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In der Fremde: Wie schön ist Weihnachten zu Hause - Gymnasium

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Anhalt-Zerbster Nachrichten
Volksstimme
Mittwoch, 24. Dezember 2008
Redaktion:
Daniela Apel (dap)
& 039 23/6 12 94-52, Fax: -53
Jeversche Straße 1, 39261 Zerbst
daniela.apel@gmx.de
Manuela Langner (mla)
Domblick 61, 39175 Gerwisch
& 039 29 2/6 55 67, Fax: -2 81 94
Manuela.Langner@t-online.de
––––––––––––––––––––––––––––
Service-Agentur:
Buchhandlung Otte
Dammstr. 30, 39279 Loburg
Schießen um den
Silvesterpokal
Dobritz (mla). Zum 15. Silvesterpokalschießen lädt der
Schützenverein Dobritz 1991
am Sonnabend, dem 27. Dezember, und am Sonntag, dem
28. Dezember, an den BDFStand des Schützenvereins an
der Zerbster Landstraße ein.
Am Sonnabend läuft der
Wettbewerb zwischen 10 und
15 Uhr, am Sonntag zwischen
10 und 14 Uhr. Im Anschluss
kommt es, falls erforderlich,
zum Stechen. Beim Trappschießen je Serie 15 Wurfscheiben können die Schützen beliebig viele Serien schießen.
Die besten Schützen werden
mit Pokalen, Urkunden und
Geldpreisen
ausgezeichnet.
Voraussetzung zur Teilnahme
ist ein Mindestalter von
18 Jahren.
Batterien für den
Empfänger
Deetz (mla). Die Pieper der
Feuerwehrleute verbrauchen
zu viele Batterien. Diese ihm
zugetragene Information leitete
Ratsmitglied
Wolfgang
Knopf auf der jüngsten Sitzung
des Deetzer Gemeinderates an
Bürgermeister Ulrich Weimeister weiter. Er schlug vor, über
die Anschaffung von Ladegeräten und je zwei Sätzen Akkus für die Mitglieder der Feuerwehr
nachzudenken.
Es
könne nicht sein, dass die Feuerwehrleute auf den Kosten
sitzen blieben.
Mit Weihnachtsliedern, Singspielen und Gedichten gestalteten die Kinder das Programm.
Weihnachtsfeier der Kita Lindau
Eltern wünschen sich
die „Raupe nimmersatt“
Zur Weihnachtsfeier der
Lindauer Kita „Im Pappelgrund“ wurde gesungen und
gespielt. Die Eltern brachten
ein Märchen auf die Bühne.
Der Erlös aus Kaffee und
Kuchen soll der Anschaffung
eines Schlaumäuse-Paketes
zugute kommen.
Von Manuela Langner
Lindau. Schon den Großeltern hatte die „Raupe nimmersatt“ zum Oma-Opa-Tag der
Lindauer
Kindertagesstätte
„Im Pappelgrund“ bestens gefallen. Auf Wunsch vieler Eltern spielten die Jungen und
Mädchen der Einrichtung zur
Weihnachtsfeier im großen
Saal des Lindauer Bürgerhauses das Stück noch einmal.
Mit Weihnachtsliedern, Singspielen und Gedichten beteiligten sich alle Gruppen der Kita
an dem kurzweiligen Programm. So zeigte die Pünkt-
Die Kleinen tanzten als Schneeflocken über die Bühne.
Fotos (2): Manuela Langner
chengruppe beispielsweise das
Singspiel „Im Garten steht ein
Schneemann“.
Während die Gäste sich in
der Pause Kaffee und Kuchen
schmecken ließen, wurde auf
der Bühne fleißig gewerkelt
und die Requisite für das Märchenspiel aufgebaut. In diesem
Jahr hatten sich die Eltern für
„Schneeweißchen und Rosenrot“ entschieden. Im November
war mit den Proben begonnen
worden.
Sieben
Eltern
schlüpften in die Rollen der
Märchenfiguren. Für Requisite
und Kostüme griff die Kita in
ihren Fundus, den sie über die
Jahre angelegt hat. Zugleich
steuerten die Mütter und Väter
viele neue Ideen hinzu.
Für Kaffee und Kuchen waren die Besucher gebeten, der
Kita eine kleine Spende zu
hinterlassen. Beim Oma-OpaTag Anfang November waren
so 130 Euro zusammengekommen, die die Kindertagesstätte
nach Auskunft von Kita-Leiterin Brigitte Melle für den Erwerb eines Schlaumäuse-Softwarepaketes
einsetzen
möchte.
