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1. MONTAGSKONZERT Villa Prieger - Beethoven Orchester Bonn

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Wir spielen für Dich!
1. MONTAGSKONZERT
VILLA PRIEGER
Montag, 27. Oktober 2014, 20 Uhr
Aufbruch in die Moderne
Sonja Wiedebusch Violine
Hans-Joachim Büsching Klarinette
Anna Karapetyan Klavier
PROGRAMM
Wir spielen für Dich!
Musik macht
glücklich!
Besuchen Sie uns doch mal bei facebook!
Foto: Thilo Beu
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www.beethoven-orchester.de
Programm
Aufbruch in die Moderne
Darius Milhaud (1892-1974)
Suite für Violine, Klarinette und Klavier op. 157b (1936)
Ouverture
Divertissement
Jeu
Introduction et final
Béla Bartók (1881-1945)
Kontraste für Violine, Klarinette und Klavier Sz. 111 (1938)
Verbunkos
Pihenő
Sebes
PAUSE
Aram Iljitsch Chatschaturjan (1903-1978)
Trio für Violine, Klarinette und Klavier (1932)
Andante con dolore, molt‘espressione
Allegro
Moderato
Igor Strawinski (1882-1971)
Suite aus „L'histoire du soldat“ für Violine, Klarinette
und Klavier (1919)
Marche du soldat
Le violon du soldat
Petit concert
Tango – Valse – Ragtime
Danse du diable
Sonja Wiedebusch Violine
Hans-Joachim Büsching Klarinette
Anna Karapetyan Klavier
Musik für den Augenblick
In Paris wollte sich die Gruppe „Les Six“, zu der auch der
vielseitige Komponist Darius
Milhaud gehörte, zu Beginn
des 20. Jahrhunderts von
dem übermächtigen Einfluss
Wagners befreien. Es ging
um die von Cocteau geforderte „Simplicité“, die Wiederbelebung der klassischidealen Einfachheit. Milhaud
Jacques-Émile Blanche: Le Groupe
des Six (1921). Mitte: Marcelle
Meyer. Links (v. u. n. o.):
Germaine Tailleferre, Darius
Milhaud, Arthur Honegger,
Louis Durey. Rechts sitzt
Georges Auric, dahinter Francis
Poulenc sowie Jean Cocteau.
fand bald seinen individuellen und unabhängigen Stil.
Es gelang ihm, „den romantischen Geist zu verbannen“.
Seine Idee war es, „Musik für
den Augenblick und für den
alltäglichen Gebrauch zu
machen.“ Er ließ sich auch von Folklore und Jazz inspirieren.
1936 komponierte Milhaud die Musik für das Theaterstück „Le
voyageur sans bagage“ von Jean Anouilh. In diesem Drama
geht es um einen Kriegsveteranen, der ohne Papiere aufgefunden wird und sein Gedächtnis verloren hat. Aus der Bühnenmusik erstellte Milhaud kurz darauf die Suite op. 157b für Violine,
Klarinette und Klavier. Das Werk setzt mit einer erfrischenden
Ouvertüre ein, die ironisch lateinamerikanische Volksmusik
verarbeitet. Es folgt ein verträumtes Divertissement. Der
scherzoartige dritte Satz („Jeu“), bei dem das Klavier schweigt,
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ist mit technischen Finessen gespickt und trägt einen rauen
Tanzgestus. Das Finale verarbeitet nach einer Einleitung zwei
Themen: Das erste erinnert an ein französisches Chanson, das
zweite an Jazzmusik.
Neuer Geist in der Musik
Der ungarische Komponist Béla Bartók entdeckte durch seine
ethnologischen Forschungen die eigentliche Volksmusik seiner
Heimatregion – und erhielt dadurch Impulse, wie man nach
dem Zerfall des bisherigen Dur-Moll-Systems weiter komponieren könne. Es ging ihm „um das Entstehen eines neuen Geistes
in der Musik – aus musikalischen Kräften, die der Erde entsprossen sind“. 1940 musste Bartók in die USA emigrieren – für ihn
ein „Sprung ins Ungewisse aus dem gewusst Unerträglichen“. Mit
dem Trio „Kontraste“, noch 1938 in Budapest komponiert,
stellte er sich erstmals der amerikanischen Öffentlichkeit vor.
