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Die aktuelle Ausgabe vom 04. November 2014 als PDF

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Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 159
Seite 2
Karstadt schließt
• Interview mit Falko Streber
• „Signa arbeitet an Lösungen“
Liebe Leser !
Der Karstadt auf der Stuttgarter Königstraße schließt. Was für andere Städte eine (kleine) Katastrophe bedeutet, ist in Stuttgart eine Chance. Daher können und wollen wir nicht in das allgemeine
Lamento einstimmen.
Trotz der Einkaufszentren Milaneo und Gerber drängen immer noch neue
Konzepte in die kaufkraftstarke Landeshauptstadt. Primark und Apple
suchen weiterhin nach Flächen und werden schon als neue Nutzer für die
Karstadt-Flächen gehandelt.
Ludwigsburg
• Erhaltungssatzung für Altstadt
Seite 4
Teppichgalerie Stuttgart
• Abriss und Neubau
• Kleine Mietwohnungen
Filderstadt
• Baulandkataster kommt
Seite 5
GWG-Vorstand
• Engelhardt folgt Neumann
Seite 6
Gewerbegebiet Eisental
• Waiblingens letzte
große Gewerbefläche
Seite 8
Expo Vision
• Drees & Sommer lud ein
Seite 11
Cityreport Pforzheim
• Wieder mehr Neubauten
04.11.2014
Handel heißt Wandel – so alt der Spruch auch ist, so richtig ist er
noch. Wandel bedeutet auch Verlierer. Dies dürften im Falle der KarstadtSchließung vor allem die Mitarbeiter sein, die in der Vergangenheit auf
Teile ihres Gehalts verzichtet haben und denen unser Mitgefühl gilt. Sie
dürfen sich zumindest damit trösten, dass sie in der Boom-City Stuttgart
größere Chancen auf
einen neuen Arbeitsplatz haben als ihre Kollegen in weniger starken Städten, wo es für die Immobilien oft genug keine vernünftige Nachnutzungschance gibt.
Wandel heißt auch Chance. Gewinner dürfte die
Stuttgarter Innenstadt sein, die durch neue attraktive Konzepte gestärkt werden kann – gerade auch
im Wettbewerb gegen die Einkaufszentren, die auch im
Umland neu entstehen oder expandieren.
Am 17. November lädt Stuttgarts OB Fritz Kuhn
endlich zum Runden Tisch der Wohnungswirtschaft
ein, der eigentlich schon nach der Sommerpause hätte Das Empfangsgebäude auf dem Flugfeld wird saniert
sein sollen. Der Termin ist eminent wichtig für die
Stadt und ihre Bürger. Wir benötigen dringend einen Konsens in der Wohnungspolitik. Viel Erfolg also!
Top-Makler
• Capital Makler-Kompass
In sieben Wochen ist das (Arbeits-)Jahr vorbei. Was bis dahin nicht erledigt ist, bleibt in der Regel bis
nach Heilige Drei Könige liegen. Nicht mehr viel Zeit also, um in Sachen Villa Berg und IBM-Areal
einen (Teil-)Fortschritt zu erzielen. Momentan laufen für beide Immobilien Wertermittlungsgutachten,
die sich als langwieriger und komplexer herausstellen als gedacht.
Seite 12
Beleihungsauslauf gesunken
• Stuttgarter mit mehr
Eigenkapital
Da ist es doch schön, dass Ihr Immobilienbrief Stuttgart zuverlässig alle zwei Wochen in Ihr
E-Mail-Postfach purzelt. Statt langwierig und komplex hoffentlich kurzweilig und knackig.
Einen erfolgreichen Jahresendspurt wünscht Ihnen
Seite 13
Empfangsgebäude
wird saniert
•G
astronomie und Ausstellung
Ihr
Frank Peter Unterreiner, Herausgeber
Quelle: Flugfeld
Inhaltsverzeichnis
www.immobilienbrief-stuttgart.de
Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 159
04.11.2014
Seite 2
Stuttgart: Karstadt auf der Königstraße schließt
Erhaltungssatzung
Ludwigsburg
36 erhaltenswerte Gebäude seien
seit 2005 in der Ludwigsburger
Innenstadt abgerissen worden.
Um dies künftig zumindest zu erschweren, hat der Bauausschuss
des Gemeinderats eine Erhaltungssatzung für die Innenstadt beschlossen, die langfristig auf andere
Stadtteile ausgeweitet werden soll.
Der Gemeinderat muss dem noch
zustimmen.
„Signa wird den wirtschaftlich
sinnvollsten Weg gehen“
Der Warenhauskonzern Karstadt hat angekündigt, sechs Häuser zu schließen, darunter den
Karstadt in Stuttgart in der Königstraße 27–29. Die Immobilie gehört der Signa Holding.
Foto: Stuttgart
STANDORT
Welcome Center
am Charlottenplatz
Mit dem Welcome Center Stuttgart
im Alten Waisenhaus am Charlottenplatz haben Stuttgart und die
WRS Wirtschaftsförderung Region
Stuttgart eine gemeinsame zentrale Anlaufstelle für Stuttgarter
Neubürger und internationale
Fachkräfte in der gesamten Region geschaffen. Ergänzend dazu
bietet der Verein Welthaus Stuttgart ein Weltcafé und ein globales
Klassenzimmer an. Hinzu kommt
ein Weltladen. Dies sei bundesweit
einzigartig und wichtig für die Gewinnung von dringend benötigten
Fachkräften.
Beste Lage: Der Karstadt auf der Königstraße
Über die möglichen Gründe der Karstadt-Schließung und wie es mit der Immobilie weitergehen könnte,
sprachen wir mit Falko Streber. Er leitet bei Colliers International Stuttgart den Bereich Einzelhandel
und verfügt über 15 Jahre Erfahrung in der Vermietung von 1-a-Lagen und der Entwicklung von Einzelhandelskonzepten. Jüngst wurde Streber – ohne Anglizismen geht es wohl heute nicht mehr – zum Head
of Retail Lease Germany von Colliers ernannt.
Herr Streber, Karstadt hat angekündigt, die Stuttgart-Filiale zu schließen. Das kam für viele überraschend, für Sie auch?
Wohn-Dialog
Nein, viele potenzielle Nutzer berichteten bereits seit Längerem, dass Karstadt Stuttgart zur Vermietung steht.
Baden-Württemberg ist
stabil und wächst –
gute Zeiten für Investoren!
3. Dezember 2014 in Ludwigsburg
Dialogpartner
Medienpartner
www.heuer-dialog.de/10618
Fürchtet Karstadt vielleicht die neue Konkurrenz durch Milaneo und Gerber?
Karstadt hat vielfältige Themen zu bewältigen. Das Wichtigste für Karstadt ist es aus meiner Sicht,
einen zeitgemäßen Auftritt im Hinblick auf Sortimente und deren Darbietung und damit einen Platz im
deutschen Einzelhandel zu finden, für den das Unternehmen steht.
