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Ein Abend wie in Hollywood - Stiftung Burg Ravensberg

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Lokales Borgholzhausen
haller Kreisblatt nr. 23, montag, 28. Januar 2013
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TERMINE - Heute
0 bis 24 Uhr: Die Hospizgruppe ist zu erreichen unter
` (01 51) 17 77 76 39 Anrufbeantworter
14 Uhr: Nordic Walking für
Menschen ab 50 Jahren,
Treffpunkt Heimathaus
16 bis 17 Uhr: Offene Beratung und Wegweiser bei finanziellen Fragen, Familienzentrum im Bürgerhaus
16 bis 17.30 Uhr: Treffen der
Kindergruppe,
Jugendzentrum Kampgarten
16 bis 17.30 Uhr: JUZ Mobil,
Spielplatz Barnhausen
18 bis 21 Uhr: Offenes Angebot für Jugendliche ab zwölf
Jahren,
Jugendzentrum
Kampgarten
Öffnungszeiten
8 bis 12.30 Uhr: Ausstellung
mit Werken von Dr. Jürgen
Jesse, Rathaus
8 bis 12.30 Uhr: Rathaus
8 bis 16.30 Uhr: Recyclinghof,
Barenbergweg 47 a
8 bis 16.30 Uhr: Entsorgungspunkt in Halle-Künsebeck
13.15 bis 14 Uhr: Bücherei für
Kinder-, Jugend- und Sachliteratur, PAB-Gesamtschule
Feuerwehr
rückt aus
¥ Borgholzhausen (fja). Um
13.22 Uhr rückte gestern die
Feuerwehr mit drei Fahrzeugen
aus. Ein Zimmerbrand an der
Osnabrücker Straße war gemeldet worden. Vor Ort war dann
aber alles nur halb so schlimm.
Aufgrund starker Rauchentwicklung eines Geschirrspülers
hatten die Bewohner die Feuerwehr alarmiert. „Wir haben die
Stromzufuhr unterbrochen, das
Gerät aus der Küche entfernt
und die Räume durchgelüftet“,
berichtet
Stadtbrandmeister
Udo Huchtmann.
Wenn Nonnen den Lambada tanzen: Mit ihrem Auftritt heizten die Frauen Strahlende Gewinner, frohe Gratulanten: Henrike Fuest, Thomas Grethe, Voller Gefühl: Lena Hermann (rechts) schlüpfte in die Rolle von Helene Fider Kameraden den Besuchern gehörig ein.
Bruno Strothmann, Stefan Schlüter, Barbara Chromik und Thomas Bäcker. scher, sang für und von ihrem Herzens-König (Niklas Löffeld).
Ein Abend wie in Hollywood
350 Besucher genießen beim Winterball des Löschzugs Bahnhof im Haus Hagemeyer ausgelassenes Tanzen und ein kurzweiliges Showprogramm
von alexander heim
¥ Borgholzhausen. Es gibt so
Tage, da gelingt einem einfach
alles. Da kann kein Wölkchen
den blauen Himmel trüben.
Mit »An Tagen wie diesen« haben die Toten Hosen das Motto zur Musik gemacht. Und der
Löschzug Bahnhof der Freiwilligen Feuerwehr nun diese Musik zum Motto seines Winterballs. 350 Gäste folgten der
Einladung zu einem unvergesslichen Abend. Und begegneten
dabei am Samstag zugleich
Stars wie Barbie, Helene Fischer, der Kelly Family und
Michael Jackson.
Wie er seine Leidenschaft für
Michael Jackson entdeckt habe?
Da muss Fabian Heidecke nicht
lange überlegen. „Meine Eltern
haben früher ab und zu die Musik gehört“, erinnert er sich. Für
ihn selbst war das Begräbnis des
King of Pop ein einschneidendes
Ereignis. „Ich hab mir dann angeschaut, wie er tanzt. Das fand
ich ganz gut. Ich habs selbst ausprobiert. Und bin irgendwann
das erste Mal aufgetreten.“ Erst
im Kreis der Familie. Inzwischen
aber auch – als MJ Dancer – vor
größerem Publikum. „Die Premiere“, verrät der 16-jährige
Gymnasiast, „war beim Spaßund Informationstag in Steinhagen im Mai.“ Nun ließ er mit »Billy Jean« und »Thriller« die Gäste
im Saal gleich zwei Mal in gekonnt dargebotenen Reminiszenzen schwelgen.
