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Japans Gärten - Handout zur Ausstellung - Schloss Dyck

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G A R T E N F O KU S
SCHLOSS DYCK
Stiftung Schloss Dyck
Zentrum für Gartenkunst
und Landschaftskultur
Japans Gärten
GARTENFOKUS –
Japans Gärten
Fotoausstellung in Schloss Dyck
9. Mai bis 26. Oktober 2014
In der Ausstellungsreihe Gartenfokus zeigt die Stiftung Schloss Dyck in diesem Jahr Fotografien von Gärten
und Parkanlagen in Japan.
Dabei sind es ganz unterschiedliche Perspektiven, aus denen sich William Corey (USA) und Michael Freeman (GB)
dem Thema genähert haben.
Der amerikanische Fotograf William Corey entführt uns in bedeutende historische Parkanlagen. Es sind Gärten,
die über Jahrhunderte gehegt und gepflegt wurden. Einige gehören zu Tempelanlagen und bilden den Rahmen
und das Objekt für meditative Übungen. Andere gehören zu kaiserlichen Palästen und Villen und spiegeln die
Verfeinerung einer höfischen Kultur wider. Corey hat diese Gärten mit seiner Großformatkamera erfasst. Dabei
ging es dem 2008 verstorbenen Künstler darum, keine Bilder von einem Garten, sondern über einen Garten zu
machen. An die Stelle der dokumentarischen Wiedergabe tritt die Versenkung in die Gartenanlagen. Dies ist
ganz wörtlich zu verstehen, weil Corey sich vor der eigentlichen Aufnahme mehrere Tage in den Gärten aufhielt.
Es ging ihm darum, die Gärten zu verstehen, bevor er sie in meistens nur einer einzigen Aufnahme festhielt.
Mit einer bis zu 40-minütigen Belichtungszeit wurde das Fotografieren selbst zu einem meditativen Prozess.
Im Gegensatz dazu richtet der Brite Michael Freeman sein Augenmerk auf zeitgenössische Gartenanlagen.
Bei seinen Motiven handelt es sich um die Gärten moderner Villen und Penthäuser und die grünen Oasen im
öffentlichen Raum der Großstädte. Der Blickwinkel des Fotografen ist dabei außergewöhnlich und betont die
besondere Lage und Beschaffenheit der Gärten. Freeman interessiert sich für die Verbindung zwischen Gartenkunst und Architektur und bezieht daher die umgebenden Bauten in viele seiner Bilder ein. Der japanische
Garten wird in diesen Arbeiten als von Menschenhand geschaffenes Naturbild präsentiert: Ein kleines und
konzentriertes Refugium als Rückzugsort des Menschen.
So unterschiedlich die Ansätze der Fotografen auch sind, auf den zweiten Blick werden in der Kultivierung
der Pflanzen, den Prinzipien der Gartengestaltung und der Verwendung der Materialien Parallelen deutlich.
Hier erscheint, wie ein roter Faden, eine jahrhundertealte Gartenkultur, deren Prinzipien bis heute ihre Gültigkeit
bewahrt haben. Tradition und Moderne – im Japans Gärten sind sie keine unversöhnlichen Gegensätze.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Japanischen Generalkonsulats Düsseldorf.
WILLIAM COREY (1949 - 2008) war ein international anerkannter Fotograf, Dozent und Pädagoge. Als Fotograf war er weltweit tätig, wobei er eine besondere Verbindung zu japanischen Gärten entwickelte. Er gilt als
einer der wichtigsten westlichen Fotografen, die sich dem Thema der japanischen Gärten gewidmet haben.
Seine Verbindung zu Japan geht auf das Jahr 1994 zurück, als der Bundesstaat Colorado Corey den Auftrag
erteilte, ein Bild des Rocky-Mountain-Nationalparks zu erstellen. Diese Fotografie überreichte der Fotograf dem
Kaiser und der Kaiserin von Japan anlässlich ihres Besuches in Colorado als offizielles Geschenk. Als eine Art
Gegenleistung gewährte der Kaiserliche Haushalt Corey – als erstem Ausländer überhaupt – die besondere
Erlaubnis, drei kaiserliche Gärten in Kyoto zu fotografieren.
Im Jahr 1995 folgte eine Einladung der Kunstuniversität (Tohoku Geijyutsu Koka Daigaku) von Yamagata, der
Partnerstadt seines Heimatortes Boulder, Colorado. Sie lud den Künstler ein, dort für drei Monate als Gastlehrer
und artist in residence tätig zu sein. Im Jahr 1998 widmete das Bunsyokan Art Museum in Yamagata William
Corey eine Einzelausstellung.
