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Der Klan der Banken. Die geheime Macht in Deutschland und wie

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Dieser Bericht ist lang! Warum? Weil darin der Beweis erbracht wird!
Es waren Jahre in denen sich das auf ca. 13 Seiten Geschriebene
abgespielt hat. Man kann nicht auf einer Seite das ausdrücken und
dann auch noch beweisen wollen, was sich über viele Jahre von 2002
bis 2008 ereignet hat.
Wenn Sie aber nicht die Zeit haben alles zu lesen, dann lesen Sie die
letzten Abschnitte!
Auf jeden Fall sehen Sie an diesem Beispiel, was in unserem Land
richtig und was falsch läuft!
Der Klan der Banken.
Die geheime Macht in Deutschland und wie sie
missbraucht wird!
Man spricht davon, dass es der Mittelstand sei, der das Rückgrad der
Wirtschaft in diesem Land sein soll.
Dann lesen Sie einfach weiter und lesen Sie wie das sog. Rückgrad dieses
Landes gebrochen wird!
Eine Dokumentation!
Der Einfluss der LBBW (Bank) auf das Unternehmen Trost und das Ergebnis!
Zusammenfassung der Aktivitäten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) nachfolgend BadenWürttembergische Bank (BW-Bank) seit dem Jahr 2001 aus Aktennotizen festgehalten.
Alles nachfolgend Beschriebene entspricht der Wahrheit und wird anwaltschaftlich bestätigt!
Einleitung:
Das Unternehmen Trost war eines der bedeutendsten deutschen Hersteller von Baustoffen, insbesondere von
hochwertigen Tondachziegeln und Porotonziegeln an fünf verschiedenen Standorten im süddeutschen Raum. Die
hergestellten Tondachziegel entsprachen einer außergewöhnlich hohen Qualität. Damit wurden Kunden in der
ganzen Welt auf uns aufmerksam. In den skanidnavischen Ländern wurden wir zum Begriff für Qualität, und wir
wurden dort Hauptimporteur von glasierten Tondachziegeln.
Mein Name ist Peter Trost. Ich bin 73 Jahre alt und wohne in der Humboldtstr. 26, in 73457 Essingen.
Im Jahr 1969 musste ich auf Familienbeschluss das bereits im Jahre 1897 gegründete Familienunternehmen,
welches von meinem Großvater in Aalen gegründet wurde, leitend übernehmen. Zwei Jahre später starb mein
Vater. Ich war gerade 35 Jahre alt.
Das Unternehmen damals war klein, verschuldet und stellte nur Poroton Ziegel her, mit dem der regionale Markt
versorgt wurde.
In den folgenden Jahren baute ich Schritt für Schritt das Unternehmen aus. 1976 konnte ich meine technischen
Erfahrungen in eine völlig neue und sehr effektive Technik in ein neues Ziegelwerk in Essingen bei Aalen
investieren. Geld hatte ich nicht viel. Doch war diese Investition sehr wichtig für den weiteren Fortbestand des
Unternehmens. Das Land Baden-Württemberg bot mir eine Landesbürgschaft an und das alte Werksgelände in
Aalen wurde an die Stadt verkauft.
Die von mir ganz neu entwickelte Technologie wurde ein voller Erfolg.
Im Jahr 1983 wurde ich vom Direktor der Kreissparkasse in Aalen, Herrn Dr. Günter Wallner nach Stuttgart zu
einem Bankenmeeting eingeladen.
Dort wurde ich geehrt. Ich war einer der Ersten im Lande, der seine Kredite wieder zurückzahlen konnte.
Von da an ging es stetig weiter aufwärts. Jahr für Jahr konnte ich mit guten Bilanzen abschließen.
Im Jahr 1989 sollte einer meiner großen Konkurrenten, die Firma Bott-Eder in Rauenberg bei Heidelberg an einen
australischen Großkonzern verkauft werden.
Dieser Verkauf hätte auch negative Auswirkungen auf mein Unternehmen in Essingen gehabt.
Also versuchte ich als sog. kleiner „David“, dem großen „Goliath“ den Kauf abzujagen.
Und es gelang. Ich übernahm mit dieser Firma gleich drei wichtige Produktionsstätten.
Ein Dachziegelwerk in Rauenberg, ein Porotonwerk in Malsch und ein Steinwerk in Billigheim bei Mosbach.
Doch ich übernahm auch technisch veraltete Anlagen, welche dringend auf neuestes
technisches Niveau gebracht werden mussten, sollten die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Aber wir hatten den
Markt und das Wissen der Mitarbeiter.
Das war geschenktes Kapital!
Ja und Kapital, viel Kapital in Form von Geld ist in dieser Branche leider notwendig um technisch und
wirtschaftlich mithalten zu können.
Das geht ohne eine Bank nicht. Eine Bank muss es sein, welche bereit ist langfristig Kredite zu gewähren.
Es war die damalige Landesgirokasse in Stuttgart (LG) die bereit war unseren weiteren Aufbau
zu begleiten. Und dafür bin ich den Leuten von damals auch heute noch dankbar. Damals im Jahr 1989.
Das übernommene Dachziegelwerk in Rauenberg lag mitten in der Stadt Rauenberg eingebunden in
Wohngebiete.
Nicht gerade der günstigste Standort für eine Produktionsanlage. Außerdem waren die Maschinen und das
Herstellungsverfahren veraltet. Die Folge, die Qualität ließ zu wünschen übrig.
Ich sah mich nach einer besseren Technologie um und reiste 1994 nach Japan. Dort werden die Dächer zu 95
Prozent mit Tondachziegeln eingedeckt und die dortige Bedachungsindustrie ist ungefähr dreimal so groß wie in
unserem Land. Das wusste ich. Aber von deren Herstellungsverfahren wusste ich nichts. Doch ich wusste
natürlich auch, dass Japan ein technisch hochentwickeltes Land ist, in welchem die Qualitätsansprüche hoch
gesetzt sind.
Ich hatte Glück und durfte als einer der ersten Europäer die neueste Technologie der Firma Takasago (dem
Anlagenerbauer von Dachziegel bzw. Dachkeramik Anlagen) sehen. Und ich war begeistert von dieser
vollkommen neuen Technologie, welche bei uns in Europa bis dahin noch unbekannt war. Die schlichte, rationelle
und effektive Art und Weise, wie dort in Japan Tondachziegel in allerhöchster Qualität hergestellt werden, das hat
mich bis zum heutigen Tag fasziniert.
Diese Technik nach Europa bringen, das musste erfolgreich sein.
Zurück in Deutschland bemühte ich mich sofort die Weichen zu stellen. Ich überzeugte unsere Bank, die LG. Ein
vollkommen neues Dachkeramik Werk in Malsch bei Rauenberg sollte gebaut werden, um dann anschließend
das veraltete Werk in Rauenberg stillzulegen und abzubrechen. Das wertvolle Gelände in der Stadt verkaufen
und damit die Finanzierung in Malsch sichern. Die Bank war einverstanden. Es konnte geplant und dann gebaut
werden.
Im Sommer 1997 ging das erste Tondachziegelwerk in Europa, ausgestattet mit japanischer Technologie in
Produktion.
Ein weiterer großer Schritt zur Stabilisierung des Unternehmens war getan. Wir produzierten mit wesentlich
niederen Kosten. Vor allem im Energieverbrauch. Und die Qualität war hervorragend und durch keine
Konkurrenzprodukte zu übertreffen.
Der Nachteil dabei: Es lief nur eine Produktionslinie. Mit einem Modell.
Damit jedoch die Nachfrage auf dem Markt weiter abgedeckt werden konnte, war es zwingend notwendig eine
zweite Produktionslinie daneben zu bauen. So war es auch gleich zu Beginn geplant worden. Vorerst wichtig, der
erste Schritt war getan.
Doch die Zeit drängte und vor allem unsere Kunden drängten.
Immer dringender wurde der Ruf, weitere Dachziegelmodelle mit der neuen japanischen Technologie
herzustellen.
Also war die zweite Linie notwendig.
Ich verhandelte mit der Bank.
(Das nun Folgende habe ich aus Aktennotizen entnommen und unter Punkte geordnet!)
1. Im Jahr 2000 wurde dem Unternehmen Trost von dem heutigen Vorstand der BW Bank (Tochter der LBBW)
Herrn Schielke ein Kredit über DM 47 Mio. angeboten, der zum Bau einer zweiten Dachziegel Produktionslinie
verwendet werden sollte. Herr Peter Trost hat dieses Angebot zunächst abgelehnt, da zur damaligen Zeit der
japanische Yen sehr hoch im Kurs war.
