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geht es zur 22. Ausgabe - Luenesport.de

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Hintergrundinformationen · Interviews · Berichte · Bilder
22
September/Oktober
2014
Das Fußballmagazin von
Dropkick 21/2014 • Vorwort
Anpfiff
Auf geht es in die 22. Runde. Mittlerweise
stellen wir also mit unserem Dropkick locker zwei Teams auf die Beine! Und auch
diese Ausgabe strotzt wieder vor Weisheiten. Alleine unser Feldturnier, das am 20
September in Mechtersen stieg, könnte
locker 30 Seiten füllen. Und endlich wird
das Geheimnis gelüftet, wie man sich im
hautengen Trikot von Fussbutter 09 elegant bewegen kann. Hauteng ist ja seit
der WM in - wer er es sich leisten kann...
Natürlich gibt es auch zahlreiche Interviews. So verrät uns Sebastian Kath vom
SV Ilmenau seine allerletzten Trainergeheimnisse.
Moritz Willke vom MTV Wittorf erklärt
uns, warum die Wahrscheinlichkeit höher
ist, dass man einen Matjes zum neuen
Leben erweckt, bevor sein Klub aufsteigt.
Frank Müller ist unser Mann an der Pfeife
- kein leichter Job, aber er behält immer
die Ruhe - oder auch nicht.
Ihr findet uns auch bei Facebook
unter luenesport.de
Und dann haben wir noch Tim Soetebeer
vom FC Dynamo Lüneburg ausgequetscht. Er sagt uns, wie man im ständigen Abstiegskampf locker überlebt.
Dazu zahlreiche Sprüche, Weisheiten, Fotos und Köpfe satt - man kann nur wieder
staunen, was die Fußballszene so hergibt!
Titelbild:
So sieht er aus, der Ball, der uns den
Sommer verzauberte! Mit dieser Kugel
wurde Deutschland Weltmeister - wir sind
gespannt, wen dieser Ball in unserer Region zu Ruhm und Ehre verhilft. Leider ist
er nicht mehr aus Leder - ja, das war noch
ein Duft, wenn man am Ball roch!
In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen wir sehen uns auf dem Platz!
Mit sportlichen Grüßen
Volker Mai
3
Aufstellung
Dropkick 22/2014
Fabian Brandenburg: 3. Frühling
beim SV Barnstedt!
Seite
24
Es geht doch nichts
über hautenge
Trikots...
Seite
14
Prost! Moritzs Willke
liebt seinen MTV
Wittorf.
Seite
30
Dropkick 22/2014 • Kommentator
Es geht doch nichts über ein 7:5!
Ja, wir machen uns
Sorgen um Tim
Soetebeer...
Seite
46
Inhalt
3
Aufstellung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Anpfiff. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kommentator: Weltmeisterlich - so spielen
wir auch!. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
>> Sebastian Kath
Der Mann mit den 3 Problemen. . . . . . . . . . . 6
Hautenge Trikots sind 2014 der absolute Hit
- wer die denn tragen kann . . . . . . . . . . . . 12
luenesport.de Freizeitturnier 2014
Ja, die Pandabären haben alle geschockt und
sich den Titel geholt!. . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
>> Frank Müller
Der Schiedsrichter, der nicht aus dem allerletzten Locj pfeift. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
>> Tim Soetebeer
Ja, so ein ewiger Abstiegskampf kann
mächtig schlauchen . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Noch eine klitzkleine Zeitreise . . . . . . . . .
Während es in der Bundesliga scheinbar immer
seltener im Kasten klingelt, wackeln im Kreisfußball am Wochenende nur so die Netze! So
ein schönes 7:5 hat doch etwas für sich, die
Zuschauer haben Spaß, kommen beim Zählen
der Tore leicht durcheinander, jubeln ständig lieber Gott, hoffentlich muss nicht jemand bei
einem Treffer immer eine Limo holen... Auch die
Stürmer haben mächtigen Spaß, da kann man in
einem Match schnell mal die Tore erzielen, die
andere in einem Jahr nicht schaffen. Am Ende
gibt es strahlende Gesichter bei den Gewinnern,
ja, so macht der Fußball Spaß! Aber wie immer
gibt es auch die andere Seite der Medaille, denn
nicht alle Spieler sind begeistert. Vor allem der
Torwart des Teams, der 7 Buden bekommen hat.
Es gibt schönere Momente, als wenn jemand
10-mal alleine vor dir auftaucht und aus 3 Meter volle Kanne abzieht. Aber immerhin konnte
er 4 Schüsse abwehren, leider ging auch eine
Kugel voll ins Gesicht. Auch seinem Trainer sind
die Gesichtszüge leicht eingefroren, denn immer
wieder stellt er sich die gleiche Frage: „Habe ich
den Jungs nicht gesagt, wir wollen aus einer
gesicherten Defensive spielen?“ Und auch die
Viererkette schaut sich leicht fragend an, denn
früher, als das Team noch mit Libero spielte, da
lief es hinten irgendwie besser. Und auch die
eigenen Stürmer sind nicht zufrieden, denn was
nutzen 5 tolle Auswärtstore, wenn man trotzdem
verliert?
Und einen großen Verlierer gibt es an diesem
Wochenende noch: Der Mann, der über dieses
Match einen Spielbericht schreiben muss. Wenn
man 30 Berichte von der Regionalliga bis zur 2.
Kreisklasse schreiben muss, dann kann es schon
mal ermüdend werden, wenn in gefühlten 20
Partien jeweils 8 Treffer fallen, der Trainer jedes Tor ausführlich beschreibt. Und auch dem
Schreiberling gehen einige Frage durch den
Kopf: Spielen die eigentlich mit Abwehrreihen?
War im Vorbericht nicht die Rede davon, dass
man die Defensive stärken wollte? Aber egal,
die Tore sind das Salz in der Fußballsuppe - nur
manchmal kann zu viel Salz die Suppe auch verderben...
46
56
Sprüche, auf die die Fußballwelt nicht wirklich
noch gewartet hat. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
46
Bilder: Köpfe, nichts als Köpfe . . . . . . . . . 62
Abpfiff:
Vorschau auf die nächste Ausgabe . . . . . 63
22 Impressum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
>> Fabian Brandenburg
Dsd Urgestein erlebt seinen 3. Frühliung beim
SV Barnstedt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . >> Moritz Willke
Tja, die Story mit dem Matjes wird er so
schnell nicht mehr los. . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Eine kleine Zeitreise mit Fotos. . . . . . . . . . 36
5
Fohlentrainer • Dropkick 22/2014
>> Sebastian Kath (SV Ilmenau II)
Der Mann mit den 3 Problemen...
Dropkick 22/2014 • Fohlentrainer
Sebastian Kath gehört mit seinen schlanken 31 Jahren zu der neuen Trainergeneration.
Und der Coach des SV Ilmenau II hat klare Vorstellungen davon, wie man einen Trainerjob
ausüben sollte. Vor allem scheint er mit seinen eigenen Trainern nicht nur auf einer Welle
geschwommen zu sein, auch wenn er selbst Zweikämpfe scheute, auf 100 Meter 20 Sekunden benötigte und selten wusste, wo das gegnerische Tor zu treffen ist. Aber ehrgeizig
war er als Spieler - und das lebt er jetzt auch seinem Team vor. Wir unterhieten uns mit
dem Bayern-Fan, der eigentlich Barca mag.
Sebastian, wer war dein großes Jugend-Idol?
Kath In meiner Kinderzeit gab es nur ein Idol – Lothar Matthäus natürlich. Nun denn, zu der Zeit, als ich
begann den Fußball auch vorm Fernseher zu verfolgen,
da ist er gerade aus dem hohen Norden Italiens in den
tiefen Süden Deutschlands gewechselt. Diesem Verein
drücke ich nach wie vor die Daumen.
Bist du auch mal dem Ball hinterher gejagt oder bist
du ein reiner Theoretiker?
Kath Spieler Kath hatte immer drei Probleme: Zweikampfvermeidungsstrategie, Schnelligkeitsdefizit und
„Wo steht das Tor?“. Deshalb hat es bis auf ein Jahr
Bezirksklasse bei meinem Heimatverein (SG Eldingen,
Landkreis Celle) nie zu mehr als der Kreisliga gereicht.
Trainerjob – wie kam es dazu?
Kath Auch wenn menschlich alles super Typen
waren, als Spieler hatte ich grundsätzlich eine andere
Spiel- und Trainingsauffassung als meine Trainer. Dieses
Gefühl, es anders anzugehen, steigerte sich innerhalb
des Sportstudiums. Seitdem beschäftige ich mich sehr
intensiv mit dieser Materie. Nachdem ich mein Studium
in Osnabrück beendet hatte, übernahm ich bei meinem
Heimatverein die zweite Mannschaft als Spielertrainer
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Sebastian Kath lächelt in die Kamera - nach dem Spiel soll sein Gesicht etwas anders ausgesehen haben...
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Fohlentrainer • Dropkick 22/2014
Wohnortswechsel nach Lüneburg ein Jahr tätig. Aber
bereits vor meinem ersten Engagement als Herrentrainer hatte ich bereits reichlich Erfahrung im Jugendbereich meines Heimatvereins gesammelt.
Was magst du an dem Job?
