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Hochkaräter in Bisingen - Reitsportzentrum Hohenzollern

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Turniersport
Hochkaräter in Bisingen
Ideale Organisation, beste Bedingungen und Spitzensport
s ist für viele der Sportler, Sponsoren,
Richter und Zuschauer das Turnier des
Jahres. Selten zuvor hat es ein Turnierveranstalter geschafft, die Vielfalt des Reitsports auf diese Art zu vereinen. Das „Who is
Who des baden-württembergischen Springsports gibt sich bereits traditionell in Bisingen
die Klinke in die Hand. Seit einigen Jahren ist
mit dem Grand Prix die Dressurszene Teil der
Hohenzollerner Turniertage geworden, genau
wie die Fahrer im Rahmen der Ein- und PonyVierspänner. Seit diesem Jahr ist mit einer Station der Voltigier-Trophy Süd eine weitere
Neuigkeit in Bisingen entstanden. Top-Sport in
vier Disziplinen ‒ besser geht s nicht. Die Liste
der großen Namen in Hohenzollern ist lang:
Neben der Nummer 34 der aktuellen Weltrangliste und Publikumsliebling „Hansi Dreher, den Landesmeistern Tina Deuerer und
Markus Kölz sowie vielen anderen namhaften
Springreitern ziehen die Bisinger Gegebenheiten auch Dressurkönner wie Uta Gräf, die Fahrchampions Steffen und Michael Brauchle und
das Voltigierteam aus Ingelsberg ins Reitsportzentrum am Fuß der
E
Hohenzollernburg. „Das alles unter einen Hut
zu bekommen ist, nur durch ein starkes Team
möglich. Wir haben hier fantastischen Sport
und jede Menge Vielfalt erleben dürfen , resümiert Turnierleiterin Catrin Feyrer. Die hohe
Qualität über alle Bereiche hinweg ist für die
Mannschaft um Veranstalterfamilie Feyrer
keine Selbstverständlichkeit. Auch der fünffache Hallenchampion Timo Beck bekundet den
Organisatoren vollstes Lob: „Top-Boden auf
dem Abreiteplatz und in der Prüfungshalle, mit
Christa und Kai-Georg Jung Experten im Parcoursbau und eine familiäre Atmosphäre trotz
riesiger Besucherzahlen ‒ das ist Fun pur, in Bisingen zu reiten. Mit knapp 10 000 Gästen
und somit vier Tagen volles Haus zählt Bisingen-Hohenzollern zu den beliebtesten Turnieren in Baden-Württemberg.
Großer Preis: Europameister dominiert
Wer den sympathischen Sohn des ehemaligen
Hallenchampions Andreas Krieg beobachtet,
erkennt neben einem wahrhaftigen Ausnahmetalent einen Profi durch und durch. „Wir sind
ein super Team zu Hause! Da gibt s keinen Är-
Foto: Krenz
Ein Video dazu
finden Sie bei
www.reiterjournal.tv
Schon ein Profi: Der Mannschafts-Europameister Niklas Krieg siegte auf Carella im Großen Preis
Turniersport
Die Ersten werden die Ersten sein: Hansi Dreher und Callisto im BW-Bank-Hallenchampionat
den Markus Kölz vom Burkhardshof mit dem
zehnjährigen Etiche de Fribois auf den zweiten
Platz. „In der Siegerrunde sahen wir neben tollen Pferden, dass Baden-Württemberg über
großartige Reiter verfügt , so bringt es der amtierende Richter und Pferdemann Peter Bort final auf den Punkt. Gleichermaßen Doppel-Null
in Umlauf und Siegerrunde rangierte Heino
van Loon mit seinem Fidel Chin im schwersten
Springen der Woche auf der dritten Position.
Erwähnenswert ist der Erfolg des Schwanheimers Marcel Wegfahrt: Mit dem selbst gezogenen Quax wird der Stilist im Endklassement mit
Tuchfühlung zur Spitze Vierter. Mit insgesamt
39 Startern und nur sieben fehlerfreien Runden im Normalparcours wurde den Top-Pferden am vierten Turniertag nochmals alles abverlangt. Wären „Hansi Dreher und Cool and
Easy im Umlauf fehlerfrei geblieben, dann
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hätte es nochmal spannend werden können in
der Spitze. Aber auch ein Weltklassereiter darf
mal mit einem Fehler ins Ziel kommen.
Hexenkessel
Kein Platz war mehr frei, und große Spannung
lag in der Luft, als es in der Springarena von
stark reitende Tina Deuerer sowie
Marc Bauhofer. Mit jeweils zwei
bzw. einem Fehler landeten beide
auf der undankbaren 26. Position
und können nur als Nachrücker
noch ihre Startgenehmigung für
Stuttgart ergattern.
