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Holzmarktbericht 05/2011 HOLZMARKT Der - cyon GmbH

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Holzmarktbericht 05/2011
HOLZMARKT
Der Schweizer Nadelrundholzmarkt ist nach wie vor recht aufnahmefähig. Die grundsätzlich gute Nachfrage der Schweizer Sägewerke hält die Rundholzlagerbestände im Wald eher tief. Nutzungen für die Holzereisaison 2011/2012 sind jetzt zu planen!
International
Österreichs Rundholzimporte aus der Schweiz, stiegen im Vergleich zum 1. Quartal 2010 um 240%. Grund
dafür ist der Ausfall der Mayr-Melnhof Swisstimber AG in Domat Ems. Die Preise für Laub- und Nadelholzfaser,
sowie Zellstoffe sind in den letzten zwei Jahren angestiegen, was auf die weltweit gestiegene Nachfrage und
auf die Konkurrenzierung der Rohstoffe von Seiten der Energiegewinnung zurückzuführen ist.
China bietet die mit Abstand grössten Chancen unter den neuen Absatzmärkten. Der Hunger in diesem
Land nach Rohstoff ist sehr gross. Bislang wurde vorallem mindere Qualitäten bestellt, zunehmend besteht nun
ein Trend für bessere Qualitäten.
Deutschlands Konjunkturmotor ist der Wohnungsbau. Die Holzpreise haben sich auf einem hohen Niveau
stabilisiert. Trotzdem haben viele Sägewerke ihre Produktionen reduziert, da die Schnittholzabsätze schwächeln.
Italien, als wichtigstes Exportland für die Schweiz, leidet unter den Sparmassnahmen. Aufgrund der massiven Aufwertung des Schweizer Frankens verabschieden sich immer mehr Italienexporteure und Rundholzabnehmer vom Schweizer Markt. Fällt der Eurokurs unter 1.20, ist die Schmerzgrenze überschritten, beklagen
viele Holzhändler. Hinzu kommen die langen Zahlungsfristen von 120 Tagen und mehr, welche eine Kalkulation der Preise unmöglich machen. Viele Sägewerke in Italien werden gezwungen auf Holz aus dem EU-Raum
umzuschwenken, damit sie den Währungsverlust beim Wechsel EUR zu CHF nicht tragen müssen.
Regional
Die Vorrat regionaler Sägereien ist unterschiedlich. Die Nachfrage nach frischem Nadelrundholz dürfte im
Laufe des Sommers weiter anziehen. Insbesondere die grösseren Verarbeiter sind auf eine laufende
Versorgung mit Frischholz angewiesen. Die Waldwirtschaft sollte die guten Marktchancen nutzen und Verarbeiter, die marktgerechte Holzpreise zu branchenüblichen Bedingungen bieten, jetzt beliefern.
Industrieholz
Der Bedarf an sämtlichen Industrieholzsortimenten ist rege. Alle Werke benötigen frisches Schleifholz. Vor
allem die Papierindustrie ist in den nächsten Monaten dringend auf Frischholz angewiesen. Frisch aufgerüstetes Schleifholz muss unbedingt rasch abgeführt werden, damit es über die Sommermonate nicht zu stark austrocknet. Vor dem Aufrüsten Kontakt mit dem Vermarkter aufnehmen.
Aus für Sägereistandort Domat Ems
Für 20,05 Millionen Franken geht die bankrotte Grosssägerei im bündnerischen Domat Ems an die deutsche
Klausner Holz Thüringen GmbH. Die Anstrengungen den Weiterbetrieb mit einem neuen Investor zu sichern,
sind aufgrund fehlender Mengenzusagen gescheitert. Klausner Holz wird die Anlagen in Domat Ems demontieren, was das definitive Aus dieses Sägereistandorts bedeutet.
EMPFEHLUNGEN
- Frisches Nadelrundholz jetzt auf den Markt bringen, sofern Übernahme gesichert ist und Zahlungsbedingungen stimmen
- Laufende Kontrolle der Fichtenbestände ist witterungsbedingt wichtig!
Befallene Käferbäume sofort fällen und aus dem Wald abführen.
- Aufrüstungsbestimmungen beachten, sauber sortieren
- Laubholz nur auf Anfrage oder bei zugesichertem Absatz nutzen
- Bonus für zertifiziertes Holz verlangen
- Holzschlagsaison Herbst/Winter 2011 jetzt planen und mit den Abnehmern Kontakt aufnehmen, damit auf eine steigende
Nachfrage rasch reagiert werden kann
ANGABEN VERARBEITER
Schilliger Holz
Jahreseinschnitt 280‘000 – 300‘000m3; Nadelrundholz - Fi, Ta, Fö, Lä, Dou, in Längen
bis max. 22 m1 – wird laufend gesucht. Geeignet sind Lose ab 50 m3. Bonus für zertifiziertes Holz.