Es ging Corey darum, den Gärten in ihrer spirituellen Essenz gerecht zu werden und in seinen Bildern die innere
Ruhe der Gärten für die Betrachter zu transportieren. Der hohe Anspruch des Fotografen begleitete den gesamten
Schaffensprozess. Corey pflegte zu sagen: „One time, one chance“ und bezog dies auf den Schaffensprozess
der Fotos. Da der Künstler eine nachträgliche Manipulation der Bilder ablehnte, mussten die Bilder dem hohen
Anspruch des Künstlers genügen oder wurden verworfen.
MICHAEL FREEMAN (*1945) ist einer der weltweit am häufigsten publizierten Fotografen. Für mehr als 3 Jahrzehnte war er führender Fotograf der Zeitschrift Smithsonian Magazine und arbeitet regelmäßig für Time-Life,
Reader’s Digest und die BBC. Als Dozent veranstaltet er regelmäßig Kurse am UK Open College of the Arts.
Für seine Publikationen Light und Image erhielt der Künstler 1990 den Prix Louis Philippe Clerc.
Insgesamt hat der preisgekrönte Fotograf über 133 Bücher zum Thema Fotografie veröffentlicht, wobei sein
Hauptaugenmerk auf der Reise- und Architekturfotografie liegt. Entsprechend verbringt der in London lebende
Fotograf jedes Jahr etwa sechs Monate auf weltweiten Fotoreisen, wobei er seinen besonderen Schwerpunkt auf
Asien gelegt hat. Hier interessiert ihn Insbesondere die asiatische Kultur, Architektur und Archäologie.
In diesem Zusammenhang hat er sich auch dem Thema der japanischen Gärten zugewandt. Freemans Blick gilt
besonders der aktuellen und modernen Entwicklung der japanischen Gartengestaltung. Er zeigt uns die Gärten
aus außergewöhnlichen Blickwinkeln und bezieht häufig die Umgebung der Anlagen in seine Arbeiten ein.
So entstehen Bilder, in denen die Gärten als Inseln gestalteter Natur begrenzt von der zivilisatorischen Realität
erscheinen. Obwohl die Motive in Freemans Werk oft einen starken Kontrast bilden, verliert der Fotograf dabei
nie die lange Tradition der japanischen Gartenkunst aus den Augen.
Galerie
Eckzimmer
William Corey (1995)
Yamadera [Y-41]
Yamagata, Japan
William Corey (2007)
Ota Schrein [2C-16]
Kyoto, Japan
William Corey (1995)
Kogen-Ji [Y-70]
Yamagata, Japan
William Corey (2007)
Sanzen-In [2C-29]
Tempelgarten
Kyoto, Japan
William Corey (1984)
Byodo-In (Phönix Tempel) [A-101]
Kyoto, Japan
William Corey (1987)
Kamigamo Schrein [C-136]
Kyoto, Japan
William Corey (1984)
Honen-In [A-120]
Tempelgarten, Kyoto, Japan
Michael Freeman (1996)
Koya-San Garten [14485_11_]
Ichijo-in, Koya-san, Wakayama
Japan
Michael Freeman (2001)
Ryogotei Garten [17250_23_]
Design von Masatoshi Takebe
Fujiidera bei Osaka, Japan
Michael Freeman (2001)
Ryogotei [17247_37_]
Osaka, Japan
William Corey (1995)
Godai-Do [Y-4]
Yamagata, Japan
William Corey (1986)
Reisfeld Garten [C-132]
Ohara bei Kyoto, Japan
William Corey (2007)
Daitoku-Ji [2C-52]
Tempelgarten
Kyoto, Japan
William Corey (1996)
Shugaku-In Rikyu [E-84]
Garten der kaiserlichen
Villa, Kyoto, Japan
William Corey (1995)
Zao [Y-55]
Yamagata, Japan
William Corey (1996)
Shugaku-In Rikyu [E-93]
Garten der kaiserlichen Villa
Kyoto, Japan
William Corey
(1995)
Nokyo-Do [Y-36]
Yamagata, Japan
Salon
Kabinett
William Corey (1993)
Renge-Ji [ALC-18]
Kyoto, Japan
William Corey (1993)
Ryogen-In [ALC-14]
Tempelgarten, Kyoto, Japan
William Corey (unbekannt)
Reflektion [BG-2]
unbekannt, Japan
William Corey (2006)