Die enge Verbindung Karstadts zu seinen angestammten Immobilien sehe ich dabei als ein Kernproblem
des Unternehmens, welches viele Probleme erst verursacht hat. Viele Unternehmen, die in eigenen
Immobilien arbeiten, wiegen sich aufgrund oft zu geringer Mietansätze in Sicherheit, ihr Unternehmen
erfolgreich zu betreiben. Dagegen sind die Mieten Ausdruck der Produktivitäten, die an vergleichbaren
Standorten erzielt werden. Ein wichtiger Gradmesser für die Konkurrenzfähigkeit eines Konzeptes.
Signa hat den Handlungsbedarf erkannt und arbeitet an Lösungen.
Das Milaneo sehe ich als Konkurrenz für die gesamte Stuttgarter City, jedoch keineswegs als Verursacher für die Probleme Karstadts. Das Gerber als Teil der City zwischen König-, Marien- und Tübinger
STANDORT
Expertenbefragung
Das Statistische Amt der Stadt
Stuttgart führt zurzeit eine umfangreiche Expertenbefragung zur
Markteinschätzung und -entwicklung des Stuttgarter Wohnungsmarktes durch. Positiv ist, dass bei
einigen Fragen auch das Umland
mit einbezogen wird.
Wenig Autodiebstähle
Auch das kann ein Standortvorteil sein: In Baden-Württemberg
und Bayern wurden 2013 pro
100 000 Zulassungen nur 26 Autos
gestohlen, so wenig wie nirgendwo
sonst. Klauhochburgen sind Berlin
(534 Diebstähle) und Hamburg
(248), errechnete das Portal Preisvergleich.de. Im Süden liegt auch
die Aufklärungsquote bei rund
50 Prozent, während in Berlin und
Hamburg gerade mal jeder zehnte Ganove geschnappt wird. Auf
Städteebene betrachtet sollte man
Frankfurt/Oder meiden und Reutlingen suchen. Während an der
Grenzstadt zu Polen 907 Autos
pro 100 000 Zulassungen gestohlen werden (750 Prozent über dem
Durchschnitt!), sind es in Reutlingen gerade mal elf. In Stuttgart
sind es 31, immerhin 71 Prozent
weniger als im Durchschnitt.
Ausgabe 159
04.11.2014
Seite 3
Straße erhöht deren Attraktivität und generiert neue
Besucher für den Standort – auch hier ist kein neuer
Wettbewerber für Karstadt entstanden.
Die Immobilie gehört der Signa Holding, dem Unternehmen des neuen Karstadt-Eigentümers René
Benko. Schadet er sich mit der Schließung einer
angeblich rentablen Karstadt-Filiale nicht selbst?
Die Signa arbeitet, soweit ich dies beurteilen kann,
mit höchster Professionalität an verschiedensten
Standorten mit unterschiedlichsten Konzepten. Deshalb gehe ich davon aus, dass man sich selbst nicht
schaden wird, sondern den wirtschaftlich sinnvollsten
Weg geht.
Foto: Colliers
Immobilienbrief
STUTTGART
Und was hat Benko beziehungsweise die Signa
mit der Immobilie jetzt vor, sie ist ja baulich nicht einfach und hat viele Etagen? Abriss, ein Shopin-Shop-Konzept?
Dazu liegen mir keine Informationen vor.
Wie beurteilen Sie die Lage an der Königstraße/Ecke Schulstraße?
Die Lage ist frequenztechnisch nicht nur die beste Lage Stuttgarts, sondern auch eine der besten Lagen
Deutschlands. Es treffen hier drei Hochfrequenzlagen zusammen: Königstraße, Schulstraße und über
die Büchsenstraße die Frequenz aus der S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte.
Werden schon Namen neuer Nutzer genannt? Was könnte vor allem mit den oberen Etagen
passieren?
Auch dazu liegen mir keine Informationen vor. Ich kann jedoch bestätigen, dass eine Vielzahl neuer
Konzepte weiterhin auf der Suche nach geeigneten Immobilien in Stuttgart ist. Sicher wird man bestrebt
sein, so viele Ebenen wie möglich einer Handelsnutzung zuzuführen. Nirgends ist das Spektrum zur
Verfügung stehender Partner größer als in der besten Lauflage einer Metropole. n
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Standorte finden, Chancen erkennen und Visionen
entwickeln – wer erfolgreiche und renditestarke Immobilien
schaffen will, braucht die entsprechende Kreativität.
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Immobilienbrief
STUTTGART
STANDORT
Baulandkataster
Filderstadt
Filderstadt hat erfasst, wie viele
Flächen in den Ortskernen noch für
die Nachverdichtung zur Verfügung
stehen: immerhin 30 Hektar. Diese
sollen – vorausgesetzt die Eigentümer stimmen zu – in einem Kataster veröffentlicht werden, sodass
Bauwillige leichter fündig werden.
In das Kataster sollen sogar leer
stehende Häuser und Wohnungen
aufgenommen werden. Die Erhebung soll auch bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans
hilfreich sein.
Ausgabe 159
04.11.2014
Seite 4
Eberhardstraße 65: Teppichgalerie wird abgerissen
Kleine Mietwohnungen
mit Fahrradrampe
Frühjahr oder Sommer 2015 soll Baubeginn für die Eberhardstraße 65 in Stuttgart sein, Anfang
2017 soll die gemischt genutzte Immobilie – Läden, Büros und Wohnungen – fertig sein.
Campus Stuttgart
Kapitalpartner Konzept errichtet in
der Vischerstraße 2a/b in StuttgartVaihingen ein sechsgeschossiges
Studentenwohnheim mit 148 Apartments auf 3400 m2 Wohnfläche.
AVW Immobilien erwarb das Gelände von Scharr Wärme, entwickelte es teilweise und verkaufte
es dann an Kapitalpartner Konzept.
Ellwanger & Geiger vermittelte das
Studentenwohnheim bereits im
Juni an die GWG-Gruppe.
NCC baut in
Stuttgart-Bad Cannstatt
23 Eigentumswohnungen baut NCC
in der Dilleniusstraße 9 in StuttgartBad Cannstatt. Die Einheiten sollen
zwischen 50 und 145 m 2 groß
werden, geplant ist der Standard
Effizienzhaus KfW 70.
Quelle: W2 Developement
PROJEKTE
Kleine Wohnungen mit großem Innenhof
Manche Dinge brauchen einfach etwas länger. Im Sommer 2010 stellten der Architekt Stefan Willwersch
und Alexander Veiel, Niederlassungsleiter JLL, das Projekt dem Bezirksbeirat Mitte vor: 9300 Quadratmeter
für 50 Millionen Euro, etwa 5000 Quadratmeter Einzelhandels-, 4300 Quadratmeter Bürofläche und ganz
oben drei Penthousewohnungen mit zusammen 340 Quadratmetern. Das ehemalige Gebäude der Teppichgalerie sollte abgerissen und mit der alten Fassade bis Herbst 2012 nach dem neuen Konzept wieder
aufgebaut werden (Immobilienbrief Stuttgart Nr. 61 vom 13. Juli 2010).