Daraufhin hat Herr Schielke vorgeschlagen, aus der angebotenen Gesamt Kreditsumme über DM 47 Mio. den
Betrag von max. DM 34 Mio. als Yen bereit zu stellen D.h. es wurde Geld nicht in DM sondern in Yen zur
Verfügung gestellt. Günstig war, dass der Zins für den Yen Kredit nur bei 3,5 Prozent lag und somit wesentlich
billiger als der Kredit auf DM mit einer Verzinsung von 7,75 %. Gleichzeitig wurde angeboten, dass dieser Yen
Kredit, ab der Inanspruchnahme bei günstigem Kurs in DM oder € wieder zurückgewechselt werden sollte. Den
Zeitpunkt konnten wir selbst bestimmen. Ein gutes Angebot. Es war anzunehmen, dass der zu diesem Zeitpunkt
hohe Yen Kurs in absehbarer Zeit wieder fallen wird. Und so kam es dann auch später. Also waren damit die
Voraussetzungen erfüllt, den Auftrag für eine zweite Produktions-Linie an die japanische Herstellungsfirma
Takasago zu vergeben.
2. Die Kreditverträge wurden am 26.6. und 23.7.2001 unterschrieben. Doch schon vorher wurde mit dem Bau
begonnen, da mündlich die Kreditzusage vorlag. Nach zügigem Baufortschritt war der Produktionsbeginn auf
September/Oktober 2002 geplant. Bevor jedoch die Produktion 2002 anlaufen konnte, wurde der Firma mitgeteilt,
dass ab jetzt keine weiteren Kreditmittel mehr zur Verfügung gestellt werden. Weder Betriebsmittel zum Anfahren
der neuen Produktion, noch die notwendigen ca. 3,0 Mio. DM welche saisonbedingt und kurzfristig zur
Winterzwischenfinanzierung üblich und notwendig waren. Das war der erste Schock für alle in der
Unternehmensleitung.
3. Was waren die Hintergründe für diese Entscheidung?
In der Zeit zwischen dem Jahr 2000 und 2002 hat die Landesgirokasse mit der Badischen Landesbank fusioniert.
Das war der ausdrückliche Wunsch des damaligen Ministerpräsidenten Teufel. Die Folge war, dass wir (das
Unternehmen Trost) von Stuttgart nach Mannheim verlegt wurden. Weg vom Tisch Schielke auf den Tisch von
Dr. Heidenreich in Mannheim. Allerdings ohne unser Wissen oder Zutun. Man hat uns darüber erst viel später
informiert. Erst dann, als bereits Maßnahmen der Bank eingeleitet waren. Zwischen Dr. Heidenreich und der
Firma Trost gab es nie einen Kontakt. Weder persönlich noch geschäftlich.
Dieser Wechsel nach Mannheim hatte schlimme Folgen.
Es muss angenommen werden, dass Dr. Heidenreich bzw. der damalige Vorstand der Bank bzw. der jetzt
zusammengeführten Banken, den Beschluss gefasst hat, aus dem Kredit-Engagement Trost auszusteigen.
Warum?
Das Baugewerbe hat sich langsamer entwickelt als im Vergleich zu andere Branchen. So vermute ich, dass sich
der Beschluss auf die ganze Brachen bezogen hat. Denn nur bei Trost aussteigen macht keinen Sinn.
4. Ab jetzt wird es sehr ernst. Es werden Maßnahmen von der LBBW eingeleitet, auf die wir nicht vorbereitet
waren und die wir auch nicht verstanden. Zumindest zum damaligen Zeitpunkt nicht verstanden.
Im August 2002 kurz nach den Sommerferien erhielt ich einen überraschenden Telefonanruf des Vorstandes der
Firma Erlus AG. Die Firma Erlus und wir als Trost Dachkeramik sind Konkurrenten auf dem Markt in ganz
Deutschland. Der Vorstand Herr Rauser sagte mir, dass er einen Besuch von zwei Herren der LBBW erhalten
habe, die beauftragt waren ihn, also die Firma Erlus zu fragen, ob sie bereit und interessiert wäre Firmenanteile
der Trost Gruppe zu übernehmen. Ich war wie vom Blitz getroffen und bat ihn mir das doch bitte schriftlich zu
geben.
Hier meine Aktennotiz von damals:
Betr.: Erlus AG/ LBBW
Ich beziehe mich auf die beiden Schreiben von uns an die Firma Erlus vom 15.11.2002 und das Antwortschreiben
der Firma Erlus an uns vom 19.11.2002
Heute erhielt ich einen Anruf gegen 09.15 Uhr von dem Vorstandsvorsitzenden der Firma Erlus AG, Herrn
Rauser, der mir folgendes mitteilt:
Er sei vor etwa zwei Monaten von einem Herrn Schreiner und einem Herrn Senke, beide Vertreter der LBBW aus
Stuttgart besucht worden.
Herr Rauser teilt mit, dass ihm während dieses Gesprächs unsere Firma zum Kauf angeboten wurde, Es wurde
ihm auch gleichzeitig ein Mandatsvertrag zum Abschluss vorgelegt. Der Besuch dieser beiden Herren kam auf
Initiative der Landesbank LBBW zustande.
Soweit die Aussage von Herrn Rauser.
Nach diesem Telefongespräch mit Herrn Rauser rief ich Herrn Waibel von der Landesbank an und fragte ihn, wie
so etwas ohne mein Wissen, bzw. ohne unser Einverständnis geschehen konnte. Von Herrn Waibel wurde ich an
Herrn Senke verwiesen und dieser bestätigte mir, dass der Besuch tatsächlich stattgefunden hat und dass
Rauser bzw. Erlus Interesse an einem Kauf bzw. einer Teilübernahme von Trost habe.
Daraufhin sei ihm von Seiten der Bank ein Mandatsvertrag übersandt worden.
Ich war geschockt und habe beiden Herren Waibel als auch Senke darauf hingewiesen, falls uns aus dieser
Handlung ein Schaden entsteht sollte, würde ich diesen der Bank gegenüber geltend machen! Und zwar
unabhängig ob seitens der LBBW oder seitens der Firma Erlus ein Verschulden vorliegt.
Aktennotiz: Essingen, den 5.12.2002
Gez. Peter Trost
Natürlich ist meiner Firma durch das unglaubliche Vorgehen der Bank ein nicht wieder gut zu machender
Schaden entstanden. Nicht nur dass unser Image dadurch ganz erheblich beschädigt wurde. Wir sind von
Kunden angesprochen worden, dass wir ja ohne hin bald zu Erlus gehören würden. Es war einfach übel. Denn
der Herr Rauser verhielt sich nicht loyal und hat diese Information voll gegen Trost ausgenutzt. Wie auch nicht
anders zu erwarten war.
5.
Schon Im August 2002 hat mich der damalige Bankdirektor Waibel besuchte und eine sog. Restrukturierung
durch die Firma Dröge verlangt. Der Name Dröge war mir bis dahin unbekannt. Erst viel später erfuhr ich, dass
Dröge und Dr. Heidenreich gute Bekannte sind. Damit war klar, warum Dröge eingesetzt werden sollte. Meine
Frage nach dem Sinn und nach den Kosten? Die Antwort: Eine bessere Transparenz der Unternehmensgruppe
Trost und akzeptable Kosten von maximal ca. € 20.000 würden für diese sog. Restrukturierung ausreichen. Mehr
würde das nicht kosten. Inzwischen gab es den Euro! Ich willigte ein, wir hatten ja nichts zu verbergen. Ganz im
Gegenteil, ich erhoffte den einen oder anderen positiven Impuls für die weitere Entwicklung des Unternehmens
von sog. Fachleuten und natürlich auch die weitere Finanzierung der Bank.
Am 20.8.02 erschien Dr. Bickel von Dröge und unterbreitete, dass es nicht € 20.000,00 für das gesamte
Restrukturierungspaket seien, sondern je Monat
€ 280.000,00. Mir stockte fast der Atem. Ein so unverschämt hohes Honorar hat noch nie jemand gefordert.
Verhandeln konnte ich nicht. Denn im selben Gespräch hat man mir dann auch zum ersten Mal erklärt, dass die
Bank sonst die Kredite fällig stellen würde. (Eine Drohung und eine Erpressung zugleich, die in den
nachfolgenden Jahren ständig angewandt wurde.) Und wie lange soll das Engagement dauern? War meine
Frage. „ Wir wissen das heute noch nicht, aber vielleicht 6 Monate oder länger“.
Kurz darauf erschienen 4 Angestellte der Firma Dröge. Ihre Namen sind:
Dr.Baur, Dr.Illner, Herr Pauls und Herr Remmen. Die Herren begannen sofort mit ihrer sog. Arbeit. Am 25.11.02
wurde von mir verlangt, ein Schreiben folgenden Inhaltes zu unterzeichnen:
a. Alle Entscheidungen und Tätigkeiten, welche die Liquiditäts-, Personal-, Ergebnis- und Bilanzsituation der
Trost Gruppe und deren Tochterunternehmen betreffen sowie alle Sachverhalte, welche die strategische
Ausrichtung oder den organisatorischen und gesellschaftsrechtlichen Aufbau des Unternehmens betreffen, dürfen
nur nach Erteilung eines Sichtvermerks durch die Berater der Firma Dröge & Comp. vollzogen werden
b. Sämtliche Rechtsgeschäfte, die das operative Geschäft betreffen, (z.B. Arbeits-, Miet- und Pachtverträge),
Presseveröffentlichen, Geschäfte und Schriftverkehr mit den Banken, dürfen ebenfalls erst nach Erteilung eines
Sichtvermerks durch die Dröge Mitarbeiter vollzogen werden.