Zuvor hatte Löschzugführer
Stefan Schlüter selbige begrüßt,
unter anderem die Ehrengäste,
Bürgermeister Klemens Keller
sowie Stadtbrandinspektor Udo
Huchtmann.
Abordnungen
zahlreicher befreundeter Wehren und Vereine komplettierten
die Gästeliste.
»I’m a Barbie-Girl«: Ann-Christin Bäcker und Thomas Grethe erinnerten beim Winterball des Löschzuges Bahnhof der Freiwilligen Feuerwehr im großen
Fotos: a. heim
Saal des Hauses Hagemeyer-Singenstroth an die seit immerhin schon 52 Jahre währende Liebesbeziehung zwischen Barbie und Ken.
Es war ein flottes Programm,
das die 20 Aktiven des Löschzuges da für ihren Winterball einstudiert hatten. Und bei dem
Thomas Bäcker, Thomas Grethe
und Ulli Koch vom Fleck weg unter Beweis stellten, dass echte
Kameraden jederzeit einsatzbe-
reit sind. Selbst, wenn das eigene
Gerätehaus im Saal qualmt. Und
dabei wurde augenzwinkernd
deutlich, dass bei einem Einsatz
auch mehr als einmal gelöscht
wird.
Dass ein Einsatz – vor allem,
wenn er nachts den Aktiven for-
dert – nicht immer nur auf Verständnis stößt, nahmen Niklas
Löffeld und Vincent Gustke aufs
Korn.
Dafür durfte sich Niklas Löffeld wenig später wie ein wahrer
König fühlen, der von Helene Fischer (alias Lena Hermann) mit
ihrem Hit »König der Herzen« so
richtig angehimmelt wurde.
Einer wahren tänzerischen
Herausforderung stellten sich
Christian Schacht, Vincent
Gustke, Kevin Grethe, Robert
Koch und Niklas Löffeld beim
»Strumpfhosentanz«.
Ein buntes und fröhliches Bild
boten die Darsteller beim »Pata
Pata«, dass von Groß und Klein
perfekt choreografisch einstudiert worden war.
Großer Höhepunkt des
Abends war aber ohne Frage der
Einzug der Nonnen. Sie brillierten
in
bester
»Sister
Act«-Marnier. Und ließen bei »I
will follow you« am Ende sogar
die Hüllen fallen. Da gabs im Saal
kein Halten mehr.
Mehr als einmal wurden ohnehin im Verlauf des Abends Zugabe-Rufe laut. Und Wunderkerzen flammten auf, als mit »An
Angel« das große Finale eingeläutet wurde. Tino Ludwig führte nicht nur als Moderator durch
den Showteil des Programms. Er
griff im weiteren Verlauf des
Abends auch zu Gitarre und Mikrofon, stand als einer der drei
Musiker von »Black Out« auf der
Bühne. Die Bielefelder waren –
ganz im Gegensatz zum Namen –
äußerst präsent, lockten die Gäste im großen Saal mit den Hits
von Marianne Rosenberg oder
Harpo ebenso auf die Tanzfläche
wie mit aktuellen Chartstürmern
und Ohrwürmern.
Spannend wurde es dann
noch einmal gegen 23 Uhr, als
aus der großen Lostrommel, in
der sich alle Eintrittskartennummern befanden, die drei
Hauptgewinne des Abends gezogen wurden. Eine Wochenendreise für zwei Personen mit der
Firma Leeker gewann der Piumer Bruno Strothmann. Über
einen Gutschein für den Bike
Parc in Dissen durfte sich die Hilteranerin Barbara Chromik freuen. Und den dritten Preis – eine
nigelnagelneue Sackkarre –
nahm Henrike Fuest aus Halle
mit nach Hause. Mehr als 250
weitere Sachpreise warteten zudem in der Tombola auf ihre
Gewinner.
Aus dem Nähkästchen geplaudert
Besonderer Geschichten-Abend auf der Burg mit Schauspieler Benjamin Armbruster
¥ Borgholzhausen (nils). Mit
einem doppelten Leckerbissen
lockte am vergangenen Samstag das Piumer Burgrestaurant
in Zusammenarbeit mit der
Stiftung der Burg Ravensberg
rund 30 Gäste in die Wirtsstube auf der Burg. Zum einen bot
die Küche dort typisch westfälische Köstlichkeiten an, zum
anderen gab der nahe der Burg
lebende Schauspieler Benjamin
Armbruster
einen
Schwank aus seiner hauseigenen Bibliothek zum Besten.