W2 Development und Competo Capital Partners investieren
„Der Verkäufer war sehr schwierig“, sagt Willwersch, deswegen habe es sich so lange hingezogen. „Die Stadt ist froh, endlich einen Ansprechpartner zu haben“, meint er. Nun soll der Baubeginn – also der Abriss des Altgebäudes – im nächsten Frühjahr oder Sommer sein. Erworben haben die
LiLienthaL Carré
Standort: Lilienthalstraße 2 · 70825 Korntal-Münchingen
ambiente und ausstattung:
• Ausstattung und Flächeneinteilung nach Mieterwunsch
• Bestes Preis-Leistungsverhältnis, hochwertige Ausstattung
• Repräsentativer Eingangsbereich, mehrere Konferenzräume
• Elektrische Zutrittskontrolle
• Zahlreiche Stellplätze direkt am Objekt
und in der hauseigenen Tiefgarage
• Nutzung auch für Labor- und Serviceflächen
• Gute Autobahn-Anbindung
• Stuttgarter telefonvorwahl
Bezug: sofort | anmietung: provisionsfrei
Freie Flächen: EG - 2.OG: ca. 4.200 m² Bürofläche (teilbar ab ca. 1.000 m²)
UG: ca. 550 m² Archiv- und Lagerfläche
Weitere informationen unter: www.lilienthal-carre.de
Beratung und Vermietung: DIC Onsite GmbH
Herr Konstantinos Krikelis
Tel: +49 (0) 711-358 77 47
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Immobilienbrief
STUTTGART
PROJEKTE
Bewegungspark
Benningen
Die Wüstenrot Haus- und Städtebau (WHS) hat in Benningen am
Neckar einen Bewegungspark für
Jung und Alt errichtet. Der Bewegungspark Seelach wurde im Zuge
der Erschließung der Neubaugebiete Seelach und Bild III realisiert,
bei denen die WHS als Erschließungsträger beauftragt war, und
befindet sich zwischen den Baugebieten Seelach und Steinlanden
Süd. Initiiert wurde der Bewegungspark von der Gemeinde Benningen.
Die Planung übernahm das Ingenieurbüro Rauschmaier.
PERSONEN
Vohl neuer
BDA-Landesvorsitzender
Der Stuttgarter Architekt Alexander Vohl wurde zum neuen Landesvorsitzenden des Bunds Deutscher
Architekten (BDA), Landesverband
Baden-Württemberg gewählt.
Neuer GWG-Vorstand
Andreas Engelhardt ist neuer Vorstandsvorsitzender der GWG Gesellschaft für Wohnungs- und
Gewerbebau Baden-Württemberg.
Vorgänger Rainer Neumann ist nunmehr Aufsichtsratsvorsitzender. Engelhardt war zuvor Geschäftsführer
von Prelios Deutschland.
Ausgabe 159
04.11.2014
Seite 5
Eberhardstraße 65 gemeinsam W2 Development und der Eigenkapitalgeber Competo Capital Partners
(Immobilienbrief Stuttgart Nr. 153 vom 22. Juli 2014). W2, das sind Stefan Willwersch und Frank Widmann. Zusammen mit der 2007 gegründeten Competo haben sie in Stuttgart im Jahr 2008 das Geschäftsund Bürohaus Theo 10 in der Theodor-Heuss-Straße und jüngst die Rosenberghöfe auf dem ehemaligen
AOK-Areal im Stuttgarter Westen realisiert.
Hochwertiges Wohnen in der Robert-Bosch-Straße
„Ein weiteres gemeinsames Projekt ist die Robert-Bosch-Straße 87–89“, berichtet Competo-Geschäftsführer Ralf Simon. Zwei Bestandsgebäude sollen im Frühjahr abgerissen und durch ein „HighEnd-Produkt“ (Willwersch) ersetzt werden. Geplant sind vier bis sechs Wohnungen mit zirka 160 bis
330 Quadratmetern. Im Untergeschoss könnte ein 150 Quadratmeter großer Wellnessbereich mit
Pool entstehen, den entweder ein Käufer oder die WEG insgesamt erwerben könnte. Vermarktungsbeginn soll noch in diesem Jahr sein.
Eberhardstraße: Stadt wollte kleine Wohnungen
In der Eberhardstraße hingegen entstehen 45 kleine Mietwohnungen mit zusammen etwa 2600 Quadratmetern Wohnfläche. Dies sei ein Wunsch der Stadt gewesen und entspreche dem, was momentan
gefragt sei. Die Wohnungen gruppieren sich überwiegend um einen Innenhof und liegen im hinteren Teil des Areals, haben zur Eberhardstraße einen Zugang. Zur Eberhardstraße hin kommen im
Untergeschoss und Erdgeschoss zwei Läden mit zusammen 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche
unter, darüber etwa 3600 Quadratmeter Bürofläche. Eine Besonderheit ist der Fahrradraum im UG,
der durch eine Rampe erschlossen wird. Die Tiefgarage soll etwa 55 Stellplätze bekommen und wird durch
die Garage der Tübinger Passage angefahren. Die Gesamtinvestition beziffert Willwersch auf etwa
42 Millionen Euro.
Denkmalgeschützte Fassade bleibt erhalten
„Großflächiger Einzelhandel wäre schwierig gewesen“, sagt der Architekt und verweist auf die Erschließung. Die Andienung mit Lastwagen hätte über die Eberhardstraße erfolgen müssen. Doch es gibt noch
mehr Gründe für das gegenüber 2010 geänderte Konzept. Widmann nennt die gestiegenen Wohnungsmieten. Bei Mietwohnungen sei, anders als bei Büros, keine Vorvermietungsquote nötig und der
Faktor beim Verkauf sei höher.
Doch zumindest eines hat sich gegenüber vor vier Jahren nicht geändert: Die denkmalgeschützte Fassade
wird abgetragen, gereinigt, gelagert und später überarbeitet wieder am Neubau angebracht. n
Stuttgarter Büromieten wachsen
nur langsam
Ein nur noch langsames Ansteigen der Bürospitzenmiete erwartet
JLL unter anderem in Stuttgart. Immer noch besser als die Situation
in dem Dorf, dem die Düssel ihren Namen gab, dort konstatiert
der Immobiliendienstleister bereits einen beschleunigten Mietpreisrückgang, während in Hamburg und München noch größeres
Potenzial gesehen wird als in der Schwabenmetropole.
Doch die berühmte Bürouhr darf man sich nicht wie eine richtige
Uhr vorstellen, die stoisch rechts rotiert. Wie schreibt doch JLL:
„Die Uhr zeigt, wo sich die Büromärkte nach Einschätzung von
JLL innerhalb ihrer Mietpreiskreisläufe Ende September 2014
befinden. Der lokale Markt kann sich in der Uhr in verschiedene
Richtungen und mit verschiedenen Geschwindigkeiten bewegen. Die Uhr ist eine Methode zum Vergleich der Positionen der
Märkte in ihrem Kreislauf. Die Positionen sind nicht zwingend repräsentativ für den Investment- und Projektentwicklungsmarkt.
