografieabteilung leitete. Ganz links Gerhard Kieninger, heute Operator bei SDZ.
Druck und Medien. Am Tisch sitzend Friedemann Mayer, der umsattelte und Lehrer geworden war.
D
rucktechnische Revolution: Die neue Offset-Rotationsdruckmaschine, auf der ab 1965 die
Schwäbische Post gedruckt wurde, als erste Tageszeitung in Deutschland. Bis dahin, aber auch
noch 20 Jahre später, verließen sich viele Verlage auf den bewährten Hochdruck. Offset jedoch lieferte die Möglichkeit, Bilder feiner zu rastern und sie so in einer bis dahin nur in Magazinen gesehenen Qualität zu drucken.Die Redakteure und Drucker nutzten dies in den ersten Jahren aus, wo
es nur ging, und druckten großflächige Fotos auch über den Falz in der Mitte weg. Die Maschine,
die erst 1992 ausgemustert wurde, erlaubte es, bis zu 32 Seiten in einem „Buch“ zu drucken. Auch
der Vierfarbdruck war schon möglich, was beispielsweise 1969 bei der Mondlandung von Apollo
11 weidlich ausgenutzt wurde. – Damals wie heute bestanden die Druckplatten aus beschichtetem Aluminium. Durch eine Belichtung und anschließende Entwicklung wurde die Beschichtung
so verändert, dass die Stellen, die drucken sollten, die wasserlösliche Druckfarbe transportierten,
die anderen indessen nicht.
Z
eitfaktor: Bevor das Telefax und später mit dem Internet die
E-Mail erfunden waren, wurden Fernschreiber zum Übermitteln
von Nachrichten über Telefonleitung eingesetzt. Damit nicht unnötig
Zeit, und damit Geld vergeudet wurde, wurden die Fernschreiber mit
papiernen Lochbändern gesteuert, die zuvor auf speziellen Schreibmaschinen angefertigt worden waren.
Waltraud Weiss
gehörte zweifellos zu den „Machern“ der Schwäbischen Post,
obwohl sie eine „Macherin“ war.
Als sie nach
35
Jahren
1983 als Redaktionssekretärin der
SchwäPo in
den
Ruhestand verabschiedet wurde, hieß es in
der ausführlichen Würdigung unter
anderem, sie
sei eine Respektsperson gewesen, ein lebender Terminkalender, Ordnungsfaktor, Prellbock, aber auch Trösterin in vielen Kümmernissen bei
Kollegen und freien Mitarbeitern. Der Name „Traudel Weiss“
wird selbst heute noch von vielen
älteren Kolleginnen und Kollegen mit Respekt genannt.
46
Mit der dritten Umbauphase nimmt das
Firmengelände der
Schwäbischen Post
auf dem alten Areal
der
Kettenund
Drahtfabrik Kedra Gestalt an.
[ 1989 ]
Lothar de Maiziere wird der letzte
Ministerpräsident
der DDR, und der
erste freigewählte.
Bopfingen begründet eine
Städtepartnerschaft
mit
Beaumont in Frankreich.
[ 1989 ]
Am 3. Oktober
1990 werden Ostund Westdeutschland wiedervereinigt. Tausende feiern am Brandenburger Tor.
[ 1990 ]
[ 1990 ]
Zum Greifen nahe
VfR Aalen lockt im Aufstiegskampf die Zuschauer ins Waldstadion
Wenn im Waldstadion derzeit ein
Spiel angepfiffen wird, strömen
die Zuschauer. Der VfR Aalen ist
der Publikumsmagnet im Ostalbkreis. Und das aus gutem Grund:
Nie zuvor standen die Regionalliga-Fußballer so kurz vorm großen
Ziel. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist zum Greifen nahe. Sieben
Spieltage lang müssen die Fans
noch mitfiebern.
Jeder Dritte ist im Sportverein
127 000 von 315 000 Ostalb-Menschen sind sportlich organisiert
Von den 315 000 Menschen, die
im Ostalbkreis leben, sind mehr als
ein Drittel in Sportvereinen aktiv.
Geradezu umwerfend ist der Organisationsgrad in der Altersgruppe
der 11- bis 14-jährigen. Da machen 85 Prozent der Ostalb-Kinder
Sport im Verein.
