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Brandschutz und Steuersenkung! Wie paßt dies zusammen, Herr

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Versicherungsspezialist
der Wohnungswirtschaft
Ausgabe 27 | Dezember 2010
DIE AVW-GRUPPE
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Energie und Umwelt
Um-Frage
3
Energie und Umwelt
9
Berlin: Diamona & Harnisch heizen ihr Wohnprojekt Choriner Höfe
mit Geothermie
Gebäude und Umfeld 24
Führung und
Kommunikation28
Verwalter
34
Vermarktung
und Marketing
37
Städte als Partner
39
Personalien 36
Menschen und
Veranstaltungen51
Der Projektentwickler Diamona & Harnisch gehört mit dem Wohnprojekt Choriner Höfe zu den
energetischen Vorreitern in der Berliner Innenstadt: Auf einem 5.573 Quadratmeter großen Gelände einer ehemaligen Brauerei in der Nähe zum Prenzlauer Berg realisiert Diamona & Harnisch mit
dem Wohnprojekt im gehobenen Segment ein Musterbeispiel nachhaltiger, ... Seite 10
Gebäude und Umfeld
Brandschutz und Steuersenkung! Wie paßt dies zusammen, Herr Senk?
Die Bürger dieses Landes sind nicht verwöhnt, wenn es um das Thema „Steuerliche Entlastungen“
geht. Seit dem 01. Juli 2010 hat sich aber für Versicherungsnehmer, die in ihren Policen das Risiko
„Feuer“ versichert haben, eine steuerliche Entlastung dergestalt ergeben, dass zukünftig die abzuführende Versicherungssteuer sich von bislang 17,75 % auf 16,34 % ermäßigt ... Seite 39
Energie und Umwelt
Pilotprojekt:
Bau- und WohnungsVerein Stuttgart baut
108 Wohnungen mit Recyclingbeton
Impressum
Chefredakteur Gerd Warda
warda@wohnungswirtschaft
-heute.de
siehe auch unter
www.wohnungswirtschaftheute.de
Erstes Großprojekt im baden-württembergischen Hochbau:
Der Bau- und WohnungsVerein Stuttgart baut 108 Wohnungen mit Ressourcen schonendem Beton. Das Ziel: flächenintensiven Abbau von Kies und damit Eingriffe in den
Natur- und Grundwasserhaushalt zu vermindern. Recycling von Baumaterialien wird ... Seite 17
Sonstige Themen: 1. Mainzer Immobilientag: Gebäude heute – fit für morgen • GWM in Wuppertal Denkmalschutz
und Umrüstung auf Satellit? Einfacher als gedacht… • Evonik Immobilien GmbH und THS GmbH erhalten
personenidentische Geschäftsführungen • Sophienterrassen Hamburg 1: Der Grundstein ist gelegt
Seite 1
Das lesen Sie im Dezember 2010
Seite 3 BBU-Marktmonitor 2010:
Neubau in Berlin, Abriss in Brandenburg
Seite 32 3 Tipps für Weihnachtsfeier, Betriebsfeier: Der
Zündstoff für die Betriebsprüfung
Seite 7 Sieben Tipps der Feuerwehr, damit der Weihnachtsbaum nicht brennt
Seite 34 WEGVerwalter haben besondere Verantwortung,
für Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums
Seite 9 Energieeffizienz in Gebäuden: Sanierungspotenziale
im Altbau werden überschätzt. Gebäude sind besser als ihr
Ruf!
Seite 36 Evonik Immobilien GmbH und THS GmbH erhalten personenidentische Geschäftsführungen
Seite 11 Berlin: Diamona & Harnisch heizen ihr Wohnprojekt Choriner Höfe mit Geothermie
Seite 37 „Ausgezeichnete“ Werbung! Aufbaugemeinschaft
Espelkamp gewinnt beim „VdWettbewerb 2010“
Seite 13 Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das
Kloster und das Fraunhofer-Denkmalpflegezentrum Benediktbeuern
Seite 39 Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz: Aktuelle
Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt
Seite 15 Mit Wissen, Erfahrung und Feingefühl: Energiemanagement in Krankenhäusern und Pflegeheimen
Seite 18 Pilotprojekt: Bau- und WohnungsVerein Stuttgart
baut 108 Wohnungen mit Recyclingbeton
Seite 20 GWM in Wuppertal Denkmalschutz und Umrüstung auf Satellit? Einfacher als gedacht…
Seite 24 jenawohnen baut 100 neue Wohnungen auf der
„Grünen Wiese“
Seite 25 Was versteht man unter einem Cap-Darlehen?
Testen Sie Ihr Immobilien-Fachwissen und
gewinnen Sie. Test 4
Seite 28 Brandschutz und Steuersenkung! Wie paßt dies
zusammen, Herr Senk?
Seite 30 Streitfall Winterdienst: Vermieter kann Mieter zum
Schneeschippen verpflichten
Seite 31 Planungsfehler: Zweitarchitekt haftet für
Vorgänger
Seite 40 Bosau: Edeka, Nahversorger und „Marktplatz“,
Demonstration der Leistungsfähigkeit
Seite 43 Bosau: Eine Gemeinde denkt unternehmerisch.
Gewerbesteuer auf 235 v. H. gesenkt
Seite 47 Sophienterrassen Hamburg 1: Der Grundstein
ist gelegt
Seite 48 Sophienterrassen Hamburg: Ein neues PremiumStadtquartier entsteht
Seite 51 „Gated Communities“: BBU Immobilienpreis 2010
für die beste Masterarbeit erhielt Martin Heide.
Seite 52 IVD Berlin-Brandenburg: Dirk Wohltorf einstimmig als 1. Vorsitzender bestätigt
Seite 53 Europäischer Verein zur verbrauchsabhängigen
Energiekostenabrechnung (E.V.V.E.) wählt neues Präsidium
Seite 55 Sky Deutschland AG: Steven Tomsic neuer
Chief Financial Officer
Seite 56 CB Richard Ellis Investors: Jean Lamothe zum President CBRE Investors Europe
September 2010 Ausgabe 24 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 2
Um-Frage
BBU-Marktmonitor 2010:
Neubau in Berlin, Abriss in Brandenburg
Mit seiner breiten Datenbasis liefert der BBU-Marktmonitor 2010 ein genaues Bild der Wohnungsmarktrealität
für breite Schichten der Berliner und Brandenburger Bevölkerung. Die wichtigsten Trends: Während es auf
dem Berliner Mietwohnungsmarkt enger wird, könnten im weiteren Metropolenraum des Landes Brandenburg
2015 rund 130.000 Wohnungen leer stehen. Gut 800.000 Mietvertragsverhältnisse in Berlin und dem Land
Brandenburg wurden für den neuen Marktmonitor ausgewertet. „Sein solides statistisches Fundament macht
den Marktmonitor zu einer wichtigen Grundlage für wohnungswirtschaftliche und wohnungspolitische Entscheidungen“, so BBUVorstandsmitglied Maren Kern.
Wohnungsmarkt Berlin:
2015 weniger als ein Prozent Leerstand?
Wachsende Haushaltszahlen, kaum Neubau:
Bis 2015 könnte die Leerstandsreserve in Berlin
auf nur noch 3.000 Wohnungen sinken. Ende
2009 standen allein bei den BBU-Mitgliedsunternehmen hier noch rund 22.000 Wohnungen
leer. Kern: „Berlin ist auf dem Weg zu einem
Angebotsproblem. Vor diesem Hintergrund
müssten sich auch die Parteien hier längst Gedanken darüber machen, wie der Wohnungsneubau in Gang gebracht werden kann. Das
kann nur zusammen mit den Wohnungsunternehmen gelingen.“
Mieten Berlin: Keine Zusammenhänge zwischen Leerstand und Bestandsmietensteigerung
Der Rückgang des Leerstandes ist in Berlin kein
Mietentreiber. Trotz wachsender Wohnungsnachfrage stieg die Miete im Gesamtwohnungsbestand der Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen 2009 nur um 1,9 Prozent auf 4,79 Euro pro
Monat und Quadratmeter. 2008 lag der Anstieg
noch bei 2,8 Prozent. Bei Neuvertragsabschlüssen liegen die Mieten bei BBU-Mitgliedsunternehmen mit 5,26 Euro nur rund neun Prozent
über dem Mietspiegeldurchschnitt (4,83 €).
„Das ist weit von den 30 und mehr Prozent entfernt, die als Argument für eine Politisierung der Mieten immer wieder angeführt werden“, unterstrich Kern. Mit Mieten unterhalb des Mietspiegels wirkten die BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin preisdämpfend.
In Berlin stehen 2015 nur noch
3000 Wohnungen leer
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 3
... Hier zur Präsentation
Land Brandenburg: Schwache Mietenentwicklung
gefährdet Investitionen
Bei der Mietenentwicklung im Land Brandenburg setzt sich bei den Mieten die Ausdifferenzierung zwischen Berliner Umland und dem weiteren Metropolenraum fort. Kern:
„Gerade in den Berlin ferneren Städten sind die Wohnungsunternehmen sehr wichtige
Arbeit- und Auftraggeber. Eine schwache Mietenentwicklung schwächt deshalb dort
auch die Wirtschaft vor Ort.“ Die Landesregierung sollte gutes und günstiges Wohnen
daher verstärkt als Argument für die Werbung um Firmenneuansiedlungen nutzen.
Schwache Mietenentwicklung
schwächt die Wirtschaft
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 4
Prognose Brandenburg:
2015 ca. 130.000 leere Wohnungen?
Auf Brandenburgs Städte rollt eine zweite Leerstandswelle zu. 2015 wird auf Grundlage
der vom GEWOSInstitut für den Marktmonitor erstellten Wohnungsmarktprognose mit
landesweit rund 130.000 leerstehenden Wohnungen gerechnet. Vor diesem Hintergrund
kritisierte Kern die für 2011 von der
Bundesregierung geplanten Kürzungen beim Stadtumbau Ost-Programm. Ihre Forderung: „Die Landesregierung muss jetzt jeden Cent Bundesförderung kofinanzieren.“
Dringend erforderlich sei außerdem eine Anschlussregelung für die Altschuldenhilfe.
Landesregierung muss jetzt jeden
Cent Bundesförderung kofinanzieren
Dr. David Eberhart
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 5
beim Kauf und Verkauf, um Fehlentscheidungen
zu vermeiden
beim Jahresabschluss, um die stillen Reserven genau
zu kennen
bei Erbschaften, für gerechte Erbaufteilungen und
Erbabfindungen, sowie zur Vorlage beim Finanzamt
bei Vormundschaften, um die Wirtschaftlichkeit
zu belegen
bei Scheidungen, zur gerechten
Vermögensaufteilung/Zugewinnberechnung
bei Rechten und Belastungen, zur Auflösung oder
Begründung von Rechten und Belastungen
bei Beleihungen, zur Ermittlung des
Beleihungswerts
bei Versicherungen, um Über- und Unterversicherung zu vermeiden
bei Fragen zur Miet- oder Pachthöhe
und bei vielen anderen Gelegenheiten.
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Um-Frage
Sieben Tipps der Feuerwehr, damit der
Weihnachtsbaum nicht brennt
Sicher Weihnachten feiern: Der festlich geschmückte Tannenbaum sowie dekorative Adventskränze und -gestecke bringen beschauliche Weihnachtsstimmung in die Wohnung. Doch Vorsicht: Alle Jahre wieder werden gerade zur Advents- und Weihnachtszeit mehrere tausend Wohnungsbrände verursacht. Viele von ihnen
könnten leicht vermieden werden, meinen der vdw Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen und die Initiative „Wohnprofis“.
Der Deutsche Feuerwehrverband und die Wohnungswirtschaft geben einige Tipps zur Vermeidung
von Zimmerbränden:
1. Stellen Sie Kerzen und Adventsgestecke auf eine feuerfeste Unterlage und verwenden
Sie nichtbrennbare Kerzenhalter
2. Stellen Sie Ihren Weihnachtsbaum so auf, dass er sicher und in ausreichender Entfernung zu brennbaren Gegenständen steht.
3. Adventskränze und Weihnachtsbäume trocknen mit der Zeit aus und sind dann
umso leichter entflammbar. Das trockene Reisig brennt mit hoher Geschwindigkeit und
Temperatur ab. Eine Ausbreitung auf das ganze Zimmer oder die Wohnung ist deshalb
stets möglich. Halten Sie daher einen Eimer oder eine Bodenvase mit Wasser bereit –
noch effektiver sind Feuerlöscher mit einem Wasser-Schaum-Gemisch. Unternehmen Sie
einen Löschversuch nur, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist!
4. Bringen Sie Kerzen am Weihnachtsbaum so an, dass zu darüber liegenden Zweigen
genug Abstand bleibt, und zünden Sie die Kerzen stets von hinten nach vorn und von
oben nach unten an. Verfahren Sie beim Löschen der Kerzen in umgekehrter Reihenfolge. Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt!
5. Auch bei der Zubereitung eines Festessens gibt es Gefahren. Bedenken Sie, dass brennendes Fett in Pfanne oder Fritteuse nie mit Wasser gelöscht werden darf. Dies führt zu
einer Fettexplosion, die für Umstehende lebensgefährlich ist! Legen Sie im Falle eines
Falles den Deckel auf Topf oder Pfanne, und nehmen Sie das Behältnis von der Herdplatte. Ein fest sitzender Deckel erstickt das Feuer, die Flamme erlischt.
6. Löschen Sie vor dem Schlafengehen oder dem Verlassen der Wohnung grundsätzlich alle Kerzen und schalten Sie die elektrischen Beleuchtungen an Krippen und Weihnachtsbäumen aus
7. Wenn es einmal doch zu einem Brand kommt, hilft die sofortige Alarmierung der
Feuerwehr, Schäden zu verringern. Über den europaweit einheitlichen Notruf 112 sind
die Feuerwehren rund um die Uhr erreichbar.
red
Weitere Informationen gibt es auf
www.feuerwehrverband.de, der
Website des Fachverbandes der
deutschen Feuerwehren.
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 7
Versicherungsspezialist
der Wohnungswirtschaft
Ausgabe 2 | November 2010
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Technik - Glas
Technik
Belichtung und Belüftung von Dachräumen
Sowohl für Neubauten, wie auch für Sanierungen im Gebäudebestand gilt eine gesunde und umweltgerechte Bauweise als wichtiges Merkmal. Der Einsatz von großflächigen Verglasungen in der
Fassade oder die Sanierung alter Fenster mit hoher Glasqualität macht Energieeinsparung durch
solare Energiegewinne möglich. Dabei muss besonders zu bestimmte... Seite 13
Technik - Glas
Gebäudeverglasung
Sowohl für Neubauten, wie auch für Sanierungen im Gebäudebestand gilt eine gesunde und umwelrgerechte Bauweise als wichtiges Merkmal. Der Einsatz großflächiger Verglasungen in der Fassade oder die Sanierung alter Fenster mit hoher Glasqualität macht Energieeinsparungen möglich.
Dabei muss besonders zu bestimmten Jahres- und Tageszeiten eine Überhitzung der Räume vermieden und eine gute Raumluftqualität erzeugt werden. ... Seite 4
Technik - Glas
Energiesparende Dachflächenfenster
Einbauteile in der geschlossenen Dachhaut bilden nicht nur Gefahrenpunkte, sondern können
auch die Wärmedämmung mindern. Deshalb sollten nicht nur Dachflächenfenster mit Energiesparverglasungen eingebaut, sondern diese auch technisch perfekt ausgeführt werden... Seite 8
Technik - Glas
Impressum
Chefredakteur
Hans Jürgen Krolkiewicz
Krolkiewicz@wohnugs
wirtschaft-heute.de
siehe auch unter
www.wohnungswirtschaftheute.de
Fachmesse BAU 2011
Welche Themen bestimmen aktuell die Diskussion um
das Planen, Bauen und Gestalten? Welche sind wegweisend für die Zukunft des Bauens? Die BAU 2011 wird
einige ausgewählte Themen in den Mittelpunkt rücken.
Sie werden in den Messeforen diskutiert, in den Sonderschauen illustriert, und an den Ständen... Seite 27
Seite 1
Energie und Umfeld
1. Mainzer Immobilientag: Gebäude heute –
fit für morgen
„Bezahlbar heizen, Energie produzieren“ - Was sich nicht zufällig wie ein Appell liest, war das Motto des 1.
Mainzer Immobilientages, zu dem die Fachhochschule Mainz, Studiengang Technisches Gebäudemanagement,
durch Professor Dr.-Ing. Ulrich Bogenstätter eingeladen hatte. 150 Personen aus 80 Unternehmen waren der
Einladung gefolgt. Katrin Vetters berichtet
Die Aula der Fachhochschule
Mainz
Dass das Thema Energie sparen nicht nur private Hausbesitzer, sondern längst auch die
Profis der Immobilienwirtschaft beschäftigt, war schon aus der Liste hochkarätiger Referenten erkennbar. Wie komplex die daraus erwachsenden Aufgaben und wie hoch die
Ziele gesteckt sind, das erfuhr das Publikum in acht Vorträgen. Für die Hochschule war
es ein Erfolg, Global Player aus der Nachbarschaft wie etwa Fraport, SAP und juwi gewinnen zu können, aber auch Vertreter von öffentlichen und kirchlichen Organisationen,
die das Thema Nachhaltigkeit unter ihrem jeweiligen
Blickwinkel beleuchteten und ihren Bezug zur Praxis einbrachten. Einige der Referenten nutzten dabei
die Gelegenheit, ihre Unternehmen dem FachkräfteNachwuchs vorzustellen, der an der FH Mainz im
Studiengang Technisches Gebäudemanagement ausgebildet wird.
Über den 1. Mainzer Immobilientag wurde u.a. am 29.10.2010 im
SWR unter RP aktuell um 19:45
Uhr und in der Allgemeinen
Zeitung für Mainz am 5.11.2010
berichtet. Teilnehmer können
uns gerne Ihr feed-back mittels
Kurzumfrage bis zum 30.11.2010
abgeben.
... Bericht
Ökologisch optimiertes Bauen
Welche Herausforderungen die Modernisierung von
Bestandsbauten für ein Unternehmen wie die Frankfurter Flughafen AG (Fraport) bedeutet, belegte Bernd
Hanke, Leiter Airport Facility Management, mit eindrucksvollen Zahlen. Wo im 24-Stunden-Betrieb täg-
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 9
lich 155 000 Passagiere und rund
75 000 Gepäckstücke versorgt
werden müssen, da ist Modernisierung im Bestand wie eine Operation am offenen Herzen. Hanke
nannte deshalb die Erweiterung
des Flughafens ein Kinderspiel
verglichen zu den Baumaßnahmen im Bestand, die aber ebenso
notwendig sind, um den wachsenden Ansprüchen an ein zukunftsfähiges Großunternehmen gerecht
zu werden.
Dass sich ökologisch optimiertes Bauen lohnt, zeigte Mathias
Linder, Abteilungsleiter Energiemanagement der Stadt Frankfurt
am Main, am Beispiel des Neubaus Grundschule Preungesheim.
Experten im Hochbauamt der
Stadt haben eine Excel-Mappe
entwickelt, mit deren Hilfe die
Gesamtkosten für verschiedene
Bau-Varianten für jedes städtische Bauprojekt verglichen werden
können. Im Sinne der Nachhaltigkeit fließen etwa in die Berechnung des Heizwärmebedarfs auch die Abwärme aus Elektrizität, der Personen und die Sonneneinstrahlung mit
ein. Mathias Linder überraschte das Publikum mit der Aufforderung, dass sich jeder des
Rechentools zum eigenen Gebrauch bedienen möge, es stehe auf der Internetseite der
Stadt Frankfurt zur Verfügung.
Daniel Schmidt
Die Medien berichten
Die Nutzer mit ins Boot holen
v. L. n. R. Jörg Wirtz, Antonio
Wehnl, Bernd Hanke
Wie sehr beim Ziel der Nachhaltigkeit wirtschaftliche, ökologische und soziale Faktoren
verbunden sind, zeigte Antonio Wehnl von der LUWOGE consult. Das Beratungsunternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der LUWOGE, des Wohnungsunternehmens
der BASF. Hier versteht man die Notwendigkeit der Energetischen Sanierung als Anstoß
zu Quartiersentwicklung und Sozialmanagement. Mieterbeteiligung und Verbesserung
der Quartiers-Attraktivität bilden mit baulichen Maßnahmen und der Umsetzung von
Nahwärmekonzepten eine umfassende städtebauliche Strategie.
