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Film- und Diskussionsreihe zum Ersten Weltkrieg

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17. Oktober 2014
pld – Pressedienst der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Herausgegeben vom
Amt für Kommunikation
Rathaus - Marktplatz 2
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40002 Düsseldorf
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mun - Angela Munkert - 97018
pau - Volker Paulat - 93101
arz - Dieter Schwarz - 93138
Film- und Diskussionsreihe
zum Ersten Weltkrieg
Black Box lässt Geschichte im November und Dezember lebendig
werden
Das Filmmuseum Düsseldorf spürt im November und Dezember der
Frage nach, was und wie die Menschen in den unterschiedlichen Regionen Europas um 1914 dachten, mit welchen Bildern, Überzeugungen,
Phantasien oder Ideologien sie sich in die Katastrophe des Ersten Weltkrieges begaben oder dieser zu entkommen trachteten. Die Filme erinnern an den Alltag und Albtraum des Ersten Weltkrieges. Dazu werden
Filme aus vielen Ländern und von vielen Schauplätzen (Deutschland,
England, Frankreich, Polen, Russland, Türkei, Amerika, Arabien) gezeigt. So wird ein gesamteuropäisches Panorama geboten, das weit über
den Rahmen nationaler Geschichte hinausgeht.
Die Reihe rund um den Ersten Weltkrieg wird am Samstag, 1. November, 19 Uhr, mit dem Film "Im Westen nichts Neues" eröffnet. Kurator
Michael Girke (Autor und Filmkritiker, Herford) gibt eine Einführung in
die Filmreihe. Nach dem Film kann bei einem Glas Wein diskutiert werden. Wenn nicht anders angegeben, sind alle Filme FSK 12. Der Eintritt
beträgt sieben, ermäßigt fünf Euro. Es empfiehlt sich, Karten unter Telefon 89-92232 zu reservieren.
Die Filme im Einzelnen:
Samstag, 1. November, 19 Uhr, und Donnerstag, 6. November, 17.30
Uhr, "All quiet on the Western Front/Im Westen nichts Neues", USA
1930, Deutsche Fassung
Es geht um eine Gruppe befreundeter junger Männer und ihren Weg in
den Krieg. Lewis Milestone verfilmte den berühmten Roman von Erich
Maria Remarque im Jahre 1930. "Im Westen nichts Neues" ist einer der
ersten Tonfilme überhaupt und erzählt mit großem Aufwand – viele der
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Effekte waren damals neu und außergewöhnlich – und mit dem Anspruch dokumentarischer Authentizität von den Erfahrungen der einfachen Soldaten, des kleinen Mannes.
Sonntag, 2. November, 13.45 Uhr, und Sonntag, 30. November, 17.45
Uhr, "Rosa Luxemburg", Bundesrepublik Deutschland/Tschechische
Republik 1985, Deutsche Fassung
Porträt der hellsichtigen und kompromisslosen Intellektuellen Rosa Luxemburg, die sich von einer sozialistischen Revolution eine humanere
Welt versprach und immer wieder Stellung zum Weltkrieg bezog. Margarethe von Trotta, die Regisseurin, stellt einerseits Rosa Luxemburgs
Emotionen in den Filmmittelpunkt, lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer zugleich aber auch an den politischen Auseinandersetzungen der
damaligen Zeit teilhaben.
Sonntag, 2. November, 16 Uhr, und Sonntag, 30. November, 20 Uhr,
Gallipoli, "Australien 1981", Deutsche Fassung, Einführung am 2. November durch Christina Satzvey (Historikerin, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf)
Zwei Australier wollen unbedingt am Krieg in Europa teilnehmen. Nach
einem Trainingscamp in Kairo verschlägt es sie an die türkische Front.
Sie kommen in der berüchtigten Schlacht um Gallipoli zum Einsatz, bei
der im Jahre 1915 sechzigtausend australische Soldaten vom britischen
Oberkommando ins türkische Sperrfeuer geschickt und ein Großteil
getötet wurde oder in Gefangenschaft geriet. Ein völlig sinnloser Kriegseinsatz, der zum australischen Trauma wurde.
Sonntag, 2. November, 20 Uhr, und Sonntag, 30. November, 13.45 Uhr,
"La grande Illusion/Die große Illusion" , Frankreich 1937, Original mit
deutschen Untertiteln
Der Regisseur und fulminante Schauspieler Erich von Stroheim spielt in
dem Film von Jean Renoir den deutschen Major von Rauffenstein, der
ein Kriegsgefangenenlager leitet. Dies aber ohne jegliche Vorurteile: Mit
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den internierten französischen Offizieren geht er human, freundschaftlich, mithin gar ritterlich um. Man entdeckt Gemeinsamkeiten und trauert dem alten, im Krieg unwiederbringlich zerstörten Europa nach.
Samstag, 8. November, 19 Uhr, "Die Lage ist ernst – Kino aus den Jahren
1914-18", Deutschland 1914-18, ab 18 Jahre
An diesem Filmabend sind sieben kürzere Werke zu sehen, die während
des Ersten Weltkriegs gedreht wurden. Sie stammen aus verschiedenen
Ländern und werfen jeweils einen spezifischen Blick auf Ereignisse des
Krieges oder an der sogenannten Heimatfront. Die Zuschauerinnen und
Zuschauer erleben quasi direkt, wie das Filmmedium in seiner Frühzeit
seine Unabhängigkeit verlor, wie alle am Krieg Beteiligten es ihren jeweiligen Zwecken unterordneten und vereinnahmten.
Es stellt sich die Frage, welches Bild vermitteln uns die damaligen Kriegsbilder, die in zahllosen heutigen Dokumentationen auftauchen? Diese
und andere spannende Fragen diskutieren Matthias Knop (stellvertretender Leiter des Filmmuseum) und Dr. Susanne Brandt (Historikerin der
Heinrich-Heine-Universität) im Anschluss an die Filme. Die Moderation
hat Michael Girke (Kurator).
Sonntag, 9. November, 14 Uhr, "Erziehung vor Verdun, der große Krieg
der weißen Männer", (Teil 1-3), DDR 1973, ab 18 Jahre
Einführung: Dr. Susanne Brandt (Historikerin, HHU)
Wie kein anderer Name steht Verdun für die Schrecken der Materialschlachten im Ersten Weltkrieg. Zwischen Februar und Dezember 1916
werden im Kampf um diesen Ort auf deutscher und französischer Seite
über 300.000 Soldaten von der militärischen Führung "verheizt". Nach
dem Krieg wird der Ort in Deutschland als nationale Opferstätte glorifiziert. Der Film von Egon Günther fokussiert sich dagegen gerade nicht
auf die Kämpfe, sondern auf die gesellschaftlichen Hintergründe des
Krieges. Der Eintritt ist frei.
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Sonntag, 9. November, 20 Uhr, und Dienstag, 11. November, 20 Uhr,
"Kameradschaft, Deutschland/Frankreich 1931", deutsche Fassung, FSK0
Einführung am 11. November: Joachim Manzin (Freundeskreis des
Filmmuseums)
Ein Grubenunglück weckt kurz nach dem Ersten Weltkrieg die Solidarität deutscher und französischer Bergleute, um die Verschütteten gemeinsam zu retten. In dokumentarischem Stil gehalten, ist der Film von
Georg Wilhelm Pabst ein bewegendes Plädoyer gegen den wahnhaften
Nationalismus der damaligen Zeit.
(bla)
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Seele and Geist
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