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F 65a – wie eine Apotheke die Krankenhäuser versorgt

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F 65a – wie eine Apotheke
die Krankenhäuser versorgt
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Wie ein kleiner Großhandel
Früher waren die Lager- und Logistikräume in der Dom-Apotheke, die in der Essener Innenstadt
zwischen Hauptbahnhof und
„Dom“ (Münsterkirche) liegt,
untergebracht, verteilt über drei
Stockwerke. Mit allen Nachteilen, die eine solche Verteilung
über mehrere Etagen mit sich
bringt, und den Schwierigkeiten,
die eine Innenstadtlage für die
Lieferfahrzeuge aufweist. Damit
ist nun Schluss. Peterseim hatte
das Glück, auf dem Grundstück
eines ehemaligen Autohauses in
der Frohnhauser Straße 65a (apothekeninterne Bezeichnung des
Zentrums ist F 65a) in der Nähe
des ehemaligen Kruppgeländes,
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Erst die neue Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO ) ermöglichte es, ein Logistikzentrum für die Krankenhausversorgung getrennt von der Apotheke
zu errichten. Die neue ApBetrO
fordert seit dem vergangenen
Jahr nicht mehr die Raumeinheit von Apotheke und Lagerräumen, die der Versorgung von
Krankenhäusern und Heimen
dienen. Vor gut zwei Jahren
konnte Peterseim daran denken,
sein Ziel eines eigenen Logistikzentrums zu verwirklichen.
Im April 2011 liefen die Planung und vor gut einem Jahr
der Bau des Zentrums an – und
das auf Hochtouren. Der Umzug konnte dann im März dieses Jahres erfolgen.
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nur wenige Minuten von der
Dom-Apotheke entfernt, bauen
zu können. Mit einem Stab an
Fachleuten plante und errichtete
er sein neues Logistikzentrum,
das – technisch gesehen – wie
ein kleiner Großhandel funktioniert. Zu sehen sind viele Lagerregale, ein Automat für die
Schnelldreher, große Kühlregale
– und dazwischen die Rollenwege, auf denen die grauen Plastikwannen mit der Aufschrift
„Dom-Apotheke“ ihre Runden
drehen. Die Grundfläche beträgt
insgesamt 1300 Quadratmeter,
davon entfallen allein 700 Quadratmeter auf die Logistikfläche
und das Warenlager. Lageristinnen und Automaten bestücken
die Wannen gemäß der Bestellungen der mittlerweile 15 Krankenhäuser von acht Krankenhausträgern mit über 4000 Betten, die von der Dom-Apotheke
versorgt werden. Apothekerinnen
und Apotheker kontrollieren die
Lieferungen. Täglich transportieren mehrere Lieferfahrzeuge bis
zu 250 Wannen auf bis zu zehn
Touren in die Kliniken. Das Warenlager im Wert von rund einer
Million Euro schlägt sich 1,5
Mal im Monat um. Es umfasst
rund 2000 verschiedene Arzneimittel inkl. der verschiedenen
Darreichungsformen der einzelnen Wirkstoffe. Das IT-System
zur Steuerung der logistischen
Abläufe stammt von Awinta.
Die Waren bringen die genossenschaftlichen Großhändler Noweda und Sanacorp bei. Elf Apothekerinnen und Apotheker der
Dom-Apotheke arbeiten in der
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Klinikversorgung und übernehmen Aufgaben im Bereich der
Klinischen Pharmazie, gehen mit
auf Visite und checken Medikationspläne.