Eine besondere Stellung innerhalb der Immobilienhalter haben die Kirchen. Hier ging
es ursprünglich nicht um Gewinnoptimierung, allerdings zwingt auch hier der enorme,
zum Teil sehr alte, zum Teil denkmalgeschützte Gebäudebestand zu wirtschaftlichem
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 10
Handeln. Zudem legt der theologische Grundsatz „Bewahrung der Schöpfung“ ökologisch verantwortliches Verhalten nahe.
Bei der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) schlägt sich dies unter anderem in
ehrgeizigen CO2-Reduktionszielen nieder. Hier besteht eine der Herausforderungen darin, die Umweltmanagement-Ziele auch den Nutzern der Kirchenimmobilien zu vermitteln. Viele von ihnen sind Laien und Ehrenamtliche, für die die hohen Umweltstandards
zusätzliche – ehrenamtliche – Arbeit bedeuten, wie Prof. Dr. Hans Diefenbacher von der
Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. ausführte.
Die Nutzer im Blick hat auch Peter-Hans Forster, Geschäftsführer der IVG Asset Management GmbH. Er erläuterte, wie sehr Nachhaltigkeit ein Erfolgsfaktor der Mieterbindung im Gewerbeimmobilien-Management ist. Nachhaltigkeit im Immobilienmanagement ist kein kurzfristiger Hype sondern ein langfristiger Trend, lautet eine seiner Thesen.
Messbare Schritte Richtung Nachhaltigkeit
Zweigleisig Richtung Nachhaltigkeit unterwegs ist die SoftwareSchmiede SAP, deren Head of Sustainability Management Daniel
Schmidt die Strategie des Unternehmens erklärte. Zum einen biete SAP ihren Kunden Softwareprodukte und -dienstleistungen, die
nachhaltiges Wirtschaften erleichtern und fördern. Zum anderen
habe der Konzern selbst messbare Schritte hin zu nachhaltigem
Wirtschaften getan und möchte
damit als Global Player auch Vorbild sein.
Das kann auch Jörg Wirtz, Abteilungsleiter Contracting bei der juwi Bio GmbH von
seinem Unternehmen sagen. Der nagelneue Firmensitz in Wörrstadt wurde bereits mit
mehreren Umweltpreisen ausgezeichnet, denn hier wandten die Bauherren das an, was
dem jungen Unternehmen seit 1997 Erfolg bringt: die Kombination ausschließlich regenerativer Energien. Eine Versorgung zu hundert Prozent aus erneuerbarer Energie, dieses
Ziel sieht juwi nicht nur für Einzelgebäude, sondern in absehbarer Zeit auch für die gesamte Volkswirtschaft erreichbar.
Die Verantwortung des Betreibers für die Umwelt und für die Gesundheit seiner Mitarbeiter stellte schließlich Ulrich Glauche in den Mittelpunkt seines Vortrags. Glauche,
Leiter FM-Beratung bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner und Leiter
FM-Richtlinienwesen bei GEFMA e.V., gab zunächst einen Überblick über Rechtsvorschriften, Normen und Richtlinien im Facility Management und wartete dann mit der
frohen Botschaft auf, dass es taugliche IT-Instrumente gibt, um Betreiberverantwortung
und -risiken effektiv zu managen.
Weitere Informationen und Standpunkte wurden in den anschließenden Podiumsdiskussionen erörtert, moderiert von Gerd Warda, dem Chefredakteur von Wohnungswirtschaft heute. Nach der geballten Dosis an Fachinformation an diesem 1. Mainzer
Immobilientag durften am Abend doch alle Teilnehmer auf dem Teppich bleiben: Bei
Teppich-Curling und Wein klang der Tag entspannt aus.
In seinem Grußwort nannte der Schirmherr der Veranstaltung, der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering, den Mainzer Immobilientag ein hochkarätiges Immobilienforum.
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Peter-Hans Forster
Die Teilnehmer fanden es gut.
Der 1. Mainzer Immobilientag
wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Weiterführende Informationen finden Sie unter: http://
mit.2010.fh-mainz.de.
Seite 11
Energie und Umwelt
Energieeffizienz in Gebäuden:
Sanierungspotenziale im Altbau werden
überschätzt. Gebäude sind besser als ihr Ruf!
Anstelle von umfangreichen Sanierungen nach EnEV 2009 ist ein intelligentes Energiedatenmanagement die
deutlich kostengünstigere Alternative zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden. Zu diesen
Ergebnissen kommt das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit Hilfe der Energiedaten von ista von
200.000 Gebäude
Ein zentrales Element der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) und des neuen Energiekonzeptes der Bundesregierung ist die deutliche Reduktion des Energiebedarfs von
Wohnimmobilien. Eine Sanierung ist dazu nicht immer die sinnvollste Lösung, zumal
dabei die Einsparpotenziale erheblich überschätzt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt
das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit Hilfe der Energiedaten von ista,
dem weltweit führenden Unternehmen für die verbrauchsgerechte Erfassung und Abrechnung von Energie, Wasser und Hausnebenkosten. Neben anderen Maßnahmen liegt
auch im individuellen Verhalten der Verbraucher ein Einsparpotenzial, sofern hinreichende Transparenz über die jeweiligen Energiekosten besteht.
Die Ergebnisse der Studie basieren auf einem umfangreichen Datensatz aus der Energieausweisdatenbank der ista Deutschland GmbH. Als Grundlage dienten circa 200.000
Gebäude in Deutschland, einschließlich der Informationen über den Stand der Sanie-
ista Deutschland:
ista bietet innovative und zukunftsfähige Lösungen rund um
das Thema Energieeffizienz in
Gebäuden. Der Energiedienstleister aus Essen ist das weltweit
führende Unternehmen für die
verbrauchsgerechte Erfassung
und Abrechnung von Energie,
Wasser und Hausnebenkosten.
Die Dienstleistungen für Immobilienverwalter, -eigentümer und
Energieversorgungsunternehmen
reichen von der Lieferung und
Installation von Messgeräten
über die Verbrauchserfassung
bis hin zur Abrechnung und
Analyse von Energiedaten. ista
beschäftigt in 25 Ländern mehr
als 4.600 Menschen und erbringt
regelmäßige Dienstleistungen
für über 12 Mio. Nutzeinheiten
(Wohnungen und Gewerbeimmobilien). 2009 erwirtschaftete ista
einen Umsatz von 673 Mio. Euro.
In Deutschland betreuen knapp
1.200 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter an 24 Standorten die
Kunden mit insgesamt mehr als 4
Mio. Nutzeinheiten.
Energieeffizienz im Altbau IWH,
Grafik: ista
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 13
rung der jeweiligen Gebäude. Die Auswertung der Daten zeigt, dass Wohngebäude mittlerer Größe, die um die Jahrhundertwende erbaut wurden (1900-1918), aus energetischer
Sicht vergleichsweise gute Bestandseigenschaften aufweisen. Das liegt unter anderem an
den starken Außenwänden aus Vollziegel, die im Vergleich mit anderen Gebäudetypen
weniger Wärme entweichen lassen. Eine Sanierung würde hier eine Senkung des Heizenergiebedarfs von durchschnittlich zuvor rund 141 auf 126 Kilowattstunden bewirken.
Der Energiekennwert verändert sich dabei lediglich um 10 Prozent. Die Kosten der Sanierung sind hier vergleichsweise hoch, da beispielsweise die Außenfassaden häufig mit
wertvollen Ornamenten gestaltet sind. Im Gegensatz dazu werden durch die Sanierung
von Bauten der späten 1950er und 1960er Jahre wesentlich größere Energieeinsparungen
erreicht: Die Sanierungsmaßnahmen sind sehr viel günstiger und der Energiekennwert
sinkt um durchschnittlich 27 Prozent, wie die Daten belegen. Das Baujahr und die Gebäudesubstanz spielen somit eine wichtige Rolle bei der Frage, ob eine Sanierung sinnvoll
ist. Diese Punkte werden bei der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) allerdings nicht
ausreichend berücksichtigt. „Die spezifischen Eigenschaften der Immobilien sollten sich
auch in den Vorgaben und der Förderpolitik niederschlagen. Nur so lassen sich Investitionsanreize für die Immobilieneigentümer setzen“, so Professor Martin T.W. Rosenfeld,
Leiter der Abteilung Stadtökonomik am IWH.
Anstelle von kostenaufwendigen Sanierungen sind somit alternative Lösungen im
Hinblick auf die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung vonnöten. Die Akteure
in Politik, Wissenschaft und Immobilienwirtschaft sind sich zunehmend einig, dass unter Kosten-Nutzen-Aspekten im individuellen Verbrauchsverhalten das größte Potenzial
für Einsparungen liegt. Dabei ist der Einsatz moderner Mess- und Erfassungstechnik zur
energieartenübergreifenden (d.h. Wärme, Wasser und Strom) Auslesung und Visualisierung von Verbrauchsdaten Voraussetzung.
Das ista-Energiedatenmanagement (EDM) ist damit ein wichtiger Baustein zu einer
nachhaltigen Erhöhung der Energieeffizienz. Die Mieter werden über verschiedene Medien wie z.B. einem Web-Portal über ihre Energieverbräuche regelmäßig informiert, damit
sie in der Lage sind ihr Verbrauchsverhalten anzupassen. Pilotprojekte von ista haben
gezeigt, dass durch das ista-EDM Mieter ihren Energieverbrauch für Raumwärme und
Warmwasser durchschnittlich um fast 20 Prozent reduzieren konnten. Die Ergebnisse
zeigen, dass die höhere Transparenz und die zeitnahe Bereitstellung der Energieverbräuche einen erheblichen Beitrag zur Verbrauchs- und Kostenkontrolle leisten und vom Mieter tatsächlich genutzt werden. „Das Energieeinsparpotenzial, das hier schlummert, ist
enorm. Mit unserem EDM bieten wir eine kostengünstige Maßnahme zur Steigerung der
Energieeffizienz und gelten hier als Vorreiter in der Branche“, sagt Peter Ruwe, Vertriebsgeschäftsführer (CSO) bei ista Deutschland.
Die Kooperation von ista Deutschland und dem IWH bei der Auswertung von Energiekennwerten besteht seit 2 Jahren. Jährlich werden die Ergebnisse des aktualisierten
ista-IWH-Energieeffizienzindex präsentiert, der regionalisiert Auskunft über den durchschnittlichen Energieverbrauch von Mehrfamilienhäusern liefert.
Bauten der späten 1950er und
1960er Jahre erreichen wesentlich
größere Energieeinsparungen
Die Mieter über ihre Energieverbräuche regelmäßig informieren
Spenden
Michaela Haarmann
Imelda formt ihre
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mit der Familie. Sie baut ihr
Haus in Selbsthilfe. Sie können
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Deutsche Entwicklungshilfe
für soziales Wohnungs- und
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de
Fakten und Lösungen für Profis
Siedlungswesen e.V.
Seite 14
Energie und Umwelt
Berlin: Diamona & Harnisch heizen ihr
Wohnprojekt Choriner Höfe mit Geothermie
Der Projektentwickler Diamona & Harnisch gehört mit dem Wohnprojekt Choriner Höfe zu den energetischen
Vorreitern in der Berliner Innenstadt: Auf einem 5.573 Quadratmeter großen Gelände einer ehemaligen Brauerei in der Nähe zum Prenzlauer Berg realisiert Diamona & Harnisch mit dem Wohnprojekt im gehobenen
Segment ein Musterbeispiel nachhaltiger, energieeffizienter Bauweise: Mehr als 70 % des Heizenergiebedarfs
eines Jahres werden mit einer modernen Geothermieanlage abgedeckt
Abendrot über Berlin , links
Fernsehturm, vorne die Choriner Höfe
Durch 36 Tiefensonden wird Leitflüssigkeit in hundert Meter Tiefe zunächst um 4 bis
6 Grad auf die dort konstant vorherrschende Temperatur von 8 bis 12 Grad Celsius erwärmt und bewirkt durch Temperaturdifferenz erzeugte Zirkulation im Ergebnis einen
Heizungsvorlauf auf 35 Grad Celsius. Damit können mehr als 70 % des Heizenergiebedarfs eines Jahres abgedeckt werden – und das aus erneuerbarer Energie. Die Vorgaben
der Energieeinsparverordnung werden damit deutlich übertroffen und die KfW-60-Standards erfolgreich umgesetzt.
„Der Stellenwert der regenerativen
Energien in unserer Gesellschaft
nimmt fortdauernd zu. Für unsere aufgeklärte Käuferzielgruppe ist
die Geothermieanlage daher ein
wichtiges Kaufkriterium“, weiß
Alexander Harnisch, Geschäftsführer von Diamona & Harnisch.
„Deshalb prüfen wir jetzt eine Erweiterung der Erdwärmenutzung
auf insgesamt 60 Tiefensonden,
um die Effizienz der Anlage noch
weiter zu steigern.“
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
36 Sonden gehen in bis zu
100 m Tiefe
Seite 15
Die Choriner Höfe bestehen aus rund 130 Wohnungen, zwei Einfamilienhäuser sowie acht Gewerbeeinheiten, die sich auf insgesamt neun
Gebäude verteilen. Die anspruchsvolle Anlage
zwischen der Choriner und Zehdenicker Straße
richtet sich an Menschen, die einen modernen
Wohnkomfort inmitten der Metropole genießen
möchten. Der Preis pro Quadratmeter bewegt
sich dabei in einer Bandbreite von 2.950 bis 6.500
Euro. Bereits jetzt sind über 70 Prozent der Wohnungen vermarktet.
Die Choriner Höfe sind eines von insgesamt sechs
Projekten im gehobenen Wohnimmobiliensegment, die Diamona & Harnisch in der Hauptstadt realisieren. „Für uns war das letzte Halbjahr
eine sehr produktive und erfolgreiche Phase, in
der wir stark expandieren konnten, ohne dabei
Kompromisse bei der Qualität eingehen zu müssen. Alle unsere Projekte zeichnen sich aus durch
eine hervorragende Lage, durch anspruchsvolle
Architektur und auch durch eine hochwertige
Ausstattung. Durch eine ausgesuchte Platzierung
in verschiedenen Vierteln und eine individuelle
Bauweise decken wir zudem eine umfangreiche
Reihweite von Kundenwünschen ab“, beschreibt
Harnisch das Erfolgskonzept des Unternehmens.
In Zusammenarbeit mit Architekturbüros entstehen neben dem Choriner Höfen auch vier weitere
herausragende Bauvorhaben: die Kastanienallee
63 in Berlin-Mitte, das Fichtenberg Carré und
das Königsquartier in Steglitz-Zehlendorf und
der Diplomatenpark in Berlin-Tiergarten. Das
Projekt Lychener Straße 53 in Prenzlauer Berg ist
seit Ende Mai 2010 abgeschlossen. Bis Mitte 2012
wollen Diamona & Harnisch mit mindestens 300
Wohnungen auf gehobenem Niveau in der Hauptstadt präsent sein.
Der Preis pro Quadratmeter beläuft sich auf 2.950 bis 6500 Euro
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Fakten und Lösungen für Profis
Siedlungswesen e.V.
Seite 16
Energie und Umwelt
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
fördert das Kloster und das FraunhoferDenkmalpflegezentrum Benediktbeuern
Das Europäische Kompetenzzentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP in Benediktbeuern zeigt beispielhafte Wege auf, wie im Bestand energetisch sinnvoll
und effektiv saniert werden kann und denkmalgeschützte Objekte erhalten bleiben.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) stellt Fördergelder in Höhe von 308.000 Euro für die Sanierung
zur Verfügung und finanziert zudem die messtechnische Begleitung und Forschung durch das Fraunhofer IBP.
Der Bewilligungsbescheid von dem Generalsekretär der DBU, Dr. Fritz Brickwedde, an das Kloster Benediktbeuern übergeben.
Die modellhafte Sanierung der
Alten Schäfflerei im Kloster Benediktbeuern beinhaltet Forschung,
Demonstration,
Wissenssammlung und -vermittlung und dient
als Anschauungsobjekt für Architekten, Denkmalpfleger, Handwerker, Bauherrren und Interessierte.
„Unser wichtigstes Ziel im Kompetenzzentrum ist das Ineinandergreifen von Handwerk, Wissenschaft und Denkmalpflege sowie
die Darstellung von Funktionsweisen innovativer Materialien und Techniken am historischen Gebäude“, erklärte Professor
Dr. Gerd Hauser, Institutsleiter des Fraunhofer IBP. Somit steht erstmals eine Bündelung
von bauphysikalischem Wissen und Erfahrungen aus dem Bereich des Bauens im denkmalgeschützten Bestand in einem öffentlich wirksamen Beratungszentrum zur Verfügung.
Mit dem Denkmalpflegezentrum Benediktbeuern wird das Thema Altbausanierung
und Denkmalpflege der Allgemeinheit zugänglich gemacht und für jede Interessensschicht fachlich erschlossen. „Denkmalgeschützte Bausubstanz nach energetischen Standards zu sanieren, ist für viele Eigentümer eine große Herausforderung, da hier nicht auf
Standartlösungen zurückgegriffen werden kann. Doch eine nachhaltige Nutzung dieser
Häuser schließt in der Regel auch eine Reduzierung des Energieverbrauchs ein“, betonte
auch Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU die Wichtigkeit des Projekts.
Die Sanierung der Alten Schäfflerei wird hauptsächlich mit öffentlichen Fördermitteln
finanziert. Zudem hat sich auch die DBU entschlossen, das Modellvorhaben zu unterstützen. So übernimmt sie einen Teil der Finanzierung für die innovative energetische Optimierung des Obergeschosses der Alten Schäfflerei samt deren Dachwerkinstandsetzung.
„Dem Kloster Benediktbeuern kommt als historischer Ort, Baudenkmal und Zentrum der Wissenschaft eine herausragende Bedeutung zu. Das neue Kompetenzzentrum
baut diese Funktion nun weiter aus“, hob Brickwedde bei der Bewilligungsübergabe im
Kloster Benediktbeuern hervor. Noch im November 2010 beginnen die ersten baulichen
Aktivitäten für ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördertes
Forschungsprojekt zu unterschiedlichen Wandheizungssystemen im Nordbau der Alten
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
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Schäfflerei. Hierfür wird ein neuer Bodenaufbau definiert, um erste vergleichende Messungen vorzunehmen. Die Dämmschicht im Glasschaumgranulat der Firma Technopor
ist mit weiteren Forschungen verknüpft.
Hintergrundinformationen
Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, dem Bayerischen Landesamt für Umwelt, der
Stiftung Bayerisches Baugewerbe, der WTA (Wissenschaftlich-technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege), der Technischen Universität
München und der Forschungsallianz Kulturerbe haben sich die Wissenschaftler des
Fraunhofer IBP auf den Weg gemacht, erstmals eine Bündelung von bauphysikalischem
Wissen und Erfahrungen aus dem Bereich der Baudenkmalpflege und der Altbausanierung in einem öffentlich wirksamen Zentrum anzubieten. Weitere Partner aus Industrie
und Wirtschaft sind bisher Isocell, KlemoFlex, Knauf, Krah & Grote, Technopor, Xella
und Sto. Das Kloster Benediktbeuern zählt zu den ältesten Klöstern Oberbayerns. Seine
Gründung geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Nach der Säkularisation 1803 wurde dort
die sog. Glashütte von Joseph von Utzschneider errichtet. Joseph von Fraunhofer entdeckte hier unter anderem die Fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum. Seit 1930
wird das Kloster von den Salesianern Don Boscos betrieben. Die „Alte Schäfflerei“, die
zum ehemaligen Handwerkerbezirk des Klosters gehört, stammt aus der zweiten Hälfte
des 18. Jahrhunderts. Das Bauwerk bietet einen idealen Ort für ein Kompetenzzentrum
für alle Fragen zu Energieeffizienz und Denkmalpflege.
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Seite 18
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Energie und Umwelt
Mit Wissen, Erfahrung und Feingefühl:
Energiemanagement in Krankenhäusern und
Pflegeheimen
Energiesparen ist in aller Munde – so auch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Doch anders als in
herkömmlichen Liegenschaften wie etwa in Bürokomplexen oder Verwaltungsgebäuden dürfen Maßnahmen
im Gesundheitswesen nicht isoliert auf ihr energetisches Einsparpotenzial überprüft werden. Die Patientensicherheit steht an oberster Stelle. Und so erfordert Energiemanagement hier nicht nur exzellentes Spezialwissen,
sondern auch Erfahrung und Kenntnis der oftmals hochsensiblen Abläufe. Die Hamburger URBANA spielt
dieses Trio aus Wissen, Erfahrung und Feingefühl perfekt. Und das mit (mitunter) erstaunlichen Einsparergebnissen.