Es entstand auf Anregung
des ungarischen Geigers
Joseph Szigeti für den legendären Klarinettisten Benny
Goodman.
Der Kopfsatz ist durch den
provokativen Rhythmus der
„Verbunkos“ geprägt – einer
Musizierweise, die auf die
Werbetänze der Rekruten für
die Armee zurückgeführt
wird. Dazu kommen zwei folkloristisch gefärbte Themen:
József Bikkessy Heinbucher:
Dudelsackpfeifer bei der
Soldatenwerbung (1816)
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Das eine basiert auf einer lydischen Skala, das andere auf
kleinen Tonwiederholungen.
Ruhepol des Werkes ist der
(erst später hinzugefügte)
Mittelsatz: Dieses Nocturne
ist trotz kurzer, affektgeladener Ausbrüche von einem
besinnlich-orientalischen
Tonfall durchdrungen. Der
rhythmisch vertrackte FinalBéla Bartók (1927)
satz besticht erneut durch
das stilisierte Idiom ungari-
scher Volksmusik, die wie spontan erfunden klingt, aber von
Bartók minutiös kalkuliert wurde.
Poesievolle Fantasiebilder
Aram Chatschaturjan gestand einmal: „Vieles habe ich der Kultur
der transkaukasischen Völker zu verdanken: Welche poesievollen
Fantasiebilder erweckt die Schönheit des Sewan-Sees oder des
Ararat-Gipfels! Ich liebe den Klang der alten Volksinstrumente
ebenso wie die wunderbaren armenischen Volkstänze.“
In Tiflis geboren, strebte Chatschaturjan ursprünglich eine
Laufbahn als Arzt oder Ingenieur an, entschied sich aber dann
für die Musik. Ohne seinen berühmten „Säbeltanz“ wäre er
heute weitgehend vergessen. Zu seinen Lebzeiten feierte er
allerdings große Erfolge. Für seine zahlreichen Werke schöpfte
er hauptsächlich aus der Folklore seiner Heimat – die er auch in
eigenen Aufzeichnungen festhielt.
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Kirchen des Klosters Sewanawank am Ufer des Sewansees
Das eingängige Trio für Violine, Klarinette und Klavier entstand
1932 während seines Studiums am Moskauer Konservatorium.
Wehmütig setzt es mit einem Andante ein, dessen folkloristisch geprägtes Hauptthema auf einer Kirchentonart basiert
und von Arabesken begleitet wird. Wie improvisiert entwickelt
sich der Verlauf dieses sehnsüchtig-nostalgischen Satzes mit
seinen melodischen Orientalismen. Das Scherzo fußt weitgehend auf einer exotisch gefärbten Walzermelodie. Das eingeschobene Trio sorgt für einen rhythmisch-vitalen Energieschub. Im Finalsatz wird eine usbekische Volksliedmelodie in
mehreren Variationen beleuchtet – zunächst in mäßiger Bewegung, dann in einem motorischen Presto.
Etwas Neues machen
Igor Strawinski meinte: „Man knüpft an eine Tradition an, um
etwas Neues zu machen.“ Fünf Jahre nach der Uraufführung
seines skandalträchtigen „Sacre“ entstand 1918 mit „L'histoire
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The Book of the Homeless (New York, Charles Scribner's Sons, 1916)
du soldat“ ein Werk, das stilistisch der damals von vielen
Künstlern geforderten Ästhetik der Einfachheit folgt. Strawinski schrieb es in einer schweren Zeit: Bereits vor dem Ersten
Weltkrieg hatte er seine russische Heimat endgültig verlassen.
Er lebte damals zunächst im Schweizer Exil. Das Werk komponierte er aus der Idee heraus, mit einer kleinen Wanderbühne
etwas Geld zu verdienen.
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Die einer russischen Märchenerzählung nachempfundene Handlung schildert die Geschichte eines Soldaten, der dem Teufel
seine Violine (und damit seine Seele) überlässt. Dafür erhält er
ein Zauberbuch, das ihn reich machen soll. Das Ganze endet im
Desaster. Strawinski schuf dazu eine extrem reduzierte Klangwelt nach dem spätmittelalterlichen Vorbild von musikalisch
untermalten Verserzählungen – spickte diese aber mit rhythmischen Finessen, wie sie um 1918 in Mode waren.