Kath Ich liebe es, mit Menschen an einer gemeinsamen Sache zu arbeiten, etwas zu kreieren. Bei uns
gibt es eine Trainingsform, das „7 gegen 4“. Wenn da
der Ball manchmal läuft, „klack“, „klack“, „klack“, dann
stehe ich da und freue mich. Das ist Fußball. Wenn
dann noch möglichst viel am Wochenende davon zu
sehen ist, aber mindestens die Begeisterung erkennbar ist, mit der das Spiel angegangen wird, dann mag
ich den Job, der für mich kein Job ist.
Was nervt richtig?
Kath Ein Beispiel: Bei uns gibt’s für bestimmte
Positionsgruppen drei Aufgaben. Breite geben, in die
Tiefe laufen, absichern. Wenn diese Aufgaben nach
über einem Jahr Trainerdasein nicht abgerufen werden, zweifle ich manchmal. Noch suche ich den Fehler
aber bei mir und meiner Vermittlungsstrategie.
Anmerkung der Redaktion: Die Übung scheint wirklich
einfach zu sein...
Dropkick 22/2014 • Fohlentrainer
Wie sind die Erinnerungen an das erste Spiel als
Coach?
Kath Ich kann mich nur noch an das erste Pflichtspiel beim SV Ilmenau II erinnern. 1. Spieltag, SV Scharnebeck, Samstagabend, 18.00 Uhr. Am Abend zuvor
haben wir Sebastian Laumer für ein Jahr nach Amerika
gebührend verabschiedet. Limo gab´s jedenfalls nicht.
Unser Kader war noch so klein, dass ich von Beginn
an als rechter Verteidiger mitspielen musste. Zu dem
Zeitpunkt war ich optimistisch, dass wir auf jeden Fall
eine gute Rolle in der Kreisliga spielen werden. Nach
11 Minuten 0:3. Ich dachte, wir sind im falschen Film.
Schon mal richtig durchgedreht an der Linie?
Kath Viele sagen mir nach, dass ich eher der ruhige Vertreter bin. Subjektiv bin ich aber schon das ein
oder andere Mal ausgerastet. Ich kann es nicht leiden,
wenn hinterlistig gespielt wird. Das Beste daran ist,
dass es oftmals die Spieler sind, die von sich meinen,
mindestens Landesligaformat zu haben. Aber gut, das
wird dann gerne mit dem Prädikat „abgezockt“ wertgeschätzt. Ein trauriges Lob! Außerdem fällt es mir schwer,
bei so mancher Schiedsrichterentscheidung die Ruhe
zu bewahren, obwohl ich Hochachtung vor diesem
Hobby habe.
Verstehst du jetzt besser, warum deine Trainer
manchmal anders drauf waren?
Kath Das schlimmste Gefühl, das man als Trainer haben kann, ist das Gefühl von Ohnmacht („Ich habe keinen Zugriff, keinen Einfluss mehr auf die Mannschaft.“).
Im Vergleich zu meinen Anfängen als Jugendtrainer, in
denen ich auch oftmals das Gefühl von Ohnmacht erlebt
habe, bilde ich mir inzwischen ein, dass ein gewisses
Fachwissen und der berufliche Background als Lehrer
diese Ohnmacht lindert. Deswegen ist ein Vergleich zu
meinen ehemaligen Trainern, die es alle „irgendwie so“
gemacht haben, unfair. Im Übrigen empfehle ich den
Ohnmacht-geplagten Trainern unter uns Literatur von
Roland Loy, DEM Statistik- und Taktikanalyse-Guru
schlechthin. Eine seiner Kernaussagen: Der Einfluss des
Trainers auf die Spielleistung ist geringer, als man selbst
gerne annimmt…wenn man gewinnt!.
Wie würdest du denn als Trainer mit dem Spieler
Sebastian Kath umgehen?
Kath Ich würde ihn bremsen und Vertrauen schenken. Bremsen, weil der Spieler Kath lieber 7-mal als
2-mal trainieren will. Getreu dem Motto „Viel hilft viel!“
Dass dies ein Trugschluss ist, habe ich leider erst viel
zu spät erkannt. Vertrauen schenken, weil ich als Spieler sooft gesagt bekommen habe, dass ich Defizite in
der Zweikampfführung hatte. Und wenn ich dann mal
einen Zweikampf gewonnen hatte, wurde ich von allen
Seiten gelobt, als hätte ich gerade das Tor des Jahres
geschossen.
Trainer und mitspielen – macht das Sinn?
Kath Klare Antwort der Mannschaft: Nein!
Kann man immer Vorbild sein?
Kath Nein, sollte man meiner Meinung nach auch
nicht versuchen. Vielmehr sollte man versuchen, die
Jungs für eine gemeinsame Idee zu gewinnen und
sie dahingehend aufzuklären, was für diesen Weg
vonnöten ist. Dazu gehört zum Beispiel auch die
Frage: Wenn ich mich in der Woche dreimal über zwei
Stunden für dieses Ziel verausgabe, welchen Sinn
macht dann ein samstäglicher Ausflug?
Was war die bisher bitterste Pleite als Trainer?
Kath Das schlimmste Spiel war vor ein paar Wochen
ein Testspiel gegen Treubunds A-Jugend. Wir haben 15
Mann dabei, zu neunt aus Verletzungsgründen (ohne
Gegnereinwirkung) das Spiel beendet. Vom Gegner an
die Wand gespielt worden und 1:9 verloren. Mit den
Sebastian Kath (ganz links) mit seinen Mannen des SV Ilmenau II. Ja, auch er weiß, wo man sich als Trainer hinstellen muss, damit man das Bild nach einer möglichen Trennung noch gebrauchen kann!
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Fohlentrainer • Dropkick 22/2014
körperlichen und psychologischen Nachwirkungen
kämpfen wir heute noch.
Strömender Regen, 3 Grad, wie sieht dein Training
aus?
Kath Nicht viel anders als bei 20 Grad und Sonnenschein. Grundsätzlich steht bei uns das Spiel mit und
ohne Ball im Vordergrund.
Welche Ausrede kannst du nicht mehr hören?
Kath „Eigentlich hätten wir hier gewinnen müssen,
wenn wir nur…“. Häufig bin ich es noch, der so redet.
Das muss ich mir schnellstens abgewöhnen.
Sieht man manchmal alles zu verbissen?
Kath Ich denke, die Mischung macht es letztlich.
Zum einen sollte man eine gewisse Hartnäckigkeit an
den Tag legen. Zum anderen muss man sich manchmal
selbst hinterfragen, ob alle die Richtung überhaupt einschlagen wollen, in die man gerade geht, und sie dann
zur Not auf leichten Abwegen wieder einfangen.
Dropkick 22/2014 • Fohlentrainer
Kann man seine Vorstellungen in der Kreisliga wirklich umsetzen?
Kath Ich finde es ein bisschen einfach und zudem
anmaßend zu sagen, meine Vorstellungen lassen sich
in der und der Liga eh nicht umsetzen. Dies bedeutet ja
zwangsläufig auch, dass ich Fehlverhalten grundsätzlich auf die Spieler abwälze, wenn aber mal was klappt,
es mir selbst zuschreibe. Mein Ziel ist es unabhängig
davon, welche Spielerqualität zur Verfügung steht, das
Maximum umzusetzen. Dies benötigt in der einen Liga
mehr Zeit und ist größeren Schwankungen unterlegen
als in anderen Ligen, aber letztlich ist der Leistungsunterschied innerhalb der jeweiligen Spielklasse identisch.
Das heißt, spiele ich beispielsweise mit Viererkette in der
Kreisliga, ist die Menge der taktischen Fehler sicherlich
größer als in der Bundesliga, aber sie werden eben auch
dementsprechend im gleichen Maße bestraft.
Wann leuchten deine Augen vor Freude?
Kath Wenn ich eine Idee habe, wie sich bestimmte
Dinge im Training oder Spiel steuern lassen oder wenn
Was sagt uns dieses Bild? Nein, den Spielern des SV Ilmenau II wurde nicht verdeutlicht, wie blind sie eigentlich
Fußball spielen. Hierbei handelt es sich um eine Maßnahme, die den Teamgeits stärken soll.
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ich in der Fachliteratur eine neue, gute Übungs- oder
Spielform sehe, dann freut es mich.
Können die Spieler mit Kritik umgehen?
Kath Im Idealfall wird die Kritik so geäußert, dass
auch gleich die passende Argumentation samt Lösungsweg aufgezeigt wird. Aber wie das so im Leben
ist, nicht immer gewichten Menschen zwei Argumente
gleichermaßen oder sehen überhaupt den Ansatz der
Kritik. Wichtig ist, dass wir am Ende (m)einer Meinung
sind.
Mit welcher Übung quälst du die Spieler am liebsten?
Kath Wenn es um den Bereich Ausdauer geht, lasse
ich am liebsten 2 gegen 2 mit vier Neutralen an den Seiten im Rechteck spielen. Wer da so eigenverantwortlich
ist und voll durchzieht, weiß nach 4 mal 4 Minuten, was
er getan hat.
Du redest, redest und redest, aber nichts passiert
–schon an der Linie erlebt?
Kath Ja, leider. Man sagt mir nach, es liege an meiner
leisen Stimme.
Würdest du manchmal am liebsten auf das Feld rennen und den Ball reinhauen?
Kath Das habe ich in der letzten Saison im Spiel
gegen Brietlingen aus 5 Metern vor leerem Tor nicht
geschafft. Dieses Vergnügen überlasse ich anderen.
Wie schwer ist es als Trainer Entscheidungen zu treffen, die man als Spieler nicht versteht?