Die Positionen der Märkte beziehen sich auf die Spitzenmieten.
Es gibt Märkte, die keinem konventionellen Zyklus folgen und sich
eher zwischen 9 und 12 Uhr bewegen. In diesem Fall repräsentiert
9 Uhr einen Mietanstieg nach einer Periode der Mietstabilität.“
Na denn, dann gibt es ja noch Hoffnung, am Nesenbach und noch
mehr an der Düssel.
Europäische Büro-Immobilienuhr Q3 2014
Helsinki, Lyon, Moskau
Köln
Anmerkung
• Die Uhr zeigt, wo sich die Büromärkte nach Einschätzung
von JLL innerhalb ihrer Mietpreis-Kreisläufe Ende
September 2014 befinden.
• Der lokale Markt kann sich in der Uhr in verschiedene
Richtungen und mit verschiedenen Geschwindigkeiten
bewegen.
• Die Uhr ist eine Methode zum Vergleich der Positionen der
Märkte in ihrem Kreislauf.
• Die Positionen sind nicht zwingend repräsentativ für den
Investment- und Projektentwicklungsmarkt.
• Die Positionen der Märkte beziehen sich auf die
Spitzenmieten.
St. Petersburg
Berlin, Frankfurt, STUTTGART
Hamburg, München, Oslo
Dublin, Luxemburg,
London City, London West End
Stockholm
Verlangsamtes
Mietpreiswachstum
Beschleunigter
Mietpreisrückgang
Beschleunigtes
Mietpreiswachstum
Verlangsamter
Mietpreisrückgang
Düsseldorf
Kiew
Genf, Warschau, Zürich
Manchester
Istanbul
Edinburgh
Amsterdam, Mailand
Madrid
Quelle: JLL, Oktober 2014
Lissabon
Athen, Barcelona, Bukarest,
Budapest, Brüssel, Kopenhagen,
Paris CBD, Prag, Rom
MARKT
Höhere
Immobilienumsätze
Nach einer Hochrechnung des
Marktforschungsinstituts des IVD
Süd auf der Basis des amtlichen
Grunderwerbssteueraufkommens
wurde bei den Immobilienumsätzen in Baden-Württemberg im
ersten Halbjahr 2014 ein Anstieg
von 0,8 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro ermittelt. Somit wurde
laut IVD in Baden-Württemberg
erneut ein Rekordwert der vergangenen zehn Jahre erreicht.
Gegenüber dem Vorjahreswert
hat sich der Anstieg jedoch deutlich verlangsamt. Im Vergleich
erstes Halbjahr 2013 gegenüber
dem ersten Halbjahr 2012 wurde noch ein beachtlicher Anstieg
von 20,2 Prozent registriert. Dies
ist auf einen niedrigen Wert im
ersten Halbjahr 2012 infolge der
Vorzieheffekte vor der Erhöhung
der Grunderwerbsteuer in BadenWürttemberg im November 2011
zurückzuführen.
Teures Studentenzimmer
In Stuttgart studieren ist teuer.
380 Euro Warmmiete kostet ein
unmöbliertes WG-Zimmer im
Mittelwert, errechnete Empirica.
Das ist Platz fünf in Deutschland.
Teuerste Stadt ist – das verwundert
nicht – München mit 490 Euro. In
Ludwigsburg kostet das Zimmer
320 Euro, in Heilbronn 305 Euro
und in Tübingen 340 Euro. Pforzheim ist mit 274 Euro spürbar
günstiger.
Ausgabe 159
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Gewerbegebiet Eisental in Waiblingen
20 000 Quadratmeter sind noch frei
10 Hektar umfasst die Erweiterung des Waiblinger Gewerbegebiets Eisental. Gewünscht werden Unternehmen, die viele Arbeitsplätze schaffen. Nur noch wenige Parzellen sind verfügbar.
Foto: WTM
Immobilienbrief
STUTTGART
„Top-Lage und hervorragende Verkehrsanbindungen“ bietet das Gewerbegebiet nach Ansicht von
Marc Funk, dem städtischen Wirtschaftsförderer. „Die Lage besitzt eine hohe Werbewirksamkeit, da das Gewerbegebiet direkt im Blickfeld der Bundesstraßen 14 und 29 liegt“, sagt er. Zirka 70 000 Fahrzeuge würden hier täglich vorbeifahren. Angeschlossen ist das Areal über einen Kreisverkehr auf der Landstraße.
„Qualitativ hochwertiger Gewerbestandort mit eigener Adresse“
Als Ziel der Entwicklung hat Waiblingen einen „qualitativ hochwertigen Gewerbestandort mit eigenständiger Standortadresse“ definiert. Das Areal grenzt an den südöstlichen Rand der Kernstadt, daher
sollen Unternehmen angesiedelt werden, die möglichst viele Arbeitsplätze schaffen. Zudem ist es die
einzige größere kurz- bis mittelfristige Gewerbefläche in Waiblingen.
Parzellen zwischen 2000 und 7500 Quadratmetern
20 Hektar umfasst der Bebauungsplan, davon sind je die Hälfte Grünfläche und Gewerbefläche
(GE). Die Parzellen können flexibel zugeschnitten werden. Die Grundflächenzahl (GRZ) beträgt 0,8, die
Baumassenzahl (BMZ) 8 und 10. 2008 ging das Gewerbegebiet an den Start, allein 2012 bis heute wurden 6 Hektar veräußert.
Über 2 Hektar stehen noch zur Verfügung, die in Größen zwischen zirka 2000 und 7500 Quadratmetern
angeboten werden. Der Preis beträgt je nach Lage und Größe 155 oder 210 Euro.
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• hochwertige Ausstattung
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Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 159
04.11.2014
Seite 7
Übersicht Eisental II
VERMIETUNGEN
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Rin
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ra
ße
F= ca. 7594 m²
9488/6
itne
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Foto: WTM
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nzle
F= 6951 m²
alstra
Eisent
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9503/2
Anton
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idt-Str
aße
Augencentrum Süd-West
Das Augencentrum Süd-West hat
im Schillerhaus in der Möhringer
Landstraße in Stuttgart-Vaihingen
279 m2 angemietet, Lutz-Finanz
vermittelte.
F= 5436 m²
Schä
IT-Berater im Lloyd-Haus
Ein IT-Berater mietet 305 m2 Bürofläche im Lloyd-Haus in StuttgartWest von Talanx Immobilien Management. Lorenz, Näve und Collegen vermittelte.
Rain
Sc
Hanrath nach Nufringen
Der Automotive- und Sicherheitsdienstleister Hanrath-Gruppe
mietet im Nufringer Industriegebiet Buchen eine 3600 m2 große
Lagerhalle mit 200 m2 Büro- und
Sozialfläche von einem Family
Office. Das Bankhaus Ellwanger &
Geiger vermittelte.