BERND MÜLLER
Wieviele Sportler es im Kreis gibt,
weiß keiner genau. Schließlich ist
nicht jeder, der Sport macht, auch
im Verein. Über Menschen, die
für sich oder mit Freunden Walking machen, schwimmen gehen
oder radfahren, Leute, die in Fitnessstudios gehen oder gelegentlich einen Squash-Platz mieten,
gibt’s keine Statistik. Gezählt sind
diejenigen, die unter dem Dach
eines von 360 Vereinen auf der
Ostalb Sport machen: rund
127 000 Vereinsmitglieder.
Eine stattliche Zahl, unter der
sich auch noch Doppel- und
Mehrfachmitglieder
befinden.
„Der Organisationsgrad ist sehr
gut“, freut sich Manfred Pawlita,
der Vorsitzende des Sportkreises
Ostalb. Rund 40 Prozent der Menschen, die im Kreis leben, sind in
Sportvereinen organisiert. Das ist
viel mehr als in städtisch geprägten Gegenden. „Es hat mit unserer
kleinteiligen Gliederung zu tun“,
sagt Pawlita. Richtige Großvereine mit tausenden von Mitgliedern, die von Hauptamtlichen organisiert und geleitet werden,
gibt’s nicht auf der Ostalb. Die vier
größten Vereine haben um die
zweitausend Mitglieder: Nummer
eins ist der TSB Gmünd (2400),
Turnen und
Fußball vorne
Top Ten der Sportarten
Wieviele Ostalb-Bürger betreiben welche Sportarten – ein
Überblick:
1) Turnen
2) Fußball
3) Tennis
4) Leichtathletik
5) Ski
6) Schießen
7) Reiten und Fahren
8) Tischtennis
9) Handball
10) Volleyball
44 000
30 000
11 400
11 400
8000
7800
5150
4000
3900
3200
dann folgen die SG Bettringen
(2240), der TSV Hüttlingen (1930)
und die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach (1860).
Interessant ist ein Blick auf die
Gliederung nach Altersgruppen.
Bei den 7- bis 14-Jährigen sind
vier von fünf Kindern Mitglied in
einem Sportverein, wobei die
Jungs noch häufiger vereinssportlich organisiert sind als die Mädchen. „Das liegt zum Teil natürlich am Fußball“, sagt Sportkreisvorsitzender Manfred Pawlita.
Und doch ist der Fußball insgesamt gesehen nicht die Nummer
eins im Ostalbkreis. Rund 30 000
treten gegen den Ball, doch turnerisch sind insgesamt etwa 44 000
Sportler am Werk. Die imposante
Zahl kommt zusammen, weil sich
unter dem Oberbegriff Turnen
vieles verbirgt: alle Altersstufen,
vom Mutter-Kind-Turnen für die
Kleinsten bis zum Seniorenturnen und die ganze Vielfalt des Bewegungssports wie beispielsweise
Aerobic.
Und wer steht hinten in der Liste? Die kleinste Gruppe sind die
Triathleten im Kreis, gerade 37
Sportler hat die Statistik erfasst.
Doch auch hier gilt: Im Hobbysport jenseits der Vereine, gibt’s
noch viel mehr. . .
ALEXANDER HAAG
Seit rund einem Jahrzehnt verfolgen sie auf der Ostalb ein Ziel:
Zweitliga-Fußball nach Aalen zu
holen. Fünf verschiedene Trainer
haben’s probiert, keiner hat’s geschafft. Lediglich Helmut Dietterle stand einmal kurz davor und
scheiterte als Vierter knapp.
Heute ist Dietterle Manager des
VfR Aalen. Und an seiner Seite hat
der Ex-Profi einen Trainer, der
den Aalenern endlich ihren
Traum verwirklichen könnte: Edgar Schmitt steht mit seiner
Mannschaft sieben Spieltage vor
Schluss auf einem der begehrten
zwei Aufstiegsplätze. Mehr noch:
Die Fußballer schaffen es wieder,
die Zuschauer zu begeistern. Mit
tollem Offensivspiel. Und mit vielen Toren: 55 hat der VfR in 27
Spielen erzielt. Das ist Ligarekord.
Der Tabellenführer FC Ingolstadt
beispielsweise hat gerademal 41
geschossen. Jene Ingolstädter
kassierten 2007 in Aalen eine
0:4-Niederlage. Es war eines der
Spiele, weshalb die Fans wieder
ins Waldstadion kommen. Erst
vorige Woche begeisterte die
Schmitt-Elf fast 6700 Zuschauer
mit dem 3:1 gegen Sandhausen.
Und das war noch nicht einmal
Saisonrekord: 8116 Fans kamen
gegen die Stuttgarter Kickers (1:0).