Kath In der letzten Saison musste ich aus Personalnot nur selten schwere Entscheidungen treffen. In
dieser Saison ist das anders. Letztlich geht es um den
Teamerfolg. Es spielen die Elf, von denen ich meine,
dass sie für das jeweilige Spiel am besten passen.
Dabei ist der erste Blick immer darauf gerichtet, was
der Mannschaft die vermeintlich beste Balance bringt.
Musst du auch mal „Schwein“ sein?
Kath Ich sehe mich nicht als „Schwein“. Ein offener
und vor allem ehrlicher Umgang ist mir mit den Spielern
wichtig. Alle Spieler sind auf ihre Art wichtig für den
Teamerfolg. Aber sicherlich gibt es Spieler, die von der
Qualität her (noch) nicht an so manchen Konkurrenten
heranreichen. Wichtig ist dann, auch ihnen eine Perspektive aufzuzeigen.
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Fohlentrainer • Dropkick 22/2014
Wie wichtig ist ein Trainer deiner Meinung nach?
Kath IAuch wenn besagter Roland Loy behauptet,
der Spielerfolg hänge nur zu 15 Prozent vom jeweiligen
Trainer ab, denke ich, dass der Trainer schon eine entscheidende Rolle spielt. Er muss vorgeben, in welche
Richtung der Weg gehen soll. Bestenfalls hat er noch
eine Idee vom Spiel. Ist dann der Funke zur Mannschaft
übergesprungen, hat er gewonnen. Dann heißt es Tempo hochhalten und an den Feinheiten arbeiten, ohne
das große Ganze zu vernachlässigen.
Viererkette, 4 Sechser, variables Mittelfeld, flexible
Stürmer, defensiv orientierte Offensive – was fällt dir
dazu ein?
Kath Die Diskussion um bestimmte Formationen
halte ich grundsätzlich für übertrieben. Ob „4-4-2“,“43-3“, „3-5-2“, „4-2-3-1“ – am besten soll die Mannschaft sich in mehreren Systemen auskennen, so heißt
es oftmals – letztlich geht es doch darum, die Spieler
so zu positionieren, dass sie die jeweilige Spielidee am
einfachsten und am erfolgversprechendsten umsetzen
können. Deshalb habe ich für mich eine Grundformation, aus der heraus sich aus meiner Sicht alles durch
minimale Veränderungen ergeben kann und in der sich
in bestimmten Zonen bestimmte Raumvorteile ergeben sollten. Und zum Abschluss meiner Meinung nach
ganz wichtig: ob ich zum Beispiel mit einem oder zwei
Angreifern spiele, ist für mich nicht nur eine Frage des
Personals. Aber dazu gibt es 1000 Meinungen…
Dropkick 22/2014 • Fohlentrainer
Wo trifft man dich in der übrigen Freizeit an?
Kath In der Freizeit gehe ich gerne laufen, ins Fitnessstudio oder mit dem Hund im Wald spazieren.
Was musst du uns noch mitteilen, worauf die Fußballwelt gewartet hat?
Kath Grundsätzlich erfindet niemand den Fußball
neu. Für mich ist der ideale Fußball eine Mischung aus
Sacchis Pressing/Spiel ohne Ball, van Gaals Ballbesitzfußball, Hoffenheims Angriffsmethodik und -didatik
und Guardiolas Ballbesitzfußball, Positionswechseln
und den Umschaltmomenten. Richtig gehört: Hoffenheim. Neben der ganzen Millionen, die in solche vermeintlichen „Retortenclubs“ wie Hoffenheim oder RB
Leipzig gepumpt werden, machen sie sich nämlich um
eins verdient, ein Vorantreiben der Trainingsmethodik
und –didaktik, bei der jahrelang nur aus dem Ausland
abgekupfert worden ist. Und beim nächsten Besuch
im Stadion sollte man sich vielleicht mal fragen, warum die eigene Mannschaft so herrlich unkreativ spielt
und was das vielleicht mit dem Training zu tun haben
könnte. Denn ich kenne keinen Fußballer, der von sich
aus sagt: „Och nö, Kreativität, darauf habe ich keinen
Bock! Lass das mal die anderen machen.“ Und das ist
doch das Salz in der Suppe. Deswegen fahre ich doch
ins Stadion.
Sehen wir da etwa kleine Sorgenfalten auf der Stirn von Sebastian Kath,
weil der Ball doch nicht so rollt, wie
er es sich vorgestellt hat?
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Ja, so sieht es aus, wenn Sebastian Kath den Ball führt. Wie war das noch mal mit enger Ballführung, Blick nicht
starr auf die Kugel richten, damit man seine Mitspieler sieht? Dafür glänzen die Bolzer und die Stutzen sind nicht
über die Knie - und völlig uncool: der Coach trägt sein Trikot in der Hose!
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Hautenge Trikots sind 2014 der Hit!
Die Fußball-Weltmeisterschaft hat es uns eindrucksvoll vorgemacht: Hautenge Trikots, unter denen die Muskelpakete nur so tanzen, der Schweiß lässt die Trikots langsam aber sich
an den Körper kleben - ja, da schnalzen die Damen mit den Zungen! Und wenn sich die
Herren der Schöpfung ihr Trikot nach dem Match auch noch vom Körper streifen, dann
kann die Diagonale des Flachbildschirms gar nicht groß genug sein! Und was im Profifuß14
ball hipp ist, das findet auch bei den Hobbykickern ganz schnell seinen verdienten Platz.
Auch bei unserem Freizeitturnier gab es einige hautenge Trikots zu sehen. Okay, nicht
immer verbarg sich darunter ein Waschbrettbauch, auch blickten sich nicht alle Damen
sofort um - aber die Trikots passten wie angegossen. Ein Trikottausch wurde nach dem
Turnier nicht gefordert. Wir denken, das war so auch okay, oder?
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Freizeitturnier 2014 in Mechtersen: 1000 Tore und Sonnenschein - Respekt!
Dieses Turnier wird immer ein besonderen Platz in unserem Herzen haben! Am 20. September ließen wir zum dritten Mal in Mechtersen unser Freizeitturnier steigen. 23 Grad,
Sonnenschein, tolle Teams, 1.000 Tore, höchstens 3 Fouls in 30 Spielen, dazu Limo satt
- Fußballherz, was willst du mehr? Gewonnen hat auch jemand, aber wie immer haben alle
gewonnen (ja, diese Weisheit musste sein!). Hier die Impressionen.
16
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19
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Türen öffnen Räume
Rubriktitel • Dropkick 19/2014
Zuschauersprüche
Dropkick 19/2014 • Rubriktitel
Bei uns finden Sie Türen für jeden Geschmack.
„Herrlich, hier ist es wie beim HSV! Alle
glauben an eine Besserung nach der
Pause, aber es wird immer schlimmer
und schlimmer - genial!“
Ein Zuschauer zu seinem Kumpel:
„Nach der Pause gehen wir aber auf die
andere Seite und schauen uns das Spiel
an.“
Kumpel: „Warum?“
„Weil uns dann die Sonne voll ins Gesicht knallt, dann können wir das Spiel
einigermaßen ertragen!“
„Wie kann man diesen Typen bloß mitspielen lassen, der kann ja gar nichts
am Ball!“
Ein anderer Edelfan: „Lieber ihn mitspielen lassen, als nur 10 Mann auf dem
Platz haben, oder?“
Stechende Blick des Kumpels...
Edelfan: „Stimmt, eigentlich wären unsere mit nur 10 Mann stärker…“
„Brennen dir auch die Augen so von
dem Spiel?“
„Nö, hat das Spiel denn schon angefangen?“
Okay, es war bereits die 35. Minute des
Spiels…
„Junge, zieh doch mal ab, du hast doch
einen rechten Hammer!“
Ein anderer Zuschauer: „Hat er nicht, er
ist Linksfuß!“
Ein 3. Zuschauer: „Ich finde, er hat zwei
gleich schlechte Füße, denn bei dem
kommt gar kein Pass an.“
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Interview • Dropkick 22/2014
Dropkick 22/2014 • Interview
Schön mal vom Platz geflogen – wenn ja, warum?
Brandenburg Ja, mit gelb-rot. Ich wurde halt zweimal verwarnt, das kann mal passieren.
Dein bisher schönster Treffer?
Brandenburg Da gibt es einige! Doch gegen den
TSV Gellersen II in der letzten Minute der Volleyschuss,
der richtig gut passte, der war auch sehr genial.
Na, wer findet Fabian Brandenburg auf dem aktuellen Teamfoto des SV Barnstedt? Er steht in der oberen Reihe als
Elfter von links.
>> Fabian Brandenburg (SV Barnstedt)
18 Jahre SVB und der 3. Frühling
Typen wie Fabian Brandenburg (33) gibt es
immer weniger! Spieler, die in ihrem Heimatverein anfangen, dem Klub treu bleiben, egal, ob es läuft oder nicht. Aber der
Maschinen- und Anlagenführer erfährt auch
eine Menge Respekt in seinem Klub, erlebt
derzeit seinen 3. Frühling (mindestens). Wir
sprachen mit dem Fan des SV Werner aus
Bremen, bekamen ehrliche Antworten.
Fabian, immer SV Barnstedt – wollte dich kein anderer Verein haben?
Brandenburg Diese Frage habe ich mir nie gestellt,
da Barnstedt mein Verein ist seit ich 15 Jahre alt bin.
Und ich bin dort seit 18 Jahren immer sehr glücklich,
fühle mich wohl und bin zufrieden.
