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Leben,wie esunsgefällt - Einzelfallhilfe Manufaktur eV

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Potsdam-Mittelmark | 19
MAZ | MONTAG, 24. MÄRZ 2014
Japanische
Kunst
in Teltow
Teltow – Bilder von Künstlern aus
Teltow und aus Japan sind jetzt im
Teltower Rathaus und im Bürgersaal in der Ritterstraße zu sehen.
Die Ausstellung trägt den Titel
„Deutsch-japanischer Kulturaustausch in Bildern“. Gestern war
die feierliche Eröffnung, bei der
der Künstler Haru die Gäste in die
Geheimnisse der japanischen
Schriftzeichenkunst einweihte. Er
malte die Wörter für „Kirschblüte“
und „Teltow“ mit Tusche auf Reispapier. Heute können zwei Teltower Schulklassen eine ähnliche
Vorführung erleben. „Es ist schon
etwas Besonderes, einen echten
Kalligraphiemeister aus Japan in
der Jugendkunstschule zu Gast zu
haben. Eine solche Gelegenheit
bietet sich in Teltow nicht so oft“,
so die Leiterin der Jugendkunstschule, Susanne Schneider, „da
habe ich natürlich gleich zugesagt, als das Angebot von der Galeristin Tomoko Germar kam, mit
Schülern einen Workshop durchzuführen.“ Die Galeristin von der
japanischen Galerie Den in Berlin
hatte bereits im Sommer vergangenen Jahres eine japanische Kunstausstellung in Teltow mitorganisiert. Viel Zeit, die neue Schau zu
besichtigen, ist nicht. Sie ist nur
bis 31. März zu sehen. Danach
wandert sie ins Kamakura Art Center nach Japan, wo sie drei Tage gezeigt wird.
stl
MAZ Ausgabe Potsdam
24.03.2014 S. 19
IN KÜRZE
Leichter Zuwachs der
Einwohnerzahl
Kleinmachnow – 20 359 Einwohner hat die Gemeinde Kleinmachnow gegenwärtig mit Hauptwohnsitz. Das wurde auf der jüngsten
Sitzung der Gemeindevertreter
mitgeteilt. Gegenüber der vorangegangenen Sitzung ist das ein
Zuwachs um 14 Einwohner.
Es fahren wieder
Ausflugsbusse
Raben – Ab dem 29. und 30. März
sind Raben und Rädigke wieder
an den Wochenenden und Feiertagen vom Bahnhof Bad Belzig aus
ohne Auto erreichbar. Bis zum
dritten Advent fährt der Omnibusverkehr Glaser im Auftrag des
Landkreises die Ausflugslinie zur
Burg Rabenstein. Start ist jeweils
um 10.20 Uhr am Fläming-Bahnhof Bad Belzig. Die Rückfahrt ist
um 16.20 Uhr ab Rädigke und um
16.25 Uhr in Raben, so dass die
Züge in Richtung Berlin erreicht
werden können. In den sechs
Stunden dazwischen bietet sich
nach Angaben des Naturparkvereins Fläming zum Beispiel ein
Besuch im Naturparkzentrum an.
Öffentliche
Ausschusssitzung
Ausstellungseröffnung mit dem Kalligraphiekünstler Haru.
FOTO: CHRISTEL KÖSTER
Leben, wie es uns gefällt
Der Verein Einzelfallhilfe-Manufaktur eröffnet in Teltow ein Wohnprojekt für Menschen mit und ohne Handicap
Objekt. Das Heim der SechserWG ist mittlerweile fast fertig. Seit
Teltow – Sonnenstrahlen fallen November ist es gemietet. Damit
von draußen durch die Fenster he- es für die Bewohner auch ausrein. Der große Esstisch ist ge- reicht, mussten allerdings noch eideckt. Es duftet nach Kaffee und nige Wände eingezogen, gestriKuchen. Am Tisch sitzen die Be- chen oder tapeziert werden. Dabei
wohner mit ihren Gästen zusam- wurde der Verein von Handwerksmen, die sie an diesem Samstag- firmen unterstützt, wie zum Beinachmittag in ihrem neuen Haus spiel der Firma Elektro Wolf aus
Güterfelde und der Zimmerei
empfangen.