Damit hat Dröge direkt Einfluss auf die operative Geschäftstätigkeit genommen ohne jedoch selbst in die
Verantwortung zu gehen. Denn der Verantwortungsbereich für das Unternehmen verblieb nach wie vor bei der
Geschäftsleitung. Diese konnte aber nicht mehr Handeln. Das übernahm ab jetzt die Bank im Hintergrund und
Dröge im Vordergrund.
Die Geschäftsführung musste somit nach den Weisungen von Dröge handeln und für diese Handlungen die
Verantwortung und Haftung übernehmen. Dröge wies an, ohne eine Verantwortung oder Haftung zu übernehmen.
Ein einmaliger , mit den Aufgaben eines Beraters nicht mehr zu rechtfertigender Vorgang. Erpresst durch die
LBBW im Hintergrund mit den jetzt immer wieder kehrenden Drohungen „ Sonst werden die Kredite gekündigt“.
Und alle in der Trost Unternehmensleitung hatten das zu respektieren!
Schnell wurde mit klar, dass die Order der Bank an Dröge darin bestand, alle nicht unmittelbar mit dem
Kerngeschäft zusammenhängenden Assets (Liegenschaften), kurzfristig zu veräußern. Ja, zu Geld zu machen
und das zu jedem Preis der zu bekommen war. Daneben war Dröge äußerst peinlich darauf bedacht, dass das
Honorar über
€ 280.000,00 pünktlich am Monatsende per Scheck bezahlt wurde. Nein, Dröge bediente sich vorrangig bei der
Zahlung egal ob andere Zahlungen für das Unternehmen wichtiger waren oder nicht.
Von der Bank bekamen wir ab den Aktivitäten Dröge
keinen Cent mehr. Alles von da an musste aus eigenen Mitteln finanziert werden. Ob die sonst übliche SaisonWinterfinanzierung oder die außerordentlich hohen Honorare für Dröge. Oder die Anlaufkosten der zweiten
Produktionslinie. Einfach alles.
Klar war jetzt auch, dass Dröge von der Bank für sein Handeln angewiesen wurde. Denn zu keinem einzigen
Zeitpunkt haben sich die Dröge Mitarbeiter mit der Geschäftsführung Trost, bzw. mit mir jemals abgestimmt.
Dafür aber telefonierte man mehrfach täglich mit der Bank in Stuttgart bzw. Mannheim. Nie hat man mich oder
einen der anderen Geschäftsführer nach unserer Meinung gefragt. Ab dem Wirken von Dröge wurden alle
Maßnahmen welche im Unternehmen getroffen werden mussten mehr oder weniger erzwungen. Bei jedem Veto
der Trost Geschäftsführung gab es immer die gleiche Antwort: „Wenn Sie dem nicht zustimmen, dann werden die
Kredite gesperrt“. Aus den nun folgenden Ereignissen kann jeder seinen eigenen Schluss ziehen.
6.
Nach Inbetriebnahme der zweiten Produktionslinie in Malsch konnte bereits Ende 2002 die technisch veraltete
Produktionsanlage in Rauenberg geschlossen werden. Die Mitarbeiter wurden in die Neuanlage nach Malsch
übernommen. Das Betriebsgelände in Rauenberg wurde parallel zum Verkauf angeboten. Damit war ich
einverstanden denn so war es schon beschlossen im Jahr 2000 bei der damaligen Zusage für dei Finanzierung.
Jetzt sollte das Grundstück in Rauenberg verkauft werden.
Die ENBW machte ein Angebot über 10,3 Mio. € denn das Gelände lag in der Mitte der Stadt und war bestens für
einen Wohnungsbau geeignet. Roland Göhringer Geschäftsführer der Trost Gruppe und zuvor 24 Jahre lang
erfolgreicher und unternehmerisch denkender Bürgermeister der Gemeinde Essingen, hat die Verhandlungen mit
der ENBW und einigen anderen Bewerbern aufgenommen. Er war der richtige Mann, denn niemand im
Unternehmen Trost hatte in Grundstücksgeschäften soviel Erfahrung wie er.
Dann trat Dr. Baur von Dröge auf (gelernter Maschinenbauer) und verlangte, in die Grundstücksverhandlungen
mit einbezogen zu werden. Er verbot Herrn Göhringer die Verhandlungen ohne sein Beisein fortzuführen. Die
ENBW wollte ursprünglich schnell kaufen.
Als Dr. Baur, völlig unerfahren in solchen Angelegenheiten, auftrat und sich entsprechend äußerte, begriffen die
Interessenten sehr schnell, dass Trost wahrscheinlich unter einem gewissen Verkaufszwang stehen könnte. Die
Folge:
Die ENBW zog ihr Angebot zurück und bot einen wesentlich reduzierten Kaufpreis an, verbunden mit hoher
Sicherheitsleistung für die Altlastenfreiheit des Geländes und verzögerte die Verhandlungen ganz bewusst. Was
damals geschah war verheerend.
Der Preis sank weiter und der gesamte Verkaufsprozess auch mit den anderen Interessenten zögerte sich mehr
und mehr hinaus, da die Kaufinteressenten warteten, dass Trost eventuell in die Insolvenz geht um dann billiger
kaufen zu können.
Legal aus der Sicht der Käufer. Katastrophal natürlich für Trost. Das berührte die Bank aber nicht. Denn das, was
sowohl Trost erreichen wollte, nämlich einen vernünftigen Preis für das wertvolle Gelände in Rauenberg, war mit
dem Einschalten in die Verhandlungen durch Dröge jetzt nicht mehr möglich. Jeder Dummkopf weiß, dass bei
Verhandlungen dieser Art das richtige Fingerspitzengefühl angebracht ist. Und Herr Göhringer, auf Grund seiner
jahrzehntelangen Erfahrung im Grundstücksgeschäft, wusste wie er zu verhandeln hatte. Eine von Trost
angebotene Alternative, das Gelände selbst zu erschließen und abschnittsweise zu verkaufen, lehnte die Chefin
der Verwertungsabteilung der BW Bank, Frau Diem kategorisch ab. Und damit wusste ich auch, dass wir in der
sog. Verwertungsabteilung der BW Bank gelandet sind. Denn seit dem Einzug von Dröge hatten wir es plötzlich
mit ganz anderen Mitarbeitern dieser Bank zu tun. Welche weitere Entwicklung das nach sich zog und mit
welchen Folgen, das begriff ich allerdings erst einige Zeit später. Doch zurück zum Verkauf des Grundstücks in
Rauenberg. Ich fasse mich kurz:
Das Angebot der ENBW über € 10,3 Mio. war datiert mit dem 09.08.02.
Das Grundstück Rauenberg wurde aber nicht an die ENBW sondern viel später erst im Jahr 2005 an die
Kommunale – Entwicklungsgesellschaft weiterverkauft. Natürlich zu einem wesentlich niederen Preis. Damit war
die Bank aber einverstanden - konnte sie auch, denn die LBBW ist Gesellschafterin bei eben dieser Kommunalen
Etwicklungsgesellschaft!
Am 07.12.06 habe ich folgende Aktennotiz geschrieben:
Betr.: Verkauf des Grundstücks Rauenberg
Im Januar 2005 wurde der Geschäftsleitung der Trost-Dachkeramik Herrn Frank Trost ein Angebot von der
Kommunalen Entwicklungsgesellschaft Baden-Württemberg über den Verkauf des Grundstücks ehemaliges
Betriebsgelände der Trost-Dachziegel in der Bottstraße 1 in Rauenberg unterbreitet.
Das Angebot sieht zwei Varianten vor:
• Wenn Trost bei der weiteren Verwertung und Entwicklung mit dabei bleibt, dann wird die Firma Trost nach ca. 610 Jahren für das Grundstück einen Betrag über
ca. € 17 Mio. erhalten.
• Wenn Trost einen sofortigen Verkaufserlös fordert, dann zahlt die Kommunale Entwicklungsgesellschaft den
Betrag von nur € 5,7 Mio.
Frau Diem von der BW Bank in Stuttgart aber forderte den sofortigen Verkauf, obwohl ihr bekannt war, dass dem
Unternehmen dadurch ein großer Eigenkapital Verlust entstehen wird.
Damit wurden für das Grundstück tatsächlich € 5,7 Mio. bezahlt. Diesen Betrag hat die BW-Bank auch gleich
kassiert.
Dem Unternehmen ist durch diese Maßnahme ein Eigenkapital Verlust von € 11,3 Mio. entstanden.
Essingen, den 7.12.2006
Das Grundstück wurde in Abstimmung mit der Gemeinde Rauenberg schon einige Jahre zuvor auf 16 Mio. €
bewertet und daraus alle Steuern an das FA abgeführt.
7.