Du erlebst laut deines Mitspielers Christian Gebhardt
deinen 3. Frühling – was ist passiert?
Brandenburg Was soll ich dazu sagen? Es macht
echt Spaß mit dem Jungs, wir haben eine gute Truppe
zusammen. Und wenn wir das Spiel so spielen, wie
wir es können, dann läuft es auch bei mir automatisch
besser. Ich bin ja nur ein Teil der Mannschaft, dem es
Freude macht, wenn der Ball läuft und wir alles geben.
24
Wie siehst du die Entwicklung des SV Barnstedt in
den vergangenen Jahren?
Brandenburg Ich denke, dass wir das stärkste
Team in all den Jahren haben. Und wenn man sieht
was für Leute bei uns spielen, dann ist das eine super
Entwicklung für den Verein.
Wie sind deine Erinnerungen an die luenesport.de
Elf des Jahres, bei der du in diesem Jahr mitspielen
durftest?
Brandenburg Das war ein richtig schöner Tag. Die
Mitspieler und das Umfeld haben gepasst. Wir hatten
eine Menge Spaß und wurden bei dem Turnier immerhin
Dritter.
Und wie schaut es mit Eigentoren aus?
Brandenburg Ist auch schon mal passiert, aber
dann geht‘s weiter.
Du wirst nicht aufgestellt – wie reagierst du?
Brandenburg Natürlich möchte ich spielen, aber
wir sind ein Team und wenn man reinkommt, dann wird
alles gegeben.
Dein erster Gang nach dem Abpfiff führt wohin?
Brandenburg Zum Mittelpunkt!
Niederlage in letzter Sekunde – wie reagierst du?
Brandenburg Ich bin sehr frustriert, aber ich bleibe
ruhig.
Kannst du auf dem Feld auch ein Stinkstiefel sein?
Brandenburg Manchmal schon...
Gel in den Haaren, Stutzen über die Knie, bunte
Schuhe – wie sieht das bei dir aus?
Brandenburg Ich trage schwarze Schuhe, auch
sonst ist bei mir alles ganz normal.
Was ist deine größte Motivation, wenn du den Platz
betrittst?
Brandenburg Ein super Spiel zu spielen, gewinnen
und vielleicht ein Tor zu machen.
Kannst du in der Kabine auch mal richtig laut werden?
Brandenburg Kann ich schon, aber dafür haben
wir ja Trainer.
Limo oder lieber ein Bierchen nach dem Spiel?
Brandenburg Ein Bierchen ist schon okay.
Was würdest du gern als Kicker noch erreichen?
Brandenburg Ein Aufstieg noch, das wäre klasse!
Lieber Matsch und Regen oder 30 Grad?
Brandenburg 30 Grad mit leichtem Regen.
Halbzeitpause – was machst du da so?
Brandenburg Die Besprechung ruhig anhören und
die erste Halbzeit durch den Kopf gehen lassen.
Welchen Spielertyp kannst du gar nicht ertragen?
Brandenburg Die sich nicht bewegen, aber über
alle meckern.
Deine allerletzte Fußballweisheit für uns?
Brandenburg Ein Spiel dauert so lange, bis der
Schiri abpfeift.
Die luenesport.de Elf des Jahres 2014: Fabian Brandenburg hockt unten links – seine Pässe aus der Tiefe des
Raums werden uns immer in Erinnerung bleiben!
Wann leuchten deine Augen vor Freude?
Brandenburg Wenn die Mannschaft geschlossen
zusammen hält.
Wie würdest du dein Team beschreiben?
Brandenburg Wir haben eine gute Mischung aus
jungen und erfahrenen Spielern. Das sind alles super
Jungs, mit denen ich gerne meine Zeit verbringe.
Was kannst du beim Fußball nicht ertragen?
Brandenburg Gegenseitiges anmaulen auf dem
Platz und wenn man dem Schiri droht, denn das geht
gar nicht.
25
Jens Niemann (FC Dynamo Lüneburg) auf die Frage, in welchen es
schon gut läuft:
Fußballer
erklären
die Welt
„Der mannschaftsinterne Getränkewart hat bei uns
bisher die überzeugendste Leistung gebracht,
der Kühlschrank war immer voll und nach den
Trainingseinheiten schmeckten die Limos immer
lecker.“
David Keese (TuS Barendorf) zu den
gesteckten Zielen:
Thore Lohmann (TSV Gellersen II) auf
die Frage, welche Note das Team für
die Serie verdient hat?
„Das habe ich den Jungs intern
schon am Mittwoch beim Training
gesagt. Zwingt mich bitte nicht, das
hier noch mal zu wiederholen, dafür
reicht nicht einmal diese Website
aus.“
„Das wir die 60-Punkte-Marke
knacken wollen, das war als Ansage
für das Saisonziel natürlich nur ein
kleiner Spaß. Insgeheim spielen wir
dann doch lieber um den Klassenerhalt, da ist einfach mehr Feuer
unterm Dach.“
Ihr Fachmann aus Gellersen
Markus Grabowsky (ESV Lüneburg
II) auf die Frage, wie die Vorbereitung
verlief:
„Unsere Vorbereitung lief wie auch letztes Jahr
nahezu optimal. Während sich andere Mannschaften ins Trainingslager quälten und zusätzliche Einheiten einlegten, gab es für uns bereits
ein Vorbereitungstraining in Verbindung mit Bier
und Wurst. Dieses Training wurde aber von fast
der gesamten Mannschaft gut angenommen.“
Frank Kathmann (Wendisch Evern) zu den
Platzverhältnissen beim TSV Adendorf:
„Der Platz war tief, seifig und dazu noch so holperig, da ist der Bolzplatz beim Hühnerackerturnier in
Oedeme aber ein Englischer Golfplatz gegen.“
26
Ein Zuschauer während einer LandesligaPartie:
„Mein Gott, der Typ rutscht schon
wieder aus! Bei uns in der Altliga
überlegen die Spieler 7 Tage vor
dem Spiel, welcher Schuh bei dem
Wetter angezogen wird – und der
Typ kommt mit seine Badelatschen
auf den Platz!“
Thore Lohmann (TSV Gellersen II) auf die
Frage, wie viel von dem, was man sich vor
der Saison vorgenommen hatte, wirklich
umgesetzt wurde:
„Nichts. Es sei denn, jemand aus dem Team hatte sich
den Hallentitel auf die Fahne geschrieben…“
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Impressionen• Dropkick 22/2014
Dropkick 19/2014 • Rubriktitel
Das Kreuz mit dem Schild ...
Wenn man vor diesem Schild keinen Respekt mehr hat, vor welchem dann? Leider muss man diese Anweisung auf
den meisten Sportplätzen erst einmal suchen, oft ist das Schild tief, ganz tief versteckt.
Ja, unsere Schiedsrichter werden geschützt - sogar von Schildern mit klarer Ansage. Schade nur, dass diese Schilder kaum beachtet werden - und deren Inhalt auch nicht...
Nur noch wenige Momente, dann ist an diesem herrlichen Sonntag Anpfiff angesagt. Ich schaue mir eine
Spiel in der 2. Kreisklasse an. Da kommen sie, die
Gladiatoren, angeführt vom Schiedsrichter. Wer die
Assistenten sucht, der sucht leider vergeblich, denn
erst ab der Kreisliga hat der Mann in schwarz (heute
ja eher gelb, orange oder grün) Unterstützung.
Viele Fans sind nicht da, aber die, die sich an
der Barriere einen Platz ergattert haben, wissen
schon, dieses Spiel wird nicht gut gehen. „Oh
nee, wie kann man für diese Partie diese Blindpike einsetzen, der verpfeift uns doch immer gibt es keine vernünftige Schiedsrichter mehr?“
Und es dauert nicht lange, da sehen sich die Hobby-Bundestrainer bestätigt, denn der Schiedsrichter
pfeift nur Mist - komisch, egal was er pfeift, ein Team,
ein Trainer und eine Fangruppe fühlt sich immer benachteiligt.
Und dann der große Moment: Dem Schiedsrichter reicht es, er kann es nicht mehr hören,
28
ein Pfiff, ein Sprint zu einem Zuschauer, deutliche Worte des Unparteiischen: „Sie verlassen jetzt sofort das
Sportgelände!“ Zuschauer: „Warum?“ Schiedsrichter:
„Weil Sie mich ständig lauthals beleidigen!“ Zuschauer: „Du hast mir gar nichts zu sagen!“ Schiedsrichter:
„Doch, dann lesen Sie mal das Schild mit den Anweisungen des Vorstands.“ Zuschauer: „Was für ein Schild?“
Der Schiedsrichter sprintet zu einem Vorstandsmitglied des
Vereins, fordert von ihm, dass er den Zuschauer des Geländes verweist. Große Augen des Mannes aus dem Vorstand,
ein dickes Fragezeichen auf der Stirn, dann die Frage, die
kommen musste: „Von was für ein Schild redest du?“
Schiedsrichter: „Ich rede von dem Schild, das am Eingang
zum Sportplatz hängt.“ Vorstand-Mann: „Ach so, das muss
mein Vorgänger dort angebracht haben, damit habe ich
nichts zu tun. Und außerdem waren die Beleidigungen gar
nicht so schlimm, da musst du mal ein wenig Fingerspitzengefühl zeigen... Komm, pfeif wieder an, wir wollen Fußball
sehen - und um 15 Uhr spielt die 1. Herren, wir haben nicht
ewig Zeit.“
29
Interview • Dropkick 22/2014
Moritz Willke und die Matjes-Theorie des MTV Wittorf
30
Moritz Willke (oben, 2. von rechts neben Trainer Reeno Behnke) mit seinen Lieblingen des MTV Wittorf.