In der Mahlower Straße 131 in Meyer aus Busendorf.
Jeder Bewohner hat ein eigenes
Teltow entsteht eine besondere
Wohngemeinschaft. Sechs Bewoh- Zimmer, zusätzlich gibt es ein gener ziehen in das rund 200 Qua- meinsames Wohnzimmer. Im Erddratmeter große Haus ein und wer- geschoss wird in der großen Küden es mit Leben füllen. Drei von che gekocht, hier hat auch jeder
ihnen sind Menschen mit Assis- genug Platz, um mitzumachen.
tenzbedarf. Alle drei haben das Jede Etage verfügt über Bad und
Notrufsystem. ZusätzDown-Syndrom. Ihnen
soll hier ein selbstbeWir alle lieben lich gibt es einen großen Garten und einen
stimmtes Leben ermög- das Haus.“
Pool. „Wir alle lieben
licht werden. Ihre drei
das Haus“, sagt Ellen
Mitbewohner machen Ellen Krahnat
Krahnat. Ihr Sohn Ben
eine Ausbildung zum Mutter
wird in Kürze hier einHeilerziehungspfleger
und helfen ihnen, ihren Alltag zu ziehen. Er hat hier schon öfter
meistern. Das inklusive Wohnpro- übernachtet und versteht sich bejekt wurde vom Verein „Einzel- sonders gut mit Jonathan Mayer.
hilfe Manufaktur“ ins Leben geru- Der 20-Jährige macht eine Ausbilfen. Dabei war es gar nicht so ein- dung zum Heilerziehungspfleger
fach, ein Haus für die Umsetzung und durfte als Erster in das Haus
der Idee zu finden, wie Oliver Kä- einziehen. Obwohl er sich anfangs
ding, Vorsitzender des Vereins, er- nicht vorstellen konnte, Teil des
klärt. „Die Vermieter haben oft die Projekts zu sein, wie er erzählt. ElBefürchtung, dass die Räume stär- len Krahnat hatte versucht, ihn daker abgenutzt werden, wenn Men- für zu begeistern. Die engagierte
schen mit Handicaps darin le- Mutter ließ nach der ersten Abben“, erklärt er. Am Ende fand der sage des jungen Mannes nicht loVerein aber doch ein geeignetes cker und schaffte es, ihn zur
Von Franziska Maria Schade
Der Verein
Die Einzelfallhilfe-Manufaktur
besteht seit zwei Jahren.
Die haupt- und ehrenamtlichen
Mitarbeiter helfen Menschen mit
Handicaps ein selbstbestimmtes
Leben zu führen, indem sie sie in
ihrem Alltag entlasten oder unterstützen.
In der Wohngemeinschaft leben
angehende Heilerziehungspfleger
über die Zeit ihrer Ausbildung. Dafür,
dass sie ihren Mitbewohnern mit
Handicaps assistieren, wohnen sie
mietfrei und müssen nur 20 Stunden
in der Woche arbeiten.
„
Gemeinde und Schule
einigen sich auf Vergleich
Schopfheimer Allee in Kleinmachnow wird ausgebaut
Kleinmachnow – Zum geplanten,
aber seit Jahren umstrittenen Straßenbau Schopfheimer Allee auf
dem Seeberg in Kleinmachnow,
an der sich mehrere Kindereinrichtungen befinden, kann Bürgermeister Michael Grubert (SPD) einen Erfolg vermelden: Die Gemeinde hat sich mit der Internationalen Schule als Flächeneigentümer auf einen Vergleich geeinigt.
Demnach werden die Fahrbahnbreiten außer am Engpass vor einem Zweifamilienhaus und im
S-Kurven-Bereich durchgängig
6,5 Meter breit ohne Fahrradstreifen, aber mit Bürgersteig gebaut.