Nochmal mit Volldampf durch die weiße Pracht
¥ Borgholzhausen (Felix).
Wohnbebauung? Geschäftszeile? Worüber sich Erwachsene
zuweilen die Köpfe heißreden,
lässt den Nachwuchs mit Einsetzen des Schneefalles mächtig
kalt. Der nämlich hatte sich
über Nacht das Piumer Schlitten- und Rodelgebiet zurückerobert. Ganze Schulklassen
haben bereits Ausflüge auf den
Hardenberg
unternommen,
um die weiße Pracht auch ausgiebig zu genießen. Da wird Unterricht flugs zum Lokaltermin.
Die Nachmittage – sie waren
den Freunden und Familien
vorbehalten. Michelle, Alexander und Simon Paasche (Foto)
haben sich am Samstagnachmittag mit ihren Schlitten auf
den Weg gemacht, gut eine
Stunde lang die Abfahrten den
Hang herunter genossen. Wie
die Schneeverhältnisse sind? Da
kann Alexander (10) nur den
Daumen heben: „Sehr gut“,
strahlt er. Und auch seine kleine
Schwester Melissa war von den
rasanten Fahrten schwer begeistert. Weise war, wer in den letzten Tagen die Kufen gut eingefahren und das Wetter ausgiebig genutzt hat. Denn ab dieser
Woche, so der Wetterbericht,
Foto: a. heim
soll’s tauen.
„Unterhaltsam und lehrreich“ beschrieb Benjamin
Armbruster die Auswahl der
Lektüren, die er an diesem gemütlichen Abend mit auf die
Burg gebracht hatte. Rund 30
Gäste hatten den eisigen Aufstieg
zur Burg hinter sich gebracht.
Und während sie noch mit einem aufwärmenden Getränk beschäftigt waren, traf Armbruster
letzte Vorbereitungen vor dem
Auftritt. „Ich habe genügend
Texte für die ganze Nacht“,
merkte er schmunzelnd an.
Die
Anmoderation
des
Schauspielers übernahm im
Namen der Stiftung Burgbiologe
Armin Bauer. Mit einem „Appell
für das Vorlesen“, begrüßte er
seine Gäste und legte ihnen nahe, das Geschichten-Vorlesen
nicht zu vernachlässigen. Dann
aber übergab er Benjamin Armbruster das Wort.
„Kennen Sie die Geschichte
vom heiligen Jakob?“, fragte dieser zuerst in die Runde. In einer
sternenklaren Nacht in der
Wildnis sei Jakob aufgewacht
und habe seinen Schüler gefragt,
was dieser sehe. „Die Sterne“,
antwortete der Schüler. „Und
was sagt dir das?“, fragte Jakob,
woraufhin sein Schützling ihm
die Bedeutung von Himmel und
Erde, dem Schöpfer und der
Schöpfung erklärte. „Mir sagt
das, dass uns jemand das Zelt geklaut hat“, antwortete Jakob.
„Manchmal ist alles eben doch
viel einfacher als es scheint“, zog
der Referent die Moral aus der
Geschichte. Und setzte den
Abend mit zahlreichen Geschichten ähnlich unterhaltsam
und belehrend fort.
Dabei zitierte der Borgholzhausener nicht nur aus seiner
Bibliothek, sondern plauderte
ebenso aus seinem Nähkästchen,
in dem immerhin mehr als 30
Jahre Schauspielerfahrung stecken. So wurde er beispielsweise
schon von Harpe Kerkeling
gelinkt, hat die Zahnprothese
seines Schauspielkollegen fliegen
sehen und ein wild gewordenes
Pferd auf der Bühne erlebt. „Da
musste mein Kollege meinen
Text mitsprechen, ich konnte
nicht mehr vor Lachen“, so
Armbruster.
Ähnlich ging es dann auch
seinen Gästen, als schließlich das
Essen serviert wurde. Zu den literarischen Leckerbissen Armbrusters servierte die Burgküche
Grünkohl mit Mettwurst und
Bratkartoffeln. Genau die richtiDer Vorleser: Benjamin Armbruster präsentierte am Samstagabend eine ge Stärkung für den Abstieg ins
Auswahl von Texten und Anekdoten.
Foto: N. Bentlage Tal.
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Seele and Geist
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