31
Interview • Dropkick 22/2014
Dropkick 22/2014 • Interview
Es gibt Sätze, die brennen sich in einem förmlich ein. Einen solchen Satz brachte Moritz
Willke (38). Vor Jahren stellten wir ihm einmal die Frage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit
sei, dass sein MTV Wittorf aufsteigen würde. Antwort: „Da ist die Wahrscheinlichkeit höher,
dass man einen Matjes zum neuen Leben erweckt.“ Aber der verheiratete Bauingenieur
hat natürlich noch viel mehr zu erzählen, wir hakten mal ein wenig nach.
Moritz, wo fing deine steile Karriere an – und wo
wird sie enden?
Willke Die Karriere oder das was davon übrig ist,
startete wohl in der JSG Roddau beziehungsweise
beim MTV Handorf. Enden wird sie wahrscheinlich mit
vielen früheren und aktuellen Spielkameraden unter
dem Startrainer Tobi Lohmeyer irgendwann jenseits
der 50 in dem Zusammenschluss von Bardowick,
Brietlingen und Wittorf. Was ich da jedes Mal wieder
für Weggefährten treffe, das ist märchenhaft…
Was war dein allerbestes Spiel?
Willke Das war mit der Kreisauswahl in der BJugend, wo ich in einem Spiel mehrere Tore geschossen habe, davon wohl das schnellste Tor seiner Zeit
nach wenigen Sekunden. Ohne mich wäre es wohl ein
enges Spiel gewesen.
Und bei welcher Partie graut es dir noch heute?
Willke Auswärtsspiel in der 2. Kreisklasse in
Scharnebeck. Anreise direkt vor dem Spiel aus Berlin
von der Nachtschicht ohne Schlaf, 2 Eigentore, Abreise nach Berlin, Nachtschicht.
Was macht den MTV Wittorf so liebenswert?
Willke Der MTV ist wie das richtige Leben, ich
habe dort viele tolle Dinge erlebt, nur während des
Aufstiegs war ich gerade in Handorf mit dem Abstieg
beschäftigt. Daher wäre der Verein noch liebenswerter, wenn ich noch einen Aufstieg, vielleicht als
Teilzeitkraft, mitmachen könnte.
Was ist die schönste Erinnerung an den MTV?
Willke Die Mannschaftsfahrt für ein Wochenende
nach Schweden vor vielleicht 13 Jahren, ein Wahnsinn, der eigentlich nicht zu toppen ist. Beim anderen
MTV aus Handorf fand ich das Bacardi trinken aus
Schiebkarren klasse.
Wie wichtig ist ein Verein wie der MTV Wittorf für
unseren Fußball?
Willke Ich glaube, der Verein ist auch wichtig für
Wittorf, aber eine breitere Landschaft im Kreisfußball spielt natürlich eine Rolle, wen interessiert die 7.
Mannschaft des Hanseatischen Turner Lüneburgs?
Viererkette, drei Sechser und einen halben Mittelstürmer – deine Gedanken dazu?
Willke Darüber muss man sich in der Kreisklasse
keine Gedanken machen, aber tolle Namensind in den
Jahren schon zusammengekommen, besser spielen
die Leute auf diesen Positionen aber immer noch
nicht.
Satte 20 Meter vor dem Tor, der Ball liegt auf dem
rechten Fuß – wo geht er hin?
Willke Auf den linken Fuß und dann zurück zum
Keeper … Erst mal Ruhe reinbringen.
Auch der kleine Ball hat es Moritz Willke angetan. Den
Spruch über Golf und Sex sparen wir uns ...
32
Wie sehr schmerzen die Knochen jetzt an einem
Montag?
Willke Das ist schon alles nicht so einfach, hängt
33
Interview • Dropkick 22/2014
Dropkick 22/2014 • Interview
Willke 1:5-Niederlage, dann ein Mitspieler: „Wieso,
so schlecht war ich gar nicht, ich habe doch ein Tor
gemacht!“
Wenn Trainer Reeno Behnke zum Monolog ausholt, dann...
Willke ... unterhalte ich mich parallel mit dem CoTrainer über Eisenbahnmessen, ACDC oder Astra.
Dein erster Gang nach dem Abpfiff führt wohin?
Willke Kabine, Trikot ausziehen, dann zu Renate Bier holen - leider aber auch immer öfter schnell
zurück zur Familie
Früher, da war alles besser, weil...
Willke ... ich einfach mehr Zeit zum Trinken und
zum Klönsachnack hatte.
Niederlage in letzter Sekunde – wie reagierst du?
Willke Ich versuche den Torwart als Schuldigen
auszumachen, oder Erwin Naeder.
Wenn ich zu einer Grätsche ansetze, dann...
Willke ... sind die Zuschauer von dieser grazilen
Leichtigkeit euphorisiert.
Was muss man mitbringen, um beim MTV Wittorf
dabei zu sein?
Willke Früher war es eine Flasche Black & White,
ich weiß gar nicht was Reeno Behnke heute verlangt,
da kommt man wohl mit Anwesenheit beim Training
schon direkt in den erlauchten Kreis.
Gel in den Haaren, Stutzen über die Knie, bunte
Schuhe – wie sieht das bei dir aus?
Willke Leider gibt es kaum noch schwarze Schuhe
zu kaufen, aber auch mit dem Rest kann ich herzlich
wenig anfangen.
Über was kannst du herzhaft lachen?
Willke Über den letzten Bericht von meinem
Freund David Keese vom TuS Barendorf. Aber ich soll
ja diesmal nicht so viel Grütze schreiben.
Was möchtest du uns als allerletzte Fußballweisheit
noch mitteilen?
Willke Da müsste ich George Best zitieren, aber
das ist schon fast nicht jugendfrei. Ich hätte den Rest
aber auch verprasst.
Unsere letzte Frage: Wie ist es, wenn man HSVFan ist?
Willke Weiß ich gar nicht, ich habe mich vor der
Saison einem anderen Verein angeschlossen. Mal rein
hypothetisch, wenn ich HSV-Fan wäre, dann hätte ich
vor der Saison gesagt, dass ein sicherer Mittelfeldplatz
für die nächsten 3 Jahre besser für die Nerven wäre.
Ein guter Freund würde den HSV aber auch gern
nächstes Jahr international spielen sehen.
aber oft nicht mit dem Spiel sondern mit dem Training
von Lutze Schneider am Dienstag davor zusammen.
Wo hört bei dir der Spaß beim Fußball auf?
Willke Nach der 3. Halbzeit.
Was hat sich am meisten in den vergangenen
Jahren im Teamsport verändert?
Willke Da könnte ich jetzt eine Abhandlung über
die Einstellung meiner jüngeren Mitspieler schreiben,
aber rein objektiv betrachtet haben wir früher einfach
deutlich mehr getrunken.
Dein Lieblingsspruch?
Willke Wir müssen alle morgen wieder arbeiten!“
Das habe ich den Typen selbst nach 3-mal hingucken
nicht abgenommen!
Was kannst du in der Kabine nicht mehr hören?
Verwollständige mal bitte folgende Sätze: Bevor
der MTV Kreisliga spielt, ist die Wahrscheinlichkeit
höher ...
Willke Den mit dem Matjes hatten wir ja schon.
Also ... dass der HSV Meister wird!
Unser Lieblingszitate des M. Willke
Auf die Frage nach Neuzugängen: „Wir haben eigentlich immer nur einen Neuzugang – und das
ist Marc-Andre „Ali“ Ahlfeld, der jede Vorbereitung
vorbildlich nutzt, um dann doch nicht anzugreifen.“
Über die Einstellung der jungen Spieler: „Es ist doch
völlig normal, dass die jungen Spieler nicht immer
Disziplin-Fanatiker sind. Vor wichtigen Spielen
bleibt der Bacardi bestimmt auch mal im Schrank
und die Jungs trinken nur ein paar Bier mehr.“
Auf die Frage, warum sein geliebter Klub gegenden
TuS Erbstorf II nicht verliert: „Weil der HSV Sonntag
auch gewinnt!“
Als er nach 6 Monaten sein Comeback gab: „Die
45 Minuten waren geprägt von Schnappatmung
und Überlebenswillen.“
Die drei Gesichter des Moritz Willke: Ganz links im Jahr 2004 (da war er schlanke 28), dann 2006 und schließlich 2014
- viel verändert hat sich der Linksfuß nicht - vor allem liegen die Haare perfekt!
34
Natürlich geht es auch elegant. Moritz Willke bei seiner
eigenen Hochzeit.