Shisendo [ND62]
Tempelgarten, Kyoto, Japan
William Corey
Katsura Rikyu [E-52]
Garten der kaiserlichen Villa, Kyoto, Japan
William Corey (2006)
Sanzen-In [ND-39]
Tempelgarten
Kyoto, Japan
William Corey (2006)
Sanzen-In [ND-33]
Tempelgarten
Kyoto, Japan
William Corey (2006)
Sanzen-In [ND-40]
Tempelgarten, Kyoto, Japan
William Corey (1984)
Heian Jingu (Heian Schrein) [A-112]
Kyoto, Japan
William Corey (1995)
Kozen-Ji [Y-14]
Yamagata, Japan
William Corey (1995)
Kajo Koen [Y-18]
Yamagata, Japan
Saal
Lambriszimmer
William Corey (1990)
Hakuryu-En [D-146]
Kyoto, Japan
William Corey (1993)
Hakuryu-En [ALC-34]
Kyoto, Japan
William Corey (1987)
Sanzen-In (Yusei Garten) [C-152]
Tempelgarten, Kyoto, Japan
William Corey (1993)
Hakuryu-En [ALC-28]
Kyoto, Japan
Michael Freeman (2001)
M House [17404_01_]
Design: Kazuyo Sejima & Ryue Nishizawa
Tokio, Japan
William Corey (1987)
Renge-Ji [C-149]
Kyoto, Japan
William Corey (1996)
Katsura Rikyu [E-104]
Kyoto, Japan
Michael Freeman (2001)
Asia Gate House [17222_02v2_]
Design: Tetsuo Goto
Okinawa, Japan
Michael Freeman
(2001)
Kurokawa Apartment
[17409_34_]
Design: Kisho Kurokawa
Tokio, Japan
Michael Freeman (2001)
Ryumontei Garten [17210_01_]
Design: Shunmyo Masuno.
Gion-Ji Tempel, Mito, Japan
Michael Freeman (2004)
Gion-Ji Tempel [18465_78-87_]
Design: Shunmyo Masuno
Gion-Ji Tempel, Mito, Japan
Michael Freeman (2004)
Tsuki no Niwa [18466_57_]
Detail am Rand eines Karpfenteiches
Tokio, Japan
Michael Freeman (2001)
Sanshiro House [17276_04_]
Design: Kan Izue
Nagahama, Shiga Distrikt, Japan
Michael Freeman (2001)
Sanshiro House [17276_10_]
Design: Kan Izue
Nagahama, Shiga Distrikt, Japan
Michael Freeman (2001)
Sanshiro House [17276_36_]
Design: Kan Izue
Nagahama, Shiga Distrikt, Japan
Turmzimmer
Michael Freeman (2001)
Tondabayashi Garten [17306_01_]
Design: Gyoko Osumi & Akira Sakamoto
Tondabayashi, Osaka, Japan
Michael Freeman (2001)
Tondabayashi Garten [17312_29v2_]
Design: Gyoko Osumi & Akira Sakamoto
Tondabayashi, Osaka, Japan
Impressum
Fotografen
WILLIAM COREY William Corey Gallery | P. O. Box 1954 | Boulder | Colorado 80306 | USA | info@williamcorey.com
www.williamcorey.com
Michael Freeman
Telefon: +44 (0) 2072 293977 | E-Mail: michaelhfreeman@btinternet.com | www.michaelfreemanphoto.com
Michael Freeman (2001)
Ohira House [17313_03_]
Design: Kazumasa Ohira
Kibugawa, Japan
Ausstellungen
MARTIN WOLTHAUS | Stiftung Schloss Dyck | Telefon: +49 (0) 2182 – 824204
m.wolthaus@stiftung-schloss-dyck.de
Kommunikation & Marketing
ANJA SPANJER | Stiftung Schloss Dyck | Telefon: +49 (0) 2182 – 824119
a.spanjer@stiftung-schloss-dyck.de
Vorstand
JENS SPANJER | Stiftung Schloss Dyck | Telefon: +49 (0) 2182 – 824103
j.spanjer@stiftung-schloss-dyck.de
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Japanischen Generalkonsulats Düsseldorf.
Michael Freeman (2001)
Sekkasanbo House [17233_02_]
Design: Ikuma Shirai
Yamagataku bei Hiroshima, Japan
Michael Freeman (2001)
Kaho House [17254_01_]
Design: Atsushi Akenuji
Kyoto, Japan
SCHLOSS DYCK
Stiftung Schloss Dyck
Zentrum für Gartenkunst
und Landschaftskultur
Stiftung Schloss Dyck | 41363 Jüchen
Telefon: +49 (0) 21 82 / 8 24 - 0 | Telefax: 0 21 82 / 8 24 - 110
info@stiftung-schloss-dyck.de | www.stiftung-schloss-dyck.de
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