Best Practice in Lüneburg:
Mit URBANA als Contractor
sinkt der CO2-Ausstoß der
Klinik deutlich: mehr als
1000 Tonnen Kohlendioxid
jährlich werden künftig
eingespart. Die Klinik profitiert von der neuen und effizienten Energietechnologie,
ohne dafür kostenintensiv
investieren zu müssen.
Foto: Klinikum Lüneburg
Wie erfolgreiches Energiemanagement im Klinikbereich funktionieren kann, zeigt ein
Blick nach Lüneburg. Dort hat URBANA am Anfang 2010 die komplette Wärmeversorgung der Psychiatrischen Klinik übernommen, schrittweise Modernisierung inklusive. So wird der Energiedienstleister unter anderem das Heizwerk der Klinik erneuern
und zusätzlich ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb nehmen. Das BHKW soll 40
Prozent der benötigten Wärmemenge der Klinik liefern und wird mit Biomethan-Gas
befeuert. Der erzeugte Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Mit URBANA
als Contractor sinkt der CO2-Ausstoß der Klinik deutlich: mehr als 1000 Tonnen Kohlendioxid jährlich werden künftig eingespart. Die Klinik profitiert von der neuen und
effizienten Energietechnologie, ohne dafür kostenintensiv investieren zu müssen. URBANA ist Eigentümer des neuen Wärmeerzeugers und trägt das wirtschaftliche Risiko der
Anlagen allein.
Dass auch nicht oder nur gering investive Maßnahmen mehr als 15 Prozent Energie
einsparen können, zeigt URBANA im Vivantes-Klinikum in Neukölln. Dort stellte das
Hamburger Unternehmen mit seiner Consulting-Tochter zunächst eine Energieanalyse
an, deren Ergebnisse dann Pilotcharakter für ein umfassendes Energiemanagement aller
Vivantes-Standorte haben sollen. Auf Basis einer eingehenden Analyse entwickelte URBANA organisatorische, technische und energiewirtschaftliche Maßnahmen zur Ener-
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
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gieeinsparung – alle vor dem Hintergrund, dass sich für das Klinikum keine Einschränkungen ergeben. Der Maßnahmenkatalog enthält unter anderem die Anpassung der
Betriebsparameter sämtlicher raumlufttechnischer Anlagen, so auch die Reduzierung
der Luftbefeuchtung der OP-Bereiche. Zudem soll die Hydraulik im Kaltwassersystem
optimiert und eine Wärmerückgewinnungsanlage eingesetzt werden, um im Hochsommer die Räume zu kühlen. Aber auch scheinbar unspektakuläre Maßnahmen wie der
Austausch der herkömmlichen Leuchtstoffröhren durch energiesparende Leuchten tragen dazu bei, Energie einzusparen. Zuletzt schlägt URBANA ein integrales Konzept mit
Variantenbewertung für die Kälte- und Wärmeerzeugung am Standort vor. „Im Vordergrund steht immer: eine nachhaltige Versorgungssicherheit bei geringst möglichen Kosten“, resümiert der Projektleiter Koban. In Neukölln liegen die Vorteile der umfassenden
Energiemanagementleistungen der URBANA einmal mehr auf der Hand. Denn es geht
nicht nur darum, direkte Einsparpotenziale durch nicht investive Maßnahmen – der Betriebsoptimierung im Rahmen des operativen Managements – sofort zu erschließen (und
danach den Kunden sich selbst zu überlassen). URBANA bewertet weitere investive Energieeinsparmaßnahmen zudem systematisch aus und bietet so komplette Dienstleistung
aus einer Hand: von der Analyse mit Wirtschaftlichkeitsbewertungen über Strategiepläne, Planung und Ausschreibung bis hin zur Vergabe.
Das Kreiskrankenhaus Bergstraße liefert ein weiteres Beispiel, dass mit erprobtem
Know-how der Wunsch nach Energieeffizienz nicht Wunschdenken bleiben muss. Das
Krankenhaus wünschte sich sowohl eine kontinuierliche Transparenz und Kontrolle
der Energie- und Medienströme als auch der damit verbundenen Kosten. URBANA implementierte ein Energiecontrolling und führte ein operatives Energiemanagement ein.
Über die fest vereinbarte Vertragslaufzeit wird die Nutzenergie nun zu günstigen und garantierten Preisen abgerechnet. „Das Krankenhaus erhält die Kostenkontrolle und somit
finanzielle Planungssicherheit – und die Sicherheit, dass nach individuellem Bedarf die
direkte Nutzenergie auf wirtschaftliche und umweltschonende Weise geliefert wird. „ so
der URBANA Projektleiter Ralf Enneking.
Auf die sprichwörtliche Couch zu einer Grundanalyse schickte URBANA zehn Objekte eines privaten Gesundheitsträgers, der zahlreiche Liegenschaften des Gesundheitswesens und der Altenpflege betreibt. Als der Objektbetrieb neu organisiert werden sollte,
setzte man sich zum
Ziel, auch den Energieverbrauch und die Verbrauchskosten nachhaltig zu reduzieren.
URBANA wählte dazu aus dem Liegenschaftsportfolio drei Krankenhäuser und sieben
Alten- und Pflegeheime aus. „Bei der umfassenden Aufnahme der Energiedaten dieser
Objekte wurde schnell klar, wo wir ansetzen müssen: in der Energietransparenz“, berichtet der Projektleiter Franz Schreier.
Wenn Energiedaten aus den letzen Jahren als Stundenwerte einer Jahresdauerlinie
vorliegen, können sie wertvolle Hinweise auf Energieeinsparpotenziale geben. Hohe
Grundlastverbrauchswerte, auffällige Spitzenwerte oder unklare Verbräuche an Wochenenden werden schnell sichtbar, so auch im Fall der zehn ausgesuchten Objekte. Auf
Grundlage dieser Datenanalyse machten sich die URBANA-Ingenieure dann vor Ort ein
Bild von den Liegenschaften. „Die Einsparpotenziale fielen ins Auge: Sie reichten von
überdimensionierten Kesselanlagen und dauerhaft betriebenen Lüftungsanlagen bis hin
zu ungünstigen Einstellungen der Gebäudeautomation und fehlerhaften Fühlerkalibrierungen“, gibt Schreier Einblick in die „Energiefresser“.
Analyse, Begehung, Analyse – aus diesem Dreiklang entwickelte URBANA schließlich einen maßgeschneiderten Aktionsplan, wie der Gesundheitsträger in seinen Liegenschaften Energie einsparen kann. So wurden beispielsweise webbasierte Energiecontrolling-Systeme projektiert, um den Strom-, Brennstoff- und Wasserverbrauch aller zehn
Objekte transparent zu halten. Es wurden monatliche Energiereports eingeführt, die bei
Auffälligkeiten Alarm schlagen (sowohl der Betreiber als auch der Verwalter der Liegenschaften können online über die Daten verfügen). In zwei Musterobjekten (beides Kran-
URBANA: Energiedienste am
Puls der Zeit
Die URBANA Gruppe ist ein
unabhängiger Energiepartner mit
über vier Jahrzehnten Marktkompetenz. Das Unternehmen
bietet Energiedienste auf neuestem Stand und dies für Wärme,
Kälte und Strom gleichermaßen.
Das Spektrum der URBANALeistungen reicht von Konzeption, Finanzierung und Errichtung
von Energieanlagen bis zu deren
Betrieb und Management samt
gesetzeskonformer Abrechnung.
Derzeit beliefert URBANA mit
zirka 750 Energieversorgungsanlagen rund 100.000 Wohnungen
und 600 kommunale, soziale oder
gewerbliche Objekte. 2007 ist URBANA mit der Braunschweiger
Umweltberatungsfirma Agimus
GmbH ein Joint Venture eingegangen und hat die URBANA
AGIMUS Contracting GmbH gegründet. Das Unternehmen bietet
Umweltcontracting für industrielle Anlagen, günstig und unter
Berücksichtigung aller Möglichkeiten, die umweltverträgliches
Contracting heute bietet. Als
Investor, Planer, Projektleiter
und Betreiber implementiert
URBANA AGIMUS Contracting
für ihre industriellen Kunden die
beste verfügbare kostengünstige
Umweltschutztechnologie. Seit
2007 gehört die URBANA AG +
Co KG neben dem Messdienstleister KALORIMETA AG und
der Inkassogesellschaft IKW zur
im selben Jahr formierten KALO
Gruppe.
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 20
kenhäuser) wurden Energiefeinanalysen erstellt und daraufhin wurde ein operatives
Energiemanagement eingeführt. Dieses besteht in der energiesparenden Einstellung aller
technischen Anlagen, der Dokumentation der Einstellwerte, einem Logbuch für weitere
Optimierungen und einem umgehenden Abgleich der Einsparungen mit den Onlinemessungen des Energiecontrollings. Neben vielen anderen Maßnahmen, die sich gleichsam
wie ein Who‘s Who des Spezialwissens angewandter Energietechnik lesen, erstellte URBANA zuletzt auch ein umfangreiches Konzept für einen Nahwärmeverbund auf Basis
von Holzhackschnitzeln aus dem lokalen Wirtschaftskreislauf.
Die Best Practice-Beispiele von URBANA zeigen: selbst in hochsensiblen Einrichtungen des Gesundheitswesens lässt sich mit Wissen, Erfahrung und Feingefühl Energieverbrauch eindämmen. Die Vorteile, einen Profi wie URBANA zu beauftragen, sind augenfällig. Dank jahrzehntelanger Praxis auf dem Gebiet des Energiemanagements müssen
die URBANAIngenieure nicht auf rein akademische Maßnahmen – oder solche von der Stange – zurückgreifen, sondern können ihr Wissen mit den Anforderungen vor Ort verbinden. „Bedarfsgerechte Maßnahmen orientieren sich an der Krankenhauspraxis“, weiß denn auch
Schreier. Wissen, gekoppelt mit Erfahrung: Nur auf diese Weise wird aus dem Wunsch,
Energie einzusparen, auch eine konkrete und klug durchdachte Sparpraxis.
Wer Einsparpotenziale realisieren will, braucht Spezialwissen im Bereich der angewandten Energietechnik – und das ist bei URBANA zweifelsohne vorhanden. Bewiesen
hat das Unternehmen dies auch bei zahlreichen anderen Contracting-Projekten im öffentlichen Sektor, so unter anderem bei Bahnhöfen, Kasernen, Flughäfen und Schulen.
Konzept für einen Nahwärmeverbund auf Basis von Holzhackschnitzeln aus dem lokalen
Wirtschaftskreislauf
Friedemann Kuppler
www.urbana.de
Bedarfsgerechte Maßnahmen
orientieren sich an der Krankenhauspraxis
Studium Immobilienwirtschaft
Eine der besten Adressen
für die Immobilienwirtschaft
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Studiengang Immobilienwirtschaft
Parkstraße 4
73312 Geislingen an der Steige
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Fax 0 73 31 / 22-560
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
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Energie und Umwelt
Pilotprojekt: Bau- und WohnungsVerein Stuttgart
baut 108 Wohnungen mit Recyclingbeton
Erstes Großprojekt im baden-württembergischen Hochbau: Der Bau- und WohnungsVerein Stuttgart baut 108
Wohnungen mit Ressourcen schonendem Beton. Das Ziel: flächenintensiven Abbau von Kies und damit Eingriffe in den Natur- und Grundwasserhaushalt zu vermindern. Recycling von Baumaterialien wird vom badenwürttembergischen Umweltministerium gefördert und wissenschaftlich begleitet
BWV-Vorstand Thomas Wolf
betonte beim Richtfest die
positiven Erfahrungen mit
dem Ressourcen schonenden Beton im Wohnungsbau.
Zukunftsgerichtete und damit nachhaltige Hochbaumaßnahmen sollen Ressourcen und
das Klima schonen. Der Schlüssel dazu sind Recycling-Baustoffe. Deren Einsatz ist im
Tiefbau längst üblich, aber nicht im Hochbau. Ein Wohnbauprojekt des Stuttgarter Bauund WohnungsVerein zeigt, wie Naturressourcen schonend eingesetzt werden können
und will damit Anstöße geben. Es ist das erste Großprojekt in Baden-Württemberg, bei
dem die Einsatzfähigkeit von Ressourcen schonendem Beton (RC-Beton) unter Beweis
gestellt wird. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr unterstützt das
Bauprojekt ideell. Wissenschaftlich wird es durch das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und die Fakultät für Bauingenieurwesen an der Hochschule für
Technik, Stuttgart, begleitet.
An der Ecke Rotenberg-/Raitelsbergstraße feierte der Bau- und WohnungsVerein
Stuttgart (BWV) Richtfest für das Bauprojekt „Wohnen in Ostheim“. Dort entstehen in
sechs Bauabschnitten 134 Wohnungen (davon 59 barrierefrei) mit einer Gesamtwohnfläche von 11.274 m2. „Die Wohnungen sind frei finanziert. Das Engagement im Sinne der
Nachhaltigkeit wird weder vom Land noch von der Stadt finanziell unterstützt“, betont
Thomas Wolf, Vorstand Bau- und WohnungsVerein Stuttgart (BWV), der 25 Mio. Euro
in das Bauvorhaben investiert.
Die 108 Wohnungen des 2. bis 6. Bauabschnitts mit einer Gesamtwohnfläche von rund
8.500 m2 werden im Sinne der Kreislaufwirtschaft unter Einsatz von Ressourcen schonendem Beton (RC-Beton) erstellt. Zu diesem Zweck wurden sieben aus der Gründer- und
Nachkriegszeit stammende Gebäude abgerissen und durch acht neue Gebäude ersetzt.
Weitere fünf Gebäude werden kernsaniert. Mit der Neubebauung wird im Wohnquartier
Projektpartner
Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg, Firma Gottlob Rommel
Stuttgart für den Rohbau
Project GmbH, Planungsgesellschaft für Städtebau, Architektur
und Freianlagen, Esslingen (Ausführungsplanung), Feeß Erdbau,
Kirchheim u. Teck, (RC-Recycling
und Qualitätsprüfung), Krieger Beton-Technologiezentrum,
Remseck, (Rezepturentwicklung
und Anlieferung), Institut für
Energie- und Umweltforschung
Heidelberg (ifeu), Hochschule
für Technik Stuttgart, Prof. Dr.
Thomas Benz, Fakultät für Bauingenieurswesen, Bauphysik und
Wirtschaft, Ingenieursgesellschaft
Tompert (IBT), Stuttgart
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 22
die starre Blockbebauung aufgebrochen und die Innenhöfe werden begrünt. Die großzügig
geschnittenen Wohnungen werden zwischen 37 m2 und 127 m2 groß sein und sind jeweils
von der eigenen Tiefgarage mit insgesamt 120 Stellplätzen aus direkt zu erreichen.
In Baden-Württemberg ist dies das erste Hochbauvorhaben, bei dem die Betonarbeiten mit Ressourcen schonendem Beton aus Recyclingmaterialien realisiert werden. Das
heißt: Die benötigten Gesteinskörnungen stammen aus aufbereitetem Abbruchmaterial.
Durch die Wiederverwertung der Baumaterialien von Abrissgebäuden werden knappe
Rohstoffquellen geschont, der klimaschädliche CO2-Ausstoß verringert und wertvoller
Deponieraum eingespart. Dabei weist der Ressourcen schonende Beton dieselben Qualitätseigenschaften wie konventioneller Beton auf. „Ökonomische wie ökologische Nachhaltigkeit sind bei uns tief verankert. Natürlich haben wir bei der Verarbeitung des RC-Betons
besonders kritisch hingeschaut und zusammen mit unseren Projektpartnern die Qualitätseigenschaften und die Verarbeitung streng überwacht“, so Vorstand Thomas Wolf.
Das baden-württembergische Umweltministerium hat errechnet, dass die rund 31
Mio. Tonnen Bauabfälle pro Jahr zirka drei Viertel des Gesamtabfallaufkommens im
Land ausmachen. Durch den Einsatz von Recyclingbaustoffen könnten 25 Mio. Tonnen
an Baumaterial in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Da dem Recycling
dieser Abfallströme eine zentrale Rolle zukommt, hat das Umweltministerium das Modellprojekt des Bau- und WohnungsVereins Stuttgart unterstützt.
Die Errichtung des Wohnquartiers mit Ressourcen schonendem Beton entspricht dem
Projekt „Abfall als Ressource“, das vom baden-württembergischen Umwelt-Ministerium
ins Leben gerufen wurde. Die Bedeutung des modellhaften Bauprojekts unterstrichen
beim Richtfest Josef Kreuzberger, Ministerialdirigent im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Stuttgarts Baubürgermeister Matthias Hahn sowie Eberhard
Rommel, Geschäftsführer des Stuttgarter Bauunternehmens Gottlob Rommel, die beim
Richtfest gemeinsam mit BWV-Vorstand Thomas Wolf und dem Vorsitzenden des BWVVerwaltungsrats, Karl Epple, einen Kübel RC-Beton auf der Baustelle entleerten.
Der Bau- und WohnungsVerein Stuttgart hat in seiner Geschäftsstelle an der Schwarenbergstraße 64, wenige hundert Meter von der Baustelle entfernt, einen Lehrraum
eingerichtet. Dort können sich Studenten der Universität Stuttgart, Planungsbüros, Bauunternehmen, das Bauhandwerk sowie Vertreter von Immobilien- und Wohnungswirtschaft, der Forschung und Wissenschaft über die Erfahrungen mit dem RC-Beton informieren. Bereit stehen Gesteinsproben mit Erläuterungen zur Rezeptur des RC-Betons
sowie ein Film, der den Produktionsprozess erläutert. „Wir und unsere Projektpartner
wollen, dass dieses Wohnbauprojekt mit RC-Beton Schule macht“, so Thomas Wolf.
Die Nachfrage nach „Wohnen
in Ostheim“ – so der Name des
BWV-Wohnquartiers – ist groß.
Nicht nur weil die Wohnungszuschnitte und die grünen
Innenhöfe locken. Die zukünftigen Mieter schätzen auch, dass
beim Bau mit RC-Beton ein Beitrag zum nachhaltigen Bauen
geleistet wurde. Zum Richtfest gossen unter anderem
Thomas Wolf (BWV-Vorstand),
Karl Epple (Vorsitzender des
BWV-Verwaltungsrates), Josef
Kreuzberger (Ministerialdirigent beim Umweltministerium
Baden-Württemberg), Matthias
Hahn (Baubürgermeister Stuttgart) und Eberhard Rommel
(Geschäftsführer Firma Gottlob
Rommel) einen Kübel RC-Beton in die Baugrube des neuen
Bauabschnitts.
Hansjörg Hagmayer
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Energie und Umwelt
GWM in Wuppertal Denkmalschutz und Umrüstung
auf Satellit? Einfacher als gedacht…
Der Umstieg von Kabel- auf Satellitenversorgung bei denkmalgeschützten Gebäuden klingt nach einer Herausforderung. Die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Wuppertal-Mitte (GWM) hat bei ihren knapp 300
denkmalgeschützten Wohnungen jedoch die Erfahrung gemacht, „dass alles halb so wild ist, wenn man gut
vorbereitet ist“, wie Lars Geldmacher, Geschäftsführender Vorstand bei der GWM, berichtet. „Die Denkmalschutzbehörde hat auf unsere Lösung mit optischem Satellitenempfang sogar sehr positiv reagiert.
Bei einer Vor-Ort-Begehung
der Frankenstraße mit ihren
vielen
denkmalgeschützten
Gebäuden aus den 20er-Jahren
ließ sich die Denkmalschutzbehörde die geplante Umrüstung auf Satellitenempfang
genau erklären. „Die Auflage
lautete, dass die Satellitenspiegel nicht von der Straße
aus einzusehen sind“, erläutert Geldmacher. Das Konzept
„Optischer Satellitenempfang“
überzeugte die Behörde: alle angrenzenden Gebäude können mit wenigen Satellitenspiegeln und unterirdisch verlegtem Glasfaserkabel versorgt werden. „Große Eingriffe in die
Bausubstanz und die denkmalgeschützten Fassaden waren nicht notwendig“, begründet
Geldmacher die Entscheidung.