Über zwei Gegentore: „Die Spieler von Heidetal
haben sich natürlich sehr gefreut, denn beide Tore
resultierten aus glasklaren Abseitspositionen, das
konnte man aber bei dem Sicherheitsabstand zwi-
schen Spielgeschehen und Schiedsrichter auch
mal übersehen.“
Über möglichen Verstärkungen: „Wir sind an einem
ehemaligen starken Bezirksliga-Keeper dran, aber
als der da gespielt hat, gab es noch Raider und
die D-Mark.“
Auf die Frage, an welches Spiel er sich in der Saison besonders gern erinnert: „An das 5:1 gegen
den MTV Handorf II vor 11 Jahren, das war eine
geschlossene Mannschaftsleistung vor, während
und vor allem nach dem Spiel. Aber daran erinnern
sich wenige, außer vielleicht der jetzige Handorfer
Trainer, der damals die Kugel aus dem Netz holen
durfte.“
Über die heutigen Spielergeneration: „Heutzutage
gibt es junge Spieler, die meinen, dass sie nichts
mehr lernen könnten, weil sie vor 10 Jahren mal
eine halbe Saison beim damaligen LSK gespielt
haben. Da klingeln mir schon die Ohren und ich
stehe fassungslos da.“
35
Zeitreise • Dropkick 22/2014
Dropkick 22/2014 • Zeitreise
Wir haben den Deckel unserer Bilder-Schatztruhe mal ein wenig gelüfet - was sich in den
Jahren alles so ansammelt. Hier ein bunter Strauß Fußballgeschichte - Junge, wie die Zeit
doch vergeht. Auf den Seiten 56 bis 59 findet ihr den 2. Teil unserer Reise.
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Zeitreise • Dropkick 22/2014
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Dropkick 22/2014 • Zeitreise
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Rubriktitel • Dropkick 19/2014
Es geht nicht um den WM-Titel, oder?
(Mai). Denke ich an den Spieler Frank Müller zurück, dann sehe ich einen Typen, der als
linker Verteidiger alles gab. Vorzugsweise mit körperlichem Einsatz, auch eine Grätsche
(natürlich immer fair) war drin... Auch verbal zeigte er in jedem Match vollen Einsatz, natürlich stets freundlich und nie unter der Gürtellinie. Seit einigen Jahren hat der Instellatuer die Seiten gewechselt, beackert nun als Schiedsrichter den Platz. Wie immer gilt: Respekt für dieses Engagement, auch wenn es nicht immer einfach ist. Natürlich gibt der
48-Jährige alles, auch wenn die Kilometer, die nach dem Spiel auf dem Tacho stehen, im
Vergleich zur aktiven Zeit nachgelassen haben. Wir sprachen mit den Mann in gelb, der
auch mal gern orange oder rot trägt.
An dieses Spiel wird sich Frank Müller (Mitte) sicherlich noch gern und lang zurück erinnern. Wir schreiben den 28.
Mai 2014, Sportplatz des ESV Lüneburg. Müller leitete das Kreispokal-Endspiel zwischen dem TuS Erbstorf und MTV
Treubund Lüneburg II, zeigte dabei eine souveräne Leistung.
Dropkick 22/2014 • Schiedsrichter
Warum hast du zur Pfeife gegriffen - war das wirklich eine freiweillige Aktion?
Müller Irgendwann habe ich meine aktive Fußballkarriere beendet, wollte aber gern weiter etwas mit
Fußball zu tun zu haben, also bin ich Schiedsrichter
geworden.
Hast du auch mal gespielt – und was für ein Spielertyp bist du gewesen?
Müller Ich habe mich vom klassischen linken Verteidiger zum linken Mittelfeldspieler „hochgearbeitet“.
Welches Auftreten von Spielern kannst du nicht
ertragen?
Müller Arroganz geht gar nicht, dazu überhebliches (besserwisserisches) Auftreten.
Wie gehst du mit eigenen Fehlern um, die dir im
Spiel unterlaufen?
Müller Natürlich versuche ich Fehler zu vermeiden,
klappt natürlich nicht immer - wenn sie passieren,
dann versuche daraus lernen um diese beim nächsten Mal nicht mehr machen. Klappt aber auch nicht
immer…
Frank Müller lächelt in die Kamera. Wir sagen: Respekt,
dass er sich mindestens jeden Sonntag als Schiedsrichter zur Verfügung stellt!
Wie schwierig ist es, wenn man ohne Gespann
pfeifen muss?
Müller Schwierig, da man seine Augen nicht überall haben kann. Da entgeht einem doch vieles, das
ärgert einen schon manchmal.
Wie viele Kilometer legst du in einem Spiel zurück?
Müller Aufgrund meines biblischen Alters weniger
als so manch junger Schiedsrichter. Ich denke, ich
schaffe 4 bis 5 Kilometer – zu mindestens gefühlte 5
Kilomter.
Wie schaut es mit dem berühmten Fingerspitzengefühl aus?
Müller Das habe ich, da fließen ja auch eigene
Erfahrungdwerte mit ein.
Wird der Hobbyfußball manchmal viel zu ernst
genommen?
Müller Eine gewisse Ernsthaftigkeit sollte schon da
sein, gewinnen will ja jeder - aber es geht in unseren
Spielen nicht um den WM-Titel, oder? Ich wünsche
mir eine gewisse Akzeptanz für die Fehler, die sicherlich auch ich mache.
Dein bisher wichtigstes Spiel, das du pfeifen durftest?
Müller Ganz klar das Kreispokal-Endspiel im Mai
2014 zwischen dem TuS Erbstorf und dem MTV Treubund Lüneburg.
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Wie viel Respekt erfährst du von der anderen
Seite?
Müller Das ist überwiegend in Ordnung, aber es
gibt natürlich Ausnahmen, die gibt es ja überall.
Haben die Distanz und der Respekt voreinander im
Spiel abgenommen?
Müller Zu einem gewissen Teil schon, aber eine
dramatische Entwicklung sehe ich für mich persönlich
noch nicht. Allerdings trägt die allgemeine Situation es
nicht dazu bei, um jungen Leuten Spaß am Pfeifen zu
vermitteln. Ja, der Ton ist schon rauer geworden.
Wann schaltest du auf Durchzug?
Müller Wenn Diskussionen anfangen und wenn,
aufgrund fehlender Regelkenntnis der Spieler, Trainer
und Betreuer, unberechtigte Kritik geäußert wird.
Wie gern kontrollierst du den Spielberichtsbogen?
Müller Dadurch, dass der Spielberichtsbogen jetzt
online ist, ist es einfacher für uns geworden. Daher
kontrolliere ich ihn nun lieber als früher.
41
SIMPLY CLEVER
Schiedsrichter • Dropkick 22/2014
Du musst die rote Karte zeigen – deine Gedanken
dazu?
Müller Aufgrund der Vorgaben der Regeln muss
sie gezeigt werden, wenn ich das meine. Und dann
versuche ich einen neutralen Sachverhalt an den Tag
zu legen.
Du wirst beleidigt – wie reagierst du?
Müller Ich versuche möglichst Abstand zu halten
und die emotionale Lage des Gegenübers zu verstehen. Das fällt aber manchmal schwer, zugegeben.
Denn es geht weder um Leib und Leben noch um den
oben genannten WM-Titel.
Wie sieht deine Spielvorbereitung aus?
Müller Ich habe das keine besondere Vorberei-
tung. Man muss rechtzeitig anreisen, fit sein und eine
gehörige Portion Idealismus mitbringen.
Und was musst du alles nach dem Sschluss erledigen?
Müller Den Spielberichtsbogen bearbeiten und
wenn nötig, dann einen Sonderbericht verfassen,
wenn es zum Beispiel einen Feldverweis gegeben hat.
Vielleicht sogar eine Konversation mit dem Staffelleiter,
wenn nötig.
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Wird der Job, auch wenn er viel Spaß mach, finanziell vernünftig entlohnt?
Müller Es gibt keinen Lohn, sondern Spesen und
Fahrtkosten – könnte mehr sein, aber wegen des
Geldes pfeife ich sicherlich nicht.
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Schiedsrichter • Dropkick 22/2014
Wer bezahlt deine Utensilien und die Kleidung?
Müller Die Grundausstattung der Verein, für den
ich pfeife. Zusätzliche Sachen, wie Ausrüstung für die
Assistenten, die werden selber gekauft.
Wie cool schaffst du deine Schiedsrichter-Prüfung?
Müller Bis jetzt noch ohne Probleme – was regelfragen und Laufprüfung angeht. Aber es bedarf schon
einer Vorbereitung auf die Prüfung.
Welche Fußballweisheit musst du uns noch mit auf
den Weg geben?
Müller Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift!
So, fast geschafft! Jetzt vervollständige bitte noch
folgende Sätze.
Am liebsten würde ich mal die Partie x gegen y
pfeifen.
Müller X wäre der TSV Gellersen 1, y der TSV
gellersen 2.
Wenn ich selbst spiele, dann …
Müller … bin ich Spieler und kein Schiedsrichter.
Das wird manchmal vergessen.
Schaue ich beim Fußball zu, dann …
Müller … will ich guten Fußball sehen – egal wer
gewinnt.
Nach dem Duschen gehen ich am liebsten …
Müller … zuhause auf das Sofa :)
Regen, 5 Grad und alles trist – ich bin trotzdem
motiviert, weil …
Müller ... ich der festen Überzeugung bin, das
wenn spiele ohne Schiedsrichter durchgeführt werden
sollten (auch bei so einem wetter), es nicht klappen
würde.
Bild oben. Einen haben wir noch: Frank Müller mit seinen Kumpels Jürgen Leipe (li.) und Falko Meyer.
Wer findet Frank Müller auf diesem einmaligen Bild? Am 19. Oktober 2013 ging es mit fast 50 Ehrenamtlichen nach
Bremen, der Gellerser Schiedsrichter war natürlich mit am Start. Kleiner Tipp: wer suchet, der findet!
