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Festwochenende: Genießen wie Gott in Frankreich

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SIGMARINGEN
Mittwoch, 10. August 2011
Zitat des Tages
„Die St.-MauritiusSchule liegt auf
Platz eins im
Regierungsbezirk“,
sagt Pfarrer Lawrence Katamba
über die Leistungen der Schüler
in Uganda, die von Stetten
a.k.M. aus unterstützt werden.
Festwochenende:
Genießen wie Gott
in Frankreich
Zum zweiten französischen Markt
kommen zahlreiche Händler
Von Ute Korn-Amann
Die Karlstraße ist
heute gesperrt
SIGMARINGEN (sz) - Die Karlstraße
ist wegen der Aufstellung eines
Krans heute ganztägig gesperrt. Aus
diesem Grund muss die Stadtbus-Linie 7 wie auch die Linien 103 und 104
an diesem Tag entfallen (Karlstraße,
Hedingen und Realschule werden
nicht angefahren). Die Umleitungsstrecke verläuft über den Leopoldplatz, die Josefinenstraße sowie die
Hedinger Straße und umgekehrt.
Unachtsamkeit
kostet 11 000 Euro
SIGMARINGEN (sz) - Zu einem Ver-
kehrsunfall ist es am Montag, gegen
20 Uhr gekommen, als auf der Mühlbergstraße ein Autofahrer den Fahrstreifen wechselte. Ein 39-Jähriger
fuhr mit seinem Kleinwagen stadtauswärts. Auf Höhe der beiden Tankstellen wechselte er vom rechten auf
den linken Fahrstreifen. Dabei übersah er das Fahrzeug einer 25-Jährigen, die sich bereits links befand. Es
kam zur Kollision zwischen den beiden. Da die 25-Jährige über Kopfschmerzen klagte, wurde ein Rettungswagen hinzugezogen. Der
Sachschaden liegt bei 11 000 Euro.
Kurz notiert
●
Büro ist geschlossen
SIGMARINGEN (sz) - Auch die
Turner machen Urlaub. Daher ist
das Büro des TB Sigmaringen bzw.
die Geschäftsstelle von Donnerstag,
18. August, bis Montag, 12. September, geschlossen.
So erreichen Sie uns
Redaktion 07571/728-231
Fax 07561/809-730
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Aboservice 0180-200 800 1
Anschrift Antonstraße 18,
72488 Sigmaringen
» schwäbische.de
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SIGMARINGEN - „Die Stimmung am
Fuße des Schlosses ist einfach schön
und hat eine hohe Attraktivität. Das
gefiel letztes Jahr auch den Händlern“, erzählt Jonathan Schuler, der
aus dem Elsass stammt und mit seiner Frau Silvia in Ablach wohnt. Im
vergangenen Jahr organisierte das
Paar zum ersten Mal das französische Fest auf dem Sigmaringer
Marktplatz und am kommenden Wochenende gibt es nun die zweite Auflage.
„Es ist ein Fest für alle Franzosen,
die hier leben und sich untereinander vielleicht gar nicht kennen, aber
natürlich soll es auch ein Fest für alle
sein“, sagt Schuler, den man als unermüdlichen Flammkuchenbäcker
von der Eisbahn her kennt. Zehn
Händler aus Frankreich haben zugesagt, ihre Waren in Sigmaringen vorzustellen. „Die meisten Händler
kommen aus dem Elsass. Ein Händler kommt aus Burgund, der Bisquits
und eigene Marmelade verkauft und
aus Paris kommt ein Händler mit verschiedenen Dekorationsartikeln“,
sagt Schuler.
Jede Menge Gelegenheit zum Probieren und Kosten haben die Festbesucher auch dieses Jahr wieder. So
gibt es zum Beispiel französische Käse- und Wurstspezialitäten sowie
Pasteten, Oliven, Brote, Konfitüren,
Honig und bretonisches Gebäck. Na-
türlich gibt es warme Speisen wie
Crêpes, Flammkuchen und Merguez,
dazu gibt es Champagner und edle
Weine. Geflochtene Körbe und Modeschmuck gehören ebenfalls zum
Sortiment.
„Und es gibt bei uns am Stand die
Sommerversion des Glühbiers“, sagt
Schuler und verrät, dass es eisgekühltes Kirsch- sowie Himbeer- und
Pfirsichbier geben wird. Wer sich
nicht für die französische Küche erwärmen kann, hat die Möglichkeit eine Grillwurst und Bier von regionalen Brauereien zu genießen.
Auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus gibt es genügend überdachte Sitzmöglichkeiten. „Wenn
Gott will, gibt es auch Sonne“, sagt
Schuler, der für das französische Fest
auch Unterstützung durch die Stadtverwaltung bekam. Zum Fest gibt es
an allen drei Tagen auch ein Rahmenprogramm. Der Chansonnier
Markus und die Gruppe „Profil Jazz“
werden am Freitag nach der Markteröffnung ab 17 Uhr die Gäste unterhalten.
Am Samstag beginnt der Markt
um 8 Uhr und ab 14 Uhr gibt es wieder Live-Auftritte der französischen
Künstler. An diesen beiden Tagen endet das Fest gegen 23 Uhr. Am Sonntag ist der Markt von 11.30 Uhr bis 20
Uhr geöffnet. Der Eintritt zum Französischen Fest ist an allen Tagen frei.
Der Wochenmarkt wird am Samstag
daher auf den Leopoldplatz verlegt.
Leckere Crêpes gibt es wieder auf dem Markt.
FOTO: VERA ROMEU
Christian Heckel gewinnt
eine Saisonkarte
Oberleutnant Franziska Hagen
hat die Lizenz zum Jagen
Stadtfestpreisrätsel der DLRG dreht sich unter
anderem um das Zwölf-Stundenschwimmen
„Man wächst mit seinen Aufgaben“, sagt die 26-Jährige
SIGMARINGEN (sz) - Auch in diesem
Jahr hat die DLRG-Ortsgruppe Sigmaringen wieder ein Stadtfestpreisrätsel angeboten, für das am Ende
über 20 richtige Einsendungen zu
verzeichnen waren.
Es galt Fragen zum Stadtfest und
zum seinerzeit kurz bevorstehenden
DLRG Zwölf-Stundenschwimmen
für einen guten Zweck zu beantworten.
Preisträger beim Rätsel
Den ersten Preis, eine Freibadsaisonkarte für das kommende Jahr hat
Christian Heckel aus Sigmaringen
gewonnen.
Weitere Sachpreise gehen in diesem Jahr an Carmen Gluitz aus Sigmaringen, Antje Schärer aus Sigmaringen, Michael Elgass aus Mengen,
Melanie Hirlinger aus Sigmaringen
und Hildegard Huthmacher aus Sigmaringen.
Den Gewinnern spricht die DLRG
einen herzlichen Glückwunsch aus.
Die glücklichen Gewinner werden in
den nächsten Tagen benachrichtigt
und erhalten dann ihre Preise ausgehändigt.
Von Verena Kopp
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MESSSTETTEN - Dass ein Studium
bei der Bundeswehr möglich ist, davon hatte Franziska Hagen schon
einmal gehört. Trotzdem beginnt sie
nach dem Abitur zunächst ein BAStudium, wird aber damit auf Dauer
nicht glücklich und bricht es ab. Heute ist sie studierte Pädagogin und als
Air Controller leitet sie per Funk
Jagdflugzeuge.
„Ich wollte nicht tagelang im Büro
sitzen, ich wollte mich bewegen“,
sagt die rothaarige junge Frau.
Schnell entscheidet sie sich für ein
Sportstudium. Bei der Suche nach
der geeigneten Uni stolpert sie über
die Bundeswehruniversität in München und wird neugierig. „Ein Bekannter von mir war bei der Bundeswehr, den habe ich daraufhin erst
einmal ausgequetscht. Als das Gespräch vorbei war, wusste ich, dass
ich dort hin wollte“, so Hagen.