Was hier geplant und gebaut
wurde, ist in Deutschland einzigartig. Das betrifft nicht die
Einzelkomponenten des Logistikzentrums, sondern die Art und
Weise, wie die verschiedenen
technischen Lösungen zu einem
umfassenden Lagersystem zusammengestellt wurden, wie
Peterseim betont.
es Probleme mit der An- und
Abfahrt der Transportfahrzeuge
gegeben. „Die Interpretatoren
der Apothekenbetriebsordnung
meinten, die Räume für die
Krankenhausversorgung müssten Wand an Wand mit der normalen Apotheke stehen.“
Der dritte Versuch, geeignete
Räume zu schaffen, sei nun gelungen: 2012 wurde das Gebäude in der Frohnhauser Straße 65a
errichtet und im März dieses
Jahres fertiggestellt.
seine Stellvertreterin ist Dörte
Mehltretter. Die insgesamt elf
Apothekerinnen und Apotheker,
die für die Krankenhausversorgung zuständig sind, weisen Qualifikationen auf in den Bereichen
Hämatologie/Onkologie, Kardiologie, Neurologie/Psychiatrie,
Orthopädie und Ophthalmologie.
Einweihung
Zur Einweihungsfeier am 12. Juli
2013 konnte Peterseim, der auch
Vorsitzender des Bundesverbands
klinik- und heimversorgender
Apotheker (BVKA) und des Verbands der Zytostatika herstellenden Apotheker (VZA) ist, zahlreiche Ehrengäste begrüßen, u. a.
den Stadtdirektor von Essen,
Von der Adler- zur
Dom-Apotheke
Die Dom-Apotheke in Essen
wurde 1970 von Dr. Albert Peterseim gegründet. Im Jahr 2001
ging diese Apotheke auf seinen
Sohn Dr. Klaus
Peterseim über,
der zuvor 14 Jahre lang als Nachfolger seiner
Mutter die AdlerApotheke geleitet und dort den
Bereich der
Krankenhausversorgung ausgebaut hatte, einen
Bereich, der in
der Adler-Apotheke eine lange
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Tradition hat.
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Mit der Übernahme der DomApotheke durch Klaus Peterseim
Hans-Jürgen Best, der in Vertrewurde auch die Klinikversorgung tung des Essener Oberbürgervon der Adler- in die Dom-Apomeisters gekommen war, und Ottheke verlegt.
mar Vieth, Domprobst von EsAnfangs arbeitesen. „Das offene Geheimnis des
ten in der AdlerErfolgs“, so nannte es Peterseim
Apotheke für die
in seiner Ansprache, „sind die
KrankenhausverMitarbeiter der Dom-Apotheke,
sorgung zwei
geprägt von Idealismus und ImPersonen auf 75
provisation, Fachkompetenz und
Quadratmetern.
Professionalität.“ Es sind MenMittlerweile geschen, die den Dienstleistungsgehört die Domdanken als wichtigstes Element
Apotheke zu den
ihrer Berufsauffassung verinnergrößten Lieferanlicht haben.
ten und DienstVon Festrednern gelobt wurde
leistern DeutschPeterseims unternehmerischer
lands im Bereich
Mut, in der heutigen Zeit 2,5
der KrankenhausMio. in dieses Logistikzentrum
versorgung. Leiinvestiert zu haben, wobei allerter dieser Abteidings, wie er selbst anmerkte,
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JOLMEFSWFSTDIJFEFOFO%BSSFJDIVOHTGPSNFOJN8FSUWPOSVOE
Apotheke ist Dr.
heimliche Eigentümer der Räu.JP&VSPMBHFSOIJFS
Eberhard Schott,
me ist“. <
Wie alles begann
Schon Ende der 90er Jahre hatte
Peterseim Überlegungen, ein
neues Gebäude für die Krankenhausversorgung zu schaffen, da
es im Keller seiner Adler-Apotheke, Essen-Borbeck, in der die
Lagerräume untergebracht waren, sehr eng geworden war.
Eine damals angedachte Planung für neue Räume auf einem
ehemaligen Kruppgelände
„scheiterte“, wie Peterseim erklärte, „an der formalen Auslegung der Apothekenbetriebsordnung und der restriktiven Haltung der damaligen Führung der
Apothekerkammer Nordrhein“.
Sein zweiter Versuch, mehr
Platz für die Krankenhausversorgung zu schaffen, war der
Umzug in die Rathenau-Straße.
Die Lagerräume lagen gesetzeskonform zur Dom-Apotheke,
aber mit begrenzten Möglichkeiten wegen der Lage in der Fußgängerzone. Immer wieder habe
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