Die Anbindung an den Rathausmarkt wird mit der bestehenden
Fahrbahnbreite
des
AdolfGrimme-Rings mit 6,5 Metern fort-
geführt. Um den Durchfahrtsverkehr von der Karl-Marx-Straße
zum Adolf-Grimme-Ring zu unterbinden, sind bauliche und verkehrslenkende Maßnahmen vorgesehen. Der Kreisverkehr auf
Höhe der Waldorfkita erhält einen
Außendurchmesser von 30 Metern. Die Einmündung Karl-MarxStraße wird so gestaltet, dass ein
Fahren für Bus und Lastwagen in
beide Richtungen möglich ist. Der
S-Kurven-Bereich wird 7,5 Meter
breit. Die Schopfheimer Allee
wird nicht zur Fahrradstraße gewidmet. Über weitere Einzelheiten wollen die Schule und die Gemeinde noch in dieser Woche informieren. Für den Vergleich ist die
Zustimmung der Gemeindevertretung erforderlich.
stl
Willkommen in der neuen Küche – Stefanie Schröder und Oliver Käding
(dritter von rechts) besuchen die WG.
FOTO: SCHADE
Schlüsselübergabe ins Haus zu bekommen. Dort traf Jonathan auf
Ben, David und Johanna, die Bewohner mit Handicaps. „Ich hatte
gleich das Gefühl, dass es passt
und bin hiergeblieben“, erklärt
der Auszubildende. Mit ihm werden noch zwei weitere Azubis einziehen. Die pädagogische Leitung
vor Ort übernimmt Stefanie Schröder.
Die Stimmung im Haus ist ausgelassen. Alle scherzen miteinander
und überlegen, welche Möglichkeiten die Wohngemeinschaft und
das Haus noch bieten können. Der
Wein im Garten soll auf Vordermann gebracht werden und wenn
alle Bewohner einverstanden
sind, könne man auch irgendwann über ein Haustier nachdenken, meint Oliver Käding. Die
Gruppe strotzt nur so vor Ideen
und man merkt, dass alle mit Herzblut dabei sind. Die Eltern der Bewohner mit Handicap haben sich
die ganze Zeit mit eingebracht,
wie Oliver Käding erzählt. Daraus
seien mittlerweile auch Freundschaften entstanden.
Das Haus befindet sich in nächster
Nähe zum S-Bahnhof Teltow.
Ähnlich soll es auch in der Wohngemeinschaft passieren. Alle
sechs können nach Absprache mit
ihren Mitbewohnern Freunde und
Familie mit nach Hause bringen
und so sollen auch neue Kontakte
entstehen. Außerdem erfahren
Ben, David und Johanna keine Einschränkungen, was Besuche bei ihren Familien betrifft. Sie können
sie besuchen oder besucht werden, wann und solange sie möchten. Denn das Motto „Leben, wie
es uns gefällt“ soll hier Programm
sein.
Debatte über Moorschutz
Michendorfer Gemeindeparlament soll sich heute Abend positionieren
Michendorf – Das Michendorfer
Gemeindeparlament befasst sich
heute Abend mit dem umstrittenen Moorschutzprojekt des Landschaftsfördervereins Nuthe-Nieplitz-Niederung. Anlass ist ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, FBL-UWG und
FDP. Die drei Fraktionen wollen
mit ihrem Beschlussvorschlag erreichen, dass sich das Kommunalparlament gegen das groß angelegte Moorschutzprojekt positioniert. „Die Gemeindevertretung
Michendorf spricht sich für den Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft mit ihren Wäldern, Feuchtgebieten, Gewässern, Acker- und
Grünlandflächen aus. Die weitere
Vernässung von landwirtschaftlichen Nutzflächen wird abgelehnt“, heißt es in dem Beschlussantrag.