Die denkmalgeschützte Fassade dieses Hauses erstrahlt
in neuem Glanz – die optische
Satellitenanlage ist auf einem
anderen Dach installiert.
Mieternutzen par excellence: bis zu 35 % weniger
zahlen, mehr Programme empfangen
Die Unzufriedenheit der Mieter mit der Kabelversorgung und die hohen Kosten waren
laut Geldmacher die Beweggründe, um nach Alternativen zu suchen. Im Vergleich zu
früher sparen die Mieter heute zwischen 15 und 35 Prozent. Nach Ablauf des zurzeit noch
bestehenden Kabelvertrags der GWM wird die Ersparnis für die Mieter zwischen 35 und
50 Prozent betragen. Sie bezahlen dann monatlich knapp 9 Euro für ihren TV-Empfang,
der sich darüber hinaus auch noch verbessert hat. „Das Wichtigste ist, dass nun alle frei
empfangbaren HD-Programme und viele Heimatsender verfügbar sind. Gerade die jüngeren Mieter hatten häufig nach besseren technischen Empfangsmöglichkeiten gefragt“,
berichtet Geldmacher. Gemeinsam mit dem ausführenden Unternehmen, der BIG Medienversorgung aus Düsseldorf, hat die GWM für die ältere Mieterschaft ein Frage- und
Antwortblatt erstellt, womit laut Geldmacher „auch die letzten Bedenken ausgeräumt
werden konnten“. Der kostenlose Vor-Ort-Installationsservice sorgte zusätzlich für Mieterbegeisterung.
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Noch vor dem Winter sollen alle Satellitenspiegel
installiert sein
Die denkmalgeschützten Gebäude
sind nur ein Teil des Wohnungsbestands der GWM, die insgesamt
rund 1.500 Wohnungen verwaltet.
Mittlerweile wurden bereits 60 bis
70 Prozent des Komplettbestands
umgerüstet. Der Rest soll bis Anfang 2011 auf optischen Satellitendirektempfang umgestellt werden,
so Wolfgang Jäger, Vertriebsleiter
Deutschland der BIG Medienversorgung: „Vor dem Winter müssen wir dafür sorgen, die Satellitenspiegel auf dem Dach
zu installieren und alle Vorkehrungen zu treffen. Wenn es dann zu gefährlich wäre, die
Dächer zu betreten, kümmern wir uns um die Verkabelung in den Häusern und Wohnungen.“
Drei Satellitenpositionen sorgen für große Programmvielfalt: Mehrere hundert deutsche
TV-Programme und nahezu
alle internationalen Sender
können so empfangen werden.
Mit optischem Empfang bestens gerüstet für die
Analogabschaltung 2012
Die GWM befindet sich mit ihrer
Entscheidung für optischen Satellitenempfang in guter Gesellschaft: Von den bundesweit rund
38 Millionen TV-Haushalten empfangen mehr als 43 Prozent ihr
Fernsehsignal direkt über Satellit.
Der Satellitenbetreiber Astra verbreitet mehr als 300 TV-Sender für
Deutschland. Auch beim Empfang
von HDTV, dem hochauflösenden Fernsehen, hat Astra die Nase
vorn. Bis Ende des Jahres 2010
wächst das deutsche HD-Angebot auf 24 Sender (inklusive den Angeboten von Sky und
HD+). Und auch für die Analogabschaltung 2012 ist die GWM dank der Umstellung
auf optischen Satellitendirektempfang gut gerüstet. „Die Abschaltung des analogen Signals wird viele Wohnungsunternehmen aus heiterem Himmel treffen. Wir haben mit der
Umrüstung frühzeitig reagiert: Bei uns muss kein Mieter einen schwarzen Bildschirm
fürchten“, sagt Geldmacher. „Denn bei der GWM empfangen nach der Umstellung alle
Mieter ausschließlich digital.“
Multischalter ermöglichen es,
das Signal für viele Teilnehmeranschlüsse bereitzustellen.
Ein Multischalter kann theoretisch 128 Receiver bedienen.
Michaela Gnann
*Angabe der BIG Medienversorgung
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Keine Leckmeldeanlage
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Nachhaltigkeit
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Sebastian Schulz
Tel.: 033701 22-0
E-Mail: progeo@progeo.com
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Technischer Hintergrund
So funktioniert’s:
Beim optischen Satellitendirektempfang werden alle empfangenen Frequenzen von
Astra und gegebenenfalls bis zu drei weiteren Satellitenpositionen ohne Vorselektion
digital, inklusive aller empfangbaren HD-Programme, über ein dünnes Glasfaserkabel in den Gebäuden verteilt. Kopfstellentechnik und Verteilerschränke voller Verstärker gehören der Vergangenheit an. Mithilfe eines optischen Konverters können
in der Regel die vorhandenen Koaxialleitungen in den Wohnungen für die letzten
Meter der Signalzuführung verwendet werden. In den umgerüsteten Haushalten
genügt der Anschluss eines beliebigen digitalen Satellitenreceivers oder Flachbildschirms mit eingebautem Sat-Empfänger. Das Besondere am optischen Satellitendirektempfang ist, dass die Übertragung auch über weite Strecken und mehrere
tausend Teilnehmeranschlüsse nahezu ohne Qualitätsverlust möglich ist und im
Rahmen der Sanierung Ausbaureserven für zukünftige Bandbreitenanforderungen
mit eingeplant werden können.
Vorteile für den Endverbraucher
Größte Programmvielfalt: Empfang von mehreren Hundert deutschen und nahezu
aller internationalen TV-Programme. Große Auswahl: Satellitenreceiver und Flachbildschirme mit eingebautem Sat-Empfänger aller Hersteller sind kompatibel – vom
preisgünstigen digitalen Einstiegsreceiver bis hin zum HDTV mit PVR-Funktion
(Satellitenreceiver mit eingebauter Festplatte für Aufnahmen). Größte HD-Vielfalt:
Astra bietet mit den öffentlich-rechtlichen HD-Angeboten, den privaten HD-Sendern über HD+ sowie kostenpflichtigen Angeboten wie Sky die größte Auswahl an
HDTV-Programmen. Dank optischem Satellitendirektempfang werden alle Programme in uneingeschränkter Qualität bereitgestellt. Beste Qualität: 100% digitaler,
hochauflösender TV-Empfang und beste Dolby- Tonqualität.
Vorteile für die Wohnungswirtschaft
Preisvorteil: In der Regel können 30 bis 60 Prozent der Kosten (im Vergleich zu einer
Medienversorgung via Kabel) eingespart werden; diese Kostenvorteile können direkt
an den Mieter weitergegeben werden.* Wohnwertsteigerung: Dauerhaft schüsselfreie
Fassaden; keine unsachgemäß gebohrten Wandhalterungen durch Fenster oder Fassade. Die Lösung „optischer Satellitenempfang“ erhält den Wohnwert des Gebäudes.
Hohe Mieterzufriedenheit: Durch die kostengünstige und störunanfällige Medienversorgung steigt die Mieterzufriedenheit; der Empfang nahezu aller deutschen und
internationalen Heimatprogramme (TV und Radio) wird gewährleistet. Verlässliche
Versorgung: Die Analogabschaltung 2012 ist kein Thema mehr; kein Mieter muss
einen schwarzen Bildschirm fürchten. Volle Flexibilität: Entgegen einer Medienversorgung via Kabel besteht beim optischen Satellitendirektempfang keinerlei Vertragsbindung an einen Betreiber (lediglich ein Wartungsvertrag für die Anlage sollte
abgeschlossen werden).
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Gebäude und Umfeld
jenawohnen baut 100 neue Wohnungen auf der
„Grünen Wiese“
Die jenawohnen GmbH. investiert in die Zukunft. Auf 15.500 m² Grundstücksfläche am Friedensberg entstehen 100 neue Wohnungen bis 2014. Die Investitionssumme beträgt 15 Millionen Euro für Neubau und
Erschließung. Insgesamt entstehen 7.500 m² Wohnfläche. „Die Bewohner sollen sich dort auch in 50, 60, 70
Jahren noch sehr wohl fühlen,“ verspricht Stefan Wosche-Graf, Geschäftsführer der jenawohnen GmbH.
„Auf der grünen Wiese“ am
Friedensberg in Jena
Seit Mai 2010 ist die jenawohnen GmbH Eigentümerin eines Areals zwischen Forstweg
und Friedrich-Schelling-Straße. Auf einem 15.500 m² großen Grundstück werden in den
kommenden vier Jahren 7.500 m² Wohnfläche entstehen. „Wir planen ein attraktives
Wohnquartier mit hohem Qualitätsstandard, moderner Architektur unter ökologischen
und neuesten energetischen Gesichtspunkten. Unser Ziel ist es, ein Quartier zu errichten,
das die städtebauliche Qualität des bestehenden Wohngebietes positiv beeinflusst und
in dem sich die Bewohner auch in 50, 60, 70 Jahren noch sehr wohl fühlen.“, so Stefan
Wosche-Graf, Geschäftsführer der jenawohnen GmbH.
Städtebaulich prägt eine gute Qualität eines so großen Quartiers seine Mieter, das
Umfeld, die ganze Stadt und nicht zuletzt auch das Unternehmen jenawohnen. Mit dem
Wohnungsneubau möchte Jenas größte Wohnungsgesellschaft ihren Wohnungsbestand
im höherpreisigen Mietsegment erweitern. „Die Nachfragen nach höherpreisigen Mietwohnungen sind in den letzten Jahren gestiegen, dem möchten wir Rechnung tragen.“,
teilt Wosche-Graf mit.
„Zur Zeit arbeiten wir an einem Gesamtkonzept, das Grundlage für die kommende Mehrfachbeauftragung sein wird. Vorgesehen ist, 2014 fertig zu sein.“, sagt Eleonore
Tonndorf, Leiterin Technik/Projektentwicklung bei der jenawohnen GmbH.
Bei dieser Mehrfachbeauftragung erhält jenawohnen Entwürfe von verschiedenen regionalen und überregionalen Architekturbüros. Das bietet die besten Chancen für ein
schlüssiges Gesamtkonzept und die optimale Entwicklung des Gebietes. In Neubau und
Sanierung investiert jenawohnen in den kommenden fünf Jahren 60 Millionen Euro.
Über 600 Millionen Euro flossen bereits seit 1991 in die Wohnungsbestände.
Doreen Noack
jenawohnen GmbH
Löbdergraben 19
07743 Jena
www.jenawohnen.de
Geschäftsführer: Stefan WoscheGraf
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 28
Gebäude und Umfeld
Was versteht man unter einem Cap-Darlehen?
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die Gewinner der Monatsfragen veröffentlichen wir immer im Folgemonat. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
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Zehn Fragen im Dezember 2010
1 Was versteht man unter einem besonderen Mietvertrag?
☐ Einen Mietvertrag, der auf höchstens acht Jahre abgeschlossen wird.
☐ Einen Mietvertrag, bei dem die erste Kündigung erst nach vier Jahren möglich ist
☐ Einen Vertrag, bei dem der Vermieter eine Selbstnutzung nach der vereinbarten Zeit
bereits bei Abschluss des Vertrages ankündigt und damit das Fortsetzungsverlangen des
Mieters entfällt .
☐ Einen Mietvertrag, dessen Laufzeit ausschließlich der Mieter bestimmt.
☐ Einen Mietvertrag auf unbestimmte Zeit, der aber nicht gekündigt werden kann.
3 Was ist u.a. Regelungsgegenstand einer Landesbauordnung?
☐ Maßnahmen der Bodenordnung
☐ Die Neuvermessung von Grundstücken
☐ Die Festlegung von Abstandsflächen zwischen baulichen Anlagen
☐ Die Genehmigung von Flächennutzungsplänen
☐ Die Aufstellung von Bebauungsplänen
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Oktober 2010 Ausgabe 26 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 29
2 Wie lautet das Basisjahr für die Berechnung des Neuwerts bei der Feuer- und Brandversicherung?
☐ 1900
☐ 1914
☐ 1928 ☐ 1949
☐ 2005
4 Durch welche Maßnahmen kann das Firmenimage nachhaltig verbessert werden?
☐ Durch Investitionen, die die Absatzprozesse rationalisieren.
☐ Durch Plakate, auf denen nur der Name des Unternehmens in hellen Farben auf dunklem Hintergrund steht.
☐ Durch laufende Werbung mit Superlativen
☐ Durch PR-Maßnahmen, wie an die Öffentlichkeit gerichtete wahrheitsgemäße Information über Ziele, Leitbild und Vorgänge in einem Unternehmen.
☐ Durch Versprechen, selbst wenn sie langfristiug nicht gehalten werden können
5 Welche Versicherung sollten Baubetreuer, die auch die technische Betreung übernehmen, vorrangig abschließen?
☐ Eine normal Berufshaftpflichtversicherung genügt vollkommen.
☐ Da die Berufsausübung besondere Unfallgefahren in sich birgt sollte auch an eine Erwerbs- oder Berufsunfähigskeitsversicherung gedacht werden. .
☐ Statt einer Architektenversicherung empfiehlt sich eine Unfallversicherung. Sie reicht
vollkommen aus.,
☐ Da Baubetreuer oft auf gefährliches Gelände fahren, sollten sie für ihre PKWs eine
Vollkaskoversicherung abschließen.
☐ Da eine Architektenhaftpflichtversicherung nicht nur Vermögensschäden sondern
auch Sach- und Personenschäden abdeckt, die im Zusammenhang mit dem Betreten von
Baustellen leicht eintreten können, ist hierzu zu raten.
6.Welche konkrete finanzielle Auswirkung hat beim Verkauf einer Eigentumswohnung der Anteil des Verkäufers an der Instandhaltungsrücklage?
☐ Überhaupt keine.
☐ Der Anteil an der Instandhaltungsrücklage ist nicht grunderwerbsteuerpflichtig, so
daß durch Bezifferung der Höhe des Anteils im Kaufvertrag Grunderwerbsteuer gespart
werden kann.
☐ Der Anteil kann beim Verkauf vom Verkäufer zurückgefordert werden, was sich positiv auf den Cash-Flow auswirkt
☐ Der Anteil muss in einer separaten Urkunde auf den Käufer übertragen werden.
☐ Der Käufer muss damit rechnen, daß die angesammelten Zinsen insgesamt an das
Finanzamt abgeführt werden müssen, was für ihn eine zusätzliche Belastung bedeutet.
7 Was gehört zur Hauptpflicht des Vermieters von Räumen?
☐ Der Vermieter muss die Schönheitsreparaturen turnusgemäß durchführen.
☐ Der Vermieter muss dafür sorgen, daß die vermieteten Räume mit einem Breitbandkabel vernetzt sind.
☐ Der Vermieter muss dafür sorgen, daß die Räume dem Mieter zum vertragsgemäßen
Gebrauch überlassen und in einem dem vertragsgemäßen Gebrauch entsprechenden Zustand erhalten werden.
☐ Der Vermieter muss dafür sorgen, daß der Mieter die Grundsteuer für die Wohnung
an die Gemeinde rechtzeitig abführt.
☐ Der Vermieter muss überprüfen, ob der Mieter die vereinbarte Miete termingemäß
bezahlt.
8 Welcher Kredit spielt im Bauträgergeschäft eine bedeutende Rolle?
☐ Der Hypothekenkredit.
☐ Der Zwischenkredit.
☐ Sonderfinanzierung der KfW. ☐ Der Grundstücksankaufkredit.
☐ Das Bauspardarlehen.
9 Was versteht man unter einem Cap-Darlehen?
☐ Ein Darlehen, bei dem der Darlehensgeber die vereinbarte Darlehenssumme ohne Angabe von Gründen „kappen“ kann
Oktober 2010 Ausgabe 26 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 30
☐ Die Festlegung der Zinsbindungsdauer eines Darlehens.
☐ Die Sicherstellung, daß das Kreditinstitut das Darlehen bei Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers nicht kündigt oder Konditionen ändert,
☐ Ein Darlehen mit variablem Zinsatz, der eine bestimmte Höhe nicht überschreiten
kann
☐ Ein Darlehen mit einem Zinssatz, der eine bestimmte Grenze nicht unterschreiten
kann
10 Was ist das amtliche Verzeichnis der Grundstücke?
☐ Das Grundbuch
☐ Das Baulandkataster ☐ Das Liegenschaftskataster
☐ Das Geoinformationssystem
☐ Das hydrographische Kartenwerk
Test 3. So ist es richtig!.
1c; 2 c; 3 d; 4 c; 5 e; 6 b; 7 b; 8 c; 9 b; 10 c
Die Gewinner sind, Hansjörg Hagmayer, Stuttart; Ralf Zimmermann, Bonn und Anne
Bauer, Leipzig.
Wer das große Potenzial dieser Branche beruflich nutzen will, braucht eine verlässliche
Basis. Dabei sind die Voraussetzungen für den Berufseinstieg vielfältig: Einschlägige duale Ausbildung, Hochschulstudium oder Berufsakademie sind die üblichen Wege. Doch
auch der Quereinstieg ist möglich. Wie auch immer – in der Praxis kommt es darauf an,
den Überblick zu behalten und die erworbene Sach- und Methodenkompetenz erfolgreich einzusetzen. Denn vieles von dem, was einmal gelernt wurde, verliert in oft atemberaubendem Tempo seine Gültigkeit.
Deshalb ist es gut, das eigene Wissen von Zeit zu Zeit zu prüfen.
Dafür hat der Grabener Verlag jetzt ein Buch herausgebracht, mit dessen Hilfe sich jeder
selbst prüfen kann. Es bietet eine verlässliche Grundlage und ist auch als Testmaterial
für die Aus- und Weiterbildung gut geeignet. Der Leser kann sechzehn Themenbereiche
mit Fragen und Antworten in Form von Multiple Choice-Aufgaben bearbeiten und sein
Wissen auf den Prüfstand stellen. Er bekommt jede Menge Unterstützung und erwirbt so
fast spielerisch umfangreiches Fachwissen.
Die Stärke des Buches liegt im Zusammenspiel mit dem Lexikon „Immobilien-Fachwissen von A-Z“, das im gleichen Verlag erscheint und im Internet frei zugänglich ist
(www.grabener-verlag.de). Weitere Hinweise auf Quellen helfen dem Leser, sich bei Bedarf einen kompletten Überblick zu verschaffen, Lücken zu schließen und eigene Stärken
zu entdecken.
Der Autor, Dipl. Volksw. Erwin Sailer, ist quasi das Urgestein der Immobilienwirtschaft. Er war jahrzehntelang bei den Berufsverbänden der Maklerschaft in der Ausbildung als Dozent und
Oktober 2010 Ausgabe 26 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 31
Führung und Kommunikation
Brandschutz und Steuersenkung! Wie paßt dies
zusammen, Herr Senk?
Die Bürger dieses Landes sind nicht verwöhnt, wenn es um das Thema „Steuerliche Entlastungen“ geht. Seit
dem 01. Juli 2010 hat sich aber für Versicherungsnehmer, die in ihren Policen das Risiko „Feuer“ versichert
haben, eine steuerliche Entlastung dergestalt ergeben, dass zukünftig die abzuführende Versicherungssteuer
sich von bislang 17,75 % auf 16,34 % ermäßigt. Zu dieser von den meisten Versicherungsnehmern unerwarteten
Entlastung kam es erstaunlicherweise durch eine Steuererhöhung an anderer Stelle, nämlich durch eine Erhöhung der Feuerschutzsteuer. Versicherungsexperte Wolf-Rüdiger Senk erklärt die Zusammenhänge.
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Während der Begriff der Versicherungssteuer allgemein bekannt ist dürften von der Feuerschutzsteuer nur die Wenigsten etwas gehört haben, was nicht verwunderlich ist, da
diese im Gegensatz zu der Erstgenannten nicht unmittelbar den Versicherungsnehmern
in Rechnung gestellt sondern von den Versicherungsunternehmen entrichtet wird. Dabei
unterliegen der Feuerschutzsteuer die Prämieneinnahmen der Versicherer aus
Feuerversicherungen einschließlich Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherungen,
Gebäude- und Hausratversicherungen, sofern die Prämie teilweise auf die Gefahr „Feuer“ entfällt.
Die Feuerschutzsteuer gehört zu den Ländersteuern und wird auf der Grundlage des
Feuerschutzsteuergesetzes (FeuerschStG) erhoben. Die auf dieser Basis erzielten Steuereinnahmen werden nach einem gesetzlich geregelten Verteilungsschlüssel auf die einzelnen Bundesländer verteilt und kommen dort zweckgebunden dem Brandschutz zugute.