Zunächst vereinbart sie einen
Termin beim Wehrdienstberater der
Offizierprüfzentrale in Köln. Nach
ihrer Grundausbildung in Bayreuth
geht es daher zur
Serie
Offiziersschule der
Luftwaffe
nach Jobs bei der
Fürstenfeldbruck,
Bundeswehr
insgesamt dauert
die Ausbildung 14
Monate. „Danach
wollte ich immer
noch Sport studieren und musste dafür einen Sporttest machen. Dummerweise scheiterte es dann an den
letzten beiden Liegestützen und ich
wurde für das eingeplant, was ich als
zweiten Studienwunsch angegeben
hatte.“
So wird aus Franziska Hagen eine
Studentin der Pädagogik. Sie wird
zunächst für vier Jahre Soldat auf
Zeit. „Ein Studium bedeutet nicht,
dass man ein faules Studentenleben
führen kann“, erzählt Hagen. Studiert wird in Trimestern, die Prüfungen müssen auf jeden Fall bestanden
●
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Naturdetektive lernen Bionik kennen
Bei der Radtour für Naturdetektive des BUND gab es
einiges zu entdecken. Beim Betrachten der Klettfrüchte von Waldmeister und Odermennig wurde
deutlich, dass diese Anhaftungsmethoden bei der
technischen Anwendung Klettverschlüsse Pate gestanden haben. Die Fortbewegungsart der Libellen
war Vorbild für die Hubschrauber. So lernten die jun-
gen Detektive kennen, wie durch die genaue Beobachtung der Natur Prinzipien für technische Anwendungen gewonnen werden können (Bionik). Am Kizisberg machten die Naturfreunde mit ihren Becherlupen Jagd auf Heuschrecken und andere Kleintiere.
Besondere Freude bereitete es, ein grünes Heupferd
zu betrachten.
SZ/FOTO: SZ
Franziska Hagen
FOTO: VERENA KOPP
werden. „Man fragt sich, was man
mit Pädagogik bei der Bundeswehr
will. Man kann damit aber eine Menge anfangen, schließlich bezieht sich
Pädagogik nicht nur auf Kinder, sondern auch insgesamt auf den Umgang und die Führung von Menschen“, so Hagen. Die Studienbedingungen seien mit denen von normalen
Universitäten
nicht
zu
vergleichen. In normalen Vorlesungen säßen eben nicht 300 Studenten
im Hörsaal, sondern nur 120. Im
Hauptstudium seien je nach Schwerpunkt nur noch acht Studierende anwesend. „Manche brechen ihr Studium im Lauf der Zeit auch von sich
aus ab oder erfüllen die Erwartungen
nicht. Man muss wissen, worauf man
sich einlässt“, sagt Franziska Hagen.
Lehrgang nach dem Studium
Nach dem Studium macht sie noch
einmal einen neunmonatigen Lehrgang zum Jägerleitoffizier in Erndtebrück. „Eigentlich wollte ich Hubschrauberpilotin werden, aber dafür
war ich wohl zu grobmotorisch veranlagt“, erzählt sie und lacht. „Wenn
ich schon nicht selbst fliegen durfte,
wollte ich wenigstens diejenigen unterstützen, die es stattdessen machen.“ Auch für diesen Lehrgang
sind die Anforderungen hoch, getestet werden Reaktionsfähigkeit,
Teamfähigkeit, Multitaskingfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und
die Englischkenntnisse des Bewerbers. Wichtig ist dabei auch, ob der
Bewerber in der Lage ist, sich aus einem Radarbild ein sich ständig änderndes dreidimensionales Bild vorstellen zu können. Nachdem Hagen
all diese Tests erfolgreich hinter sich
gebracht hat, lernt sie nach einem
Theorieteil, wie sie sich im Fall eines
besonderen Ereignisses im Luftraum
zu verhalten hat. In der anschließenden Simulatorphase werden zunächst Situationen geübt und mit
drei Prüfungen abgeschlossen. In der
letzten und abschließenden Livephase führt Hagen dann zum ersten
Mal „richtige“ Flugzeuge über Funk.
Im April diesen Jahres hat sie den
Lehrgang erfolgreich beendet und ist
seitdem in Meßstetten als Air Controller damit beauftragt, Jagflugzeuge sicher und auf schnellstem Wege
zu ihrem Ziel zu führen: „Wenn sich
ein nicht identifiziertes Flugobjekt
im Luftraum befindet, müssen wir
herausfinden, was sich dahinter verbirgt. Um das herauszufinden, ist es
meine Aufgabe, die Jäger inmitten
des
allgemeinen
Flugverkehrs
schnell zum Ort des Geschehens zu
lotsen.
Seit insgesamt sieben Jahren ist
Franziska Hagen nun schon bei der
Bundeswehr, über die Zeit danach
macht sie sich noch keine Gedanken.
Voraussichtlich wird sie aber den Berufsförderungsdienst in Anspruch
nehmen, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren. “
In der letzten Folge der Serie
wird Feldwebel Christian Zimmermann (Krankenpfleger) aus
derGraf-Stauffenberg-Kaserne in
Sigmaringen vorgestellt.
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Seele and Geist
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