Wie berichtet, will der Landschaftsförderverein den Moorschwund stoppen und den Abbauprozess umkehren, indem er große
Flächen westlich und östlich des
Königsgrabens in den Ungeheuerwiesen vernässt. Gegenwind
kommt vor allem von Landwirten,
die landwirtschaftlich genutzte
Areale verlieren würden. Die weitere „Vernässung des Feuchtgrünlands in Niedermoorbereichen
führt unweigerlich zu einer Verschiebung der Flächenanteile hin
zu mehr Sumpfland mit Monokulturcharakter, weil die heute schon
hohen Wasserstände dort noch einmal erhöht würden und großflächige Überschwemmungen verursachen“, argumentieren die Antragseinreicher. Die Futterproduktion sei auf solchen Flächen nicht
mehr machbar.
Die Michendorfer Grünen grenzen sich von der Position der drei
Fraktionen hingegen klar ab. „Der
geforderte Erhalt der heute noch
vorhandenen Landschaft verlangt
mindestens eine Beendigung der
Moordegradation. Darum muss
sich die Nutzung von Moorstandorten endlich am Moorschutz orientieren, sonst ist bald wenig übrig
von der so gepriesenen Kulturlandschaft“, sagte Grünen-Fraktionschefin Claudia Günther. Man
könne über die geplanten Maßnahmen in den Ungeheuerwiesen sicher unterschiedlicher Meinung
sein – „aber sich komplett der Diskussion über die inzwischen vorliegende Machbarkeitsstudie zu verweigern, das ist mit den Grünen
nicht zu machen“, heißt es in einer
Pressemitteilung der Grünen-Fraktionschefin.
jst
Kleinmachnow – Im Kleinmachnower Bauhof, Am Bannwald 1a,
findet am Dienstag, dem
25. März, eine öffentliche Sitzung
des Werksausschusses statt. Auf
der Tagesordnung steht unter
anderem der Bericht des Werkleiters für das Geschäftsjahr 2013.
Vortragsreihe
zum Familienrecht
Kleinmachnow – Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht, Deutschlands größter Familienrechtsverband, wird nun auch
in der Region Teltow aktiv. Der
Verband informiert über die wesentlichen Fragen bei Kindesund Elternunterhalt, Trennung
und Patchwork-Familien. In Kleinmachnow startet heute, 19.30 Uhr,
in den Neuen Kammerspielen
eine Vortragsreihe, erstes Thema:
„Unterhalt für Eltern und Kinder,
wo liegt die Grenze der Belastung?“.
POLIZEIBERICHT
Zigarettenautomat
zerstört
Bergholz-Rehbrücke – Mehrere
Zeugen informierten die Polizei
am Samstagmorgen gegen 4 Uhr
von einem laut wahrnehmbaren
Knall in Bergholz-Rehbrücke. Es
stellte sich heraus, dass in der
Straße Zum Springbruch ein Zigarettenautomat völlig zerstört
wurde. Der Tatort wurde durch
die Polizei abgesperrt. Die Ermittlungen hat das Landeskriminalamt übernommen.
Erheblich
zu schnell
Beelitz – Am Samstagnachmittag
führten Beamte des Polizeireviers
Beelitz auf der Bundesstraße 246
zwischen Reesdorf und Beelitz im
auf 70 km/h begrenzten Bereich
eine Geschwindigkeitskontrolle
durch. Es wurden elf Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und
geahndet. Das schnellste Auto,
ein Audi aus Potsdam-Mittelmark, wurde mit 118 km/h gemessen. Dem Fahrer droht ein Bußgeld und ein Monat Fahrverbot.
Paddelboot
gekentert
Phöben – Am Samstagnachmittag
wurde der Wasserschutzpolizei
Potsdam bekannt, dass ein Vater
mit seinen beiden Söhnen auf der
Potsdamer Havel mit dem Paddelboot gekentert ist. Die beiden
Kinder, zehn und elf Jahre alt,
konnten sofort wieder in das Paddelboot klettern. Der Vater hing
am Boot und wurde durch einen
Zeugen aus dem Wasser geholt.
Kinder und Vater waren unverletzt und auch nicht unterkühlt.
Das Boot war gekentert, weil
einer der Söhne unvermittelt
aufstand. Dadurch geriet es aus
dem Gleichgewicht.
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