Da bedingt durch den harten Wettbewerbsdruck auf den Versicherungsmärkten seit der
letzten sogenannten Hartmarktphase das Prämienaufkommen der Versicherer rückläufig war, ist folglich auch das Aufkommen der Feuerschutzsteuer stark gesunken. Um die
Finanzierung der Feuerwehren weiterhin sicherzustellen wurde vom Gesetzgeber die Bemessungsgrundlage der Feuerschutzsteuer geändert, was bei den betroffenen Versicherungssparten paradoxerweise zu einer Reduzierung der Bruttoprämie geführt hat.
Diese Konsequenz ergibt sich daraus, dass der auf die Feuerschutzsteuer entfallende
Prämienanteil Bestandteil der Nettoprämie ist, während die vom Versicherungsnehmer
zu tragende Versicherungssteuer auf diese aufgeschlagen wird. Mit der Gesetzesänderung werden die Bemessungsgrundlagen beider Steuern vereinheitlicht, so dass nunmehr
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Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de
Fakten
und Lösungen
Siedlungswesen e.V.
Seite 32
Feuer- und Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherungen:
- Steuersatz gesamt 22 %
- Davon 60 % Versicherungssteuer = 13,2 %
- Davon 40 % Feuerschutzsteuer = 8,8 %
Wohngebäudeversicherungen:
- Steuersatz gesamt 19 %
- Davon 86 % Versicherungssteuer = 16,34 %
- Davon 14 % Feuerschutzsteuer = 2,66 %
Hausratversicherungen:
- Steuersatz gesamt 19 %
- Davon 85 % Versicherungssteuer = 16,15 %
- Davon 15 % Feuerschutzsteuer = 2,85 %
Im Ergebnis reduziert sich daher die vom Versicherungsnehmer zu tragende Versicherungssteuer für diese Risiken, sofern die Versicherer die Prämiensätze unverändert beibehalten werden, wovon derzeit auszugehen ist.
Da der Gesetzgeber sich per Rechtsverordnung vorbehalten hat, durch Anpassungen
der Bemessungsgrundlage der Feuerschutzsteuer das Aufkommen dieser auf dem Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2011 zu stabilisieren, besteht für alle Versicherungsnehmer oben
genannter Sparten die Aussicht, weitere Senkungen der Versicherungssteuer zugunsten
der Feuerschutzsteuer zu erfahren. In diesem Falle würde sich bei allen davon betroffenen
Versicherungsverträgen die abzuführende Versicherungssteuer weiter ermäßigen. Das ist
ein seltenes Beispiel dafür, dass Steuererhöhungen auf der einen Seite auf einer anderen
Seite zu steuerlichen Entlastungen führen können.
Allerdings gilt diese Aussage nur solange, wie die betroffenen Versicherer, zu Lasten der von diesen vereinnahmten Nettoprämien dieser steuerliche „Verschiebebahnhof“
geht, die Kosten der Feuerschutzsteuer im Wege der Erhöhung der Nettoprämien nicht
an den Endverbraucher Versicherungsnehmer durchreichen. So lange der derzeit am Versicherungsmarkt herrschende Wettbewerb jedoch den Druck auf die Prämien aufrecht
erhält, können die ansonsten vom Steuergesetzgeber nicht verwöhnten Versicherungskunden sich dieses scheinbaren Paradoxons in Gestalt des reduzierten Versicherungssteuersatzes erfreuen.
Wolf-Rüdiger Senk
wolf-ruediger.senk@avw-gruppe.de
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 33
Führung und Kommunikation
Streitfall Winterdienst: Vermieter kann Mieter
zum Schneeschippen verpflichten
Wochenlang Eis und Schnee in Norddeutschland, dazu rekordverdächtige Tiefsttemperaturen – das war der
Winter 2009/2010. Die Witterungsbedingungen haben zu vielen Unfällen auch auf den Gehwegen geführt. Wie
steht es mit der Verkehrssicherungspflicht? Wer haftet in solchen Fällen? Wer muss streuen? Wer muss Schnee
räumen? Dazu rät der vdw Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen.
Der Vermieter hat grundsätzlich die Verkehrssicherungspflicht. Er muss Bürgersteige, Fußwege und Grundstückszufahrten bei Schneeglätte mit abstumpfenden Mitteln streuen.
Dennoch kann der Vermieter den Mieter zum Schneeräumen und Streuen verpflichten.
Das Landgericht Karlsruhe hat geurteilt, (Az. 2 O 324/06) dass der Winterdienst auf den
Mieter abgewälzt werden kann. Dies muss ausdrücklich im Mietvertrag oder in der Hausordnung vereinbart sein. Der Vermieter muss dem Mieter einen Zeitplan für den Räumdienst übergeben haben. In diesem Fall ist der Mieter verantwortlich und nach einem Urteil
des Amtsgerichts Ulm (Az. 6 C 968/86 – 03, 6 C 968/86) schadenersatzpflichtig, wenn er
den Gehweg nicht streut und ein Passant infolge von Glatteis zu Fall kommt und sich dabei
verletzt. Der Vermieter muss überwachen, ob der Mieter seinen Pflichten auch regelmäßig
nachgekommen ist, so das Landgericht Waldshut-Tiengen in einem Urteil (Az. 1 O 60/00).
Die Gemeindeordnungen regeln, in welchen Zeiträumen der Mieter streuen muss: Meistens gilt dies zwischen 7 und 21 Uhr. Die Streupflicht beginnt unverzüglich nach Ende des
Schneefalls. Der vdw empfiehlt. Die Übertragung der Räum- und Streupflicht muss eindeutig im Mietvertrag oder in der Hausordnung geregelt sein. Dem Mieter muss klar sein,
worauf er sich einlässt. Ansonsten kann der Vermieter ein Unternehmen mit der Schneebeseitigung beauftragen und die ihm dabei entstehenden Kosten auf die Mieter umlegen.
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Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 34
Führung und Kommunikation
Planungsfehler: Zweitarchitekt haftet für Vorgänger
Wechselt ein Bauherr den Architekten und beauftragt ihn mit der sogenannten „Vollarchitektur“, so haftet
der nachfolgend beauftragte Zweitarchitekt in vollem Umfang für Mängel und Schadenersatzansprüche. Dies
schließt Planungs- und Baumängel des Erstarchitekten ausdrücklich mit ein. Dies entschied das OLG Stuttgart
berichten die Lill Rechtsanwälte.
Das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart hat mit seinem Urteil über Schadenersatzansprüche gegenüber einem Zweitarchitekten bei Übernahme der sogenannten „Vollarchitektur“ dessen Haftungsverantwortung bestätigt (Urteil vom 09.03.2010 – 19 U 100/09).
Beendet ein Bauherr während der Bauphase das Vertragsverhältnis mit dem Erstarchitekten, so haftet der nachfolgend beauftragte Zweitarchitekt in vollem Umfang für Mängel und Schadenersatzansprüche. Dies schließt Planungs- und Baumängel des Erstarchitekten ausdrücklich mit ein, sofern der Zweitarchitekt die sog. „Vollarchitektur“, also alle
Leistungsphasen (LPH 1 - 9) im Sinne der HOAI übernommen hat., In diesem Fall ist
der Zweitarchitekt verpflichtet alle vorhandenen Planungsleistungen im Einzelnen zu
überprüfen und bei Bedarf zu ändern.
Das OLG Stuttgart argumentiert, dass beide Architekten jeweils umfassend vom
Bauherren beauftragt sind und somit auch in vollem Umfang planerisch verantwortlich
sind. „Die Entscheidung des OLG Stuttgart, dass der Zweitarchitekt dafür verantwortlich ist, alle vorhandenen Pläne des Vorgängers zu prüfen, bereits aufgetretene Mängel
zu identifizieren und abzustellen, ist zweifellos zutreffend“, kommentiert Rechtsanwalt
Roger Wintzer von Lill Rechtsanwälte das Urteil. „Die hier vorliegende, umfassende
Planungsverantwortung ist durch Architekten zwingend zu beachten. Im Bereich der
Verjährungsfristen ist diese Entscheidung von gewisser Brisanz, eine höchstrichterliche
Klärung steht allerdings noch aus.“
Im konkreten Fall hatte eine Bauherrin ein Architekturbüro mit der Planung von Umund Erweiterungsarbeiten an einem Wohnungs- und Bürogebäude beauftragt. Noch vor
Ausführung der Bauleistungen wurde das Vertragsverhältnis beendet und ein Zweitarchitekt mit der Fertigstelllung der Bauleistungen betraut. Dieser übernahm das Projekt
mit sogenannter „Vollarchitektur“ und die bereits vorhandenen Pläne wurden als Grundlage herangezogen. Nach Fertigstellung kam es zu Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung, welche durch Planungsfehler des Erstarchitekten verursacht wurden. Eine Abnahme war nicht erfolgt. In Folge dessen wurde der Zweitarchitekt für alle Mangel– und
Mangelfolgeschäden sowie Mietausfall auf Schadenersatz verklagt.
Das OLG Stuttgart folgte der Argumentation der Klägerin und bestätigte mit seinem
Urteil, dass die Obliegenheit für mangelfreie Pläne nicht beim jeweiligen Bauherren liegt.
Gleichwohl waren die Schadenersatzansprüche nach Auffassung des Oberlandesgerichts
zum Teil bereits verjährt und nicht mehr durchsetzbar. Es ist der Auffassung, dass mangels Abnahme die Fünfjahresfrist für Werkverträge gemäß § 634a BGB keine Anwendung findet, sondern die allgemeine gesetzliche Regelverjährung von drei Jahren, gemäß
§ 195 BGB. Dies würde bedeuten, dass nicht abgenommene Leistungen bereits früher
verjähren als abgenommene. „Bauherren haben es somit selbst in der Hand, ob sie durch
eine Abnahme die Fünfjahresfrist in Gang setzen“, erklärt RA Roger Wintzer. „Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Verjährungsfrage bundesweit noch nicht einheitlich
und allgemeingültig festgelegt ist. Eine Grundsatzentscheidung würde dieser Thematik
die Brisanz nehmen und für mehr Rechtssicherheit sorgen“, so Wintzer weiter.
Über Lill Rechtsanwälte
Lill Rechtsanwälte sind spezialisiert auf das Immobilienwirtschaftsrecht sowie Bau- und
Architektenrecht. Die Beratung
umfasst den gesamten Lebenszyklus von Immobilien und
Großbauvorhaben. Lill Rechtsanwälte betreut Projektentwickler,
Bauträger, Investoren, Banken,
Versicherungen, Bauunternehmen, Architektur- und Ingenieurbüros sowie Immobilienfonds.
Das JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien 2009/2010 listet
Lill Rechtsanwälte erneut unter
den fünf empfohlenen Kanzleien
für Berlin in der Kategorie Immobilien- und Baurecht, Immobilienwirtschaftsrecht.
red.
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 35
Führung und Kommunikation
3 Tipps für Weihnachtsfeier, Betriebsfeier: Der
Zündstoff für die Betriebsprüfung
Zum Jahreswechsel häufen sich die Anlässe für betriebliche Feierlichkeiten. Die traditionelle Weihnachtsfeier
ist längst nicht mehr die einzige Form; Anlässe, Rahmen und Teilnehmerkreis variieren stark. Die Kosten einer
Betriebsfeier sind nur unter bestimmten Bedingungen steuerlich absetzbar. Leicht wird der Fiskus zur Spaßbremse und trübt mit empfindlichen Nachzahlungen die Feierstimmung. „Ausgaben für Betriebsfeiern untersuchen Prüfer verstärkt. Gerade die Zusammensetzung der Gästegruppen und die Höhe der Veranstaltungskosten sorgt häufig für Zündstoff,“ warnt Steuerberater Klaus Zimmermann von der Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungsgesellschaft DHPG und gibt drei Tipps.
Viele Firmen sind mit den geltenden Bestimmungen noch nicht vertraut. Unternehmen
sollten jetzt ein erhöhtes Augenmerk auf die Planung, Organisation und Dokumentation
von Betriebsfeiern legen. Grundsätzlich sind pro Jahr zwei Betriebsveranstaltungen bei
Mitarbeitern steuer- und beitragsfrei, wenn die Kosten je Mitarbeiter 110 Euro brutto
nicht übersteigen. Allerdings liegen viele steuerliche Tücken im Detail und werden besonders bei nur jährlich stattfindenden Veranstaltungen leicht übersehen.
Das Finanzamt prüft genau, ob die Kosten für die Feier im „üblichen“ Rahmen liegen. In der Praxis werden bei der Ermittlung der Kosten schnell die Nebenkosten wie
Saalmiete oder Künstlerhonorar vergessen. Diese sind neben den Kosten für Speisen und
Getränke, Fahrtkosten oder Eintrittsgelder unbedingt mit zu bedenken. Überschreiten
die Kosten die Freigrenze, werden die gesamten Aufwendungen zu lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtigem Arbeitslohn. Wer seine Mitarbeiter nicht verärgern möchte,
führt zusätzlich zu den Gesamtkosten pauschal 25 Prozent Steuern an das Finanzamt ab.
Häufig versäumen es Unternehmer, zeitnah eine Dokumentation der Betriebsveranstaltung zu erstellen. Doch nur so haben Unternehmen gegenüber peniblen Prüfern triftige Argumente in der Hand. Besonders wichtig ist eine Dokumentation bei gemischten
Gästegruppen. Stehen neben den eigenen Mitarbeitern auch Geschäftspartner oder Kunden auf der Gästeliste, müssen die Teilnehmergruppen getrennt voneinander behandelt
werden. Denn die Kosten für Geschäftspartner und Kunden sind aufzuteilen und nur
teilweise abziehbar. Tipp von DHPG-Berater Klaus Zimmermann: Unternehmer sollten
eine detaillierte Teilnehmerliste führen, die den Status des Gastes dokumentiert. Die Liste ist von allen Gästen zu unterzeichnen. So kann das Finanzamt die Aufteilung der Teilnehmer genau nachvollziehen.
Über DHPG:
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Steuerberatungsgesellschaften
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vertreten (Bonn, Bergisch Gladbach, Bornheim, Euskirchen,
Gummersbach, Köln). Die DHPG
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Steuerliche Stolperfallen bei Betriebsfeiern
Der Fiskus knüpft die Steuervorteile für Betriebsfeiern an enge Bedingungen. Immer
wieder kommt es zu Konflikten mit den Finanzbehörden und beträchtlichen Nachzahlungen. In nachfolgenden Fällen ist besondere Vorsicht geboten.
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 36
1. Kombinierte Veranstaltungen:
Die Verknüpfung von Veranstaltungen mit unterschiedlichem Anlass ist steuerlich häufig problematisch. Wird etwa an eine Betriebsversammlung eine Betriebsfeier angehängt,
geht der Fiskus von einer Gesamtveranstaltung mit eher gesellschaftlichem Charakter
aus und lehnt eine Trennung ab (BFH, Az. VI R 55/07). Unternehmer dürfen in so einem
Fall die 110-Euro-Freigrenze pro Teilnehmer insgesamt nicht überschreiten. Ansonsten
behandelt der Fiskus die Gesamtkosten als lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn, es sei denn der Arbeitgeber nimmt eine Pauschalierung vor oder die
Mitarbeiter leisten eine Zuzahlung.
2. Geschlossener Teilnehmerkreis:
Feiern für einen begrenzten Personenkreis innerhalb des Unternehmens (z.B. Abteilungsleiter) erkennt der Fiskus nicht als Betriebsveranstaltung an, die Kosten gelten somit als Arbeitslohn. Besonders tückisch: Die Möglichkeit, die Lohnsteuer pauschal mit
25 Prozent abzuführen, ist ebenso ausgeschlossen (BFH, Az. VI R 22/06). Unternehmer
sollten Betriebsfeiern allen Mitarbeitern zugänglich machen, so dass keine Nachteile entstehen. Nur bei größeren Unternehmen akzeptiert das Finanzamt ausnahmsweise auch
getrennte Feiern nach Abteilungs- und Mitarbeitergruppen.
110-Euro-Freigrenze
pro Teilnehmer
Betriebsfeiern allen Mitarbeitern
zugänglich machen
3. Gemischte Gästegruppen:
Bei Betriebsfeiern für einen gemischten Teilnehmerkreis sieht das Finanzamt besonders
genau hin. Denn die Bewirtung von Geschäftspartnern oder Kunden ist im Gegensatz
zu Mitarbeitern nur eingeschränkt abzugsfähig. Unternehmer müssen diese Personen
getrennt dokumentieren, da es Unterschiede bei der steuerlichen Behandlung gibt. Was
häufig vergessen wird: Die eingeschränkte Absetzbarkeit gilt auch für freie Mitarbeiter,
Handelsvertreter oder Mitarbeiter anderer Unternehmen aus demselben Konzern.
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Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 37
Verwalter
WEGVerwalter haben besondere Verantwortung,
für Instandhaltung und Instandsetzung des
gemeinschaftlichen Eigentums
Dr. Guido Marx ist Geschäftsführer der GEBE Immobilienmanagement GmbH in Bonn. Die GEBE GmbH als
Hausverwaltungsunternehmen ist in der Region Bonn/Rhein-Sieg eine feste Größe, wenn es um die professionelle Verwaltung von Immobilien geht. Derzeit verwaltet sie mehr als 2.500 Wohnungen - Tendenz stark
steigend. Dr. Guido Marx verrät Deniz Bolten, welche Verpflichtungen Eigentümer mit dem Erwerb von Immobilien übernehmen und wie sie verantwortungsbewusst damit umgehen.
Die thermische Solaranlage
in der Brüsseler Straße in
Bonn erhielt 2009 den Bonner Energieeffizienzpreis
Verantwortung der Eigentümer für ihre Immobilie. Was verstehen Sie darunter?
„Eigentum verpflichtet“. Dieser Satz aus dem Grundgesetz gerät immer mehr in Vergessenheit. Wohnungseigentümer haben folglich eine gemeinschaftliche Verantwortung für
ihre Immobilie. Der Verwalter hat als gesetzlicher Vertreter der Wohnungseigentümer
dabei aus meiner Sicht die besondere Verantwortung, für die Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums Sorge zu tragen.
Wie ist es um den Informationsstand der Eigentümer bestellt? Wissen alle Eigentümer, welche Rechte und Pflichten ihnen obliegen? Wie sehen Sie Ihre Rolle als Immobilienverwalter im Spannungsverhältnis zwischen Eigentümer und einem geringen
Fachwissen?
Als Immobilienverwalter bemühen wir uns, Wohnungseigentümer über ihre Rechte und
Pflichten aufzuklären, nur so lassen sich vernünftige Beschlüsse zum Wohle der gesamten
Eigentümergemeinschaft fassen. Leider fehlt es häufig im Vorfeld, also vor dem Erwerb
einer Eigentumswohnung, an ausreichender Aufklärung. In den letzten Jahren beobachten wir jedoch, dass viele Erwerber vor der Kaufentscheidung bereits den Kontakt zum
Verwalter suchen und unser Angebot zu einem Gespräch gerne annehmen. Eigentümern,
denen man in dieser schwierigen Phase helfend zur Seite gestanden hat, vergessen dies
auch später nicht, wenn wir als Verwalter ihre Stimme für eine wichtige Abstimmung
brauchen. Für unsere Beiräte und interessierte Wohnungseigentümer finden jährlich Seminare statt.
Wohnungseigentümer über ihre
Rechte und Pflichten aufzuklären
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 38
Sie haben mit den von Ihnen betreuten Eigentümergemeinschaften bereits mehrere vorbildliche
Sanierungsprojekte auf den Weg
gebracht, von denen eine beispielhafte Umsetzung sogar ausgezeichnet wurde. Was haben Sie sich
für die Zukunft vorgenommen?
Nachdem im letzten Jahr die Errichtung einer thermischen Solaranlage
auf dem Dach einer Wohnungseigentümergemeinschaft mit dem Bonner Energieeffizienzpreis ausgezeichnet wurde, werden wir auch in diesem Jahr wieder mit einem innovativen Projekt an den Start gehen.
In einer Wohnanlage mit 56 Wohneinheiten betreiben wir ein Blockheizkraftwerk, das
den Strom für die Aufzugsanlagen und die gesamte Haustechnik produziert und darüber
hinaus Überschüsse in das Stromnetz einspeist. Die beim Betrieb des Generators entstehende Abwärme wird für die Brauchwassererwärmung genutzt. Auch für dieses Projekt
konnten wir etwa 25 Prozent der Gesamtkosten durch öffentliche Zuschüsse abdecken.