Biathlon-Sieger „Cool Man
Fotos: Krenz
ger im Training, das harmoniert einfach ,
strahlt Niklas Krieg als frischgebackener Sieger
in der Springprüfung Kl. S*** mit Siegerrunde.
Im Sattel seiner Erfolgsstute und ClearwayTochter Carella ging das Erfolgsduo nach einem souveränen Umlauf als letztes Paar in die
entscheidende Siegerrunde im Großen Preis
von Hohenzollern. In einem Wimpernschlagfinale fügte der Jungprofi seiner erfolgsgeprägten Karriere einen weiteren Höhepunkt hinzu
und verwies den in glänzender Form auftreten-
Hohenzollern um die Finalplätze im BW-BankHallenchampionat 2014 ging. Die alles entscheidende letzte Qualifikation stand auf dem
Programm und führte zu einer Stimmung wie
sonst nur im Fußballstadion ‒ attraktiver
Springsport vom Allerfeinsten. Die letzte Möglichkeit, sich für die Stuttgarter Schleyer-Halle
zu qualifizieren, nutzten einige Springreiter,
die noch keinerlei Punkte gesammelt hatten ‒
und das mit Erfolg! Doch von Beginn an: Als
haushoher Favorit legte der weltcuperfahrene
„Hansi Dreher vom Dreiländereck mit dem elfjährigen, sprunggewaltigen Callisto im Stechen
vor. Rasend schnell, mit viel Risiko und einer
Lässigkeit, die seinesgleichen sucht, blieben
die Beiden fehlerfrei. Ohne BW-Cup-Punkte
nach Bisingen gereist, aber mit reichlich internationaler Erfahrung, griff auch Rossen Raytchev mit dem mittlerweile 17-jährigen und taufrisch wirkenden Capoccino richtig an. Vorläufig Platz zwei sicherten bereits jetzt Raytchev
mit nur einer bepunkteten Qualifikation die
Teilnahme für Stuttgart. Nochmals richtig
spannend machte es, wie im Vorfeld erwartet,
der letzte Stechteilnehmer Niklas Krieg mit seiner Carella. Bereits sicher fürs Finale qualifiziert, konnte sich die jüngere Schwester Leonie
mit Platz elf in der finalen Qualifikation zufriedengeben. Nur zwei Punkte brachte Niklas
Krieg aus der Qualifikation Anfang des Jahres
in Ichenheim mit. Mit dem letzten Mut und
starken Nerven ausgerüstet, löste der Sohnemann der Familie Krieg mit Rang zwei in Bisingen seine Fahrkarte zu den German Masters
und schob sich zwischen Dreher und Raytchev.
Mit dem Resultat in der BW-Cup-Qualifikation
stand „Hansi Dreher insgesamt viermal als Sieger in schweren Prüfungen von Hohenzollern
fest. Eine Bilanz, die für sich
spricht. In einer aussichtsreichen
Position zur letzten Quali gekommen waren unter anderem die
In Top-Form: Markus Kölz und Etiche de Fribois
Dass Turnierleiterin Catrin Feyrer
und ihr Team wissen, wie man Hallen füllt, zeigt auch die Idee des
Reitbiathlons im Programm von
Hohenzollern. Die mit 700 Euro
für den Sieger dotierte Kombination aus einem Springparcours
und dem Schießen aus liegender
Position verfügt über genug Potenzial, um zu einer Traditionsprü-
Turniersport
mit seinem Pferd Cool
Man neben dem angekündigten Preisgeld stehende Ovationen in Bisingen. Der Sieger des
ersten Reitbiathlons im
vergangenen Jahr Mario
Walter, sattelte zum Projekt Titelverteidigung Erfolgspferd Quita de la
Rosa. Doch ein Fehler
seiner
Seriensiegerin
verhinderte mehr als den
dritten Platz in der diesjährigen
Neuauflage.