Im hohen
Erweiterungen, Verlagerungen und
Neuansiedlungen
Legende
Bauplätze verkauft
Bauplätze zur Vermarktung
Stadt Waiblingen
Abteilung Vermessung/Ru
Bauplätze Optionsflächen
Maßstab 1:3000
0
15 30
60
90
120
Meter
Ü b e r
d e m
S c h ü t t e l g r a b e n
23.10.2014
„Das Eisental darf damit durchaus als Erfolgsgeschichte
bezeichnet werden“, sagt Funk. Die Stadt habe hier eine vorausschauende Gewerbeflächenpolitik betrieben. Im Gebiet konnten bereits bestehende Unternehmen erweitern, beispielsweise Elanders Germany, oder aus anderen Bereichen der Stadt umsiedeln, wie Eisele Pneumatics. Auch gebe es Ansiedlungen
aus dem näheren Umkreis, zum Beispiel verlagerte Knapp Wälzlagertechnik von Fellbach ins Eisental.
Nicht zugelassen sind Logistik, Gastronomie und Einzelhandel mit zentrenrelevanten Sortimenten, zugelassen sind Gewerbegebiete, die das Wohnen nicht wesentlich stören, insbesondere Bürogebäude. n
25. Jahresauftakt für Immobilienentscheider
2. Februar 2015 Deutsche Parlamentarische Gesellschaft
3. und 4. Februar 2015 Hotel Adlon Kempinski Berlin
www.heuer-dialog.de/quovadis
Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 159
04.11.2014
Seite 8
VERMIETUNGEN
Expo Vision 2014 von Drees & Sommer
Seven Principles
Im Gerling-Haus am Löwentor, Heilbronner Straße 154–160 in Stuttgart, bezieht Seven Principles
530 m2 Bürofläche. Vermieter ist
eine Gesellschaft der Talanx, das
Bankhaus Ellwanger & Geiger vermittelte.
Gebäude der Zukunft: Heute den
Grundstein für übermorgen legen
Wie wird das Stadtbild Stuttgarts 2050 aussehen? Der Blick in die Glaskugel für die einen, eine
sehr aktuelle Frage für die anderen. Bereits heute sucht die Immobilienwirtschaft Antworten.
Wie die Gebäude der Zukunft aussehen werden und vor welchen Herausforderungen die Bauund Immobilienbranche steht, war zentrales Thema.
Autodienstleister
ins Atriumhaus
Der Automobildienstleister TWT
mietet im Atriumhaus im Gewerbegebiet Böblingen-Hulb 304 m2
Bürofläche, Lutz-Finanz vermittelte.
Foto: Drees & Sommer
Peter Hahn
statt Betten-Braun
Der Modeanbieter Peter Hahn wechselt seinen Standort in Stuttgart.
Das Unternehmen zieht von der
Hirschstraße 31 in die Marktstraße
6 und präsentiert sich dort voraussichtlich ab Ende 2014 auf rund
580 m² Mietfläche. Vermieter ist
Stinag, JLL hat Peter Hahn bei der
Anmietung beraten und die Vermietung vermittelt. In der Marktstraße
zieht Peter Hahn in die Räume von
Maercklin C. F. Braun, besser bekannt als Betten-Braun, das Unternehmen musste Insolvenz anmelden.
Bei der Expo Vision Stuttgart, der traditionellen Expo-Real-Nachlese von Drees & Sommer, hat eine interdisziplinäre Runde aus Investoren, Rechtsanwälten, Immobilienexperten, Beratern und Vertretern aus der
Politik darüber diskutiert, welche Eigenschaften die Immobilien von morgen auszeichnen, wo die
Stuttgarter Immobilienwirtschaft heute steht und wie der Spagat zwischen der Zukunftsimmobilie, die alles
kann, und einer Rendite, die den Investor glücklich macht, in der Region zu schaffen ist.
Interdisziplinär: Investoren und Berater diskutierten
In diesem Jahr bestand die Expertenrunde aus Alexander Mast und Thomas-Oliver Meyer (Deutsche Bank,
Bereich Wealth Management), Juliane Reichelt (GSK Stockmann & Kollegen), Frank Leukhardt (Colliers
International Stuttgart), Oliver Sorg (Sorg und Frosch Projekt), Markus Sorg (Ministerium für Finanzen und
Wirtschaft Baden-Württemberg) und Detlef Kron (Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Stadtplanung und
Stadterneuerung). Als Gastgeber waren Ralph Scheer und Anke Stadelmeyer von Drees & Sommer dabei.
Es moderierte wie in den Vorjahren Frank Peter Unterreiner (Immobilienbrief Stuttgart).
Das Gebäude der Zukunft: Vision oder Realität?
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In Zukunft müssen unsere Gebäude deutlich mehr leisten als bisher, darin waren sich die Teilnehmer
der achten Expo Vision einig: Sowohl die Ansprüche der Investoren und Nutzer als auch die Herausforderungen durch gesamtgesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen nehmen zu: Gesund und
umweltfreundlich sollen die Gebäude der Zukunft sein, dabei ästhetisch anspruchsvoll und hervorragend in die Infrastruktur eingebunden. Rohstoffe gilt es zu schonen und die Errungenschaften der vernetzten Welt sollen sich auch in der immobilen Welt wiederfinden – und das alles bei
vertretbaren Kosten.
Auf den ersten Blick hat dies eher den Charakter einer vorweihnachtlichen Wunschliste. Sie entpuppt sich
bei genauerem Hinsehen allerdings als ernst zu nehmende Zukunftsaufgabe, an der die Branche in Teilen
bereits arbeitet.
Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 159
VERMIETUNGEN
Tübinger Carré
Die Stadt Stuttgart mietet im Tübinger Carré in der Stuttgarter
Innenstadt 750 m2 Bürofläche.
Vermieter ist Alexander Gurgiel
Liegenschaften, Ellwanger & Geiger vermittelte.
Foto: Hans im Glück
Hans im Glück
Das Systemgastronomiekonzept
Hans im Glück hat einen weiteren
Standort in Stuttgart eröffnet. Der
Burger-Brater präsentiert sich in der
Marienstraße 3b auf rund 350 m²
Fläche. Der Vermieter der Fläche ist
ein privater Immobilieneigentümer.
JLL hat die Vermietung vermittelt.
Dental-Händler
im Fasanenhof
Der Dental-Fachhändler Anton Gerl
mietet 740 m2 Bürofläche in der
Schelmenwasenstraße in StuttgartFasanenhof an. Vermieter ist ein
privater Bestandshalter, vermittelnd
tätig war Engel & Völkers Commercial Stuttgart.
04.11.2014
Seite 9
Keine Unbekannte aus der Vergangenheit:
Das Nutzer-Investor-Dilemma
In einem Punkt herrschte bei den Schwaben von Anfang an Einigkeit: Das Gebäude der Zukunft
muss sich rechnen. Und genau hier liegt die Crux, die an das Investor-Nutzer-Dilemma vergangener
Green-Building-Tage erinnert: Mieter beziehungsweise Nutzer legen zwar immer mehr Wert auf gesunde,
umweltfreundliche und flexible Gebäude, die zudem technisch smart agieren. Sie sind allerdings bisher
nicht bereit, dafür tiefer in die Tasche zu greifen.