Die dadurch reduzierten Nebenkosten freuen nicht nur Mieter und selbstnutzende Eigentümer, sondern auch unsere Vermieter, denn die Nachfrage nach energieeffizienten Wohnungen steigt nicht erst seit der Einführung des Energieausweises. In diesem Jahr ist auch
die erste Photovoltaikanlage auf dem Dach einer Wohnungseigentümergemeinschaft ans
Netz gegangen und liefert Strom aus Sonnenlicht.
Wie reagieren Eigentümergemeinschaften auf Ihr Engagement? Es sind schließlich
alles neue Methoden und Standards, die nicht jedes Wohnhaus hat. Wie sieht Ihre
Überzeugungsarbeit aus?
Anfangs war es schwierig, Wohnungseigentümer für solche Ideen zu gewinnen. Die Erfahrungen aus den zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossenen Projekten helfen uns
heute bei der Verwirklichung neuer Ideen. Ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt erfüllt
auch die Eigentümer mit gewissem Stolz und fördert das Vertrauensverhältnis zu ihrem
Verwalter.
Die Wartung der Solaranlage
in Bonn erfolgt ausschließlich
durch Fachpersonal.
Klappt ein Projekt sind Eigentümer auch Stolz
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass uns die Ideen niemals ausgehen und wir immer Wohnungseigentümer finden, die bereit sind, mit uns neue Wege zu beschreiten.
Spenden
Dr. Guido Marx im Interview mit Deniz Bolten.
Imelda formt ihre
L
mit der Familie. Sie baut ihr
Haus in Selbsthilfe. Sie können
helfen.
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Ziegel
K
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www.deswos.de
Deutsche Entwicklungshilfe
für soziales Wohnungs- und
Siedlungswesen e.V.
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 39
Personalien
Evonik Immobilien GmbH und THS GmbH erhalten
personenidentische Geschäftsführungen
Im Zuge der von Evonik Industries AG und IG BCE gemeinsam geplanten Zusammenführung der Evonik
Immobilien GmbH und des Immobilienunternehmens THS GmbH ist eine personenidentische Geschäftsführung beider Gesellschaften mit Robert Schmidt, Prof. Karl-Heinz Petzinka, Hans-Jürgen Schneider und Ulrich
Küppers von den jeweiligen Gremien ernannt worden.
Die personenidentischen Geschäftsführungen werden ab dem 1. Januar 2011 ihr Amt
aufnehmen. Robert Schmidt (53), derzeit Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Immobilien GmbH, wurde zum Vorsitzenden der personenidentischen Geschäftsführungen von Evonik Immobilien GmbH und THS GmbH bestellt. Zu Mitgliedern der
beiden Geschäftsführungen wurden ferner ernannt: Prof. Karl-Heinz Petzinka (54), derzeit Vorsitzender der Geschäftsführung der THS GmbH, Hans-Jürgen Schneider (58),
derzeit Mitglied der Geschäftsführung Evonik Immobilien GmbH und Ulrich Küppers
(54), derzeit Mitglied der Geschäftsführung der THS GmbH. In den personenidentischen Geschäftsführungen der Evonik Immobilien GmbH und der THS GmbH wird
Karl-Heinz Petzinka unter anderem die Bereiche Technik sowie An und Verkauf verantworten, Hans-Jürgen Schneider wird die Funktion des Arbeitsdirektors innehaben und
Ulrich Küppers wird zuständig sein für die Bewirtschaftung des Wohnungsbestandes
und Steuerung der Kundencenter. Im Zusammenhang mit der Neuaufstellung der personenidentischen Geschäftsführungen endeten die Mandate von Dr. Peter Schörner (51) als
Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Immobilien GmbH und von Heinz-Peter
Richrath (54) als Mitglied der Geschäftsführung der THS GmbH.
IG BCE – Industriegewerkschaft
Bergbau, Chemie, Energie
Königsworther Platz 6, 30167
Hannover, www.igbce.de
Evonik Industries AG
Rellinghauser Straße 1 - 11, 45128
Essen, www.evonik.de
Aufsichtsrat
Wilhelm Bonse-Geuking, Vorsitzender
Vorstand
Dr. Klaus Engel, Vorsitzender
Ralf Blauth, Dr. Wolfgang Colberg
Spenden
Barbara Müller
Christian Hülsmeier
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Seite 40
Vermarktung und Marketing
„Ausgezeichnete“ Werbung! Aufbaugemeinschaft
Espelkamp gewinnt beim „VdWettbewerb 2010“
Auch die ehemals gemeinnützigen Wohnungsunternehmen erkennen, dass angesichts von Überalterung, Fluktuation und Konkurrenzdruck die Zeiten einer reinen Bestandsverwaltung endgültig vorbei sind. Auf der Suche
nach neuen und allgemeingültigen Lösungen setzen die Verbände auf kreative und innovative Ideen. Die besten
davon wurden beim diesjährigen „VdWettbewerb 2010“ offiziell ausgezeichnet. Gewonnen hat die Aufbaugemeinschaft Espelkamp mit ihrer „Meine!“-Kampagne, die von der auf die ehemals gemeinnützige Wohnungswirtschaft spezialisierten Marketing-Gesellschaft Stolp und Friends entwickelt und realisiert wurde.
„Die Auszeichnung der Aufbaugemeinschaft Espelkamp ist
natürlich auch für uns ein wichtiges Zeichen der Anerkennung
unserer Arbeit für die ehemals
gemeinnützigen Wohnungsunternehmen“, kommentiert Kay Stolp,
Geschäftsführer der Osnabrücker
Marketing-Gesellschaft, die Preisverleihung beim diesjährigen VdWettbewerb. „Schließlich waren
rund 650 Mitgliedsunternehmen
der Verbände Rheinland Westfalen und Südwest aufgerufen, ihre
Beiträge einzureichen. Da belegt
eine solche Auszeichnung schon sehr deutlich, dass sowohl die Aufbaugemeinschaft Espelkamp als auch wir auf dem richtigen Weg sind.“
Der VdWettbewerb richtete sich
2010 auf ein Problemfeld, das
verstärkt ins Blickfeld rückt: Die
Kommunikation mit den Mietern.
Die Mieter bzw. die Mitglieder
sind auch heute noch die zentralen Bausteine ein jeder Genossenschaft oder Gesellschaft. Doch das
frühere Selbstverständnis einer in
sich geschlossenen Gemeinschaft
bröckelt. Wo früher der Einzelne für „seine“ Genossenschaft
eintrat, herrschen heute die Wohnbedürfnisse einer immer mobiler werdenden Mieterschaft. Die alten genossenschaftlichen Wohnvorteile, wie lebenslanges Wohnrecht und
demokratische Mitbestimmung, verlieren zunehmend an Bedeutung. Gerade jüngere
Menschen, die durchschnittlich kaum länger als 10 Jahre in ein und derselben Wohnung
wohnen bleiben, können mit den traditionellen Botschaften nicht mehr viel anfangen.
Diese kommunikative Kluft zwischen Mieter und Vermieter zu überbrücken, war das wesentliche Ziel des diesjährigen VdWettbewerbs unter dem Motto „Kommunikation mit
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Gewinner des VdWettbewerbs
2010! (v.l.n.r.) Rolf Oestreich,
Teamleiter der Aufbaugemeinschaft, freut sich mit
Kay Stolp, geschäftsführender Gesellschafter von Stolp
und Friends und Hans-Jörg
Schmidt, Geschäftsführer
der Aufbaugemeinschaft
Espelkamp, über die gemeinsame Auszeichnung.
Glückwunsch: Verbandsdirektor Dr. Rudolf Ridinger gratuliert Geschäftsführer HansJörg Schmidt zum verdienten
ersten Platz.
Seite 41
dem Mieter: Praktische Erfahrungen mit
innovativen Kommunikationswegen“.
„Unsere Lösung fußte auf einer wechselseitigen Kommunikationsstrategie“, fasst
Kay Stolp das Konzept der GewinnerKampagne zusammen. „Auf der einen
Seite wollten wir, dass echte Mieter deutlich und authentisch in die Öffentlichkeit
treten und neuen Mietinteressenten das
Wohnen bei der Aufbaugemeinschaft
empfehlen. Das haben wir durch spezielle
Castings, Fototermine mit Mietern und
natürlich entsprechende Plakate, Fassadenposter, Faltblätter usw. erreicht. Auf
der anderen Seite sollte jedoch auch ein
Gefühl der Verbundenheit nach innen
aufgebaut werden. Die Mieter stehen zu
ihrer Aufbaugemeinschaft, und die Aufbaugemeinschaft steht zu ihren Mietern.
Die gegenseitige Wertschätzung wirkte
sich somit sehr positiv auf die gesamte
Mieterzufriedenheit aus.“Das Konzept
ging auch in reinen Zahlen auf. In nur zwei Jahren gelang es der Aufbaugemeinschaft,
ihren Leerstand von 9,7 auf 3,9 Prozent zu senken. Gleichzeitig reduzierte sich auch die
Fluktuation von anfangs 16 auf letztlich 11 Prozent. Geschäftsführer der Aufbaugemeinschaft Hans-Jörg Schmidt sieht diesen Erfolg vor allem in der hohen Beteiligungsbereitschaft seiner Mieterinnen und Mieter begründet. „Die Resonanz war überwältigend.
Hunderte von Mietern wollten ihre Zufriedenheit bei uns öffentlich bekunden und sich
für unsere ehrliche Imagekampagne fotografieren lassen. Insgesamt sind so weit über
300 Fotos entstanden.“ Natürlich weiß auch Schmidt, dass eine solche Kampagne nur
bei einer tatsächlich hohen Mieterzufriedenheit zu realisieren ist. Doch er sieht darüber
hinaus auch grundlegende Mechanismen, die die „Meine!“-Kampagne zu einem Vorbild
für andere machen. „Es gibt in jeder Mieterschaft Menschen, die es einfach reizt, einmal
im Leben auf einem großen Plakat zu erscheinen. Dieser Wunsch ist gewisser Maßen die
Initialzündung. Mieter zeigen plötzlich Initiative, definieren sich über den Vermieter und
entwickeln ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl“.
Für die Jury auf der VdW-Fachtagung in Mainz, auf der kürzlich die Gewinner geehrt
wurden, stand auf jeden Fall fest, dass die „Meine!“-Kampagne ein nachahmenswerter
Beleg dafür ist, wie Marktorientierung und Mieterzufriedenheit sich gegenseitig ergänzen und verstärken können. Diese Einschätzung teilt auch Marketingexperte Kay Stolp:
„Ich denke, dass uns mit „Meine!“ etwas gelungen ist, von dem auch viele andere ehemals
gemeinnützige Wohnungsunternehmen profitieren können. Auch wenn man bedenken
muss, dass diese Kampagne gleichzeitig nur ein Baustein in einem vernetzten Marketinggesamtkonzept ist, das wir seit Jahren zusammen mit der Aufbaugemeinschaft Espelkamp verfolgen.“
Besonders freut sich das Team von Stolp und Friends, dass es mit dem diesjährigen
Preis bereits zum zweiten Mal einen Wettbewerb des VdW Rheinland Westfalen für einen Kunden gewinnen konnte. Auch die Auszeichnung für die „beste Mieterzeitung“
ging vor einiger Zeit auf das Konto der Osnabrücker Marketing-Gesellschaft.
Meine!
Kein Problem! Die Aufbaugemeinschaft hat noch mehr als 3.000
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Mieter leihen der Aufbaugemeinschaft ihr Gesicht: Mit
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Seite 42
Städte als Partner
Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz: Aktuelle
Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt
Bereits zum elften Mal veröffentlicht die Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz (LTH) Informationen über die
Entwicklung des Wohnungsmarktes und der Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz. Die jährlich erscheinende Publikation – erstellt in Kooperation mit dem Bauforum Rheinland-Pfalz – bietet Immobilieninteressierten eine Orientierungshilfe und sorgt für mehr Transparenz auf dem Markt.
Karte
Im Mittelpunkt der rheinland-pfälzischen Wohnraumförderung stand auch im Jahr
2009 die Modernisierung des Wohnungsbestandes. Bauherren haben mit einem Fördervolumen von 41,5 Mio. Euro gegenüber 2008 ein um 32,4 Prozent höheres Kreditvolumen abgefragt. Allerdings ist der Neubau von Wohnungen in Rheinland-Pfalz weiterhin
deutlich rückläufig. Im Jahresverlauf 2009 wurden insgesamt 8.242 Wohneinheiten fertiggestellt, das sind 13,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Baugenehmigungen ist um 4,2 Prozent gesunken und lag 2009 bei 7.637 Fällen. Diesen Trend spiegelt
das Ergebnis der Wohneigentumsförderung des Landes wider. Von den insgesamt 1.440
geförderten Wohneinheiten handelt es sich bei 1.147 Wohneinheiten um den Kauf von
Bestandsobjekten.
Bereits zum elften Mal veröffentlicht die Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz (LTH)
Informationen über die Entwicklung des Wohnungsmarktes und der Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz. Die jährlich erscheinende Publikation – erstellt in Kooperation
mit dem Bauforum Rheinland-Pfalz – bietet Immobilieninteressierten eine Orientierungshilfe und sorgt für mehr Transparenz auf dem Markt.
Die Analyse und kartografische Aufbereitung der Entwicklung der Preise für Bauland
und Miete sowie die Wohnungsbautätigkeit in den verschiedenen Regionen in Rheinland-Pfalz bilden einen Schwerpunkt der Publikation.
Claudia Belz
Über die Landestreuhandbank
Rheinland-Pfalz (LTH):
Das Land Rheinland-Pfalz
fördert Neubau, Erwerb und Modernisierung von Häusern und
Wohnungen. Die Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz
(LTH) setzt die Förderprogramme auf dem Gebiet des Wohnungs- und Städtebaus um. Als
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2010“ hier per Klick
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Seite 43
Städte als Partner
Bosau: Edeka, Nahversorger und „Marktplatz“,
Demonstration der Leistungsfähigkeit
Lange war der Luftkurort Bosau mit Gütern des täglichen Bedarfs unterversorgt. Ein kleiner Supermarkt
mit 120 qm konnte den Ansprüchen der Bosauer nicht gerecht werden. Mit einem Nahversorger-Markt, der
sehr viel bietet und dabei mit 800 qm Verkaufsfläche auskommt, hat die Edeka Handelsgesellschaft Nord den
Einwohnern neue Lebensqualität verschafft. Ruth Vierbuchen, Chefredakteurin „Handelsimmobilien Report“
berichtet.
Eingang des neuen EdekaMarktes in Bosau Hutzfeld.
Das Edekalogo lockt auch
von der ca 500 m entfernten
Landesstraße Kunden in das
Geschäft
Die restriktiven Vorgaben des § 11,3 Baunutzungsverordnung (BauNVO), die seit 1986
der Ansiedlung dem großflächigen Einzelhandel enge Grenzen setzen, waren den Supermarktbetreibern immer ein Dorn im Auge. Denn danach müssen die Kommunen für
die Ansiedlung von Großflächen mit mehr als 1 200 qm Geschossfläche (= 800 qm Verkaufsfläche) „sonstige Sondergebiete“ ausweisen. Während die Discounter Aldi, Lidl &
Co mit ihrem begrenzten Sortiment aus etwa 1 200 schnell drehenden Artikeln meist mit
weniger als 800 qm Verkaufsfläche auskommen, ist der Flächenbedarf für gut sortierte
Supermärkte mit 12 000 bis 14 000 Artikeln viel höher und die Genehmigung restriktiver. Deshalb wird die Nahversorgung in weiten Teilen Deutschlands von den expansionsfreudigen Discountern beherrscht, während Supermärkte in ihrer Expansion begrenzt
werden. Experten sehen darin eine Verarmung der Nahversorgung.
Doch inzwischen gehört auch bei den Lebensmittelkonzernen Edeka und Rewe der
kleine Nahversorger, der mit § 11,3 BauNVO nicht kollidiert und der auf kleinere ommunen ausgereichtet ist, zum Vertriebskonzept. So entwickelte etwa die Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH in der Gemeinde Bosau im Kreis Ostholstein am Großen Plöner See,
einen Nahversorger. Der bietet laut Peter Saur von der Edeka Handelsgesellschaft Nord,
Bereich Immobilienentwicklung & Vermietung auf 800 qm Verkaufsfläche dem Kunden
etwa 12 000 Artikel - somit die 10-fache Artikelzahl eines Discounters wie Aldi oder Lidl
- und in komprimierter Form die Frischeabteilungen, die der Kunde vom vollversorgenden Lebensmittelmarkt erwartet.
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Auf 800 qm Verkaufsfläche etwa
12 000 Artikel - somit die 10-fache Artikelzahl eines Discounters
Seite 44
Mit dem Bäcker in der Vorkassenzone, der auch einen kleinen CafeBereich biete, habe sich der EdekaSupermarkt, der im zentralen Ort
Bosau-Hutzfeld angesiedelt wurde, sehr schnell zum „Marktplatz“
im wahrsten Sinne des Wortes entwickelt, betont Saur.
Zuvor war die Versorgung der
Bosauer mehr als lückenhaft. Der
selbstständige Edeka-Kaufmann
Ralf Zimmermann bot auf 120
qm die nötigsten Sortimente.
Um darüber hinaus den Bedarf
zu decken, mussten die Kunden
mindestens 10-15 Autominuten
zu den Lebensmittelmärkten in
Eutin oder Plön auf sich nehmen.
Deshalb entschied sich die Edeka Handelsgesellschaft Nord - in
enger Abstimmung mit der Stadtplanung und dem Kreis über das
Gebäudekonzept - für den Bau des
800 qm großen Vollsortimenters
in zentraler innerörtlicher Lage
an der Hauptstraße von Hutzfeld,
den Edeka-Kaufmann Zimmermann führt. „Der Begriff ,Nahversorger‘ beschreibt den
neuen Standort ganz genau“, findet Saur. Zudem kenne Zimmermann, der in der Region
verwurzelt sei, die Präferenzen der Kundschaft und sei so ein Garant für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens vor Ort.
Bei der Hamburger Edeka-Gruppe, die aus einer Einkaufsgenossenschaft für selbstständige Kaufleute hervor gegangen ist, steht das persönliche Engagement des selbstständig arbeitenden Kaufmanns im Zentrum des Geschäftsmodels. Ziel ist es, das
unternehmerische Engagement des Selbstständigen mit den Größenvorteilen eines Konzernverbunds (z. B. beim Einkauf) zu kombinieren. Nur ein kleinerer Teil des Filialnetzes wird zentral als Regie-Betrieb geführt. So sind der Edeka-Gruppe bundesweit 4 500
selbstständige Kaufleute angeschlossen, 1 642 Filialen werden als Regie-Betriebe geführt.
Die Edeka Handelsgesellschaft Nord, eine der 7 Regionalgesellschaften der Edeka
Zentrale in Hamburg, hat den Markt in Bosau-Hutzfeld als Eigentumsobjekt errichten
lassen. Ziel bei der Gestaltung war es, den Supermarkt bewusst vom typischen Erscheinungsbild des Discounters abzugrenzen. Schon bei der Außengestaltung des Gebäudes
soll dem Kunden ein Eindruck „von der Leistungsfähigkeit“ des Edeka- Marktes vermittelt werden, so Saur.
Architektur und Gestaltung der Handelsimmobilie wird somit zum Vehikel für die
Kernbotschaften des Handelskonzerns und des Vertriebskonzepts vor Ort. Somit gewinnt auch bei Handelsimmobilien wie Super- oder Fachmärkten die Architektur resp.
die Außengestaltung an Bedeutung. Ein Thema, das auch beim jüngsten Forum „Recht
und Beratung“, das der German Council of Shopping Centers Anfang November in Düsseldorf ausgerichtet hatte, diskutiert wurde.
Insbesondere mit Blick auf die große Bedeutung, die der Einzelhandel und seine Immobilien als Teil der Innenstadt haben, dürfte dieses Thema künftig weiter an Bedeutung
gewinnen. Mit Blick auf das Thema Nachhaltigkeit erhält der Edeka-Markt in BosauHutzfeld zudem eine Photovoltaik-Anlage.
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Das reichhaltige Warenangebot wird von den Kunden sehr
gut angenommen, schließlich
„kauft auch das Auge mit“.