Jetzt zurück ins Frühjahr 2002. Denn bevor das Gelände verkauft werden konnte musste die alte
Dachziegelanlage abgebrochen werden. Damals wurde mir ein Angebot aus Rumänien gemacht. Dort waren für
einen Interessanten und relativ niederen Preis die Hauptaktien des damals größten Mauer - und
Dachziegelbetriebes in Rumänien,
der Firma Cema AG in Sibiu (Hermannstadt), zu kaufen. Nach Besichtigung und Verhandeln mit den Eigentümern
war man sich einig. Der Kaufpreis betrug 1.2 Mio. Euro. Ein akzeptabler Preis! Dieser Kauf und diese Investition
passten gut in mein Konzept.
In West Europa konnte man zu dieser Zeit – im Jahr 2002 – nicht mehr viel Geld für einen Verkauf alter, aber bis
dahin immer noch gut funktionierenden Maschineneinrichtungen, erwarten. In den Ostblock Ländern und natürlich
auch in Rumänien, brauchte man dringend Maschineneinrichtungen und diese aus der Anlage in Rauenberg
waren bestens dafür geeignet. Die Firma Cema AG, schloss einen Vertrag für den Kauf der alten
Maschineneinrichtungen von Rauenberg mit uns ab und war bereit dafür € 6,3 Mio. bezahlen. Der Neuwert für
eine solche Anlage liegt bei mindestens € 25 Mio. Das wussten auch die Rumänen und deshalb war deren
Angebot ein gutes Geschäft für die Rumänen aber auch für uns. Über die bekannte Versicherungsgesellschaft
Hermes wurde der Vertrag geprüft und abgesichert. Ein wirklich gutes Geschäft – beide Seiten waren zufrieden.
So konnten wir zeitgemäß – wie auch andere deutsche Unternehmen aus der Branche - unsere älteren
Maschinen einigermaßen günstig in den Osten, sprich nach Rumänien, verkaufen. Und gleichzeitig tat sich für
uns eine Türe auf, in einen kommenden sehr interessanten Markt in Rumänien einzusteigen durch die neue
Beteiligung an der Firma Cema AG.
Aber es kam ganz anders. Während einer Einladung zu einem der nun regelmäßig monatlich stattfindenden
Bankenmeeting in den Gebäuden der LBBW Bank in Stuttgart, Anfang September 2002, bei denen Dröge Bericht
erstattete und „seine Erfolge“ graphisch und effektvoll an die Wand projektierte, verlangte Frau Diem, dass wir
uns sofort aus dem Engagement Rumänien zu verabschieden hätten. Unter anderem warf sie mir persönlich vor,
ich hätte mit diesem Investment kriminell gehandelt, und Geld veruntreut und die investierten 1,2 Mio. € wären ja
doch verloren in einem solchen Lande!
Man drohte mir auch jetzt wieder, diese Maßnahme sofort rückgängig zu machen, andernfalls werden die Kredite
gekündigt.
Ich verstand die Welt nicht mehr. Hatten wir doch vorher sorgfältig und gewissenhaft dieses Engagement geprüft.
Außerdem hatten wir schriftlich von der Hermes Versicherung vorliegen, dass das Investment in Rumänien
ordnungsgemäß beantragt und ohne Probleme abgewickelt werden kann.
Nach dieser erneuten unmissverständlichen Drohung konnte ich nicht anders. Das Geschäft musste rückgängig
gemacht werden. Ich bat den damaligen Geschäftsführer, Herrn Rusu in Sibiu, die investierten 1,2 Mio. € wieder
zurück zu verlangen und aus dem Geschäft auszusteigen.
Frau Diem spottete und war der Meinung das Geld werde man ja doch nicht wieder sehen. Natürlich war es nicht
leicht aus diesem Vertrag herauszukommen. Aber es gelang. Zwei Monate später, wieder bei einer
Bankensitzung, waren die 1,2 Mio. € zurück überwiesen. Ich habe das beim nächsten Treffen erwähnt. Frau Diem
war überrascht und fragte ihren Kollegen Wieland ob das stimme. Der antwortete wörtlich: „Ja, ich habe den
Betrag mit rückständigen Zinsen verrechnet“.
Ich protestierte und verlangte, dass dieser Betrag, so wie es sich gehört, als Rückzahlung von Darlehen zu
buchen ist!
Nach meinem Protest wurde dies dann auch berichtigt.
8.
Zum Abbruch der Maschinen in Rauenberg waren bereits Mitarbeiter der Firma Cema AG anwesend. Diese
halfen beim Abbrechen und gleichzeitig Verpacken sie die Maschinen für den Transport. Schlimm war, auch das
musste jetzt rückgängig gemacht werden. Ich musste die Leute unverrichteter Dinge nach Rumänien
zurückschicken.
Dr.Baur von Dröge sprach sich mit der Bank ab und es wurde mir vorgeschlagen, eine Versteigerung der
Maschinen zu organisieren. Ich warnte, da ich den Gebrauchtmaschinen Markt kannte, und erklärte, dass wir in
Deutschland im Jahr 2002 keine Käufer für diese Maschinen finden werden. Aber Dr. Baur, seines Zeichens
Maschinenbauer, ließ sich davon nicht abhalten und setzte eine Versteigerung auf Dezember 2002 an. Das
Ergebnis war beschämend:
104 Tsd. € war der Erlös für alle Maschinen und Einrichtungen zusammen!
Ich war traurig und wütend zugleich und habe über diesen Vorgang eine Aktennotiz geschrieben und diese Frau
Diem in Stuttgart gegeben. Diese las die Notiz, drehte sich um und lief einfach weg ohne irgend einen
Kommentar.
Auch heute im Jahr 2009 ist dazu kein Kommentar notwendig, denn so wurden aus 6,3 Mio. € die ich bereits als
Kaufpreis fest abgeschlossen hatte
ein Betrag von 104 Tsd. €.
Ein weiterer Verlust für das Unternehmen Trost von über € 6 Mio.
Schließlich ist noch festzustellen, dass heute im Jahr 2009, aus der Firma Cema AG, wie erwartet, ein
bedeutendes, marktführendes Unternehmen in Rumänien wurde.
9.
Inzwischen war mir klar wo die Reise hingeht.
Im Winter 2002/2003 habe ich mit meinem Sohn Frank zusammen den Entschluss gefasst, dass es wohl das
Beste ist, das ganz Unternehmen zu verkaufen. Zumindest die Abteilung Poroton bzw. Mauerziegel. Wir
produzierten in drei Werken. Ein Werk – das Stammwerk – in Essingen, ein Werk in Malsch und ein weiteres
Werk in Ansbach. Die Firma Wienerberger Ziegelindustrie AG in Wien war seit längerer Zeit schon daran
interessiert, die Sparte Poroton von uns zu erwerben. So gab es bereits 1995 Gespräche in dieser Angelegenheit
zwischen Wienerberger und uns. Also entschloss ich mich im Oktober 2002 die Verkaufsgespräche wieder
aufzunehmen. Mit dem Verkaufserlös sollten die Verbindlichkeiten abgelöst und wieder mehr finanziell
notwendiger Spielraum geschaffen werden.
Die Verhandlungen haben sich bis zum Sommer 2003 hingezögert. Frau Diem von der LBBW dauerte das zu
lange. Sie verlangte, dass die beiden Gesellschafter am 11.7.03 einen notariellen Vertrag zu unterzeichnen
haben, aus dem hervorgeht, dass die Bank die Gesellschaftsanteile ab dem 1.10.2003 verpfänden kann.
Ausgerechnet einen Tag später, also am 12.7.03 war verabredet, dass ich mich mit dem Vorstand von
Wienerberger in Düsseldorf zum abschließenden Verkaufsgespräch treffen würde. Das wusste auch Frau Diem.
Und sie kannte die Wichtigkeit dieses Termins. Selbst wenn man heute davon ausgeht, dass Frau Diem damit
einen gewissen Druck zum Abschluss auf mich ausüben wollte, sehe ich diese Handlung anders.
Für mich war das eine Gemeinheit ersten Ranges!!!
Frau Diem wusste sehr genau, dass wir verkaufen wollten. Kam doch der Anstoß zu verkaufen von mir und nicht
von der Bank, die zur damaligen Zeit gar nicht wusste, dass wir mit Wienerberger in dieser Angelegenheit schon
Jahre zuvor im Gespräch waren.
Man stelle sich einmal vor wie der Käufer reagieren würde, falls er von dieser Erpressung erfährt. Welch
katastrophale Auswirkung ein solches Papier für das Unternehmen und die Gesellschafter hat und natürlich auch
letztendlich auf den Kaufpreis. Ich habe Frau Diem gebeten sich doch bitte während der Verhandlungen mit
Wienerberger wenigstens nach außen hin zurückzuhalten und wie eine Einheit zu uns zu stehen.
Das hat Frau Diem nicht getan.
Als der Vorstand von Wienerberger Dr. Windisch ein Gespräch mit Frau Diem suchte, erkannte er schnell, dass
die Bank nicht hinter uns steht. Und diese Information hat den Verkaufspreis der Sparte Poroton und Mauerziegel
um viele Millionen € nach unten gedrückt.
Der Verkauf fand statt und der Preis war viel niederer als zu Beginn der Verhandlungen mit Wienerberger. Denn
mir lag aus dem Jahr 1997 ein Angebot der Wienerberger mit DM 64 Mio. vor.
