close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Krebse wie die Wasserassel, aber schwimmen - Natur im Garten

EinbettenHerunterladen
Kleingärtner
6/2013
Artikelfläche
103702 mm²
Seite 38, 39
Artikelwerbewert Euro nicht beauftragt
Auflage 44.068
,
^M
"
5
In
i&
stehenden Gewässern bie- Insekten sind Landtiere, die Luft oder angeschlichen und schnell
ten verschiedenste Strukturen atmen und mit Flügeln fliegen. zugepackt. Schnelle Jäger sind vor
Tieren gute Lebensbedin- Warum leben sie dann im oder am allem Schwimmkäfer. Taumelkäfer,
-
Wasserpflanzen und
Wasser? Abgesehen von räuberi-
die hektisch auf Wasseroberfläche
schen Mitbewohnern herrschen hier schwimmen, haben Dank zweigeInsekten, Krebse, Ringel- und Fa- paradisische Lebensbedingungen teilter Facettenaugen den Durchdenwürmer. Gern am Boden bleiben mit frostfreien Temperaturen und blick: oben über der Wasser, unten
nicht so gute Schwimmer wie Was- gleichmäßig vorhandener Nahrung. unter Wasser.
serschnecken, einige Insekten und Spannend ist es, zu sehen, wer
Krebse wie die Wasserassel, aber Vegetarier und wer Räuber ist.
Daneben gibt es verschiedenste
auch gute Schwimmer wie Egel und
Vegetarier: Weidegänger, Raspier
verschiedene Insektenlarven.
Fressen und gefressen
und Kratzer fressen Algen und Mikroorganismen von Steinen oder
werden
Typische Schlammbewohner wie Auch was die Jagd angeht, bietet größeren Wasserpflanzen. Wie umgeFadenwürmer, Muscheln, Ringel- das Wasserleben Vorteile. Beute drehte Kühe grasen Spitzschlammwürmer oder Kriebelmückenlarven kann hier nicht so schnell flüch- schnecken an der Wasseroberfläche
finden sich eher in tiefen Seen.
ten. Deswegen wird aufgelauert mit dem Fuß nach oben.
gungen.
Algen sind ein Tummelplatz für
38 II Kleingärtner
Mehr Informationen: NO Gartentelefon 02742 / 74333 www.naturimgarten.at
Zum eigenen Gebrauch nach §42a UrhG.
Anfragen zu weiteren Nutzungsrechten an den Verlag oder Ihren Medienbeobachter
1/2
Kleingärtner
6/2013
Auflage 44.068
Mensch und Tier
genießen sonnige
Stunden am Wasser.
unter
Gut zu Fuß
bar. Wanzen, einige Käferlarven
Wasser ziehen sie SchleimsAls schwarze Punkte im und Gelsenlarven hingegen sind
puren. Zur Atmung öffnen sie das Wasser sieht man Krebstiere und spionmäßig mit Schnorchel ausgeAtemloch an der Wasseroberfläche. Wasserflöhe. Sie säubern ruhiges stattet, den sie gekonnt über WasBei Gefahr stoßen sie Luft aus und Wasser, indem sie mit den Beinen ser halten. Schilfkäfer holen Luft
sinken wie ein Stein zu Boden. Nahrung heraus strudeln. Wo Laub gar aus Wasserpflanzen, in die sie
Auch
Posthornschnecken können teils liegen bleibt, sind Wasserasseln
auch Wasseratmung praktizieren. Wasserpolizei und Humusbildner.
Und die Sumpfdeckelschnecke ist Sie fressen totes Material und traweltweit die einzige lebendgebä- gen ihre Kiemen an den Beinen.
rende Schnecke.
Dank Haaren und Wachsschicht
auf den Beinen können die senHolzfresser sind hingegen auf Bäu- siblen Wasserläufer übers Wasser
me und Äste spezialisiert, Falllaub wandeln. Sie nehmen damit auch
und Pflanzengewebe werden von Vibrationen von ins Wasser gefalZerkleinerer verarbeitet und Oetri- len Insekten wahr, die ihnen als
tusfressern mundet noch feineres Nahrung dienen.
organisches Material.
Die Luft anhalten?
Blattminierer und Zellstecher ste- Schwierig ist das Atmen unter Waschen Wasserpflanzenblätter, Al- ser. Tracheen, Röhren im Hinterleib,
gen- und Pflanzenzellen an oder die Sauerstoff aus der Luft aufnehfressen Gänge hinein. Filtrierer sei- men, stellen die Tiere vor Heraushen das Wasser mit reusenartigen forderungen: Wie Luft holen? Wie
Körperanhängen oder Netzen auf die Röhren verschließen? Wie den
geeignete kleine Beutetiere oder Auftrieb bewältigen? Oft sind ins
organisches Material durch. Oft Wasser ausgestülpte Tracheenkienutzen sie Wasserströmungen oder men die Lösung. Bei kleineren Arsie erzeugen welche.
ten reicht Hautatmung aus.
Generell gilt: Kleinere dienen größeren als Nahrung. Im funktionierenden Gewässer finden sich
deshalb kaum Gelsen, weil sie
wichtige Nahrung sind. In Kübeln
hingegen gibt es keine hungrigen
Libellenlarven.
Die Luftblase mitzunehmen wie
Taucher, das praktizieren Wass-
erwanzen und manche Käfer oft
unter der Flügeldecke. Rücken-
schwimmer tragen einen Wasserball. Ihre zweigeteilte Färbung
macht sie für Fische fast unsicht-
Löcher nagen. Großlibellen atmen
mit einem Kiemendarm und können bei Bedarf raketenartig Wasser
ausstoßen.
Für immer und ewig?
Manche Tiere bleiben ihr gesamtes
Lebens ans Wasser gebunden, wie
Strudelwürmer, Muscheln, Schnecken, Egel, Krebse, oder einige Milben. Selbst von Wanzen und Käfern
bleiben manche Arten auch als Erwachsene im Wasser.
Es gibt aber auch Tiere, die nur ei-
nen Lebensabschnitt hier verbringen. So tauchen Eintagsfliegen,
Steinfliegen, Zweiflügler, Libellen,
Köcherfliegen die meiste Zeit ihres
Lebens unter. Nur für kurze Zeit
genießen sie als Erwachsene ein
Leben in der Luft. Besonders Libellen als Millionen Jahre alte Tiergruppe zeigen, dass dieses System
erfolgreich ist. Der Wechsel Wasser
Land ermöglicht es ihnen, ihre
Gene zu durchmischen und austrocknenden Tümpeln zu entfliehen.
Auch deshalb findet sich im Wasser
eine enorme Insektenvielfalt.
Viele Amphibien sind auf den
-
Wechsel zwischen Land und Wasser eingestellt. Während Erdkröten
laichplatztreu
sind, sind Laub-
frösche mobiler. Wasserfrösche
bleiben ganzjährig im Wasser.
Während ihre Verwandtschaft oft
in Erdhöhlen an Land überwintert,
tauchen sie einfach ab.
39
Zum eigenen Gebrauch nach §42a UrhG.
Anfragen zu weiteren Nutzungsrechten an den Verlag oder Ihren Medienbeobachter
2/2
Document
Kategorie
Sport
Seitenansichten
4
Dateigröße
633 KB
Tags
1/--Seiten
melden