Viele wurden zu Stammkunden und sparen sich die Weg
in die Stadt
Frisch ausgelegt, hier gibt es
auch Obst und Gemüse aus
der Region
Seite 45
Eine fest definierte Größenordnung für das Einzugsgebiet eines
solchen Nahversorgers nennt das
Unternehmen nicht. „Der Standort wird ganz genau analysiert und
eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt“, erläutert Saur. In
der Gemeinde Bosau leben rund 3
500 Einwohner. Vor allem aber ist
der Luftkurort Bosau als Teil des
Naturschutzparks Holsteinische
Schweiz ein wichtiges Touristenziel. 2009 wurden 128 000 Übernachtungen gezählt, so ist auf der Homepage zu lesen. Auch eine konkrete Zahl über das
Nahversorger-Netz in der Edeka-Gruppe mag Saur nicht nennen. Vielfach handele es sich
hier um Standorte, die über viele Jahre zum festen Bestandteil der Gemeinde geworden
sind und die Lebensmittelversorgung vor Ort sicher stellten.
So setzt nicht allein die Edeka Handelsgesellschaft Nord auf die Nahversorgung. Laut
Saur haben alle Regionalgesellschaften Nahversorgungskonzepte, die ständig weiter entwickelt werden, „um den Kundenbedürfnissen auch in Zukunft gerecht zu werden“.
Und jährlich kommen neue hinzu. Nach der jüngsten Ankündigung von Markus
Mosa, Vorstandschef der Edeka AG in Hamburg will das Unternehmen in jedem Jahr
1 Mrd. Euro in die Modernisierung und Erweiterung des Filialnetzes investieren. Dabei
werden 2011 auch etwa 200 neue Supermärkte, darunter sicher auch einige Nahversorger,
entstehen.
Da auch viele ältere Supermärkte, wie der alte 120-qm-Laden in Bosau, viel zu klein
geworden sind, dürfte der Bedarf an größeren Nachversorgungsflächen insbesondere in
einigen Regionen Westdeutschlands noch erheblich sein. Begünstigt wird der Trend zum
Nahversorger zudem durch das wachsende Interesse der Verbraucher am Einkauf um die
Ecke. Insbesondere mit der steigenden Zahl älterer Menschen werden die Nahversorger
an Bedeutung gewinnen. Darauf stellen sich viele Kommunen bei ihren Einzelhandelskonzepten ein und planen gezielt solche Zentren. Eine der wesentlichen Herausforderungen, die Edeka bewältigen muss, ist die Logistik – sprich: die Belieferung – der kleineren Märkte. Dabei erweist sich laut Saur die strategisch gute Lage der Logistikstandorte
als Vorteil. Und die Dichte des Filialnetzes ist entscheidend. Mit über 800 Märkten im
Absatzgebiet kann die Edeka Nord eine führende Rolle im norddeutschen Lebensmittelhandel für sich reklamieren. Die Lagerstandorte sind damit immer in der Nähe der
selbständigen Kaufleute. Umgekehrt bedeutet das auf der Einkaufsseite: Die Nähe zum
regionalen Markt biete den Vorteil, dass Edeka Nord viele Produkte frisch von den landwirtschaftlichen Betrieben aus dem Absatzgebiet beziehen kann. Das sichert Bürgernähe.
Die gut sortierte Fleisch-,
Wurst- und Käsetheke macht
so manchem Mitbewerber in
der Stadt das Leben schwer.
Kundenbindung geht über
das Einbinden von regionalen
Produkten, lokale Käsespezialitäten, hier funktioniert es
Edeka Nord spielt mit über 800
Märkten ein führende Rolle im
norddeutschen Lebnsmittelhandel
Dr. Ruth Vierbuchen
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 46
Städte als Partner
Bosau: Eine Gemeinde denkt unternehmerisch.
Gewerbesteuer auf 235 v. H. gesenkt
Die Gemeinden spüren die Auswirkung der Finanzkrise drastisch. Finanzzuweisungen wurden gekürzt, und
die Steuereinnahmen gingen zurück. Viele Kommunen sind darüber hinaus stark verschuldet und sehen sich
gezwungen, die Abgaben zu erhöhen. Aus dem Dilemma führt das selten heraus. Und so bleibt müssen viele
die Schließung kommunaler Einrichtungen ins Auge zu fassen, das Angebot für ihre Bürger zu kürzen und
notwendige Investitionen vertagen. Die Gemeinde Bosau in Ostholstein kennt diese Sorgen nicht. Die aus 15
Ortschaften bestehende Großgemeinde will vielmehr punkten, indem sie Steuern und Abgaben nicht erhöht,
sondern senkt. Der Gewerbesteuersatz wurde rückwirkend auf 235 v.H. gesenkt. Wohnungswirtschaft-heuteAutor Dr. Holmer Stahncke fragte Bürgermeister Mario Schmidt nach der Strategie, die zu dieser Steuersenkung geführt hat.
Vielen Gemeinden in Schleswig-Holstein geht es nicht gut. Krisensitzungen, wohin
man guckt. Muss die Gemeinde Bosau nicht auch einsparen und kürzen?
Schmidt: Auch wir müssen sparen. Die Kreisumlage wurde zum 1. Januar 2009 erhöht,
und dann spüren wir bei den gesunkenen Finanzzuweisungen deutlich die Auswirkungen der Weltwirtschaftkrise. In dieser Situation mussten wir uns Gedanken machen, wie
wir das Ganze nicht nur kompensieren, sondern gleichzeitig auch unabhängiger werden
konnten. Unsere Antwort war, dass die Stärkung des eigenen Gewerbes ein richtiger
Schritt sei. Wichtig war dabei, dass wir nicht zu den Gemeinden gehören, die auf einem
Schuldenberg sitzen. Wir haben erstmals im vergangenen Jahr einen Kredit aufgenommen. Bis dahin waren wir die zweitgrößte schuldenfreie Gemeinde in Schleswig-Holstein.
Um für Unternehmen ein noch besserer Standort zu sein, haben wir den Gewerbesteuersatz rückwirkend auf 235 v.H. gesenkt. Mit dem alten Satz von 315 v.H. lagen wir im
Kreismittel. Bei diesem Steuersatz spielte auch die Vergabe von Fördermittel durch den
Kreis Ostholstein eine Rolle. Dafür musste man bestimmte Steuersätze erfüllen. Die Fördertöpfe sind inzwischen leer, so dass der Anreiz, sich daran zu orientieren, relativ gering
ist. Anstatt auf Förderungen zu hoffen, denken und handeln wir unternehmerisch und
geben durch die Steuersenkung Anreize für Unternehmen, sich in Bosau anzusiedeln.
Wenn man in der heutigen Situation nur durch Standortverlagerung ein paar hunderttausend Euro mehr verdienen kann, ist das für Unternehmer doch ein Angebot.
Auch wir müssen sparen
Ist diese Strategie nicht riskant? Wenn sich keine neuen Unternehmen ansiedeln, hat
die Gemeinde einen Verlust bei den Steuereinnahmen.
Schmidt: Wir haben natürlich gerechnet, wie sich das Ganze entwickeln muss, damit
sich die Steuersenkung dennoch auskömmlich gestaltet. Wir wussten bereits im Vorfeld,
dass zwei Unternehmen sich für eine Ansiedlung in Bosau entscheiden würden. Das eine
ist ein Unternehmen aus der Versicherungswirtschaft, das für Wohnungsbauunternehmen tätig ist, das andere ein Lebensmittelmarkt. Wir könnten in Bosau noch zwei, drei
weitere Märkte ansiedeln.
Wir haben natürlich gerechnet
Welche weiteren Argumente können Sie ins Feld führen, um einem Unternehmen den
Umzug in eine ruhige, idyllische Gemeinde wie Bosau schmackhaft zu machen?
Schmidt: Eben diese Idylle. Wir können mit einem hohen Freizeitwert werben. Bosau
liegt am Plöner See und lebt in erster Linie vom Tourismus. Neue Unternehmen müssten
Bosau liegt am Plöner See und lebt
in erster Linie vom Tourismus
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 47
natürlich zu unserer touristischen Struktur passen. Verwaltungen oder andere Dienstleistungsbetriebe wären sicherlich ausgezeichnete Zweige. An produzierende Unternehmen müssten wir hohe Anforderungen stellen. Weder dürfte die Produktion störend sein,
noch dürften die Betriebe die Ortschaften durch Anlieferverkehre belasten. Wir haben
rund 200 Gewerbebetriebe in der Gemeinde, darunter eine Bootswerft, die auf die Reparatur von Luxusyachten spezialisiert ist. Was wir nicht haben, ist ein geschlossenes,
größeres Gewerbegebiet mit produzierendem Gewerbe.
Wie groß darf ein Unternehmen sein, das sich für einen
Umzug nach Bosau interessiert?
Schmidt: Ideal wäre beispielsweise ein Dienstleistungsbüro
mit bis zu 20 Mitarbeitern. In
der Gemeinde stehen verschiedene Bauernhöfe zum Verkauf.
Die ließen sich zu Büros mit
einem netten räumlichen Ambiente umbauen. Wir könnten
derzeit auch eine ehemalige
Förderschule anbieten, die aufgrund des neuen Schulgesetzes geschlossen wurde. Und
da wir in fast allen Dorfschaften in Bosau Mischgebiete ausgewiesen haben, ließen sich
auch Einfamilienhäuser gewerblich nutzen. Natürlich hat die Gemeinde auch noch die
Möglichkeit, extra Gewerbeflächen auszuweisen.
Wie groß ein Unternehmen sein darf, hängt nicht immer von uns ab. Es gibt für die
Gemeinden nach dem Landesentwicklungsplan, der gerade neu gefasst wird, verschiedene Kategorien. Wir hätten den neuen Lebensmittelmarkt beispielsweise nicht größer
bauen dürfen. Seine Größe wurde auf die Einwohnerzahl berechnet.
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Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 48
Bei produzierenden Unternehmen stellt sich darüber hinaus die Frage, ob die Gemeinde
deren Flächenbedarf befriedigen könnte. Dabei wollen wir uns an den Nutzern orientieren. Wir waren immer angebotsorientiert aufgestellt und wollen es auch in Zukunft
so halten. Kommt jemand zu uns, erarbeiten wir maßgeschneidert eine Lösung. Kommt
beispielsweise, wie bei dem Lebensmittelmarkt, nur eine private Fläche als Bauland in
Frage, greift die Gemeinde als Moderator ein und vermittelt und begleitet die Gespräche.
Briefkastenfirmen schweben ihnen nicht vor, oder?
Schmidt: Für mich stellt sich da die Frage der Nachhaltigkeit. Letztlich haben wir auch
einen Einwohnerzuwachs zum Ziel. Wir generieren nicht nur Einkommenssteueranteile
und andere Einnahmen – wir wollen unsere Schulen und Kindergärten auslasten. Mit
dem reinen Briefkasten wird die Infrastruktur der Gemeinde nicht ausgelastet.
Auf welche Infrastruktur können Unternehmen in Bosau denn zugreifen? Gibt es beispielsweise ein Glasfasernetz in der Gemeinde?
Schmidt: Das nicht. Aber wir arbeiten derzeit an einem Projekt, eine Funkversorgung,
die wir über die Aktivregion initiiert haben. Der Sendemast ist im Bau. Einer der Partner
ist der Große Zweckverband Ostholstein, der ist der Ver- und Entsorger bei uns in der
Region. Wenn die Anlage in Betrieb geht, sollen mindestens sechs MB kommen.
Und welche Infrastruktur bieten sie den Familien, die hierher ziehen sollen?
Schmidt: Zunächst einmal hat Bosau als gehobener Tourismusort mit 80 000 Übernachtungen ein hervorragendes Angebot an Gastronomie und Hotels. Hier würden sich auch
die Gesellschafter von Unternehmen bei einer Tagung gut aufgehoben finden.
Wir wollen unsere Schulen und
Kindergärten auslasten
Bosau als gehobener Tourismusort mit 80 000 Übernachtungen
ein hervorragendes Angebot an
Gastronomie und Hotels.
Und dann haben wir neben der
schönen Landschaft noch ein
vielfältiges kulturelles Angebot. In
unserer über 850 Jahre alten Kirche gibt es regelmäßig Konzerte.
Im Sommer haben wir fast jedes
Wochenende Veranstaltungen
und Ausstellungen. Hier treten
Musiker auf, die sonst an den
großen Häusern in London und
Mailand spielen. Es gibt Events
für Jugendliche
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die strategische Positionierung und Zukunftsorientierung Ihres Unternehmens geht.
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Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 49
Der Blick auf Bosau im Mai. Der
Raps blüht gelb, grün wächst
das Getreide und blau der
Plöner See, mit über 30 qkm
eines der schönsten Segelreviere (Motorboote sind verboten)
Familien, die hier bauen wollen, können wir nicht nur einige Baugebiete anbieten, sondern es stehen auch mehrere Einfamilienhäuser zum Verkauf – eine Folge des demographischen Wandels. Wir haben eine eigene Regionalschule mit 450 Schülerinnen und
Schülern. Die Schule haben wir gerade modernisiert – die hat unter anderem für 60 000
Euro eine neue Küche bekommen. Die weiterführenden Schulen, Gemeinschaftsschule
und Gymnasium, befinden sich in Eutin und Plön.
Und dann haben wir neben der schönen Landschaft noch ein vielfältiges kulturelles
Angebot. In unserer 850 Jahre alten Kirche gibt es regelmäßig Konzerte. Im Sommer haben wir fast jedes Wochenende Veranstaltungen und Ausstellungen. Hier treten Musiker
auf, die sonst an den großen Häusern in London und Mailand spielen. Es gibt Events für
Jugendliche, Beachparties, die der DLRG veranstaltet, und Discos. In Bosau kann man
Golf spielen und reiten, auch haben wir einen Sportverein mit über 700 Mitgliedern für
den Breitensport. Wir profitieren natürlich auch von der Nähe der Kreisstädte – zumal
man hier in die Züge der Bahn einsteigen kann, wenn man geschäftlich reisen muss und
nicht mit dem Auto fahren will. Hamburg erreicht man mit dem Wagen in einer Stunde,
Lübeck und Kiel in 40 Minuten.
Darf sich jemand, der in Bosau bauen will, auch auf eine gesunkene Grundsteuer freuen?
Schmidt: Nein, die haben wir nicht verändert. Wir haben auch vor mehreren Jahren eine
Zweitwohnungssteuer eingeführt, die ebenfalls gleich geblieben ist. In Bosau wohnen
an die 250 Zweitwohnungsbesitzer, von denen gut zwei Drittel aus Hamburg kommen.
Die habe ich übrigens auch angeschrieben, ob sie sich nicht vorstellen könnten, ihren
Geschäftssitz nach Bosau zu verlagern.
Herr Schmidt, danke für das Gespräch.
www.gemeinde-bosau.de
www.luftkurort-bosau.de
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Seite 50
Städte als Partner
Sophienterrassen Hamburg 1:
Der Grundstein ist gelegt
Bei der Grundsteinlegung für die Sophienterrassen würdigten der frühere Bürgermeister Klaus von Dohnanyi
und Handelskammer-Präses Frank Horch die Wertigkeit des neuen Wohnquartiers zwischen Harvestehuder
Weg und Mittelweg. Zur Feier des Tages präsentierte ein hanseatisches Symphonieorchester vor 300 Ehrengästen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, Geschäftsfreunden und Nachbarn die vom Komponisten und
Dirigenten Martin Stock kreierte „Sophienterrassen Suite“.
„Dieser einmalige Klang steht
in Harmonie zur Architektur
der Sophienterrassen“, sagte
Felix Lukasch, Niederlassungsleiter der Frankonia Eurobau
in Hamburg am Dienstagabend auf dem illuminierten
Baugelände. „Wir sind auf bestem Wege, ein Quartier mit herausragendem Charakter und
eines der renommiertesten Immobilienprojekte des Nordens
zu schaffen.“ Auf dem 44.000
Quadratmeter umfassenden Areal der ehemaligen Stand-ortkommandantur der Bundeswehr direkt an der Außenalster wird bis Ende 2012 ein neues, exklusives Wohnviertel entstehen. Insgesamt sollen 48 Wohnungen in Park- und Alstervillen, 24 Stadthäuser mit bis zu 500 Quadratmeter großen Wohneinheiten sowie das Sophienpalais mit
108 Appartements, Lounge und SPA-Bereich geschaffen werden.
„Hamburg erlebt, wie viele Großstädte der europäischen Welt, eine abwechslungsreiche Wohnkultur durch nachbarschaftliche Nähe sehr verschiedener Milieus“, sagte
Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi in seiner Ansprache. „In bequemer Fußgängernähe des hier entstehenden, hochklassigen Wohnprojekts Sophienterrassen liegen sowohl die klassischen Eimsbütteler Altbauwohnungen als auch die kostbaren Villen um die Alster.“ In einer Zeit, in der die Menschen wieder in die Städte drängen,
herrsche Dankbarkeit, „dass dieses so lange ungenutzt liegende Gelände endlich neue
und wundervoll gelegene Hamburger Wohnmöglichkeiten bieten wird.“ Von Dohnanyis
Fazit: „Eine große Bereicherung für die Stadt.“
„Lage, Lage, Lage, das sind die drei Kriterien, die den Wert einer Immobilie maßgeblich bestimmen. Vor diesem Hintergrund ist es nur folgerichtig, dass auf diesem außergewöhnlichen Grundstück ein außergewöhnliches Projekt realisiert werden soll“, meinte
Handelskammer-Präses Frank Horch in seinem Grußwort. „Die Sophienterrassen setzen
Maßstäbe, die selbst im – wie der Hamburger sagt - ´gediegenem´ Umfeld des westlichen
Alsterufers außergewöhnlich sind.“ „Mein Ziel ist es, Hamburg mit den Sophienterrassen
um ein ganz besonderes Quartier von beständigem Wert zu bereichern“, sagte FrankoniaChef Uwe Schmitz. „Der Blick auf die Anlage soll aus allen Perspektiven Freude machen.“
Für ihn als Unternehmer werde ein Traum wahr, „auf einem der schönsten Grundstücke
Deutschlands ein solches Projekt realisieren zu dürfen.“
v.l.: Uwe Schmitz, Vorsitzender
des Vorstands, FRANKONIA Eurobau AG; Klaus von
Dohnanyi, ehemaliger Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg; Mirjana Markovic, MRLV Markovic Ronai
Voss Architekten, Hamburg;
Joachim Olearius, Partner M.M.
Warburg & CO; Carsten Roth,
Architekt, Hamburg; Frank
Horch, Präses der Handelskammer, Hamburg; Florian
Lukasch, Niederlassungsleiter
FRANKONIA Eurobau AG
Hamburg; Ulrich Lingner, Geschäftsführung, VersAM Versicherungs-Assetmanagement
GmbH; Thomas Pink, Petzinka
PinkArchitekten, Düsseldorf;
Philipp Rentschler, Vertretung
Kahlfeldt Architekten, Berlin.
... Zum Film
red.
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Seite 51
Städte als Partner
Sophienterrassen Hamburg: Ein neues PremiumStadtquartier entsteht
Am Harvestehuder Weg entsteht durch die FRANKONIA Eurobau mit den Sophienterrassen ein neues Premium-Stadtquartier in einzigartiger Parklage am Alsterufer. Harvestehude ist das Synonym für große, weiße
Gründerzeitvillen mit weitläufigen Grundstücken. Hier leben Hamburger Kaufmannsdynastien, Prominente
und Unternehmer, die Wert auf ruhiges, grünes Wohnen am Wasser bei gleichzeitiger Anbindung an die Stadt
legen. Die Sophienterrassen entstehen auf einem der letzten großen Grundstücke direkt an der Außenalster.
Sophienterrassen von der
Aussenalster
Das neue Premium-Quartier besticht nicht nur durch seine außergewöhnliche Lage. Die
Sophienterrassen werden durch eine anspruchsvolle Architektur, internationales Desgin,
exklusiven Concierge-Service und Sicherheits- sowie Serviceleistungen geprägt.
Innendesign von Karl Lagerfeld
Die neuen Bewohner beziehen eine
ganz besondere Hamburger Lage.