„Wir haben in der laufenden Runde einen Besucherschnitt von
über 3500 Fans. Vergangene Saison waren’s rund 2400“, sagt Marketingmanager Jan Vetter. Weshalb Präsident Berndt-Ulrich
Volle Ränge im Waldstadion: Allerdings kommt es nicht oft vor, dass
sich Aalens Stürmer Marco Sailer so unterkriegen lässt. Der Torjäger
hat bereits elf Saisontore erzielt.
(Foto: Oliver Giers)
Scholz nach dem SandhausenSpiel sagte: „Es ist fantastisch, wie
viele Zuschauer uns inzwischen
anfeuern.“
In der Schlussphase werden es
vermutlich noch mehr werden.
Von den verbleibenden sieben
Partien finden drei im Aalener
Waldstadion statt: gegen Elversberg (1. Mai), Jahn Regensburg
(10. Mai) und die SF Siegen (24.
Mai). Zum Gipfeltreffen kommt es
am 7. Mai auswärts: Da muss der
Tabellenzweite Aalen beim Ersten
Ingolstadt antreten. „Wenn wir im
Verein die Ruhe bewahren, können wir das große Ziel schaffen“,
verspricht Edgar Schmitt. Manager Dietterle sieht im Endspurt
keinen klaren Favoriten, „auch Ingolstadt nicht“. Laut Dietterle
könne der VfR Aalen „zuversichtlich ins Saisonfinale gehen“. Und:
„Das Team hat bewiesen, dass es
den Aufstieg schaffen kann.“
Dieses Team wurde vor der Saison sorgfältig ausgewählt. Und
dazu war ein Umbruch nötig. Viele Leistungsträger wurden weggeschickt, neue Spieler dafür verpflichtet. Dass die Mischung jetzt
stimmt, zeigt der Tabellenplatz.
Wird dieser noch sieben Spieltage
verteidigt, wäre das die Krönung.
47
Deutschland wird
in Italien FußballWeltmeister, durch
einen 1:0-Sieg gegen Argentinien.
Das Ende einer Legende: Die „Verabschiedung“ des letzten „Trabant“ im
Werk Zwickau am
30. April 1991.
Das Aalener Stadttheater wird gegründet, als kleinstes professionelles Theater
bundesweit.
[ 1990 ]
[ 1991 ]
Ministerpräsident
Lothar
Späth tritt nach
der
„Traumschiff“-Affäre
zurück, Erwin
Teufel wird sein
Nachfolger.
[ 1991 ]
[ 1991 ]
Hier spielt die Musik
Kunst und Kultur im Ostalbkreis – ein weites, fruchtbares Feld
So lange ist das noch gar nicht her,
als man aus dem Ostalbkreis ganz
selbstverständlich in die Landeshauptstadt fuhr, wenn man Lust
auf Hochkultur hatte. Inzwischen
entdecken die an Kultur interessierten Menschen im Großraum
Stuttgart zunehmend, was auf der
Ostalb zwischen Gschwend im
Westen und Ellwangen im Osten
blüht und gedeiht.
WOLFGANG NUSSBAUMER
1991 hat der Aalener Kulturverein
„kunterbunt e.V.“ mit einem Paukenschlag signalisiert, wo künftig
die Musik spielt. Der legendäre
Jazztrompeter Miles Davis gab
wenige Monate vor seinem Tod
eines seiner letzten Konzerte in
der so genannten Provinz. Mittlerweile gilt das Aalener Jazzfest,
das jedes Jahr Anfang November
über die Bühne geht, als eines der
größten und schönsten in der Republik. Zwei Drittel der Fans reisen von außerhalb der Region an.
Zur gleichen Zeit hat die Stadt
Aalen Anfang der Neunzigerjahre
ein eigenes Theater als jüngste
professionelle Bühne der Republik gegründet. Ihr Markenzeichen bis heute: literarisch ambitionierte Stücke, die für überregionale Resonanz sorgen. Das
Theater der Stadt Aalen ist aus
dem kulturellen Leben der Region
nicht mehr wegzudenken. Im
Frühjahr sind die wesentlich von
der Firma Leitz geförderten „Jazz
Lights“ in Oberkochen als internationales Festival eine sichere
Bank für Leute, die eher den traditionellen Jazz mögen.
Vergleichbar ist der Stellenwert,
den das mit einer Preisverleihung
verbundene Festival „Europäische Kirchenmusik“ (EKM) in
Schwäbisch Gmünd bei den
Freunden geistlicher Musik genießt. Von Mitte Juli bis Anfang
August singt und klingt es in den
Kirchen der Stauferstadt und ihres Umlandes auf allerhöchstem
Niveau.