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Interview • Dropkick 22/2014
Dropkick 22/2014 • Interview
>> Tim Soetebeer (FC Dynamo Lüneburg)
Ein gutes Stück Inventar
Folgendes Telefonat werden wir so schnell nicht vergessen. Gegen 10 Uhr klingelte bei
uns das Telefon, am anderen Ende war Jens Nieman, Vorsitzender des FC Dynamo
Lüneburg, dran. Es entwickelte sich ein Dialog, der Niemann die Augen öffnete.
Niemann: „Wir haben xxx als Neuzugang, mit ihm ein Foto gemacht, würdest du das bitte
auf luenesport.de stellen?“
Ich : „Nein, das werde ich nicht machen.“
Niemann: „Äh, warum das denn nicht?“
Ich: „Weil dieser Spieler in den letzten drei Jahren 5-mal den Verein gewechselt hat. Und
immer wieder bekomme ich ein Bild von ihm, auf dem er ein Trikot hoch hält - ich kann
es nicht mehr ertragen. Wir wollen sollen Typen keine Plattform mehr bieten.“
Großes Schweigen am anderen Ende. Dann die zögerliche Antwort: „Okay, kann ich
verstehen...“
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Der FC Dynamo Lüneburg 2014/2015. Tim Soetebeer ist wieder mit am Start. Er steht in der oberen Reihe als Vierter
von rechts. Ja, dieser Mann hat schon einiges bei seinem Kllub erlebt - auch wenn er erst 23 Jahre jung ist.
Ich: „Jens, sag einmal, ihr habt doch so einen langen Libero, wie heißt der noch mal?“ dfer Name war uns natürlich bekannt.
Niemann: „Das ist unser Tim Soetebeer.“
Ich: „Und, was für ein Typ ist er so?“
Niemann: „Ein absoluter Topspieler, auf ihn ist immer Verlass. Er ist ja schon seit unserer
Gründung dabei. Solche Typen findet man nur noch selten.“
Ich: „Komisch, über dieses Mann habe ich noch nie etwas geschrieben! Sende mir doch
mal ein Foto mit ihm, am besten mit Trikot - das lohnt sich doch, oder?
Niemann: „Volker, jetzt verstehe ich dich - und du hast völlig Recht!“
Okay, es hat ein wenig länger gedauert, aber nun ist Tim Soetebeer dran - er hat es sich
verdient!“
47
SIMPLY CLEVER
SIMPLY CLEVER
Interview • Dropkick 22/2014
Tim, hast du neben dem FC Dynamo noch einen
anderen Lieblingsverein?
Soetebeer In meiner Jugend war ich eingefleischter Dortmund-Fan, mittlerweile würde ich mich eher
als Sympathisant vom BVB und vom HSV bezeichnen
(wobei letzteres momentan bekanntlich nicht allzu
Freude bereitet).
Wo hast du in der Jugend gekickt – und warum?
Soetebeer Begonnen habe ich meine „Karriere“
in der Pampersliga beim Ochtmisser SV, weil ich dort
aufgewachsen bin und der Sportplatz um die Ecke
lag. In der D-Jugend wechselte ich dann zum Lüneburger SK, wo ich insgesamt gute 2 Jahre spielte.
Da dort der Leistungsdruck aber doch ein anderer
war und ich zu der Zeit auch auf das Gymnasium
wechselte, entschied ich mich letztlich dann doch für
eine Rückkehr zurück nach Ochtmissen, wo ich bis
zu meinem Wechsel zum FC Dynamo blieb. Natürlich
fühle ich mich mit dem OSV noch immer verbunden
und verfolge daher auch weiter deren Entwicklung.
FC Dynamo Lüneburg – wie sehr hängt dein Herz
daran?
Soetebeer Da ich seit der Gründung des Vereins
dabei bin, liegt mir der FC Dynamo schon sehr am
Herzen - vor allem, weil ich die komplette Entwicklung
des Vereins mit seinen Höhen und Tiefen miterlebt
habe. Es hat mit Sicherheit kaum jemand vor 5 Jahren
und nach unserem eher holprigen Start geglaubt,
dass wir heute noch immer bestehen und das macht
einen schon etwas stolz.
Du bist Dualer Master-Student (Wirtschaftsinformatik). Wie ist es, wenn man durch das Studium nicht
immer dabei sein kann?
Soetebeer Ein wenig ätzend ist es schon, wenn
man zeitweise Monate lang nicht trainieren kann und
dann nur mal für ein Wochenende wieder hier in Lüneburg ist. Umso schöner für mich war es aber, dass ich
trotzdem immer mit offenen Armen wieder empfangen
wurde und meistens auch von Anfang spielen durfte.
Ich habe während meines Studiums in Stuttgart versucht, mich so gut es ging durch Joggen fit zu halten,
aber die Belastung beim Fußball ist dann doch eine
ganz andere, was mir regelmäßig der Muskelkater am
Tag danach verdeutlicht hat.
STARTKLAR:
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IHR NEUER
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STADTFLITZER.
STADTFLITZER.
Vorige Saison konntet ihr in der Relegation noch
den Abstieg in die 2. Kreisklasse verhindern. Wie sind
deine Erinnerungen an das Match gegen Artlenburg?
Soetebeer Das war auf jeden Fall ein Highlight vor
einer tollen Kulisse, es hat aber auch einige Nerven
gekostet. Unvergesslich bleibt für mich persönlich
aber vor allem die Wunde an meiner Hüfte, von der
ich als Folge meiner vielen Grätschen noch 2 Wochen
später etwas hatte (die glorreiche Idee meiner Freundin, Wundspray auf die offene Wunde zu sprühen, hat
das Ganze nicht besser gemacht).
Die Anfänge beim FC Dynamo Lüneburg. Tim Soetebeer steht in der oberen Reihe.
Abbildung zeigt Sonderausstattung
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Interview • Dropkick 22/2014
Dropkick 22/2014 • Interview
ser auch nicht dazu, dass der Schiri die Entscheidung
zurücknimmt.
3 Grad, Schneeregen – wie motiviert bist du?
Soetebeer Meine Motivation hängt eigentlich gar
nicht vom Wetter ab, häufig hab ich bei Regen sogar
mehr Bock, weil dann die Grätschen effektiver sind.
Bei gefrorenem Boden sieht das natürlich anders aus,
dafür tut die warme Dusche danach besonders gut.
Tja, so wie es aussieht,
hat Tim Soetebeer
auch andere Hobbys
als Fußball. Nein, wir
meinen nicht das isotonische Kaltgetränk
aus Irland, natürlich
seinen Bart. Man
konnte dem Wachstum sogar zuschauen,
denn Soetebeer stellte davon ein Video ins
Netz. Wer ein wenig
sucht, der wierd dieses bestimmt finden.
Das schönste Erlebnis in der Kabine?
Soetebeer Da gab es doch einige - die Feier zum
Aufstieg in die 1. Kreisklasse, die Nichtabstiegsfeier
nach dem Relegationsspiel gegen Artlenburg und natürlich die Stimmung nach unserem ersten Spiel in der
1. Kreisklasse gegen den SV Barnstedt, welches wir
beim Stand von 0:3 in der 87. Minute noch zu einem
4:3 drehen konnten.
Wie würdest du dein Team un die Mitspieler beschreiben - und was muss man mitbringen, um bei
euch dabei zu sein?
Soetebeer Bei uns ist im Grunde jeder herzlich
willkommen, der Spaß am Fußball und Lust auf ein
junges, dynamisches Team mit einem tollen Zusammenhalt hat. Bei uns kommt der Spaß nie zu kurz und
auch neben dem Platz ist immer etwas los.
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Kabinenansprache – hörst du wirklich zu?
Soetebeer Ich versuche eigentlich schon, richtig
zuzuhören, weil mir die Kabinenansprache grundsätzlich dabei hilft, mich auf das Spiel einzustellen und
mich zu konzentrieren. Je nach mentaler Tagesform
gelingt mir das mal mehr, mal weniger.
Und bei welchem Satzanfang drehen sich die
Orhen nach unten?
Soetebeer „Die sind hier heute auf keinen Fall
besser als wir!“ - so ein Spruch in der Halbzeitansprache regt mich auf, wenn mal wieder vergessen wurde,
die rosarote Brille abzusetzen.
Gibt es noch einen Satz, bei dem deine Augen
richtig rollen?
Soetebeer „Eng stehen und den Ball laufen lassen.“ Gehört zu den Standardsprüchen, die man sich
jeden Sonntag zu Gemüte führen muss und bei denen
man unterbewusst gerne mal auf Durchzug stellt.
Wie hart ist die 1. Kreisklasse?
Soetebeer Es geht in der Klasse schon sehr viel
über Kampf und man gewinnt ein Spiel nicht, wenn
man nicht zu 100 Prozent bei der Sache ist. Aber das
macht meiner Meinung nach auch den Reiz aus, denn
immerhin bin ich selbst kein Filigrantechniker und
kann meine Leistung auch nur abrufen, wenn ich mich
voll reinhänge.
5:0-Sieg – was geht an diesem Abend noch ab?
Soetebeer Zunächst wird der Sieg mit dem ein
oder anderen isotonischen Kaltgetränk in der Kabine
gefeiert, die Tore werden im Team nochmal ausführlich
rekonstruiert und anschließend freut man sich umso
mehr auf den Nachbericht bei luenesport.de!
Seit einiger Zeit immer nur Abstiegskampf – ödet
das auch mal an?
Soetebeer Natürlich ödet das an - besonders,
wenn man dann wichtige Punkte gegen den Abstieg
unnötig liegen lässt und es dadurch zum Ende hin
nochmal richtig knapp wird. Aber trotzdem gehört
auch das zum Fußball dazu und umso mehr freut man
sich, wenn man mal als Außenseiter überraschend
punkten kann.