In der Suite für Violine, Klarinette und Klavier marschiert
zunächst der Soldat herein, dann spielt er auf seiner Geige.
Beide Sätze sind von repetierenden Motivfetzen geprägt. Es
folgt ein kleines Konzert für eine kranke Prinzessin – und dann
mit Tango, Walzer und Ragtime drei populäre, aber parodistisch verfremdete Tänze. Fulminanter Kehraus ist der immer
wilder werdende Tanz des Teufels.
Heidi Rogge
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Wir spielen für Dich!
BOB
MATRIX
GOES
Sa 15.11.2014, 20 Uhr, Beethovenhalle
Don Davis:
Die Musik LIVE
zum Film
„The Matrix”
Beethoven Orchester Bonn
Frank Strobel Dirigent
Frank Strobel
Großes Kino aus der Traumfabrik Hollywood! Auf einer Leinwand wird der Kultfilm „Matrix“ mit Keanu Reeves in der Hauptrolle präsentiert. Dazu spielt das
Beethoven Orchester Bonn live die fesselnde Musik von Don Davis. Mit Frank
Strobel kommt einer der weltweit renommiertesten Dirigenten im Bereich Filmmusik nach Bonn.
NachKlang mit Frank Strobel im Anschluss an das Konzert,
Nordfoyer der Beethovenhalle
Karten: € 31 | 27 | 23 | 18 | 14
Theater- und Konzertkasse 0228-77 80 08
www.bonnticket.de Tel. 0228-50 20 10
www.beethoven-orchester.de
Film mit Genehmigung der Warner Bros. Pictures,
Musik mit Genehmigung von Don Davis.
MITWIRKENDE
Sonja Wiedebusch wurde
1975 in Köln geboren und
erhielt im Alter von sieben
Jahren ihren ersten Geigenunterricht an der Rheinischen Musikschule.
Mit sechzehn Jahren wurde
sie Jungstudentin an der
Musikhochschule Köln bei
Prof. Gorjan Košuta, wo sie
nach dem Abitur 1994 ihr
Sonja Wiedebusch
Studium fortsetzte und 2003
mit dem Konzertexamen
abschloss. Die achtfache Preisträgerin des Wettbewerbs
„Jugend musiziert“ spielte im Bundesjugendorchester, im EUOrchester, im Gustav-Mahler-Jugendorchester und im Mahler
Chamber Orchestra unter bedeutenden Dirigenten wie Gerd
Albrecht, Rudolf Barshai, Bernard Haitink, Iván Fischer und
Claudio Abbado.
Seit 2007 ist sie Mitglied der ersten Violinen im Beethoven
Orchester Bonn.
Hans-Joachim Büsching wurde in Bielefeld geboren und
erhielt seinen ersten Klarinettenunterricht im Alter von acht
Jahren bei Siegfried Stegmann, später maßgebend bei Georg
Stimpfle. Nach der Schulzeit folgte eine vielfältige musikalische Betätigung, u. a. Dirigieren, Filmmusik und deutschlandweite Auftritte mit seiner Rockband. Im Anschluss begann
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Foto: Thilo Beu
Hans-Joachim Büsching sein
Klarinettenstudium in Münster und Detmold, u. a. bei
Hans-Dietrich Klaus und
Thomas Lindhorst. Neben der
Teilnahme an verschiedenen
Meisterkursen engagierte ihn
2007 das Studentenorchester Münster als Solisten. Von
2008 bis 2010 war HansJoachim Büsching Mitglied
Hans-Joachim Büsching
der Orchesterakademie des
Bayerischen Staatsorchesters, seit 2010 ist er Solo-Klarinettist
im Beethoven Orchester Bonn.
Foto:Foto:
ThiloMischa
Beu Blank
Die Pianistin Anna Karapetyan stammt aus Armenien,
wo sie ihren ersten Klavierunterricht im Alter von fünf
Jahren erhielt. Nach dem
Besuch der Berufsmusikschule „P. I. Tschaikowski“ studierte sie zunächst am Staatlichen Konservatorium „Komitas“, bevor ihr Weg sie
nach Deutschland führte.