Glücks-Schatten
Die Stadt der Gold- und Silberschmiede mit der höchsten Designerdichte Deutschlands hat jedoch nicht nur auf dem Feld der
Kirchenmusik einen hervorragenden Ruf. Inzwischen gilt sie als
Hauptstadt des Schattentheaters.
Zu den herbstlichen Festivals reisen renommierte Gruppen aus
der ganzen Welt an die Rems.
Das Café Spielplatz gilt als eine
Keimzelle der Kleinkunstszene;
und das Gmünder Kleinkunstabo
mit regelmäßig ausverkauften
Veranstaltungen hat neben seinem Kult- auch Modellcharakter.
So garantiert Aalens städtischer
Kleinkunst-Treff, dass auch am
Kocher die Fans der großen Namen von Kabarett und Comedy
auf ihre Kosten kommen.
Wer die eher leisen Töne liebt,
landet zwangsläufig auf Schloss
Fachsenfeld. Dort kann man
nicht nur in einem preisgekrönten Park flanieren und eine hervorragende Sammlung südwestdeutscher Kunst besichtigen; in
der Veranstaltungsreihe der „Koenigswege“ (benannt nach dem
Geschlecht derer von Koenig, die
einst hier residierten) werden
Musik und Lyrik auf anmutigste
Weise mit einander verknüpft.
Der Umbau des Ökonomiegebäudes hat die Ausstellungs- und Veranstaltungsmöglichkeiten
wesentlich verbessert. Der letzte Baron Reinhard war nicht nur ein
großer Kunstmäzen sondern
auch einst der deutsche Stromlinienpapst. Die „Garage des
schnellen Barons“ ist ein Muss für
alle Technikfreaks.
Eine knappe halbe Stunde fährt
man vom Schloss Fachsenfeld zur
Internationalen Musikakademie
auf Schloss Kapfenburg, dem Aushängeschild der Musikschulen
des Landes. Dort rankt sich um
ein von der leichten, doch anspruchsvollen Muse geprägtes
Sommerfestival eine ganze Reihe
von Konzerten abseits des Gewohnten; „accelerando“ kennen
heißt genießen. Regelmäßig finden sich die Junge Philharmonie
Ostwürttemberg (JPO) und der
Als die italienische Rockröhre Gianna Nannini mit ihrer Band beim Sommerfestival auf der Kapfenburg
Hof hielt, bebten Schloss und Publikum.
(Archivfoto)
Junge Kammerchor Ostwürttemberg zur Probenarbeit auf der
ehemaligen Deutschordensfeste
ein. Beide Ensembles geben den
besten Nachwuchsmusikern aus
der Region die Möglichkeit, ihr
Können weiter zu verbessern.
Von Schloss Kapfenburg ist es
nicht weit zur ehemaligen geistlichen Residenz Ellwangen mit ihrer markanten architektonischen
Silhouette aus Schönenbergkirche, Schloss und romanischer Basilika nebst barocker Stadtkirche
im Zentrum. Hier garantieren unter anderem der Kulturverein
Stiftsbund und die Initiative
„Sommer in der Stadt“ für ein
breit gefächertes Programm auf
den Feldern Kleinkunst, Literatur,
klassische Konzerte und Jazz.
Fährt man den Kocher abwärts
am Schloss Hohenstadt vorbei,
grüßt bald der vom Kunstverein
KISS (Kunst im Schloss Untergröningen) bespielte einstige Adelssitz als Ort hoch aktueller zeitgenössischer Ausstellungen – und
einer ständigen und grafisch fesselnden Schau von Plastiktüten.
Um die bildende Kunst kümmern
sich im Ostalbkreis natürlich
noch Kunstvereine in Aalen, Ellwangen, Neresheim und Schwä-
bisch Gmünd, öffentliche Institutionen und private Galeristen.
Wo sonst noch die Musik spielt?
In den Klöstern Lorch (rühriger
Runder Tisch Kultur) und Neresheim (wo die Konzertreihe in der
Abteikirche internationalen Ruf
genießt), auf den Schlössern Baldern (Rieser Rosetti-Festtage) und
Ellwangen.
Alles? Bei weitem nicht. Allein
die erfrischend bunte Palette der
hochkarätigen Veranstaltungen
des ehrenamtlich organisierten
Gschwender
„Musikwinters“
ganz im Westen des Kreises ist
eine Reise wert.
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