Innovativer und teurer, aber keine geringeren Nebenkosten
Obwohl die Immobilie der Zukunft trotz oder gerade wegen ihrer vorausschauenden Bauweise langfristig wirtschaftlich sein soll, mutmaßte ein Teilnehmer, dass die entscheidenden Nebenkosten durch den Einsatz smarter, integrierter und energieschonender Innovationen nicht unbedingt geringer würden. Ganz im Gegenteil:
Installation und Wartung seien bei hoch technisierten Gebäuden teuer. Zudem gebe es zurzeit nur eine
Handvoll Spezialisten, die dies leisten könne. Unterm Strich sei ein solches Gebäude letztendlich nicht
vermarkt- und vermietbar, weil der Mieter keine höheren Nebenkosten tragen werde.
So hätten Stuttgarter Investoren vor allem eines im Blick: die nachhaltige Vermietbarkeit des Bestands.
Dabei entschieden sich Mieter hauptsächlich aufgrund zweier Faktoren für oder gegen eine Immobilie:
Flächeneffizienz und Nebenkosten. Bisher sei nur ein Bruchteil der Investoren bereit, im Kampf um
den Mieter anfängliche Renditeeinbußen zu akzeptieren. Das Gros denkt eher rendite- statt zukunftsorientiert.
Nur der Häuslebauer ist – teilweise – weniger kostensensibel
Der eigenkapitalstarke Eigenheimbesitzer sei weniger kostensensibel. So gönne sich der ein oder andere
technikbegeisterte Häuslebauer ein technisch vernetztes und smart gesteuertes Eigenheim. Er bilde damit
allerdings eher die Ausnahme, meinte die Runde. Auch das Aktivhaus B10 in der Weißenhofsiedlung
gehöre in die Kategorie „Nischenprodukt“, das sich am Markt flächendeckend nicht durchsetzen werde.
Bei Industrie- und Gesundheitsunternehmen liege die Sache noch einmal anders: Moderne, zukunftsfähige Gebäude würden insbesondere bei Unternehmen, die im globalen Wettbewerb stehen,
(noch) keine Rolle spielen. Sie investieren ausschließlich in ihr Kerngeschäft, in Maschinen und Technologie,
die ihnen einen unmittelbaren Wettbewerbsvorsprung verschaffen.
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Immobilienbrief
STUTTGART
TERMINE
Jour fixe
Am 11. November um 19 Uhr findet in der Akademie der Bildenden
Künste Stuttgart wieder der Jour
fixe der Fachgruppe Architektur
statt. Dieses Mal mit Vorträgen und
Diskussionen zum Thema „Experimente – Architektur digital konzipiert“. www.abk-stuttgart.de
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„Individualität – Serie oder Unikat?“
lautet der Titel des 25. BDA Wechselgesprächs am 17. November um
19 Uhr. www.wechselraum.de
Ausgabe 159
04.11.2014
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Wirtschaftlichkeitsdenken überwiegt: Aufklärungsarbeit nötig
Durchweg falle auf, dass weder der Branche noch den Nutzern bewusst sei, dass wir künftig gezwungen
sein werden, anders zu bauen. Statt nur in Wirtschaftlichkeitskategorien zu denken, müsse dem gesamtgesellschaftlichen Nutzen Rechnung getragen werden. Deutlich werde diese Diskrepanz beim
Konzept der Kreislaufwirtschaft à la Cradle-to-Cradle (von der Wiege zur Wiege, kurz C2C). Bisher unterschätzt die Branche die Relevanz von C2C für die Zukunft des Bauwesens. Dabei gingen die für den Bau
notwendigen Rohstoffe bei gleichzeitig exponentiell steigenden Baukosten zur Neige.
Höhere Anfangsinvestitionen könnten sich beim Verkauf auszahlen
Statt sich Gedanken über wiederverwertbare Baustoffe und Komponenten zu machen, denkt
das Gros der Stuttgarter Investoren in sehr viel kürzeren Zeiträumen. Vielen ist zudem nicht bewusst, dass sich die höhere Anfangsinvestition in zehn bis 15 Jahren beim Verkauf der Immobilien auszahlen werde. Einige Teilnehmer zogen an dieser Stelle die Parallele zur Green-Building-Ära: Vor 15 Jahren war
ein Green Building noch ein Nischenprodukt. Heute ist es in vielen Bereichen Standard. Allerdings müsse
guter Standard preisgünstiger werden, so ein wiederkehrender Einwand aus der Runde.
LOB & PREIS
Real Estate
Stuttgart-Award
Dominik Mock (Abschlussnote 1,9)
wurde mit dem Real Estate Stuttgart-Award 2014 ausgezeichnet.
Der Preis wird jedes Jahr an den besten Studenten der ADI Akademie
der Immobilienwirtschaft vergeben.
Stifter des bereits zum achten Mal
vergebenen Awards ist Real Estate
Stuttgart Chartered Surveyors. Die
Verleihung fand vor 100 Gästen im
Rahmen der Feierlichkeiten zum gemeinsamen 15-jährigen Bestehen
der RICS-Regionalgruppe Stuttgart
und der ADI Akademie der Immobilienwirtschaft statt. Den Preis für
die beste Projektgruppe konnten
Julia Schaz, Florian Kaiser, Marco
Deeg und Nicolai Greiner mit der
Abschlussarbeit „Vasaio – Projektierung der Stuttgarter Rathausgarage“ entgegennehmen.
Unsere Städte werden in einigen Jahren nicht ausschließlich smarte Gebäude prägen, waren sich die
Diskutanten einig. Dies betreffe in besonderem Maße Stuttgart mit seinem großen Gebäudebestand. Nicht
jede Immobilie werde die genannten sieben Eigenschaften vereinen. Dies sei weder möglich noch erstrebenswert. Ein Teilnehmer warf zudem eine weitere Eigenschaft in die Runde: Die Gebäudeästhetik dürfe nicht
aus dem Blick geraten. Viele Gebäude seien ein Stück Baukultur und prägten die Identität der Stadt Stuttgart.
Energiewirtschaftlicher Masterplan für Stuttgart
Es müsse sich immer um eine Kombination von bestehenden Lowtech-Gebäuden (weitestgehend des Bestands) und Super-Hightech-Immobilien handeln. Letztere sollen das ausgleichen, was die Gebäude früherer Jahrgänge nicht leisten können. Ein Teilnehmer lieferte auch gleich ein Gedankenmodell, wie dies
aussehen könnte: Mit einem energiewirtschaftlichen Masterplan könne die Politik den Rahmen festlegen.
Es müsse ein System gefunden werden, in dem die Gebäude der Stadt mit ihrem jeweiligen Leistungsstand
abgebildet werden. So bekäme man einen Überblick über die Struktur und Energieverteilung auf
Städteebene und könne an eine Art Umverteilung denken.