Verkauft wurde im Januar 2004 mit € 22 Mio! Wobei für das Werk in Essingen natürlich nichts mehr bezahlt
wurde. Warum? Das lesen Sie im nächsten Abschnitt.
10.
Im Jahre 2002 wurden drei Poroton- bzw. Mauerziegelwerke betrieben. Da die Baunachfrage zu dieser Zeit leicht
rückläufig war, habe ich erwogen das kleinste Werk in Ansbach über den Winter 2002/2003 vorübergehend
abzustellen.
Aber Dröge und die Bank im Hintergrund verlangten das Werk in Essingen still zu legen. Essingen kam für mich
nicht in Frage, denn das Werk Essingen war von allen das Profitabelste. Auch die Mitarbeiter in Essingen, waren
eine hervorragende Mannschaft. Doch Dröge wollte mit aller Gewalt stilllegen und das so schnell wie möglich. Es
war später Herbst 2002. Noch nicht einmal eine ordentliche Wirtschaftlichkeitsberechnung - für die Dröge
ja angetreten war – konnte erstellt werden.
So sehr eilig hatten es Dröge und die Bank. Auch die Untersuchung, welche Folgen das Stilllegen von Essingen
auf den Markt, die Kunden und das Unternehmen bedeutet, wurden nicht gemacht. Einfach aus dem Bauch
heraus entschied Dröge und die Bank. Es musste schnell geschehen und ich musste zustimmen, weil sonst – wie
immer dieselbe Drohung – die Kredite sofort gekündigt werden.
Es tut mir heute noch weh, wenn ich an die guten Mitarbeiter denke, die ohne Rücksicht entlassen wurden. Nun
stand Essingen dasselbe Schicksal bevor wie dem Dachziegelwerk in Rauenberg. Jedoch mit dem Unterschied,
dass die Stilllegung von Rauenberg auch von mir geplant und sinnvoll erschien, doch bei Essingen war die
Situation eine Andere.
Hier sollte einfach ein Betrieb stillgelegt und abgebrochen werden, um möglichst schnell an das inzwischen
wertvolle Industriegelände, mit Bundesbahnanschluss, gleich neben der B29 zu kommen. Weil die Bank hoffte,
dieses Gelände anschließend lukrativ verkaufen zu können. Nur das konnte der Hintergedanke der Bank sein.
(Und so kam es dann auch!).
Inzwischen interessierte sich ein Hersteller von Ziegelprodukten aus der Ukraine für den Essinger
Maschinenpark. Auch diese Verhandlungen dauerten der Bank zu lange und Dröge hatte den Auftrag, die
Maschinen zu verschrotten. Was dabei herauskam, waren nicht mehr als ein Schrottpreis und wesentlich weniger
als beim Verkauf der Maschineneinrichtung von Rauenberg.
An dieser Stelle möchte ich eine Aktennotiz über die Stilllegung von Essingen einfügen:
Anlässlich der heutigen Verhandlungen mit den Geschäftsführern der Firma Wienerberger bei denen es um den
Verkauf der Porotonwerke ging, hat sich der Hauptgeschäftsführer der Wienerberger GmbH in Hannover, Herr
Hoppe geäußert,
„dass es von Trost ein schwerer strategischer Fehler war das Werk in Essingen zu schließen,
weil dies die Position Trost deutschlandweit erheblich geschwächt hat“. Und wörtlich fügte er hinzu,
dass
„die Stilllegung Essingen hat Trost mindestens 10 Mio. € am Kaufpreis gekostet“!
Walldorf, den 26.11.03
17.00 h
anwesende Personen die das Gespräch gehört haben:
Herr Hoppe, Herr Dr. Ringel, Herr Steenheuer, Herr Schwitalla, Herr Frank Trost, Herr Douglas Trost,
Herr Dr. Illner, Herr Paschwitz, Frau Haug, Herr Knappenberger, Herr Peter Trost, Herr Dr. Hicker.
Dieser Notiz ist nichts mehr hinzuzufügen.
Nach dem Verkauf der Porotonwerke an Wienerberger im darauffolgenden Jahr 2003 gab es Schwierigkeiten bei
der Versorgung des Marktes im Raum um Aalen/Crailsheim/Ulm Stuttgart. Zwischen 70 und 80 Millionen Stück
Ziegelsteine fehlten und mussten von anderen Mitbewerbern hauptsächlich aus Bayern in den Raum Aalen
zugefahren werden um die Nachfrage einigermaßen zu decken.
11.
Da die monatlichen Kosten für Dröge weit überzogen waren und sein Wirken für das Unternehmen inzwischen
katastrophale Auswirkungen hatte, sprach mein Anwalt im Frühjahr 2003 mit Dr. Bickel von Dröge und es wurde
vereinbart, dass Dröge am 31.05.2003 seine „Dienste“ beendet.
Doch die Bank war damit nicht einverstanden und drohte erneut mit der Kündigung der Kredite, falls Dröge geht.
Am 29.7.03 erklärte ich der Bank, dass die weitere Beschäftigung von Dröge nur noch rausgeschmissenes Geld
ist. Trotz diesem Einwand bestand die Bank auf dem weiteren Einsatz von Dröge. Denn Dr. Baur verstand es bei
den Gesprächen mit der Bank, sich und die Anwesenheit Dröge als unverzichtbar darzustellen.
Inzwischen war Herbst 2003 und Dröge hat über 3,0 Mio. € Honorar kassiert, das vom Betreib zusätzlich
erwirtschaftet werden musste, für drei bis vier Personen in einem Jahr! Ich erinnere!
Das war genau das Geld, welches das Unternehmen jährlich für seine Winterfinanzierung braucht, aber von der
Bank 2002 abgelehnt wurde.
Beim Gespräch am 15.09.03 zwischen den Vertretern der LBBW erklärte ich erneut, dass der Dröge Einsatz nur
noch dem einen Selbstzweck nütze, nämlich weiter Umsatz für Dröge zu machen. Ich erinnerte auch an die
laufenden Drohungen der Bank. Und mein Anwalt Dr. Hermann Hicker schrieb der Bank, dass sie sich seit
langem bereits im Zustand der faktischen Geschäftsführung befinde. Darauf gab die Bank nach und man schlug
mir eine andere Lösung vor.
Dr. Illner der für Dröge beschäftigt war, bot uns seine Dienste als Geschäftsführer an.
Das begrüßte die Bank, und wir konnten mit dieser Regelung Dröge endlich im Herbst 2003 aus seinen sog.
„Diensten“ entlassen.
Und Dr. Illner wurde zum Geschäftsführer ernannt. Es war Herbst 2003.
Durch einen Zufall erfuhr ich im Frühjahr 2004, dass Dr.Illner in ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren
verwickelt war. Das Verfahren gegen ihn stand in Bochum an.
Damit war klar, wir mussten uns von Dr. Illner trennen.
Einige Jahre später habe ich erfahren, dass die Anklage gegen ihn abgewiesen wurde.
12.
Ich entschloss mich aus den geschäftlichen Aktivitäten zurückzuziehen, denn ich sah jetzt sehr deutlich, wo die
Reise hinging. Es war Herbst 2003. Seit dieser schicksalhaften Entscheidung der Bank im Sommer 2002 durch
Dr. Heidenreich wusste ich, das Ziel der Bank war, das Unternehmen zu zerschlagen. Alles veräußern was
möglich war um möglichst schnell Kasse zu machen.
Man hörte weder auf mich noch auf einen anderen Geschäftsführer im Unternehmen.
Wäre eine normale und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Bank möglich gewesen, wäre es natürlich nie
soweit gekommen und Dröge trieb seine Keile dazwischen, um selbst im Geschäft zu bleiben so lange es nur
ging. Heute weiß ich, dass gleich mit dem ersten Tag, als man uns Dröge ins Haus schickte, der Ausstieg aus
dem Engagement Trost beschlossene Sache war. Mit einer unbeschreiblichen Arroganz wurden so viele dumme
Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg getroffen und rigoros durchgesetzt. Entscheidungen, welche die
wohldurchdachte, empfindliche aber auch gut überlegte Struktur des Unternehmens grob zerstörten.
Entscheidungen, die innerhalb kürzester Zeit jedes Unternehmen ruinieren.
Für die Bank gab es nur ein Ziel:
Verkaufen was zu verkaufen war. Und das um jeden Preis. Möglichst schnell. Dass dieses Vorgehen nur mit
einem Misserfolg enden kann, müsste eigentlich jeder intelligente Mensch begreifen.
Heute weiß ich, dass die Bank zu diesem Zeitpunkt im Jahr 2002/2003 ganz anders gerechnet hat. Damals fuhr
die Börse weltweit ab!
Mit dem Abbruch des Werkes in Essingen, im Herbst 2003 übergab ich meine Aufgaben meinem Sohn Frank.
Von 1969 an bis 2002 habe ich das Unternehmen geführt und erfolgreich aufgebaut. Ich wollte nicht mehr. Ich
sah keinen Sinn mehr in meiner weiteren Tätigkeit.