Premiere in der 18. Ausgabe des Hohenzollerner
Reitturniers feierte mit
Dritter Platz für die einzigen BW-Voltis aus Mühlacker
der
Voltigier-Trophy
Süd, einer Gruppen-Volfung zu reifen. Von Ansager und Mediaexperte
tigier-Prüfung Klasse S**, ein Kürwettkampf
Hendrik Schulze Rückamp bestens durch den
mit zwei Durchgängen. Die Idee hinter der VolAbend geführt, trumpfte der erfolgreiche
tigier-Trophy ist, eine Tour für VoltigiergrupSpringreiter Timo Bitzer aus Mössingen insbepen auf S-Niveau anzubieten, bei der an drei
sondere am Schießstand auf. Mit großem AbTurnierveranstaltungen in Süddeutschland
stand zum Zweitplatzierten Timo Beck und
und der benachbarten Schweiz Punkte für die
dem neunjährigen Speedy sicherte sich Bitzer
Tourwertung gesammelt werden können. An
Beste Kür: Die Voltigiergruppe Ingelsberg siegt
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Turniersport
Fotos: Krenz
phanie Kiess. Anders als in der Dressur boten
die Ergebnisse der Fahrer zahlreiche Überraschungen. Nicht der favorisierte Ponyfahrer
Steffen Brauchle aus Lauchheim-Hülen, sondern sein zwei Jahre jüngerer Bruder Michael,
der die Saison über mit vier Pferden unterwegs
ist, hat in Kombination mit Edwin Kiefer aus
Horb im Einspänner das Fahrchampionat in
der Bisinger Hohenzollernhalle gewonnen. Michael Brauchle konnte in seinem Pony-Vierer
neben zwei Nachwuchsponys die schon bei
Weltmeisterschaften bewährten Württemberger Nobel Man und Dandilo seines Bruders anspannen. Rang zwei im Fahrchampionat, einem
kombinierten Hindernisfahren mit Geländeelementen, erkämpften sich der Hesse Reiner
Ochs mit vier und die U16 Fahrerin Anna Genkinger aus Bösingen mit einem Pony. Dritte
wurden der Schweizer Yannick Scherrer und
Kaderfahrer Theo Bopp aus Mainz vor dem
Team Reiner Ochs/Lars Weimer (Simmersfeld).
Eine feine Runde: Uta Gräf setzte sich mit Dandelion OLD souverän an die Spitze des Grand Prix
beiden Wettbewerbstagen dominierte die
Mannschaft Ingelsberg I vor dem Team Metelen aus Westfalen und der starken baden-württembergischen Equipe vom Voltigierverein Pegasus Mühlacker.
Dandelion auf dem Weg zur ersten Garde
ser Form ist der zwölfjährige Dandelion OLD
auf dem besten Weg, in die großen Fußstapfen
von Le Noir zu treten. Weiterhin auf Erfolgskurs ist auch Isabelle Steidle vom Bodensee mit
ihrem Long Drink. Das BW-Vorzeigepaar
knackte die 70 Prozent und blieb vor dem
Württemberger Cassini und seiner Reiterin Ste-
Bisingen bleibt vielfältig
Auch in der kommenden Saison wird das große
Turnier im Reitsportzentrum Hohenzollern wieder fester Bestandteil der Top-Reiter des Landes
bleiben. Die Ideen für das nachfolgende Jahr
sind abzuwarten- Sicher scheint jedoch, der
Kreativität und dem Engagement der Familie
Feyrer und Team scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. „Es gibt noch ein paar Disziplinen,
die aufgenommen werden könnten , schmunzelt Catrin Feyrer und bleibt noch sehr bedeckt,
wenn es um ihre Pläne für die Zukunft geht. Auf
FA
ein Wiedersehen in Bisingen 2015.
„Die Aufnahme des Dressur-Grand-Prix wurde
von Beginn an von den Zuschauern in Bisingen
gut angenommen. Volle Ränge und eine Kulisse
wie hier in Hohenzollern fördern unseren
Sport ungemein. Wenn die Dressur als solche
dauerhaft überleben möchte, sollten wir große
und qualitätsvolle Veranstaltungen wie diese
nutzen , berichtet Dressurausbilder Martin
Schaudt, der mit dem unvergessenen Durgo sowie Weltall VA zur Weltspitze gehörte, über
den Dressurpart in Bisingen. Den Grand Prix
als einzige Dressurprüfung durchzuführen,
bringt die Vermutung nahe, mangelnde Qualität an den Start zu bringen ‒ anders in Bisingen. Mit dem Wallach Dandelion OLD machte
sich eine der beliebtesten deutschen Dressurreiterinnen auf den Weg ins „Ländle , um ihren
Oldenburger auf die großen Aufgaben der anstehenden Hallensaison bestmöglich vorzubereiten. Mit klaren Höhepunkten in den Trabverstärkungen sowie Passagen und Piaffen, die
bis zur 8,5 bewertet wurden, steuerte die fein
reitende Uta Gräf aus Weisenheim am Sand ihren großen Braunen mit über 72 Prozent zum
Sieg. Mit dem bildschönen Rapphengst Le Noir
feierte Gräf ihre bislang größten Erfolge. In die24
Rj 11/14
Für Baden-Württemberg am Start: Isabelle Steidle und Long Drink wurden Zweite in der Dressur
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Seele and Geist
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