Was kannst du beim Fußball nicht ertragen?
Soetebeer Ständiges Gemecker mit dem
Schiedsrichter - egal ob vom Gegner oder von
Mitspielern. Natürlich ist man nicht mit jeder Entscheidung zufrieden und auch ich rege mich manchmal
auf, aber gepfiffen ist letztlich gepfiffen (5 Euro in das
Phrasenschwein) und da führt dauerhaftes Rumgemo-
Der FC Dynamo Lüneburg in der Saison 2009/2010 - natürlich steht Tim Soetebeer wieder in der oberen Reihe.
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Interview • Dropkick 22/2014
Dropkick 22/2014 • Interview
Manchmal sagen Bilder einfach alles aus! Ein absolut geniales
Bild, das einen Ehrenplatz verdient hat!
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Rubriktitel • Dropkick 19/2014
Es steht 1:1,wir schreiben die 92. Minute, Elfmeter
für den FC Dynamo Lüneburg – schießt du?
Soetebeer Früher habe ich jeden Elfmeter
geschossen, aber nachdem ich ein einziges Mal verschossen habe, habe ich das Amt verantwortungsvoll
weitergegeben. Daher eher Nein!
Schnell die Augen zu und nachdenken: Was war
dein schönstes Tor?
Soetebeer In der Jugend ist mir mal der Ball bei
einer Flanke unglücklich über den linken Fuß gerutscht
- ich hab mich schon verärgert weggedreht und mich
bei meinem Mitspieler in der Mitte entschuldigt, da
fiel der Ball plötzlich hinter dem gegnerischen Torwart
herunter und landete genau im Lattenkreuz.
Tim Soetebeer als Froschkönig. Müssen wir uns wirklich
keine Sorgen machen?
Dropkick 19/2014 • Rubriktitel
Wie würdest du als Trainer mit dem Spieler Tim
Soetebeer umgehen?
Soetebeer Ich würde ihn viel mit dem Ball machen
lassen, weil dieser Tim Soetebeer bekanntlich ein
wenig zur Grobmotorik tendiert. Eventuell würde ich
noch seinen Außenrist trainieren, weil er der lächerlichen Meinung ist, man könne diesen als gefährliche
Geheimwaffe einsetzen.
Welchen Spitznamen hat man dir verpasst – und
warum?
Soetebeer High Tower - auf den Grund muss ich
wohl nicht weiter eingehen.
High Tower, das hört sich nach 100 Prozent
gewonnenen Kopfballduellen an. Dazu ein starker
rechter Fuß - wozu hast du deinen linken Schlappen?
Soetebeer In der Jugend war ich sogar reiner
Linksfuß! Mit der Zeit bin mich dann komischerweise
beidfüßig geworden, wobei ich mittlerweile beide Füße
ein bisschen beherrsche - dafür aber keinen so richtig.
Was geht in der Freizeit ab?
Soetebeer Eigentlich wenig Außergewöhnliches:
Neben der Arbeit und dem Fußball unternehme ich
etwas mit Freunden oder meiner Freundin, gehe
gerne mal feiern, bin häufig draußen unterwegs, aber
verbringe auch sehr gerne mal entspannte Abende
auf dem Sofa.
Nun aber mal ganz ehrlich: Grüner Salat oder doch
lieber einen Döner?
Soetebeer Auf jeden Fall Döner! Einen Salat gibt‘s
bei mir auch mal, aber nur, wenn er entsprechend
(z.B. durch Fleisch) verfeinert wurde. Ich esse einfach
viel zu gerne, als dass ich mich da irgendwie einschränken würde.
Was musst du uns noch mitteilen, worauf die Fußballwelt gewartet hat?
Soetebeer Nach 3 Jahren in Stuttgart wohne
ich nun wieder in der schönsten Stadt der Welt und
hoffe, dass ich neben meinem Studium künftig wieder
genügend Zeit für den Fußball finden werde.
*
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Eine kleine Zeitreise
Zeitreise • Dropkick 22/2014
Zeitreise • Dropkick 22/2014
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Und noch drei Weisheiten von David Keese (TuS Barendorf):
Fußballer
erklären die
Welt
David Keese (TuS Barendorf) sucht
einen Betreuer für die 1. Herren:„ Wer
also Bock hat sich regelmäßig zum
Horst zu machen, wenn er offene
Wunden mit Eisspray behandelt, sich
von teils noch pubertären Erwachsenen
sagen zu lassen wie ekelig die Brausetabletten wieder schmecken, kann sich
gerne bei mir melden. Als Gehalt gibt
es nach jedem Spiel ein Bier und eine
Bratwurst. Und meinen Respekt.“
Thore Lohmann (TSV Gellersen) auf die
Frage, was ihm an der 3. Herren des
Vereins am besten gefallen hat: „Der
Biss von Coach Kalle Habenicht. Er
hat es tatsächlich geschafft, immer ein
Team auf den Platz zu bringen – wie
auch immer.“
Thomas Baumgarten (ehemals TuS
Brietlingen): „Vor dem Spiel wollten wir
den 8-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsplätze behaupten, das haben wir
geschafft. Dazu haben wir zum 2-mal
hintereinander kein Gegentor bekommen und es hat bei dem Sturm auch
nicht geregnet. Das waren dann die
positiven Dinge. Wenn ich mir nur die
Leistung beider Mannschaft aber ansehe, dann wäre es auch okay gewesen,
wenn keine Mannschaft einen Punkt
bekommen hätte...“
Frank Kathmann (Wendisch Evern)
weiß, wie man Passgenauigkeit herstellt: „Der eine oder andere Ball landete schon auf dem Platz von unseren
Bogenschützen, aber das ist wie bei
einem Auto: Neue Reifen drauf, da
muss vielleicht auch mal die Achse neu
vermessen werden. Und das haben wir
in der ersten Halbzeit getan dann lief es
auch schon sehr viel besser.“
Zu den Offensivqualitäten seines Teams:
„Mit Hoyah, Thiel und Otte haben wir
vorne natürlich eine Menge Qualität.
Leider ist einer davon verletzt, der andere
auf dem Fitnesslevel von Reiner Calmund
und der Dritte hat gerade eine krumme
Mauke. Wer davon jetzt wer ist, kann
jeder selbst ausknobeln.“
Auf die Frage, was in der Saison nicht wie
gewünscht lief: „Trikots auf links drehen
und Stutzen entwurschteln scheint nach
wie vor für den einen oder anderen eine
unlösbare Aufgabe zu sein. Da musste
ich unserem Betreuer Andre Wulf schon
etliche Buddeln Vitamalz ausgeben, um
das wieder gerade zu rücken.“
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„Da werden Meinungsumfragen auf Facebook gestartet und in den Vorberichten
heißt es dann nur noch „Oh guck mal, die
feinen Herren aus Barendorf, die denken
jawohl Sie sind die allergrößten!“ Da bekomm ich so eine Krawatte, wenn ich das
alles lese. Keiner von uns spricht vom
Meistertitel oder wie grad neulich gelesen vom „Double“. Das einzige, wovon
wir eventuell träumen, sind jede Menge
Doublecheesburger oder Doublekorn,
das war´s dann aber auch schon.“
Abpfiff
Dropkick 20/2014
Köpfe, nichts als Köpfe - ja, es sind absichtlich alte Fotos!
Vorschau
In der nächsten Ausgabe,
Anfang November zu sehen
und zu lesen:
Alexander Perschel
Lina Behne
Helmut Helmcke
Sven Jenßen
Herausgeber
Volker Mai
Verlag und Redaktion
So schön kann eine Kabine
sein, aber es gibt auch
andere Exemplare - wir
bieten die Fotos dazu.
Marit Kunschke
Impressum
Luenesport.de
Igelweg 6 a, 21360 Vögelsen
E-Mail: info@luenesport.de
Tel.: 04131 / 6 20 85
Chefredaktion
Volker Mai
info@luenesport.de
Redaktion
Markus Wolansky
Daniel Meyer
Florian Müller
Grundpflege
Behandlungspflege
Hilfe im Haushalt
Vermittlung
Individuelle Leistungen
Beratung rund um die Pflege
Philipp Abels
Björn Hesse
Hendrik Stein
Hannes Schmidt
Franziska Meyer
Gestaltung
luenesport.de
Anzeigenvertrieb
Volker Mai, Markus Wolansky
info@luenesport.de
Hardy Schlosser
Mark Bundt
Florian Zich
Oliver Wehrt
Lektorat
Dieser Mann hat einiges
zu erzählen - wir sind
gespannt, was da von ihm
kommen wird!
Verdammt lang her, aber
Marco Höhne wird aus
dem LSK-Nähkästchen
plaudern.
Damaris Bulitz
Jens Gläser
Florian Münch
Olaf Kruse
Michael Kalb
Hier lacht Vincent Lorenzen noch in die Kamera.
Mal sehen, wie er sich
nach unserem Interview
fühlt.
Fotos
Volker Mai, Daniel Meyer,
wAnzeigenpreise
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr.1/2010
vom 1. April 2010
Bezugsbedingungen
Dropkick erscheint alle zwei Monate
kostenlos online. Sämtliche Texte und
Bilder sind urheberechtlich geschützt.
Nachdruck, auch auszugsweise, nur
mit schriftlicher Genehmigung von
luenesport.de. Unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos können
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Seele and Geist
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