Trost Ziegel war ein Begriff in der ganzen Branche, auf dem Markt ja, nicht nur in Deutschland nein in ganz
Europa. Wir waren stark. Und jetzt wurden wir in unsinniger Weise zerschlagen!
Jeder wird sich die Frage stellen, warum denn eigentlich.
Vor allem, wenn man dann auch noch weiß, dass es kein einziges Jahr gab, in dem das Unternehmen Trost rote
Zahlen im operativen Bereich geschrieben hat!
Heute kenne ich die Antwort. Auf den letzten Seiten dieses Berichts werden Sie es erfahren!
Lassen Sie mich noch einmal kurz in Erinnerung bringen:
Ich bin der Sohn einer mittelständischen Familie und wurde zu Sparsamkeit erzogen. Das Unternehmen wurde
von meinem Großvater 1897 gegründet. In dieser Tradition wurde immer verantwortungsbewusst gelebt. Das
Verhältnis zu meinen Mitarbeitern war auf Respekt, Anstand und Freundschaft aufgebaut.
Und jetzt erlebte ich den krassen Unterschied dazu:
Wie eine Bank und insbesondere Frau Diem von der LBBW mit Menschen umgeht.
13.
Weitere Jahre vergehen. Die Porotonwerke sind im Januar 2004 an die Wienerberger GmbH, Hannover verkauft
worden für eine Summe von € 22 Mio.
Wir schreiben das Jahr 2007. Die Bank drängte auf weitere Verkäufe von Grundstücken. Bis heute wurden in
Essingen nahezu alle Grundstücke verkauft. Die Bank kassierte dabei eine Summe von ca. € 11 Mio.
Auch beim letzten Grundstücksverkauf im Sommer 2007 erpresste uns die Bank wieder.
Folgendes hat sich zugetragen: Die Firma Scholz aus Essingen, hat vor Jahren schon ein Angebot zum Kauf
eines Grundstücks gemacht. Der qm Preis war aber zu nieder. Inzwischen interessierte sich die Firma Hörger für
dieses Grundstück und bot € 53,00 für den qm. Daraufhin erhielt mein Sohn Frank einen Telefonanruf von der
BW Bank Herrn Hornung. Dieser machte klar, dass das Grundstück nicht an Hörger verkauft werden darf, bevor
Scholz noch einmal nachgeboten hat, weil der Bankdirektor Waibel inzwischen bei Scholz war und diesen über
das Interesse Hörgers informiert hat. Der Besuch von Waibel bei Scholz war mit Trost nicht abgesprochen.
Darauf bot Scholz € 50 pro qm und die Bank verlangte, dass an Scholz verkauft wird. Gleichzeitig mit einer
weiteren Erpressung per Telefon Ansage an Herrn Walter Knopf wörtlich:“ Davon hängt die weitere
Zusammenarbeit mit Trost ab“! Walter Knopf ist Prokurist der Firma Trost und kann das bezeugen!
Was ist dazu noch zu sagen?
Vom Eintritt Dröge im September 2002 bis 2007 hat sich die Bank in alle wichtige Geschäfte eingemischt. Im
Grunde war die Bank in die Geschäftsführung mit integriert. Ja, sie war faktisch Mitgesellschafter.
Weder ich, bis zu meinem Ausscheiden, noch mein Sohn Frank, bis zum Ende des Jahres 2007 konnten
irgendwelche Entscheidungen ohne die Zustimmung der Bank treffen. Nein, es war schlimmer, die
Entscheidungen wurden von der Bank bestimmt und dann mit Druck erpresst.
Das Ziel war abkassieren wo immer es ging!
Warum das werden Sie später sehen!
Dazu müssen wir in das Jahr 2008 gehen!
14.
Aus den laufenden operativen Geschäften in der Zeit von 2004 bis 2007 hat die Bank weitere € 10 Mio. aus dem
Unternehmen Trost gezogen. Man sieht daraus, dass Trost durchaus in der Lage war sich selbst zu behaupten.
Kein Jahr mit roten Zahlen im operativen Bereich.
Parallel dazu wurden die Betriebsmittelkredite so eingeschränkt, dass Trost keine Möglichkeit hatte,
betriebsnotwendige Rückstellungen zu bilden. Alles erwirtschaftete Geld wurde von der Bank kontrolliert und
monatlich einkassiert.
Unter diesen Vorzeichen kann sich kein Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln. Das dürfte jedem Leser klar
sein.
15.
Dann im Frühjahr 2007 kam der Vorschlag, das Unternehmen jetzt vollständig zu verkaufen. Man wollte endgültig
aus dem Engagement raus. Damals im Frühjahr 2007 war die Börse noch hoch oben!
Noch 2006 erreichte Trost einen Umsatz von
ca. 26 Mio. € und ein Ergebnis zur Deckung von Kapitaldiensten von ca. € 2,0 Mio.
2007 wieder ein Umsatz von etwas mehr als 25 Mio. € und damit lag Trost bei rückläufigem Umsatz der
gesamten Branche 2007 prozentual am Besten. Aber der Ertrag zur Deckung von Kapitaldiensten schrumpfte auf
ein Plus von nur noch 0,5 Mio. €.
Das war der Bank zu wenig.
Ich war zu dieser Zeit noch mit 50% am Unternehmen beteiligt.
Damit aber aus der Sicht der Bank der gewünschte Verkaufsprozess angekurbelt werden kann, wollte man mich
los werden, denn man befürchtete, ich könne das verhindern und schlug deshalb vor, ich solle meine Anteile auf
meinen Sohn Frank übertragen, dann würde man mir die Sicherheiten, die noch immer auf meinem Wohnhaus
lasteten, freigeben. Nun hätten diese Sicherheiten schon längst freigegeben werden müssen, denn es bestand
die schriftliche Zusage der Bank mit Schreiben vom 02.10.2002, dass meine privaten Sicherheiten freigestellt
werden, sobald das Grundstück in Rauenberg oder die Mauerziegel Abteilung, verkauft sind. Beides ist längst
geschehen. (Siehe auch mein Schreiben an Herrn Hornung, von der BW Bank am 06.07.2006). Doch man hielt
meine Sicherheiten entgegen der Absprache fest, mit der Begründung, man stelle ja die Kredite dem
Unternehmen auch weiterhin zur Verfügung, wenn ich „still“ halten würde!
Also, man bot mir die Freigabe gegen Übertrag meiner Anteile an. Eigentlich kein Problem für mich, denn in
meinem Testament hatte ich Frank bereits als den Erben meiner Geschäftsanteile vorgesehen.
Ich übertrug meine Anteile und Frank wurde von der Bank aufgefordert, den Verkaufsprozess jetzt einzuleiten.
Frank hat verschiedene Firmen, die an einem Kauf interessiert sein könnten, angesprochen. Im Herbst 2007
haben dann die Wienerberger AG und eine Investoren Gruppe jeweils ein Angebot unterbreitet. Doch der Preis
den Wienerberger anbot, war der Bank zu wenig. Auch das Angebot der Investoren, das höher war, war immer
noch zu wenig.
Man muss die Hintergründe dabei sehen. Auf der Ebene die uns betreute war anscheinend in der Bank niemand
in der Lage eine Entscheidung zu treffen, wer nun den Zuschlag bekommen soll. Eine Entscheidung könnte ja
den eigenen Stuhl kosten. Das war zu riskant.
Also, wendet man dasselbe System an, das man immer anwendet.
Man trifft Entscheidungen nicht selbst, man setzt einen Außenstehenden ein: Einen Dröge oder jetzt in diesem
Fall einen Insolvenzverwalter!
Diese sog. Fachleute läßt man entscheiden und am eigenen Stuhl wird nicht gerüttelt.
Und so geschah es. Die Bank konnte sich für keines der Angebote entscheiden und bat meinen Sohn, er solle
doch jetzt die Insolvenz selbst einleiten.
Man bot ihm sogar noch eine Prämie von über 100 Tsd. € dafür an!
Ziemlich pervers, denke ich! Frank hatte aber keinen Grund das zu tun. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hat das
Unternehmen Trost im operativen Geschäft nie Minus oder Verluste gemacht.
Auch das muss an dieser Stelle noch einmal ganz klar festgehalten werden!
4 oder 5 Tage vor Weihnachten 2007 erklärte die Bank dann, dass sie zum Jahresende 2007 die Kredite
kündigen werde. Das war´s dann!
Damit blieb Frank nichts anderes mehr übrig als gleich nach den Feiertagen am 9.1.2008 die Insolvenz beim
Gericht in Heidelberg anzumelden.
Die Angestellten dort konnten das zunächst nicht glauben und fragten Frank, ob das ein Scherz wäre.
Aber es war kein Scherz, es war das Ende einer Ära!
16.
Ich halte fest:
Die Entwicklung, welche dem Unternehmen jetzt das Leben kostete, wurde durch die Bank eingeleitet. Dr.
Heidenreich traf, spätestens im August 2002 oder schon früher, diese Entscheidung.
Zur Erinnerung:
Das Familien Unternehmen wurde 1897 von meinem Großvater gegründet. Im Jahr 2007 war das Unternehmen
genau 110 Jahre alt. Eine lange Zeit. Dazwischen, der erste Weltkrieg, die Weltwirtschaftskriese 1932, dann der
zweite Weltkrieg. Das Unternehmen hatte maßgeblichen Anteil am Wiederaufbau in diesem Land ab 1945.