In diesem Punkt gingen die Meinungen der Diskutanten auseinander: Ein Teil der Experten war der Meinung, dass es einen übergeordneten Fahrplan und regulatorische Eckpfeiler seitens der Politik geben müsse. Politischer Druck sei notwendig, solange der finanzielle Aspekt das ökologische Gewissen überwöge.
Andere forderten, dass es Aufgabe der Unternehmen sei, ohne politische Vorgaben Wege zu
finden, wie das Gebäude der Zukunft flächendeckend wirtschaftlich zu realisieren ist. In einem
Punkt herrschte Einigkeit: Am Ende hänge alles vom Nutzer ab – und der schaue erfahrungsgemäß vor
allem auf die Nebenkosten, gerade in Stuttgart. n
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Immobilienbrief
STUTTGART
LOB & PREIS
Top-Makler aus der Region
Die Unternehmen Postbank Immobilien, Zondler & Costanzo, Link
Immobilien und Spieler & Seeberger – alle aus der Region Stuttgart
– zählen zu den 100 Top-Maklern
in Deutschland. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Ratinggesellschaft Feri Eurorating Services
und des Instituts Innovatives Bauen IIB für das Wirtschaftsmagazin
Capital. Während die Immobiliengesellschaft Postbank Immobilien
bei der umfangreichen Analyse in
der Region Stuttgart die Bestnote
von fünf Sternen erhielt, erreichten
Zondler & Costanzo, Link Immobilien und Spieler & Seeberger vier
Sterne. Für den neu entwickelten
Capital Makler-Kompass wurden in
26 Städten die 25 Vermittler mit
dem jeweils größten Immobilienangebot in den vergangenen zwölf
Monaten einem qualitativen Test
unterzogen. Bei der Analyse prüfte
Feri Dienstleistungen rund um den
Kauf oder Verkauf von Wohnimmobilien. So wurde zum Beispiel
untersucht, wie lange die Vermarktung eines Objekts dauert und welche Ausbildung und Erfahrung die
Mitarbeiter vorweisen können.
Ausgabe 159
04.11.2014
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IVD-Cityreport Pforzheim
Wohnungsangebot
deutlich ausgedünnt
In Pforzheim steigen die Preise für Eigentumswohnungen, stellt der Maklerverband IVD Süd fest.
Unverändert groß ist vor allem die Nachfrage nach günstigem Wohnraum.
„Das Objektangebot auf dem Pforzheimer Wohnimmobilienmarkt hat sich im vergangenen Jahr deutlich
ausgedünnt“, meint Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, „das Überangebot, das teilweise in einzelnen Segmenten in den vergangenen Jahren vorhanden war, ist bereits abverkauft.“
Vor allem auf dem Markt für Eigentumswohnungen stellt Kippes in den vergangenen Jahren eine
hohe Dynamik fest. „Aufgrund der günstigen Bauzinskonditionen haben viele Interessenten ihre geplanten Immobilienkäufe vorverlegt.
Auch Kapitalanleger schichteten in AnEigentumswohnungen zum Kauf in Pforzheim im Frühjahr 2014,
Preise in €/m2
© IVD-Institut
betracht der Unsicherheiten auf den
3.500
Kapitalmärkten ihr Kapital zum Teil in
2.920
3.000
Immobilien um“, sagt er.
2.500
Wieder mehr Neubauprojekte in guten Lagen
2.000
1.500
2.320
2.180
1.820
1.950
1.550
1.000
„Die deutlich angezogene Nachfrage
500
hat vielerorts die Neubautätigkeit ange0
Eigentumswohnungen/Bestand
Eigentumswohnungen/Neubau
regt“, sagt Karl-Heinz Boger, Geschäftsmittlerer Wohnwert
guter Wohnwert
sehr guter Wohnwert
führer des Bauträgers Boger, „insbesondere in den guten bis sehr guten Lagen
wird wieder in Eigentumswohnungen investiert. Daneben zeichnet sich ab, dass auch ältere Bausubstanzen, teils mit öffentlichen Fördermitteln, grundlegend saniert und modernisiert werden.“
Südweststadt: Ruhig und zentrumsnah wohnen
Zu den gefragtesten Wohngegenden Pforzheims gehört laut IVD Cityreport Pforzheim der Stadtteil
Südweststadt. Hier liegen die ruhigen und zentrumsnahen Wohngebiete Rodgebiet und Am
Nagoldhang. Eine attraktive Wohngegend am Rande Pforzheims ist laut Boger der Buckenberg: „Neben
zahlreichen Ein- und Zweifamilienhäusern trifft man in diesem Stadtteil auch eine flächensparende und
verdichtende Bauweise an.“
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Die Kaufpreise für Einfamilienhaus Baugrundstücke liegen in Pforzheim bei durchschnittlich 340 Euro. Für
ein frei stehendes Einfamilienhaus werden im Durchschnitt 375 000 Euro und für eine Doppelhaushälfte
343 000 Euro – jeweils bei gutem Wohnwert – bezahlt. Die Preise für Eigentumswohnungen aus dem
Bestand liegen in Pforzheim laut IVD Süd im Durchschnitt zwischen 1050 Euro (einfacher Wohnwert)
und 2180 Euro (sehr guter Wohnwert). Der Kaufpreis für eine Neubauwohnung liegt durchschnittlich
bei 2320 Euro (guter Wohnwert).
Wohnungsmieten um 2 bis 4 Prozent gestiegen
„Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum zur Miete ist in Pforzheim nach wie vor groß“, sagt
Kippes. Gegenüber dem Vorjahr hätten die Mieten im Durchschnitt um 2 bis 4 Prozent zugelegt. Derzeit
werden für eine Altbauwohnung durchschnittlich 7,30 Euro, für eine Bestandswohnung 7,30 Euro und für
eine neu errichtete Wohnung 8,60 Euro (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen) bezahlt. n
Der „Cityreport Pforzheim 2014“ des IVD-Instituts ist für 35 Euro inklusive Mehrwertsteuer erhältlich unter www.ivd-sued.net.
Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 159
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Seite 12
Stuttgarter finanzieren mit mehr Eigenkapital
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Beleihungsauslauf seit 2008 gesunken
Trotz deutlich gestiegener Hauspreise borgen sich Immobilienkäufer in Stuttgart heute in
Relation weniger Geld von der Bank als im Jahr 2008 – weil sie mehr Erspartes einbringen. Das
zeigt eine regionale Auswertung des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp.
„Der sogenannte Beleihungsauslauf, der das Verhältnis zwischen Immobilienpreis und Darlehenssumme
anzeigt, ist von 2008 bis zum ersten Halbjahr 2014 von durchschnittlich 69,6 Prozent auf 66,4 Prozent gesunken“, sagt André Lichner, Leiter der Stuttgarter Interhyp-Niederlassung. Damit befinden sich
die Stuttgarter in puncto durchschnittlichen Beleihungsauslaufs zusammen mit den Berlinern im Mittelfeld
unter den acht untersuchten deutschen Großstädten.