Tschopp Buttisholz
Jahreseinschnitt ca. 100‘000m3; Nadelrundholz - Fi u. Ta – wird laufend gesucht. Sortimentsbestimmungen beachten. Idealer Abnehmer für Käferholz.
Perlen Papier
Jahresbedarf Nadelholz: 115'000 To atro; davon ca 22'000 To atro ( ca. 70'000 Ster )
Waldholz. Mehrmengen Waldholz können zu jeder Zeit geliefert werden. Wichtig ist die
Absprache mit dem Lieferanten in der Zentralschweiz. Schleifholz - Fi u. Ta in Längen 4
- 7 m1 und Ø 10 – 40 cm – ist laufend gesucht. Bonus für zertifiziertes Holz.
Kronospan Menznau Jahresbedarf Nadelholz 115'000 atro to, Laubholz 110‘000 atro to; Nadel- und Laubindustrieholz wird laufend gesucht. Bonus für zertifiziertes Holz.
Wir empfehlen sich beim Holzvermarkter frühzeitig über den Zeitpunkt einer Nutzung zu informieren. Neben
regionalen Waldorganisationen gibt es gut positionierte Holzvermarktungsfirmen die kompetent unterstützen.
REGIONALE WALDORGANISATIONEN IN IHRER NÄHE
Genossenschaft Wald Wiggertal
IG Wald Oberseetal
RWG Fontannen (Wolhusen Umgebung)
RWO Hergiswil-Luthern-Ufhusen
Verein Waldregion Pilatus Nord
WaBG Luzern Nord (Michelsamt-Surental)
Wald Erlosen Lindenberg
Wald Habsburg (inkl. Seegemeinden)
Waldgenossenschaft oberes Entlebuch
Waldgenossenschaft unteres Entlebuch
Waldorganisation Hinterland
WHG Rottal / Sempachersee West
062 756 06 15 / 079 688 82 88
041 448 17 94 / 079 243 49 33
041 490 21 76 / 079 622 36 09
041 978 10 76 / 079 691 74 13
041 497 30 37 / 079 446 42 20
041 934 08 88 / 079 250 47 29
041 917 38 31 / 079 657 37 54
041 228 66 96 / 078 719 51 19
041 484 33 57 / 079 653 09 72
041 480 06 03 / 079 622 59 22
041 978 10 76 / 079 254 16 32
041 495 06 92 / 079 625 90 41
erich.tschopp@bluewin.ch
efankhauser@gmx.ch
info@rwg-fontannen.ch
daniel.peter@lenca.ch
p.hofer@holzhof-pilatus.ch
info@wabg.ch
markus.eichenberger@lenca.ch
matthias.tanner@lu.ch
lukas.balmer@wgoe.ch
osi@entlebucherwaldholz.ch
martin.hafner@lenca.ch
alfred.estermann@w-h-g.ch
MITTEILUNG HOLZMARKTKOMMISSION
Die Holzmarktkommission (HMK) vom 29. Juni 2011 stellte fest, dass sich die Aufwertung des
Schweizer Frankens zusehends negativ auswirkt. Die Marktpartner bemühen sich um Stabilität und
werden die Situation Ende September erneut beurteilen.
Eine rege Bautätigkeit mit guter Holznachfrage kompensiert beim Schnittholz z.T. die währungsbedingten
Nachteile. Der Importdruck durch Mitbewerber aus dem Euro-Raum nimmt weiter zu, da die Währungsverschiebung deutliche Konkurrenzvorteile verschafft. Waldwirtschaft und Holzindustrie sind beim Export ihrer
Produkte mit Einbussen durch die Euro-Schwäche konfrontiert.
Die Waldwirtschaft hat bei ihrer Preisempfehlung die erneute Schwächung des Euro berücksichtigt und die
Januar-Preise für Nadelholz moderat nach unten angepasst. Die Holzindustrie setzt die bereits im Januar angepassten Preise fort und bekundet damit Bereitschaft zur Stabilität.
Betreffend Laubholz beginnt der neue SBB-Auftrag zu greifen: Von November 2011 bis Januar 2012 sollen
etwa 15‘000 fm Schwellenbuche beschafft werden. Die Waldwirtschaft hat sich politisch dafür eingesetzt.
Preisempfehlungen HMK 25.01.2011
CHF/fm ab Waldstrasse
Waldwirtschaft
Schweiz WVS
Fichte L1 2b B
Fichte L1 4 B
Fichte L1 3 C
Fichte L1 5 C
Fichte L3 3 B
Fichte L3 3 C
Tanne minus
Buche 4 B
Buche 4 C
122
124
105
102
122
110
10 - 15
110
80
HMK = Holzmarktkommission (national)
Holzindustrie
Schweiz
110 - 115
115 - 120
95 - 100
85 - 95
115 - 120
95 – 100
10 – 15
95
60
Redaktion:
Geschäftsstelle
Verband Luzerner Waldeigentümer (VLW)
Schellenrain 5, 6210 Sursee
fon 041 925 80 44 / fax 041 921 73 37
info@luzernerwald.ch
www.luzernerwald.ch
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