Alle sogenannten Krisen während dieser langen Zeit sind überstanden worden. Und die jetzige Entwicklung und
deren Folgen ab dem Jahr 2002 hätten überhaupt nicht eintreten dürfen, wäre die Bank zu ihren Verpflichtungen
gestanden. So wie das vertraglich vereinbart und unter ehrhaften Kaufleuten eigentlich normal ist.
Nein, diese Bank hat die Regeln einer anständigen Geschäftskultur verlassen und missachtet!
War es eine Fehlentscheidung, die von Dr. Heidenreich im August 2002 getroffen wurde?
Denn nur 13 Monate sind zwischen dem Abschluss der Kreditverträge über DM 47 Mio. (Unterzeichnet im
Juni/Juli 2001) und der Rückforderung durch Vorstandskollegen Dr. Heidenreich vergangen. Wie kann ein
Unternehmen, das langfristig orientiert ist, infolge seiner wirtschaftlichen Struktur, den gewährten Kredit innerhalb
von einem Jahr wieder zurückzahlen, obwohl bereits wesentliche Investitionen vollzogen waren und noch
teilweise mitten darin steckte?
Oder war die Entscheidung von Herr Schielke im Jahr 2001den Kredit überhaupt anzubieten die falsche
Entscheidung?
Diese Frage bleibt offen.
Heute wissen wir alle, dass die Banken damals dachten sie könnten das Geld an den Börsen beim sog. Zocken
schneller verdienen als beim Verleihen von Krediten an mittelständische Unternehmen. Doch jetzt im Jahr 2008
sehen alle was daraus wurde. Viele Banken fallen in ein großes Loch. Die Gier war zu groß!
Ich versuche das zu beweisen:
Denn nur 13 Monate zwischen dem Abschluss der Kreditverträge im Juni/Juli 2001 und dem Ausschlachten und
Zerstückeln des Unternehmens, durch die Bank eingeleitet durch Dr. Heidenreich sind vergangen. Wie soll damit
ein mittelständisches Unternehmen zu Recht kommen?
Man darf nicht vergessen:
Das Unternehmen Trost war bis zu diesem Zeitpunkt eines der leistungsfähigsten Unternehmen der ganzen
Branche mit über 570 Mitarbeitern!
17.
Jetzt aber zur Zahlenabrechnung. Denn Zahlen spiegeln das wieder, was in den Abschnitten zuvor geschrieben
wurde.
Hier zuerst auf das Eigenkapital des Unternehmens bezogen:
In meinem Schreiben vom 06.10.2003 an Frau Diem von der LBBW habe ich darauf hingewiesen, dass bei dem
weiteren Vorgehen dieser Art, durch die Bank das Eigenkapital meiner Familie zwangsläufig verloren gehen
muss!
Das hat Frau Diem nicht weiter interessiert. Nun, sie war die verantwortliche Angestellte der Bank und sah außer
den eigenen Interessen keine anderen. Ich erhielt auf diesen Brief vom 6.10.2003 nie eine Antwort.
Die folgenden Zahlen gebe ich hiermit ganz offen bekannt und diese Zahlen wurden von den Wirtschaftsprüfern
der Firma Kullen, Müller, Zinser, (KMZ) aus Sindelfingen geprüft und bestätigt:
Der Stand des Eigenkapitals:
2001 DM 73.417.169,73
2002 € 37.403.904,99 Eintritt Dröge im August 2002)
2003 € 28.052.968,05
2004 € null (Austritt Dröge im September 2003)
Aus den Bilanzen entnommen und vom Wirtschaftsprüfer geprüft und testiert.
Inzwischen auch vom FA Heidelberg bestätigt.
Das ganze Eigenkapital war damit vernichtet!
Aus den Bilanzen sieht man auch, dass dem Eigenkapital und dem Fremdkapital in Form von Darlehen der Bank
immer eine werthaltige Aktiva gegenüberstand.
Ich habe mich damals gefragt und ich frage mich heute:
Gestattet unser sog. Rechtssystem, Banken fremdes Eigentum anderer Unternehmen, willkürlich und in der
vorbeschriebenen Weise zu vernichten?
Ein Skandal allerersten Ranges!
Nicht nur ich sehe das so!!!
Es mag durchaus sein, dass Sie als Leser diese Geschichte nicht interessiert. Es betrifft Sie einfach nicht. Gut,
das verstehe ich!
Aber denken Sie nur einen kurzen Augenblick daran, wenn Ihnen dasselbe wiederfahren würde.
Könnte das nicht jedem von uns passieren. Sind wir Anderen alle davon nicht betroffen und nur die Zuschauer bei
diesen üblen Spielchen der Banken?
Ich meine jeder muß darauf reagieren. Denn diese sog. ehrbaren Banker müssen durch klare
Regeln, die vorgegeben sind in ihre Schranken gewiesen werden!
Sonst könnte es auch Sie treffen!
Viele Millionen wurden in dummer und arroganter
Weise vernichtet. Der innere Wert des Unternehmens war um vieles mehr wert,
als das Resultat, das von Dröge und der Bank erzielt wurde!
Diese Leistung der Bank war stümperhaft. Sie erinnert an das Dilemma in welchem die Banken sich heute selbst
befinden.
Achtung! Und die Manager und Mitarbeiter sind noch immer dieselben!
Ich versuche das Geschehene einzuordnen.
Zuerst möchte ich festhalten, dass ich mein ganzes Leben lang mit Begeisterung und Idealismus meinen Beruf
gesehen habe. Geld verdienen war notwendig aber immer nur das sekundäre Ziel meiner Tätigkeit. An erster
Stelle stand für mich die Idee. Dann das Umsetzen der Idee. Daneben Menschen, Mitarbeiter und Kunden für
diese Idee zu gewinnen, zu begeistern. Wenn die Idee gut ist, dann lässt sich Erfolg nicht mehr verhindern.
Dieses Denken hat mich von Jugend an geprägt.
Banken müssen sich wieder auf ihr ursprüngliches Geschäft besinnen, statt mit dem Geld ihrer Anleger zocken,
Wie das in den vergangenen 5 Jahren geschehen ist!
Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Manager der Banken in 2008 etwas dazu gelernt haben?
Ja, mittlerweile denke ich, dass die Banker etwas dazugelernt haben:
Nämlich, dass sie auch in Zukunft "Narrenfreiheit" haben, weil sie wissen, dass die Politik Banken nicht einfach
fallen lassen wird!
Die Politik ist den Machenschaften der Banken auch heute noch immer nicht gewachsen. Noch fehlen
Kontrollmechanissmen und Regeln welche dem unkontrollierten Treiben der Banker Einhalt gebietet.
18.
Bei den weiter folgenden Zahlen, möchte ich die Rechnung der Bank aufzeigen:
Sollte die LBBW in Zukunft argumentieren, sie hätte einen Verlust aus dem Engagement mit Trost, dann ist das
nach meinen Kenntnissen falsch, im Gegenteil!
Beim Nachrechnen ergibt sich für die Bank aus dem Engagement mit Trost seit 1989 bis zum Ende 2008 ein
Erlös von mindestens € 105 Mio. Diesen Betrag hat die LBBW einkassiert. Mit dieser Zahl ist die Bank im Plus!
Nachfolgend die Aufstellung der Einnahmen im Einzelnen:
a. Verkaufserlös der Sparte Mauerziegel incl. Nebenleistungen € 24,20 Mio. gesamt!
b. Verkauf Grundstück Rauenberg € 5,70 Mio.
c. Verkauf von Grundstücken in Essingen € 11,00 Mio.
d. Verschrotten von alten Machineneinrichtungen € 0,30 Mio.
e. Rückabwicklung Rumänien € 1,20 Mio.
f. Rückzahlungen aus lfd. Geschäft von 2004 – 2007 ca. € 10,00 Mio.
g. Vorläufiger Erlös aus Insolvenz € 19,00 Mio. bis zum Ende 2008.
h. Weitere Erlöse bis zum vollständigen Abschluß der Insolvenz sind noch offen.......
i. Zinseinnahmen seit 1989 – 2004 netto ca. 4,5% über dem BLZ ca. € 33,75 Mio.
Das Ergebnis für die Bank ist im Plus und das trotz der stümperhaften Abwicklung der ganzen Geschäfte, die von
Dröge und der Bank organisiert und erzwungen waren.
Und man sieht weiter deutlich:
Wieviele finanzielle Reserven im Unternehmen Trost gesteckt haben.
Hätte nämlich die Bank und Dröge während der ganzen Abwicklungsphase etwas vorsichtiger, überlegter und
klüger im Umgang miteinander auch respektabler gehandelt, dann hätte das oben aufgeführte Ergebnis um viele
Millionen Euro besser ausgesehen. Und ohne Zweifel wäre auch dann zumindest ein Teil des vernichteten
Eigenkapitals gerettet gewesen!!!