Die Käufer haben mehr Geld gespart
UNTERNEHMEN
Foto: Milaneo
ECE liefert täglich
Der tägliche Lieferservice („Same
Day Delivery“) im ECE-Einkaufszentrum Milaneo wurde in den
ersten anderthalb Wochen nach
Eröffnung knapp 300 Mal in Anspruch genommen. Einkaufstüten
im Gesamtgewicht von bis zu 30
Kilogramm werden im Umkreis von
15 Kilometern für 5,99 Euro mit
Fahrradkurieren und Transportern
zugestellt. Weitere Entfernungen
kosten mehr. Die Ware ist auf
dem Weg zum Kunden für bis zu
3000 Euro versichert. Nach Kenntnis der ECE bietet kein anderes
Einkaufszentrum in Deutschland
diesen Service an, in den USA
würden seit dem vorigen Jahr erste
Versuche laufen.
„Der gesunkene Beleihungsauslauf zeigt, dass die Immobilienkäufer der enormen Preisentwicklung bei
Kaufobjekten in der Schwabenmetropole eine höhere Eigenkapitalquote entgegensetzen. Sie sind in der
Lage, ihre Darlehen mit bereits vorhandenen Vermögenswerten abzusichern“, meint Lichner. Das historisch niedrige Zinsniveau geht auch bundesweit nicht mit stark steigenden Kreditvolumina
einher – seiner Ansicht nach ein wichtiges Indiz dafür, dass man hierzulande nicht von einer flächendeckenden Immobilienblase sprechen kann.
Durchschnittliche Kaufpreise und Kreditsummen gestiegen
Wie die regionale Interhyp-Auswertung von mehr als 1000 Finanzierungsfällen in Stuttgart zeigt,
ist der durchschnittliche Immobilienkaufpreis von rund 289 000 Euro im Jahr 2008 auf rund 349 000 Euro
im ersten Halbjahr 2014 geklettert. Die durchschnittliche Kreditsumme stieg von circa 201 000 Euro auf
knapp 232 000 Euro. Weil der Durchschnitts-Stuttgarter jedoch im Jahr 2014 mehr Eigenkapital in seine
Finanzierung eingebracht hat als vor sieben Jahren, ist der Beleihungsauslauf zurückgegangen.
Der durchschnittliche Beleihungsauslauf für acht ausgewählte Städte im Überblick
(Stand: 1. Halbjahr 2014)
1. München: 60,4 Prozent
5. Düsseldorf: 68,8 Prozent
2. Hamburg: 63,3 Prozent
6. Köln: 70,3 Prozent
3. Stuttgart: 66,4 Prozent
7. Dresden: 71,9 Prozent
4. Berlin: 67 Prozent
8. Frankfurt am Main: 72,8 Prozent
Den niedrigsten Beleihungsauslauf unter den acht untersuchten Städten erreichen 2014 mit 60,4 Prozent
die Münchner Immobilienkäufer, den höchsten mit 72,8 Prozent und mit 71,9 Prozent die Frankfurter beziehungsweise die Dresdner Kreditnehmer. n
www.wohninvest.de
Immobilienbrief
STUTTGART
Impressum
Immobilienbrief
STUTTGART
ISSN 1866-1289
Herausgeber:
Frank Peter Unterreiner
redaktion@
immobilienverlag-stuttgart.de
Ausgabe 159
04.11.2014
Seite 13
Flugfeld Böblingen-Sindelfingen
Historisches Empfangsgebäude
wird saniert
Das Alte Empfangsgebäude auf dem Flugfeld Böblingen/Sindelfingen soll zu neuem Glanz zurückfinden. Geplant ist auf rund 450 Quadratmetern ein gastronomisches Highlight mit Eventflächen und einer historischen Flugfeld-Dokumentation.
Immobilienverlag
Stuttgart GbR
Frank Peter Unterreiner
& Stefan Unterreiner
Urbanstraße 133
D-73730 Esslingen
Telefon 0049/711/3 51 09 10
Telefax 0049/711/3 51 09 13
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Der Immobilienbrief Stuttgart
darf zu Informationszwecken
kostenlos beliebig ausgedruckt,
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nennen. Der Verlag behält sich
das Recht vor, in Einzelfällen diese generelle Erlaubnis zu versagen. Eine Verlinkung auf die
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Stuttgart bedarf der schriftlichen
Genehmigung des Verlags.
Alle früheren Ausgaben des
Immobilienbrief Stuttgart, die
Mediadaten sowie grundsätzliche Informationen befinden
sich im Internet unter www.
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Gastbeiträge geben die Meinung des Autors und nicht
unbedingt die der Redaktion
wieder.
Quelle: Flugfeld
Verlagsleitung:
Stefan Unterreiner
verlag@
immobilienverlag-stuttgart.de
Nicht zufällig bekommt der Anbau die Form eines Flügels
„Was lange währt, wird endlich gut“, freut sich Peter Brenner, Geschäftsführer des Zweckverbands Flugfeld. Nach jahrelanger Suche wurde mit Andreas Dünkel von der Dünkel Investment beziehungsweise Activ-Group ein Investor gefunden, der das denkmalgeschützte Empfangsgebäude des ehemaligen Landesflughafens auf Erbpachtbasis übernimmt, saniert und der Öffentlichkeit zugänglich macht.
Dünkel investiert insgesamt knapp 50 Millionen Euro
Das Empfangsgebäude soll zu einem weiteren Teil des Gebäudeensembles und Gesamtkonzeptes der Motorworld Region Stuttgart werden. Damit klettert das Investitionsvolumen von Dünkel
Investment auf dem Flugfeld Richtung 50 Millionen Euro. „Der Zweckverband hatte große Ansprüche an
einen möglichen Investor für das Alte Empfangsgebäude auf dem Grundstück neben der Kita Flugfeld“,
erklärt Brenner. „Es ist allen Verantwortlichen wichtig, dass das erste Gebäude, das auf dem ehemaligen
Landesflughafen errichtet wurde, nicht nur denkmalgerecht restauriert wird, sondern auch eine zentrale
Stellung durch eine neue Nutzung erhält.“
Altes Empfangsgebäude – neue Nutzung
Das Empfangsgebäude wurde errichtet, als der Flugplatz Böblingen 1925 zum Landesflughafen StuttgartBöblingen ausgebaut wurde. Das Alter ist dem Empfangsgebäude inzwischen anzusehen. Es ist in
völlig desolatem, zerfallenem Zustand und droht einzustürzen.
Historische Bedeutung steht im Fokus
Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude wird um ein anderthalbgeschossiges, gläsernes Bauwerk in Form eines stilisierten Flügels beziehungsweise einer Tragfläche erweitert. Der Flügel
verbindet den alten Gebäudeteil mit dem neuen. Die Gastronomie umfasst zirka 200 Quadratmeter für
100 Personen. Der Außenbereich wird in das gastronomische Konzept eingebunden und bietet Platz für
weitere 200 Gäste. Im 200 Quadratmeter großen Tagungs- und Eventbereich können außerdem Veranstaltungen für bis zu 200 Personen durchgeführt werden. Im Neubau wird sich auch ein Ausstellungsbereich
befinden, der die Historie des Flugfelds präsentiert. n
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