Die Sophienterrassen liegen an der
Westseite der Außenalster, einem
der bevorzugten Wohnorte der
Hamburger. Die frische Luft und
der Blick über die Außenalster auf
die Stadt sind einige der Gründe,
warum die Hamburger diesen Ort
schätzen. Die Bewohner des neuen
Premium-Stadtquartiers residieren mit teilweisem Alsterblick in einem parkähnlichen Areal, umgeben von geschützten,
hundertjährigen Bäumen und fachmännisch erweiterter Begrünung. In einer historischen Villa auf dem Grundstück wird ein edles Restaurant eröffnen. Nahezu das gesamte
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Teilweise Alsterblick in einem
parkähnlichen Areal
Seite 52
Quartier ist autofrei konzipiert, zwei Tiefgaragen stehen für die Fahrzeuge der Bewohner
zur Verfügung. Für das gesamte neue Quartier wird ein Concierge zuständig sein, über
den die Bewohner Zugang zu umfangreichen Servicedienstleistungen haben. Die Rezeptions- und Loungebereiche des denkmalgeschützten Sophienpalais sowie zwei Alstervillen werden ein ganz besonderes Innendesign erfahren: Der international berühmte, aus
Hamburg stammende Modeschöpfer Karl Lagerfeld wird seine Kreativität und Klasse
unter Beweis stellen und diese Objekte gestalten.
Das Quartier setzt neue Maßstäbe in der Hansestadt. Neben der einmaligen Lage, der
anspruchsvollen Architektur und der hohen Qualität des Designs und der Ausstattung
ist die Größe der Wohnungen von bis zu 400 Quadratmetern selbst im Hamburger Premium-Segment außergewöhnlich. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zu anderen Villenvororten Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten und Schulen in direkter Nachbarschaft
liegen.
Servicedienstleistungen für die
Bewohner
Großzügiger Lebensraum
Die breite Angebotspalette umfasst mit Wohnungen von 53 bis
520 Quadratmetern in denkmalgeschütztem Ambiente, Wohnungen von 130 bis 420 Quadratmetern in den exquisiten Park- und
Alstervillen, Single- und DoubleStadtvillen mit 210 bis 500 Quadratmeter großen Wohnungen und
Panorama-Penthouses mit 250 bis
370 Quadratmetern Wohnfläche
das gesamte Wohnspektrum von
der Single-Wohnung über ein- und zweigeschossige Familienwohnungen bis zum mehrgeschossigen Townhouse.
An der nördlichen Anliegerstraße Sophienterrasse entsteht durch Umbau der denkmalgeschützten ehemaligen Hamburger Standortkommandantur das exklusive Sophienpalais. Das monumentale historische Gebäude wird in Abstimmung mit dem Denkmalschutz entkernt, neu strukturiert, modernisiert und mit einem zusätzlichen Skydeck mit
zweigeschossigen Panorama-Penthouses aufgestockt. In diesem repräsentativen Gebäude
entstehen elegante und großzügige Stadtwohnungen, eine Empfangslobby mit ConciergeEinrichtung, eine Club-Lounge und ein Private Spa.
Karl Lagerfeld wird auch für die
Innengestaltung und Ausstattung
von zwei der fünf Alstervillen
Gestaltungskonzepte entwickeln.
Jede Alstervilla steht auf ihrem eigenen Grundstück und beinhaltet
sieben Wohnungen mit großzügigen Wohnflächen von 180 bis 400
Quadratmetern.
Der Premiumcharakter der beiden
klassizistisch anmutenden Parkvillen zeigt sich nicht nur in ihrer
einzigartigen, hanseatisch geprägten Architektur, sondern auch in
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Wohnungen von 53 bis 520
Quadratmetern in denkmalgeschütztem Ambiente
Karl Lagerfeld wird auch
für die Innengestaltung und
Ausstattung von zwei der fünf
Alstervillen Gestaltungskonzepte entwickeln
Seite 53
ihrem großzügigen Raumangebot
und ihrer exklusiven Ausstattung.
Durchschnittliche Raumhöhen
von drei Metern, Anschlüsse für
Kamine, große Balkone oder Terrassen und durchdachte Grundrisse bieten einen exklusiven
Rahmen. Jede Parkvilla steht auf
ihrem eigenen Grundstück und
beinhaltet sechs ein- bis zweigeschossige Wohnungen mit großzügigen Wohnflächen von 130 bis
270 Quadratmetern. Das garantiert kleine und intime Hausgemeinschaften, in denen man sich
persönlich kennt.
Um den Sophienplatz im Herzen der Sophienterrassen mit seinen Wegen und Grünzonen gruppieren sich insgesamt 24 klassische, weiße Stadthäuser mit typisch hanseatischem Charakter - jedes auf seinem eigenen Grundstück. 15 dieser Stadthäuser sind
klassische Einfamilien- oder Einzelstadthäuser, neun davon sind als Zweifamilien- oder
Doppelstadthaus konzipiert
Kooperationspartner
M.M.Warburg & CO KGaA
Die Vermarktung des PremiumStadtquartiers Sophienterrassen
erfolgt durch die Frankonia &
Than Immobiliengesellschaft
mbH. Das Privatbankhaus
M.M.Warburg & CO KGaA bietet
die Objekte im Rahmen einer
Kooperationsvereinbarung seinen
Privatkunden an.
Wege und Grünzonen schaffen
typisch hanseatischen Charakter
red.
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Seite 54
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Menschen und Veranstaltungen
„Gated Communities“: BBU Immobilienpreis 2010
für die beste Masterarbeit erhielt Martin Heide.
106. BBU-Verbandstag stand unter dem Motto „Markt – Macht – Verantwortung“. Es war auch das Thema, mit
dem sich die meisten Masterarbeiten von MBA-Studierenden auseinandersetzten, die auf dem BBU-Verbandstag ihre Zeugnisse erhielten.
MBA-Absolventen mit BBAVorstandsvorsitzender Maren Kern und dem geschäftsführenden Vorstand der BBA
Dr. Hans-Michael Brey, Foto:
BBU/Michael Radig.
red.
Der berufsbegleitende Masterstudiengang Real Estate Management wird von der HTW
Hochschule für Technik und
Wirtschaft Berlin und der BBA
– Akademie der Immobilienwirtschaft e.V., Berlin, angeboten. Er
ist von der FIBAA (Foundation
for International Business Administration Accreditation) und von
der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) akkreditiert. Am 1. April 2011 startet
der achte Jahrgang. Interessierte
haben die Möglichkeit, sich am
1. Dezember 2010 um 16.00
Uhr in der BBA – Akademie der
Immobilienwirtschaft über das
Studienprogramm zu informieren und an Probevorlesungen zu
ausgewählten Studienmodulen
teilzunehmen. Weitere Infos unter www.mba-real-estate.de und
bei Kathleen Reiß, Telefon: 030
23 08 55-24, E-Mail: kathleen.
reiss@bba-campus.de.
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 55
„Sie stehen für die professionelle Exzellenz der Immobilienwirtschaft nicht nur in der
Hauptstadtregion“, würdigte BBU-Vorstandmitglied Maren Kern die erfolgreichen Absolventen des Masterstudiengangs Real Estate Management der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) und der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft in Berlin.
Sie verwies auf die große und wachsende Bedeutung von Bildung in der Immobilienbranche: „Fundierte Ausbildung von Fach- und Führungskräften wird in Zeiten des demografischen Wandels immer wichtiger. Wer im Kampf um die Köpfe nicht ganz vorn dabei
ist, wird überholt.“ Dr. Hans-Michael Brey, Geschäftsführender Vorstand der BBA, verlas
die Kernthesen der Masterarbeiten. Viele hatten das aktuelle Thema „Markt – Macht –
Verantwortung“ aufgegriffen und kamen zu interessanten Ergebnissen. So zeigte Kirsten
Gebauer von der PRO Potsdam, wie sich mit dem „Green Building Leverage Modell“
gezielt Nachhaltigkeitsstrategien umsetzen lassen. Gleich zwei Masterarbeiten stellten
sich der aktuell umstrittenen Frage, unter welchen Umständen energetische Sanierung
wirtschaftlich erfolgen kann. Was Energieeffizienz und Kundenbindung miteinander zu
tun haben und wie sich beide gleichzeitig verbessern lassen, legte Holger Schaffranke
von der Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft mbH dar. Volker Theobald von der Pro
Potsdam GmbH setzte sich erfolgreich mit dem Grundsatzproblem der „Ethik im Spannungsfeld zwischen Gewinnmaximierung und gesellschaftlicher Verantwortung“ auseinander. Er wurde als bester Absolvent mit dem BBU Immobilienpreis 2010 ausgezeichnet.
Sein Fazit (nach Peter Ulrich) lautet: „Es ist nicht alles unmoralisch, was wirtschaftlich
vorteilhaft ist, aber auch nicht alles unökonomisch, was ethisch verantwortbar und sinnvoll ist.“ Den BBU Immobilienpreis 2010 für die beste Masterarbeit erhielt Martin Heide
von der Rhenodomus GmbH. Sein Thema „Gated Communities“ machte Unterschiede
im Verständnis der Bürgerrechte in den Deutschland und den USA deutlich.
Menschen und Veranstaltungen
IVD Berlin-Brandenburg: Dirk Wohltorf einstimmig
als 1. Vorsitzender bestätigt
Die Mitglieder des IVD Berlin-Brandenburg, Regionalverband des Immobilienverbandes Deutschland, wählten
im Rahmen der 9. Berlin-Brandenburger Immobilientage, im Hotel Ellington in Berlin, ihren neuen Vorstand.
Der 1. Vorsitzende Dirk Wohltorf wurde einstimmig
in seinem Amt bestätigt. Ebenso wurden die 2. Vorsitzende und Schatzmeisterin Harriet Wollenberg
sowie Andreas Habath und Klaus Hummel in ihren
Ämtern bestätigt.
Neu hinzu gekommen ist, zur Unterstützung der Vorstandsarbeit, ein erweiterter Vorstand. Hierbei handelt es sich um: Michael Werner, Inhaber der Firma
MPW Immobilien; Kerstin Huth, Mitglied des IVDHausverwalterausschusses und Inhaberin der Firma
Kerstin Renger Hausverwaltung; Andreas Schories,
Sachverständiger und Mitglied des IVD-Wertermittlungsausschusses; Frau Dr. Cornelia Nietsch Inhaberin der Firma Kastell-Immobilien.
Dirk Wohltorf hob hervor, die Fachkompetenz der
Branche durch Zertifizierungen zu stärken und in die politischen Debatten einzubringen. Weiterhin soll die Marke IVD im Interesse der Mitglieder und der Kunden von Makler-, Verwalter- und Sachverständigendienstleistungen als Gütesiegel intensiv publiziert
werden.
Der IVD Berlin-Brandenburg ist die standesrechtliche Vertretung für Immobiliendienstleister, Makler, Verwalter und Sachverständige. Bundesweit zählt der IVD, 2004 als
Zusammenschluss aus den bis dahin selbständigen Traditionsverbänden Ring Deutscher
Makler (RDM) und Verband Deutscher Makler (VDM) entstanden, ca. 6.000 Mitgliedsunternehmen.
Dirk Wohltorf
IVD Berlin-Brandenburg e. V.
Der Immobilienverband IVD Berlin-Brandenburg ist der Berufsverband für qualifizierte
Immobilien-dienstleister, Makler, Verwalter und Sachverständige in Berlin und Brandenburg. Der IVD Berlin-Brandenburg hat ca. 500 Mitglieder und ist damit der größte
Interessenvertreter der Immobilienwirtschaft in der Metropolregion. Der Sitz der Geschäftsstelle befindet sich am Kurfürstendamm. Der IVD-Bundesverband umfasst mit
seinen acht Regionalverbänden über 6.000 Mitglieder. www.ivd-berlin-brandenburg.de
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Seite 56
Menschen und Veranstaltungen
Europäischer Verein zur verbrauchsabhängigen
Energiekostenabrechnung (E.V.V.E.) wählt neues
Präsidium
Walter Schmidt ist neuer Präsident des Europäischen Branchenverbandes / Gemeinsames Engagement zur
Erreichung der EU-Klimaschutzziele notwendig
Walter Schmidt ist neuer Präsident des Europäischen Vereins zur verbrauchsabhängigen
Energiekostenabrechnung (E.V.V.E.). Der CEO des Essener Energiedienstleisters ista International GmbH wurde auf der Jahreshauptversammlung einstimmig zum Nachfolger
des Holländers Ben Wiegers (Warmtemeterservice B.V.) gewählt. Damit steht Schmidt
dem europäischen Branchenverband der Messdienstunternehmen zunächst für zwei Jahre vor. Als Vizepräsident wurde Detlef Busch, Business Manager für das internationale
Geschäft der Techem Energy Services GmbH, zum fünften Mal wieder gewählt.
Weitere, am 9. November 2010 in Barcelona gewählte Mitglieder des Präsidiums:
Michael Buschmann (Brunata Wärmemesser-Ges. Schultheiss GmbH+Co., Deutschland), Bernard Chaize (Ecometering, Frankreich), Christian Fischer Trollo (Brunata A/S,
Dänemark), Achim Dicke (ista, Deutschland) und DDr. Helmut Gradischnik (Meßtechnik Ges.m.b.H. & CoKG, Österreich).
In seiner Funktion als neuer Verbandspräsident sagt Walter Schmidt: „Ich freue mich
sehr auf die Aufgabe. Der E.V.V.E. ist die Stimme der Branche in Europa und wir werden
als Verband unser Engagement auf europäischer Ebene künftig deutlich verstärken“. Mit
Blick auf die soeben vorgestellten Klima-Ziele der Europäischen Kommission, die u. a.
europaweite Investitionen von einer Billion Euro in den kommenden zehn Jahren prognostizieren, ergänzt er. „Dass die Kommission bei ihrer Energie-Strategie in den nächsten Jahren voll auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz setzt, begrüßen wir
sehr. Unsere Branche hat gerade für die Einsparungen in Wohn- und Gewerbeimmobilien – die mit ca. 40 Prozent einen massiven Anteil am Gesamt-Energieverbrauch in
Europa ausmachen – innovative, effektive und vergleichsweise kostengünstige Lösungen
entwickelt. Diese Maßnahmen können einen beachtlichen Beitrag zur Erreichung der
angestrebten CO2-Senkungen leisten. Wir brauchen im Gebäudesektor in Zukunft intelligentes und professionelles Monitoring und Management des Energieverbrauchs. Ob
Energieversorger, Hausverwaltung oder Mieter – ohne eine detaillierte Transparenz über
den Energieverbrauch fehlt eine fundierte Grundlage für Investitionsentscheidungen,
verändertes Verbraucherverhalten oder Wirksamkeitsanalysen von eingeleiteten Maßnahmen.“
Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
ista International GmbH
Sabine Treppner sabine.treppner@ista.de
www.ista.de
E.V.V.E. Europäischer Verein zur
verbrauchsabhängigen Energiekostenabrechnung – e.V.
Christian Sperber / Udo Wasser
E-Mail: info@evve.com
www.evve.com
Seite 57
Über E.V.V.E.
Der Europäische Verein zur verbrauchsabhängigen Energiekostenabrechnung (E.V.V.E.)
mit Sitz in Bonn ist eine unabhängige und europaweit auf politischer Ebene arbeitende
Interessenvereinigung, deren Aktivitäten auf die Förderung von Systemen zur Energieund Wassereinsparung bei Gebäuden ausgerichtet sind. Zu den Mitgliedern zählen bedeutende Unternehmen, die innerhalb der Europäischen Union und auch darüber hinaus Systeme zur Wärme- und Wasserkostenabrechnung entwickeln, herstellen und den
Service der verbrauchsabhängigen Energie- und Wasserkostenabrechnung anbieten. Die
E.V.V.E. ist heute mit 18 Unternehmen und zwei assoziierten Verbänden in 9 Mitgliedstaaten der erweiterten Europäischen Union vertreten. Weitere Unternehmen aus anderen Mitgliedstaaten werden hinzukommen. Mehr Informationen unter: www.evve.com
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Dezember 2010 Ausgabe 27 Lesen Sie wohnungswirtschaft-heute.de Fakten und Lösungen für Profis
Seite 58
Menschen und Veranstaltungen
Sky Deutschland AG: Steven Tomsic neuer
Chief Financial Officer
Steven Tomsic wurde zum Chief Financial Officer ernannt. Er übernimmt die Aufgaben von Pietro Maranzana, der nach Italien zurückkehrt, wo er die Position des stellvertretenden Chief Financial Officers bei Sky Italia
antreten wird, vermeldet Sky Deutschland.
Spenden
Tomsic ist derzeit Director Corporate Finance and Planning für Europa und Asien bei
der News Corporation in London und Mitglied des Aufsichtsrates von Sky Deutschland.
Steven Tomsic trat dem Unternehmen am 6. Dezember 2010 bei, um dort an der Seite von
Maranzana für eine zweimonatige Übergangszeit als Stellvertretender Chief Financial
Officer zu arbeiten, bevor er am 1. Februar 2011 die Position des Chief Financial Officers
übernimmt. Am 5. Dezember 2010 legte er seine Position als Mitglied des Aufsichtsrates
nieder.
Chase Carey, Aufsichtsratsvorsitzender von Sky Deutschland, sagte: „Steven Tomsic
ist unserem Unternehmen seit fast drei Jahren sehr eng verbunden und spielte in einer
Zeit tief greifender Veränderungen eine entscheidende Rolle. Er besitzt eine umfangreiche Erfahrung im Bereich Pay TV aus mehr als einer Dekade in der Branche und bringt
eine klare Kompetenz im Bereich Finanzen und operativer Umsetzung mit.“
„Als Vorsitzender des Aufsichtsrats wünsche ich Pietro Maranzana alles Gute in seiner neuen Rolle bei Sky Italia und danke ihm für seinen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung von Sky Deutschland. Als Verantwortlicher für Entwicklung und Implementierung des neuen Strategieplans vor zwei Jahren war er maßgeblich daran beteiligt, Sky
Deutschland auf eine solide Grundlage zu stellen.“
Vor seiner Aufgabe als Director Corporate Finance & Planning für Europa und Asien
war Steven Tomsic Chief Financial Officer für die europäischen TV-Sender der News
Corporation und davor in verschiedenen Managementpositionen in der Unternehmensentwicklung bei Sky Italia und Foxtel in Australien. Bevor er zu News Corporation kam,
arbeitete Tomsic in Australien als Berater für The Boston Consulting Group und im Bereich Corporate Finance bei Nomura und der ANZ Bank.
Pietro Maranzana ist seit 1. Juni 2009 Chief Financial Officer bei Sky Deutschland. Er
kam im November 2008 als Senior Vice President zum Unternehmen und war für den
Bereich Finanzen verantwortlich. Davor war er seit Anfang 2005 für die Geschäftsplanung bei SKY Italia verantwortlich.
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Seite 59
Menschen und Veranstaltungen
CB Richard Ellis Investors: Jean Lamothe zum
President CBRE Investors Europe
CB Richard Ellis Investors, eine weltweit tätige Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft, hat Jean Lamothe zum
President von CB Richard Ellis Investors Europe ernannt.
Spenden
In der neu geschaffenen Führungsposition verantwortet Lamothe die strategische Ausrichtung ebenso wie die laufenden Aktivitäten des Unternehmens für den gesamten europäischen Markt. Darüber hinaus leitet er die bereits bestehenden Investmentprogramme
der Gesellschaft und ist für das Neugeschäft in Europa zuständig.
Jean Lamothe (49) verfügt über mehr als 24 Jahre Erfahrung im Immobilien- und
Private Equity-Sektor, 20 Jahre hiervon im europäischen Markt. Für Caisse de dépôt et
placement du Québec (CDP) war er 16 Jahre lang in unterschiedlichen Positionen weltweit tätig, so zunächst als Managing Director für Lateinamerika und später als President
von CDP Capital International sowie als Managing Director für CDP Asia Investments.
Danach übernahm er als President der CDP Real Estate Europe die Verantwortung für
ein Anlagevolumen von über 4 Milliarden Euro. Als President und Chief Executive Officer von Otéra Capital, einer Tochtergesellschaft der CDP, verwaltete und konsolidierte
er die Immobilienfinanzierungsaktivitäten des Konzerns mit einem Gesamtportfolio von
13 Milliarden US-Dollar und führte ein Team von mehr als 300 Mitarbeitern.
Mit Jean Lamothe habe man einen Experten mit großer Erfahrung im wichtigen europäischen Markt gewonnen, sagt Matt Khourie, CEO von CBRE Investors. Mit einem
Immobilienanlagevermögen von insgesamt fast 12,7 Milliarden US-Dollar (Stand 31. Dezember 2009) und mehr als 160 Spezialisten ist CBRE Investors eine der größten Investmentmanagement-Gesellschaften für Immobilien in Europa.
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