Natürlich muss die Bank Schadensersatz leisten, denn das Eigenkapital des Unternehmens Trost ist durch die
Schuld der Bank vollständig vernichtet.
Einen solchen Prozess anstoßen kostet Geld und Jahre können vergehen bis eine Entscheidung vorliegt. Und die
Richter in diesem Lande sind bei einem Prozess dieser Größenordnung meist überfordert. Aber ich will es
dennoch versuchen!
Inzwischen sind wir im Jahr 2010. Ich habe mich von meinem Anwalt beraten lassen. Eine Forderung auf
Schadensersatz wegen Einmischung und Herunterwirtschaten des Eigenkapitals ist nicht mehr möglich. Warum?
Weil das inzwischen verjährt ist.
Wie oben unter Puntkt 17 zu sehen wurde das EK in den Jahren 2002 bis 2003 vollständig, durch Einmischen in
die Geschäftspolitik, durch die Bank bzw. durch Dröge vernichtet!
Nur drei Jahre danach kann Schadensersatz geltend gemacht werden. So das Gesetz in unserem Lande.
Danach können keine weiteren Ansprüche geltend gemacht werden.
Schon im Jahr 2003 bzw. 2004 wollte ich für unser abgewirtschaftetes bzw. verlogengegangenes Eigenkapital
Schadensersatz anmelden. Aber die Bank - ausgesprochen rafiniert - sagte mir, man trage doch das
Kreditengagement für das Unternehmen weiter und ich sollte mich beruhigen, denn das Unternehmen käme
ja bei einem Erreichen des sog. Break Even wieder in eine gute Position. Nach dem Motto: Wer glaubt wird
selig!
Wahrhaftig rafiniert, denn als die Verjährungsfrist zur Klage auf Schadensersatz durch Verlust des EK nach drei
Jahren abgelaufen war, kündigte die Bank ohne große Ankündigung zum 31.12.2007 alle Kreditverträge und das
zwei Wochen vor dem 31. Dezember 2007!
19.
Aus der Insolvenz in 2008 wurde meine Firma von der Creaton AG gekauft. Die Creaton AG ist eine Tochter des
größten Weltkonzerns in Sachen Bedachung, der ETEX – Gruppe. Die Gruppe hat ihren Sitz in Brüssel.
Es war die beste Lösung nach all dem Vorgefallenen.
Anschließend bat der Vorstand der Creaton AG, Herr Hörmann, in seiner Ansprache nach Übernahme am
4.3.2008, dass Trost Dachkeramik in derselben Weise fortgeführt werden soll, wie das bisher organisiert war.
Frank mein Sohn bleibt in seiner Position als Verantwortlicher für das Unternehmen und meinem Sohn Douglas
wird die Produktionsleitung übertragen. Ferner, dass Trost eine wertvolle und zukunftweisende Technologie
anwende, die im Produktionsprozess energiesparender ist als vergleichsweise andere Herstellungstechniken.
Und dass die Qualität der Produkte führend sei.
Mehr ist dazu nicht mehr zu sagen. Nur noch soviel: Die LBBW Bank hat diese Argumente nie interessiert.
Und jetzt im Mai 2009 erfahre ich, dass das Porotonwerk in Malsch, welches in 2004 an die Wienerberger AG
verkauft wurde, deren bestes Deutsches Werk sei und weiter höre ich, dass die Trost Dachkeramik, ebenfalls
eines der besten Werke von Creaton sei.
Wie oft habe ich das damals den Bankern versucht zu erklären, dass wir der gesamten Konkurrenz technisch
überlegen sind.
Aber das interessierte diese Herrschaften nicht.
Ich denke meine Nachfolger werden auch in Zukunft viel Erfolg und Freude an dem haben, was einst von mir
geschaffen wurde.
1. Nachtrag:
Ich habe inzwischen die Firma Dröge beim Landgericht Düsseldorf auf Schadensersatz verklagt. Der Prozess
läuft noch.
Jetzt im dritten Jahr.
Am 21.2.2008 fand beim OLG in Düsseldorf die dritte Verhandlung gegen Dröge statt.
Dr. Bickel von Dröge äußerte sich wie folgt:
Er, sowie die von ihm eingesetzten Mitarbeiter seien der Bank – sprich LBBW – verpflichtet gewesen, deren
Anweisungen zu befolgen. Insbesondere darauf zu achten, dass die von der Bank festgelegten Kreditlinien
eingehalten werden.
Die Kreditlinien sind aber von der Bank willkürlich immer weiter zurückgeführt worden, sodass dem Unternehmen
Trost keine finanzielle Luft bleib. Wohl aber kassierte Dröge Monat für Monat ein Honorar über € 280 Tsd.
Weiter äußerte sich Dr. Bickel, dass die Bank bereits am 18.10.2002 den Beschluss gefasst habe das Werk
Essigen still zu legen. Auch von diesem Beschluss war mir nichts bekannt!
Diese Äußerungen sind deshalb interessant, da Dröge im Auftrag von Trost bezahlt wurde und somit rechtlich im
Dienste von Trost stand.
Ich war beim Prozess überrascht, denn damit gibt Dr. Bickel zu, dass Dröge nicht dem Auftraggeber und
Entlohner Trost sondern der LBBW verpflichtet war.
2. Nachtrag
Heute, 6 Jahre danach wissen wir wozu die Bank LBBW das Geld aus dem Mittelstand gezogen hat.
Jeder in diesem Lande weiß das inzwischen.
Im Jahr 2003 war die Börse am steigen.
Und so sehe ich das heute:
Die Bank nahm das Geld aus den Unternehmen und hat damit gezockt. Man konnte in den Jahren von 2002 bis
2007 an der Börse weitaus mehr Geld verdienen als beim Verleihen an ein mittelständisches Unternehmen.
Ich versuche das zu beweisen:
• Dr. Windisch von Wienerberger wollte nach dem Kauf der Mauerziegelabteilung 2003 von der LBBW einen
Kredit über 20 Mio. €. Die Bank hat abgelehnt. Obwohl WB ein international angesehenes und liquides
Unternehmen ist.
Warum lehnte man eine Kreditanfrage eines neuen interessanten Geschäftskunden wie WB es sind ab?
• Beim Verkauf des wertvollen Grundstücks in Rauenberg
war Frau Diem nicht bereit den Vorschlag einer gemeinsamen Grundstücksentwicklung zu akzeptieren.
Warum wurde das Grundstück unter seinem Wert verkauft, damit schnell 5,7 Mio. zurückbezahlt werden?
• Alles von Dröge Eingeleitete zielte nur auf einen schnellen cash hin! Ohne Rücksicht auf den wahren Wert der
Objekte!
Warum zerstückelte und versilberte die Bank einen Teil nach dem Anderen des Unternehmens Trost?
Zu welchem Zweck brauchte man das Geld?
Die Antwort liegt klar auf der Hand!
Die Urmutter allen Übels liegt in der Gewinnsucht der Menschen! In diesem Fall der Bank Manager!
Wenn es der Politik weltweit oder global nicht gelingt, neue Regeln zu schaffen, Grenzen zu setzen, bezogen auf
den Banken und Finanzbereich, dann wird auch weiter großer volkswirtschaftlicher Schaden nicht zu vermeiden
sein!
Aber nicht vergessen, das trifft dann alle!!!
Das sind klare Worte. Aber es muss gesagt werden. Denn es ist die Wahrheit!
Das Unternehmen Trost ist dafür nur ein Beispiel!
Bei einer realistischen Einschätzung müsste heute im Jahr 2008/2009 die LBBW Bank die Insolvents anmelden.
Und nebenbei viele ihrer Kollegen auch. Das wissen die Menschen jetzt.
Aber das Schlimmste daran ist, dass dieselben Akteure nicht zur Rechenschaft gezogen werden und nach wie
vor auf ihrem Posten sitzen und weiterhin absolute „Narrenfreiheit“ genießen oder sogar noch mit hohen
Ablösesummen verabschiedet werden. Ja, am Ende prämiert werden für ihre Unfähigkeit!
Essingen, den 6. Januar 2009
Peter Trost
3. Nachtrag:
Fragen, welche ich nach dem Gelesenen in Erinnerung bringen möchte:
1. War es nicht der Mittelstand in Deutschland, der dieses Land nach dem Krieg 1945 wieder aufgebaut hat?
2. Ist es nicht der Mittelstand in Deutschland, der die meisten Arbeitsplätze schafft. Und nicht die großen sog.
Players, national oder international?
3. Ist es nicht der Mittelstand der die meisten Steuern in diesem Land bezahlt und nicht die internationalen BigPlayers, die in Deutschland häufig keine Gewinne versteuern, weil sie diese ins Ausland schieben?
4. Ist es nicht der Mittelstand, der mit seinem privaten Vermögen für Banken Kredite haftet und das im Gegensatz
zu den hoch bezahlten Managern und Vorstandsmitgliedern von Aktiengesellschaften. Dabei kassieren diese
sogar noch für ihre Misserfolge, haften aber persönlich in keiner Weise.
Denken Sie darüber nach. Damit schließe ich diesen Bericht.
Essingen, den 9. Januar 2009
Peter Trost
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Seele and Geist
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