Weihnachtsstrohmaus grüßt in Nutha
Im Herbst trug die putzige Strohmaus vor dem
Nuthaer Kornmuseum noch ein blaues Erntegewand, nun grüßt sie in weihnachtlichem Rot die
Besucher. Die Landfrauen haben die Figur festlich
mit Nikolausmütze und Mantel eingekleidet. So
wünscht die Weihnachtsmaus allen Gästen des
Kornmuseums frohe Feiertage und einen guten
Rutsch ins Neue Jahr und hofft, dass sie der Einrichtung auch 2009 die Treue halten. Dann wird
zu neuen Veranstaltungen in die Aktivwerkstatt
eingeladen, bei der sich die Teilnehmer wieder in
geselliger Runde in verschiedenen traditionellen
Techniken ausprobieren können. Natürlich hoffen die Organisatoren auf eine ähnliche Resonanz
wie in diesem Jahr. Durchschnittlich 15 Besucher
lockten die Angebote unter anderem zum Federreißen, Korbflechten, Spinnen oder Töpfern
an. Eine rege Nachfrage herrschte ebenfalls nach
Führungen durch das Museum, dessen zahlreiche
Ausstellungsstücke das frühere Leben auf dem
Lande anschaulich widerspiegeln.
Fotos (2): Daniela Apel
Erhebung von Beiträgen
Gemeinschaftsausschuss beschließt
geänderte Straßenausbausatzung
Zerbst (dap). Anfang Oktober hatte der Gemeinschaftsausschuss eine Neufassung der
Straßenausbaubeitragssatzung
für die Gemeinden Hohenlepte,
Nutha, Gödnitz. Jütrichau und
Gehrden verabschiedet. Nach
Hinweisen der Kommunalaufsicht lag dem Bürgermeistergremium nun, zwei Monate
später, die erste Änderungssat-
Das Thema: zu Weihnachten in Südamerika
zung vor. So mussten unter anderem die „Kosten der Beauftragung Dritter mit der
Planung und Bauleitung“ als
beitragsfähiger Aufwand in
das Dokument aufgenommen
werden. Die an die Vorgaben
angepasste Satzung wurde bei
sechs Enthaltungen beschlossen. Sie tritt mit ihrer erneuten
Veröffentlichung im Amtsblatt
in Kraft. Nutha, Gödnitz,
Jütrichau Hohenlepte und
Gehrden haben die Straßenbaulast an die Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Ehle-Nuthe
übertragen. Deshalb ist der
Gemeinschaftsausschuss das
Entscheidungsgremium, was
die Erhebung wiederkehrender
Straßenausbaubeiträge in den
fünf Gemeinden betrifft.
Volksstimme, den 24.12.2008
Entwicklungshelfer Christian Tietz berichtet aus Bolivien
In der Fremde: Wie schön ist Weihnachten zu Hause
Vornehmlich in den südamerikanischen Metropolen ist der Einfluss Europäischer Weihnachtsbräuche zu spüren. Allerdings ist es hier durchweg bunt und schrill. Das Foto zeigt eine weihnachtlich dekorierte
Hotel-Ecke.
Christian Tietz, ein 27-jähriger
Mühlsdorfer, ist bis Juni 2009
als Entwicklungshelfer in
Südamerika tätig. Hin und
wieder berichtet er für die
Zerbster Volksstimme von
seinen Erlebnissen und
Eindrücken.
La Paz/Bolivien. 23 Grad im
Schatten, die Sonne brennt unerbittlich vom Himmel und südamerikanische Klänge strömen einem aus allen Richtungen
entgegen. Mit vorweihnachtlicher Stimmung lässt sich dies
wohl für viele nicht in Einklang
bringen. Aber doch ist es zur
Zeit, wie auch in Deutschland,
vorweihnachtlich in Bolivien
und allen anderen Ländern Südamerikas. Nur unsere eingespielten Vorstellungen von der
Adventszeit – Kälte, Schnee,
trübe und dunkle Tagen, an denen man gemütlich zuhause
sitzt und besinnliche Weihnachtslieder hört – verhindern,
dass man hier sofort weihnachtliche Vorfreude verspürt.
Erst auf den zweiten Blick
wird sichtbar und hörbar, dass
vieles, was zur Zeit gegenwärtig ist, mit Weihnachten zu tun
hat. Vor allem in den größeren
Städten sind die Klänge, die
aus jedem Lautsprecher in jedem noch so kleinen Laden
kommen, uns wohlbekannte
Weihnachtslieder. Sie sind natürlich in Spanisch und wurden mit den jeweiligen landestypischen
Rhythmen
unterlegt. Vor allem Kaufhäuser und Banken warten mit
speziellen Weihnachtsangeboten für ihre Kunden auf. Mit
Aufforderungen wie „Kaufen
Sie jetzt und bezahlen Sie im
neuen Jahr“ lassen sich auch
viele der nicht so gut betuchten
Menschen in die den westli-
Christian Tietz
chen
Standards
entsprechenden Einkaufstempel locken. Wie sie die so gemachten
Schulden dann im neuen Jahr
tilgen werden, bleibt offen.