Anna Karapetyan
Während ihrer Studienzeit an
den Musikhochschulen in Detmold und Köln Zeit wurde Anna
Karapetyan u. a. Stipendiatin des Alumni-Vereins und mit
einem DAAD-Förderpreis ausgezeichnet. 2012 schloss sie bei
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Prof. Nina Tichmann ihr Studium mit der Note „sehr gut“ ab. Es
folgte die Aufnahme eines Masterstudiums „Solist“ und ein
Jahr später erhielt sie einen parallelen Studienplatz an der
„Accademia di Pinerolo“ bei Enrico Pace.
Anna Karapetyan nahm an Meisterkursen u. a. bei Prof. Maria
Egelhof, Aram Talalyan, Dmitri Bashkirov, Erika Toth, Eberhard
Feltz und Günther Ludwig teil.
Weitere musikalische Impulse erhielt die Pianistin als Schülerin des Auryn-Quartettes und durch ihre Solo-Konzerte mit dem
Jerewan Youth Orchestra. 2005 und 2006 trat sie als Solistin
und als Kammermusikerin auf Schloss Pommersfelden auf.
Weitere solistische Engagements folgten u. a. mit dem Wiesbadener Orchesterverein, mit dem Detmolder Kammerorchester
und den Bergischen Symphonikern.
Als Kammermusikerin ist Anna Karapetyan im Ensemble
Frequenza und dem Klavierquintett Köln aktiv.
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THEATER- UND KONZERTKASSE
Tel. 0228 - 77 8008
Windeckstraße 1, 53111 Bonn
Fax: 0228 - 77 5775, theaterkasse@bonn.de
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 10.00 - 18.00 Uhr, Sa 10.00 - 16.00 Uhr
Tel. Vorbestellung: Mo - Fr 10.00 - 16.00 Uhr, Sa 10.30 - 13.00 Uhr
Kasse in den Kammerspielen
Am Michaelshof 9, 53177 Bad Godesberg
Tel. 0228 - 77 8022
Öffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 - 18.00 Uhr, Sa 10.00 - 13.00 Uhr
print@home: Karten buchen & drucken von zu Hause aus
BONNTICKET: 0228 - 50 20 10, www.bonnticket.de
Fax: 0228 - 910 41 914, order@derticketservice.de
Karten auch in den Zweigstellen des General-Anzeigers und bei allen
bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
IMPRESSUM
Beethoven Orchester Bonn
Generalmusikdirektor
Stefan Blunier
Wachsbleiche 1
53111 Bonn
Tel. 0228 - 77 6611
Fax 0228 - 77 6625
info@beethoven-orchester.de
www.beethoven-orchester.de
Redaktion
Markus Reifenberg
Lisa Valdivia
Text
Heidi Rogge
Gestaltung
res extensa, Norbert Thomauske
Druck
JF. Carthaus GmbH & Co. KG
Bildnachweise:
Für die Überlassung der Fotos
danken wir den Künstlern und
Agenturen.
Preis des Programmheftes: 2,00 €
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HINWEISE
Wir möchten Sie bitten, während des
gesamten Konzertes Ihre Mobiltelefone ausgeschaltet zu lassen.
Wir bitten Sie um Verständnis, dass
wir Konzertbesucher, die zu spät
kommen, nicht sofort einlassen
können. Wir bemühen uns darum,
den Zugang zum Konzert so bald
wie möglich – spätestens zur Pause
– zu gewähren. In diesem Fall
besteht jedoch kein Anspruch auf
eine Rückerstattung des Eintrittspreises.
Wir machen darauf aufmerksam,
dass Ton- und/oder Bildaufnahmen
unserer Aufführungen durch jede
Art elektronischer Geräte strikt
untersagt sind. Zuwiderhandlungen sind nach dem Urheberrechtsgesetz strafbar.
Das Beethoven Orchester Bonn
behält sich notwendige Programmund Besetzungsänderungen vor.
Beethoven Orchester Bonn
Wachsbleiche 1
53111 Bonn
Tel: +49 (0) 228-77 6611
Fax: +49 (0) 228-77 6625
info@beethoven-orchester.de
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Kulturpartner des
Beethoven Orchester Bonn
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