Bunte schrille Städte
Die großen Plätze sind mit
Girlanden und Lichterketten in
allen Farben geschmückt und
auch Plastikweihnachtsbäume,
die auffallend blinken, leuchten und Weihnachtsmelodien
piepen, sind allerorten zu finden. Etwas seltsam wirken hingegen die Plastikschneemänner
und die Rentierschlitten samt
Weihnachtsmann in den Fenstern der Häuser. Schneemann,
Schlitten und Weihnachtsmann
im dickem rotem Mantel bei
23 Grad? Der Einfluss aus Europa und Nordamerika ist dabei
ohne Zweifel zu erkennen. In
den ländlichen Regionen hingegen begegnet man all diesen
„modernen“ Zeugnissen der
Weihnachtszeit nicht. Die Menschen auf dem Land begehen
Weihnachten und die Zeit davor größtenteils ungeachtet
dieser Einflüsse. Vor lauter Arbeit bleibt keine Zeit, sich um
diese für sie wohl überflüssigen
Dinge zu kümmern.
Einen
Weihnachtsmarkt
habe ich in La Paz zu meiner
Überraschung auch aufgespürt.
Wie auch in Deutschland sind
viele verschiedene Stände aufgebaut. Verkauft wird aber anstatt Glühwein erwärmter
süßer Maissaft, der Chicha genannt wird und auch sehr lecker ist. Auch eine Art Christstollen und viele Schmalzgebäcke gibt es. Das ist dann
aber auch alles, was an einen
deutschen
Weihnachtsmarkt
erinnert. Die anderen Stände
verkaufen die neusten Kinofilme und Musik-Alben bekannter Künstler auf selbstgebrannten CDs und DVDs.
Wieder
Andere
verkaufen
Schnürsenkel in allen Formen
und Farben, Handyzubehör,
Meerschweinchen, Spieße mit
Rinderherzen und Kartoffeln
und allerlei Schnickschnack
für Weihnachten, um nur einiges aus der riesigen Angebotspalette zu erwähnen.
Selbstverständlich gibt es
neben diesem kommerziellen
Teil der Vorweihnachtszeit
auch eine traditionelle Seite.
Da der mit Abstand größte Teil
der Bevölkerung in Südamerika dem katholischen Glauben
angehört, fehlen natürlich auch
keine Darstellungen von Jesus
in der Krippe in Bethlehem.
Teils aufwändige Darstellungen in Lebensgröße lassen sich
vor allem in Kirchen, aber auch
in öffentlichen Gebäuden finden. Die Menschen besuchen
im Advent noch häufiger die
Kirchen als sonst schon im gesamten Jahr. Erwähnt werden
muss aber ebenfalls, dass Weihnachten nicht das größte Fest
für die Katholiken ist. Ostern
und auch der Karneval sind
weitaus bedeutender.
Noch wichtigere Feste
Die Bräuche um die bei uns
bekannten drei Weihnachtsfeiertage unterscheiden sich auch
etwas von den Unsrigen. In Bolivien ist es Tradition in der
„Buena Noche“, wie hier die
Heilige Nacht bezeichnet wird,
um Mitternacht die Geburt
Jesu zu feiern. Zu diesem Feste
treffen sich dabei auch die weiter entfernten Teile der Familie
wieder. Leute, die in die großen
Städte gezogen sind, um dort
Arbeit zu finden, besuchen ihre
Eltern, dazu stoßen Onkel und
Tanten und weitere Verwandte
aus allen Teilen des Landes.
Großfamilie bekommt bei einer
normalen Zahl von mehr als
fünf Geschwistern eine neue
Dimension. Auch die kleinen
Kinder dürfen lange wach blei-
ben und bekommen ihre Geschenke von den Eltern überreicht.
Der
Papá
Nöel
(Weihnachtsmann) ist zwar bekannt und den Kinder wird erzählt, dass er die Geschenke
bringt, aber eine Tradition wie
in Deutschland, dass er persönlich den Kindern die Geschenke übergibt, ist nicht weit
verbreitet. Anschließend wird
weiter gefeiert und viel getrunken. Mit Besinnlichkeit in unserem Sinne hat das wenig zu
tun, aber durch die Probleme
mit denen die Menschen große
Teile des Jahres zu kämpfen
haben, wird jeder Feiertag ausgiebig begangen. All diese Eindrücke hier lassen einen schon
überlegen und sich besinnen,
wie schön ein Weihnachtsfest
im Kreis der Familie ist.
„Feliz Navidad” – Frohe
Weihnachten Ihnen in Deutschland!
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Seele and Geist
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